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MAUS
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Motto: Too old to die young
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Verfasst am: 24.1.2007 um 12:05 |
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*g* wenn ich mir ne Zusatzversicherung leisten könnte, hätte ich mir sicherlich ca 1 Jahr nur auf Behandlung warten gespart...
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Verfasst am: 25.1.2007 um 02:56 |
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Ich hab' noch so 'ne uralte, die ich mal vor Ewigkeiten abgeschlossen habe. Da zahl' ich nicht mal 10 € für im Monat und bekomme noch alles für
'ne Brille gezahlt, alles für'n Gebiss und alle KG-Kosten und sowas.
Ist ganz praktisch, aber kostet heute bestimmt das dreifache.
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MAUS
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Motto: Too old to die young
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Verfasst am: 26.1.2007 um 01:59 |
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ja klingt toll, *neidisch guck*
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Verfasst am: 26.1.2007 um 03:12 |
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Was mir fehlt, ist eine, die meine professionellen Zahnreinigungen bezahlt.
Da geb' ich auch viel zu viel Geld aus, weil ich eben Kettenraucher und Dauerteetrinker bin.
Und was ich am meisten in meinem Leben bedauere, ist, dass ich nie eine Krankenhaustagegeldversicherung abgeschlossen habe.
Dann müßte ich zumindest schon lange nie mehr arbeiten! :D
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MAUS
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Motto: Too old to die young
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Verfasst am: 29.1.2007 um 01:34 |
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Falls es wen interessiert...
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Verfasst am: 29.1.2007 um 04:44 |
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Sieht wie 'ne Punktion aus, oder was haben die da gemacht?
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MAUS
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Verfasst am: 29.1.2007 um 12:22 |
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| Zitat | Original von Arne Kroger
Sieht wie 'ne Punktion aus, oder was haben die da gemacht? |
Das nennt sich PRT. Da ist ne Kortison-Schmerzmittel-Entzündungshemmer-Lösung in die Nervenwurzel gespritzt worden, wodurch sich zB auch das
Narbengewebe verkleinern sollte, hat meine Beschwerden aber leider verschlimmert. Ich bin halt die 1 von 4 Personen, bei denen die Behandlung nicht
anschlägt... Was soll ich sagen, außer typisch... aber schön, daß ich da nun seit September drauf gewartet habe, um dann doch nicht zur
Beobachtung bleiben zu dürfen, sondern direkt wieder rausgekehrt worden bin (weil zu Hause kommt man auch so toll dazu, den ganzen Tag ruhig liegen
zu bleiben...).
Die wollten mich ja schon am Abend der Behandlung rauswerfen, die Spinner, da hatte ich noch taube Beine, aber klar, warum nicht, ist doch kein
Problem, mit keinem Gefühl in den Beinen den zu schweren Rucksack aufzuschnallen, und nach Hause zu fahren. Wat stell ich mich doch wieder an...
Naja, zumindest konnte ich dann erreichen, daß ich erst am Folgetag gehen mußte, an dem ich dann von meinen Ellis abgeholt werden konnte, und somit
die nötige Hilfe hatte.
Lustig ist auch, daß mir gesagt wurde, daß eine OP ja gar nicht zur Debatte stehen würde, komisch im September ist man ja mit den selben Bildern
noch zu einem ganz anderen Schluß gekommen... Noch lustiger ist allerdings, daß nun im angekommenen vorläufigen Bericht doch wieder die Option OP
im Raum steht, falls die Schmerztherapie nicht anschlägt... Selten so viele unterschiedliche Aussagen innerhalb von 2 zusammen arbeitenden Stationen
gehört...
Meine momentane Stimmung entspricht ungefähr dem: :22: zumal ich mich auch noch mit nem Drohbrief vom AA, ner AOK-Zahnersatz-Prüfung bei nem
Gutachter, diversen ärgerlichen Telefonaten und Rennereien (eigentlich überflüssig, wenn die Leute da richtig arbeiten würden) usw rumkriegen
muß.
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Verfasst am: 30.1.2007 um 05:41 |
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Ja, und ab wann sind die sich nun einig, dass eine Schmerztherapie nicht wirksam ist?
Mußt Du dafür jetzt erst wieder ein halbes Jahr auf allen Vieren kriechen und vor Schmerzen jaulen, sonst machen die nix, oder was?
