
Hi zusammen,
hab' gestern rausgefunden, dass ich wohl überzeugter Pantheist sein muss,
und da bin ich dann auf euer hübsches Forum gestoßen.
Ich studiere z.Zt. in Bonn Informatik mit Nebenfach Musikwissenschaft,
hobbymäßig bin ich Musiker (E-Gitarre und ein bisschen Klavier / Geige)
und beschäftige mich viel mit der Frage, auf welchen akustischen Grundlagen
unsere Harmonielehre basiert, von welchen Grundlagen man alternativ ausgehen kann
und was für eine Harmonielehre man auf diesen Grundlagen aufbauen kann.
...außerdem spiele ich gerne unkonventionelle Brettspiele (z.B. DOOM, Robo Rally, Arkham Horror, Cthulhu 500, ...),
höre progressiven Metal, Klassik und Sachen wie Filmmusik oder Musik aus Computer- / Videospielen (Favorit: Starcraft-Soundtrack).
Der Philospohie-Unterricht in der Schule hat mir auch immer viel Spaß gemacht (lang, lang ist's her),
und ich freue mich schon auf interessante Diskussionen mit euch. 
Entschuldigt, wenn ich die nächsten Tage nicht so viel Zeit habe,
Mittwoch und Donnerstag stehen zwei fiese Klausuren an
(die eigentlich gar nicht so fies wären, wenn die Vorlesungen nicht so inkompetent gehalten worden wären).
Viele Grüße,
Johannes, Yog-Sothoth, HëllRÆZØR oder wie auch immer 
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Willkommen zuhause!
[QUOTE]höre progressiven Metal, Klassik und Sachen wie Filmmusik oder Musik aus Computer- / Videospielen (Favorit: Starcraft-Soundtrack).[/QUOTE]
hehe ich wusste 3/4 davon als ich den ersten abschnitt bis dahin gelesen hab :D
trotzdem sehr feiner musikgeschmack und sc (broodwar *schwärm) soundtrack ist echt absolut top.
also dann willkommen hier 
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Ist bei mir genau umgekehrt, ich wähle grün und kann mit FDP nur wenig anfangen. 
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ja dann auch hallo von mir.
nettes avatar, im übrigen.
darüber hinaus sehe ich es immer gerne, wenn jemand alle gegebenen möglichkeiten nutzt und sich direkt einen titel verpasst sowie sich selbst im
profil ausführlicher beschreibt 
aber sag mal..wie bist du auf dein pseudonym "Yog-Sothoth " gekommen?
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"Harmonielehre"?
Hilf´mir mal auf die Sprünge. Ich war die Generation, die sich theoretisch ab der 7. Klasse vollkommen vom Musikunterricht hätte drücken können,
weil es dafür keine Lehrer gab. (Ich hab´aber doch immer wieder lieber Musik als Kunst genommen, auch in der Oberstufe dann.)
War das das mit "Terz", "Quinte" "Quarte" etc? Und den ganzen einzelnen Tonleitern mit den unterschiedlichen Abständen in Dur und Moll bzw. bei
einigen Kirchentonarten ist das ja noch anders, wenn ich mich jetzt recht entsinne!
Und @Soulmirror: Psychologe oder Naturwissenschaftler?? Höhö!!!
Ja genau.
Der Ganze Kram mit den Stufen, Funktionen, Intervallen, Akkorden, Tonleitern,
Konsonanz und Dissonanz, Auflösung usw.,
und alles basiert auf physikalischen Gesetzen.
Hmm, das ist ein faszinierender Mythos, von dem du da erzählst, den muss ich mir mal antun. Ich muss so ungefähr 14 gewesen sein, da wollte ich
unbedingt wissen, wie das Universum funktioniert und fands total schrecklich, dass ich nicht hinter die Dinge sehen kann und nur dieses erbärmliche
Leben, diese lächerlich schmale Größenordnung und dieses beschränkte Gehirn zur Verfügung habe. Ich hab da abends im Bett rumgeflennt, mich in
die Bettdecke gekrallt. "Zeig mir, was du bist. Zeig mir, was in dir ist, Zeig mir, was Materie ist, was der Raum ist. Zeig mir, was ist, wenn es
keine Zeit gibt. Warum sehe ich es nicht? Es ist doch genau hier, genau vor mir."
Aber naja, so wie unsere Welt ist, ist Physiker zu werden die beste Möglichkeit, sich solche Ideen auzutreiben :12:
Jedenfalls ist mit diese Zudringlichkeit dem Universum gegenüber weitgehend abhanden gekommen.
"Resigniert unter den erbarmungslosen Augen Yog-Sothoths." Auweia.
Das interessiert mich jetzt aber auch.
Hat das irgendetwas mit Physik zu tun, daß wir einen Terz harmonischer empfinden als eine Quarte manchmal?
