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Autor Betreff: deep7
deep7






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 14:46
deep7



Ein kleiner Überblick... :)

Nickname: deep7

Größe: 1,74m
Haarfarbe: rot
Augenfarbe: blau

Jahrgang: 1989
Beruf: Schüler
Geschlecht: männlich
Wohnort: Nürnberg (BAY)
Hobbies: Tennis, Klavier
Interessen: Wissenschaft allg., Astronomie und Raumfahrt, Politik, Programmieren (Anfänger), Journalismus


Liegblings-....

Musik:The Verve, White Stripes, Kings of Leon, Flaming Lips, The New Pornographers, U2, Kettcar, Sportfreunde Stiller, Coldplay, The Decemberists, Alabama 3, My Morning Jacket, Bruce Springsteen, Arctic Monkeys, Iggy Pop...
Film: Phenomenon, Save the Last Dance
Buch: Illuminati (lese eigentlich eher sachbücher)
Serie: Simpsons, Axel, Mein Leben und Ich
Schauspieler/in: Julia Stiles, John Travolta


Poltical attitudes: Liberal-national, potentieller FDP-Wähler, Humankapitalist

Motto: Think different

Ja dann, mal sehen, wie's mir hier in diesem Forum gefällt.
Eure pessimistische "alles ist scheiße"-Einstellung, die sich hier doch klar herauskristallisiert, würde ich aber schonmal nicht befürworten. Ihr tut gerade so, als ob wir kurz vor dem Untergang der Menschheit/Erde stünden... (mag sein, dass es einige wenige Ausnahmen unter den Usern gibt)
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hopeless






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 15:29


wow, ein nationalliberaler, der iggy pop mag. da bin ich ja mal gespannt ;)
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Jan






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[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 15:35


Zitat
Eure pessimistische "alles ist scheiße"-Einstellung


Wo haste die denn gefunden? :)

Herzlich Willkommen im Board, auf ein schönes Zusammenleben..
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Seneca






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 19:57


Zitat
Liberal-national, potentieller FDP-Wähler


SCHLACHTFEST! :22:

Nee, mal im ernst, wilkommen im Forum. Wirst dich hier sicher sehr schnell zurechtfinden. Genrell sind wir ja mal offen für fast alles. Die national-liberale Position wirst du aber gut verteidigen müssen.

Was die pessimistische Einstellung angeht, so ist die wohl auf schlechte Erfahrungen zurückzuführen. Ich seh die Dinge eher positv: Was ist denn so schlecht daran, wenn die Welt untergeht, dann sind wir wenigstens alle unsere Probleme los. ;)
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deep7






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 20:50


Zitat
Original von Seneca
Nee, mal im ernst, wilkommen im Forum. Wirst dich hier sicher sehr schnell zurechtfinden. Genrell sind wir ja mal offen für fast alles.
na dann =)

Zitat
Ich seh die Dinge eher positv: Was ist denn so schlecht daran, wenn die Welt untergeht, dann sind wir wenigstens alle unsere Probleme los. ;)
was spricht denn dagegen, selbstmord zu begehen? (@unmensch z.b.) :)
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MissRoyo






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[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 21:22
herzlich willkommen deep7 ;-)



hallo!

deine vorstellung ist ja sehr genau und strukturiert :) - das gefällt mir ...
meine frage: hast du deine haare gefärbt oder bist du naturrot?

bei deinem musikgeschmack gebe ich dir schonmal ein PLUS!
... übrigens ich stehe total auf die musik von bruce springsteen, im speziellen auf den song my hometown, da knüpfe ich wunderschöne erinnerungen dran.

wir lesen voneinander,
MissRoyo
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deep7






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 21:34
RE: herzlich willkommen deep7



Zitat
Original von MissRoyohast du deine haare gefärbt oder bist du naturrot?
letzteres :12:
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 23:22


Zitat
was spricht denn dagegen, selbstmord zu begehen?




