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Autor Betreff: die liebe meines lebens
Hansi




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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 01:42
die liebe meines lebens



hey, neulich hab ich mich schon mal ganz kurz mit arne über dieses thema unterhalten, da meinte ich er solle ein thread darüber auf machen, da ich mit der sache abgeschlossen habe, aber wie ich vor ein paar minuten feststellen musste, hab ich damit doch noch nicht abgeschlossen, im gegenteil, es beschäftigt mich mehr als jemals zuvor.

alles hat vor über 3 jahren angefangen. ich hatte damals eine schulische ausbildung begonnen. als das erste lehrjahr nicht ganz zur hälfte rum war, kam jemand neues zu uns in die klasse. wenn ich heute daran zurück denke, weiß ich es war liebe auf den ersten blick. denn als sie damals zum ersten mal den raum betrat dachte ich;"wow!!!". ja denn unser "neuzugang" war weiblich und zog mich seit ich sie das erste mal sah in ihren bann. damals hab ich das gar nicht gleich bewusst mitgekriegt, aber irgend etwas hatte sie, dass mir gefiel. nach dem ich sie ein paar stunden kannte, wurde mir klar, dass ich die sache wohl eher doch vergessen kann, da sie ganze 5 jahre älter ist als ich und noch dazu seit 8 jahren mit dem vater ihrer kinder (zwillinge) zusammen ist. somit legte ich meine gedanken damals zumindest erstmal auf eis. aber mit der zeit freundeten wir uns immer mehr an und waren seit dem ersten tag irgendwie immer auf ein und derselben wellenlänge. naja und so entwickelte sich unsere freundschaft von tag zu tag mehr. doch dann, eines morgens im april 2005, überkam es mich mit brachialer gewalt. von einer sekunde auf die nächste signalisierte mir mein körper unmissverständlich, dass ich nicht mehr ohne sie leben kann. ich hatte nur ca. 1 sekunde an sie gedacht und boom war es passiert. die nächsten wochen lief ich wie paralysiert durch die gegend. ich war hin und her gerissen von dem was mein kopf und was mein herz mir sagte. einerseits fühlte ich mich zu ihr hingezogen, aber auf der anderen seite sagte mir mein gewissen, ich solle die finger davon lassen, denn im schlimmsten fall könne ich eine familie zerstören. dieser "kampf" zwischen kopf und herz zog sich bis vor ein paar wochen weiter so hin. bis ich ihr (feige wie ich nun mal bin) nach ablauf der lehre eine e-mail schrieb, in der ich ihr die ganze ungeschminkte wahrheit auf den tisch legte. und wisst ihr, wie sie reagiert hat??? gar nicht!!! seit sie die mail gelesen hat, hat sie keinen einzigen buchstaben mehr mit mir gewechselt. ich meine, ok, dass sie mir nach meinem geständnis nich um den hals fallen würde war klar, aber diese reaktion der ignoranz enttäuscht und verletzt mich schon tief. ich meine, wir waren die besten kumpel überhaupt, sie hätte es doch mit mir ausdiskutieren können und mir sagen, nein geht leider nich, aber lass uns freunde bleiben. aber nein, sie zeigt mir die eiskalte schulter. und das schlimmste daran ist, ich kann sie nicht mehr vergessen. ich versuche jetzt seit 4 -5 wochen aktiv mich von ihr los zu reißen und hab sie seit dieser zeit auch nicht mehr gesehen, aber ich schaffs einfach nich sie zu vergessen. einfach weil ich fühle, dass sie die liebe meines lebens ist.

der grund warum ich diesen thread aufgemacht habe ist simpel. ich einfach, dass sich jemand diese storry anhört. vielleicht habt ihr ja auch etwas ähnliches durch oder habt die liebe eures lebens auch schon getroffen. ich will mich darüber eigentlich nur austauschen, vielleicht hilft mir das ja darüber hinweg zu kommen.
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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 03:05


Ich bin gerade dabei so etwas ähnliches mitzumachen.
Bei mir sind Gott sei Dank keine Kinder im Spiel, aber auch eine sehr langfristige Beziehung, die ich irgendwie zerstören müsste, um wieder ganz im Reinen mit meinem Herzen und meinen Gefühlen zu sein.

Bei mir handelt es sich um einen Ex, mit dem ich sieben Jahre lang zusammen war. Der war immer meine große Liebe, ganz ohne Frage. Vor ungefähr neun Jahren trennten wir uns, eher unabsichtlich. Ich habe ihn rausgeschmissen, aber das war öfters mal so, und i.d.R. kam er nach ein paar Tagen zurück.
Dieses Mal nicht, denn er hatte in der Zwischenzeit eine Frau kennengelernt, in die er sich verliebt hatte und sie wohl auch in ihn und so blieb ich dann zurück. War schon damals schlimm, dass er sich trennte von mir, aber ich hatte ja damals schon meinen jetzigen Männe bei mir in der Wohnung leben und so ging das dann eben mit dem weiter. Zwischendurch haben wir uns zwar mal beiläufig gesehen, aber mehr war auch nicht.
Letzten Montag kam mein Männe rein mit dem Telefon und sagte, mein Ex wäre dran und wollte mich sprechen. Okay, wir unterhielten uns und verabredeten uns und es war alles so, als wären wir niemals getrennt gewesen. Das war echt ein irres Gefühl, da sieht man sich neun Jahre so gut wie nicht, und auf einmal ist es so, als hätte man sich gestern gesehen. Ergebnis ist natürlich, dass wir beide meinen, dass wir doch irgendwie füreinander bestimmt sind.

Okay, wäre eigentlich keine Schwierigkeit für mich. ´Ne geile Sexbeziehung mit einem Mann, der auch noch ´ne feste Partnerin hat, die davon natürlich nix wissen darf, wäre ja ansich ganz praktisch. Hat man immer geilen, guten Sex und die ganzen Partnerschaftsscheiße darf dann die Frau ausleben.
Ist aber nicht so. Denn irgendwie lieben wir beide uns wirklich, und es geht mir doch mal tatsächlich um mehr als nur um Sex. Gerade bei ihm ist das so, dass ich unbedingt auch wieder ihn als meinen Lebenspartner gerne hätte. Wir beide sind mehr als nur ein Liebespärchen oder sowas. Wir sind eben immer ein Traumpaar gewesen.