Das hätte ich nicht gedacht, ich hätte eher auf Gewöhnung getippt.
Schön das du bei uns bist.
[QUOTE]Und @Soulmirror: Psychologe oder Naturwissenschaftler?? Höhö!!![/QUOTE]
hehe hab ich mir auch gedacht :D
@yog
ich denke wir werden usn bestimmt mal bissl musikalisch austoben. endlich mal jemand hier der auch so bissl was in die richtung hört
hörst du auch so post-rock sachen? oder math-rock?
@tonleitern
hmm hab von sowas ehrlich gesagt 0 plan aber hat das dann auch was damit zu tun, dass wir wenn wir einen zackigen stern und einen glibberigen kleks
ham den kleks eher glubber und stern tecki oder so nennen?
gibts doch son experiment drüber.
Das liegt bloß an den Frequenzverhältnissen der akkustischen Schwingungen. Einfache Verhältnisse klingen harmonisch. Das simpelste Verhältnis,
2:1, entspricht der Oktave und klingt am harmonischten, die Quarte ist glaube ich 4:3, also auch noch ganz gut.
Irgendwas wie z.B. 97:29 hingegen klingt dissonant.
Gewöhnung spielt aber natürlich auch eine Rolle. Die Quinte z.B. hat 3:2, gilt aber trotzdem nicht als so harmonisch, wie man meinen sollte - im
Mittelalter war das anders.
Andererseits sind wir sicher an gewisse Dissonanzen gewöhnt, es hat etwas Interessantes, wenn der Ton nicht ganz sauber gespielt wird.
@Maria: Wäre das nicht eher was für den Angeber-Thread?
Aber tolles Wissen, das habe ich nicht, obwohl ich Instrumente spiele und den ganzen Tag Musik um mich herum habe. 
schade, oder?
Tja, wie soll ich anfangen? Leider ist das nicht ganz so einfach...
Theoretisch gilt ein Intervall dann als konsonant / dissonant, wenn es ein möglichst kleines Intervallverhältnis hat.
Basierend auf der reinen Stimmung sind die Frequenzverhältnisse:
Reine Intervalle: Oktave 2:1, Quinte 3:2, Quarte 4:3
Konsonanzen: große Terz 5:4, kleine Terz 6:5, große Sexte 5:3, kleine Sexte 8:5, große Sekunde 9:8, kleine Septe 16:9
Dissonanzen: große Septe 15:8, kleine Sekunde: 16:15, verminderte Quinte 36:25, übermäßige Quarte 25:18, alle verminderten übermäßigen
Intervalle.
Das war allerdings nicht immer so, früher empfand man alle Sekunden und die Quarte als dissonant.
Wie gesagt habe ich mich auf die reine Stimmung bezogen.
Da unsere Instrumente heutzutage aber in der gleichstufigen Stimmung gestimmt sind gibt es ein kleines Problem:
Unsere Quinte hat in wirklichkeit nicht das Verhältnis 3:2=1.5, sondern 2^(7/12) = 1.4983..., also eine irrationale Zahl.
Theoretisch hätten wir also ein unendlich großes Frequenzverhältnis,
allerdings ist der Unterschied kaum erkennbar.
Bei der großen Terz sieht das schon anders aus: Sie hat bei uns nicht das Verhältnis 5:4 = 1.25,
sondern 2^(4/12) = 1.2599..., gerundet also 1.26, und diesen Unterschied kann man wahrnehmen.
Unsere große Terz ist also nicht so rein wie die damalige.
Konsonanz und Dissonanz definieren sich also nicht nur durch das Frequenzverhältnis,
sondern auch dadurch, wie weit sie sich von dem "theoretischen" Frequenzverhältnis entfernen.
...außerdem spielt die Obertonreihe noch eine Rolle, aber dazu später vielleicht...
Tja @Unmensch, wenn da seit Neuestem alles rein muss, was rein gehört, müssen wir wohl ein eigenes Angeberforum aufmachen.
Aber die Dinger darf man offenbar nicht so nennen, insofern passt es schon so, wie es ist.
Aber letztendlich ist es doch also so, daß unsere Ohren diese bestimmten Frequenzen als angenehm betrachten, weil wir uns daran so gewohnt haben,
oder ist das von Natur aus so??
Das kann ich mir nicht vorstellen, da dann ja heute völlig andere Menschen leben würden als zu den Zeiten, wo z.B. die Kirchentonarten noch in
waren.
Ich finde die auch sehr schön. Viele russische Sachen sind ja darin noch geschrieben.
Ja, die Gewohnheit kommt natürlich auch mit dazu.
