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Autor Betreff: "Autistisch" - asexuell - neurologisch gestört - abgestempelt
Paul83






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[*] Verfasst am: 5.3.2007 um 04:07
"Autistisch" - asexuell - neurologisch gestört - abgestempelt



So, dann will ich auch mal.

Meine sehr verworrene Geschichte ist in folgenden Beiträgen aus Fremdforen am besten zusammengefasst:

http://www.selbstmordgedanken.info/forum/thread.php?postid=175646#post175646
http://www.selbstmordgedanken.info/forum/thread.php?postid=194744#post194744
http://www.asexuality.org/haupt/viewtopic.php?p=39153#39153

Bitte nicht alles durchlesen, was ich sonst so geschrieben habe, ist viel Schrott dabei.

Es wäre noch anzufügen, dass meine Eltern zwischenzeitlich eine Art Wunderkind aus mir machen wollten - also eine Art autistisches Genie. Damit sind Eltern ja schnell bei der Hand, wenn ihr Kind drei gerade Sätze rausbringt und zumal wenn es dann noch vom Verhalten her aus der Reihe tanzt. Durch die damit verbundenen Erwartungen haben sie mich ziemlich erdrückt und verraten.

Ich habe also die Verliererseite des Lebens hinreichend kennengelernt, so dass mir Überheblichkeit - um einem Vergleich mit anderen hier aus dem Weg zu gehen - sehr fremd ist. Und selbst in dem Glauben, dass mir Überheblichkeit fremd ist, wittere ich noch einen Ansatzpunkt von selbiger, vor dem ich mich immer hüte. Das heißt allerdings nicht, dass ich in diesem meinem letztem Refugium, dem Internet, auch noch vor jedem niederknie und bettle.
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...






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[*] Verfasst am: 5.3.2007 um 05:58


Ist mir heute zuviel Text. Lese ich alles mal morgen!
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 5.3.2007 um 14:15


Interessante Lebensgeschichte...
Wenn du nicht so darunter leiden würdest, fände ich es sogar "witzig", wie man bei dir ständig irgendwelche Krankheiten zu diagnostizieren versucht, die oftmals vielleicht nur dadurch entstanden sind, dass man bei dir zu einem früheren Zeitpunkt irgendwelche Krankheiten diagnostiziert hat, die eigentlich gar nicht da waren.
Wie so ein Sog, der dich immer weiter runterzieht und dich psychisch fertig macht, und das nur, weil du als Baby vielleicht mal im falschen Moment gehustet hast oder so. ;)
Ich halte rein gar nichts von diesem ganzen pseudomedizinischen Asperger/Autisten/ADS-Geschwätz...
Es mag Extremfälle geben, wo das wirklich eine krankhafte Persönlichkeitsstörung ist, die man medizinisch therapieren muss. Aber oftmals ist es auch nur so, dass jemand, bei dem diese Dinge festegestellt worden sind, im Grunde gar nicht krank ist, sondern einfach nur von der Norm abweicht, die die Eltern oder die Gesellschaft von einem Menschen erwartet.
"Kontaktfreudig, laut, aber nicht übermäßig störend" - so soll das ideale Kind sein. So wird es einem ja auch in jedem TV-Werbespot vermittelt. Und jeder, der davon abweicht, soll am besten gleich in Therapie gehen, damit auch ihm ein menschenwürdiges Leben möglich sein wird. (Und "Menschenwürdig" bedeutet in diesem Fall: So zu leben, wie die Masse es tut... alles andere ist in der Vorstellung eines Otto-Normal-Lemmings ja nicht lebenswert.)

