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Autor Betreff: ...auf den Pfaden der Wahrheit
HëllRÆZØR




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Motto: Ground Zero - auf ein Neues!

[*] Verfasst am: 25.3.2006 um 17:46
...auf den Pfaden der Wahrheit



Hi zusammen,

hab' gestern rausgefunden, dass ich wohl überzeugter Pantheist sein muss,
und da bin ich dann auf euer hübsches Forum gestoßen.

Ich studiere z.Zt. in Bonn Informatik mit Nebenfach Musikwissenschaft,
hobbymäßig bin ich Musiker (E-Gitarre und ein bisschen Klavier / Geige)
und beschäftige mich viel mit der Frage, auf welchen akustischen Grundlagen
unsere Harmonielehre basiert, von welchen Grundlagen man alternativ ausgehen kann
und was für eine Harmonielehre man auf diesen Grundlagen aufbauen kann.

...außerdem spiele ich gerne unkonventionelle Brettspiele (z.B. DOOM, Robo Rally, Arkham Horror, Cthulhu 500, ...),
höre progressiven Metal, Klassik und Sachen wie Filmmusik oder Musik aus Computer- / Videospielen (Favorit: Starcraft-Soundtrack).

Der Philospohie-Unterricht in der Schule hat mir auch immer viel Spaß gemacht (lang, lang ist's her),
und ich freue mich schon auf interessante Diskussionen mit euch. ;)

Entschuldigt, wenn ich die nächsten Tage nicht so viel Zeit habe,
Mittwoch und Donnerstag stehen zwei fiese Klausuren an
(die eigentlich gar nicht so fies wären, wenn die Vorlesungen nicht so inkompetent gehalten worden wären).

Viele Grüße,

Johannes, Yog-Sothoth, HëllRÆZØR oder wie auch immer ;)
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deep7






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[*] Verfasst am: 25.3.2006 um 18:53
RE: ...auf den Pfaden der Wahr



Zitat
Original von Yog-Sothoth
Hi zusammen
hallo zurück =)

[QUOTE]hab' gestern rausgefunden, dass ich wohl überzeugter Pantheist sein muss, und da bin ich dann auf euer hübsches Forumgestoßen.[/QUOTE]genauso gings mir auch! nur nicht gestern.
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Seneca






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[*] Verfasst am: 25.3.2006 um 19:38


Willkommen zuhause!
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Soulmirror




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[*] Verfasst am: 25.3.2006 um 20:16


[QUOTE]höre progressiven Metal, Klassik und Sachen wie Filmmusik oder Musik aus Computer- / Videospielen (Favorit: Starcraft-Soundtrack).[/QUOTE]

hehe ich wusste 3/4 davon als ich den ersten abschnitt bis dahin gelesen hab :D

trotzdem sehr feiner musikgeschmack und sc (broodwar *schwärm) soundtrack ist echt absolut top.

also dann willkommen hier ;)
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HëllRÆZØR




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Motto: Ground Zero - auf ein Neues!

[*] Verfasst am: 25.3.2006 um 21:19


Zitat
Original von Soulmirror
[QUOTE]hehe ich wusste 3/4 davon als ich den ersten abschnitt bis dahin gelesen hab :D

...und ich wusste danach direkt, dass du entweder Naturwissenschaftler oder Psychologe bist ;)

Zitat
Original von Soulmirror
[QUOTE]trotzdem sehr feiner musikgeschmack und sc (broodwar *schwärm) soundtrack ist echt absolut top.

Ich muss zugeben dass ich überrascht bin.
Hier sind übrigens ein paar Download-Seiten für Spiele-Soundtracks (Nostalgie pur!):
http://nescenter.de/
http://www.classicgaming.com/vgtunes/index_files/gamelist.htm
http://www.doom2.net/~doomdepot/music.html
@Zelder: Falls dein Name was mit der Zelda-Reihe zu tun hat, solltest du auch mal reinschauen. ;)

Zitat
Original von Seneca
[QUOTE]Willkommen zuhause!

Hm, zuhause...klingt auf jeden Fall angenehm.

@deep7: Bist du auch Naturwissenschaftler, oder fühlst du dich einfach "nur so" mit der Natur verbunden?

...ach so, teilt eigentlich irgendwer meine Begeisterung für Lovecraft?
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deep7






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[*] Verfasst am: 25.3.2006 um 21:33


Zitat
Original von Yog-Sothoth@deep7: Bist du auch Naturwissenschaftler, oder fühlst du dich einfach "nur so" mit der Natur verbunden?
ne, ich bin Schüler, 17 Jahre, und naja, "mit der Natur verbunden" hört sich so nach Grünen-Wähler an. so ist das nicht. am besten, du liest meinen gästebucheintrag auf pantheismus.de (zweite von oben glaub ich, auch deep7): http://www.eguest.net/eguest/gbook.php3?gb=pantheismus

btw: ich bin potenzieller fdp-wähler
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HëllRÆZØR




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Motto: Ground Zero - auf ein Neues!