Also komm, in dem Zusammenhang ist das doch klar. Dass die Welt untergeht und man selber lebt, ist dem gesunden Menschenverstand doch viel lieber, als dass man untergeht wegen der Scheißwelt und selbige stehen bleibt :12:
(@unmensch: kreuzige mich wegen meiner Unmoralität, nein, das entspricht nicht dem kategorischen Imperativ - oder doch? Wenn ich mir wünschte, die Welt ginge unter, so würde ich gerne zum allgemeinen Gesetz machen, dass jeder lieber die Welt zerstört als sich selbst :D
Hmm, naja, ich hatte halt in diesem Ethikhalbjahr 2 Punkte in Religion. )
Drum hofft man auf den Untergang der Welt, das ist dieser Wir-gegen-die-Welt-Pseudokampf - wer zuerst aufgibt und sich in Nichtexistenz trollt, hat verloren - nicht das das wichtig wäre oder gar ein intelligenter Gedanke, aber im Moment gefällts mir aus irgendeinem vermutlich dämlichen Grund.

Irgendwann geht alles unter.
Die Optimisten müssen das verdrängen oder irgendeinen Scheiß erfinden, Gott und so.
Aber die Pessimisten finden das toll.
Positiv denken ist nur wieder irgendsoeine Indoktrinationsscheiße, damit die Frustrierten noch ein bisschen durchhalten und nicht wirklich an der Veränderung ihrer Lage arbeiten - denn es gibt sicher irgendeine Sichtweise, mit der sie erträglich erscheint.
Würden alle meinen, auf dem jetzigen Weg ginge die Welt morgen unter, so würde das System zusammenkrachen.
Also denke ich pessimistisch und leiste meinen bescheidenen Beitrag dazu.

[edit] Hmm, ich sollte nicht so viel fluchen, oder wenigstens vielfältiger.[/edit]
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deep7






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 23:48


@maria: irgendwie hast du talent im schreiben, im ernst. wie alt bist du?
ps: ich bin auch ein träumer

oh nä, morgen mathe-sa... nix gemacht

aber wie heißt's so schön:

"Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles, was man in der Schule gelernt hat, vergisst."
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Ina






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[*] Verfasst am: 19.2.2006 um 23:59


Zitat
irgendwie hast du talent im schreiben

*löl*
das wär was Neues.

Ich bin 21.

Keine Angst, du brauchst nicht so zu tun, als müsstest du auf eine dumme Matheschulaufgabe lernen, bei deinen Hobbies.
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deep7






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[*] Verfasst am: 20.2.2006 um 00:17


Zitat
Original von MariaKeine Angst, du brauchst nicht so zu tun, als müsstest du auf eine dumme Matheschulaufgabe lernen, bleib(?) bei deinen Hobbies.

ich glaub, das mit dem schreibtalent nehm ich wieder zurück. ich verstehe nicht, was du mir mit diesem satz sagen willst. fehlt da vielleicht ein "bleib"?

so far, so good
n8! @2morrow
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deep7






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[*] Verfasst am: 20.2.2006 um 00:25


Bob Dylan - Lay Lady Lay
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 20.2.2006 um 00:52


War das keine hochdeutsche Konstruktion?
Na gut. War keine Absicht.
Also nochmal:

Deine Hobbies lassen darauf schließen, dass du es nicht nötig hast, auf eine Matheschulaufgabe zu lernen.

Eine Bekannte aus Paderborn versteht mich gelegentlich auch nicht richtig.
Aber du kommst ja aus Bayern? Schäm dich.
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hopeless






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[*] Verfasst am: 20.2.2006 um 01:05


ich glaub das heißt für eine aufgabe lernen...
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Ina






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[*] Verfasst am: 20.2.2006 um 01:16


brav :62:
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[*] Verfasst am: 20.2.2006 um 05:19


Wenn ich mal kurz das österreichisch - bajuwarisch - sächsische Kauderwelsch unterbrechen darf, mit meiner exzellenten hochdeutschen elaborierten Ausdrucksweise:

Hallo, @deep7, schön, daß Du Dich vorstellst. Ich hatte schon gedacht, du wolltest nur Werbung für die Junge Freiheit machen, naja sorry.

Also, wenn sich jemand als nationalliberal bezeichnet, da hätte ich doch gedacht, daß dem doch vielleicht etwas auch an Oswald Spengler gelegen sein: "Der Untergang des Abendlandes", so sein Standardwerk des deutschen Kulturpessimismusses.
Überhaupt mußt Du im Laufe der ganzen Diskussionen mal erklären, was denn um alles in der Welt "nationalliberal" ist.
Also mit der Nation Deutschland hat das ja wohl nix zu tun, wenn ich mir Deinen Musik - und sonstigen Geschmack anschaue.
Ist hier aber auch irgendwie so, daß diejenigen, die am wenigsten von Nationen halten, lieber solche Sachen wie Richard Wagner oder manchmal auch Rammstein oder sogar "Böhse Onkelz" hören (selbst ein "Landser" - Lied ist hier schon halbwegs positiv rezensiert worden).
Und diejenigen, die sich eigentlich schon alles, was sich liberal nennt, als halb faschistoid vorstellen, die lesen sonderbarerweise am liebsten Ernst Jünger oder Martin Walser.
Erwarte hier bloß keine Klischees, die zerstören wir Dir schneller als Dir (manchmal sogar als UNS) lieb ist.
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quaid




