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Autor Betreff: Das Leben und Sterben von Dian the Saint
Analogue






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[*] Verfasst am: 3.2.2006 um 16:18


Hallo zuammen. hab grade arnes geschichte gelesen, aber hört die hier schon auf?
edit: hab sie gefunden.
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...






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[*] Verfasst am: 4.2.2006 um 05:36


Hab´Sie aber immer noch nicht fertig!
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Analogue






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[*] Verfasst am: 5.2.2006 um 13:29


Zitat
Original von Arne Kroger
Hab´Sie aber immer noch nicht fertig!

... und ich hab noch nicht einmal fertig gelesen ;)
Von mir aus kannst du dir also Zeit lassen. Ist übrigens bis jetzt sehr interessant gewesen.
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Jan






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[*] Verfasst am: 5.2.2006 um 18:27


Von Arne gibts ne Art Lebenslauf bzw Geschichte (Ich weiss nun nich, was gemeint war..)? Wo find ich die?
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quaid




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Motto: their law

[*] Verfasst am: 6.2.2006 um 01:39


na, auf seite 2 ^^

im übrigen, arne, kannste dir auch deinen text schnappen, ihn in den forumeigenen notizblock verschieben und einfach nen neuen thread aufmachen wo du nacheinander alles hineinkopierst was du hier so freigegeben hast :) nur sone idee..
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[*] Verfasst am: 6.2.2006 um 03:30


Ja, mach´ich, wenn ich mal Zeit habe, also dann wenn ich mein Leben mal überschauen kann. Wahrscheinlich müßt Ihr da noch bis nach meinem Tod warten, bis sich endlich nix mehr tut und es so langweilig geworden ist, daß ich das mal alles autobiographisch selber überblicken kann.

Mann, warum haben andere Leute so´n Glück und deren Leben ist auch noch langweilig, wenn es in ein paar Sekunden an denen vorüber fliegt.
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Tzakahra




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 21:28


Ich kram gerne in alten Threads rum, daher schreib ich hier mal meine kleine Geschichte rein. Irgendwie passt sie hier am besten:


Insgesamt kann ich sagen, dass meine 'Veränderung' keinen genauen Anfangspunkt hat. Mein Vater hat glaube ich bei der Erziehung drauf geachtet, dass ich kritisch bleibe und 'logisch' denke. Jedenfalls hatte das mMn zur Folge, dass ich schon immer gut in Mathe war. Kindheit wohlbehütet, Eltern beide Beamte, großes Haus, in Grundschule und Gymnasium war ich immer in der Gruppe, die andere gehänselt haben und daher wurde ich nie angegriffen. Alles ziemlich normal.

Jedenfalls las ich dann irgendwann ein Buch, das mein Vater im Wohnzimmer liegenliess. Ich glaub ich war damals 16. Es war Jan van Helsings 'Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert'. Das hat mich von der Philosophie her total begeistert und ich störte mich auch nicht an den vielen Phantastereien. Jedenfalls wurde dadurch das Thema Verschwörungen und auch Esoterik bei mir aktuell. Mit 18 fand ich dann das Forum www.illuminaten.de. Was ich mit Kollegen in der Schule nicht besprechen konnte liess ich dort ab.

Mein anfänglich recht einfaches Weltbild welches eine große Verschwörung beinhaltete wurde auf diesem Forum gründlich zurechtgeschliffen. Mit der Zeit verwarf ich die Gedanken von van Helsing vollkommen und begann genauer aufzupassen was ich las. Zudem wandelte sich mein Interesse für Esoterik in ein Interesse für Philosophie um. Nebenbei ging ich dann noch zur Schule, lernte sogut wie nix und sank so ins Mittelmaß ab. Mit der Zeit lernte ich auf dem Forum Leute kennen mit denen ich seitenweise PNs austauschte. Zu meinem Glück bekomme ich durch meinen Vater quasi kostenlose Bahnfahrten durch ganz Deutschland. So war es mir möglich die Internetbekanntschaften auch zu treffen. Das Leben ausserhalb dieser Internetgemeinschaft wurde für mich immer unwichtiger.

