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Autor Betreff: Auswandern
JeanneDamianDracul






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[*] Verfasst am: 6.1.2007 um 13:53
Auswandern



Ich ziehe es in Erwägung in geraumer Zeit Deutschland den Rücken zu kehren und in einem anderem Land zu leben,meine Ziele liegen noch nicht fest,ich schwanke aber zwischen England,Irland oder Finnland.
Ich fliege nächsten Monat nach London um mich erst einmal vor Ort kundig zu machen.
Würdet ihr es in Erwägung ziehen auszuwandern,wenn ja - wohin und warum?
Würdet ihr alles zurück lassen können?
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jan91






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[*] Verfasst am: 6.1.2007 um 14:07


Ich würde es niemals übers Herz bringen wegzugehen, dafür bin ich zu heimatgebunden...das hat nichts mit nationalstolz zu tun!
Ich könnte mir nicht vorstellen, woanders zu wohnen, ich hasse schon reisen an sich...
Ich würde wahrscheinlich nur weggehen, wenn hier krieg herrscht. deswegen kann ich dir da auch keine tipps geben sorry.
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 6.1.2007 um 14:20


Auswandern...
ja, aber wenn, dann in einem Raumschiff!!
Also ganz weg von diesem Planeten und dieser Spezies "Mensch". Denn ich glaube, das meiste, unter dem ich hier in diesem Land leide, ist kein typisch deutsches Problem, sondern eher ein Problem der Spezies Mensch an sich. Und davor kann man nicht so einfach in ein anderes Land flüchten.
Klar, in Deutschland ist das mit der Bürokratie besonders schlimm... sicher auch noch extremer als in manch anderen Ländern.. aber Dummheit und Intoleranz sind international.

Spontan fällt mir zu deinen Beispielen ein:
England - dort gibt es in den Städten bereits mehr Überwachungskameras als in Orwell's 1984. Genau wie in den USA hat man die Wahl zwischen zwei Parteien, von denen sich keine wirklich von der anderen unterscheidet. (ok, das ist in Deutschland auch nicht mehr viel anders...)
Schlimmer noch: Anders als in Frankreich haben es die Engländer bis heute nicht geschafft, ihren Adligen den Kopf abzuschlagen. Da darfst du dafür Steuern zahlen, dass die Queen ihrem Pudel eine neue Frisur machen lässt. ;)
Landschaftlich ist England und Irland sicher nicht schlecht.
Allerdings gibt es in Irland wiederum viele Katholiken, und das ginge mir dann auch schon wieder auf den Geist, weil die ja zu gewisser Intoleranz neigen, was andere Vorstellungen von Sexualmoral und ähnlichem angeht.
Finland, generell Skandinavien, finde ich landschaftlich sehr reizvoll, und die Bevölkerungsdichte ist dort auch deutlich erträglicher als bei uns. Andererseits habe ich auch gehört, dass man in Schweden für den Besitz von einem kleinen bisschen Marihuana schon ins Gefängnis gesteckt wird... und das hört sich dann irgendwie wieder auch nicht ganz so sozial und tolerant an, wie die nach außen hin immer tun. Von den vielen Nazis, die es in den skandinavischen Ländern gibt, ganz zu schweigen.

Früher wollte ich mal nach Jamaika auswandern... aber in Jamaika sind die anscheinend gar nicht so lässig und tolerant, zumindest haben Frauen dort ähnlich viel Rechte wie in Afghanistan, und das würde mir dann auch wieder etwas gegen den Strich gehen, weil ich solche Macho-Kulturen irgendwie erbärmlich finde.
Von Staaten in Afrika, Asien etc. ganz zu schweigen... Ich wollte in einem Land, wo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, nicht einmal Urlaub machen, geschweige denn, dass ich es dort dauerhaft aushalten könnte.
Also bleibe ich hier.
Wenn in ein anderes Land, dann käme für mich höchstens sowas wie Holland oder die Schweiz in Betracht. Also zivilisierte, kleinere Staaten, in denen meine Lieblingsdroge legal ist, und wo der Einzelne durch die geringe Größe des Landes mehr mitbestimmen kann, (beispielsweise bei Volksentscheiden etc..)

