The Unity Archiv Zuletzt angemeldet am: Kein Eintrag
Nicht angemeldet [Anmelden ]
Gehe zum Ende

Druck-Version | Abonnieren | zu den Favoriten hinzufügen  
 Seiten:  1  2  3  ..  6
Autor Betreff: aktuell im Kino
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 1.7.2005 um 10:27
aktuell im Kino



Krieg der Welten

Hat mich teilweise überrascht, weil der Film zumindest in der ersten Hälfte ein sehr düsteres, apokalyptisches Weltuntergangsszenario zu bieten hat. Im Fluss treibende Leichen, Menschen, die wie Zombies das letzte noch funktionstüchtige Auto umlagern, bedrohliche Dunkelheit, menschenleere Landschaften... das erinnerte stellenweise eher an "Night of the living dead" als an Popcornkino a la "Independence Day".
Ja, das hätte ein feiner Film werden können... wenn diese Stimmung konsequent beigehalten worden wäre. Ein Bad-End wäre bei der Thematik und angesichts der ersten Hälfte des Films eigentlich absolute Pflicht gewesen. Aber nein, am Ende kommt dann doch noch der typische Steven Spielberg-Kitsch zum Vorschein. Triefendes Happy-End, natürlich hat die Familie des "Helden" auf wundersame Weise unversehrt überlebt, die Aliens sind besiegt und alles ist wieder gut... *würg*
Ok, im Original aus den 50er-Jahren war der Schluss genauso schwachsinnig... doch damals wussten die es halt nicht besser... das kann man nicht einfach eins zu eins in die heutige Zeit übertragen. Mit einem guten Schuss Ironie versehen, wie etwa bei "Starship Troopers", mag das ja noch funktionieren... aber nicht, wenn man das alles so todernst meint wie hier.
Da passt es prima ins Bild, dass Tom Cruise wie von ihm gewohnt immer mit dem selben Gesichtsausdruck durch die Gegend rennt (er hat halt nur den einen..), und dass sein "Held" eigentlich ein ziemlicher Feigling ist, dem sein Leben und das seiner Tochter wichtiger ist als das Leben von anderen. Wer weiss, das war dann wohl die obligatorische Scientology-Message...
Wem "The day after tomorrow" gefallen hat, der wird wahrscheinlich auch über die Schwächen von Krieg der Welten hinwegsehen. Ich persönlich warte immer noch auf einen Weltuntergangsfilm, an dem die Welt am Ende dann auch wirklich untergeht.
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
...






Beiträge: 4247
Registriert seit: 12.7.2007
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 1.7.2005 um 23:14


Och, die gab es aber schon, das sind dann so uralte Schwarz-weiß-Schinken.
Kamen aber meistr aus England. Es gab aber auch früher in den Staaten, so in den 50gern ´ne Art Film noire, die so endeten.
Der mir jetzt gerade einfällt, ist "Der Tag, an dem die Erde Feuer fing". Da ging es um ´ne Achsenverschiebung der Erde, die aber göleichzeitig durch mehrere Atoimbombentest auch aus ihrer Umlaufbahn gerissen wurde und dann auf die Sonne zuraste.
Sowas lief früher im Fernsehen, als ich noch kleiner war. Sind wohl auch viele in zusammenhang mit dem Protest gegen Atomwaffen entstanden.
Halte ich aber auch für hoffnungslos, daß Hollywood sowas mal wieder neuverfilmt.
Ich glaub´, die finden dunkle Enden nnicht so toll.
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 2.7.2005 um 11:42