Nach einiger Zeit verliebte ich mich dann, doch das passte so garnicht ins Bild. Meine Eltern begannen sich dafür zu interessieren was ich da stundenlang im Internet tat und bemerkten meine Beziehung. Dass meine Freundin 15 Jahre älter und zudem arbeitslos war passte nicht in ihr Weltbild. Es begann eine Zeit in der ich ständig zwischen Freude und Leid schwankte. Derweil machte ich mein Abi, erzählte keinem meiner Kollegen von meinen privaten Problemen, kam normal durch und begann dann meinen Zivi, da ich keine Ahnung hatte was ich sonst machen sollte.

Die Beziehung zerbrach, die Wogen zu Hause glätteten sich. Doch nun verzankte ich mich auf dem Forum mit Leuten. Zusammen mit anderen Ex-Moderatoren und Altusern richtete ich ein ziemliches Chaos an, da den anderen und mir die Boardführung zu diktatorisch war. Gleichzeitig dazu gründete jemand ein kleines Board in welchem ich dann einen Altuser, den ich immer sehr schätze aber nur oberflächlich kannte genauer kennenlernte. Wir redeten stundenlang miteinander und ich besuchte ihn schliesslich. Kurz darauf stieg er aus der Gesellschaft aus und seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Zudem zerstreuten sich die mir bekannten Leute aus dem Forum in alle Teile des Internets und viele Kontakte klangen aus.

Im anderen Leben begann ich mein Maschinenbaustudium, bei welchem ich heute im 3. Semester bin. Durch die ganze Entwicklung klafft eine Lücke in mir zwischen Denken und Tun. Mit der Zeit habe ich mich abgekapselt und vermeide es z.b. an Wochenenden wegzugehen und Party zu machen. Zudem gibt es auch keine Freundschaften, sondern nur oberflächliche Kontake zu Leuten, die mit mir Studieren. Für sie bin ich wahrscheinlich ein ganz normaler Typ, da ich von meinen Gedanken im Leben ausserhalb meines Zimmers nichts offenbare (außer meinen Eltern stückweise).


Zur Zeit weiß ich immernoch nicht was ich eigentlich tun will. Einmal träum ich davon auszusteigen und in der Natur oder auf nem Aussteigerhof zu leben (eine Survivalwoche während dem Zivi weckte diesen Gedanken), ein ander Mal möcht ich nicht auf vieles aus meinem jetzigen Leben verzichten und denke, dass es ok ist wie es ist (mit der Trennung zwischen Denken und Tun). Im nächsten Traum seh ich mich in der Rolle eines Typen, der reinen Tisch macht und offen sagt was er von diesem ganzen Leben hier hält ohne Angst vor den Konsequenzen, doch im nächsten Traum denk ich, dass ein Job und ne Freundin, die so ähnlich denkt wie ich ziemlich ok wären und zu meiner endgültigen Anpassung führen würden.

So wohn ich also immernoch im Elternhaus, verbring die meiste Zeit am PC, isoliere mich bis auf meine Vereinstätigkeit und dem Internet (wo allerdings inzwischen auch alle Freundschaften weggebrochen sind) eigentlich total und seh keinen Sinn darin was zu lernen und schau mir den Stoff nur vor Klausuren mal kurz an. Noch komme ich damit durch, doch eigentlich ist ein großer Knall vorprogrammiert. (bin schon zweimal dran vorbeigeschrammt aber dazu vllt. irgendwann einmal). Es ist, wie schon jemand schrieb, die mangelnde Konsequenz und bei mir auch der fehlende Mut, die mich in meinen Status Quo halten.


