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MAUS
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Verfasst am: 24.5.2007 um 13:11 |
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| Zitat | Original von quaid
im übrigen: der thread hier wurde gerade in 2sekunden geladen. vor etwa einer halben stunde habe ich 15sek auf die seite gewartet. das scheint
zeitlich bedingt zu sein, irgendwie. auf jeden fall nichts permanentes wie eine datenbank oder so. |
Dito, alles wie immer, mal schnell, mal langsam, da hat sich auch nach den bisherigen Änderungen nichts dauerhaft verschnellert...
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Soulmirror
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Verfasst am: 24.5.2007 um 14:32 |
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das hat ja auch nur mit der auslastung des servers zu tun auf dem die seite gehostet ist und da hat ne vollgemüllte datenbank sehr wohl was mit zu
tun.
sicher wird eine vollgemüllte datenbank auf nem schnellen server immer noch schnell laufen aber sobald mal paar mehr leute auf den server zugreifen
wollen sehn wir ja wie es das forum fast schon in die knie zwingt.
btw. um den beitrag hier abzusenden und jetzt zu editieren hab ich ca. ne minute gebraucht. soviel zu dem thema..
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Xoc
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Verfasst am: 24.5.2007 um 15:16 |
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| Zitat | Original von Ina
Naja, auch das ist nur EINE Interpretation.
Und imho keine sonderlich Schöne.
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Was ist denn unschön daran?
| Zitat | Original von Ina
Denn wenn mal aufgrund eines ungeheuren, aber nicht unmöglichen Zufalls die Gase in einem Karton sich spontan entmischen sollten, läuft da deshalb
doch nicht lokal die Zeit andersrum. |
Wenn du jemandem diesen lokalen Vorgang zeigst und fragst, wierum da die Zeit lief, dann wird er aber genau das behaupten.
Oder eben sagen, dass Zeit in gar keine Richtung läuft :D
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Ina
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Verfasst am: 24.5.2007 um 19:28 |
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Ich sagte ja nicht, dass die Entropie-Sache falsch sei, ich sagte nur, dass ich sie als "unschön" empfinde , weil die Entropie eine makroskopische
Eigenschaft ist. Die ist bloß so ne Statistiksache, nichts Grundlegendes. Es gibt doch noch andere Zeitpfeile, die dann deinem thermodynamischen
widersprechen. Z.B. könnte man die Expansion des Universums hernehmen. Von der Schachtel aus würde das Universum einfach so mal kurz kleiner werden,
und dann weiterexpandieren - findest du nicht, dass du damit einen Erklärungsnotstand hättest?
Du kannst dann höchstens sagen, dass das Universum alles mögliche machen kann, weil wir eh nicht duchblicken :D
Und weiter: Sagt dir die CP-Verletzung, z.B. beim Kaonenzerfall, was? Die impliziert einen Zeitpfeil (unter Voraussetzung der CPT-Invarianz
natürlich) - auf mikroskopischer Ebene. Klar kannst du sagen, dass auch da nur ein statistischer Vorgang beobachtbar ist - Teilchenzerfälle eben.
Aber trotzdem, was sagst du, wie die Zeit abläuft, wenn in deiner Kiste auch dieser Zeitpfeil in eine andere Richtung als der thermodynamische
zeigt?
@Topic:
Fazit: das Verstreichen der Zeit ist ein ziemliches Problem. Also hat das Gemecker über die Ladezeiten eh keine Grundlage.
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...
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Verfasst am: 25.5.2007 um 02:20 |
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Wenn ich ehrlich bin, bekomme ich gerade große Lust mit Nachfragen zu der Entropie den Thread hier mit naturwissenschaftlichen Diskussionen
zuzumüllen!
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Xoc
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Verfasst am: 25.5.2007 um 17:17 |
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| Zitat | Original von Ina
Ich sagte ja nicht, dass die Entropie-Sache falsch sei, ich sagte nur, dass ich sie als "unschön" empfinde , weil die Entropie eine makroskopische
Eigenschaft ist. Die ist bloß so ne Statistiksache, nichts Grundlegendes.
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Neija, die entscheidene Frage ist, wieso hatte das Universum am Anfang so wenig Entropie?
Ich finde, das ist durchaus eine grundlegende Sache. Also, wäre es nicht so, dann, ja, dann würden wir uns wohl nicht fragen, wieso das nicht so
ist...
| Zitat | Original von Ina
Z.B. könnte man die Expansion des Universums hernehmen. Von der Schachtel aus würde das Universum einfach so mal kurz kleiner werden, und dann
weiterexpandieren - findest du nicht, dass du damit einen Erklärungsnotstand hättest?