Mich würde mal interessieren, was es vor allem ist, was dich hier an Deutschland stört, und wieso du glaubst, dass das anderswo besser sein soll?
Wie gesagt, vor gewissen bürokratischen Strukturen etc. kann man sicherlich flüchten... aber vor der Dummheit der Menschen eher nicht, weil es ein "Land der Weisen und Toleranten" meines Wissens nirgendwo gibt.
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JeanneDamianDracul






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[*] Verfasst am: 6.1.2007 um 14:35


Natürlich,Gesellschaftsprobleme findet man überall aber mein Beweggrund ist hauptsächlich das ich weg von meiner Familie/Verwanten/den Leuten hier weg will,so schnell wie möglich und ich will sie auch niemals wiedersehen.
England wäre berufstechnisch und sprachlich gut und Skandinavien ist im "Verhältnis" zu anderen Ländern in der Grundversorgung besser,dort müsste ich aber noch die Sprache lernen,da ich nur Englisch,Latein und Japanisch Kenntnisse besitze.
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MAUS




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Motto: Too old to die young

[*] Verfasst am: 6.1.2007 um 14:40


Zitat
Original von dian
Auswandern...
ich glaube, das meiste, unter dem ich hier in diesem Land leide, ist kein typisch deutsches Problem, sondern eher ein Problem der Spezies Mensch an sich. Und davor kann man nicht so einfach in ein anderes Land flüchten.

Eben, Menschen gibt es überall, und wenn man hier z.B. aufgrund längerer Krankheit von so ungefähr 95% der sogenannten "Freunde" abgeschoben, und allenfalls noch als Notstopfen benutzt wird, wenn so gar nichts spannenderes anliegt, warum sollte das dann woanders besser sein? Jeder ist sich selbst eben der nächste... und wenn ich mich diesem Grundsatz nicht endlich etwas mehr annähere, dann bleib ich eh bald auf der Strecke, und ob ich das dann hier oder woanders tue, ist auch vollkommen schnurz.
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Tzakahra




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 6.1.2007 um 15:33


Hm, ich hab mal von jemanden gehört, dass Paraguay ideal zum Auswandern ist. Dort kann man sich eine Aufenthaltsgenehmigung für 5 Jahre angeblich billig kaufen und bekommt für 50000€ ein Stück Land mit Haus drauf. Ausserdem gibt es dort schon deutsche Gemeinden. Wenn ich vllt. irgendwann mal wieder Bock hab allein oder mit anderen Menschen dieser westlichen Arbeitswelt den Rücken zuzukehren, dann werd ich mich sicher nochmal darüber informieren und vllt. eines Tages auswandern um in irgendeinem Land ein einfaches Leben zu führen. (damit mein ich ein Leben bei dem man noch direkt sieht wofür man arbeitet). Hier in Deutschland hindert einen daran nur das Problem mit dem Landkauf (teuer) und den ganzen Bestimmungen.


Um auf deine Fragen einzugehen:

Auswandern: Vllt. irgendwann mal, also realistisch gesehen werd ich es wahrscheinlich nie tun.
Wohin: Ein Land in dem man mich in Ruhe lässt. (vllt. auch Mexiko, da gibt es eine tolle Revolutionsbewegung)
Warum: Um dem Rat Race zu entkommen.
Alles zurücklassen können: Momentan kann ich mir nicht vorstellen, wie ich ohne PC, Fertigfutter und Mucke überleben könnte aber mit entsprechendem Willen ginge das sicher auch.


@ JDD
Wenn es nur um die Familie geht könntest du doch sicher auch innerhalb Deutschlands umziehen, denn wie dian schon sagte im Vergleich zu England und Skandinavien ist Deutschland nicht schlechter. Einiges dort ist besser, einiges aber auch schlechter.
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Hansi




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Motto: Wer nichts weiß, muss alles glauben.