Nichtsdestotrotz sitz ich nun hier wieder auf einem Forum angemeldet wo Menschen so ähnlich denken wie ich. Zudem denk ich weiterhin gerne über Dinge nach, lese gerne Gedanken von anderen Menschen und rede gern darüber. Und vielleicht findet sich ja irgendwo noch eine ungeahnte Tür. Btw.: Das oben geschriebene ist an einige Stellen nicht zeitlich korrekt, da sich viele Dinge überschneiden.


Eure Geschichten zu lesen erinnerte mich an einige Dinge und brachte zum erstenmal auf einem Forum mein altes Illuminaten.de-Feeling zurück. Sry, für den Vergleichstick. :D
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Hansi




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Motto: Wer nichts weiß, muss alles glauben.

[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 21:48


woah, krass alter. soooo spät den status vom lemming in den gegenwelter zu ändern, dass is hart. die meisten hier wussten ja schon ewigkeiten wie sie "ticken", aber dass is krass. logisch das dir der sogenannte "ausstieg" jetz schwerer fällt. aber alter, halt durch du bist auf dem "richtigen" weg. was bringt dir dieses angepasste leben??? nix was dir weiterhilft zu erkennen wer du selbst bist.
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Tzakahra




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[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 22:15


Naja, denke mal so hart ist das nicht. Der Freund aus dem Internet, der ausgestiegen ist, brauchte 2 Jahre für seinen Komplettwandel bis zum Ausstieg. Dabei hat er sich vom sog. Chliché-Hip-Hopper (mit den 'typischen' Klamotten, Vorliebe für Autos, etc...) zum Hippie gewandelt.

Die Frage was mir das bringt stell ich mir auch andauernd. Das Problem ist jedoch einfach, dass ich die Frage wie es sein wird, wenn ich nicht mehr so lebe wie ich jetzt lebe nicht beantworten kann und das ist für einen Menschen, der oft unsicher ist und sich alles im Voraus ausdenken will ein ziemlicher Angstmacher. Mir fehlt einfach eine Alternatividee für die ich mutig genug wäre.

Dass man erkennen kann wer man ist glaube ich nicht. Nunja, da ich hier wohl länger verweile werd ich sicher noch einiges von meinem Weltbild durchsickern lassen. Von dir hab ich noch keine Story hier gelesen, wo find ich denn noch Infomaterial? ;)
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Hansi




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Motto: Wer nichts weiß, muss alles glauben.

[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 23:35


http://www.hansi-cb.de da die kategorie biographie ^^
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Ina






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[*] Verfasst am: 13.12.2006 um 22:45


@Tzakahra

Noch so ein Internet-Süchtler ;)

Nun ja, abgesehen von deinen extremen Internetaktivitäten erinnerst du mich ziemlich an das, was ich so die letzten Jahre war. Diese Sache mit Schule, Studieren und der Lücke zwischen innerer und äußerer Welt kommt mir sehr vertraut vor. Ich hatte "in der Welt da draußen" auch immer gemacht, was im Moment am einfachsten war. Ging zur Schule, so lang es ging, dann mangels besserer Ideen zum Studium, machte das dann halt und weigerte mich lange, die Sackgasse zu sehen, in die ich mich manöverierte, bzw. es war mir einfach egal, weil eh alles sinnlos ist. Ich weiß nicht, wie es dir geht, also ich wusste, dass ich den Job später eigentlich gar nicht machen wollte. Aber Papi überwies mir jeden Monat sein Geld, mein Lebensunterhalt war gesichert ohne größere Anstrengungen, und so blieb ich halt dabei.