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MAUS
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Verfasst am: 30.1.2007 um 08:48 |
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Gute Frage, ich weiß ja noch nicht mal, ob sie sich schon einig sind, daß ich überhaupt ne richtige Schmerztherapie mache, mein Orthopäde hat bei
dem Wort doch etwas die Augen verdreht, naja, muß eh bis zum nächsten Termin warten, da der Bericht ja erst jetzt am WE angekommen ist. Bin schon
mal froh, daß ich erst mal wieder Krankengymnastik bekommen habe...
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Verfasst am: 31.1.2007 um 02:38 |
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Ich kenn' mich zwar nicht so gut mit Rückensachen aus, aber bei Gelenksachen würde ich auch so schnell es geht, immer wieder die OP machen
lassen.
Ich kann mich da nur an mein künstliches Hüftgelenk erinnern. Nachdem das drin war, waren alle Schmerzen weg und das war dann das Beste, was mir
passieren konnte.
Aber künstliche Rücken gibt es noch nicht, vermute ich.
Obwohl ich hab' mal in 'ner Reha eine Frau kennengelernt, bei der die ganzen Wirbel mit Schrauben auseinandergehalten wurden.
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MAUS
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Verfasst am: 31.1.2007 um 13:40 |
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Naja, operiert bin ich ja, nur dauerhafte Besserung hat das ja nun eindeutig nicht gebracht, die Chance ist mit 50/50 angegeben worden, und bei jeder
weiteren OP verschlechtert sich die Erfolgsprognose.
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Verfasst am: 1.2.2007 um 04:23 |
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Hast Du das irgendwoher aus der Familie oder seit wann ist das überhaupt mit dem Rücken?
Ich kenne das meistens nur von Männern, die groß und schlaksig sind und dann noch so blöd sind, so'n Job zu machen wie ich z.B., wo man eben viel
schleppen muss. Das geht ja meistens auf den Rücken.
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MAUS
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Verfasst am: 1.2.2007 um 13:05 |
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Das mit den normalen Rückenschmerzen fing schon in der Grundschule an, ich bin total schnell gewachsen, und da habe ich mir an den Kinderstühlchen
und -tischchen direkt ne klasse Fehlhaltung angewöhnt. Von 12-14 Jahren mußte ich dann wegen nem Scheuermann ein Korsett tragen. Da der damalige
Orthopäde mir allerdings erst eine Besserung bescheinigte, als ich das dämliche Teil immer im Bettkasten oder bei ner Freundin versteckt habe, hab
ich mich an weitere Anweisungen natürlich nicht mehr gehalten, tja nix mit Sport und so, den Schulsport durfte ich ja auch Jahre nicht mitmachen.
Sowas wie ne stützende Rückenmuskulatur glänzte also mit Abwesenheit. Dann kamen vereinzelte Hexenschüsse durch falsches und zu schweres Heben,
die häuften sich ab Mitte 20, tja und dann eben der Bandscheibenvorfall, der zu spät als solcher erkannt wurde, und mit dem mach ich ja nu seit Ende
Oktober ´04 rum...
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Verfasst am: 2.2.2007 um 03:48 |
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Hört sich sonst immer so an, dass Bandscheibenvorfälle kein Problem heutzutage mehr sind bei 'ner OP, aber wenn Du sagst, dass es nur bei 75 %
wirkt, ist das natürlich Scheiße, wenn man zu den 25% gehört.
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MAUS
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Verfasst am: 3.2.2007 um 13:48 |
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Kann halt gutgehen, oder auch nicht... *g* hätte ich mir eigentlich vorher denken können, bei mir geht seit Jahren nix mehr gut...
So nun aber erst mal Schluß mit den Krankengeschichten, wenden wir uns mal wieder einer anderen Form der Selbstdarstellung zu :D
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Pig Pen
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Verfasst am: 4.2.2007 um 02:50 |
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:62:
jap..., so ne form der selbstdarstellung find ich richtig gut !!!
So bekommt die MAUS endlich mal mehr Konturen *g*
n(m)ice to cu ...
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Verfasst am: 4.2.2007 um 05:46 |
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1993 siehst Du aus, zumindest in der Position, wie 'ne Kollegin, die ich in der letzten Gruppe hatte.