Und da unsere Stimmung ja nur eine Annäherung an die tatsächlichen Frequenzverhältnisse ist,
besteht auch eine gewisse Interpretationsfreiheit, welches Intervall "tatsächlich" gemeint ist.
Wie euch vielleicht aufgefallen ist, setzen sich die Intervalle in unserer Theorie nur aus den Primfaktoren 2, 3 und 5 zusammen.
Den Tritonus (übermäßige Quarte / verminderte Quinte) könnte man aber auch z.B. als 7:5, 10:7, 11:8 oder 16:11 wahrnehmen,
das ist auch der Grund, warum man ihn im Jazz teilweise als relativ konsonant ansieht.
Ich hoffe ihr habt mich nicht falsch verstanden: unsere Harmonielehre basiert zwar auf physikalischen Gesetzen,
allerdings nur auf einen bestimmten Tonraum bezogen, gewisse Fakten hat man auch außer acht gelassen,
und manches ist auch einfach wilkürlich.
...trotz allem baut sehr viel auf der Physik auf.
Die Kirchentonleitern basieren übrigens - wie auch die Pentatonik - auf der pythagoräischen Stimmung,
die zwar nicht so reine Intervalle wie die reine Stimmung besitzt,
dafür aber für Melodik und Tonleiterwechsel (Modulation) wesentlich besser geeignet war.
Es gibt halt keine perfekte Stimmung, jede ist ein Kompromis aus Reinheit, Melodik, Flexibilität und Komplexität.
Ich bin übrigens auf eine Stimmung gestoßen, die zwar ziehmlich komplex ist, dafür aber alle anderen Aspekte erfüllt.
Genau wie bei unserer Stimmung wird die Oktave in gleich große Teile unterteilt,
allerdings nicht in 12, sondern in 53.
Die Intervalle sind zwar auch nicht in der Form n/m darstellbar,
aber sie sind so gut angenähert dass das menschliche Ohr den Unterschied nicht hört.
Diese Stimmung kann sowohl die pythagoräische, als auch die reine Stimmung simulieren,
also auch beide kombinieren.
Im Prinzip ist es das, was ein guter Streicher intuitiv macht, da er ja - abgesehen von der Oktavlage - jedes denkbare Intervall spielen kann.
Ich muss zugeben, dass ich mich mit den Primfaktoren 7,11,... in Intervallverhältnissen noch nicht SO sehr auseinandergesetzt habe,
erst mal konzentriere ich mich auf die 2, 3 und 5.
:12: Hm, hoffentlich habe ich euch nicht zu sehr verwirrt.
Bei mir is irgendwas mit ner Geige hängengeblieben, nachdem ich den Text nun schnell überflogen habe.. :D 
Nene, is schon OK.. 
hallo @yogi,
find' ich alles sehr interessant, ich versteh' nur leider nicht 'mal die Hälfte :D
Hast du vielleicht 'ne Buchempfehlung, wo das ganze ausführlich erklärt wird und man 'mal von Anfang an einsteigen kann?
für was man sich so alles interessieren kann...
ja, z.B. für die FDP oder reaktionäre Hackfressen wie Alexander von Stahl... :D
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@nightrainmonk:
das war aber lieb ausgedrückt. kommunistenheinis wie du mit null ahnung von wirtschaft würden solchen leuten natürlich die stasi aufhetzen, schon
klar, dass solche faschistoiden ausgemerzt gehören 8-)
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wer lesen kann, ist klar im vorteil... :O
die kommunistenbeschimpfung nehme ich zurück, den rest nicht. aber kommunitarismus wird ebenso wie kommunismus langfristig wahrscheinlich nicht
durchsetzbar sein. Auf keinen Fall auf Länder begrenzt.
Und auch bleiben Definitionsfragen beim Kommunitarismus offen, das ganze ist viel zu schwammig. mehr eine einstellung als eine konkrote politische
einstellung, die man mit konkreten wirtschaftlichen als auch gesellschaftlichen maßnahmen verknüpft.
aber dazu vllt. mal ein extra strang...
Kommunismus an sich heißt ja nur "klassenlose Gesellschaft". Und ich wüsste nicht was an diesem Begriff an sich so sonderlich falsch wäre.
Was allerdings bisher daraus gemacht wurde, ist eine ganz andere Sache.
Man kann übrgens ohne größere Probleme eine staatliche Planwirtschaft und eine freie demokratische Gesellschaft miteinander kombinieren, da gibt es
alle Möglichkeiten. Dass bisher sämtliche Staaten ohne freie Wirtschaft gleichzeitig Diktaturen ohne jegliche persönliche Freiheiten und
Grundrechte waren, ist leider so heißt aber nicht, dass es nicht auch anders ginge.