Doch ich glaube einfach nicht, dass das auf Dauer funktionieren kann. Ich denke, es geht vielen Leuten so: sie tun nicht das, was sie wirklich wollen, bzw. sie wissen gar nicht, was sie wirklich wollen sollten, bzw. das ist nicht verwirklichbar. Doch die meisten passen sich letztlich doch an, wenn sie schließlich die Welt da draußen so fordert, dass sie einfach nimmer die Zeit und den Nerv für ihre eigene haben. Die verkümmert dann und ist damit zufrieden, nur noch am Wochenende und im Urlaub gelebt zu werden. Und schon haben wir ein weiteres funktionierendes Mitglied der Gesellschaft... (Unterstützend wirkt, dass man sich allem Anschein nach nur lange genug mit irgendeinem Spezialgebiet beschäftigen muss, um es irgendwann wahnsinnig interessant zu finden.)
Keine Ahnung, vielleicht gehts manchen so besser, das kann ich nicht beurteilen. Wer das hinkriegt, sollte es vielleicht tun, scheiß auf die idealistischen Vorurteile, die überwindet man schon, dazu gibts alle Unterstützung... Im Zooleben ist für vieles gesorgt, innerhalb dieses festen Rahmens gibt es Lösungen für die meisten Probleme: Langeweile, Frust, bohrende Gedanken? - Arbeite und konsumiere. Ausgebrannt? - Mach Urlaub. Traurig? - Geh zum Arzt.

Die wohl etwas seltenere Variante ist, dass irgendwann der große Knall kommt. Oder irgendein Ereignis, nach dem es nicht mehr erlaubt ist, so weiterzumachen wie bisher. Oder der Punkt, an dem es einfach nimmer weitergeht.
Ob du dich daraufzubewegst, kann ich natürlich nicht sagen. Und auch nicht, was in diesem Fall danach sein würde.

Bei mir wurde halt so eine unterschwellige Depressivität immer stärker. Ich war eigentlich nicht irgendwie verzweifelt, kein seelischer Schmerz oder sowas, aber mein Hirn war einfach leer (mal abgesehen von dem Zeug, dass man mir an der Uni reinstopfte und nem diffusen Batzen Frust), ich war praktisch unfähig, mit Leuten zu reden, die Welt erschien mir gleichgültig-übermächtig und ich selbst wurde immer träger und ängstlicher und fühlte mich immer unfähiger, mit ihr umzugehen, und die nötige Anpassung hinzukriegen.
Kleinigkeiten wie die Verlängerung meiner Aufenthaltsgenehmigung oder die Suche einer neuen Wohnung wurden schließlich zu riesigen Hürden, die ich nimmer bewältigbar fand. Ich hab dann nach den Wintersemesterferien einfach nicht den Arsch hochgekriegt um wieder hinzufahren.

Ich hatte da echt nicht wirklich nen Plan, was ich tun sollte - strenggenommen hab ich den immer noch nicht - aber da glaubte ich das erste Mal seit 5 Jahren, dass ich sowas wie ne Zukunft haben könnte.

Um die Sache nicht zu beschönigen: wenn ich allerdings damals die nächsten Monate genau vorausgesehen hätte, hätte ich wohl doch eher meinen Arsch hochgekriegt, meine Aufenthaltsgenehmigung verlängert und mir ne neue Wohnung gesucht :D
Das heißt nicht, dass ich bereue, was ich getan habe, sondern dass diese Hürden wohl doch die kleineren gewesen wären. Zumindest momentan.
Aber wenn man etwas tut, weil man weiß wieso, hat man natürlich auch eher die Kraft und den nötigen Antrieb, um das zu tun.
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Tzakahra




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[*] Verfasst am: 13.12.2006 um 23:19


@ hansi
Thx, für den Link, habs gelesen.


@ maria
Ich weiß auch, dass ich den Job eigentlich nicht machen will. D.h. meistens weiß ich das. Besonders dann, wenn ich den Job mache, da ich eine Studium-Ausbildung-Kombi mach hab ich ja schon erfahren was man so als Maschinenbauingenieur macht...Bei mir überweist die Firma jeden Monat Geld, ich wohn noch zu Hause, d.h. Lebensunterhalt ist sogar übergesichert und noch hab ich Distanz zu der ganzen Sache. Hm, jetzt versuch ich schon zu begründen warum ich das alles tu, eigentlich ein grober Fehler...