Ja, den Film hab ich als Kind mal irgendwann gesehen.
Aber wenn die den neuverfilmen würden (war meines wissens sogar mal im Gespräch), dann wird im Finale wahrscheinlich Bruce Willis mit einem Spezialraumschiff in die Sonne fliegen und dort durch das Zünden von ein paar weiteren Atombomben dafür sorgen, dass alles wieder in Ordnung kommt...
Ich glaube, der Schock sitzt nach 9/11 noch zu tief, als dass die westliche Welt derzeit bock auf konsequenten Zukunftspessimismus hat, wie er (zumindest teilweise) in alten B-Movies praktiziert wurde. Höchstens im Independent-Kino a la "Cube"... aber jedenfalls nicht für die breite Blockbuster-Masse.
Die Message für die Massen soll lauten:
Egal, was für ne Scheisse wir auf unserem Planeten auch anrichten, egal, wen wir wählen, und egal, wie viel Gift wir in die Atmosphäre pusten... Es wird zwar schlimm werden, doch am Ende sind wir kreativ bzw. glücklich genug, damit es trotzdem wieder aufwärts geht.
Momentan sieht es ja auch ganz danach aus, als ob das tatsächlich so sein könnte.
Aber wenn ich mal nen Science-Fiction-Film drehen dürfte, würden die Zuschauer ganz schön Angst um ihre Zukunft bekommen... :D
Da würden dann durch zu viel Handystrahlen, Elektrosmog und Feinstaubbelastung Mutationen entstehen... aus den Köpfen der vieltelefonierenden Teenies würden schleimige Geschwüre herauswachsen... die für die Nahrungsmittelproduktion getöteten Kühe und Schweine würden als Zombies zurückkehren und blutige Rache an der Menschheit üben.. ach, es gäbe so viele Möglichkeiten, wie man die Zuschauer wirklich schocken könnte. Dagegen sind Spielbergs Aliens Kinderkram, denn an deren Existenz muss man ja nicht glauben, wenn man nicht will.
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
...






Beiträge: 4247
Registriert seit: 12.7.2007
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 2.7.2005 um 22:07


Wo kommt denn dieser Optimismus her, @Dian, daß es danach aussieht, daß es wieder aufwärts gehen könnte???
Da seh´ich aber gerade mal gar nix..

Du kennst noch so alte Schinken, wow.
Ich dachte, ich wäre der einzige, der noch in dem Alter hier wäre, der so etwas kennen könnte.
Ist mir aber schon neulich aufgefallen, irgendwo hast Du "Soylent green" erwähnt. Das war in meiner Jugend mein Lieblings SciFi. Ich fand die Darstellung der Umwelt dort relativ realistisch. Das Fleisch ein absolutes Wunderwerk war, kostbar wie Diamanten. Das die Menschen nur mit Gasmasken noch die Straßen betreten konnten etc. Die Verarbeitung von Menschenfleisch in nahrung fand ich aber schon damals sehr unrealistisch. Da wäre ja so gut wie gar nix an Nährstoffen mehr drin.
Da ja eh´gerade große Sommerpause wohl ist, noch mal ´ne Frage nach Uralt- Filmoldies.
Kennst Du auch noch "Lautlos im Weltall"?
Das war auch noch so´n Kult-Sci-Fi in meiner Zeit. Dürfte Dir weniger zusagen, würde auch wahrscheinlich heute niemals mehr verfilmt, da so gut wie nix an Action drin war. Wurde auch oft als Ökofil mißverstanden. Es geht aber mehr um den Individualismus des Hauptdarstellers (eigentlich des einzigen menschlichen Darstellers) darin.
Ich fand den auch wunderschön und tränendrüsenrührend.
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
algiz






Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 3.7.2005 um 13:21


kennt ihr den titel eines filmes den ich vor jahren einmal gesehen hab und ich komm nicht mehr drauf wie der hieß: es geht um einen brokkoli der auf dem gemüseplaneten bei einem fernsehquiz eine reise auf die erde gewinnt und dort alle frauen durchpimpert und komischerweisse sind alle wild auf ihn (er ist einj wirklich ein brokkoli und ich rede nicht von einem porno der film kam im zdf) später bekommt der gemüsemann probleme mit rednecks der armee und jüdischen extremisten,
der tittel heisst irgendwie so: ...... the intergalactic giggolo!!!
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
Jolle






Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 3.7.2005 um 23:47


ach du kacke wie wirsch ist das denn?! klingt aber interessant :D
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
...