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Hm, den Grund mag ich gar nicht. Natürlich unterscheiden sich Vergangenheit und Zukunft.
Aber nehmen wir mal an, das Universum würde irgendwann wieder zusammenfallen, dann würde doch nicht die Zeit deswegen rückwärts laufen!
| Zitat | Original von Ina
Und weiter: Sagt dir die CP-Verletzung, z.B. beim Kaonenzerfall, was? Die impliziert einen Zeitpfeil (unter Voraussetzung der CPT-Invarianz
natürlich) - auf mikroskopischer Ebene. Klar kannst du sagen, dass auch da nur ein statistischer Vorgang beobachtbar ist - Teilchenzerfälle eben.
Aber trotzdem, was sagst du, wie die Zeit abläuft, wenn in deiner Kiste auch dieser Zeitpfeil in eine andere Richtung als der thermodynamische
zeigt?
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Jo klar, sagt mir das was. :D
Der Grund ist schon besser, allerdings, es bleibt mein Argument, dass das ganz sicher nicht der Grund ist, wieso wir einen Zeitpfeil erleben.
Aber wir sind und wohl auch einig, dass der Grund, wieso wir einen Zeitpfeil erleben die Entropie ist?
So, zu Arne und allen anderen die eine etwas genauere Erklärung dafür wollen:
Entropie ist sowas ähnliches wie ein Mass für Unordnung, allerdings natürlich objektiv definiert.
Also, du nimmst dir einen makroskopischen Zustand. Z.B. den Zustand "dein Zimmer ist unordentlich". Dann zählst du, wieviele mikroskopische
Möglichkeiten es gibt den zu realisieren. Also alle möglichen Verteilungen deiner Sachen über das Zimmer, so dass irgendwas nicht an seinem
richtigen Platz ist. Der Logarithmus von dieser Zahl ist die Entropie von dem Zustand.
Im Gegensatz dazu gibts den Zustand "dein Zimmer ist ordentlich". Da muss dann alles am richtigen Platz sein, also gibts nur eine Möglichkeit das
zu realisieren. Der Logarithmus von 1 ist 0, also hast du dann Entropie 0, perfekte Ordnung.
Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik besagt, dass Entropie in einem geschlossenen System mit der Zeit nicht abnimmt, sondern nur zunimmt. :D
Das ist kein richtiges Naturgesetz, sondern lediglich statistisch bedingt. Es gibt einfach viel, viel mehr mikroskopische Zustände mit hoher
Entropie, also wird so einer wahrscheinlich eintreten.
Die Naturgesetze selbst sind (nahezu) zeitsymetrisch. Also, wenn du an nem Dynamo drehst, erzeugst du Strom, wenn du Strom durch jagst, dreht sich der
Dynamo. Genauso kannst du bei Stossvorgängen (ohne Luftwiderstand) nicht unterscheiden, in welche Richtung "richtig" ist, wenn man dir ein Video
davon in beide Richtungen vorspielt.
Wenn dir eine Kaffeetasse mit Kaffee runterfällt und kaputt geht, spricht kein Naturgesetz dagegen, dass dieser Vorgang nicht auch rückwärts laufen
könnte, also der Kaffee wieder in die Tasse fliesst, diese sich zusammenfügt und wieder auf den Tisch springt.
Es ist lediglich extrem unwahrscheinlich, weil dabei die Entropie abnimmt.
Wenn wir behaupten, dass Energie verbraucht wird, dann ist das eigentlich Unsinn, weil die Energie ja immer erhalten bleibt. Was wir tatsächlich
meinen ist, dass wir Energie mit niedriger Entropie in Energie mit hoher Entropie umwandeln, also in der Regel in Wärme.
Im Anfang findet sich ein kleines Beispiel, das ich mal programmiert habe, wie es aussieht, wenn die Entropie abnimmt (Ich hoffe das läuft bei jedem
problemlos).
Ach ja, mit Leertaste startet und stoppt man das Ding.
