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Verfasst am: 12.9.2005 um 05:30 |
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@Maria:
Erstmal noch mal ein Kompliment, welche Fähigkeiten meine Abstrahierungskünste bedingen hast Du gut erkannt. Das fiese war aber imer nur, ich
dachte bis dato, ich könnte abstrahieren, weil die ganze Alegebra ja auch relativ abgehoben betrachtet werden kann.
Ja und dann kommt eben das Problem dazu, daß ich dann in Chemie - LK auch kennengelernt habe, was Du da beschreibst. Irgendwann kommen einem Zweifel
auch an der Logik und auch an dem Modell, mit der man als NWler oder Mathematiker arbeitet. Wir haben zwar im Chemie - LK nicht gerade Quantenmodelle
gemacht, aber auch die organische Chemie hat schon einige Rätsel zu bieten, die nur mit relativ zurechtgebogenen Modellen erfahren werden können.
Es ist eben alles ein Modell. Die populärwissenschaftlichen Berichte, die ich aus der Quantenmechanik schon mitbekommen habe, sind auch bei mr so
der Punkt, wo mir selbst die Logik keinen Haltepunkt mehr gab.
Als konservativer Mensch, der in solchen Momenten in die Ruhe seiner Kindheit flüchtet, wo das Leben noch so einfach war, habe ich dann eben das
gemacht, was bestimmt nicht die Lösung sein kann und habe mich auf Theologie besonnen, nach dem Motto: Wenn vielleicht wirklich jede Herleitung und
jedes Verständnis, was woir von der NW hatten seit spätestens der Aufklärung erstmal in eine völlig falsche Richtung gegangen ist, dann ist die
Wahrscheinlichkeit nicht größer, daß die Logik recht hat als wie , daß es einen Gott geben sollte. Zumindest sind vielleicht unsere Gründe, nach
einer Endlichkeit zu suchen, völlig daneben.
Wie gesagt, daß war mein Weg auf diese doch sehr schockierende Tatsache für mich zu reagieren, daß das auch alles ganz anders geht.
@Nightrainmonk und @Dian:
Ich sehe eher den Vorteil in den Naturwissenschaften schon noc immer in der Weiterentwicklung. Mir ist zum Beispiel neulich aufgefallen, daß man
niemals berücksichtigt hat, daß eine Planwirtschaft heutzutage schon viel eher funktionieren könnte als früher. Wenn jeder seinen Netzanschluß
und Pc hat, dann kann man doch einfach durch die neue Datentechnik den Bedarf erfassen. Dann ist kein Markt mehr nötig, um die Bedürfnisse zu
regeln oder überflüssige zu produzieren. Den Einsatz neuer Techniken zum Wohle der Bevölkerung scheint insgesamt noch immer nicht sehr ausgeprägt
zu sein. Insofern hat @Maria natürlich Recht, wenn sie darauf hinweist, daß es nicht an ihr liegt, wie diese Erkenntnisse, die sie sammeln wird,
genutzt werden. Auch bei freien Forschen an einer Universität oder an einem staatseigenen Institut steht zumindest in einem kapitalistischen system
der Staat dahinter und nutzt die Erkenntnisse nicht unbedingt für den Fortschritt in der Bevölkerung.
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Verfasst am: 13.9.2005 um 02:53 |
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Daß dies nicht das Hauptproblem der Planwirtschaft war, weiß ich auch, schon gar nicht vom real existierenden Sozialismus, aber es taucht immer
wieder als Argument auf, daß diese Staaten nicht in der Lage gewesen wären, die Bedürfnisse der Brger zu befriedigen.
Lassemn wir mal dahingestellt, ob das überhaupt sachlch korrekt ist, aber als Gegenargument für die freie Marktwirtschaft muß man es doch gelten
lassen.
Sei nicht immer gleich so zynisch. Natürlich ist da ein bißchen Star treck mit drin, das gestehe ich ja auch ein, allerdings sage ich auch, daß es
eine schöne Utopie für mich wäre.