Gut, dass Du jetzt die Haare kürzer hattest, als ich Dich traf, denn die Kollegin war zwar nett, aber trotzdem nervig.
Irgendwie war die hinter mir her, hatte ich den Eindruck und da kann ich ja nun nicht soviel mit anfangen.
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MAUS
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Verfasst am: 5.2.2007 um 03:22 |
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| Zitat | Original von Arne Kroger
1993 siehst Du aus, zumindest in der Position, wie 'ne Kollegin, die ich in der letzten Gruppe hatte.
Gut, dass Du jetzt die Haare kürzer hattest, als ich Dich traf, denn die Kollegin war zwar nett, aber trotzdem nervig. |
*g* da hab ich ja noch mal Glück gehabt, außerdem war ich zu dem Zeitpunkt ja durch die Kortison-Hamsterbacken zusätzlich getarnt 
@ Pig Pen, *g* danke, dachte ich mir...
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MAUS
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Motto: Too old to die young
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Verfasst am: 10.3.2007 um 18:22 |
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*g* da hab ich doch tatsächlich noch geglaubt, daß Schule nur besser sein kann, als Kindergarten...
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MAUS
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Motto: Too old to die young
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Verfasst am: 12.3.2007 um 17:42 |
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Das ist ne Collage von 1996, eigentlich in DinA3-Format:
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Pig Pen
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Verfasst am: 12.3.2007 um 22:32 |
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:62: :61: :30:
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jan91
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Verfasst am: 12.3.2007 um 22:41 |
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:36:
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MAUS
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Verfasst am: 9.4.2007 um 21:00 |
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[B]Ich möchte noch auf 2 Beiträge eingehen, die beide etwas mit meinem Selbstverständnis und meiner Beziehung zu Punk zu tun haben. Da die beiden
Beiträge in unterschiedlichen Threads gepostet wurden, für mich aber thematisch zusammen hängen, und ich zur Beantwortung etwas weiter ausholen
muß, mache ich das nun mal in meinem Thread...[/B]
Zuerst werde ich ganz gezielt auf Eure Beiträge (sorry für die lange Wartezeit) eingehen @ scaydcast und @ Benway, dann werde ich versuchen, das
irgendwie im Zusammenhang zu erläutern...
Also @ scaydcast, ich bilde mir zwar ein, Dich insgesamt durchaus zu verstehen, bin nach Deiner Antwort auf meinen Post aber etwas unsicher, ob Du
meine Relativierungen im Text wirklich mitbekommen hast (werde sie im Zitat nochmal extra hervorheben), weshalb ich nicht weiß, ob Du da einfach nur
Deinen Standpunkt zum Thema Schubladen allgemein vertrittst, oder ob Deine Antwort impliziert, daß Du davon ausgehst, daß ich im Gegensatz zu Dir
auf Schubladendenken abfahre...
| Zitat | Original von MAUS im Thread Das Ich
(... ich bin eben auch anders als einfach nur anders, weshalb ich auch noch nie jemanden kennengelernt habe, der mir wirklich in mehr als 1-2 Punkten
gleichzeitig sehr ähnlich ist, [B]oberflächlich betrachtet [/B]gibt es solche Menschen natürlich, zB würde ich mich noch [B]am [I]ehersten[/I]freiwillig[/B] in die Schublade Punk einordnen, aber [B]auch da [/B]gibt es [B]mehr als genug[/B] Menschen, die [B]nicht mal ansatzweise
[/B]irgendetwas mit meinem Gefühlsleben oder meiner Sicht der Welt zu tun haben...). |
| Zitat | Original von scaydcast im Thread Das Ich
@Maus: Schubladen sind dafür da, um gesprengt zu werden. Und wenn man mich in eine Schublade pressen will, muss man damit rechnen, dass ich daraus
ausbreche und die Wände der Schublade dabei kaputtgehen. Ich denke, allein deshalb kann man mich nirgends richtig reinpressen und Schubladen sind
deshalb völlig sinnlos in meinen Augen. |
Das würde ich [B]grob betrachtet [/B]erst einmal auch für mich stehen lassen, da ich in diesem Textabschnitt erst einmal nur die Betrachtung "von
außerhalb" sehe, also den Vorgang, den andere Menschen betreiben, will sagen "sie" ordnen mich meistens in die Schublade "Punkerin", "Zecke",
"Alternative", "Linksradikale", "Asoziale", "Sozialschmarotzerin", usw. ein (*g* wobei ich mir unter diesen Begrifflichkeiten sicherlich etwas
anderes vorstelle, als die "Einordner").