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Motto: their law

[*] Verfasst am: 20.2.2006 um 11:39


na willkommen auch von mir.
schön, zu sehen das auch mal die 'andere' seite, die dinge zu betrachten, beleuchtet wird - durch jemanden wie dich, deep7

vielleicht kannst du ja jetzt im politik-forum etwas aufräumen ;)
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deep7






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 20.2.2006 um 22:16


Zitat
Original von Arne KrogerHallo, @deep7, schön, daß Du Dich vorstellst. Ich hatte schon gedacht, du wolltest nur Werbung für die Junge Freiheit machen, naja sorry.
geht in ordnung. aber du selbst redest doch davon, dass für gute information meinungsvielfalt eine grundlegende vorraussetzung ist, da man sich nur, indem man sich auch mit medien abseits des mainstream beschäftigt bzw. zeitungen mit eigenen meinungen (aus denen ja auch gar kein geheimnis gemacht wird) liest, ein eigenes bild zusammenfügen kann:
[QUOTE][...]aber trotzdem ist eine vollständige Information, nach der man sich selber ein Bild machen kann imo nur nach dem lesen von vielerleiunterschiedlichen Informationen möglich.[/QUOTE]ps: ich hatte früher auch mal die taz über kurze zeit gelesen

[QUOTE]Also, wenn sich jemand als nationalliberal bezeichnet, da hätte ich doch gedacht, daß dem doch vielleicht etwas auch an Oswald Spenglergelegen sein: "Der Untergang des Abendlandes", so sein Standardwerk des deutschen Kulturpessimismusses.[/QUOTE]ich denke, dafür brauche ich keine extra bücher.
[QUOTE]Überhaupt mußt Du im Laufe der ganzen Diskussionen mal erklären, was denn um alles in der Welt "nationalliberal" ist.[/QUOTE]naja, nationalismus verbunden eben mit liberalismus =) (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalliberalismus)
[QUOTE]Also mit der Nation Deutschland hat das ja wohl nix zu tun, wenn ich mir Deinen Musik - und sonstigen Geschmackanschaue.[/QUOTE]nationalgefühl muss nicht immer landser und böhse onkelz bedeuten. ich will eigentlich nur vermitteln, dass ich gerne wieder mehr patriotismus sehen würde, und bessere, v.a. Politker mit mehr Charisma. Eine Lachfigur wie die Merkel kann doch keine Stellvertreterin einer Nation sein :'-(
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[*] Verfasst am: 21.2.2006 um 02:04


Im Politikforum gibt´s nix zum Aufräumen, @Q, da ist alles streng materialistisch erklärt.

Naja, @deep7, Oswald Spengler ist auch eher ´ne Sache, die man so kennen sollte, als daß man unbedingt dessen Bücher gelesen haben müßte, aber das eine gewisse negative Sicht der Dinge immer schon Teil eines Kulturgutes war, daß man als "deutsch" bezeichnet, ist eher schon geschichtliche Allgemeinbildung. Ich persönlich steh´noch eher auf Nietzsche, einfach von der Ausdrucksweise schreibt der wie kein zweiter.