Beiträge: 4247
Registriert seit: 12.7.2007
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 4.7.2005 um 00:16


Ich hab´mich auch schon gefragt:
Entweder war das irgendetwas britisches a la MontyPython
oder @algiz hat vorher irgendwas geraucht, was er nicht ganz gut vertragen hat.
´N Broccoli, der Weiber fickt?????
Könnte auch noch von den South Park Machern sein.
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 4.7.2005 um 00:18


@ arne:
Zitat
Wo kommt denn dieser Optimismus her, @Dian, daß es danach aussieht, daß es wieder aufwärts gehen könnte???
Da seh´ich aber gerade mal gar nix..

"Aufwärts gehen" war wohl der falsche Ausdruck.
Aber ich hab schon ein bisschen den Eindruck, dass sich die Menschheit vielleicht noch viele Jahrzehnte weiterhin so durchlavieren könnte wie bisher. Also mehr schlecht als recht.... doch erfolgreich genug, dass es so schnell nicht zum totalen Zusammenbruch kommt. Das meinte ich eigentlich damit.
Für jede Krankheit, die sie erschufen, finden sie irgendwann ein Gegenmittel. Und das löst dann wieder eine neue, unbekannte Krankheit aus... dann muss man halt weiterforschen, u.s.w....

Zitat
Du kennst noch so alte Schinken, wow.
Ich dachte, ich wäre der einzige, der noch in dem Alter hier wäre, der so etwas kennen könnte.

Na, so bis zu meinem elften oder zwölften Lebensjahr hatten meine Eltern kein Privatfernsehen. Und auf den öffentlich-rechtlichen Sendern liefen ja ständig so Filme wie "Formicula", "Invasion vom Mars" oder "Planet der Affen". Da hab ich das zwangsläufig mitbekommen.
Vor allem besagter "Invasion vom Mars" hatte es mir angetan. Die Erwachsenen fangen an, sich wie Zombies zu verhalten, und nur ein kleiner Junge bekommt das mit, aber niemand glaubt ihm... damit hab ich mich natürlich bestens identifizieren können. ;)
Gerade heute war ich übrigens bei uns im Kommunalen Kino und hab mir "Westworld" angeschaut. Die hatten vielleicht früher keine so tollen Spezialeffekte wie heute... aber dafür hatten sie noch richtige Schauspieler und zuweilen auch sehr vernünftige Drehbücher. Vor allem, was Science-Fiction- und Horrorfilme angeht, muss ich sagen, dass die in den letzten zehn, zwanzig Jahren immer einfallsloser und kommerzieller geworden sind...
"Lautlos im Weltall" ist ein gutes Beispiel dafür. Sowas wäre heute allein schon vom Erzähltempo her unvorstellbar... doch manchmal ist weniger einfach mehr. Was nützen mir zehn Kamerafahrten und zwanzig Schnitte in der Minute, wenn die nur kaschieren sollen, dass der Film eigentlich nichts zu erzählen hat?
Also ich will jetzt nicht sagen,dass die Filme früher alle besser waren. Da gab es auch viel Müll. Aber es gab auch noch jede Menge frischer Ideen.
"A boy and his dog" zum Beispiel... auch so ein 70er-Jahre-Science-Fiction-Film, der in der Form heutzutage gar nicht mehr entstehen könnte. Am Ende schlachtet der Held seine Freundin, damit sein Hund nicht verhungern muss...hi hi. Sowas wäre heute unvorstellbar, da würden sich die Zuschauer ja am Popcorn verschlucken. :D

@ algiz:
Von dem Film hab ich nur mal was gehört, ich kenne ihn aber selber nicht. Lohnt sich das denn?
Aber wenn du auf so kranke Filme stehst, schau dir doch mal "Attack of the killer hog (Angriff des Killerschweinchens)" an. Ist so ein argentinischer Trashfilm über ein vom Teufel besessenes Plüschtier, irgendeine geheimnisvolle Droge und eine Invasion von Ausserirdischen... Ich hab den Film nicht kapiert, doch der ist wohl auch nicht zu kapieren. War zumindest extrem schräg... In einem Moment fast schon Kunst, im nächsten völlig infantil... und natürlich extrem low-budget. Aber zumindest anders als alles andere.
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
algiz






Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 4.7.2005 um 02:22


@arne
bin strikter nicht drogler
just bierdrinker and hellraiser
old school
den film gints echt ich weiss das das strange klingt
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
...