Ich glaube, ich habe es dir im SMG-Forum irgendwann auch schon mal geschrieben...
die Art, wie du dich in deinen Texten ausdrückst, und wie du dich selbst und deine Umgebung hinterfragen kannst - das zeugt von einem sehr intelligenten, aufmerksamen Menschen. Das genügt mir eigentlich fast schon, um erkennen zu können, dass es um dich definitiv nicht so schlimm steht, wie deine Familie immer tut, und dass es wohl eher dein gesamtes Umfeld ist, das ein bisschen verhaltensgestört ist und mal in die Therapie gehen sollte.
Ok, du bist in der verbalen Kommunikation nicht besonders schlagfertig und nimmst nicht wirklich am Leben deiner Mitschüler teil..
aber das war bei mir ganz genauso. Mit etwas Glück kann man sein Leben trotzdem meistern... das Schwierigste daran ist wohl erstmal, ein Umfeld zu finden, das von einem nicht erwartet, "normal" zu sein. Menschen zu finden, für die es ok ist, wenn man sexuell etwas anders gestrickt ist... und die einen nicht ständig mit "Du hast ja immer noch keine Freundin" und ähnlichem Geschwätz nerven.
Ich denke, wenn es dir gelingt, ein solches Umfeld zu finden, wo du einfach du selbst sein kannst (also ich meine jetzt ein REALES Umfeld.. nicht nur ein Forum im Internet), dann wäre das ein großer Schritt hin zur Lösung auch deiner anderen, beruflichen und sozialen Probleme.
Nun ist es aber leider so, dass es nicht all zu viele solcher Menschen gibt. Die meisten Menschen, und seien sie scheinbar auch noch so intelligent, sind im primitiven Schubladendenken verhaftet.
"Ein Kind hat sich so und so zu verhalten, ein Mann MUSS Sex mit Frauen haben, etc."
Ich finde, so eine Scheiße solltest du dir gar nicht mehr anhören. Lass es zum einen Ohr rein, und zum anderen gleich wieder raus.
Viel wichtiger, als die Frage, was "normal" ist, ist doch, was DIR gefällt und was FÜR DICH gut ist.
Wenn du kein besonderes Verlangen nach Sex hast, prima, dann lass es doch einfach und nutze die Zeit, die du dadurch gewinnst, sinnvoller. Wieso ständig darüber nachdenken, ob du vielleicht ein medizinisches Problem haben könntest, wie z.b. Unfruchtbarkeit?
Ist das so wichtig, so lange dir persönlich nichts fehlt?
Wenn dir aber nun doch etwas fehlt, zum Beispiel irgendwie Kuscheln, Zärtlichkeit und so, ohne dass du gleich richtigen Sex haben möchtest... hmm, dann musst du dir eine passende Frau (oder nen passenden Kerl) suchen, mit dem du das Ausleben kannst. Vielleicht jemand, der vergewaltigt worden ist und daher keinen Sex haben möchte, aber trotzdem auch nicht allein durchs Leben gehen will... da gibt es genug, glaub mir. Das siehst du ja im Selbstmordforum auch.

Ich denke, die folgenden beiden Punkte sind wichtig:
dass du dich 1.) vor allem fragst, was du selbst willst, und nicht danach schaust, was die anderen wollen, und dass du 2.) das, was du willst, dann auch wirklich durchziehst und dich dann nicht vom inneren Schweinehund oder dem Geschwätz deiner Umgebung davon abhalten lässt.
Also ich sag mal, nach allem was ich jetzt von dir gelesen habe, hast du das Potential dazu, und es ist zumindest nicht unmöglich, dass du das noch auf die Reihe bekommst und du dich von den Sorgen und Nöten deiner Kindheit emanzipieren kannst.
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quaid




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Motto: their law

[*] Verfasst am: 5.3.2007 um 14:33


soweit ich weiß, merkt sich der mensch alles, was er je sieht, hört, fühlt, riecht, schmeckt. und zwar 1:1. und theoretisch könnte er sein gesamtes leben wie einen film revue passieren lassen.
wenn da nicht so ein kleiner bereich in der linken gehirnhälfte wäre, den man am besten als filter beschreibt. er sorgt dafür, das wir uns sowohl aufs wesentliche konzentrieren als auch den überblick behalten können. eine art schutz vor sinnesüberflutung, sozusagen.

bei autisten ist dieser bereich manchmal insofern gestört, das sie sich entweder sehr viel merken können, oder gedankliche vorgänge in beachtlich kurzer zeit erledigen können. den preis dafür kennen wir ja alle.


paul, schätzt du deine eltern so ein, das du ihnen ein großes geltungsbedürfnis zusprechen würdest?
in etwa: wenn schon ein autist, dann wenigstens ein wunderkind, worüber man mit den nachbarn sprechen kann.
ich finde das schon ausgesprochen hart..
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Paul83






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[*] Verfasst am: 5.3.2007 um 15:37


Hmmm, ich würde bestätigen, dass es mir schwer fällt, große Mengen von Reizen, die auf mich einströmen, zu verarbeiten. Ebenso überfordern mich unstruktrurierte Situationen. Allerdings hat der gewohnte Trott, in dem mich meine Eltern eben aufgrund der Annahme von Autismus haben aufwachsen lassen, entscheidend dazu beigetragen. Also mindestens etwas von selbsterfüllender Prophezeiung.

Ja, ich kann mir sehr gut Sachen merken, dafür aber überhaupt nicht schnell in Situationen reagieren. Dadurch, dass ich oft erst mal "ja, ja", sage, wirke ich mitunter sogar etwas lemminghaft. Wer mich etwas besser kennt, würde mich aber eher als zurückgezogenen Sonderling beschreiben.