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Soulmirror
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Verfasst am: 25.5.2007 um 18:01 |
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das war doch mal eine schöne beschreibung :13:
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Kebap
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Verfasst am: 25.5.2007 um 18:07 |
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Teil des Clean Ups sollte auch sein, die User zukünftig mehr dazu zu erziehen, wenn sie ein neues Thema ausführlich diskutieren wollen, dass sie
dafür ein neues Topic aufmachen. Erleichtert späteren Lesern deutlich die Suche und den Lesefluss, während gleichzeitig die Schreiberlinge jede
Scham vor ausschweifenden Erläuterungen verlieren, was meint ihr? :D
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Ina
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Verfasst am: 25.5.2007 um 18:56 |
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Scham?
| Zitat | | Neija, die entscheidene Frage ist, wieso hatte das Universum am Anfang so wenig Entropie? |
So trivial ist es imho gar nicht, dass die Entropie am Anfang überhaupt winzig war... immerhin war das Universum da doch praktisch homogen und
sauheiß - hatte also so ziemlich die größte Entropie, die es damals überhaupt haben konnte!
Und später fiel die Materie dann durch ihre Schwerkraft zu Strukturen zusammen - d.h. oberflächlich betrachtet, Entropieabnahme!
Muss wohl an der Expansion des Universums und der dadurch bewirkten Abkühlung liegen... bin jetzt aber, was die Einzelheiten angeht, noch nicht
völlig mit dieser Erklärung zufrieden.
| Zitat | | Aber nehmen wir mal an, das Universum würde irgendwann wieder zusammenfallen, dann würde doch nicht die Zeit deswegen
rückwärts laufen! |
Nein, wohl kaum. Aber wenn man das Universum expandieren sieht, ist das in der jetzigen Epoche ein starkes Indiz dafür, dass man sich in der Zeit
vorwärts bewegt.
Und ich würde, wenn die Entropie in einer Schachtel zeitweise bnimmt, während der Kosmos fröhlich weiterexpandiert, eher darauf tippen, dass ich
Zeugin eines extrem unwahrscheinlichen spontanen Entmischungsvorgangs bin, als dass die Expansion des Universum seltsame Sprünge macht, für die ich
überhaupt keine Erklärung habe.
| Zitat | | Aber wir sind und wohl auch einig, dass der Grund, wieso wir einen Zeitpfeil erleben die Entropie ist? |
Hmm, also eigentlich spüren wir doch auch das Fortlaufen der Zeit, wenn uns gerade keine Tasse runterfällt oder wir sonst einen irreversiblen
Vorgang beobachten...
Ich glaube mal gehört zu haben, dass unser Empfinden von Zeit auf irgendwelche "molekularen Uhren" in unserem Gehirn zurückzuführen ist - ob die
letztlich auf Entropiezunahme zurückgehen?
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...
Beiträge: 4247
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Verfasst am: 26.5.2007 um 03:19 |
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Thx für die Erläuterung.
Woher Zeitempfinden kommt würde ich zwar jetzt auch gerne aus beruflichen Gründen recherchieren, aber leider muss ich unsinnigen Quatsch lernen wie
erziehungswissenschaftliche Theorien.:33:
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Jan
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Verfasst am: 29.5.2007 um 13:47 |
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| Zitat | Original von Kebap
Teil des Clean Ups sollte auch sein, die User zukünftig mehr dazu zu erziehen, wenn sie ein neues Thema ausführlich diskutieren wollen, dass sie
dafür ein neues Topic aufmachen. Erleichtert späteren Lesern deutlich die Suche und den Lesefluss, während gleichzeitig die Schreiberlinge jede
Scham vor ausschweifenden Erläuterungen verlieren, was meint ihr? :D |
Aber sowas von! Ich merk das grad am eigenen Leib.. Wegen Pfingsten und dem Ausnahmezustand auf der Insel konnte man n paar Tage nicht online kommen.
Da ist es jedesmal ne große Quälerei, die ganzen Dinge nachzulesen, oftmals sogar einfach nicht machbar, weil in einem Thread mehrere Themen
gleichzeitig behandelt werden und da keinerlei Trennung vollzogen wird. Maääh
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Kebap
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Verfasst am: 29.5.2007 um 14:22 |
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benutzt das jemand
Früher in dem Parsymony Forum konnte man dank der Baumstruktur fröhlich von Thema zu Thema wechseln, da jeder Beitrag eine eigene Überschrift
hatte, die man nach Belieben anpassen konnte und die den Lesern auf den ersten Blick verraten können, worum es in diesem Strang geht.
In diesem Forum gibt es zwar auch Überschriften für Beiträge, aber mal ehrlich - benutzt das jemand?