Ja, die Erläuterungen zu "nationalliberal" hab´ich jetzt auch gelesen. Bezieht sich ja im Wki - Artikel mehr auf die historische Situation aus dem 19. Jahrhundert. Da waren liberale Positionen sicher sinnvoll und manche sind es ja auch noch heute, dennoch hat letztendlich das Bürgertum mit all seiner Schwätzerei in der Paulskirche oder sonst wo nix dazu beigetragen. Die Arbeit der Einigung hat wieder Preußen alleine auf dem militärischen Weg machen müssen.
Historisch gesehen stehe ich da sogar Adenauer noch näher als Bismarck, denn auch Adenauer interessierte sich immer einen Dreck um Deutschland als Einheit. Der hätte am liebsten ein unabhängiges Rheinland gehabt. Hätte ich auch nix gegen, aber dann auch noch einen unabhängigen Niederrhein, der sich mal mit den Niederlande vereinigen kann. Da sehe ich zur Zeit wesentlich eher noch einen patriotischen Bedarf als gegenüber Deutschland.
Sorry, auch an alle anderen Mitglieder der Südsektion der Unity, aber ich glaube auch heute noch, daß eben gerade in Deutschland nie was richtiges entstanden ist, weil hier auch die unterschiedlichsten Religionen aufeinander prallten. Bayern und Preußen sind schon was anderes, da passen reformierte Preußen und niederländische Calvinisten viel besser zusammen, vom Toleranzgedanken und vor allem von dem Willen zur Gestaltung des Zusammenlebens.
Also, @deep7, Patriotismus kann schon was feines sein, ist aber immer die Frage, wofür!?!
Und Angela Merkel hin oder her, hat es denn jemals in der BRD einen anständigen Regierungschef gegeben? Gibt es überhaupt weltweit eine so große Anzahl von erträglichen Politikern, die man unbedarft wählen kann, wenn man sich nicht selbst in die Politik einmischst? Wenn ich so richtig mal überlege, dann komme ich gerade mal auf 4 PoltikerInnen in Europa, von denen ich sagen würde, die würde ich weitestgehend ohne größere Bedenken wählen.
Merkel gefällt mir etwas besser als Schröder, weil sie irgendwie außenpolitisch etwas stilvoller auftritt, mehr kann ich noch nicht über die sagen.
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 21.2.2006 um 13:54


@ Arne:
Zitat
aber ich glaube auch heute noch, daß eben gerade in Deutschland nie was richtiges entstanden ist, weil hier auch die unterschiedlichsten Religionen aufeinander prallten. Bayern und Preußen sind schon was anderes

Richtig. In den USA ist es aber ja doch auch nicht viel anders. Der durchschnittliche New Yorker hat völlig andere Vorstellungen vom Leben als ein hinterwäldlerischer Redneck aus Alabama.
Wieso das bei denen mit dem Patriotismus trotzdem funktioniert, ist mir echt ein Rätsel.
Ich würde an deren Stelle statt nach nationaler Einheit eher nach Seperation streben, weil es mich irgendwann ankotzen würde, dass nur, weil es mehr Bauern als Bildungsbürger gibt, immer die reaktionärsten und dümmsten Typen Präsident werden dürfen...

@ deep7:
Zitat
ich will eigentlich nur vermitteln, dass ich gerne wieder mehr patriotismus sehen würde, und bessere, v.a. Politker mit mehr Charisma.

ok, was die Politiker angeht, sind wir uns ja einig.
Aber zum Thema Patriotismus/Nationalismus hab ich dann doch ne etwas andere Meinung.
Allein schon, wenn man die Vorteile des Patriotismus gegen das Leid aufwiegt, dass diese Denkweise über die Menschen gebracht hat, muss einem doch klar werden, dass das kein Weg für die Zukunft sein kann.
Ohne Patriotismus gäbe es keine kriegerischen Auseinandersetzungen mit mehr als 100 Beteiligten, es würde niemand an irgendwelchen Grenzen oder Mauern erschossen werden, weil es keine Grenzen mehr gäbe, und auch der Reichtum wäre gerechter verteilt, wenn jeder dort leben könnte, wo es ihm am besten gefiele, unabhängig von seiner Rasse oder seinem Geburtsort...
Die paar Vorteile des Patriotismus, nationales Identitätsgefühl, Motivation, Ordnung etc., reissen das wohl kaum wieder raus. Überhaupt scheint mir bei Patrioten auch immer ein grosses Stück Wunschdenken dabei zu sein..
Man wäre gerne Teil von einer grossen Familie, wo man sich aufgrund gemeinsamer Wurzeln miteinander verbunden fühlt, einander hilft und in Notzeiten gegenseitig auffängt.
Die Realität sieht aber doch völlig anders aus. Wie Arne schon sagte, die Mentalitäten innerhalb eines Landes können manchmal kaum unterschiedlicher sein.
Und ich muss ganz ehrlich sagen, von der Sprache mal abgesehen, dürfte ich mit irgendeinem x-beliebigen argentinischen Heavy-Metal-Fan wohl deutlich mehr gemeinsam haben als mit Typen wie z.B. Edmund Stoiber oder diversen anderen deutschen Politikern, Gewerkschaftern, Arbeitgeber-Präsidenten, etc....
also warum die Leute, die zufällig in der selben Landschaft geboren sind wie ich, besser behandeln als Fremde, die es von ihrem Charakter her vielleicht wesentlich mehr verdient hätten?
Das erscheint mir weder logisch noch sinnvoll.
Wenn es wirklich eine gemeinsame Leit-Kultur gäbe, die jeder oder zumindest die grosse Mehrheit in unserem Land teilt, könnte ich das mit dem Patriotismus ja noch eher verstehen.
Aber die eine Leit-Kultur gibt es nicht. Das ist auch nur Wunschdenken einiger konservativ-christlicher Politiker, die immer noch glauben, dass ihre althergebrachten Überzeugungen das Mass aller Dinge wären.
In Wahrheit ist es jedoch so, dass die Jugend längst eine andere Sprache spricht als die Alten.
Sie hat eine völlig andere Kultur, hört andere Musik, träumt andere Träume...
Die einen sehnen sich nach sauberen Städten, die anderen hätten gerne mehr Graffities an den Wänden. Die einen definieren sich durch Arbeit, andere ziehen es vor, zu faulenzen, zu kiffen und das Leben zu geniessen.
Da leben ganz viele unterschiedliche Individuen nebeneinander her...
Solche unterschiedlichen Lebensmodelle unter einem künstlichen Überbau namens "Nationale Identität" zu vereinen, halte ich für völlig utopisch.