[*] Verfasst am: 6.1.2007 um 23:24


mh, auswandern aus diesem kackland hier wäre ansich schon sehr reizvoll, allerdings is es leider wie @dian schon gesagt hat, so richtig toll siehts nirgends aus. das einzigste was ich mir noch vorstellen könnte, wenn ich n paar millionen aufm konto hätte, wäre das ich mir ne eigene verlassene insel suche/kaufe und dort meinen eigenen "staat" gründe. irgendwo sone verschlafene insel inner südsee *träum. aber ja, dafür fehlt mir die kohle, also bleib ich in cottbus, da ich zwar das land, dafür aber die stadt umso mehr leiden mag.
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[*] Verfasst am: 7.1.2007 um 20:03


Dass ich mich in den Niederlande wesentlich wohler fühle als in Deutschland, hat vor allen Dingen den Hintergrund, dass die mal 'ne Staatsreligion hatten, in deren Geist ich auch erzogen wurde. Ich glaub' zwar an keinerlei religiösen Wahnvorstellungen, aber, wenn man mal so erzogen wurde, ist das auch schwachsinnig, seine sämtlichen Erziehungsgrundlagen wieder abzuwerfen.
Außerdem kiffe ich gerne und arbeite gerne, insofern sind mir die Niederländer wesentlich sympathischer als die Deutschen, wobei hier im Ruhrgebiet und auch noch am gesamten Niederrhein bis ins Rheinland es wohl genausogut möglich wäre, dass z.B. NRW einfach in die Niederlande eingemeindet würde. Das haben leider die Alliierten vergessen nach 1945, Deutschland aufzulösen.

Problem bei mir ist, dass es sehr schwer ist, ohne sehr fundierte Sprachkenntnissen meiner Arbeit in einem anderen Land nachzugehen. Und da das deutsche Bildungsniveau ja bekanntlich eines der schlechtesten der Welt ist, habe ich auch nur völlig überflüssige Sprachen in der Schulzeit gelernt, die jedermann kann und für eine berufliche und persönliche Selbstverwirklichung völlig uninteressant sind (Englisch, Französisch, Latein, Altgriechisch und Hebräisch :12:).

Finnisch hört sich imo noch schwieriger an, kann ich aber sonst nix zu sagen, weil ich eben auch ein bisschen an meiner Heimat klebe, die ist aber eben nicht das Kunstprodukt Deutschland, sondern meine Mentalität.

Ob ich jetzt innerhalb Deutschlands umziehe (habe mal drei Jahre im Schwabenländle gewohnt, und bin überhaupt nicht mit deren Sprache und spießbürgerlichen Mentalität klargekommen) oder eben dorthin gehe, wo es mehr nach meiner Mentalität geht, hat meines Erachtens nix mit Nationen zu tun.
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jan91






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[*] Verfasst am: 11.2.2007 um 21:44


spontan würde ich sagen: Schweden oder dänemark...weiß auch nicht, warum, irgendwie muss sich da n guter ruf eingebrannt haben^^

oder für die anpassungsfähigen: China, kann ich auch nur empfehlen
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Kebap






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 12.2.2007 um 00:33
RE: Auswandern



Ich will ins Weltall ziehen! :D

http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=040428.rm
http://de.wikipedia.org/wiki/Lagrange-Punkte#L4_und_L5
http://en.wikipedia.org/wiki/L5_Society
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quaid




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Motto: their law

[*] Verfasst am: 12.2.2007 um 01:16


ich hänge sehr an dem ort, wo ich aufgewachsen bin.
allerdings bin ich in meiner kindheit oft mit meinen eltern umgezogen. und an sich reicht mir die schöne erinnerung an den ort, der jetzt sowieso ganz anders aussieht.

ich ziehe es durchaus in erwägung, mal nach amerika auszuwandern.
mehr als die idee hab ich allerdings noch nicht.
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HëllRÆZØR




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Motto: Ground Zero - auf ein Neues!