Mit dem Anpassen hast du denk ich recht und ich glaube meistens, dass es mir auch so gehen wird wie du es beschreibst. Doch noch geht alles recht locker von der Hand und ich wahre meine Freiräume. Bin zur Zeit zum Beispiel in der Klausurphase aber das hält mich nicht davon ab, statt mein Heft aufzuschlagen und zu lernen, hier zu schreiben oder Dinge zu lesen, die mich interessieren.
Manchmal denke ich, dass es in eine Sackgasse führt, doch statt irgendwie zu handeln male ich mir aus, dass ich es ja später noch schaffen kann. Es gibt da einen Plan, der vorsieht, dass ich Geld spare und damit irgendwann abhaue. Allerdings hab ich keine guten Erfahrungen mit Plänen und wie heißt es so schön: "If you want to make Eris laugh, make a plan." Ausserdem gehören Pläne zum allgemeinen Sicherheitsdenken und dem steh ich seit Fromm und Watts skeptisch gegenüber aber dazu vielleicht ein ander mal in einem anderen Thread.


Hm, dieser Knall wäre bei mir z.b. dass meine Unlust etwas fürs Studium zu tun dazu führt, dass ich irgendwann durchfalle. Oder ich komm wieder auf einen totalen Depritrip, beschliesse mich umzubringen, verwerfe das wieder (statt Selbstmord könnte man ja nochmal alles riskieren und sich nach einem eventuellen Scheitern immernoch umbringen) und beschliesse mich einfach in meine Karre zu hocken und wegzufahren. Aber das letzte Mal als das passiert ist hab ich dann doch umgedreht ;). Das mit Wohnung und Aufenthaltsgenehmigung erinnert mich an mich. Hätten meine Eltern mir nicht immer wieder gesagt ich solle mal überlegen was ich studieren will, würd ich heute noch nix machen.

Wie sieht denn dein neues Leben aus? Bzw. wie kamst du aus dem alten mit Studium und so raus?


Zitat
Aber wenn man etwas tut, weil man weiß wieso, hat man natürlich auch eher die Kraft und den nötigen Antrieb, um das zu tun.

Wie wahr, wie wahr. Hab ich beim Survivaltraining gemerkt. Bin eigentlich stinkfaul, schlafe gern lange, etc...aber in dieser einen Woche war ich mir für keine Arbeit zu schade. Einfach weil ich spüren konnte was es bringt und weil ich Teil einer Gruppe war, die an einem Strang zog ohne dass sich dabei eine Hackordnung etablierte. So ein Selbstversorgerleben wäre ne feine Sache, wenn da die Versagensängste und Zweifel nicht wären...
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Ina






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[*] Verfasst am: 14.12.2006 um 00:09


Zitat
Wie sieht denn dein neues Leben aus?


Ähh, ich wohne wieder daheim, weil billig und Platz hats auch. Mein Geld verdiene ich mit nem Putzjob und gelegentlichen Nachhilfestunden.
Also nicht gerade das, was die meisten Menschen als ihren Traum von einem gelungenen Leben bezeichnen :D
Doch ich habe viel Zeit (ich arbeite fix nur 3 Tage/Woche und habe saisonsbedingt 3 Monate/Jahr "Urlaub" bzw. genauergesagt Arbeitslosigkeit ohne Generve vom Amt) und ich lebe da, wo ich will, nämlich in meiner Heimat in den Bergen (ja, lach mich aus :D ) und nicht da, wo mich irgendwelche Firmenchefs hinversetzen oder ganz einfach die Volkswirtschaft hinzwingt ("daheim" gibts keine Physiker-Jobs).
Außerdem hab ich verdammt wenig zu verlieren. Und das fühlt sich irgendwie gut an. Ich bin mittlerweile so weit, dass es mir egal ist, womit ich mein Geld verdiene - so lange es nicht zu zeitaufwendig ist :D
Ich kann stundenlang in der Gegend rumlatschen und im Wald rumsitzen, keiner bestimmt über den Größtteil meiner Zeit und über mein Hirn bestimmt überhaupt niemand. Denn selbst wenn ich arbeite, putze ich halt vor mich hin, aber mein Hirn ist da nicht wesentlich beteiligt und kann denken und vor sich hinträumen, wie es will.