@seneca:
zum begriff kommunismus: mein wortlaut war folgender:
[QUOTE]dass das Modell des Kommunismus,[U] meist gleichzusetzen[/U] mit Verstaatlichung / Zentralverwaltungswirtschaft[/QUOTE] =)
[QUOTE]Man kann übrgens ohne größere Probleme eine staatliche Planwirtschaft und eine freie demokratische Gesellschaft miteinanderkombinieren[/QUOTE]und das in zeiten der globalisierung ganz toll. eindeutig fortschritts- und somit wohlstandsfeindlich.
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...ach so, @deep7 und andere:
Wenn ihr 'nen neuen Thread eröffnet beteilige ich mich gerne an der Diskussion 
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@Yog-Sothoth
danke für die Links, und sorry, dass wir deinen thread zweckentfremdet haben...
yog nochmal die frage ob dus mit math-rock (-metal/-core) hast? 
oder auch mit eher dekonstrukttiven arten der musik so á la industrial, grind und sowas hehe
industriöööl!
aber da kenn ich auch nur NIN und ministry
aber was isn math-rock? also vielleicht auch mit beispielen..
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klingt gut, ick werd da mal dranbleiben.
Danke erstmal für die Erläuterungen, @Yog-Sothoth.
Ich hab´da auch noch ein bißchen dran zu knacken. Ich bin kein Musiker und auch kein Physiker.
Nur kenne ich gar keine Lieder in Kirchentonarten, wo überhaupt das Geschlecht gewechselt wird. Gibt es denn überhaupt Beispiele dafür, wo es
wenigstens versucht wurde???
@arne: Ist ja auch eigentlich nicht der Fall, dass ein Stück in eine andere Kirchentonart wechselt,
wie kommst du denn darauf?
Das mit dem Tonartenwechsel war in Bezug auf das Dur-Moll-System gemeint,
oder woher kommt das Missverständnis?
@soulmirror: Das mit dem Math-Rock klingt interessant, so 'ne Art Steigerung von Dream Theater vielleicht?
Wie auch immer, meine Lieblingsbands sind zur Zeit:
Opeth (<- allen voran), Dream Theater, Children of Bodom, Blind Guardian, (+ Savage Circus + Demons & Wizards natürlich),
Die Apokalyptischen Reiter, alte Sachen von Soilwork, ab und zu auch mal Apocalyptica oder Dimmu Borgir.
Ich hab' auch keine Probleme mit härteren Sachen, aber damit's mir gefällt sollte es schon halbwegs melodisch und progressiv sein,
wobei Dissonanzen ja nicht unbedingt unmelodisch sein müssen (siehe Opeth).
Außerdem mag ich Bach (vor allem die Orgelwerke), Beethoven (die Klaviersonaten), den Star-Wars-Soundtrack von John Williams (am liebsten Episode
V),
und dann noch teilweise Musik aus Computer- und Videospielen, u. a. Starcraft, Diablo, Secret of Mana (SNES) und verschiedene andere Spiele.
...so, jetzt muss ich mich aber wieder an Mathe ransetzen (passend zum Math Rock),
morgen ist die Klausur, und übermorgen direkt Info. :12:
@ Yog:
Wow. Metal, Klassik und Videospiel-Soundtracks... das nenne ich mal eine interessante Mischung.
Wobei mich die Musik in Videospielen meist eher nervt. Secret of Mana hab ich gerade leider nicht mehr im Ohr, ist schon zu lange her.
Richtig cool fand ich jedoch früher das Turrican-Thema von Chris Hülsbeck. (aber shit, das ist ja eigentlich noch länger her. Das kennt hier
wahrscheinlich keiner mehr.)
Was die akademische Noten-Diskussion angeht, muss ich sagen, dass ich mir beim Lesen deiner Ausführungen ein leicht verwundertes Grinsen nicht
verkneifen konnte.
Dieses kopflastige Reden über Musik hat mich schon damals in der Schule am Musik-Unterricht abgeschreckt, obwohl ich Musik eigentlich sehr gerne mag.
Ich finde, irgendwelche coolen Sachen von Mozart oder Beethoven muss man fühlen. Der Versuch, diese Gefühle intellektuell zu erfassen und in
mathematische Formeln zu pressen, befremdet mich schon ein wenig.
Aber trotzdem danke für deine Ausführungen. Davon hatte ich bisher echt noch nix gehört. Was es nicht alles gibt...
naja dian sieh es doch mal andersrum... da siehst du mal wie fühlbar mathe sein kann 
ist ja dasselbe wenn so autisten aus mathematischen formeln eben spiralen etc. malen. für den ist das mathe und für uns dann eben ein "kunstwerk"
oder eben ein hübsches bild.