Beiträge: 4247
Registriert seit: 12.7.2007
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 5.7.2005 um 01:05


@Dian:
"A boy and his dog" sagt mir leider nix, hört sich aber auch gut an.
Was mir an den ganzen neueren Filme (natürlich Lynch und Dogmafilme abgesehen) fehlt ist eben auch die ruhige Form von Kameraführung etc. In "Lautlos im Weltall" passiert ja wirklich fast eineinhalb Stunden gar nix. O.K., man muß vielleicht auch ein bißchen Joan Baez-Fan sein, um den Film richtig rührend zu finden. Hätte ich bei Deinem sonstigem Filmgeschmack Dir nicht zugetraut, daß Du auch sowas kennst und auch damit klar kommst.
Kompliment!
@algiz:
Auch Alkohol ist eine Droge!
Kann aber meines Wissens keine Wahnvorstellungen von fickenden Broccolis im Fernsehen hervorrufen.
War das denn ein zeichentrickfilm oder eirgendeine sonstige Animation?
War der Brocolli ein verkleideter Mensch, oder was?
Ich kann mir da gar nix vorstellen.
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
algiz






Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 5.7.2005 um 02:00


alles reale darsteller
nur der broccoli hat ein broccolikostüm an.

ihr kennt aber sicher: I MARRIED A STRANGE PERSON
oder bitte sagt mir das ihr den kennt den müsst ihr kennen
wenn nicht sucht im internet besorgt euch das ich bitte euch
zeichtrick sehr sehr fucking abgefahrn
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 5.7.2005 um 11:07


@ Arne: "A boy and his dog" - der deutsche Titel war meines Wissens "In der Gewalt der Unterirdischen" oder irgendsowas dämliches...
Jedenfalls ist da die Oberfläche unseres Planeten zu so einem wüstenähnlichen Mad Max-Szenario verkommen, wo die totale Anarchie herrscht. Unter der Erdoberfläche existiert aber eine zweite menschliche Zivilisation, die rechtzeitig vor dem grossen Knall in ihr Bunkersystem geflüchtet ist und da einen ziemlich absurden, bürokratischen Spiesser-Staat aufgebaut hat. Dummerweise sind sie durch das Leben im Untergrund aber alle impotent geworden, so dass sie nun Herumtreiber aus der oberen Welt, die niemand vermisst, zu sich nach unten locken, um diese dann an eine Befruchtungsmaschine anzuschliessen und auszusaugen.
Ach ja, und der Held hat einen sprechenden Hund, mit dem er telepathisch in Kontakt steht, und der viel klüger ist als er.
Sehr kultiges Filmchen jedenfalls, wenn auch leider ziemlich unbekannt.
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
Jack




Avatar


Beiträge: 229
Registriert seit: 12.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 5.7.2005 um 11:46