[*] Verfasst am: 12.2.2007 um 02:37


Momentan kommt verreisen für mich nicht in Frage, da ich erst mal fertig studieren will (und zwar hier!), andernfalls bin ich mir sicher etwas Wichtiges in meinem Leben zu verpassen. Mein langfristiges Ziel ist ein naturnahes Leben mit einer überschaubaren Gruppe von anderen Menschen, wie das was Nakutian so erzählt hat, aber bis es soweit ist werden sicher erst mal ein paar Jahre verstreichen, und vielleicht kommt es dann doch ganz anders...
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[*] Verfasst am: 12.2.2007 um 04:42


@Kebap:
Wußt' ich doch, dass Euler nicht rechnen konnte, sonst hätte der nie so doofe Zahlen gefunden!
Gibt ja schon richtige Lesch-Fan-Clubs, soviel ich weiß.


Mein Ziel konkretisiert sich.
Ich versuche jetzt gerade, 'ne Stelle zu bekommen, in der Nähe der niederländischen Grenze, dann könnte ich in den NL leben und erstmal in Deutschland arbeiten, bis ich mir so sicher bin, was das niederländische anbelangt, dass ich da auch die behinderten Bewohner verstehen würde.
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 12.2.2007 um 19:47


Ja, @ Arne, das wollte ich dich sowieso schon mal fragen..
wieso bist du nicht längst in die NL ausgewandert, wo da ja deinen Äußerungen zufolge so ziemlich alles besser ist als in Deutschland?
Liegt das jetzt an der Sprache, oder lassen die in NL dich nicht rein, oder gibt es da doch noch Dinge, die im guten alten Deutschland besser sind, und die dich noch hier halten?

@ Topic:
Wenn ich mir die Medien anschaue, scheint "Auswandern" ja auch gerade voll im Trend zu liegen.
Kaum ein Tag, wo nicht über irgendwelche Deutschen in Thailand oder Amerika berichtet wird...
Glaubt man den Berichten, finden fast alle ihr Glück.
Aber ich denke, das ist auch ein bisschen Augenwischerei. Über die vielen Auswanderer, die gescheitert sind, berichtet einfach kein Kamerateam, weil das fürs Vorabendprogramm zu unappetitlich wäre. Erfolgsstorys verkaufen sich besser als geplatzte Träume.
Also ich hab keinen Zweifel daran, dass geschäftstüchtige, arbeitsgeile Menschen, die sich anpassen können, im Ausland mit ziemlicher Sicherheit Erfolg haben werden. Aber der typische Aussteiger ist ja wohl eher von der Sorte "Das Leben in Deutschland und die viele Arbeit ist mir zu stressig"... und ob die im Ausland alle ihr Glück finden?
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scaydcast






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[*] Verfasst am: 12.2.2007 um 23:26


Gab vereinzelt auch schon Berichte über Leute, die das Auswandern überschätzt haben und dann kläglich gescheitert sind. So mit Drecksjobs im Ausland, damit man wenigstens den Rückflug bezahlen kann und wieder im deutschen Hartz IV-System landet. Oder Menschen, deren Arbeitsidee gefloppt ist und die sich dann ohne großartige Sprachkenntnisse durch den Bürokratendschungel eines fremden Landes quälen mussten. Allerdings sieht man das nicht oft, das stimmt.

Ich finde, auswandern bringt nicht wirklich was. Ein Vorteil wäre vielleicht eine geringere Bevölkerungsdichte, wobei es in Deutschland auch einige Fleckchen gibt, auf denen außer ein paar toten Seelen sonst keiner haust. Das Problem dabei ist halt nur, dass so etwas nicht massentauglich ist, denn dann hätte man wieder eine größere Stadt und genau das wollte man ja vermeiden. Und so eine Dorf-Aneinanderreihung aus der z.B. Stuttgart besteht, ist auch nix. Wenn schon Großstadt, dann richtig.