@yog
dann kennst du doch garantiert sorgens kammer von dimmu oder? genialer song und vonnem videospiel "geklaut" hehe.
videospiel musik hat teilweise wirklich schon geniale sachen dabei. weiß ja net obs jemand kennt aber diablo 1 schonmal ist schon sehr fein genug
aber dann mit dem add on hellfire in die gruft woahhh... hammer song.
werd den vielleicht mal bei gelegenheit aufnehmen und bereitstellen.
natürlich auch nicht die metal tributes to super mario usw. vergessen :D
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@dian: Die Musik wie wir sie kennen ist ja nur mit Hilfe physikalischer Beobachtungen und mathematischer Berechnungen entstanden.
...wobei man natürlich auch ohne Kenntnisse der Naturwissenschaften gute Musik machen kann,
wenn die Voraussetzungen erstmal da sind.
@soulmirror: Natürlich kenne ich Diablo 1, ich bastel grad ein Brettspiel!
Im Anhang sind die Druckvorlagen für die 1.5cm x 1.5cm x 1cm großen Aufstellfiguren,
bisher sinds 6 Helden, 4 Golems, Butcher, Leoric und Diablo und 12x14 Monster.
Einfach schwarze Linien ausschneiden und grau knicken, wenn sich jemand die Mühe machen will. 
Die Figuren sind deshalb so klein, weil das Spielfeld Originalgröße hat, also ein Dungeon aus 79x79 Feldern,
die großen Räume aus dem ersten Level sind 21x21 Felder groß.
Kennst du eigentlich die "Minibosses"?
Von denen gibt's auch ziehmlich geile Videospiel-Cover, vor allem das von Doom!
Von Dimmu kenn ich nur die aktuellen beiden Alben, in die Stormblast hab' ich auch mal reingehört.
@Arne: Wie auch immer, damals im Mittelalter war das jedenfalls nicht üblich.
In moderner Musik dagegen sollte das zumindest im Jazz zu finden sein.
Edit: (Anlage gelöscht, da 0x heruntergeladen)
@diablo 1
also wenn du mit minibosse in diablo1 die monster helden meinst, also den kultigen el chupacabras, foulwing etc. dann kennsch die, ja 
doom hab ich nie wirkliich gezockt :/ hab erst mit quake 1-3 angefangen
also die neue aufgenommene stormblast sagt mir gar net zu ham auch sorgens kammer ziemlich verhunzt wie ich finde. kann dir mal bei gelegenheit die
alte schicken.
Ne, ich meinte die Band "Minibosses", die covern Sachen aus Nintendo-Spielen,
unter anderem auch Zelda oder ein 9-minütiges Mega Man 2 - Medley,
und das Doom-Cover ist auch für nicht-Doom-Fans sehr zu empfehlen. :62:
...ach so, bei Dimmu meinte ich die Death Cult und die Puritanical,
die Neuauflage der Stormblast kenn ich noch nicht, aber ich hab mir schon gedacht dass das nix wird. :12:
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Hallo von Kölle nach Bonn! 
Hey, das is ja toll dass jemand hier in der Nähe wohnt.
Ich wohn auch eigentlich nicht in Bonn,
sondernb genau zwischen Köln und Bonn.
Bis Köln sind's von hier aus etwa 35 Minuten mit der Bahn 
Brühl?
Fast, Walberberg, also direkt am Phantasialand.
Und in welchem Stadtteil von Köln wohnst du?
zugezogen rechtsrheinisch in höhenberg, also kölner 3. klasse *g*, wärste was eher zu uns hier gestoßen, hättest du es schön nah zum unity treffen gehabt.
Wer wohnt denn noch so in der Gegend?
Es kommen noch einige aus dem Ruhrgebiet (unter anderem ich) oder aus Ddorf.
@arne: Du hattest doch mal gefragt, warum man damals in der Musik die Quarte als dissonant empfunden hat.
Das Frequenzverhältnis ist sehr rein (4:3), daran kann's also nicht liegen.
Der Grund ist meiner Meinung nach folgender:
Es gibt ja die Obertonreihe, also die Töne, die in 2,3,4,5,...-facher Frequenz mit dem Grundton mitschwingen.
Der 1. Oberton ist die Oktave (2-fach).
Töne die sich nur in der Oktavlage unterscheiden betrachten wir im Prinzip als einen Ton.
(nehmen wir das einfach mal so hin)
Der 2. Oberton (3-fach) ist die oktavierte Quinte (2 * (3/2) = 3), die Quarte ist kein (direkter) Bestandteil der Obertonreihe.
Die Quinte wird somit als fester Bestandteil des Grundtons betrachtet, sie bestätigt ihn also.
Bei Grundton und Quarte ist es umgekehrt:
Da der Grundton (in oktavierter Form) als Quinte in der Obertonreihe seiner Quarte auftaucht,
ist er ein Bestandteil seiner Quarte, bestätigt diese also als neuen Grundton.
