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Autor Betreff: Anitifa-Demonstration am 13.Februar in Dresden
Lonewolf




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 20.2.2007 um 21:15


Ehrlich gesagt verstehe ich insgesamt euer Problem nicht so ganz, außer dass wohl meine Postings wenn überhaupt nur selektiv gelesen werden.;)
Das Verhältnis zur Außenwelt kann auch in anderen Kategorien als Anbiederei oder Anfeindung bestehen. Das sollte eigentlich keinen Streitpunkt darstellen, da ich davon ausgehen kann dass wir alle hier mit der Gesellschaft, wie sie ist, unzufrieden sind, und wohl andere Visonen teilen als der breite Teil der Bevölkerung. Insofern bezweifle ich auch, dass sich hier jemand in seinen Kritikansätzen (von Praxis rede ich ja nichtmal, denn die ist ja nicht vorhanden) als "Arbeiter für die Gesellschaft" begreift - eher werden Positionen vertreten, die auf eine recht radikale Abrechnung mit den herrschenden Zuständen hinauslaufen-
und das nicht unbedingt immer in einer Art und Weise, die darauf aus ist sich Sympathien zu sichern.
Insofern verstehe ich die Beißreflexe, die allein bei der Erwähnung des Begriffs Antifa einsetzen nicht so ganz. Möglicherweise sollte man wieder damit anfangen, Leute umzubringen, um sich zumindest hier Sympathien zu sichern (siehe RAF-Thread).
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Seneca






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 21.2.2007 um 12:25


Natürlich, @lone wolf, finde ich es vom Prinzip her gut was die Antifa macht. Ihre Zeile sprechen mich durchaus auch an. Doch finde ich es für meinen Teil schon fast lächerlich,w enn man Demonstrationen aufzieht, mit dem Ziel die Rechten auf der Straße zu verprügeln ohne dass ein konkretes Zeil dahintersteckt. Von solchen Kinderreien halte ich einfach nichts.

Wenn die Antifa zielgerichtet gegen entsprechende Persönlichkeiten vorgehen würde ok. Aber sich mit den Skins auf der Straße z prügeln ist nicht nur aller unterstes Niveau, sondern eben auch völli gwirkungslos hinsichtlich der gesetzten Ziele.
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 21.2.2007 um 18:53


Zitat
Ich finde es ja auch nicht unbedingt solidarisch, wenn sich manche linke Seiten und Foren weigern, die Unity zu verlinken ;-); dennoch sollte man vielleicht nicht unbedingt ein Bild von Uniformismus und Engstirnigkeit zeichnen, dass trotz vieler berechtigter Kritik nicht gerade fair ist.
Und was Anbiederei bei der breiten Masse angeht, verwundert es mich doch ein wenig das ausgerechnet aus deinem Mund zu hören...

Es ging mir nicht darum, dass sich die Antifa der Masse anbiedern soll. (vielleicht hatte ich das etwas ungeschickt formuliert.)
Ich habe nur festgestellt, dass sich die Antifa mit ihren Aktionen wohl mehr Feinde als Freunde macht, und dass sie dadurch dem Ansehen der Linken in der Bevölkerung oftmals mehr schadet als nützt.
Also ich wollte jetzt wirklich nicht auf der Antifa rumhacken, sondern nur meine Zweifel äußern, ob deren Taktik wirklich dazu geeignet ist, die Neonazis in ihre Schranken zu weisen.
In dieser Hinsicht muss ich dann auch mal Jack recht geben...
mit Militanz und aggressiven Sprüchen schafft man keine Liebe, sondern nur noch mehr Hass. Das ist quasi ein Naturgesetz, und das gilt für die Antifa genauso wie für jeden anderen auch.
Klar, du kannst da jetzt dagegenhalten, dass die Antifa ja auch friedliche Konzerte organisiert, und dass die im Gegensatz zu den Skins keine wehrlosen Ausländer verprügeln. Das ist alles richtig, und das will ich ja auch gar nicht in Frage stellen.
Nur finde ich eben, dass die ganze aggressive Sprache, die die Antifa spricht (in ihren Flyern, Postern, etc.), von vornherein viele Menschen abschreckt, weil da unterschwellig oft so ein "Entweder du bist mit uns, oder du wirst irgendwann genauso zerschlagen wie der Bullenstaat!" mitklingt...
Ich weiß, mit diesen ganzen Kraftmeier-Sprüchen will man halt Stärke zeigen und möglichst viele Sympathisanten mobilisieren.. nur was nützt das, wenn auf einen Sympathisanten, den man angeworben hat, 3 Normalbürger kommen, die sich von dem, was die Antifa sagt, mehr bedroht fühlen als von einer Horde besoffener Neonazis?
Das ist ein Punkt, den ich bei aller Radikalität doch anders zu machen versuche als die Antifa und vergleichbare Gruppierungen...
Ich will verhindern, dass sich irgendjemand von dem was ich sage bedroht fühlt. Ok, irgendwelche Nazis dürfen sich meinetwegen gern bedroht fühlen... aber der sogenannte "kleine Mann", der soll sich bei einem durchschnittlichen Text von Dian the Saint nicht bedroht fühlen. Er soll nachdenken, soll ruhig auch mal merken, dass ich ihn und seinesgleichen für ein wenig unterbelichtet halte...
aber es darf nicht der Eindruck entstehen, dass ich ihn nachts besuchen komme und einen Molotowcocktail in sein Wohnzimmer schmeiße, nur weil er ein beschissener Lemming ist.
Aggression ist ein Mittel, das man nur sehr maßvoll einsetzen darf... auch, wenn man noch so wütend ist und diese Wut auch noch so verständlich sein mag. Sonst wird diese Aggression früher oder später auf einen selbst zurückfallen.