Im Allgemeinen geht es mir völlig am Arsch vorbei, was andere Menschen von mir denken, was aber durchaus nicht immer so ist und war, es kommt zB
darauf an, wer der "Einordner" ist, und welches Verhältnis ich zu ihm habe. Deswegen @ Benway nun kurz zu Deiner Frage:
| Zitat | Original von Benway im Thread Musik als Ersatzreligion
@MAUS: wenn ich dein Selbstbild als "Anarcho Punk" gelesen und dich daraufhin als Green Day hörende Gymniasiastin mit PLO-Tuch eingeordnet hätte,
nur weil alles was mir bisher unter diesem Etikett begegnet ist, in diese Schublade fällt, hätte dich das dann gestört, amüsiert oder einfach nur
Kalt gelassen? Ich weiß nicht, wie es bei dir ist...mich würde es auf jeden Fall stören, wenn man mich mit dem assoziiert, was MTV aus "Grunge"
gemacht hat oder wenn ich als Black Metal-Hörer in eine Ecke mit 13-jährigen Slipknotfans gestellt werde. |
(*g* Du hast Dir ja sogar die Mühe gemacht, in mein icq-Profil zu gucken, das mit der Bezeichnung "Anarchopunk" war da eigentlich nur dazu gedacht,
die Flut von sexueller Belästigung zu stoppen, und dafür eventuell Leute mit ähnlichem Musikgeschmack zu finden... *g* zB Incendiary, gelle )
Da ich Dich nicht kenne, und Du auch ne rein fiktive Person sein könntest, interessiert mich auch nicht wirklich, in welche Schublade Du mich stecken
würdest. Wärst Du nun eine real vor mir stehende Person, die mit ihrer speziellen Schublade für mich darauf aus ist, sich selbst zu erhöhen, und
mir einzureden, daß ich nur Dreck bin, dann würde mich das durchaus stören, da es mich unmittelbar angeht, und kein Mensch das Recht hat, mir ans
Bein zu pissen, nur weil ich nicht seinen Vorstellungen entspreche, will sagen, der konkrete Inhalt seiner Vorstellungen (das können ja auch positive
Vorurteile sein) stört mich auch nicht wirklich, denn [B]ich[/B] weiß ja wer ich bin, und wer nicht, aber wenn damit eine Herabwürdigung meiner
Person, oder konkrete Benachteiligungen für mich einhergehen, dann werde ich sicherlich, auf welche Art auch immer, versuchen, dieses zu
unterbinden...
(*g* das einzige, was bei mir im Laufe der Jahre eine gewisse Art "Ergeiz" hervorgerufen hat, waren eben solch negativen Bewertungen meiner Person
aufgrund meines Aussehens, nichts macht mehr Spaß, als in die dummen Gesichter der Leute zu gucken, die meinen, etwas über dich zu wissen, und dann
erkennen müssen, wie grundlegend falsch sie gelegen haben... naja, *g* Schubladen(denken) sprengen eben @ scaydcast ) Ok, weiter im Text:
| Zitat | Original von scaydcast im Thread Das Ich
Darum seh ichs logischerweise auch als sinnlos an, sich in irgend einer Form katalogisieren zu lassen, weil das einfach keinen Zweck hat und deine
Einstellung von heute morgen schon eine ganz andre sein kann. Wie klassifiziert man so etwas dann? "Du bist ein Veränderer"? Ich find das ganze
Schubladendenken schwachsinnig, also wozu festlegen? Freiheit ist etwas unersetzlich schönes |
Wie gesagt, von anderen Menschen laß ich mich nirgendwo (mehr) reindrängen, aber ich finde es auch überhaupt nicht schlimm, wenn Menschen sich
selbst irgendeine Gruppe aussuchen, mit der sie irgendetwas mehr verbindet, als mit der Gruppe, in die sie zufällig hineingeboren wurden. Warum
diese Gruppe bei mir [B]noch am ehersten [/B]die [B]alles andere als homogene[/B] Gruppe der "Punks" ist, werde ich später noch näher
erläutern.