D.h. die Quarte ist nicht dissonant im eigentlichen Sinne (dissonare = auseinanderklingen),
sie erhebt allerdings sozusagen den Anspruch, neuer Grundton zu sein.
Diesem Anspruch kann man nachgeben (Kadenz / Quintfall: Dominante "löst sich auf" in Tonika) oder auch nicht (Quartvorhalt: Quarte "löst sich
auf" in Terz oder Quinte),
oder man lässt die Quarte einfach stehen und ignoriert diese "Dissonanz" (hat man damals nicht gemacht).
Das soll jetzt kein "Beweis" sein, nur meine Sichtweise, und evtl. die Sichtweise die man damals gehabt hat.
Ich hoffe du hast einigermaßen verstanden was ich meine, ich kann nicht so gut erklären. 
Da müßte ich demnächst mir mal ein Beispiel reinziehen, wo man die Quarte einfach hat stehen lassen. Da bin ich auch nicht so der Experte, ich
brauche da meistens auch Hörbeispiele.
Da werde ich mich mal drum kümmern, daß ich da was finde.
Aber bei Deiner Grundvoraussetzung, daß man die Oktaven immer als einen Ton betrachtet, ist mir aufgefallen, daß ich eigentlich gar nicht weiß, wie
sich die Notenschrift und - bezeichnungen überhaupt entwickelt haben.
Gab´es da denn nicht schon evtl. irgendwelche Vorläufer, aus denen man das dann wieder erklären könnte (eben eine Notenschrift, in der z.B. eine
Quarte nie existierte)? Das wäre doch dann auch erstmal einleuchtend, wenn die evtl. mal in einer früheren Tonschrift gar nicht auftauchen würde,
dann würde das manches erklären.
Ich mein, irgendwie müssen sich die Leute ja auch schon zu Zeiten der Minnesänger etwas gemerkt haben. Mein alter Musiklehrer sagte immer, daß das
kein Mensch wisse, was die gesungen haben. Aber ich vermute fast, daß es mal eine Notenschrift gab, die unabhängig von den ganzen Vorzeichen evtl.
in jeder Tonart anders gewesen ist. Und das die heutige Notenschrift das alles nur vereinheitlichen sollte, und dabei evtl. auch solche Töne wie die
Quarte automatisch dazu kamen, obwohl man sie z.B. beim Komponieren gar nicht benötigte.
Wäre auch ein Erklärungsansatz erstmal dafür, daß man überhaupt dissonante Töne in der Tonleiter hat. Aber, wie gesagt, ich bin da auch nur ein
Laie.
Naja, die Quarte ist ja auch nicht wirklich "dissonant", sonst würde man eine Gitarre ja nicht in Quarten stimmen. 
Es ist eher so, dass eine gewisse Unruhe entsteht, etwas was einen aufhorchen lässt,
je nach Empfinden kann das erwünscht oder unerwünscht sein.
Beim Martinshorn z.B. verwendet man als Intervall die Quarte, und die alten Römer haben mit ihren Trompeten soweit ich weiß auch quartversetzt
gespielt.
(kennt man ja aus diversen Filmen
)
In der europäischen Musik dürfte die Quarte jedenfalls immer fester Bestandteil von Tonsystemen gewesen sein,
da die Quinte und die Oktave immer dazugehörten und da sich zwischen diesen Intervallen nunmal die Quarte befindet.
Wenn man ein Intervall als "dissonant" empfunden hat heißt das nicht unbedingt dass man es komplett weggelassenhat,
man durfte es halt nur unter bestimmten Umständen spielen und musste es in ein "konsonantes" Intervall auflösen.
Notenschrift ist übrigens nicht unbedingt Voraussetzung für Musikkultur:
In Indien z.B. wird alles ohne Notenschrift überliefert (zumindest war es noch vor einiger Zeit so).
Das mit Indien ist interessant. Da muß ich mal morgen nach googlen, oder hast Du da ´n Link?
Die traditionelle indische Musik ist ja auch ganz anders aufgebaut, soweit ich sie kenne, als unsere traditionelle Musik.
Ich kenn eigentlich nur den Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Raga
Es ist aber recht mühsam, sich da im Internet schlau zu machen.
6 der Skalen unter "Raga Skalensystem" entsprechen übrigens unseren Kirchentonleitern (außer Lokrisch),
2 andere entsprechen Zigeuner Moll (von der ersten / 5. Stufe aus),
lediglich die 5 und die 6 sind in unserer europäischen Kultur eher unbekannt.
Auffällig ist, dass immer die Quinte mit drin ist (hier das g), deswegen gibt's auch kein Lokrisch.
Man wird allerdings nicht so hundertprozentig schlau aus diesen Informationen,
zum Beispiel ist von diesen 22 Shrutis die Rede, es wird in den Tabellen aber nur
von einem begrenzten Tonvorrat Gebrauch gemacht.