Auch wenn ich jetzt die Diskussion über wirklich kranke Filme unterbreche muss ich doch mal was zum aktuellen Film sagen.
Dian, ich kann dir da nicht ganz zustimmen.
Bis zu dem Zeitpunkt in dem Keller mit Tim Robbins war der Film meines Erachtens wirklich fantastisch, über alles danach kann man ja noch streiten.
Aber, Tom Cruise war in dem Film kein Held, wenn du das denkst, hast du einen anderen Film gesehen.
Was ich nämlich gerade das faszinierende an dem Film fand, war dass es die Geschichte einer "normalen" Familie erzählte und so ziemlich alles was im Film Tom passiert auch wirklich so hätte passieren können. Normalerweise sieht man solche Kriegsszenarien nur aus Perspektive einer Supermacht die dagegen angeht.
Hier aber war die Geschichte unabhängig vom Schauplatz. Der so ziemlich einzige Grund warum er überhaupt in Amerika spielt ist eben, dass er von Amerikanern gedreht wurde und du in Amerika keinen Film verkaufen kannst der nicht von den Bürgern in diesem LAnd handelt. Genausogut hätte man den Film auch in Deutschland spielen lassen können, hätte nicht viel Unterschied gemacht.
Weiterhin war das Gute an dem Ende eben, dass kein Mensch, nichtmal Suoermacht Amerika irgendwas dafür kann, dass sie überleben.
Die Geschichte war realistisch, wenn man sie so betrachtet, dass man aus der Menge an Geschichten in diesem Krieg eben eine auswählte, die interessanter war und gleichzeitig von Leuten handelt die bis zum Schluss überleben - auch wenn sie auch dafür nicht viel können.
Cruise war deutlich kein Held, tut Dinge auf die man nicht stolz sein kann, aber dein Vorwurf ihm sei ihm Film das Leben seiner Tochter wichtiger als das anderer ist nur zum Teil haltbar. Es gibt in solchen Situationen eben Entscheidungen die getroffen werden müssen und wenn du dich selbst ehrlich genug fragst, dann weisst du dass du nicht wirklich ruhmreicher wärst. Ich z.B. hätte eventuell einfach die Mutter mit ihrem Kind überfahren.
Die Frage die dieser Film in jedem aufwirft und ihn für mich sehenswert macht ist: Wie würde ich mich verhalten? Ist mein Leben bedeutender als das der anderen? Genauso wichtiger die Frage: Wenn ich die Wahl habe, ich oder die anderen, wie soll ich mich entscheiden?
Und spätestens bei der Frage entweder meine Tochter oder die anderen entscheide ich mich wahrscheinlich doch eher für meine Tochter.

Gruss
Jack

PS: Ich liebe kranke Filme. Absolut sehenswert: Der blutige Pfad Gottes
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 5.7.2005 um 12:13


Das sehe ich eigentlich gar nicht so viel anders als du, Jack.
Wie der Alien-Angriff aus der Sicht des ganz normalen, "kleinen Mannes" gezeigt wird, fand auch ich ziemlich beeindruckend.
Auch, dass er den Typ im Keller (unnötigerweise) tötet, um seine Tochter nicht zu gefährden, hätte ich dem Film noch durchgehen lassen. Aber dass Tom Cruise wirklich in einem Moment nen anderen Menschen killt, nur damit der nicht die Aliens angreift, und dann aber zwei Minuten später selber mit Handgranaten nach den Viechern wirft, erschien mir schon reichlich absurd. Aber ok, das kann man natürlich auch so interpretieren, dass normale Menschen in extremen Situationen eben manchmal absurd reagieren, und dass der Film das nur eben realistischer zeigt als andere.

Trotzdem... dass die Ausserirdischen so clever sind und seit tausenden von Jahren das Aussaugen der Menschheit vorbereiten, und sich dann von irgendeinem Virus oder sowas dahinraffen lassen, fand ich bei aller Fantasie schon ein bisschen sehr weit hergeholt.
Und auch, dass die komplette Familie vom Hauptdarsteller unversehrt überlebt hat und wie an Thanksgiving strahlt, als er endlich ihr Haus erreicht... ähm ja, das hat in meinen Augen dann halt schon etwas vom guten, düsteren Eindruck des Films wieder kaputtgemacht.
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
algiz






Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 6.7.2005 um 00:20


ich hab nur den alten originalfilm von krieg der welten gesehen
aber der is meines erachtens kultig wenn auch technisch heute grottig.
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
cappuhead






Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 12.7.2005 um 10:07


ts, mädels, das original ist nicht der film aus den 50ern sondern ein roman von h.g.wells. ich habe das buch zwar nicht gelesen, aber ich gehe mal davon aus, daß es auch bei wells so oder ähnlich endet, also beschwert euch bei ihm *gg ...ich fand den film klasse und vor allem tom cruise. über die schwächen, die der film hier und da aufweist, kann ich persönlich hinwegsehen, das spektakel war erste sahne. ich war ebenfalls überrascht von der düstern stimmung, damit hätte ich nicht gerechnet, allerdings ist diese annahme auch unsinnig, da spielberg schon andere recht trübsinnige filme gemacht hat. imo hebt sich der film ganz klar von anderen ab, die vergleichbare themen behandeln; spielberg zeigte einfach mal wieder, daß er einer der besten ist !
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
algiz






Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 12.7.2005 um 13:56


romanvorlage ungleich originalfilm
wußte das mit dem buch schon, aber hast trotzdem recht.
eben für die verhältnisse die die damals hatten hatte der film eine recht packende athmo.
geil auch diese r ami chemiker oder physiker der supermann, auf den die mädels alle abfahren ein mann von welt.
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
...






Beiträge: 4247
Registriert seit: 12.7.2007
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 13.7.2005 um 02:24


Ich kenn´den neuen Film auch nicht, aber ich habe mal das Buch vor Jahrzehnten im Original in Englisch für die Penne lesen müssen. Leider hab´ich sowas gehasst, für die Schule in Originalsprache Bücher lesen zu müssen und hab´das meinen Nebenmännern überlassen und einem freund, der mir dann die Klausuren schrieb, aber wenn ich mich recht erinner, war bei Wells selber der Held zumindest ´ne Einzelperson. Wenn der jetzt in den Neuverfilmungen immer als Familienvater rüberkomt, ist das eine Entwicklung, die vom Neokonservativismus seit Reagan in solchen Filemn ausgeht. Seit Reagans Amstzeit ungefähr, meine ich zumindest, wurde der unabhängige Held, der vielleicht noch ´ne Lovestory erlebt, und der das typische Bld bis in die siebziger Jahre in solchen Filmen war, durch den treusorgenden Familienvater oder vergleichbares abgelöst.
Das der alledings bei Wells ´n Frauenheld war, wie wohl im Film, wie @algiz meint, kann ich mich im Buch nicht erinnern. Der war da der Typ vom cleveren Einzelgänger, damals stand Amerika noch auf solche Typen (in Verfilmungen z.B. Bogart als Marlowe etc.). Ist, wiegesagt, seitdem wieder christliches Verhalten auf dem Stundenplan steht, abgelöst worden. Ist aber in Deutschland bei den meisten Krimihelden nicht anders.
An die erste Verfilmung kann ich mich auch noch ganz dumpf erinnern. Die Bezeichnung "atmosphärisch dicht" stimmt da schon, ich kann mich nicht an viele Einzelheiten erinnern, weiß aber noch, daß man ziemlich gespannt und eingenommen von dem Film war.
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 7.9.2005 um 10:55


Letzte Woche sind im Kino ein paar nette Filmchen angelaufen.

"11:14"
In der Eröffnungssequenz fällt einem jungen, alkoholisierten Autofahrer plötzlich aus dem Nichts eine Leiche mit zermatschtem Kopf auf die Kühlerhaube. Ist schon witzig zuzusehen, wie er versucht, das Ding zu verstecken und sich dabei nur immer tiefer in die Scheisse reitet.
Doch er ist nicht der einzige, dessen Leben um 11 Uhr 14 eine schicksalhafte Wendung nimmt. Auch andere haben in dieser Nacht wenig zu lachen, wie eine weitere Leiche und ein auf der Fahrbahn herumliegender, abgetrennter Penis beweisen.
Der Film springt immer wieder in der Zeit um ein paar Minuten zurück, und zeigt das Geschehen dann aus der Perspektive einer anderen Person. Irgendwie steckt jeder in der Sache mit drin... und erst ganz zum Schluss wird klar, wer da warum sterben musste.
Die Auflösung erklärt dann eigentlich auch absolut alles und fügt alle Handlungsstränge logisch nachvollziehbar zusammen. Etwas mysteriöser hätte man das alles vielleicht schon enden lassen können. Ansonsten aber ein Film, der durch seinen schwarzen Humor und die interessanten Einblicke, was im Leben durch eine unglückliche Verkettung von Umständen alles schief laufen kann, sehr gut unterhält.