[*] Verfasst am: 25.3.2006 um 21:51


Ist bei mir genau umgekehrt, ich wähle grün und kann mit FDP nur wenig anfangen. ;)
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nightrainmonk






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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 00:38


Zitat
...ach so, teilt eigentlich irgendwer meine Begeisterung für Lovecraft?


ja, den find' ich schon sehr gut. Stilistisch schon beeindruckend, wie er eine Atmosphäre des Grauens schaffen kann, ehe überhaupt irgend etwas passiert.
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quaid




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Motto: their law

[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 01:16


ja dann auch hallo von mir.

nettes avatar, im übrigen.
darüber hinaus sehe ich es immer gerne, wenn jemand alle gegebenen möglichkeiten nutzt und sich direkt einen titel verpasst sowie sich selbst im profil ausführlicher beschreibt ;)

aber sag mal..wie bist du auf dein pseudonym "Yog-Sothoth " gekommen?
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HëllRÆZØR




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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 02:50


Zitat
Original von Qaber sag mal..wie bist du auf dein pseudonym "Yog-Sothoth " gekommen?

Yog-Sothoth ist einer der äußeren Götter in Lovecrafts "Cthulhu-Mythos"
(dieser Begriff wurde erst nach Lovecrafts Tod eingeführt),
also eines der mächtigsten Wesen im Universum.
Yog-Sothoth wird mit unendlichem Wissen über das Universum
und mit der Zeit als vierte Dimension des Raumes in Verbindung gebracht,
er hat den Beinamen "der einer-in-allem-und-alles-in-einem"
und er ist "der Schlüssel und das Tor".

Er ist weder gut noch böse und die Menschheit bedeutet im nichts, sie spielt auch innerhalb des Universums keine Rolle.
Es gibt Geschichten, in denen er der Menschheit feindlich gesinnt zu sein scheint,
in einer anderen dagegen gewährt er Randolph Carter, einem großen Träumer,
Einblicke in sein Wissen, und dieser willigt ein, obgleich er sich der Gefahr bewusst ist, wahnsinnig zu werden.
(Die Geschichte befindet sich übrigens in dem Buch "Die Katzen von Ulthar".)

----------------------

So, ich hoffe ich habe das halbwegs korrekt wiedergegeben.
Mich fasziniert die Ansicht, dass wir nur ein ziehmlich geringes Wissen über das Universum besitzen,
und Yog-Sothoth ist für mich der Inbegriff dieses Wissens.
Ich habe diesen Namen nicht gewählt, weil ich mich anmaße, viel zu wissen,
sondern weil mein Wissensdurst und meine Neugier nach dem Abschluss meiner Kindheit nicht verloren gegangen sind,
und es hoffentlich auch niemals sein werden.
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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 02:51


"Harmonielehre"?
Hilf´mir mal auf die Sprünge. Ich war die Generation, die sich theoretisch ab der 7. Klasse vollkommen vom Musikunterricht hätte drücken können, weil es dafür keine Lehrer gab. (Ich hab´aber doch immer wieder lieber Musik als Kunst genommen, auch in der Oberstufe dann.)
War das das mit "Terz", "Quinte" "Quarte" etc? Und den ganzen einzelnen Tonleitern mit den unterschiedlichen Abständen in Dur und Moll bzw. bei einigen Kirchentonarten ist das ja noch anders, wenn ich mich jetzt recht entsinne!

Und @Soulmirror: Psychologe oder Naturwissenschaftler?? Höhö!!!
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HëllRÆZØR




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Motto: Ground Zero - auf ein Neues!

[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 03:00


Ja genau.
Der Ganze Kram mit den Stufen, Funktionen, Intervallen, Akkorden, Tonleitern,
Konsonanz und Dissonanz, Auflösung usw.,
und alles basiert auf physikalischen Gesetzen.
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Ina






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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 03:19


Hmm, das ist ein faszinierender Mythos, von dem du da erzählst, den muss ich mir mal antun. Ich muss so ungefähr 14 gewesen sein, da wollte ich unbedingt wissen, wie das Universum funktioniert und fands total schrecklich, dass ich nicht hinter die Dinge sehen kann und nur dieses erbärmliche Leben, diese lächerlich schmale Größenordnung und dieses beschränkte Gehirn zur Verfügung habe. Ich hab da abends im Bett rumgeflennt, mich in die Bettdecke gekrallt. "Zeig mir, was du bist. Zeig mir, was in dir ist, Zeig mir, was Materie ist, was der Raum ist. Zeig mir, was ist, wenn es keine Zeit gibt. Warum sehe ich es nicht? Es ist doch genau hier, genau vor mir."