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quaid
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Verfasst am: 29.5.2007 um 14:40 |
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ich zumindest nicht. und ich gebe zu, dass das parsimony forum in seiner einfachheit etwas für sich hatte. und etwas schnelleres gibt es wohl nicht
in form eines boards. keine grafiken zu laden etc.. ^^
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Kebap
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Verfasst am: 30.5.2007 um 14:05 |
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Ich habe mal ein bisschen darauf geachtet und folgendes beobachtet:
Bei mir dauert es zur Zeit erstma überhaupt einige Sekunden, bis sich IRGENDETWAS tut. Dann geht alles ganz schnell, Grafiken laden, Beiträge
anzeigen usw. Das liegt natürlich daran, dass ich ne dicke Internetleitung habe und alles schnell saugen kann. Die Wartezeit am Anfang liegt aber am
Server, auf dem das Forum beheimatet ist. Der scheint so beschäftigt, dass er meine Anfrage erstmal einige Zeit lang unbearbeitet herumliegen lassen
muss.
Hier sollte man meiner Meinung nach ansetzen.
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quaid
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Verfasst am: 30.5.2007 um 15:55 |
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hat jmd n server mit ftp zugang und datenbank?
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Jan
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Verfasst am: 30.5.2007 um 22:25 |
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Jo, was verbraucht das Forum denn im Moment an Traffic, wie groß ist die Datenbank und wieviel Mb/Gb wird auf dem Server benötigt?
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quaid
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Motto: their law
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Verfasst am: 31.5.2007 um 13:20 |
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6-8gb traffic und ca 1.021.115 http-aufrufe im monat (durchschnitt)
also etwa zwischen 150 und 400 mb und 20-60.000 http zugriffe pro tag.
166mb und 9800 dateien derzeit auf dem ftp.
1.299.912 einträge in der datenbank = knapp 70mb.
das is erstmal alles, was das control center und phpma ausspuckt..
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Xoc
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Verfasst am: 1.6.2007 um 19:18 |
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| Zitat | Original von Ina
So trivial ist es imho gar nicht, dass die Entropie am Anfang überhaupt winzig war... immerhin war das Universum da doch praktisch homogen und
sauheiß - hatte also so ziemlich die größte Entropie, die es damals überhaupt haben konnte!
Und später fiel die Materie dann durch ihre Schwerkraft zu Strukturen zusammen - d.h. oberflächlich betrachtet, Entropieabnahme!
Muss wohl an der Expansion des Universums und der dadurch bewirkten Abkühlung liegen... bin jetzt aber, was die Einzelheiten angeht, noch nicht
völlig mit dieser Erklärung zufrieden. |
Ich kann es dir auch nicht 100% erklären, aber ich habe überall gehört, sie sei niedrig gewesen und das muss sich ja auch gewesen sein. Entropie
kann nicht einfach so sinken, das ist zu unwahrscheinlich.
| Zitat |
Aber wenn man das Universum expandieren sieht, ist das in der jetzigen Epoche ein starkes Indiz dafür, dass man sich in der Zeit vorwärts bewegt.
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Den Schluss verstehe ich nicht. Würde nicht gleichzeitig die Entropie zunehmen könnten wir doch gar nicht sagen, ob es expandiert oder schrumpft.
| Zitat |
Und ich würde, wenn die Entropie in einer Schachtel zeitweise bnimmt, während der Kosmos fröhlich weiterexpandiert, eher darauf tippen, dass ich
Zeugin eines extrem unwahrscheinlichen spontanen Entmischungsvorgangs bin, als dass die Expansion des Universum seltsame Sprünge macht, für die ich
überhaupt keine Erklärung habe.
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Wieso Sprünge? Du gehst mit dem Vorwissen ran, dass das Universum gerade expandiert, sonst könntest du da gar nichts schliessen. Aber genauso
könntest du mit dem Vorwissen rangehen, wierum sich die Sonne dreht und daran Vergangeheit und Zukunft bestimmen. Das verlagert aber die Frage nur
darauf, wie du zu dem Vorwissen gekommen bist.
| Zitat |
Hmm, also eigentlich spüren wir doch auch das Fortlaufen der Zeit, wenn uns gerade keine Tasse runterfällt oder wir sonst einen irreversiblen
Vorgang beobachten...
Ich glaube mal gehört zu haben, dass unser Empfinden von Zeit auf irgendwelche "molekularen Uhren" in unserem Gehirn zurückzuführen ist - ob die
letztlich auf Entropiezunahme zurückgehen? |
Dein Körper ist die ganze Zeit dabei Entropie zu produzieren. Und dein Gehirn sogar besonders stark. Du musst irreversiblen Vorgänge also gar nicht
beobachten, sie finden die ganze Zeit in dir statt. Mir fällt nicht mal ein Beispiel für einen reversiblen Vorgang im Körper ein.
