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Fragezeichen
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Verfasst am: 18.2.2007 um 00:19 |
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Wass mir hier gut gefällt ist das wie immer wieder alle vom Thema abbweichen.
Besonders Interessant finde ich das es von eröffner so dankend angenommen wird.
Nun muß ich mir erneut eingestehen das ich nicht viel Menschenkenntnis habe.
Dian ist nicht uns.
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Kebap
Beiträge: 446
Registriert seit: 20.7.2007
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 8.3.2007 um 00:11 |
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dian,
erzähl mir mal bitte bisschen übers Bücher schreiben! Ich überlege ja schon länger, auch damit anzufangen, und brauch mal wieder neue Infos von
Leuten, die sich damit auskennen.
Wie viele hast du überhaupt drucken lassen, wie viele Seiten hat das so jeweils unfasst, wie lange hast du an einem Buch gesessen von der Idee zur
Fertigstellung, hast du auch einen Manager oder wie kümmerst du dich um Vertrieb, Marketing, usw.
Ich hab ja damals die Anfänge von Unity 1 mitbekommen, aber die Sache seitdem nicht weiter verfolgt und aus den Augen verloren. Wär super, wenn du
mal bisschen aus dem Nähkästchen plaudern magst!
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dian
Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 8.3.2007 um 01:18 |
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Da gibt es eigentlich gar nicht so viel zu plaudern... (aber ich tu's dennoch)
Momentan besteht der Vertrieb nur daraus, dass das Zeug auf meiner Homepage steht und von jedem runtergeladen werden kann.
Das erste Buch war ja sowieso mehr zu Übungszwecken, und vom zweiten hab ich 200 Stück drucken lassen. Davon bin ich bislang knapp die Hälfte
losgeworden, eins dient als Türstopper, und die restlichen Exemplare warten gut verpackt darauf, dass die NPD an die Macht kommt und sie bei der
nächsten Reichskristallnacht (die dann aber Bundeskristallnacht heißen wird) auf dem Scheiterhaufen landen.
Wenn du ein Buch auf eigene Kosten drucken lässt, kann sich das eigentlich nur dann finanziell lohnen, wenn du auch bereit bist, ins Rampenlicht zu
treten und auf dich aufmerksam zu machen. Eine Internetseite genügt da nicht.. da müsste ich schon Radio-Interviews geben (die ich natürlich
erstmal selbst organisieren müsste), Autogrammstunden, Lese-Tour und alles, was halt zu so einer Werbeoffensive dazugehört.
Da ich dazu aber zu faul bin, wird das wohl nie was werden mit dem großen Durchbruch.
Die andere Möglichkeit ist natürlich, einen Verlag zu finden, der die Sachen für einen druckt und der einem die ganze Werbescheiße abnimmt. Dazu
muss aber mindestens einer (nämlich der Verantwortliche im Verlag) an dich glauben und davon überzeugt sein, dass sich mit deinem Werk Geld
verdienen lässt.
An mich glauben.. ok... so jemand findet sich vielleicht noch mit viel Glück... aber jemand, der davon überzeugt ist, dass er mit mir Geld verdienen
kann? Der Depp muss wohl erst noch geboren werden.
Ich hätte aber ohnehin keinen bock drauf, bei irgendwelchen Verlagen Klinkenputzen zu gehen und wildfremde Leute darum zu bitten, doch bitte meine
Bücher zu veröffentlichen.
Naja, Ehrgeiz und ich.. diese beiden Dinge vertragen sich nicht so gut miteinander. Sobald mir irgendwas zu stressig wird, lass ich es lieber sein.
(Einzige Ausnahme ist dieses Forum hier. :D )
Wie lang ich für's Schreiben gebraucht habe, ist unterschiedlich.
Unity 1 hatte ich zwar recht schnell geschrieben, aber dann immer wieder überarbeitet, weggelegt, wieder rausgekramt und neu überarbeitet.
Der zweite Teil hat auch mehrere solche Phasen hinter sich gebracht, bis er zu seiner jetzigen und wahrscheinlich endgültigen Form gefunden hat.
Lässt sich daher schwer in eine konkrete Zeitangabe fassen. Insgesamt ging es definitv über vier oder fünf Jahre.
Nur den dritten Roman, Gegenwelt, habe ich quasi in einem Rutsch fertig gestellt. Das hat von Oktober 2004 bis zum Herbst 2006 gedauert.. also knapp 2
Jahre.