ABER:
Er liebt auch noch die Frau. Und ich kann irgendwie es auch nachvollziehen, dass man eine 9jährige Beziehung nicht einfach hinter sich läßt.
Ich könnte ihn vielleicht davon überzeugen, dass er wieder ganz zu mir zurückkommt. Irgendwie wäre mir da schon was möglich (einfach schon deshalb, weil die Frau ihn auch verlassen würde, wenn sie wüsste, dass er und ich uns wieder treffen und das natürlich auch nicht so ganz prüde abläuft. Und die Frau ist wohl seiner Aussagen nach sowieso grässlich eifersüchtig auf mich immer gewesen.)
Und ich habe jetzt eben auch das Problem, ob ich schweinemässig egoistisch sein soll und ihn wieder zu mir zurückholen soll, oder ob ich mal mein Gewissen sprechen lasse, und ihn in der Beziehung mit der Frau belasse (die er auch liebt ohne Frage, wenn es wohl auch gerade merklich kriselt zwischen den beiden). Denn letztlich hat sich die Frau auch 9 Jahre um ihn gekümmert und ich habe die letzten Jahre oft gesagt, dass er zurückkommen wird, eben, weil er ein Gewissen hat und auch weiss, wie er mir fehlt (nun ja, das beruhte ja wohl auf Gegenseitigkeit).

Nun, ich bin Dir gegenüber, @Pantheist, noch in der komfortablen Situation, dass ich zumindest eine schöne Affäre mit ihm ausleben kann, auch wenn er offiziell mit der Frau zusammenbleibt, aber ganz befriedigt mich das eventuell auch nicht.

Ach so, die Beziehung zu meinem Männe ist eh mehr oder minder in einer Schlussphase. Wir gehen uns schon seit ein paar Jahren mehr auf den Geist als dass da noch viel Liebe im Spiel wäre. da ist maximal noch sexuelle Anziehung, mehr nicht.


Tja, was sagen denn jetzt die neutralen Beobachter zu der mal allgemein ausgedrückten Frage:
Gewissen oder Egoismus?
Oder vielleicht ist ja schon die Frage falsch formuliert. Vielleicht ist die Frage ja: Liebe oder Rücksichtnahme?
Das ist auch so blöd, dass das bei mir noch alles so frisch ist. In ein paar Wochen könnte ich mir das auch selber beantworten, nur irgendwie ist mir jetzt etwas komisch bei der Sache zumute. Nun gut, die Zeit rennt mir nicht davon und ich habe ja nun zumindest irgendwelche regelmäßige Treffen mit ihm, aber auch da betrügen wir die Frau ja schon, was er aber auch nicht als schlimm ansieht. Der ist nunmal auch bi und eben auch immer noch in mich verliebt.
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Ina






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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 08:38


*argl* ich wäre dafür, sich in den Wald zu verkriechen und als Einsiedler zu leben.
Scheiß zwischenmenschlicher Kram, also echt.
Denn wie war doch das Gesetz? "Ein Liebender trifft immer auf einen Nichtliebenden."
Und bei Ausnahmen von der Regel gibts halt irgendwelche anderen Komplikationen.
Trotzdem kommen manche mit so einem sentimentalen Gesülz von Liebe "schnuckelig zuckersüß knuddel" WAH
Dabei wäre das Universum echt beschissen dran, wenn Liebe sein oberstes Prinzip wäre :D
Ist doch wahr.
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dian




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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 10:26


Ach ja, die Liebe...

@ Pantheist:
Nicht, dass ich deine Sehnsüchte nicht nachvollziehen könnte...
aber ich fürchte, das, was du da beschrieben hast, ist keine echte Liebe. (denn dazu gehören zwei.)
Es ist so eine einseitige Vernarrtheit. Oder sagen wir :"Fixiertheit".
Wenn ich jetzt den Psychologen spielen wollte, würde ich mal diagnostizieren: Du "benutzt" diese Frau als eine Art Katalysator für alle anderen Probleme und Zweifel, die du in deinem Leben hast. In dem Moment des Verliebtseins sind alle anderen Sorgen zweitrangig. Alles, was du noch wahrnimmst, ist sie.
Wenn sie dich ebenso stark wahrnehmen würde, wäre es perfekt. Tut sie aber nicht... und da wäre es vielleicht ganz sinnvoll, die Sache allmählich abzuhaken und sich daran zu erinnern, dass es auch ein Leben (inkl. Probleme) VOR IHR gab.
Andererseits könnte man natürlich auch vermuten, dass sie dich deshalb völlig ignoriert, weil sie sich eben doch ein bisschen in dich verliebt hat, und jetzt die Konsequenzen fürchtet. Aber auch da kannst du nicht viel machen. Wenn sie sich für ihre Beziehung entscheidet und gegen dich, ist das eben so. Und wenn sie so stark zweifelt, war die Liebe von ihrer Seite eben nicht so stark wie von deiner.
Aber sowas passiert ständig. Und es wird dir sicher noch nicht zum letzten Mal passiert sein. Das ist die Hölle unseres Lebens. Wir sehen all die wunderbaren Gaben auf dem Präsentierteller und dürfen sie nicht anfassen.
Vielleicht ist das auch vom Schicksal so geplant, damit wir lernen, geduldiger und genügsamer zu werden... Sieh es am Besten als Übung dazu an.

@ Arne:
Ich würde mir in deinem Fall jetzt nicht all zu viel moralische Gewissensbisse machen.
Es ist schliesslich nicht deine Freundin, sondern die Freundin von deinem Ex... und der ist ja wohl ein erwachsener Mann und kann sowas für sich selbst entscheiden. Also wenn, dann muss er sich Gedanken machen, nicht du. Und da du sagst, dass seine Beziehung eh schon kriselt... ich bin ja sowieso immer der Meinung: Wenn's mal kriselt, dann hau weg die Scheisse! Ich kann's nicht verstehen, wenn Leute mit ihrem Partner nur zu 50 Prozent zufrieden sind und die Beziehung trotzdem weiterlaufen lassen, aus Gewohnheit, oder aus Angst, dass man nix besseres mehr findet.
Also ich müsste da ständig an die 50 Prozent denken, mit denen ich unzufrieden bin... und mit sowas wollte ich nicht auf Dauer meine Zeit verschwenden.
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Lonewolf




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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 18:12


"Ein Liebender trifft immer auf einen Nichtliebenden."
Und bei Ausnahmen von der Regel gibts halt irgendwelche anderen Komplikationen."

"Aber sowas passiert ständig. Und es wird dir sicher noch nicht zum letzten Mal passiert sein. Das ist die Hölle unseres Lebens. Wir sehen all die wunderbaren Gaben auf dem Präsentierteller und dürfen sie nicht anfassen."


Wenn man das Ganze nur wirklich so fatalistisch sehen könnte. Bloß gibt es dummerweise genug (einigermaßen) glückliche Beziehungen, bei aller Problematik, die einem den Beweis vor Augen halten, dass Liebesgeschichten auch ein gutes Ende nehmen können. Und dann fragt man sich irgendwann einfach, wieso ausgerechnet man selbst in der Hinsicht so vom Pech verfolgt sein muss.
Aber gut, seien wir ein wenig fatalistisch, und reden wir von Prüfungen, an denen wir reifen können, uns weiterentwickeln, und uns mit mehr Erfahrung und einem dickeren Fell irgendwann ins nächste Abenteuer stürzen können. Vorausgesetzt, wir zerbrechen nicht irgendwann endgültig daran.
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Ina






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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 19:15


Übertreibs nicht damit, sonst wird das Fell zu dick ;)

Zitat
Bloß gibt es dummerweise genug (einigermaßen) glückliche Beziehungen, bei aller Problematik, die einem den Beweis vor Augen halten, dass Liebesgeschichten auch ein gutes Ende nehmen können. Und dann fragt man sich irgendwann einfach, wieso ausgerechnet man selbst in der Hinsicht so vom Pech verfolgt sein muss.