Falls du irgendwelche interessanten Seiten findest, gib mir auf jeden Fall bescheid.
Oh Gott, ich hab gerade mal die Wikipediaseite mir angeschaut, das ist ja schon:|
Ja, ich such mal weiter, wird aber noch ´ne Zeit dauern. Morgen muß ich arbeiten (Spätdienst Gott sei Dank!), aber am Wochenende habe ich wohl
frei, mal sehen, ob ich was finde.
Ich weiß, daß Phil Glass für seine Oper "Satyagraha" auch was aus der indischen traditionellen Musik übernommen hat, ist aber bei Sachen wie
Minimalmusic wohl auch sehr schwer da das entscheidende "indische" Merkmal herauszuhören.
Also ich kann nicht so schön gelehrt über Musik schwallen, aber ich mag minimalistische Musik. Steve Reich ist mir zwar nicht düster genug, aber
Philip Glass gehört zu meinen absoluten Favoriten.
Ich finde, diese Musik ist unerbittlich, kalt und fesselnd wie das Weltall - allerdings kann ich nachvollziehen, dass man das einschläfernd findet,
es gibt ja auch Leute, die der Sternenhimmel langweilt, weil sich das Programm von Abend zu Abend kaum ändert *g*
Mein Gott, @Maria!
Du bist ja wirklich ein Wunderkind.
Ich dachte schon, daß ich mit meiner Vorliebe für Minimal - Music ein Leben lang alleine hier durchs Forum rennen muß.
Also, Glass ist so ungefähr imo der absolute Dogmatiker in der Minimalmusic. Der hat wirklich nur eine Tonreihe, die er minimal variiert. Aber wie
herrlich das sein kann, ist mir damals klar geworden, als ich "Koyaanisqatsi" sah. Da war eine Szene, wo massenweise Hochhäuser gesprengt wurden,
dazu paßte die Musik wie nix anderes. Ein völlig eintöniger blöder Einheitsbaustil wird genauso beliebig zerstört. Und dies zu schneller
minimalistischen Tonreihen, ein Hochgenuss in Bild und Ton (wäre natürlich auch bei Reihenhaussiedlungshäusern schön gewesen).
Ich hab´auch noch mehrere Opern von ihm gehört und "Satyagraha" ist wirklich toll. Da müssen dann auch die Sänger diese Tonreihen rauf und
runter singen und das hört sich wunderschön an, besonders, wenn eine Altstimme das macht.
Reich ist schon ein bißchen variationsreicher, das stimmt. Kann ich mich auch nicht so schnell einhören als wie in Glass.
Kennst Du auch noch Nyman?
Das ist derjenige, der alle Greenaway - Filme bislang instrumentiert hat und der hat auch ´ne schöne Oper geschrieben: Der hat das Buch "Der Mann,
der seine Frau mit einem Hut verwechselte" als Oper herausgebracht.
Ach da ist kein Wunder dabei, die gute Maria vegetiert halt in der Schule so vor sich hin und plötzlich dudelt da ein Stück von Phil Glass und Maria
erwacht aus ihrer Lethargie und denkt sich "wow, was ist denn das?"
Das Zeug von Reich ist gut, geile Strukturen und so, geradezu mathematisch präzise, aber imho schon ziemlich verkopft und uhrwerkartig, interessant,
aber irgendwie emotionsfrei - manchmal braucht man das, aber ich befriedige meinen Trieb nach mathematischer Präzession lieber direkt und nach Pulse
- Sections I - X - Pulse habe ich meistens das Bedürfnis nach irgendjemandem, der ganz und gar ungeordnet seinen Schmerz in irgendein Mikrophon
schreit und das ganze möglichst chaotisch und primitiv-aggressiv untermalt 
Nyman kenne ich nur vom Namen, das Zeug ist halt doch eher deine Generation als meine.
Aber so streng scheint mir Glass mit dem Minimalismus auch nicht zu sein, mal nicht mit den neueren Sachen, Naqoyqatsi z.B. klingt für mich nicht
sonderlich minimalistisch, da wird nicht so exzessiv mit Wiederholungen umgegangen und es gibt tatsächlich Brüche und Wendungen innerhalb eines
einzelnen Stücks.
Na gut, was die Theorie von dem ganzen angeht, kenne ich mich nicht sonderlich aus, aber wenn du eine geringe Variationsbreite an Tonleiten als
Kriterium ranziehst, ist so ziemlich jedes Stück in den Charts plötzlich "minimalistisch" :D
Bei Koyaanisqatsi kam mir die Symbolik erstmal schon arg vordergründig vor, aber je öfter man den Film sieht, desto mehr Feinheiten erkennt man und
desto meisterhafter erscheint er.