Aber naja, so wie unsere Welt ist, ist Physiker zu werden die beste Möglichkeit, sich solche Ideen auzutreiben :12:
Jedenfalls ist mit diese Zudringlichkeit dem Universum gegenüber weitgehend abhanden gekommen.
"Resigniert unter den erbarmungslosen Augen Yog-Sothoths." Auweia.
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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 03:37


Das interessiert mich jetzt aber auch.
Hat das irgendetwas mit Physik zu tun, daß wir einen Terz harmonischer empfinden als eine Quarte manchmal?
Das hätte ich nicht gedacht, ich hätte eher auf Gewöhnung getippt.
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golesipe






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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 09:53
Hallo



Schön das du bei uns bist.
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Soulmirror




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Motto: Bunti 1 - die Welt 0

[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 14:57


[QUOTE]Und @Soulmirror: Psychologe oder Naturwissenschaftler?? Höhö!!![/QUOTE]

hehe hab ich mir auch gedacht :D


@yog

ich denke wir werden usn bestimmt mal bissl musikalisch austoben. endlich mal jemand hier der auch so bissl was in die richtung hört :)
hörst du auch so post-rock sachen? oder math-rock?

@tonleitern

hmm hab von sowas ehrlich gesagt 0 plan aber hat das dann auch was damit zu tun, dass wir wenn wir einen zackigen stern und einen glibberigen kleks ham den kleks eher glubber und stern tecki oder so nennen?
gibts doch son experiment drüber.
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 16:51


Das liegt bloß an den Frequenzverhältnissen der akkustischen Schwingungen. Einfache Verhältnisse klingen harmonisch. Das simpelste Verhältnis, 2:1, entspricht der Oktave und klingt am harmonischten, die Quarte ist glaube ich 4:3, also auch noch ganz gut.
Irgendwas wie z.B. 97:29 hingegen klingt dissonant.
Gewöhnung spielt aber natürlich auch eine Rolle. Die Quinte z.B. hat 3:2, gilt aber trotzdem nicht als so harmonisch, wie man meinen sollte - im Mittelalter war das anders.
Andererseits sind wir sicher an gewisse Dissonanzen gewöhnt, es hat etwas Interessantes, wenn der Ton nicht ganz sauber gespielt wird.
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Unmensch






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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 17:17


@Maria: Wäre das nicht eher was für den Angeber-Thread?

Aber tolles Wissen, das habe ich nicht, obwohl ich Instrumente spiele und den ganzen Tag Musik um mich herum habe. :)
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hopeless






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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 17:59


schade, oder?
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HëllRÆZØR




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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 20:39


Tja, wie soll ich anfangen? Leider ist das nicht ganz so einfach...
Theoretisch gilt ein Intervall dann als konsonant / dissonant, wenn es ein möglichst kleines Intervallverhältnis hat.
Basierend auf der reinen Stimmung sind die Frequenzverhältnisse:
Reine Intervalle: Oktave 2:1, Quinte 3:2, Quarte 4:3
Konsonanzen: große Terz 5:4, kleine Terz 6:5, große Sexte 5:3, kleine Sexte 8:5, große Sekunde 9:8, kleine Septe 16:9
Dissonanzen: große Septe 15:8, kleine Sekunde: 16:15, verminderte Quinte 36:25, übermäßige Quarte 25:18, alle verminderten übermäßigen Intervalle.

Das war allerdings nicht immer so, früher empfand man alle Sekunden und die Quarte als dissonant.

Wie gesagt habe ich mich auf die reine Stimmung bezogen.
Da unsere Instrumente heutzutage aber in der gleichstufigen Stimmung gestimmt sind gibt es ein kleines Problem:
Unsere Quinte hat in wirklichkeit nicht das Verhältnis 3:2=1.5, sondern 2^(7/12) = 1.4983..., also eine irrationale Zahl.
Theoretisch hätten wir also ein unendlich großes Frequenzverhältnis,
allerdings ist der Unterschied kaum erkennbar.
Bei der großen Terz sieht das schon anders aus: Sie hat bei uns nicht das Verhältnis 5:4 = 1.25,
sondern 2^(4/12) = 1.2599..., gerundet also 1.26, und diesen Unterschied kann man wahrnehmen.
Unsere große Terz ist also nicht so rein wie die damalige.
Konsonanz und Dissonanz definieren sich also nicht nur durch das Frequenzverhältnis,
sondern auch dadurch, wie weit sie sich von dem "theoretischen" Frequenzverhältnis entfernen.