Zitat
Bzw. wie kamst du aus dem alten mit Studium und so raus?


Hmm, naja, ich könnte da jetzt nen Haufen mehr oder weniger rationaler Überlegungen anführen (hab ich glaub ich auch in diversen Threads hier gemacht), aber die Sache ist ja mittlerweile lange genug her, um da mal ehrlich zu sein

Zitat
oder ich komm wieder auf einen totalen Depritrip, beschliesse mich umzubringen, verwerfe das wieder (statt Selbstmord könnte man ja nochmal alles riskieren und sich nach einem eventuellen Scheitern immernoch umbringen) und beschliesse mich einfach in meine Karre zu hocken und wegzufahren.


ehrlichgesagt war das in etwa so.

Genauer: ich stand eines abends im Heustall unterm Balken mit nem Seil in der Hand und wusste gar nimmer genau, wie ich da eigentlich hingekommen war. Und da war nix im Spiel, also kein Alk oder so.
Das fand ich dann doch nicht den richtigen Zustand für so ne schwerwiegende Entscheidung, drum ging ich wieder heim.
Den Tag drauf (das war so ein richtig abartig klarer Föhn-Tag, weiß ich noch, weil ich meinte, das würde mein letzter) verbrachte ich dann in nem ziemlich komischen Zustand - scheiße, ich hatte einfach Schiss vorm Verrecken - bis ich beschloss, dass es fürs erste reicht, mein Leben bloß teilweise wegzuwerfen. Wie du schon sagst, rennt einem ja nicht weg, der Strick oder was auch immer.

Und dann bin ich eben, wie gesagt, einfach zum Vorlesungsbeginn nimmer zurückgefahren. Zumindest für die nächsten Monate hatte ich noch etwas Geld, kriegte ja auch noch Kindergeld ne Zeitlang. Dann gings halt zum arbeiten.
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dian




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[*] Verfasst am: 14.12.2006 um 13:53


@ Tzakahra:
Zitat
Jedenfalls las ich dann irgendwann ein Buch, das mein Vater im Wohnzimmer liegenliess. Ich glaub ich war damals 16. Es war Jan van Helsings 'Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert'. Das hat mich von der Philosophie her total begeistert und ich störte mich auch nicht an den vielen Phantastereien. Jedenfalls wurde dadurch das Thema Verschwörungen und auch Esoterik bei mir aktuell.

Vielleicht sollten die dem seine Bücher zur Pflichtlektüre an den Schulen machen. Nicht, weil da so viel Wahrheit drinsteckt, sondern weil es einem zeigt, dass ALLES, selbst das scheinbar Selbstverständlichste, in Frage gestellt werden kann.
Also als Einstieg in die Welt des Hinterfragens und Zweifelns ist das sicherlich nicht verkehrt... problematisch ist nur, dass viele Anhänger van Helsings zwar fast alles extrem kritisch in Frage stellen, nur eben die Behauptungen ihres eigenen "Meisters" nicht. Die werden einfach ohne den geringsten konkreten Beweis zu haben für bare Münze genommen... und das ist dann der Punkt, wo aus durchaus interessanten Denkansätzen eine Art "Ersatzreligion für Freaks" wird, die ich nicht im Geringsten ernst nehmen kann.
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[*] Verfasst am: 7.1.2007 um 02:04


Dann sollten die aber lieber Deine Bücher lesen, @Dian, und nicht die antisemitsche Scheiße von diesem Helsing.
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