Ach, das lässt sich ganz leicht erklären.
Schau dir Einzeller an: die teilen sich einfach und fertig, das war's mit der Liebe.
Dann höhere Tiere, Karnickel z.B.: da sieht ein Männchen ein Weibchen, dann wird außer ein bisschen Gerenne nicht lange rumgetan, gefickt und gut ist.
Dann Menschen: das Balzritual wird schon deutlich komplizierter, beinhaltet Farbe im Gesicht, topologische Interessantheiten auf dem Kopf und seltsame Verhaltensweisen.
Dann so komische Einzelgänger wie wir... na du siehst wohl, worauf das rausläuft.

Ansonsten täte ich sagen, du hast irgendwie dieses Entwicklungsfenster verpasst, wo man das Zeug lernt, ich weiß nicht, so mit 12/13 ist das, bei Jungs wohl etwas später.
Da hast du irgendwas Blödsinniges gemacht, nehm ich mal an, ich z.B. hab mich mit Astronomie beschäftigt, drum steh ich jetzt auf Sterne, die naturgemäß weit weg sind und wenn nicht, dann wirds unbequem *lol* kreuzigt mich für meine schlechten Analogien (ich bestehe deshalb dennoch drauf, dass Liebe die höchste Form von Trotz ist und somit alleine nur umso besser geht). Aber wenn dich die knutschenden Pärchen im Park deprimieren, schau dir den Kram, der so unter "Liebesbeziehung" läuft, doch mal genau an, also ich hab da noch nie jemanden ernsthaft beneidet.
Wenn ich schon so allgemein anerkannte Sprüche höre, dass Sex 50% der Beziehung ausmacht...
Oder "Wir sind zwar immer am zanken, aber im Bett klappt es so wunderbar."
Oder so echte Überfliegereien wie "Och, wir treffen uns seit nem Jahr immer mal wieder zum Ficken, aber die letzten Male hatte ich echt keinen Bock mehr, ich sah auf den Kalender und dachte 'Scheiße, ist es schon wieder so weit', drum hab ich ihn jetzt in die Wüste geschickt. Fühlt sich irgendwie komisch an, aber naja." (Das habe ich nicht erfunden, so etwas könnte ich gar nicht erfinden.)
Oder wie wäre es damit: "Ich kenn da einen, der ist komisch, der jammert immer, dass er keine Frau hat und da sagte ich ihm halt mal, dass ich es durchaus mit ihm probieren würde. Aber er wollte nicht, weil er sagte, er fände mich schon nett, wäre aber nicht so richtig in mich verliebt. Ist das denn zu fassen?? Ich schwebe ja auch nicht auf Wolken wegen dem, aber man könnte es doch trotzdem mal miteinander probieren - einfach so halt, zum Spaß."
...
Solchen Sachen muss man doch echt nicht nachtrauern. Und richtig tiefe, langdauernde Liebesbeziehungen sind so selten, dass ich die eigentlich bloß im Kino mitgekriegt habe :D
Und da dürften die im Wesentlichen eine Anomalie unserer Gesellschaft sein, die derart kalt ist, dass sie zum Ausgleich etwas glorifizieren muss, dessen Realität sie kaum kennt.
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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 22:21


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Ina






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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 22:49


ich bin gerade viel zu besoffen, um das zu verstehen
was heißt *serpent* *lol*
ich geh lieber ins bett, irgendwie ist mir schlecht *lol*
gute nacht

ps:*kalt*
pps': *ja*weiber*
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dian




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[*] Verfasst am: 10.8.2006 um 23:33


ts,ts, Maria... du hättest das mit dem "Kein Alkohol ist auch keine Lösung" ja nicht gleich so ernst zu nehmen brauchen.
Aber naja, bei dem leckeren Zeug, das bei euch in der Bude rumsteht... Hast du wieder von dem Rumtopf genascht? Oder war's der gute Heidelbeerwein? ;)

Ehrlich gesagt, ich glaube, ich bin mittlerweile so lange Single, dass mir das, was die Menschen da draussen als "Liebesbeziehung" bezeichnen, nur noch wie eine seltsame Sitte aus einer anderen Welt erscheint. Etwas, das ich nicht verstehe, in dem ich noch nie gut war, und was wohl einfach nicht meinem Naturell entspricht.
Ständig gilt es irgendwelche Regeln zu beachten... bestimmte Dinge zu sagen... Geschenke zu machen... Kompromisse einzugehen, wie z.B. nett zu den "Schwiegereltern" zu sein, obwohl man sie eigentlich abgrundtief hasst.... und enden tut es fast immer in Tränen und gegenseitigen Vorwürfen.
Nein, das ist einfach nicht meine Vorstellung von wahrer Verbundenheit zweier Seelen.
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[*] Verfasst am: 11.8.2006 um 03:09


Erstmal Danke an Euch, dass wir verliebten Deppen Euch überhaupt eine Antwort wert sind.
Das ist ja schon mal nett.
Wobei ich selber gar nicht weiss, ob ich mein jetziges Gefühl als Verliebtheit bezeichnen soll, es ist ja nur ein Remake aus einer Zeit, die ich schon als abgeschlossen und lange her betrachtete. So etwa als wenn ich schon fast gesagt hätte, dass ich sowieso die Hoffnung aufgegeben hatte, ihn jemals wieder zu sehen, aber mir dachte, es wäre schlimmer ihm nie begegnet zu sein.

Erstmal @Maria:
Serpentinen. Schlangenförmig. Schlange! Kann sein, dass es noch eine metaphorischere Bedeutung wie snake hat im Englischen, das weiß ich auch nicht. Ich bekomme manchmal auch zuviel, wenn ich immer Englisch lesen muss.
Lieber Kiffen als Saufen, empfehle ich. Beim Kiffen kann man zumindest immer noch ganz gut nederlandse sprechen. Empfiehlt sich auch, das im bekifften Kopf noch zu können, wenn man sich in ´nem Coffeeshop vergnügen will. :D