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Ina
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Verfasst am: 2.6.2007 um 22:23 |
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| Zitat | | Den Schluss verstehe ich nicht. Würde nicht gleichzeitig die Entropie zunehmen könnten wir doch gar nicht sagen, ob es
expandiert oder schrumpft |
Bei diesem Beispiel ging es ja darum, ob die Entropieabnahme in der Kiste bewirkt, dass die Zeit rückläufig wird. Und das ist wohl kaum der Fall,
weil es ja noch andere Zeitpfeile gibt.
Und klar, wenn du die Entropie als grundlegend annimmst, kannst du durchaus sagen, dass der kosmologische Zeitpfeil darauf beruht, dass bislang immer
die Entropiezunahme mit der Expansion des Universums einherging und diese somit die Grundlage dieses Zeitpfeils sei (warum man es aber nicht auch
andersherum sagen kann, sehe ich aber eigentlich nicht ein - natürlich könnte man sagen, es sei absurd, dass die Zeit rückläufig würde, wenn das
Universum kontrahierte, aber das können wir strenggenommen nicht wissen).
Naja, damit meinte ich nur: wenn die Zeit in der Kiste wirklich rückläufig wäre, so würde man von dort aus beobachten, dass das Universum erst
expandiert, dann plötzlich kontrahiert und dann wieder expandiert. Für dieses sprunghafte Verhalten müsste doch eine Erklärung her.
| Zitat | | Dein Körper ist die ganze Zeit dabei Entropie zu produzieren. Und dein Gehirn sogar besonders stark. Du musst irreversiblen
Vorgänge also gar nicht beobachten, sie finden die ganze Zeit in dir statt. |
Nun, das ist zu allgemein gehalten, um a) mein Erleben von Zeit zu erklären oder b) widerlegt zu werden.
Warum findest du jetzt eigentlich, dass diese blöde, statistische, makroskopische Teilchenrumflieg-Sache namens Entropie der grundlegenste Zeitpfeil
überhaupt sein muss?
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Xoc
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Verfasst am: 3.6.2007 um 02:36 |
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Hm, mir scheint es, dass du irgendwie die Vorstellung hast, als würde es den Zeitpfeil wirklich geben oder, dass die Zeit wirklich vergeht oder
irgendsowas.
Das sehe ich anders und ich denke, da habe ich auch gute Gründe für.
Allerdings, ganz einfach ist das nicht zu erklären. Habe Rücksicht 
| Zitat | Original von Ina
Warum findest du jetzt eigentlich, dass diese blöde, statistische, makroskopische Teilchenrumflieg-Sache namens Entropie der grundlegenste Zeitpfeil
überhaupt sein muss?
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Ich denke sogar, dass es der einzige wirkliche Zeitpfeil überhaupt ist, sofern man überhaupt von wirkliche sprechen möchte.
Stell dir ein Universum als statischen, euklidschen, 4 dimensionalen Raum vor mit bewussten, denkenden Lebewesen drinnen sowie einer Entropieabnahme
entlang einer Richtung der Zeitdimension (was auch fast schon Voraussetzung für Leben ist, aber das ist jetzt nebensächlich).
Die Lebewesen dort drinnen haben zu jedem Zeitpunkt Vorstellungen vom Universum, nicht nur von ihrem Augenblick, sondern auch entlang beider
Richtungen der Zeitdimension. Nur in die eine Richtung funktioniert das wesentlich besser, nämlich in die, in der die Entropie niedriger ist.
Sie nennen die Vorstellungen über die eine Richtung Erinnerungen, die anderen Erwartungen oder Vorhersagen. Letztere sind deutlich unpräziser,
bedingt durch die Entropiezunahme.
Mit welchem Recht kann man nun sagen, dass es in dieser Welt einen Zeitpfeil gibt oder die Zeit überhaupt vergeht? Ich denke, das ist nur eine
Analogie oder Illusion, weil fliegende Pfeile mit der Spitze, bedingt durch die Entropie, nur entlang einer Richtung der Zeit zeigen.
Und, wenn das gegeben ist, dann kann man auch noch andere Unterschied entlang der Zeitdimension als Zeitpfeil interpretieren, aber die sind
bedeutunglos, sie könnten auch andersrum sein, die Richtung, in der die Entropie höher ist, ist immer die, in die die Pfeile fliegen :D
| Zitat | Original von Ina
Nun, das ist zu allgemein gehalten, um a) mein Erleben von Zeit zu erklären oder b) widerlegt zu werden.
