Killing Joke
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Verfasst am: 2.12.2005 um 16:17 |
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Ebstein-Barr-Virus
Kein Wunder, dass ich mich seit geraumer Zeit völlig beschissen fühle. Heute wurde in meinem Blut EBV-Antikörper gefunden. Ein Familienangehöriger
hatte das dieses Jahr schon und ich wurde vermutlich angesteckt. Entweder direkt oder eine Reaktivierung. Das macht sich u.a. dadurch bemerkbar, dass
man nicht mehr so belastbar ist wie normal und das auch auf die Psyche geht, aber extrem. Diverse Bauchschmerzen und Schwindelgefühle, Panikattacken
und Kreislaufprobleme gehören auch dazu.
Leider wissen die wenigsten was über die Krankheit, daher hier mal ein paar Infos:
Das Epstein-Barr-Virus gehört zur Familie der Herpes-Viren.
Rund 90 % aller Erwachsenen besitzen im Blut spezifische Antikörper gegen dieses Virus, haben also irgendwann eine Infektion durchgemacht, die
wahrscheinlich unbemerkt blieb und bleibt. In typischen Fällen verursacht der Erreger die "Mononucleosis infectiosa", besser bekannt als das
"Pfeiffersche Drüsenfieber" oder "Kußkrankheit", eine meist gutartig verlaufende Krankheit mit Lymphknotenschwellungen, Fieber und
Mandelentzündung.
Die Heilung zieht sich meist sehr in die Länge, bzw. es ist mit wiederholten Rückschlägen zu rechnen. Bei einer späteren Blutuntersuchung werden
dann die oben genannten spezifischen Antikörper gegen das Virus festgestellt.
Die Therapie gegen das Virus besteht in der Stärkung der Abwehrkräfte, damit der Organismus fähig wird, sich aus eigener Kraft von diesem
Eindringling zu befreien.
Antibiotika sind bei einem Virenbefall zwecklos. In Frage kommen alle abwehrsteigernden Maßnahmen wie ausreichende Bewegung, vollwertige Ernährung,
positive Lebenseinstellung, Wasseranwendungen (Wechseldusche), Sauna etc.
Epstein-Barr
Der unterschätzte Virus
In Europa verbreitet sich ein Virus der das Immunsystem schädigt und daher viele Krankheitsbilder hervorruft. Tragischerweise werden diese Folgen des
Epstein-Barr-Virus völlig unterschätzt und die Patienten mit Fehldiagnosen In die Irre geführt.
Machen Sie sich keine Sorgen, das ist nur ein Herpes-Virus Am besten joggen Sie morgens eine Runde das hilft gegen die Schlappheit. Von diesem Rat
seines behandelnden Arztes berichtete kürzlich ein Patient, bei dem ein Epstein-Barr-Virus diagnostiziert wurde. Er hat trotz dieser unglaublichen
therapeutischen Empfehlung fast noch Glück gehabt, viele andere Ärzte überweisen die Kranken weiter bis irgendwann die Diagnose -psychischer
Erkrankung- der Hilflosigkeit die Krone aufsetzt. Ist das Immunsystem durch einen Herpes-Virus erkrankt, dann kann auch keine Psycho-Therapie helfen.
Was ist dran an diesem Virus? Der Epstein-Barr-Virus (EBV) stammt ursprünglich aus Asien und wurde vor rund 30 Jahren nach Europa gebracht.
Verschiedenen Schätzungen zufolge sind inzwischen rund 90% der Bevölkerung Mitteleuropas vom EBV befallen. Seine vielfältigen Symptomen machen den
Menschen nur zu schaffen, wenn das Immunsystem stark geschwächt ist. Das kann durch die Einnahme von Antibiotika durch Magen-Darm-Infektionen, durch
Amalgambelastung oder durch psychischen Streß der Fall sein. Trifft der EBV auf einen solchen körperlichen Schwachpunkt beginnt er sein
zerstörerisches Werk - im Immunsystem.
Dabei ist der erste Angriffspunkt des EBV auf den Organismus die Dünndarmschleimhaut wo der Virus die Immunglobuline irritiert. Der EBV infiziert die
B-Lymphozyten, die im Immunsystem für die Bildung von Antikörpern verantwortlich sind. Das Verwirrende an der akuten EBV-Infektion ist daß zum
einen Antikörper gebildet werden, die man gewöhnlich nicht erwarten würde, zum anderen ab auch solche bekannten Antikörper die üblicherweise
Zeichen einer Infektion mit anderen Erregern sind. Leidet ein Mensch also an einer akuten EBV-Infektion, kann durch diese Antikörperbildung eine
akute Infektion mit anderen Erregern vorgetäuscht werden. Anders formuliert durch die Infektion funktionieren Markerzellen, die Eindringlinge
markieren und für unser Immunsystem erst erkennbar machen, nicht mehr richtig sie markieren Feinde entweder gar nicht oder nur unvollständig. Es
kann auch geschehen, daß fälschlich körpereigene Zellen markiert und dann vom Immunsystem angegriffen werden. Das wird als Autoimmunerkrankung
diagnostiziert Nach derzeitigen schulmedizinischen Erkenntnissen besteht dann keine Heilungschance mehr. Die Symptome werden mit Cortison - mit den
bekannten Nebenwirkungen - bekämpft.
Eine EBV-Infektion dauert lebenslang an, der Virus kann also nicht eliminiert werden. Aus diesem Grund ist der EBV eine ständige Herausforderung für
das Immunsystern und natürlich auch für die sereologische Diagnostik. Die Symptome selbst können verschiedenartiger kaum sein.