"Transporter - The Mission"
Das ist natürlich nix für's Hirn.
Nonstop Hong Kong-Action aus Frankreich, voller unglaublicher Actionszenen, schlechter Computereffekte und noch mehr unglaublicher Actionszenen. Wem Tripple X schon immer zu lahmarschig und uncool war, der bekommt hier auf jedenfall was geboten.
Ist sogar noch besser als der erste Transporter, meiner Meinung nach, wenn auch deutlich unrealistischer. Aber darum geht es bei solchen Filmen ja nicht. Wer Autocrashs und Kampfkunst ohne Wenn und Aber mag, dürfte in diesem Jahr im Kino jedenfalls kaum besser unterhalten werden als hier.

Der Zombie-Nachfolger "Land of the dead" ist übrigens letzte Woche auch noch ins Kino gekommen. Da bin ich auch schon sehr gespannt drauf... werde ich mir aber erst morgen anschauen.
Den Trailern nach zu urteilen, dürfte der kommende Kino-Herbst ohnehin recht interessant werden. "V wie Vendetta" sah richtig geil aus, und "Brothers Grimm" könnte auch Spass machen. Mal sehen, vielleicht geht es ja wieder aufwärts, zumindest was die Qualität der Filme angeht.
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
Killing Joke






Beiträge:
Registriert seit: 1.1.1970
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 7.9.2005 um 15:53


V - Vendetta, hab mich erkundigt, startet in Deutschland erst Mitte März 2006. Keine Ahnung, was der frühe Zeitpunkt für den Trailer soll...
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 2.10.2005 um 13:16


noch ein Tipp für alle, die sich vom Hollywood-Einheitslook abgestossen fühlen:

"Wächter der Nacht - Noznoi Dozor"

Ein Vampirfilm aus Russland... was schonmal einen ordentlichen Faktor Exotik auf die Leinwand zaubert. (allein die unmöglichen Klamotten der Hauptdarsteller, die aussehen wie aus der Altkleidersammlung, oder die spartanische, aber wohl durchaus realistische Einrichtung der russischen Wohnstuben... das ist das Eintrittsgeld schon fast alleine wert.)
Davon abgesehen unterhält der Film aber auch noch, man mag es kaum glauben, durch gute Effekte, originelle Kameraeinstellungen, und eine zuweilen zwar etwas wirre, aber dafür schön komplexe Story vom ewigen Kampf des Guten gegen das Böse.
Ständig krachende Action a la Blade darf man aber nicht erwarten... die Stärken des Films liegen eher darin, dass er wesentlich fantasievoller und origineller ist als vergleichbare Kost aus den USA. Vielleicht kann man, wenn man unbedingt einen Vergleich heranziehen möchte, noch am ehesten den Film "Constantine" nennen.
Trotzdem, "Wächter der Nacht" ist anders, und gefällt mir daher trotz dem einen oder anderen Spannungsloch und dem Ende mit seiner reichlich merkwürdigen Logik recht gut.
Zwei weitere Teile sind angeblich schon geplant, da es wie Matrix eine Trilogie werden soll (was auch Sinn macht , da der erste Teil deutlich mehr Fragen aufwirft als beantwortet)
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 2.10.2005 um 21:22


grmpf.
Wie ich sowas hasse, wenn an Filmen rumgepfuscht wird, nur um sie den Sehgewohnheiten einer bestimmten Zielgruppe anzupassen!
Das mit dem ProductPlacement ist mir aber auch schon aufgefallen.Doch perfektioniert haben das vor allem die Koreaner:
Erst neulich hab ich so einen reichlich schlechten koreanischen Vietnam-Film gesehen, in dem ein Offizier in seinem Hauptquartier von einem Boten ein Paket überbracht bekam, auf dem gut leserlich "DHL" stand. Und dann quittierte er das für den weiteren Handlungsverlauf völlig unbedeutende Paket auch noch mit den Worten: "Oh, das ging aber schnell!"...
Völlig krank, wie sich alles nur noch um Geld und um Werbung dreht.
Und manch kreativem, aber unbekannten Regisseur bleibt da nichts anderes übrig, als die bittere Pille zu schlucken und die Marketingfuzzis an seinem Werk mitregieführen zu lassen... ausser, er macht es eben so wie der kultige Don Coscarelli, der immer erst dann einen neuen Film drehen kann, wenn er irgendwann genügend Kohle dafür zusammengespart hat. Doch solche Idealisten scheinen allmählich auszusterben. (oder es wird heutzutage einfach noch viel strikter als früher dafür gesorgt, dass die erst gar keinen Boden unter die Füsse bekommen...)
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 21.11.2005 um 01:27