Und Bürokratie hast irgendwie überall. Da hats also keinen Zweck, deshalb rauszugehen. Klar, mit deutscher Rente lebt sichs im Ausland schon relativ luxuriös, aber soweit ists bei mir noch nicht, deswegen käme auch das nicht in Frage. Wenn auswandern, dann wirklich auf nen andren Planeten, einer, in dem die Wasserwelt noch unberührt ist und auf der man die Natur noch in ihrer Vollkommenheit genießen kann.
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 13.2.2007 um 00:47


Ich plädiere für innere Emigration :D

Die Welt ist eigentlich verdammt schön - nur lässt man sich permanent in diesen ganzen Menschenirrsinn verstricken. Und der ist der selbe - ob hier oder in Spanien, China, Neuseeland...
Auch ganz abgesehen von dem ganz alltäglichen Kram, auf den ich hier nicht näher einzugehen brauche und dem man durchaus in gewissem Maße entrinnen kann, bilden wir uns ein, bewusste Zuschauer zu sein, abgetrennt vom blinden Fluss des Werdens. Meinen, uns davorstellen zu können und fragen uns, was der für einen Sinn macht.
Ob das jetzt Vernunft und Logik sind oder Gefühle, Intuition und unformulierbare Erlebnisse: "wir" sind nicht nur Gefangene in diesem menschlichen Körper, irgendwie gefallene Engel, wie man oft so gern sagt, sondern "wir" hängen "auch" fest in diesem menschlichen Geist.
Vielleicht sollte man sich in den dunklen, schalldichten, lauwarmen Wassertrog legen, um alle sensorischen Informationen auszuschalten, sich ganz zurück in seinen blöden Menschengeist zu verkriechen und zu sagen, dass einen die Welt am Arsch lecken kann, wenn sie einem nichts als Ahnungen von dem geben will, was wirklich ist, bloß kurze Blitze von Realität zwischen zwei Gedanken - bzw. die entsprechende Einbildung.
Sie sagt nicht, was sie ist, sie sagt nicht, was in ihr ist.

Und nein, natürlich macht die hübsche Aussage, die Welt sei eigentlich schön, keinen Sinn. Genausowenig wie ihr Gegenteil, oder sonstwas.
Und dieses sinnlose Post erst recht nicht.
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[*] Verfasst am: 13.2.2007 um 04:22


Sinn ist irrelevant, @Maria!

@Dian:
In den NL ist weiß Gott nicht alles besser als hier. Die Situation dort kommt eben einfach meinem Naturell zur Zeit noch eher entgegen als diese sonderbare deutsche Lethargie, die sich in allen Bereichen bildet.
Ich gehöre nunmal auch zu den Leuten, die gerne arbeiten, wenn sie 'ne sinnvolle Arbeit (eine, die mit Solidarität zu anderen Menschen zu tun hat) gefunden haben. Nur habe ich dafür auch in irgendeiner Form Solidarität dafür von der Gesellschaft erwartet und die gibt es eben für Menschen, die gerne arbeiten, eher in den NL als in der BRD.
Das berühmte niederländische Konsensmodell, was die da haben, ist nach eigenen niederländischen Angaben nur ein Ausdruck, dass die Leute gerne reden und reden und reden. Kommt mir auch sehr entgegen.
Und vom Fußball mit drei Spitzen will ich erst gar nicht reden.
Die Gründe, warum ich noch nicht da bin, sind wirklich die Gründe, die ich angeführt habe. Ich hätte in dem Job, den ich machen will, erhebliche Schwierigkeiten, meinen Job auszuüben.
Zum einen ist da eben die Sprache, die ich einfach gesprochen noch nicht gut genug beherrsche, um dort in der Behindertenarbeit tätig zu sein, und zum anderen ist der Beruf des Erzieher, bzw. des Heilerziehungspflegers nirgendwo so schlecht angesehen wie in Deutschland. PISA läßt grüßen. In allen anderen Ländern entspricht der eher einer akademischen Ausbildung. D.h., deutsche Heilerziehungspfleger sind da nicht so ganz gut angesehen, weil eben einfach unsere Ausbildung schlechter ist.
Aber wie gesagt, sobald das irgendwie klappt, werde ich versuchen, immer ein Schrittchen näher zur holländischen Grenze zu gelangen, bis ich da evtl. wohnen kann.