So, jetzt zum topic:
Das Problem mit den Beziehungen ist eben folgendes. Jetzt auf einmal erzähle ich mal was davon, weil es mir gut geht, weil ich ihn wiedergefunden habe. Dazwischen lagen aber neun Jahre, neun Jahre von ´ner ganz glücklichen, aber nicht berauschenden Beziehung mit meinem Männe, die manchmal auch mehr nervte als erfüllend war.
Und das Problem ist eben, dass es im Gegensatz zu der üblichen Hollywoodschnulze eben nicht die Einblendung "The End" gibt, wenn gerade alle glücklich und zufrieden sind, man sich aber immer vorstellt, dass eine Beziehung nur aus Glück und Verständnis und ewiger Liebe besteht.
Anders gesagt:
Wäre mein Ex die letzten neun Jahre auch noch bei mir gewesen und wir hätten uns jeden Tag gesehen, wäre ich u.U. jetzt eher froh, wenn sich mal jemand anderes für ihn interessieren würde.
Das erklärt eventuell den Unterschied zwischen Wahrnehmung von außen und der Realität, @Lonewolf.
Und insgesamt denke ich mir, @Dian, dass ich schon glaube, in einer wesentlich komfortableren Situation zu sein als @Pantheist, der ja nicht mal weiss, ob seine Liebe erwidert wird. Aber deswegen werde ich das jetzt auch nicht ausnutzen. Es hat sowieso keinen Zweck, meinen Ex zu beeinflussen, denn der kennt mich eben zu gut, als dass er das nicht merken würde, wenn ich es darauf anlegen würde und ich kenne ihn gut genug, als dass ich ihm nicht zutrauen würde, vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Diese Seelenverwandtschaft zwischen uns ist das tolle, das eben auch nach irrsinnig langer Zeit nicht abklingt. Es ist einfach ein total geiles Gefühl jemanden zu kennen, der einen wie ein Glas durchschaut. K.A., ob das Liebe ist, aber es ist angenehm. Da ist auch irgendwas, was ohne die blöden Formen der menschlichen Kommunikation wie Sprache auskommt (und damit meine ich nicht mal Sex, sondern eben einfach nur ein Verstehen ohne verbale Sachen).

Und natürlich ist das trivial, @Maria. Aber wie ich schon in einem anderen Thread sagte, sind nunmal Gefühle von uns das einzige, bei denen wir uns wirklich sicher sein können, dass sie Realität sind.

Das ist eben dann auch noch die Kunst, jemanden zu finden, wo man dieses blöde menschliche Balzritual, wie Du es nennst, @Maria, vergessen kann. Mein Ex wusste damals noch nicht mal, als wir uns trafen, dass er auch auf Männer stehen kann. Der war nur fasziniert von mir als Typus. das wohl schon seit Schulzeiten (in der Schule ist er mir immer nur beiläufig aufgefallen, wir hatten nur mal einen Leistungskurs zusammen). Insofern hat er das auch nie so ganz als Balzritual angenommen, wie ich mich ihm gegenüber verhalten habe.
Aber: Wenn Du bei den Einzellern gerade bist oder bei den Karnickeln: Was ich in mir jedes Mal noch erlebe und auch eine Eigenschaft ist, die zu diesen Ritualen gehört, das ist der Jagdinstinkt, denke ich. Wenn ich mich mal vergucke, dann bin ich auch immer so lange hinter jemanden her, bis dass ich das erlegt habe, was ich will.
Wie gesagt: War bei ihm nicht nötig, das macht diese Sache ja auch so einzigartig in meinem Leben. (Andere Beziehungen habe ich auch so erlebt, dass sie immer mit verdammter Arbeit verbunden sind.)

Vielleicht noch kurz anzumerken, @Dian:
Ich kannte den Typen zwar schon seitdem ich aufs Gymnasium ging bzw. er ist ein Jahr jünger und somit wird er wohl ein Jahr später eingeschult worden sein als ich, aber begonnen hat die Liebe erst, als ich 30 war und wir uns mal zufällig in einer Kneipe wiedertrafen. Und zwar in einer stinknormalen, in der ich nicht mal zum Balzen hinging, sondern nur um zu saufen Skat zu spielen und all solche bürgerliche Scheiße.
Ich war vielleicht schon erfahren in dem ein oder anderen "Balzritual" und hatte vorab auch schon mal die ein oder andere Beziehung, aber dennoch denke ich, dass es etwas vorschnell wäre, schon vor dem 30. Lebensjahr die Flinte ins Korn zu werfen. Sowas kommt immer völlig unverhofft, wie ja auch das Revival bei mir jetzt.
Das einzige, was ich Dir dazu empfehlen kann, ist, wenn Dir mal irgendwer über den Weg läuft, der Dich fasziniert, dann musst Du auch alles geben und auf den Rest scheißen. Ich habe damals auch ´ne Menge Sachen geopfert dafür. Der Typ hat mir die Kündigung damals in Stetten beschert, weil diese kleinbürgerlichen diakonisch - evangelischen Diakonieidioten sich natürlich überhaupt nicht damit abfinden konnten, dass zwei Männer in ihrer Dienstwohnung lebten und schon gar nicht, dass ich den auch mal versucht habe, abzustechen mit meinem Bowie - Messer und danach das ganze Zimmer mit Blut übertüncht war. So hab´ich schon die ein oder andere Narbe auf seinem entzückenden Arsch hinterlassen und er auf meinem Lebenslauf. Haben sich auch damals -zig Freunde und Bekannte von mir getrennt, weil sie den nicht ab konnten, aber das war dann auch egal. Es gibt eben Menschen, die das sonstige irdische Dasein als sehr irrelevant und unwichtig erscheinen lassen.

Und insofern, @Pantheist:
Ich würde da nicht so schnell aufgeben, wenn Du wirklich meinst, dass dies die Eine sei. Du weisst es nur noch nicht so genau, ob sie es ist. Kann auch sein, dass Dich das alles schon nach ein paar Monaten ankotzen würde, aber zumindest den Versuch würde ich mal machen, ob sie es überhaupt ist. Wenn sie nicht antwortet, dann werde eben penetranter. Obwohl ich Dir auch sagen muss, dass eine Mail mit einem solchen Inhalt wahrscheinlich auch von mir nur als Unhöflichkeit goutiert würde. Da kommt dann eben zumindest anfangs das von @Maria zitierte Balzritual ins Spiel und da kann ich Dir gerne noch was zu sagen, wie Du es günstiger anstellen kannst.
Wie wäre es z.B. mal mit einem netten Brief am Anfang, wo Du um ein Treffen bittest, evtl. auch flehst. Du bist derjenige, der was will. Und Menschen merken das, wer derjenige ist, der in der Bittstellersituation ist. Überleg´Dir mal sowas. Ich hoffe, Du hast einen guten Jagdinstinkt.
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Ina






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[*] Verfasst am: 11.8.2006 um 05:56


Ahja, "serpent" wie die Serpentinen, wo man drüber rausfährt, wenn man Schnauze voll hat, im Vergleich zu der Taube, der auch das nichts ausmacht - bzw. Schlange wie primitive Sexualität vs. Taube wie heiliger Geist.
Mir war aber die Schlange in der Bibel, die von Gott persönlich verflucht wird dafür, dass sie die Wahrheit sagt, viel sympathischer als die Taube, die nach der Sintflut als erste in die Welt rausflog und zeigte, dass es Zeit war, wieder weiterzumachen wie zuvor...