Das ist jetzt weder intelligent noch künstlerisch anspruchsvoll..
aber wer gern intensive Horrorfilme mag, sollte mal in "The Descent" gehen.
Ein paar Schockeffekte waren so gnadenlos, dass selbst ich erschrocken bin (was mir normalerweise nicht passiert... Das letzte mal war glaub beim Schluss vom japanischen "The Ring", wo der Geist aus dem Fernseher kam... brrr...)
Also da machen ein paar Frauen eine Extrem-Höhlenwanderung, plagen sich ewig durch die dunklen Gänge, und man hat schon die Vermutung, in irgendeinem realistischen Bergsteiger-Drama gelandet zu sein... und dann steht da plötzlich so ein sabberndes graues Vieh hinter ihnen... :35:
Das hat was. (Wenn man's mag.)
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
dian




Avatar


Beiträge: 1840
Registriert seit: 13.7.2007
Mitglied ist Offline

Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 23.12.2005 um 02:41


Hab mir heute (zunächst) eher widerwillig King Kong angeschaut.
Aber spätestens, als im Frachtraum des Schiffs auf einer Kiste im Hintergrund "Sumatran Rat Monkey" stand, hat es Peter Jackson dann doch mal wieder geschafft, mir ein fettes Grinsen ins Gesicht zu zaubern.
Und dann erst die Szene in der Spinnenhöhle... extrem geil. So in etwa könnte Braindead 2006 aussehen, wenn sich der Meister endlich mal auf seine Wurzeln besinnen würde.
Ansonsten gab's erstaunlich gute Digital-Dinos, perfekte Inszenierung, viel Getöse, und halt leider auch eine Story, die man schon in- und auswendig kennt.
Das Finale in New York war mir etwas zu glatt und zu zahm... da hat Kong im alten Schwarz-weiss-Film deutlich mehr gewütet. Ansonsten ist der Film aber im Bereich seiner Möglichkeiten nahezu perfekt.
Generell frage ich mich jedoch, bei allem Respekt vor Peter Jackson und dem Charme, den der Film durchaus hat, wieso man das unbedingt auf 3 Stunden aufblasen musste... und wieso die Filme heute generell immer länger werden, ohne dass sie deshalb auch nur ein bisschen mehr zu erzählen haben als früher.
Weniger ist manchmal mehr. Das hab ich auch damals bei Herr der Ringe schon gesagt... hmm, aber ok, das versteh ich halt nicht, da muss man wohl Fan sein...
Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
...






Beiträge: 4247
Registriert seit: 12.7.2007
Mitglied ist Offline


[*] Verfasst am: 23.12.2005 um 04:07


Die Filme müssen ehr an inhalt heutzutage rüberbringen, weil die Filmindustrie erhebliche Schwierigkeiten mittlerweile bekommt mit den PC - Spielen mitzuhalten, zum Teil gibt die Gameindustrie schon die Themen für die Flme vor und nciht umgekehrt..
Und am PC ist man immer interaktiv beteilligt, da sind drei Stunden nix. Also muß die Filmindustrie, um wenigstens ansatzweise noch mit den Games mithalten zu können, auch was vorlegen.
Alle Beiträge des Benutzers ansehen PN-Nachricht an Benutzer
 Seiten:  1  2  3  ..  6


  Gehe zum Anfang


[Abfragen: 19]
[PHP: 48.9% - SQL: 51.1%]