Ist aber trotzdem nicht so, dass ich ein Buch jetzt von Anfang bis zum Ende durchschreibe, und dann ist es fertig. Vielmehr mache ich zunächst eine
Rohversion, die zwar schon die wichtigsten Szenen enthält und einigermaßen zusammenhängend lesbar ist, wo aber auch noch manche Abschnitte oder
Kapitel nur kurz angerissen sind. Beispielsweise irgendwelche für den Fortgang der Geschichte notwendigen Beschreibungen, wo ich zu dem Zeitpunkt
einfach keine Lust hatte, sie komplett auszuformulieren, weil sie halt nicht mein Hauptanliegen waren. Diese "nervigen" Teile lasse ich dann erst
mal weg und füge sie später hinzu, wenn der Hauptteli der Arbeit gemacht ist und ich mit etwas weniger Ballast im Kopf an die noch zu füllenden
Stellen herangehen kann.
Wenn ich diese Stellen dann auch alle gefüllt habe, und das Buch im großen und ganzen steht, ist es sinnvoll, das ganze noch mal für ein paar
Wochen wegzulegen.
Am besten in der Zwischenzeit viel Alk und sonstige Drogen in sich reinballern, damit das Hirn komplett vergisst, was es da eigentlich geschrieben
hat.
Und dann kramt man das Geschriebene irgendwann wieder vor und beginnt es zu lesen... nach Möglichkeit mit den Augen eines Lesers, der das alles
gerade zum ersten Mal liest.
Es ist nicht so, dass ich dabei dann nur ein paar schlechte Formulierungen und Rechtschreibfehler korrigieren würde... sondern da kann es durchaus
dann auch noch passieren, dass ich manche schon geschriebene Passagen noch mal raushaue und durch andere ersetze, dass ich Namen der Charaktere
austausche, und so weiter. Also für diese dritte Phase können dann gut und gerne auch noch mal ein paar Monate ins Land ziehen. Zumindest war das
bei Gegenwelt so, weil das ja dann doch etwas umfangreicher geworden ist als damals Unity 1.
Wobei es rein zeitlich sicher auch schneller möglich gewesen wäre. Aber ich bin nicht so der Typ, der sich einfach hinsetzen kann und dann 8 Stunden
am Stück schreibt wie ein Besessener. Ich muss da in einer bestimmten Stimmung sein, die ich nicht jeden Tag habe, und die äußeren Umstände
müssen auch passen. Kein Stress, keine Termine, kein Flötenspiel der Nachbarkinder etc., damit ich auch wirklich abschalten und ganz in die
Geschichte hineinversinken kann.
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jan91
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Verfasst am: 8.3.2007 um 15:20 |
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geht mir ähnlich.
ich schreibe auch zurzeit an ner reihe bücher; 5 an der zahl. alle unterscheiden sich ziemlich voneinander. das erste habe ich ende der letzten
sommerferien angefangen. ist bei schriftgröße 20 im word über 100 seiten lang, also nicht viel.
ich habe mir zu der zeit schon länger vorgenommen, ein buch zu schreiben, da ich dachte, ich hätte genug ideen dafür. aber das kam dann anders. ich
hab den anfang richtig gut hingekriegt, das war ziemlich leicht, aber dann habe ich mir ständig gedanken um das ende gemacht, hatte aber keine idee
für den mittelteil. für mich müssen meine bücher mindestens 300-500 seiten lang sein, ich weiß auch nicht warum.
M.F hat sie auch gelesen, war aber jedesmal etwas weniger begeistert oder hat es nicht gezeigt.
ich schreibe immer wieder an einem weiter, wenn ich lust hab und da gehen immer mal schnell n par stunden weg. aber das lohnt sich dann meist auch.
was das marketing angeht, da hatte M.F mal ne seite gefunden, die sowas in der art macht. ich werde ihn mal bitten, hier den link rein zu setzen.
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HëllRÆZØR
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Motto: Ground Zero - auf ein Neues!
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Verfasst am: 8.3.2007 um 18:05 |
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| Zitat | Original von jan91
geht mir ähnlich. |
Jaja, ich hab' auch vor ein paar Tagen mal angefangen, meine eigene (musikalische) Harmonielehre zu schreiben. In erster Linie wird das erst mal
bloß eine Sammlung meiner bisherigen Ergebnisse, dass ich da etwas den Überblick über meine Notizen und Ideen gewinne, aber vielleicht können
damit sogar auch noch andere etwas anfangen. :D Das wird aber nix wo einem gesagt wird "in dem und dem Fall muss man das tun", sondern sehr
analytisch und mit vielen Erläuterungen, welchen Hintergrund und welche Daseinsberechtigung bestimmte "Konventionen" haben. Möglicherweise können
mit dieser Harmonielehre auch nur Menschen etwas anfangen, die sich mit der Materie schon etwas befasst haben, ich schreib' halt erst mal drauf los
und warte ab, was sich so daraus ergibt. :D
@Dian: Ich hab' vor einer Weile übrigens auch mal mit Unity 2 angefangen, bis jetzt auf jeden Fall ein klasse Buch, werd' ich bestimmt weiter
empfehlen wenn ich's durchgelesen habe! :62:
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