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Neija, wenn man dein ganzes Erleben der Zeit erklären möchte, dann muss man sich viel mehr über dein Gehirn Gedanken machen, als über die Zeit.
| Zitat | Original von Ina
Warum findest du jetzt eigentlich, dass diese blöde, statistische, makroskopische Teilchenrumflieg-Sache namens Entropie der grundlegenste Zeitpfeil
überhaupt sein muss? |
Wieso so negativ werten?
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Ina
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 3.6.2007 um 15:15 |
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ok, streich das "blöde" :D
Sonst war diese Frage genau so gemeint. Ich sehe nunmal nicht, warum die Entropie so grundlegend sein sollte. Aber klar, wenn du "eigentlich" gar
nicht an den Zeitpfeil glaubst, brauchst du die Frage auch nicht zu beantworten.
Die Zeit einfach als "Zusatzdimension" und insgesamt eine Art "statisches Bild", das ist die Vorstellung, die ich auch bevorzuge. Schwer zu
beschreiben das Ganze, aber ich denke, wir haben da ein recht ähnliches Bild. Der "Zeitpfeil" ist in dieser "Außensicht" nicht wirklich
relevant.
Aber: in unserem Erleben steckt er drin. Und deshalb: ja - wie ich ja schon beim Gelaber von "molekularen Uhren" angefangen habe - ich denke, man
müsste bei unserem Gehirn ansetzen, um angemessen zu verstehen, wo unser Erleben eines Zeitpfeils herkommt.
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hopeless
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 3.6.2007 um 18:31 |
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letztens kam auf phoenix eine gesprächsrunde (wissenschaftsforum) über zeit und die beschleunigte gesellschaft, in der auch ein hirnforscher saß.
der erzählte tatsächlich was von oszillationen im hirn, deren periode glaube ich in der größenordnung von 30-40 tausendstel sekunden liegt. ich
verstand das so, dass diese intervalle und damit der vorher-nacher-vergleich die grundlage für unser zeiterleben sind. viel genauer ist er auch nicht
geworden und seinen namen hab ich ebenfalls vergessen.
ah. ernst pöppel. und die sendung da war das: http://www.prisma-online.de/ksta//sendung.html?cid=Phoenix&stime=2007-05-26%2022%3A15%3A00%2B02
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Xoc
Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
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Verfasst am: 3.6.2007 um 19:57 |
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| Zitat |
Sonst war diese Frage genau so gemeint. Ich sehe nunmal nicht, warum die Entropie so grundlegend sein sollte.
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Neija, die Kaffeetasse kann halt runterfallen, kaputt gehen und der Kaffe sich auf dem Teppich verteilen.
Den umgekehrten Vorgang konnte man noch nicht beobachten, obwohl er physikalisch möglich ist. Insofern ist Entropie für kaputtgehende Kaffetassen
ganz grundlegend für ihre Ausrichtung in der Zeit verantwortlich. Ob das Universum sich ausdehnt oder nicht und irgendwelche homöopathischen
Symetrieverletzungen, das interessiert die kaputtgehende Kaffeetasse dagegen überhaupt nicht, sie richtet sich immer anhand der Entropie in der Zeit
aus.
Mal ne Gegenfrage, wieso kommst du überhaupt darauf, dass das für Menschen anders sein könnte als für kaputtgehende Kaffetassen?
| Zitat | Original von Ina
Aber: in unserem Erleben steckt er drin. Und deshalb: ja - wie ich ja schon beim Gelaber von "molekularen Uhren" angefangen habe - ich denke, man
müsste bei unserem Gehirn ansetzen, um angemessen zu verstehen, wo unser Erleben eines Zeitpfeils herkommt. |
Oder Drogen nehmen um mal zu erleben wie es aussieht, wenn Zeit all diese illusionären Bedeutungen verliert, dann hat man zumindest einen Kontrast :D
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Hansi
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Motto: Wer nichts weiß, muss alles glauben.
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Verfasst am: 3.6.2007 um 20:17 |
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Jetzt fang bitte nicht wieder an von Pilzen zu schwärmen .
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Ina
Beiträge: 1162
Registriert seit: 12.7.2007
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 3.6.2007 um 22:54 |
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| Zitat | | wieso kommst du überhaupt darauf, dass das für Menschen anders sein könnte als für kaputtgehende
Kaffetassen? |
wo komm ich da drauf?
Na gut na gut, nochmal: warum hälst du Kaffetassen für so grundlegend?
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