Und Seelenverwandtschaft finde ich keinesfalls trivial, @Arne
Insbesondere bei so Freaks, wie du einer bist. Deren Universen berühren einander normalerweise kaum. Dass da so ein unwahrscheinliches Ereignis wie Sichverlieben in beiden gleichzeitig geschieht und man dann noch merkt, dass man nichtmal ein Phantom vom anderen gemeint hat, sondern wirklich ihn selber, ist verdammt selten, würde ich sagen.

Wirkliche Happy-Ends gibts natürlich nicht, wenn du wieder etwas mit dem anfängst, wirst du das vermutlich mal bereuen, wenn du es nicht tust, wirst du es ebenfalls bereuen - ich weiß nicht, ich finde es schlimmer, wenn man das Leben verpasst, als wenn man auf die Fresse geflogen ist mit irgendeiner hirnrissigen, aber im Moment wahnsinnig folgerichtigen Aktion...
Doch ich kenne die Fakten kaum, ich kenne die Frau nicht, die Beziehung, die sie haben - das ist so ein Thema, das man imho wirklich nur von Fall zu Fall beurteilen kann. Da dogmatisch zu sagen, du müsstest "deinem Gewissen" bzw. "deinem Herzen" folgen, kommt mir unangemessen vor. Insofern kann dir eigentlich niemand hier einen echten Ratschlag geben.

@dian
jetzt steht jedenfalls nix mehr rum.

@Pantheist:
So wie ich das sehe, musst du dich wohl entscheiden, ob du um die Frau bemühen willst, sie vergessen willst, oder ob du es aushälst, dich weiterhin mit deiner "einseitigen Vernarrtheit" zu unterhalten.
Das Erste ist schwierig, das Zweite verarmt dich, und das Dritte ist grausam. Dafür hat das Erste die zumindest theoretische Aussicht auf Erfolg, das Zweite stellt deinen Seelenfrieden wieder her und das Dritte hat den Vorteil eines Traumes, der nie von der Realität widerlegt wird.
("Entscheiden" ist natürlich das falsche Wort, man wird von der Liebe überfallen, man wird von der Liebe erlöst.
Aber das eine wird eher möglich sein als das andere. Was das ist, kannst natürlich nur du wissen.)
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Hansi




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[*] Verfasst am: 11.8.2006 um 12:05


[QUOTE]Ich würde da nicht so schnell aufgeben, wenn Du wirklich meinst, dass dies die Eine sei. Du weisst es nur noch nicht so genau, ob sie es ist. Kann auch sein, dass Dich das alles schon nach ein paar Monaten ankotzen würde, aber zumindest den Versuch würde ich mal machen, ob sie es überhaupt ist. Wenn sie nicht antwortet, dann werde eben penetranter. Obwohl ich Dir auch sagen muss, dass eine Mail mit einem solchen Inhalt wahrscheinlich auch von mir nur als Unhöflichkeit goutiert würde. Da kommt dann eben zumindest anfangs das von @Maria zitierte Balzritual ins Spiel und da kann ich Dir gerne noch was zu sagen, wie Du es günstiger anstellen kannst.[/QUOTE]

naja arne, die sache ist ja, dass ich besagtes "balzritual" über ein jahr mehr oder weniger erfolgreich bei ihr praktizieren konnte. das problem ist, ich stell mich bei solchen dingen nich wirklich geschickt an und dazu kommt ja dann noch, dass sie ja im prinzip eine ehe ohne trauschein führt und ich dadurch 1. sowieso kleinere erfolgschancen habe und 2. auch irgendwie in gewissenskonflikte komme. ich meine hätte sie seit 9 jahren nur ihren freund gehabt, hätte ich gar keine skrupel gehabt, da ich den typ eh nich ab kann. aber leider gottes sind nun auch mal zwei kinder im spiel und denen den vater wegnehmen zu wollen ist schon brutal. davon das sie die richtige wäre bin ich 1000%-ig überzeugt. denn angekotzt hat mich die situation schon nach ein paar monaten, aber dass war viel mehr der fakt, dass sie eben vergeben mit kindern ist. und wenn ich jetzt penetranter werde, weiß ich nich, ob das die situation noch verschlimmern würde. denn eigentlich geh ich davon aus, dass sie auch ein klein wenig wie fühlt, aber den teufel tun wird und es irgendjemandem zuzugeben, einfach weil sie ihre familie schützen will. aber gut, dass ist meine spekulation, kann auch ganz anders aussehen.

[QUOTE]So wie ich das sehe, musst du dich wohl entscheiden, ob du um die Frau bemühen willst, sie vergessen willst, oder ob du es aushälst, dichweiterhin mit deiner "einseitigen Vernarrtheit" zu unterhalten.[/QUOTE]

naja, das is ne ziemlich schwierige entscheidung und irgendwie hab ich alle drei optionen schonmal versucht. die bemühung stieß auf ignoranz und das vergessen scheiterte an besagter "einseitiger vernarrtheit". nach dem ich wusste, dass sie mich ab jetzt ignoriert, wollte ich sie ja vergessen und habs versucht. sehen musste ich sie ja nicht mehr, da die ausbildung ja vorbei war, also hab ich mich in ablenkungen ohne ende gestürzt und 6 wochen oder so ging es ja auch gut, hab kaum an sie gedacht. und vor ein paar tagen, als ich abends im bett lag, überkam es mich dann wieder (deswegen hab ich hier dann den thread aufgemacht). die drei optionen schwanken bei mir also ständig, hilfe, ich weiß doch auch nich wie das weiter gehen soll.
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Lonewolf




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[*] Verfasst am: 11.8.2006 um 12:47


"Love is the law, love under will. Nor let the fools mistake love; for there are love and love. There is the dove, and there is the serpent. Choose ye well!"

Gegen den Schatten des Magiers sei das Licht des Propheten gestellt:

"Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr
sind ihre Wege auch schwer und steil.
Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin
auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.
Und wenn sie zu dir spricht, glaube an sie,
auch wenn ihre Stimme deine Träume zerschmettern kann
wie der Nordwind den Garten verwüstet.
Denn so, wie die Liebe dich krönt, kreuzigt sie dich.
So wie sie emporsteigt zu deinen Höhen und die zartesten Zweige liebkost,
die in der Sonne zittern,
steigt sie hinab zu deinen Wurzeln und erschüttert sie in ihrer Erdgebundenheit.
Wie Korngarben sammelt sie dich um sich.
Sie drischt dich, um dich nackt zu machen.
Sie siebt dich, um dich von deiner Spreu zu befreien.
Sie mahlt dich, bis du geschmeidig bist;
und dann weiht sie dich ihrem heiligen Feuer,
damit du heiliges Brot wirst für Gottes heiliges Mahl.
All dies wird die Liebe mit dir machen,
damit du die Geheimnisse deines Herzens kennenlernst
und in diesem Wissen ein Teil vom Herzen des Lebens wirst.
Aber wenn du in deiner Angst nur die Ruhe und die Lust der Liebe suchst,
dann ist es besser für dich, deine Nacktheit zu bedecken
und vom Dreschboden der Liebe zu gehen
in die Welt ohne Jahreszeiten, wo du lachen wirst
aber nicht dein ganzes Lachen,
und weinen, aber nicht all deine Tränen.
Liebe gibt nichts als sich selbst und nimmt nichts als von sich selbst.
Liebe besitzt nicht, noch läßt sie sich besitzen;
denn die Liebe genügt der Liebe.
Wenn du liebst, solltest du nicht sagen:
"Gott ist in meinem Herzen", sondern:
"Ich bin in Gottes Herzen".
Und glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken,
denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält,
lenkt deinen Lauf.
Liebe hat keinen anderen Wunsch, als sich zu erfüllen.
Aber wenn du liebst und Wünsche haben mußt,
sollst du dir dies wünschen:
zu schmelzen und wie ein plätschernder Bach zu sein;
und willig und freudig zu bluten.
Bei der Morgenröte mit beflügeltem Herzen zu erwachen
und für einen weiteren Tag des Liebens dankzusagen;
zur Mittagszeit zu ruhen und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen;
am Abend mit Dankbarkeit heimzukehren;
und dann einzuschlafen mit einem Gebet für den Geliebten im Herzen und einem Lobgesang auf den Lippen."
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Lonewolf




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[*] Verfasst am: 11.8.2006 um 14:55


Übrigens bin ich in der Hinsicht sehr gerne dogmatisch;), d.h. : Man sollte IMMER seinem Herzen folgen.
@Pantheist: Sicher kann alles noch schlimmer werden- aber eben vielleicht auch besser. Und auch das Scheitern kann viele Gesichter haben.
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Ina






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[*] Verfasst am: 11.8.2006 um 15:15


also so einen Fatalismusbedarf kannst du nimmer haben... ;)

@Pantheist

Klar ist das scheiße.
Was Balzereien angeht - ich hab da nicht so Ahnung, aber selbst wenn man das geschickt macht, man kann doch niemanden zur Liebe überreden...
Ich kenne dich nicht, manche unheilbaren Träumer und Romantiker sind halt schon froh, wenn sie es hinbekommen, jemanden zu lieben, ganz egal, ob dabei was herauskommt, Gegenliebe oder Verbundenheit.
Aber 6 Wochen kaum an sie gedacht??
Dann dürftest du das schon hinkriegen mit dem Vergessen und so einen "Rückschlag" solltest du vielleicht nicht so ernst nehmen.
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hopeless






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[*] Verfasst am: 11.8.2006 um 19:19


lalülala. blubb.
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Hansi




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[*] Verfasst am: 12.8.2006 um 00:19


@maria: naja, die 6 wochen die ich nicht an sie gedacht hab, hab ich mich versucht extrem abzulenken, damit ich an der scheiße nich völlig kaputt gehe. da hatte ich grad meinen neuen job und n alter kumpel hat sich auch wieder bei mir gemeldet mit dem ich was machen konnte, aber vor ein paar tagen lag ich eben wieder völlig wach und konnte an nichts anderes denken. sicher is mir auch klar das man niemanden dazu zwingen kann, und das würde ich auch gar nich wollen, aber fakt is, dass mir in meinem leben ohne sie ein stückchen fehlt, was sich von niemandem ersetzen lässt.
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[*] Verfasst am: 12.8.2006 um 05:41


Ja, mein Gott, @Pantheist, dann schaffe Dir mal erstmal selber Klarheit:
Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, wenn Du z.B. die Sache mit dem Brief probierst, die ich vorgeschlagen habe. Entweder sie ist voll auch in Dich verliebt und wird sich begeistert bei Dir melden, oder sie sagt Dir irgendwie, dass sie mit Dir als Lover nix anfangen könne, oder Punkt drei: Sie reagiert überhaupt nicht.
Ich würde da auch eher dogmatisch wie @Lonewolf vorgehen. Und auf jeden Fall alles probieren. Und wenn sie Dich liebt, dann findet ihr eine Lösung.

Ich hab´meinen Ex jetzt auch seit Montag nicht mehr gesehen, der ist bei seiner Freundin, macht mir aber nix, weil ich eben weiss, dass der sich schon richtig verhält. Das ist mir ja eben auch beim Schreiben hier aufgefallen, dass ich mir da völlig unnötige Sorgen mache. Der wird eine Entscheidung treffen, wie er damit klar kommt und wie die Frau und ich damit klarkommen. Das ist ja das schöne! Man muss sich erstmal keine Gedanken mehr um den anderen machen, sich nicht um ihn sorgen, dass er eine falsche Entscheidung trifft. Wenn Du wirklich so gut mit der Frau ausgekommen bist, dann wird sie sich schon richtig entscheiden, was sie machen soll.

Es sei denn, Du wüsstest auch keine Antwort in der Situation, in der sie ist.
Das ist dann schlecht. Wenn ich mal die Sache "Liebe" von den nun wirklich trivialen Wünschen wie sexuelle Begierde oder Unterhaltung oder gemeinsame Unternehmungen befreie, dann bleibt ja eben eine Art der Seelenverwandtschaft als einziges übrig.. Und insofern muss sie ja so reagieren, wie auch Du das tätest.

Das ist mir so aufgefallen, als ich das hier alles mit meinem Ex niederschrieb. Ich würde an seiner Stelle die Frau nicht enttäuschen, sondern bei ihr bleiben und ihr auch die Beziehung zu mir verheimlichen. Er sagt auch, dass es leichter wird für uns beide, wenn die mal ´nen geeigneten Stecher gefunden hat für sich. Und für ihn natürlich auch, weil er sich dann nicht mehr von ihr trennen muss, sondern sie das wohl machen wird. Ist haargenau die gleiche Entscheidung, die ich treffen würde an seiner Stelle und auch dafür liebt man einen Menschen, dass er eben Entscheidungen treffen kann, die man nachvollziehen kann und die hundertprozentig okay gehen.

Wenn Du also sie wirklich liebst, dann wirst Du auch jede Entscheidung, die sie trifft, nachvollziehen können und auch akzeptieren.
Wenn es nur um sexuelle Bedürfnisse gibt, die kannst Du auch überall woanders befriedigen, aber ich denke, es geht um mehr, oder?

Und ggf. könnt Ihr Euch ja auch so einigen, bis die Kinder mal groß sind. Wenn Ihr Euch liebt, dann kann das auch mal so 12, 13 Jahre warten, in der Zeit reichen einige Treffen so nach neun Jahren meiner Erfahrung nach, um zu wissen, dass es immer noch funzt zwischen zwei Menschen.
Naja, mag sein, dass das auch wieder etwas anderes ist bei etwas älteren Menschen, die sich in ihrer Persönlichkeit schon etwas mehr gefestigt haben, ich weiss es auch nicht.