Man muß doch auch nicht, um seine Bedürfnisse an den Markt kundzutun auf die Straße gehen. Es ist ja wohl kaum alleine der Sinn der menschliche
Kontaktaufnahme nur seine Konsumbedürfnisse zu befriedigen.
Es ist tragisch genug, daß das System eh´schon zu einer Vereinsamung führt. Die Probleme sind vielleicht da, aber sie können mit Sicherheit anders
gelöst werden, als durch eien Verzicht auf Planwirtschaft. Die halte ich erstmal für einen kommunistischen Staat auch für unverzichtbar.
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Verfasst am: 14.9.2005 um 03:17 |
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Ich weiß so ungefähr, was Du meinst, aber das sollten wir vielleicht mal, wenn es die Zeit irgendwann erlaubt, in einem Extra-Thread machen.
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hopeless
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 15.9.2005 um 03:37 |
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(markt und bedürfnis sind doch auch viel zu beeinflussbare und dehnbare begriffe, um die verschlüsselt durch leitungen jagen zu können.. )
ich hab mir eben auch mal die zeit genommen, das hier zu lesen und war doch halbwegs erstaunt, wie manche von meinen "gedankengängen" schriftlich
aussehen. deshalb hats mich auch ein klein wenig gewundert, dass maria sich die mühe gemacht hat, die situation so detailliert zu beschreiben :]
interessant das alles hier. ich hatte das gefühl, das es bei den stellen über das zurechtkommen mit der eigenen unfähigkeit und schwermütigkeit
ein stück richtung nietzsche ging, obwohl ich davon nun wirklich zu wenig ahnung hab. .. so von wegen jeder ein hilfloses (->schuldloses) teil des
ganzen..
zu der diskussion um die wissenschaften: abstrakte modelle funktionieren meiner ansicht nach sowohl in geistes- als auch in naturwissenschaften nur
deshalb, weil sich in systemen, die groß genug sind, die fehler und unberechenbarkeiten noch ganz gut ausgleichen. außerdem schwinden die
unterschiede zwischen den beiden "disziplinen", je mehr man ins detail geht. genauso wie die medizin eigentlich nur ne empirische wissenschaft ist,
löst sich greifbare realität spätestens bei der vorstellung von nem photon in "glauben" auf.man kann dann die "gott-bremse" ziehen, oder es
sein lassen.. egal.
ach und bla.. gab viele stellen wo ich evtl noch was zu gesagt hätte, aber kommunikation ist zu 90% nur schwanzverlängerung und die hab ich grad
nicht so dringend nötig 
How can it mean anything to me
If I really don’t feel anything at all?
I’ll keep digging till,
I feel something.
(aus tool - stinkfist)
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hopeless
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 15.9.2005 um 16:09 |
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naja.. nimm mal schwanzverlängerung als erhalten oder verstärken des eigenen selbstwertgefühls. dann fällt das geschlechterproblem weg. und als
nächstes überlegt man sich, welcher anteil des gesamten laberns sich um andere menschen dreht bzw den eigenen umgang mit dem sozialen umfeld usw.
und dann behaupte ich einfach mal, dass der grund allen übels nicht der gartenschlauch sondern die profilierung der eigenen persönlichkeit im
wettbewerb mit allen anderen ist. schon die fähigkeit dazu, belanglosen quatsch über bekannte auszutauschen, spricht doch dafür, dass man dazu in
der lage ist, die wechselbeziehung zu anderen menschen zu überleben oder so :D und je besser man es versteht, dem anderen subtil und meist auch
selbst unbewusst beizubringen, dass die eigenen gedankengänge und sowieso das eigene leben viel geiler ist, umso länger wird der schwanz. oder doch
nicht? aber ja doch. die argumentation ist zu hohl aber evtl versteht man, was ich meine.
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Verfasst am: 16.9.2005 um 01:59 |
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Was spräche denn gegen große Schwänze und Selbstwertgefühl?
Sorry, was anderes fällt mir gerade dazu nicht ein!
Ich finde die Diskussion jetzt überflüssig.
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hopeless
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 16.9.2005 um 04:22 |
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ohne lustig zu assoziieren macht das dumme gerede doch nur halb soviel spaß..
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