Aber, @scydcast:
Die Zeiten, wo man mit einer deutschen Rente in einem anderen Land gut leben kann, dürften aber mit der Generation der jetzigen Rentner aussterben.
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scaydcast






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[*] Verfasst am: 13.2.2007 um 05:12


Zitat
Aber, @scydcast:
Die Zeiten, wo man mit einer deutschen Rente in einem anderen Land gut leben kann, dürften aber mit der Generation der jetzigen Rentner aussterben.


So ist es. Dennoch kanns doch Leute geben, die noch etwas davon erben und sich damit auf und davon machen können. Wir (in meinem Fall 22 Jahre) müssen später sicherlich noch draufzahlen, um überhaupt leben zu dürfen. Oder: Wir sorgen völlig für uns alleine aus und sind im Alter (und auch schon vorher) völlig unabhängig vom Staat. Ich denke, ich bin auf dem besten Weg dahin. Die Zeit wird zeigen, ob meine Kritiker und Lästermäuler oder ich Recht behalten.
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Wegsucher






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[*] Verfasst am: 13.2.2007 um 08:55


norwegen soll schoen sein, war dort noch nie, habe aber eine bekannte in oslo.

blos die sprache ist nicht so einfach.

brasilien kann ich mir auch gut vorstellen, die steuern sind viel einfacher, viel flaeche, eine farm waere nett, doch falls ich nach solch etwas wirklich strebe,....ich wollte da wirklich nicht mein ganzel leben auf einem stueck land verbringen:)
portugal:sweet! relaxed, keine hektik.
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Wegsucher






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[*] Verfasst am: 13.2.2007 um 08:58


rente??

ich glaube wirklich nicht mehr daran. wenn ich geld in gold anlege mag ich damit vllt noch spaeter etwas anfangen.

vom staat erwarte ich ja noch nicht mal mehr eine entschuldigung warum ich die rente, fuer die ich bald zahlen muss nicht kliege... nein, wirklich nicht.
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Ina






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[*] Verfasst am: 13.2.2007 um 11:14


Lösung: verdiene wenig, dann zahlst du auch kaum für die Rente :D

Ach Rente - angenommen, unser schönes System besteht noch so lange, wird man einen schon nicht verhungern lassen. Es würde die öffentliche Ordnung doch zu stark stören, wenn all die skelettierten Alten auf der Straße verrecken würden - denn jeder kann damit rechnen, dass ihm das bevorsteht. Imho geht diese ganze Rentenpanikmache von den gehobeneren Klassen aus, die fett Geld gescheffelt haben und fürchten, ihren Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Damit könnten sie in der Tat recht haben. Die ultimative Katastrophe ist in deren Augen halt, nach Abzug aller festen Kosten und ordentlichem Futter bloß noch 50 Euro "zum Leben" übrigzuhaben. Armut ist es nicht, wenn man in einer kleinen Wohnung leben und sich einen eventuellen Urlaub lange zusammensparen muss, Armut beginnt frühestens dann, wenn man seine Stromrechnung nicht mehr zahlen kann und gezwungen ist, von Discounterfraß zu leben (viele machen das unverständlicherweise auch mit genügend Geld).
Ach, es gibt soviel Geld auf der Welt, und so schwer ist es zumindest in unserer Gesellschaft auch wieder nicht, da ran zu kommen. Schöne Erlebnisse, neue Eindrücke und hübsche Dinge sind rarer. Also sollte man doch sein Geld dafür raushauen, sobald es reinkommt. Geld ist nur ein Tauschobjekt, von dem man so nichts hat. Wenn man es nur anhäuft, ist es doch, als würde man es gar nicht besitzen. Es sei denn, man lebt von den Zinsen, ok, dazu muss es rumliegen. Aber das werden die meisten eh nie können - und seine besten Jahre dazu verschwenden, sich dafür abzurackern - nee, das erscheint mir nicht effektiv.
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[*] Verfasst am: 14.2.2007 um 03:34