Ich lehne halt Schubladen[B]denken[/B] ab, benutze aber ohne Probleme Begrifflichkeiten zur leichteren Einordnung. Das heißt, wenn ich zB von"Punks" spreche, dann bedeutet das ersteinmal nichts weiter, als daß es sich [B]vermutlich[/B] um eine Gruppe von Menschen handelt, die eine
[B]ähnliche[/B] Optik, Musik und politische Einstellung wie ich [B]bevorzugt[/B]. Würde ich nun in Schubladen [B]denken[/B], und diese Begriffe ebennicht [B]völlig wertfrei [/B]zur Verständigung (funktioniert natürlich auch nur ohne Mißverständnisse, wenn der Gegenüber dabei ähnliche Bilder
im Kopf hat) benutzen, dann käme dabei vermutlich ein gängiges Vorurteil heraus, nämlich zB Punk = dreckiges, stinkendes, schnorrendes,
gewalttätiges, asoziales, faules, dummes, drogenabhängiges Pack.
Und das wäre natürlich schwachsinnig, da "Punk" ja eigentlich nur ein [B]grober [/B]"Überbegriff" für alle möglichen unterschiedlichen Leuteist, die sich in [B]zig[/B] "Untergruppen" und Individuen aufteilen, die teilweise auch ganz unterschiedliche Musik hören, die eben [B]grob[/B] als
Punkrock bezeichnet werden könnte, und die politisch von [B]eher [/B]"links" als "rechts", über anarchistisch (und dabei rede ich nun nicht von
den "Ey geil ey, ey Anarchie ey, da kann ich machen was ich will ey" Leuten, die es ja auch zu Hauf gibt ) bis hin zum völlig unpolitisch sein, eingeordnet werden [B]könnten[/B] usw.
Was die sich ständig ändernde Einstellung angeht... naja, kann ich für mich so nicht sagen, ich mag eigentlich immer noch alles (Musik, Filme,
nicht-langweilige Optik,...), was mir auch früher schon [B]wirklich[/B] etwas bedeutet hat.
So ist das mit meiner Einstellung eigentlich auch, mein "Kern" hat sich nicht wirklich verändert, aber mein Umgang mit diesem "Kern" durchaus,
außerdem kommen natürlich immer neue Aspekte von außen dazu (zB momentane politische Weltlage, momentane mich umgebende Menschen usw), wodurch sich
der Überblick über Zusammenhänge natürlich auch immer weiter verbessern kann und soll. Ich versuche halt immer [B]möglichst vieleunterschiedliche [/B]Aspekte und Denkansätze zu betrachten (*g* ich mag einfach keine homogenen Gruppen, deshalb fühl ich mich auch in der Unity
wohl), und integriere dann halt den Teil, der für mein "Selbst" eine "Bereicherung" darstellt. Das kann durchaus auch ein "Umdenken"
beinhalten, allerdings hat es bis jetzt noch kein Mensch geschafft, meine "Grundeinstellung" zu erschüttern, diese um weitere Aspekte zu bereichern
ist da doch schon wesentlich einfacher.
Und natürlich ist Freiheit etwas unersätzlich schönes, dazu gehört in meinen Augen aber eben auch die Freiheit, sich Gruppen anzuschließen, oder
auch nicht, oder auch Gruppen zu wechseln, wenn man feststellt, daß die spezielle Gruppe eben doch nicht so das Gelbe vom Ei ist... Na jedenfalls
laß ich mir auch von einer selbstgewählten Gruppe nicht vorschreiben, was ich zB für Musik zu hören habe, oder was für einen Klamottenkodex ich
zu befolgen habe, um zB "true" zu sein *g*. Da wir nun gerade wieder bei Musik angekommen sind:
| Zitat | Original von Benway im Thread Musik als Ersatzreligion
Es ist eben so, dass manche Menschen aus Musik und dem was darum herum entsteht, einen manchmal nicht unerheblichen Teil ihres Selbstbilds beziehen
(schon Denker wie Plato und Franz-Josef Strauß wussten ja, dass mit neuen Rhythmen immer auch ein neues Lebensgefühl entsteht).