Davon ganz abgesehen, glaube ich, beim Fahneschwenken, Nationalhymnen-Singen und Patriotisch-Sein kommt immer auch ein bisschen der Höhlenmensch in uns durch, der seine eigene Sippe beschützt und die Nachbarstämme bekämpft oder auffrisst, ohne so recht zu wissen, warum er das eigentlich tut..
Damit dieses uralte menschliche Verhaltensmuster nicht ganz so primitiv wirkt, hat man in der Neuzeit schöne edle Gedanken von Stolz und Heimat damit verknüpft... aber letzten Endes ist das ganze Gerede doch nur ein Vorwand, um sich nicht ganz so mies dabei fühlen zu müssen, wenn man das Land und die Besitztümer, welche sich die Vorfahren eigenmächtig unter den Nagel gerissen haben, nicht mehr rausrücken möchte an die, die von geburtswegen deutlich weniger Glück hatten.
Ich denke daher, dass die Menschheit dieses patriotische, nationale Denken eher überwinden statt verstärken muss, wenn sie mal irgendwann in einer Welt ohne Kriege und seperatistisch denkende Terroristen leben möchte.
Statt national sollten wir eher universal denken... uns nicht mehr als Teil eines Volkes, sondern als Teil von ein und dem selben Universum begreifen. Gerade als Pantheist müsstest du zumindest diesen einen Gedanken ja eigentlich auch nachvollziehen können...
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[*] Verfasst am: 21.2.2006 um 20:16


@Dian:
Ich vermute, daß es in den USA auch eben anders ist, weil man da, soviel ich weiß, auch automatisch US - Bürger ist, wenn man da geboren ist. Das ist ja in fast allen Staaten der Welt so, nur nicht in Deutschland, da muß man auch mal irgendwann irgend einen deutschen Schäferhund bekanntlich ja mal besessen haben, damit man sich Deutscher nennen kann oder irgendwie sowas. Bei den Deutschen geht das ja eben noch nach Blut und nicht nach Geburtsort. Ich denke mir, daß das so ziemlich alles, was mit einem Nationalgefühl zu tun hat, auch hier in der BRD kaputt macht, denn irgendwie fühlt sich deshalb auch kein Mensch nur deshalb als Deutscher, nur weil er hier geboren ist. Ich fühle mich zumindest nicht so..
Und mit Seperatismusbewegungen hat die USA nicht ganz so gute Erfahrungen gemacht. Ich glaube, in deren Bürgerkrieg Nord - gegen Südstaaten sind mehr Menschen getötet worden als in den beiden Weltkriegen an Amerikanern.
Was Patriotismus anbelangt, sehe ich das ähnlich, nur eben, daß ich schon denke, wenn man mal eine Gruppe gefunden hat ( die nix mit dem Staat, in dem man lebt, was zu tun haben muß ), daß es dann auch sinnvoll sein kann, zu dieser Gruppe zu stehen und diese auch zu verteidigen.
Wird noch ein paar Jahrhunderte dauern, bis wir die Nationen los sind.