Natürlich bin ich mit dem, was ich schreibe, auch nicht gerade zimperlich. Aber eine Internetseite kann man schließen, wenn sie einem nicht gefällt. Ein Buch mit einer Message, die einem nicht zusagt, braucht man sich nicht zu kaufen.
Doch wenn die Leute mit Megaphon durch deine Stadt ziehen und dich mit irgendwelchen aggressiven Parolen beschallen, dann ist das etwas anderes. Das ist genau, wie wenn jetzt ein paar von uns durch die Straßen ziehen und rufen würden: "Fast alle, die ihr da steht, seid ihr dumme, manipulierbare Lemminge. Ihr seid es nicht wert, euch zivilisiert zu nennen!"
Das mögen viele von uns denken, aber es wäre ja wohl die völlig falsche Taktik... (es sei denn, man möchte unbedingt ein paar aufs Maul kriegen.)
Die Menschen würden sich beleidigt und belästigt fühlen... und davon, dass unsere Ansichten eigentlich viel ausgeklügelter und tiefgründiger sind als die platten Parolen, die man auf ein Spruchband kritzeln kann, würden sie erst gar nichts mehr mitbekommen, weil sie sich bis dahin schon längst ihre Meinung gebildet und uns als "Feinde" eingestuft hätten.
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...






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[*] Verfasst am: 22.2.2007 um 06:10


Also, jetzt muss ich doch mal was inhaltliches sagen, weil mir hier ein paar Sachen zu sehr durcheinandergehen:

Zum einen:
Diese Gedenktage für Opfer des Faschismusses sind tatsächlich ziemlich widerlich, @dian, und zwar insbesondere, wenn sie von diesem Staat inszeniert werden, da dieser Staat dies ja nur macht, um sagen zu können: "Bitte, wir haben gelernt, wir sind jetzt töfte Demokraten, also gibt es keinen Grund mehr unsere Autos, AKWs, oder Waffen nicht aus deutscher Produktion zu kaufen!"
Das mal zum einen. Solche Gedenktage müssen immer konterkariert werden, z.B., indem man an dem Tag Flugblätter verteilt, wieviele Menschen im Moment durch deutsche Waffen gerade eben zur Zeit sterben. Bilder von den unschuldigen "Kollateralopfern" aus Serbien etc. tun hier gut und das ist auf jeden Fall immer 'ne gute Aktion, die auch von Antifas gemacht wird.
(Aber, @Jack, mach' das mal auf 'ner reinen Neonazidemo, die irgendwelchen deutschen Zivilisten oder Soldaten gedenkt, dann bist Du aber 'n paar Zähne los. Es ist eben nicht so, dass die völlig friedfertig sind, sondern, dass sind immer die gewesen, die zuerst zuschlagen!!!)

Zum anderen, will ich die Mehrheit der Bevölkerung davon überzeugen, Antifaschisten oder Antilemminge zu werden?
Wie soll das gehen?
Antilemminge schon gar nicht, denn das würde ja gar nicht funktionieren, wenn auf einmal alle so schrecklich individuell werden wollen.
Und auch eine antifaschistische Politik ist nicht unbedingt darauf aus, dass die Mehrheit der Bevölkerung daraus Vorteile trägt.
Es geht dabei eben auch um die Menschen, die sich nicht wehren können. Kranke, Ausländer, Behinderte etc, die niemals die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen werden, aber ein verdammtes Recht haben, zu leben. Und dieses wollen die Faschos denen und noch mehr Randgruppen absprechen.
Ob ich nun die gewalttätige Auseinandersetzung mit den Nazis suche, was ich auch nur dann machen würde, wenn die mich direkt angreifen, oder eben auf die bürgerliche Scheiße der Gedenkveranstaltungen und deren heuchlerische Laberei eingehen will, das sind unterschiedliche Schuhe.


Ich glaub' auch kaum, dass die Antifa die körperlichen Auseinandersetzungen mit den Nazis sucht, um Sympathien zu werben, aber, okay, bei den Deutschen weiß man nie, ob die das auch nicht noch bewundernswert finden.

Meine Lieblingsaktion zum Gedenken an die Dresdner Bombardierung war im übrigen der Vorschlag der Titanic, die Dresdner Frauenkirche wieder abzureißen und mit den Steinen wieder eine Mauer zu bauen. Dafür hatten die in Dresden 'n Stand gemacht, wo jeder für 3 € oder so, mal eine Miniaturnachbildung der Frauenkirche mit 'nem Hammer zerdeppern konnte. :D
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