Unter krankhaftem Geltungsbedürfnis leidet vor allem mein Vater. Der hat tatsächlich meine Zeugnisse, solange sie seinen Vorstellungen entsprachen, in seiner Firma vorgezeigt und in der Verwandtschaft damit geprahlt. Meine Mutter war eigentlich eher diejenige, die sich zurückgehalten, im Kampf für den Behinderten dann aber den Ausgleich gesucht hat. Was die Wunderkind-Geschichte angeht, hat sie sich teilweise als Bremserin ausgegeben, die mir Fehler erlaubt, mit anhaltenden guten Schulnoten jedoch auch Druck auf mich ausgeübt. Wobei sie als erste einen Rückzieher gemacht hat, nachdem sie sah, dass es nicht mehr so lief, dass ich weder das Wunderkind sein wollte noch konnte.

Übrigens, zur Diagnose: Die Asexualität hat niemand bei mir diagnostiert, da bin ich selbst drauf gekommen. Und die neurologische Störung ist defintiiv vorhanden, die wurde nur m.E. fehldiagnostiziert.
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Xoc






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[*] Verfasst am: 5.3.2007 um 16:16


Autismus ist nichts, was man entweder hat oder nicht hat, das ist ein völlig fliessender Übergang.
Du kannst das also z.B. einfach nur ein bischen haben. Wenn das bischen klein genug ist, nennt man das normal und wenn es grösser ist, Asperger, aber das ist im Prinzip völlig willkürlich und eh nur eine Bezeichnung.


PS:
Und versuche es mal Abends im Chat, da sind eigentlich immer welche da oder warte zumindest ein wenig länger, dann hätte ich dich auch gesehen.
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Paul83






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[*] Verfasst am: 5.3.2007 um 17:13


Eben, ein total schwammiger Begriff, in den bei entsprechender Auslegung eigentlich jeder passt. Aber nicht nur ein Begriff, sondern eine Kategorisierung mit Konsequenzen.
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 6.3.2007 um 00:39


Ach, scheiß doch auf Sex.

Also ich finde Sex irgendwie unbequem und nicht sonderlich inspirierend. Kennt ihr diese Deckenleisten? Wenn man dann anfängt, die zu zählen... naja.

Dazu kommt, dass solche Triebe einfach wichtigeren Dingen Platz machen, wenn sie merken, dass man sie nicht beachtet. Ich glaube, mit 11/12 habe ich mehr Bock zum Ficken gehabt als jetzt (ich war körperlich ziemlich frühreif). Aber da wollte keiner mit mir :D

Mir ist schon klar, dass man da als Angehöriger des männlichen Geschlechts einem stärkeren gesellschaftlichen Druck ausgesetzt ist. Man hat gefälligst permanent an Sex zu denken und allzeit bereit zu sein.
Ein Grund mehr, sich davon zu emanzipieren.
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JeanneDamianDracul






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[*] Verfasst am: 6.3.2007 um 01:42


Der Traum einer jeden Mutter ist doch das ihr Sohn Karriere macht,die perfekte Schwiegertochter findet und mit ihr eine Familie gründet.Manche Männer haben doch tatsächlich derartige Träume mit spätestens 25 ein,zwei,drei,vier,viele Kinder in die Welt zu setzen,nebenbei natürlich die Aufstiegsleiter hochzusteigen,die Frau seiner Träume neben sich,dann bauen sie gemeinsam ein Haus und Leben glücklich bis an ihr Lebensende.
Kann es das sein?
Dieser Druck der auf Männern lastet ist doch genau betrachtet der reinste Horrorfilm,zumal überlegt niemand was man eigentlich den erzeugten Kindern antut sie in diese Welt sozusagen "hineinzuwerfen" ( natürlich sind Kinder das beste was es gibt aber verdammt nochmal NEIN!),ich würde mir diese Option genau überlegen und lieber einen Knoten in einige Körperteile drehen als mich durch die Visionen der Gesellschaft (oder des Pöbels,je nachdem) beschneiden zu lassen.
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[*] Verfasst am: 6.3.2007 um 05:55


"Autismus nach Asperger"!
Wenn ich sowas lese, fällt mir zur Zeit nur ein, was ich mir nochmal genauer anschauen muss für meine Prüfung. :12:

Ansonsten ist es bei Autismus so, wie @Xoc sagt.
Das ist eine Behinderungsform, die sowieso meistens nur mit einer geistigen Behinderung deutlich zum Vorschein kommt und ansonsten nur über bestimmte Symptome definiert ist. Da kann einer mehr von haben, der andere weniger. Letztendlich ist es jedem freigestellt, aus der Anzahl der Symptome zu folgern, ob die Diagnose deshalb zutreffend ist oder nicht.
Wenn sich Deine Mutter da wirklich intensiv damit auseinandergesetzt hat, dann müßte der eigentlich auch bewußt sein, welche Schwächen solche Krankheitsdefinitionen haben, die nur über die Symptome definiert sind.

Und bei Tourrette muss ich auch noch nachbüffeln, aber mich würden da mal die "Tics" interessieren, die Du hast, @Paul83. Wie äußern sich die?
(Den zweiten Link kann ich leider nicht öffnen, da ich dafür eingeloggt sein müßte in diesem Forum!!!)