Du kannst mir nicht zufällig die Szene mit der Luftspiegelung des Flugzeugs erklären, also ich hab nie so ganz begriffen, wo das Ding jetzt
eigentlich ist und wie es sich spiegelt...
schmerz in mikrofon schreien, primitiv.. probiers doch mal mit death metal 
Die ganz neuen Sachen von Glass muß ich mir auch erstmal reinziehen. Ich bin ja da auch eher die konservative, ältere Generation.
Zu dem Flugzeugbild:
Ich weiß es auch nicht hundertprozentig. "Koyaanisqatsi" entstand ja in einem Zeitraum von über 8 Jahren. Und der Film entstand erst, nachdem
Glass die Musik komponiert hatte.
Zwei Sachen wären möglich:
Entweder ist dies einfach nur ein Kameratrick, und die Kamera ist einfach mit einem guten Teleobjektiv ausgestattet worden und nachträglich wurden
diese Schlieren eingeblendet, die eben das Bild einer Spiegelung vortäuschen sollten.
Wäre insofern sinnvoll, als es ja eben auch darum geht, dieses monströse Ding da immer näher und immer bedrohlicher auf sich zukommen zu sehen.Und
es geht ja eben darum, daß sich die Situationen aus dem Leben, das nicht mehr im Gleichgewicht ist, sich auch in unserer Alltagssituation spiegeln
soll.
Das wäre die einfachste Lösung.
Die andere müsstest Du besser kennen. Ich kann mich da ganz dumpf an meinen Physikunterricht erinnern, daß es doch sowas wie Luftspiegelungen gibt.
Ich habe auch schon Bilder gefunden, wo diese sehr deutlich waren, auch farbig. Und die Schlieren bei der Aufnahme deuten ja wohl auch darauf hin,
daß es da ziemlich heiß gewesen sein muß, wo immer diese Maschine gelandet ist (imo sieht das so aus, als daß sie ausrollt und nicht startet).Dann
kann das auf einem Flughafen aufgenommen worden sein, der irgendwo eine Asphaltbahn vor dem Tower hat. Die gibt es, sogar beim Starten. Ich selber
fliege nicht so gerne, aber mir hat mal wer erzählt, daß z.B. der Flughafen von Athen, Athen war es, glaube ich, so gebaut wurde, daß Du faktisch
schon beim Starten auf eine riesige Mauer zu rast. Wie die dann angelegt sein müßte, damit sich die Lichtstrahlen da zu einer Spiegelung bündeln,
überlasse ich jetzt mal Deinen physikalischen Kenntnissen. Optik war so das i - Tüpfelchen, weshalb ich dann doch lieber Physik abwählte und Chemie
weitermachte, da lag ich schon in der Zehnten 2 Noten auseinander zwischen den beiden Fächern und habe auch nur noch eine drei bekommen in Physik,
weil wir bei einer Klassenfahrt in Amsterdam unserem Lehrer das Notenbuch klauten. Und da wir bei dem auch Mathe hatten, hat der mich wohl auch in
Physik etwas besser in Erinnerung gehabt, als wie ich damals da wirklich war.
So, damit auch alle wissen, wovon wir reden, falls jemand diesen wirklich schönen Film nicht kennt:
Was mich verwirrt hat, war, dass das Flugzeug nach links abdreht und gleichzeitig von links kommt und weiter auf einen zufährt. Mindestens ein
Flugzeug ist da ne Spiegelung, das ist klar, doch ich steh irgendwie total auf dem Schlauch und verstehe nicht, wie das so aussehen kann.
Aber eine lebenswichtige Frage ist das nicht.
Obwohl, andere Leute versuchen Lynch-Filme komplett zu verstehen :12:
Stimmt, das mit dem Abbiegen habe ich ganz vergessen.
Auch bei Lynch - Filmen ist Nachdenken erst erlaubt, wenn der Film auf einen gewirkt hat, hab´ich ja schon @hopeless erklärt.
Aber hier bei Koyaanisqatsi ist es ja auch so, daß es z.Tl. auch Archivmaterial war. Vielleicht war das mal ´ne seltene Szene, die aus irgendwelche
Gründen tatsächlich mal irgendwo aufgenommen wurde, wo z.B. eine zweigeteilte Fläche reflektiert. Da müßte ich mir aber auch noch mal die Szene
genau angucken. Ich fand sie nur immer unheimlich bedrohlich, wie das Ding immer näher kommt und dann erst abbiegt.
Vielleicht findet ja mal irgendwer ´ne Drehbuchbeschreibung zu dem Film. Ich habe schon gegoogelt, aber für manche Sachen ist mein Englisch einfach
zu schlecht.
Kann Holländisch nicht die neue Weltsprache werden???