Letztendlich, @Maria, brauchten wir uns gar nicht zu entscheiden, wir machen weiter damit, wo wir aufhörten, haben nur noch das Problem (vielleicht ja auch wirklich nur vorübergehend), dass es noch jemand drittes im Bunde gibt. Und letztendlich ist mein Männe ja auch noch da und der verhält sich ausgesprochen korrekt in der ganzen Sache. Der findet auch schon noch was neues. Der ist fast zehn Jahre jünger als ich und ein gutverdienender Geschäftsmann. Da bin ich nicht dogmatisch, sondern einfach pragmatisch. Und auf die Fresse fallen mit irgendeiner Entscheidung können wir nicht mehr. Das sind wir oft genug und haben das alles überlebt. Was soll denn jetzt noch kommen?
Vorläufig wird da eine komische affäreähnliche Sache geführt und das ist genau das richtige, was zur Zeit angesagt ist und nötig ist und allen Beteiligten das Beste ermöglicht.


@Lonewolf:
Bei den Versen geht mir das wirklich zu dogmatisch zu, denn ich es stellt EINE Form von Liebe dar, die unbedingt schmerzhaft sein MUSS. Das ist am Anfang der Fall. Das ist so eine Situation, in der jetzt @Pantheist eben ist. Aber auf Dauer wird innerhalb einer Beziehung sich schon herausstellen, ob man füreinander geschaffen ist oder nicht.

Ich hab´mir auch schon früh, lange bevor ich meinen Ex kennenlernte, bzw. lieben lernte, vorgenommen, niemals so eine Beziehung zu führen, wie sie @Maria da beschrieben hat. Die Aufrichtigkeit hat oberste Priorität. Und der Mangel an Gleichförmigkeit. Da sollen eben die Fetzen und Messer ggf. fliegen, bevor man den heimischen "Rosenduft" erlebt, der wie eine traurige Idylle aus allem klebt.. Alles, nur kein "Stilles Glück, trautes Heim".
Und wenn sich dann schon zwei Menschen treffen, die diesbezüglich, wie eine Liebe auszusehe hat, die gleichen Vorstellungen bieten, dann ist dies schon ein Zustand, der eine gewisse Ewigkeit verspricht.

Tja, @hopeless, und das ist eben ein Gefühl, dass noch etwas darüber hinausgeht, als wie es sich in Deinem Lied anhört. (Das ist im übrigen imo schon etwas kritisch fast, weil man es ironisch verstehen kann, in Richtung Spaßgesellschaft etc, wo eben alles gleichförmig ist. Ich weiss nicht, ob es so gemeint ist.)
Es gibt da so Momente, wo man zumindest für sich die Empfindung hat (und die ja meines Erachtens die einzige Realität ist, die wir wirklich als Realität zweifelsfrei erfahren können, die Gefühle, die Empfindungen), dass es so ist, als könne man Zeit und Raum für sich bestimmen, als könne man Zeit auf Wunsch hin anhalten. Und den Raum verlassen, wie man Lust hat.

Mein Gott, ich sülz´hier rum!
Gut, dass ich zu den schizoiden Charakteren gehöre, die so etwas mit genügender Distanz auch noch mal wahrnehmen können!
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Hansi




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[*] Verfasst am: 15.8.2006 um 22:44


mir kam heute beim zocken n ganz interessanter gedanke zu dem thema. währe es möglich, dass es die wahre große liebe des lebens nur gibt wenn einer von zweien einseitig liebt und dabei leidet??? ihr erinnert euch doch bestimmt an das "ist liebe die antwort???"-thread!?! wenn ich dort also liebe als so definiere, dass man das sein völlig und ganz akzeptiert, dann ist meine these gar nich ma so abwegig. denn sobald liebe zweiseitig wird, hat man erwartungen, wünsche und forderungen an den partner. soll heißen, nur wenn einseitig geliebt wird akzeptiert man etwas voll und ganz, was mich dann zu dem schluss bringt, dass wahre liebe irgendwie immer mit einsamkeit verbunden ist. was ist eure meinung dazu???
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dian




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[*] Verfasst am: 16.8.2006 um 00:57


Also für mich hört sich das eher so an, als ob du dir da irgendwas zusammenkonstruierst... als Trost, sozusagen, um dir deine momentane Lage ein wenig erträglicher zu gestalten.
Ich würde eher vom genauen Gegenteil ausgehen.... nämlich, dass wahre Liebe immer etwas beidseitiges ist und sein muss. Einseitige Liebe ist ein Sich-Hineinsteigern in eine Scheinwelt... das Sich-Abhängigmachen von einer Droge, von der man weiss, dass sie einem nur schadet. Aber man weigert sich, dies als Realität anzuerkennen, und redet sich stattdessen ein, mit jemandem verbunden zu sein, obwohl diese Verbundenheit eigentlich nur im eigenen Kopf existiert.
Ich denke, dass die allermeisten Beziehungen heutzutage nur deshalb funktionieren, weil einer den anderen mehr liebt, und der Partner diese Vernarrtheit zu seinem Vorteil ausnutzt.
Dass jedoch die meisten dieser Beziehungen früher oder später zum Scheitern verurteilt sind, sieht man ja an jeder Ecke. Am Ende beschuldigt man sich gegenseitig.... der eine sagt: "Du hast mich ausgenutzt!", der andere: "Du hast mir keine Freiheit gelassen!"
Wahre Liebe bedeutet für mich, eben trotz aller gegenseitiger Erwartungen und Forderungen eine stabile gemeinsame Basis zu finden. Aber das setzt voraus, dass beide zu gleichen Teilen ineinander verliebt sind. Sobald einer mehr liebt als der andere, ist es wieder mehr so eine Vampirliebe... ein gegenseitiges Sich-Aussaugen, was am Ende nur zwei blutleere Leichen hinterlässt.
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Seneca






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[*] Verfasst am: 16.8.2006 um 01:08


Was du meinst mit wahrer Liebe, @Pantheist, ist Liebe im Sinne von "ewiger Liebe und nicht enttäuscht werden". Und die kann bei einer einseitigen Liebe durchaus gegeben sein. Wenn du diese Frau liebst, aber nicht mit ihr zusammenkommst, weil sie dich eben nicht liebt, dann bleibt deine Liebe erhalten, denn eine Entäuschung ist ausgeschlossen, da keine Beziehung besteht! Sie kann dich nicht entäuschen, solange sie nicht mit dir zusammen ist, d.h. deine Liebe bleibt bestehen. Ein bisschen paradoxes Phänomen, ist aber so.

