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Man kann sich noch so oft sagen, dass solche Dinge eben zum Leben gehören, aber wenn man wirklich davon betroffen ist, ist diese Distanz einfach
nimmer da.
Was soll man da tun, in den Wald gehen und herumschreien wegen scheiß Leben, scheiß Welt scheiß alles - naja, dazu bist du wohl schon zu alt und
abgeklärt.
Sonst bleibt mir auch nichts, als dir und deiner Mutter alles Gute zu wünschen.
Mein Opa mütterlicherseits ist schon an Krebs gestorben, bevor ich geboren wurde,
und vor kurzem wurde diese Diagnose auch bei einer Tante von mir gemacht, also die Schwester meiner Mutter.
Die Operation ist gut verlaufen, aber die Chemotherapie kommt noch...
Ich habe nicht so viel Kontakt zu meiner Tante, aber meiner Mutter geht das natürlich ziehmlich nahe.
In solchen Situationen habe ich dann das Gefühl dass es immer die falschen trifft,
aber wer sind dann die "richtigen"?
Auch von mir alles Gute!
(@yog, mein opa mütterlicherseits auch - da war sie 14)
ja, das ist halt all inclusive. leben ohne tod.. und ähm ja. planbares sterben (ausgenommen selbstmord) wär doch auch irgendwie schrecklich.
vielleicht sollte man sich auch einfach ein bisschen für diejenigen freuen, die in dem moment, wo der nahstehende mensch stirbt, nen orgasmus haben
oder glücklich im regen tanzen. schließlich findet man sich auch damit ab, dass gerade irgendwo jemand vom baum fällt, während man selbst gerade
probiert, wieviel senf man braucht, um die truthahnwurst nichtmehr zu schmecken...
die ehrliche wurzel von zufriedenheit ist ja auch nur die gewissheit, dass es anderen schlechter geht. (das hab ich jetzt glaub ich von nietzsche
abgeschrieben, tschuldigung)
in meinem stammbaum wird das an-krebs-sterben auch langsam zur tradition. so direkt gefühlt hab ich das nur, als vor zwei drei jahren meine oma
innerhalb kürzester zeit von schmerzen zu nichts mehr essen übers krankenhaus in die urne gewandert ist. das war richtig bitter, aber man wird
nunmal nicht gefragt. da man sich im heilbaren stadium noch aufs schlimmste vorbereitet, hat wenigstens die hoffnung auf besserung noch aussichten
oder so..
Ich wünsch dir und deiner Mutter viel Glück, geniesse jeden Moment, den du mit ihr hast..
Mein Opa geht momentan am Krebs zugrunde.. Mir kommen die Tränen, wenn ich sehe, wie weit die Krankheit ihn heutzutage gebracht hat..
Nun, ich hoffe, dass es bei deiner Mutter erst garnicht soweit kommt und die Operation etwas bewirkt. Heutzutage sind die medizinischen Möglichkeiten
schon recht fortgeschritten.. Weisst du, wielange deine Mutter den Krebs schon in sich hat?
mir geht es auch immer so. ich denke dann erst..das ist der schock, das kommt erst alles noch richtig hoch.
aber nichts passiert. es nimmt mich nicht wirklich mit. ich glaube aber, ich kann das einfach nur gut verdrängen.
was soll man tun.. menschen sterben. der eine früher, der andere später. wenn man das vergisst, hat man verloren. nur trauern ist trotzdem erlaubt.
Als meine Mutter starb, habe ich mir einige Tage später mal einen rührenden Film angesehen (natürlich Lynch), damit ich endlich mal Rotz und Wasser
heulen konnte. Das ist ´ne ganz gute Möglichkeit, doch mal zum Weinen zu kommen, wenn man ziemlich abgeklärt ist.
Das Blödeste, was mir früher noch ziemlich häufig passiert ist, ist, daß ich immer wieder von meinem Vater oder von meiner Mutter geträumt habe
und ich IM TRAUM wußte, daß sie doch eigentlich tot sind.
Und immer wenn ich das dann z.B. meinem Vater gesagt habe im Traum, daß er doch tot sei und hier nichts zu suchen habe, dann kam er mit solchen
Sachen wie "Jaja, das weiß ich ja, ich bin ja auch gleich wieder weg, aber erstmal wollte ich Dir noch sagen ...." und dann irgendein Schwachsinn.
Das nervt manchmal. Wird man aber schlecht los.
Die Nönnekes in der Einrichtung, wo ich zuletzt tätig war, haben das Abendmahl sogar auch an Orthodoxe und Muslime verteilt, wenn einer von denen
mal zufällig mit in die Messe gekommen ist. Ich denke, es gibt entweder für Kranke und Behinderte Ausnahmeregelungen oder den meisten Nonnen ist das
wohl auch ziemlich wurscht, was ihr Oberhirte sagt.
Was heißt denn jetzt "gut verlaufen"?
Daß das so einfach nicht ist, mit bösartigen Tumoren weißt Du hoffentlich. Je nachdem, was es ist, muß da erstmal eine gewisse Zeit ins Land
gehen, wo nichts neues auftaucht.
Kein Grund zur Beunruhigung, aber ist nunmal die Realität bei Tumoren.
Jau, hört sich doch fast gutartig schon an.
Auf der anderen Seite kann man es eh nicht vermeiden, daß man irgend so ein Zeugs öfters mal bekommt im Alter.
Aber mit bösartigen Tumoren kenne ich mich auch nicht so aus. Irgendwie wird nie jemand aus meiner Familie so alt, daß er das bekommen könnte.
Doch, meine Oma, die hatte irgendeinen Star an den Augen, als sie über 80 war, der auch als Tumor gilt, aber das ist ja ziemlich einfach zu
operieren.