...außerdem spielt die Obertonreihe noch eine Rolle, aber dazu später vielleicht...
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Ina






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[*] Verfasst am: 26.3.2006 um 22:48


Tja @Unmensch, wenn da seit Neuestem alles rein muss, was rein gehört, müssen wir wohl ein eigenes Angeberforum aufmachen.
Aber die Dinger darf man offenbar nicht so nennen, insofern passt es schon so, wie es ist.
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[*] Verfasst am: 27.3.2006 um 00:36


Aber letztendlich ist es doch also so, daß unsere Ohren diese bestimmten Frequenzen als angenehm betrachten, weil wir uns daran so gewohnt haben, oder ist das von Natur aus so??
Das kann ich mir nicht vorstellen, da dann ja heute völlig andere Menschen leben würden als zu den Zeiten, wo z.B. die Kirchentonarten noch in waren.
Ich finde die auch sehr schön. Viele russische Sachen sind ja darin noch geschrieben.
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HëllRÆZØR




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[*] Verfasst am: 27.3.2006 um 01:59


Ja, die Gewohnheit kommt natürlich auch mit dazu.
Und da unsere Stimmung ja nur eine Annäherung an die tatsächlichen Frequenzverhältnisse ist,
besteht auch eine gewisse Interpretationsfreiheit, welches Intervall "tatsächlich" gemeint ist.
Wie euch vielleicht aufgefallen ist, setzen sich die Intervalle in unserer Theorie nur aus den Primfaktoren 2, 3 und 5 zusammen.
Den Tritonus (übermäßige Quarte / verminderte Quinte) könnte man aber auch z.B. als 7:5, 10:7, 11:8 oder 16:11 wahrnehmen,
das ist auch der Grund, warum man ihn im Jazz teilweise als relativ konsonant ansieht.

Ich hoffe ihr habt mich nicht falsch verstanden: unsere Harmonielehre basiert zwar auf physikalischen Gesetzen,
allerdings nur auf einen bestimmten Tonraum bezogen, gewisse Fakten hat man auch außer acht gelassen,
und manches ist auch einfach wilkürlich.
...trotz allem baut sehr viel auf der Physik auf.

Die Kirchentonleitern basieren übrigens - wie auch die Pentatonik - auf der pythagoräischen Stimmung,
die zwar nicht so reine Intervalle wie die reine Stimmung besitzt,
dafür aber für Melodik und Tonleiterwechsel (Modulation) wesentlich besser geeignet war.
Es gibt halt keine perfekte Stimmung, jede ist ein Kompromis aus Reinheit, Melodik, Flexibilität und Komplexität.

Ich bin übrigens auf eine Stimmung gestoßen, die zwar ziehmlich komplex ist, dafür aber alle anderen Aspekte erfüllt.
Genau wie bei unserer Stimmung wird die Oktave in gleich große Teile unterteilt,
allerdings nicht in 12, sondern in 53.
Die Intervalle sind zwar auch nicht in der Form n/m darstellbar,
aber sie sind so gut angenähert dass das menschliche Ohr den Unterschied nicht hört.
Diese Stimmung kann sowohl die pythagoräische, als auch die reine Stimmung simulieren,
also auch beide kombinieren.
Im Prinzip ist es das, was ein guter Streicher intuitiv macht, da er ja - abgesehen von der Oktavlage - jedes denkbare Intervall spielen kann.

Ich muss zugeben, dass ich mich mit den Primfaktoren 7,11,... in Intervallverhältnissen noch nicht SO sehr auseinandergesetzt habe,
erst mal konzentriere ich mich auf die 2, 3 und 5.

:12: Hm, hoffentlich habe ich euch nicht zu sehr verwirrt.
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Jan






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[*] Verfasst am: 27.3.2006 um 16:35


Bei mir is irgendwas mit ner Geige hängengeblieben, nachdem ich den Text nun schnell überflogen habe.. :D ;)

Nene, is schon OK.. ;)
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nightrainmonk






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[*] Verfasst am: 27.3.2006 um 20:24


hallo @yogi,

find' ich alles sehr interessant, ich versteh' nur leider nicht 'mal die Hälfte :D
Hast du vielleicht 'ne Buchempfehlung, wo das ganze ausführlich erklärt wird und man 'mal von Anfang an einsteigen kann?
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