Ich kenne das auch von mir selbst: Im letzten Urlaub habe ich ein Mädchen kennegelernt die war der absolute Hammer, nicht nur optisch, vorallem vom Charakter, vom Humor, einfach als ganzes. Aber sie wohnt eben weiter weg und hat nen Freund. Zu deutsch: Ich brauche mir keine Hoffnungen machen.
Seit diesem Urlaub habe ich sie nie wieder gesehen und möchte sie auch nicht wiedersehen, denn solange ich sie nicht sehe behalte ich sie in guter Erinnerung. Klingt komisch, is aber so.
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[*] Verfasst am: 16.8.2006 um 04:40


Ach, Ihr seid Feiglinge.
Ihr wisst doch alle gar nicht, ob die anderen nicht eventuell genauso denken und Euch lieben.
Und eine räumliche Distanz kann Liebe weder vergrößern noch, wenn sie wirklich beidseitig ist, verkleinern, das habe ich ja gerade selber erst gemerkt. (Aber tröstet Euch, bis Ende des Monats müssen wir auch Funkstille jetzt halten, die Freundin von meinem Ex merkt schon irgendetwas. Ist geil, so auf heimlich zu machen.)
Ich denke auch eher wie @Dian, @Pantheist, dass Du Dir da was zusammenkonstruierst, was ja nicht falsch sein muss, wenn man Abstand gewinnen will, aber jede Wahrheit sollte erträglich sein, sei sie noch so zerstörerisch, sofern sie für alles steht und soviel Leben in sich trägt wie die Hoffnung, die sie ersetzt hat.
Und als jemand, der beides kennt, meine ich auch, dass eine Liebe, die erwidert wird, eigentlich schöner ist, als eine, die unglücklich verläuft. Aber wie gesagt, @Pantheist, probiere doch erst mal Dein Glück.
Meine Erfahrung ist, dass man manchmal nur beharrlich sein muss, um auch bei Liebe an sein Ziel zu kommen.
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Hansi




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[*] Verfasst am: 16.8.2006 um 20:47


@Seneca: [QUOTE]Was du meinst mit wahrer Liebe, @Pantheist, ist Liebe im Sinne von "ewiger Liebe und nicht enttäuscht werden". Und die kann bei einer einseitigen Liebe durchaus gegeben sein. Wenn du diese Frau liebst, aber nicht mit ihr zusammenkommst, weil sie dich eben nicht liebt, dann bleibt deine Liebe erhalten, denn eine Entäuschung ist ausgeschlossen, da keine Beziehung besteht! Sie kann dich nicht entäuschen, solange sie nicht mit dir zusammen ist, d.h. deine Liebe bleibt bestehen. Ein bisschen paradoxes Phänomen, ist aber so.[/QUOTE]

ja, da geb ich dir vollkommen recht. paradox is das alles schon ein bisschen. und von ihr enttäuscht bin ich ja nich, im gegenteil, ich versteh sie ja, ich meine hier sind kinder im spiel, die höllisch leiden würden, wenn ihr vater auf einmal nicht mehr da wäre. logisch, dass sie sich da einschränkt, denn ich will nicht wissen wie sie reagiert hätte, wenn die kinder eben nicht wären. wahrscheinlich wären meine chancen rapide angestiegen. "enttäuscht" bin ich letzten endes nur von ihrer reaktion auf mein geständnis, denn sie hätte es ruhig mit mir ausdiskutieren können.

und all den andern hier möcht ich sagen, dass ich mir evtl. manchmal was zusammenreime, aber eigentlich hab ich noch ne ziemlich klare sicht für die dinge. ich weiß eben nur nicht um beharrliches weiterkämpfen wirklich was bringen sollte, schließlich gehts hier (wie oben schomal gesagt) vielmehr um zwei kinder, als um drei menschen die ausspielen wer denn nun mit wem soll.
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Ina






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[*] Verfasst am: 16.8.2006 um 22:07


Ach, hier reden wieder alle von ganz verschiedenen Sachen.

Wie schon gesagt, "Liebe" kann die höchste Form von Trotz sein: gegen den eigenen Nutzen, gegen die Realität des anderen, gegen die Realität überhaupt. Man "liebt" wider die Wahrheit. Dass man sich damit zu den seltsamsten Konstrukten versteigen und auf die Fresse fliegen muss, ist klar - aber das kann man wissen und trotzdem drauf scheißen. Ein durch den Widerspruch logisch geschlossenes System von krankhafter Romantik.
Eine perverse, finstere Angelegenheit halt, aber scheißintensiv.
Drogenartig, ja, man krepiert dran oder wird die Sache wieder los und wird sich dann künftig bei den kleinsten Anflügen davor hüten müssen, wieder hineinzugeraten.

Andererseits kann "Liebe" höherer Egoismus sein. Man tut einem anderen wohl, um sich selbst wohlzutun. Man verdoppelt sich, holt sich Verstärkung, Bestätigung von einem anderen klingt immer noch besser als die von einem selber - auch wenn sie nicht weniger voreingenommen ist. Oder Jacks logische Konstrukte halt: wenn jeder jeden liebt, wird niemandem mehr wehgetan. Diese Liebe ist eine hochvernünftige Angelegenheit - warum sie trotzdem nicht allgemein praktiziert wird? Nun, wir sind wohl keine hochvernünftigen Wesen und wollen sowas ungeheuer Geiles wie Zerstörung und Grausamkeit einfach nicht sein lassen.

Klar habe ich hier schwarz-weiß gemalt, aber trotzdem ist es bizarr, dass man derart verschiedene Dinge mit dem selben Wort belegt.
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[*] Verfasst am: 17.8.2006 um 05:39


Ach, Maria, wenn man sich liebt, dann macht sogar das gegenseitige Wehtun Spaß, weil man sich kennt und weiss, wie der eine das meint und freut sich über solche Gemeinheiten. Dafür muss man sich aber wirklich gut kennen.
Das erstere, was Du beschreibst, ist evtl. was, wenn man verknallt ist. Das ist nun wirklich nicht das gleiche als das, was ich als Liebe definieren würde.
Aber ich weiss es auch nicht, vielleicht können auch nur zwei perfekte Egoisten wirklich lieben?! Mag sein!
Und vielleicht sollte man dafür auch noch ein bisschen schizoid sein, damit man trotzdem immer noch die Distanz zum anderen und zu sich selbst behalten kann.

Und, @Pantheist, Du wirfst da ´ne interessante Frage auf, über die ich noch gar nicht nachgedacht habe. Wenn Ihr beide Euch wirklich ähnlich seid, und beide meint, es würde die Kinder extrem stören, wenn Ihr beide zusammen kämt (etwas, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn Kinder sind auch ziemlich flexibel noch, was ihre Bezugspersonen angeht), dann ist das natürlich ein Problem. Da spricht aber trotzdem nix gegen eine heimliche Affäre, wie ich sie jetzt mit meinem Ex habe.
Wenn Ihr aber jetzt beide solche Typen seid, die auch das ablehnen, dann bleibt Euch nix anderes als zu warten, bis Ihr meint, dass die Kinder in dem Alter sind, wenn sie das verkraften können.
Aber Zeit ist sehr relativ, wenn es um Liebe geht, habe ich festgestellt.
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