Du kennst die Zustände in Deutschland zur Zeit nicht richtig, @Maria!
Es rennen jetzt schon massig seriös aussehende RentnerInnen herum und sammeln weggeworfene Flaschen ein, für die es noch Pfand gibt. Dafür werden auch Abfallkörbe durchsucht. Ich glaube, wir haben bald südamerikanische Zustände, wo unsere Rentner auf Müllkippen leben werden.

@scaydcast:
Erzähl' mal, wie Du meinst, dass hinzubekommen, ganz ohne den Staat zu leben. Hört sich gut an. Hoffe ich ja auch mal, aber erstmal nur ganz ohne DIESEN Staat (=Deutschland).

@Wegsucher:
Nimm' lieber Norwegen. Würde ich auch machen, wenn ich Nichtraucher wäre ('ne Packung Zigaretten kostet da so 8 €!!). Und Alk ist auch nicht gerade billig, in Oslo herrscht sogar ein Verbot, hab' ich mal gehört, auf der Straße öffentlich Alkohol zu trinken.
Dafür ist Norwegen der reichste Staat in Europa nach Luxemburg. Doppelt so hohes BSP wie die BRD.
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Ina






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[*] Verfasst am: 14.2.2007 um 09:54


Zitat
es rennen jetzt schon massig seriös aussehende RentnerInnen herum und sammeln weggeworfene Flaschen ein, für die es noch Pfand gibt.


Naja, klar, dass die am Verhungern sind, ist nicht auszuschließen ;) aber ich würde das jetzt nicht zwangsläufig draus folgern. Möglicherweise haben sie nur Langeweile und sind so an Arbeit gewöhnt, dass sie auch jetzt noch meinen, mit irgendeiner Tätigkeit "Geld verdienen" zu müssen, oder es liegt einfach am Altersgeiz: gibts denn in deiner Gegend nicht diese Geschichten von alten Leuten, die extrem sparsam lebten und den erfreuten Erben fette Kontos mit ein paar hunderttausend Euros hinterließen?

In etwa das meinte ich mit "ineffektiv".
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hopeless






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 14.2.2007 um 12:03


also hier in marburg laufen schon ziemlich viele abgerissene gestalten rum. nur weil die so alt aussehen, müssen die aber nicht unbedingt rentner sein.
bei mir kommen da zum teil etwas seltsame charakterzüge zum vorschein - ich konnte es mir schon einzweimal nicht verkneifen, sonem flaschensammler eine leere bierflasche quasi vor die füße zu werfen. vielleicht sollte ich mal wieder enten füttern gehen.
ich denke die berühmte soziale schere ist nicht zu unterschätzen, also großer reichtum genauso wenig wie relative armut. wenn meine oma jammert, dass die ölpreise so rapide steigen, dann liegt das hauptsächlich daran, dass sie für ihre bude allein so viel davon verbraucht.
ach, was rede ich, mit meinen 50 riesen einstiegsgehalt kann ich doch super vorsorgen ;)
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Ina






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[*] Verfasst am: 14.2.2007 um 15:04


Tja weißte, den meisten Rentnern, die mir so unterkommen, putz ich das Zimmer, in dem die 1-2 Wochen leben für 70 Euro pro Person und Tag.
Schon möglich, dass deshalb mein Blick etwas voreingenommen ist.
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