
Ja...etwas zu mir mit Verspätung da ich mich nicht entscheiden konnte ob ich es euch nun erzähle oder es begraben lasse.
Vielleicht (oder ganz sicher) ist es unwichtig aber jeder kennt hier jeden halbwegs (was gut ist) und daher bin ich euch so langsam einmal meine
Geschichte schuldig.
Also wer mag,kann es lesen,wer nicht klickt es einfach weg...
Seit ich klein bin habe ich ein Talent für Musik,von klein auf habe ich (freiwillig) angefangen mit Grunderziehung,Violine im
Kindergarten,Gesang,Notenlehre und so weiter.
Ich hatte eine schöne Kindheit,immer im Schoße einer riesen Familie,welche zu einem großem Teil aus geldgeilen,hinterlistigen Drecksäcken
besteht,aber ich war klein,das Leben war schön.
Ja...diese Familie hat schon damals meine Mutter nicht akzeptiert und durch weitere Kleinigkeiten ging sie ersteinmal freiwillig in die Psychatrie,da
war ich 12.
Mit 13 ging ich mit einem älterem Kumpel zu ihm nach Hause,welcher mich sexuell missbrauchte,ich hielt die Klappe,entwickelte aber eine halbwegs gute
Menschenkenntnis,die entweder in tiefer Zuneigung und Vertrauen oder in Panikattacken und Berührungsängsten ausartet.
Daraufhin habe ich die Musik komplett hingeschmissen,ging auf ein Gymnasium,schluckte Tabletten und hatte Anfälle,wechselte auf ein anderes
Gymnasium,wurde von ehemaligen Freunden verraten (ich weiß jetzt noch nicht warum,vielleicht Neid,was aber der pure Lacher wäre),daraufhin Arm
aufgeschlitzt.
Alles Dinge die zig Tausend Menschen passieren.
Mit 15 habe ich dann meinen Eltern von meinem ach-so-tollem Schäferstündchen erzählt,meine Mutter versuchte mich daraufhin mehrmals in
psychatrische Behandlung zu geben,kurze Zeit später kippte ich massenweise Alkohol in mich hinein,jeden Tag,bis ich mit 3,irgentwas promille ins
Krankenhaus eingeliefert wurde.
Meine Mutter verschwand in Chats,suchte sich "Freunde",verschwand öfters,spielte den Teenager reloadet
Mit 16 war meine dann Mutter weg,sie hielt den Alkoholismus meines Vaters nicht aus,plus die Stichelleien und Undankbarkeit seiner
Verwandtschaft,kurze Zeit später poppte sie mit einer Chatbekanntschaft rum.
Somit war ihr gemeinsamer Traum einen Bauernhof zu eröffnen geplatzt,Glück für mich.(den dieser Ort wird mein neues Zuhause werden)
Mein Vater gab sich daraufhin den Rest,ich war Putzfusel,hab den Haushalt geschmissen,später darauf das Abi mit dazu und bin gegangen.
Mittlerweile komme ich mit dem meistem gut zurecht und sehe es wie einen sehr schlechten Film der mich nicht betrifft,das einzige was für mich noch
zählt ist keine Blutsfamilie zu besitzen und die Personen die mich wie magisch anziehen ab und zu ein Lächeln zu schenken.
Vielleicht schaffe ich es und nehme ein paar Leute gleich mit aus diesem Trott heraus,wir werden sehen,die Zukunft ist ungewiss und:
Erstens kommt es anders
Und Zweitens als man denkt.
Du hast bislang wenig noch über die Gegenwart geschrieben.
Was macht das Projekt denn zur Zeit?
Ansonsten hebt sich Deine Jugend zumindest wohltuend von der mit meinen puritanischen Eltern ab.
@Arne na man kann es immer positiv sehen,das ist das tolle dran *würg*
Die Gegenwart,ich hänge grad in einer Phase zwischen Bücher/Musik/Traum,also so eine wundervolle Zeit in der sämtliche Gedanken eingenebelt
sind.Und es liegt nicht am Stoff.
Naja Arbeitslose haben eh zuviel Zeit,zwischen den Bettelbesuchen auf Ämtern,die einen eh nur weiterschicken.
Hm "Projekt" würde ich es nicht nennen,ich definiere mich nicht mit einem gewissen Moses der rief:"Lass mein Volk gehen",aber nunja,das
Grundstück ist groß,Strom und Wasser ist vorhanden, dazu ein doppel Bungalow und ein kleines Haus,also warum nicht.
Die weitere Planung besteht dahin mich im Sommer dort in diesem kleinem Haus einzurichten.
Na dann.
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Ich muss immer mehr festellen, dass überproportional viele hier in der Unity eine nicht leichte Kindheit hinter sich bringen haben müssen. Ich persönlich habe es bis jetzt in meinem Leben nie so wirklich schwer gehabt. Nur der Umstand, dass ich mit dem Schulformwechsel (für mich ging es von der Grundschule aufs Gymnasium) so ziemlich meine ganzen Freunde verloren habe, hat mich wohl geprägt und tut es immer noch in der Form depressiver Anwandlungen. Die Kindheitsfreundschaften gingen mehr oder weniger unbemerkt verloren. Darunter übrigens auch meine große Liebe, die allerdings habe ich damals immer wieder angerufen, vergeblich, sie widmete sich lieber den Coolen und fing irgendwann an, sich zu ritzen, wie ich heute weiß. Heute weiß ich, wie wichtig sie mir waren. Im Gegensatz zu mir haben Sie es anscheinend "geschafft", sich den anderen anzupassen und genauso in die tolle Spaß(ten)gesellschaft hineinzuwachsen, wo sie sich anscheinend auch wohl fühlen. Ich selbst habe mir nach einigen Negativerfahrungen, wie z.B. von den "coolen Typen" auf der Schule gehänselt zu werden, schon bald (7. Klasse?) gesagt, dass ich auch wirklich Ich bleiben will. Naja, ich war eine Zeit lang ziemlich isoliert könnte man sagen. Die erwähnte große Liebe hat übrigens die Kurve gekriegt und ist inzwischen mit einem anständigen Kerl "liiert". Allerdings ist sie - besonders durch ihren letztjährigen sechsmonatigen USA-Aufenthalt bei einer patriotisch-christlichen Gastfamilie - fast zu sehr in die andere Richtung gedriftet. Man könnte sie schon als prüde bezeichnen.
Hallo
Nun ich werde nicht viel dazu schreiben, es wäre wohl verkehrt.
Auf jeden Fall Willkommen.
?
Also, unglücklich war die Kindheit der meisten eigentlich gar nicht so unbedingt, meine ich, @deep7.
Ich finde da Deinen Lebensweg mal etwas abwechselungsreicher, denn bei den meisten, dessen Wege ich hier so halbwegs kenne, war das Hauptproblem wohl
eher die spießige Enge der Kindheit in doch zumeist ganz gut begüterten Spieß- und Bildungsbürgerfamilien.
Mich nervte an meinen Eltern am meisten, dass sie eben noch unbedingt wollten, dass ihre Kinder etwas wurden. Und dass sie nicht sahen, wie zufrieden
sie mit ihrem Leben schon sein konnten und sich so lahmarschig angepasst verhielten.
Aber Eltern z.B. wären auch mal wieder ein Extrathread wert.
da gabs glaub ich schonma nen eltern-thread @arne.
Ich meine auch, aber hier wäre ja mal wieder ein anderer Aspekt gefragt, nämlich z.B., wie kaputt unsere Alten waren und wie wir das feststellten, bzw. welche Auswirkungen das auf uns hatte.
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