Und zuletzt die Asexualität:
Es besteht bei vielen Menschen mit autistischen Zügen auch ein bestimmtes Verhältnis zum Körper. Ich glaube, sogar eine der Symptompunkte, der relativ wichtig ist, ist der, dass Menschen mit diesen autistischen Zügen keinen all zu engen Körperkontakt mögen.
Frage mal an Dich, @Paul83:
Hast Du da ähnliche Ängste?
Ich hatte schon einen Jungen mal in einer Gruppe, den ich wirklich angesichts der vielen Symptome als "waschechten" Autisten bezeichnen würde und der es zwar liebte, seinen Kopf mit einer Wucht gegen Wände und auf den Boden zu schleudern, aber anfing zu weinen, wenn man ihn streichelte.
Und bei dem Jungen war es eben so, dass der zwar seine durchaus ansehnliche Morgenlatte hatte, mit der er sich gerne beschäftigte, aber ansonsten nur eine Erektion über mechanische Reize irgendwie erhielt und diese auch nicht unbedingt ansonsten irgendwie tagsüber mal bewußt hervorrief.
Das kann natürlich in dem Falle auch an der geistigen Behinderung gelegen haben, aber an sich ist es eben so, dass der Körperkontakt, den Menschen mit autistischen Zügen schätzen, immer mehr auf kurze, kräftige Berührungen aus ist und selten auf langes intensives Streicheln z.B.
Würdest Du eine Frau oder einen Mann, der Dich nur kurz berührt etwa in Form eines Schlages oder eines Trittes erotischer finden, @Paul83?
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HëllRÆZØR




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Motto: Ground Zero - auf ein Neues!

[*] Verfasst am: 7.3.2007 um 02:44


Also Arne, das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass du den armen Paul83 hier zugunsten höherer Bestehungschancen deiner Prüfung ausfragst! :D

...aber mal Spaß beiseite, ich finde einige dieser "Krankheitssymptome" bei mir wieder - ich war früher ein ziehmlicher Grobmotoriker und hatte laut Meinungen Anderer "Berührungsängste" - letzteres hatte aber eher damit zu tun, dass Berührungen etwas Besonderes waren, was ich nicht mit jedem haben wollte, so wie man nicht mit jedem in die Kiste steigt, war also eher weniger eine "Angst", sondern einfach eine intensivere Wahrnehmung. Ersteres hat sich aber irgendwann "normalisiert", und von zweiterem sind nur leichte Gewöhnungsspuren übrig.

Introvertiert war ich schon immer. Ich nehme einzelne Dinge gut war, habe aber Konzentrationsschwierigkeiten bei zu vielen Sinneseindrücken, wahrscheinlich bin ich deshalb eher ein Nachtmensch. Recht bezeichnend ist auch dieser Wikipedia-Ausschnitt:
[QUOTE]Es gab zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Vorstellungen über die Entstehung von Autismus. Im zaristischen Russland etwa glaubte man, dass autistische Kinder als besonders religiöse Menschen zur Welt gekommen seien und sich freiwillig für ein Leben jenseits aller Konventionen entschieden hätten. Aus überlieferten Berichten weiß man, dass Autisten in Lumpen durch den russischen Winter liefen, ohne sich vor der Kälte zu schützen. Sie sprachen selten, ihr Verhalten erschien merkwürdig und sie missachteten Gesetz, Ordnung und soziale Regeln. Man nannte sie deshalb „heilige Narren“ und glaubte, ihr Verhalten verschlüssele göttliche Botschaften.[/QUOTE]
Ich kann mich zwar an Regeln halten, lebe aber lieber nach meinen eigenen, womit ich schon sehr oft auf Intoleranz gestoßen bin (Autismus => Anarchismus? ^^). Und sonderlich schmerzempfindlich war ich auch eigentlich noch nie. Liegt wahrscheinlich an meiner in mich gekehrten ("introvertierten") Art, alles aus einem gewissen Abstand zu betrachten...

Wer sowas bei mir als Krankheit bezeichnet, bitte schön! Ich komme mit meiner Art wunderbar zurecht und bin damit garantiert glücklicher als jemand, der daran etwas auszusetzen hat. :)
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[*] Verfasst am: 7.3.2007 um 05:41


Also, wenn ich das Fallbeispiel "Paul83" in der schriftlichen oder mündlichen Prüfung bekomme, dann bin ich eh geliefert, weil ich fast nur Ahnung von Menschen mit psychischen Störungen mit geistiger Behinderung habe. :D

Aber nochmal kurz klugscheißen:
Autismus ist keine Krankheit, sondern gilt als Behinderungsform.
Wo ist da der Unterschied?

:|
Oh Gott, muß ich auch nochmal lernen.:43:
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