Patienten berichten von
* Verspannungen im Nacken und in den Schultern,
* Kopfschmerzen,
* Herzrasen,
* Krämpfe im Bauchraum,
* Muskel- und Gliederschmerzen,
* Schwindel,
* Sehstörungen,
* Übelkeit,
* keinen oder ständigen Hunger,
* Zittern,
* Nervosität,
* Müdigkeit,
* mangelnde Belastbarkeit,
* Stoffwechselstörungen,
* Fieber,
* Lymphknotenschwellungen usw..
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dian
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Motto: Kein Motto
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Verfasst am: 2.12.2005 um 16:59 |
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| Zitat | | Rund 90 % aller Erwachsenen besitzen im Blut spezifische Antikörper gegen dieses Virus, haben also irgendwann eine Infektion
durchgemacht, die wahrscheinlich unbemerkt blieb und bleibt |
also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann hat diese Antikörper fast jeder im Blut... mit anderen Worten: Es wäre ein Wunder gewesen,
wenn man bei dir keine gefunden hätte. Sagt das jetzt definitiv was darüber aus, dass du auch tatsächlich erkrankt bist?
Mir erscheint das alles irgendwie mysteriös.
Vielleicht kennt sich ja einer der Experten hier mit sowas aus... (Arne eventuel? Der hatte ja eigentlich schon fast alles.. *g*)
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Killing Joke
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Verfasst am: 2.12.2005 um 17:24 |
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Folgende Untersuchung wurde durchgeführt:
Welche Untersuchungen werden zur Diagnose benötigt?
Der Arzt stellt die Diagnose anhand des Krankheitsbilds und der typischen Blutbildveränderungen (Nachweis von sogenannten Pfeiffer-Zellen).
Ein spezieller Antikörper-Test gibt gegebenenfalls Sicherheit darüber, ob eine infektiöse Mononukleose vorliegt. Da die Antikörper, insbesondere
bei Erkrankungsbeginn, noch nicht bei allen Erkrankten nachweisbar sind (nach einer Woche in 40 Prozent und nach drei Wochen in etwa 90 Prozent der
Fälle), müssen unter Umständen wiederholte Tests durchgeführt werden.
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...
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Verfasst am: 3.12.2005 um 05:37 |
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Na, das hört sich ja auch lecker an.
Also, dies gehört zu den Erkrankungen, die ich zumindest noch nicht bewußt hatte, aber ich werde wahrscheinlich auch Antikörper gebildet haben,
denn sonst hätte dies einen ja auch richtig erwischt wie @Killing Joke.
Was mußt Du denn jetzt an Medikamente nehmen.?
Wenn Du ein Leben lang Cortison nehmen mußt, dann kannst Du Dich jetzt auch schon auf ein paar kaputte Knochen gefaßt machen, vom entsprechenden
Übergewicht ganz zu schweigen. Das gleicht sich bei mir wenigstens noch ab und an aus, wenn ich akute Schübe vom Crohn bekomme und dann eh´nur auf
der Toilette sitze.
Es gibt im übrigen andere Immunsupressiva als Kortison, die dürfen aber nicht alle Ärzte verschreiben in unserem genialen Gesundheitssystem.
Sind die Viren denn erst mal bei Dir nur im Darmtrakt nachzuweisen und gehen dann nicht in den allgemeinen Blutkreislauf über?
Da gibt es nämlch mittlerweile Medikamente, die ich zur Zeit nehme, wo das Kortison nur im Darm wirkt und entsprechend weniger Nebenwirkungen (aber
meinem Orthopäden reicht das immer noch nicht, der hat mich jetzt zu einem Spezialisten geschickt, wo ich evtl. mit einem noch anderen Medikament
behandelt werden kann, das wohl ganz ohne Kortison auskommt. Ich bekomm´wegen dem Scheißzeugs nämlich mittlerweile auch deutlich sichtbar
Ostzeporose, d.h. Knochenfraß.)
Schreib´mal, ob Du dagegen was einnehmen mußt, @Killing Joke! Vielleicht weiß ich zuindest die ein oder andere Sache, wo Du ggf. Deinen Arzt
fragen kannst, ob das in dem Falle auch sinnvoll ist. Kortison ist echt ein Scheißzeug auf Dauer.
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Killing Joke
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Verfasst am: 4.12.2005 um 19:45 |
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@arne: Nein, ich nehme kein Cortison und auch keine anderen Medikamente. Wirklich therpaieren kann man das eh nicht, man muss es sozusagen
"aussitzen" und hoffen, dass die Symptome bald verschwinden.
Jedenfalls hätte ich mir lieber ein Bein gebrochen, als mir so nen Dreck einzufangen, ehrlich.
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Beiträge: 4247
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Verfasst am: 5.12.2005 um 00:37 |
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Keine Medikamente ist schon mal gut, dann kann man auch keine Nebenwirkungen bekommen, aber ich würde mir mal einen Pass zulegen oder sowas
ähnliches, wo das erwähnt wird, daß Du sowas hat. Denn wenn das auch aufs immunsystem geht, und Du liegst mal, weil Du ´n Unfal hattest oder so im
Krankenhaus, dann sollten die Ärzte das schon direkt wissen, weil natürlich dann die Gefahr einer Sepsis viel höher ist (und die endet auch auf
Intensivstationen noch immer zu 50 % tödlich. Also besser Vorsicht !)
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