Ich sag´ja immer: Deutschland schon mal abschaffen und aufteilen zwischen allen Nachbarländern. Hätten wir eh´verdient, nach dem Weltkrieg schon und mit der Abschaffung von Nationen kann Deutschland auch mal anfangen und als gutes Beispiel vorangehen.
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deep7






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 23.2.2006 um 21:35


@ dian (+ arne):

Sicherlich würde ich als Pantheist gerne diesen Gedanken teilen.

Du meinst, hinter dem Patriotismus steckt auch ein wenig Wunschdenken. Aber als was würdest du dann deine Gedanken bezeichnen?

Wir leben in einer Zeit, in der diese universalistische Idee nicht unbedingt wahrscheinlicher wird. Andere Nation bedeutet auch andere Kultur und Religion, im Allgemeinen u.a. eben auch anderen Musikgeschmack.
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Lonewolf




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[*] Verfasst am: 23.2.2006 um 22:41


@deep7:Um unterschiedlichen Auffassungen bezüglich Religion, Kultur (oder Musikgeschmack ;)) zu begegnen, muss man nicht erst in andere Nationen schauen, die findet man schon innerhalb ein und derselben Nation. Dass sich viele Menschen dennoch gerade heute wieder um einen gemeinsamen Nenner dieser suggerierten Schicksalsgemeinschaften bemühen, sei es in Form bestimmter "Wertegemeinschaften", Religionen oder der "Leitkultur", ist richtig. Hast du vielleicht eine Idee, wieso das so ist, und wer denn tatsächlich ein Interesse an nationalen Gesinnungen hat?
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 24.2.2006 um 01:25


@ deep7:
Zitat
Du meinst, hinter dem Patriotismus steckt auch ein wenig Wunschdenken. Aber als was würdest du dann deine Gedanken bezeichnen?
Wir leben in einer Zeit, in der diese universalistische Idee nicht unbedingt wahrscheinlicher wird.

So gesehen hast du recht...es ist nur eine hoffnungslose Träumerei. Und dass es irgendwann einmal eine geeinte Welt geben wird, ist vermutlich noch deutlich unwahrscheinlicher, als dass sich zumindest mal innerhalb einer Nation alle einig wären.
Also lass mich meine Bedenken einmal so formulieren:
Patriotismus wäre für mich dann kein Problem, wenn es immer nur der Stolz von klugen Menschen auf ihr gerechtes System wäre. Doch weder empfinde ich das hierzulande (und anderswo) herrschende System als besonders gerecht, noch sind alle, die sich patriotischen Gefühlen hingeben, klug und weitsichtig.
Das Beste für das Land zu wollen, in dem man lebt, und sich in seinem Land auch wohlzufühlen, ist natürlich völlig in Ordnung. Nur leider geht das bei vielen Menschen damit einher, dass sie sich lieber irgendwelche Feindbilder im Ausland suchen, anstatt erst einmal vor der eigenen Haustür zu kehren.
Michael Moore hat sich mal als "kritischer Patriot" bezeichnet. Sowas finde ich dann wieder ok. Also sein eigenes Land zu mögen und trotzdem noch genug Distanz zu haben, um zu sehen, dass im Namen dieses Landes auch viele Dinge passieren, die nicht ganz so schön sind...
Ich persönlich ziehe es aber trotzdem vor, einfach nur Ich zu sein, und nicht Deutschland oder Österreich. ;)
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[*] Verfasst am: 25.2.2006 um 07:32


In eine Punkt würde ich noch weitergehen und auch noch sagen:
Ich wünsche mit Sicherheit nicht für das LAND das beste, höchstens für die Menschen, die in dem Land leben und dann kann ich es auch für alle Menschen, die es gibt, wünschen. Aus irgendwelchen Gründen für irgendeinen Menschen was schlechtes zu wünschen, denn das hieße ja dann Patriotismus, das wäre nun völlig fatal.
Ich kann noch zu bestimmten Eigenarten einen gewissen Patriotismus besitzen, der wäre bei mir zu den preußischen und zu den kalvinistischen, aber auch der ist natürlich kritisch und nicht uneingeschränkt.
Und gerade in Deutschland gibt es Leute in manchen Gegenden, wo gerade preußische oder kalvinistische Eigenarten nunmal überhaupt nicht zu Hause sind.
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