Find ich auch nicht verwerflich, sich über den Kontakt mit äußeren Einflüßen selbst zu finden bzw. selbst zu behaupten. |
Ja, das find ich auch vollkommen ok, ohne ein "Außen" kann man meiner Meinung nach auch kein "Innen" erkennen, da man ja keinerlei
Vergleichsmöglichkeit hätte...
Bei mir war es aber nicht so, daß ich mein "Selbst" überwiegend durch die Musik gefunden habe, das war vorher schon da, der "Kern" eben, auch
wenn ich mich kaum getraut habe, diesen irgendwem zu zeigen, wenn doch, gabs eigentlich auch immer Probleme *g*.
Die Musik ist danach erst gekommen, und hat dieses "Selbst" dann eben mit diversen anderen Einflüssen zusammen, immer weiter entwickelt, und wie
das vor sich gegangen ist, erzähl ich Euch dann beim nächsten Mal (weiß
aber noch nicht, wann ich dazu die Zeit finde, habt bitte Nachsicht)
Falls Ihr zum bisher Geschriebenen Fragen habt, immer her damit, auch, wenn Ihr meint, ich hätte Aussagen von Euch total fehlinterpretiert, bitte
richtig stellen, aber mit dem Zerfetzen des Gesagten bitte warten, bis ich mit meinen Ausführungen ganz fertig bin
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Pig Pen
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Verfasst am: 10.4.2007 um 04:15 |
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| Zitat | Original von MAUS
Bei mir war es aber nicht so, daß ich mein "Selbst" überwiegend durch die Musik gefunden habe, das war vorher schon da, der "Kern" eben, auch
wenn ich mich kaum getraut habe, diesen irgendwem zu zeigen, wenn doch, gabs eigentlich auch immer Probleme *g*.
Die Musik ist danach erst gekommen, und hat dieses "Selbst" dann eben mit diversen anderen Einflüssen zusammen, immer weiter
entwickelt |
Dem kann und muß ich mich völlig anschließen...
Mein Grundstein wurde auch schon vor der Musik- und damit verbundenen (Welt-?)-Einstellung gelegt...und bin dem mittlerweile seit 2 1/2 Jahrzehnten
verbunden..., natürlich (?) bin ich aba auf der Ebene von damals nicht stehengeblieben, es haben sich viele Sachen geändert, ich hab viel
dazugelernt, aba ich fühle mich dem "Punk" immernoch arg verbunden, glaube auch nicht, daß sich das nochmal ändern wird...
Äußerlich (tja die Haare werden weniger und auch grau -gruß @Arne *g*) hab ich mich auch verändert ohne mich dabei aba aufzugeben..., für die
Klischee-Denker entspreche ich dem klassischen Punk-Bild nicht mehr..., für die Leute, die mich nicht kennen bin ich Anders (arbeitsmäßig hab ich
mit vielen Leuten zutun) und in meinem Freundes-(klein aba ehrlich) und Bekanntenkreis werd ich immernoch als Punk tituliert..., für mich ist das
mein "Kern", der für mich meine (Über-) Lebensgrundlage darstellt, Schubladen hin oder her...
Und die mich diesbezüglich prägende Musik hat mir schon häufig Kraft vermittelt um mich davon abzuhalten mich aufzustrippen...
Im Laufe der Zeit bin ich, auch was die Musik betrifft, nach einer kurzen eingefahrenen intoleranten Zeit, offener geworden, aba meine Wurzeln sind
und bleiben PUNK... auch als alter Sack!!!
Soweit, soschlecht *g*...
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Tetrarchos
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Verfasst am: 13.4.2007 um 19:10 |
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Maus, ich finde Deine Weltsicht sehr interessant. Was meine eigene Weltanschauung angeht, diese hat sich massiv verändert in den letzten 10 Jahren.
Ich gestehe das ich bis etwa 22 Jahre ein Mitläufer gewesen bin. Ungefähr vor 10 Jahren (bin jetzt 32) kam mir plötzlich der Gedanke " WEM nützt
das alles??" , seit diesem Gedanken kann ich plötzlich die ganze Tagespolitik wie ein offenes Buch lesen. Und jede Menge Alltagsdinge werden
plötzlich wie ein Wunder offenbart. Leider ist das Ergebnis dieser Offenbarungen einfach nur erschreckend...
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