
Hallo!
Also, ich bin überrascht bzw war es als ich diese Seite "gefunden" habe. Ich kann noch nicht sagen, ob eure Meinung mit meiner übereinstimmt, ich
habe einiges gelesen, wo ich zustimme und einiges, was ich... sagen wir diskutierbar finde.
Okay, also, auf dieser Seite soll/kann man sich also vorstellen, das versuche ich mal...
Meine Kindheit war so perfekt, dass es kaum zum Aushalten war. Meine Eltern haben mich geliebt, mich nie geschlagen, alles mit mir diskutiert, mich
ernstgenommen, mir eine gute Bildung zukommen lassen. Vielleicht bin ich materiell übersättigt, das mag sein. Es scheint ein Verbrechen zu sein,
dass meine Eltern reich sind, ebenso, dass ich erst 18 bin. Für meine Umgebung. Reichtum bedeutet Verlust aller Werte, so offiziell und dabei muss
ich sagen, dass meine Eltern im Gegenteil unheimlich viel Wert auf moralische Werte legen. Gwissen, Treue, Liebe, was weiß ich, der ganze Schmus.
Und ich habe so lange funktioniert, im Sinne der Gesellschaft, die mich zwar fast zerstört hat, aber stolz auf mich war, wenn ich Leistungen bringen
konnte. Kein Interesse an der Pop-"Kultur", kein Interesse daran, mit oberflächlichen Menschen tiefschürfende Gespräche über Make-Up zu
führen... Mh... was machen meine lieben Mitmenschen da? Richtig, man nennt es mobben. Jaja, in der Schule...
Das klingt verrückt, natürlich, aber wenn du dafür gehasst wirst, bessere Noten zu schreiben oder Interesse an solch unwesentlichen Themen wie
Geschichte und deren Aufarbeitung, Aids, Zivilisationskrankheiten und deren psychosomatischen Ursachen schon in der 7. Klasse zu zeigen, bleibt dir
gar nichts anderes übrig, als stolz darauf zu sein. Indirekt erhebt man sich vielleicht über andere, aber welcher unausgereifte Mensch hält
Beschimpfungen und Verfolgungen schon über Monate hinweg aus? Oberstufe, plötzlich war es "In", klug zu sein, alle haben gelernt wie die
Bekloppten und da hatte sich leider leider eine ganz verrückte Verhaltensweise in mein Leben geschlichen. Immer genau das Gegenteil von dem zu tun,
was die Masse tut. Ich habe es einfach nicht mehr ertragen, wie sie zu sein, wichtigtuerisch über sinnlose auswendig gelernte Dinge zu labern, die
keinerlei Konsequenzen auf sie hatten. Ah!!!
Okay, zwei, drei Menschen, die so denken wie ich, dafür waren wir die "Freaks", die leider leider leider ohne je eine Nase in ein Buch gesteckt zu
haben, die drei besten des Jahrgangs wurden. Nicht grade Sympathieträger, was? Man stelle sich mal diese Abschlussfeier vor. Reden über großartigen
Zusammenhang haben wir mit Würgegeräuschen unterbrochen, weil die Damen und Herren, die sich so toll vorkamen, den Eltern und Lehrern ein herrliches
Bild vorzuspielen zum Thema Einheit, diejenigen waren, die die Cliquenkämpfe ausgeführt haben. Und das ausgerechnet wir, die wir doch die Elite
unseres Landes werden, tztztz... Peinlich berührte Blicke, hey, macht mal bloß ihre herrliche, wunderschöne Welt nicht kaputt... dabei fällt mir
ein, wir waren auch die einzigen in unserem Jahrgang, die "Schöne neue Welt" gelesen hatten und es war durchaus amüsant, Anspielungen zu machen,
die der Betroffene nie verstand.
Drei Schulpreise, ha! und alle sind so stolz auf dich!!!
Oh Gott, wir haben doch tatsächlich keine Miss-Sixty-Klamotten getragen, das allein war Gesprächs- und Lästerstoff für zwei lange Jahre. Die Leute
müssen Langeweile haben, oder? Dafür war unserer dann die Aktivierung verschiedener Hirnareale... wie langweilig, oder? Tja, dafür haben wir dann
vier Schulpreise bekommen und im Ernst, am liebsten hätte ich jedes Mal die Zunge rausgesteckt, wenn ich allein da vorne stand und alle voller Wut zu
mir aufblicken mussten. Was für eine Ironie, dass diejenige am erfolgreichsten war, die es am wenigsten wollte...
Der Punkt ist, ich habe alle Erwartungen erfüllt, ohne stolz drauf zu sein, es hat mich so fertig gemacht... Das Leben war so perfekt, dass ich fast
daran kaputtging.
INSUBORDINATION.
"Lass uns über Kontrolle sprechen. ich weiß, dass du ein Mensch bist, der es nicht ertragen kann, die Kontrolle zu verlieren, aber du musst
einsehen, dass die Schule dazu da ist, dich zu formen, in politischer und moralischer Hinsicht. Es geht nicht, dass deine moralischen Werte sich so
gar nicht mit denen unserer vergleichen lassen. Du musst dich unterordnen können und wenn ich noch einmal erlebe, dass du so mit deinem
Religionslehrer sprichst..." - vorgestrecktes Kinn
"Hör mal, es mag ja sein, dass du die Lehren der katholischen Kirche für nicht annehmbar empfindest. ich habe keine Lust, mit dir darüber zu
diskutieren. Du stellst keine Fragen mehr in dieser Stunde!" - amüsiertes Lächeln
Ich kann sie in den Wahnsinn treiben, sicher... Hab ich vielleicht zu oft gemacht.
Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich möglicherweise als gestört gelte. *lach* Nein, das stimmt nicht. Ich bin wegen einer
Anpassungsstörung im Jugendalter bei einer Psychologin gewesen, und habe das sogenannte Borderline-Syndrom, das is alles. Hm, warum? Ich hatte das
Gefühl, zu versagen, das habe ich nicht ertragen können. Nicht aus Sicht der Gesellschaft, da habe ich perfekt funktioniert, sondern mir selbst
gegenüber.
Ich studiere zurzeit, nicht das, was ich will, weil ich nicht so richtig weiß, was ich will, aber es ist interessant ujnd macht Spaß, was will man
mehr. Und es kommt dem, was ich will am nahesten und vor allem ist es nicht das, was man von mir erwartete...
Hm, noch schnell einen Abstecher zur Literatur, weil das in meinem Leben wichtig finde.
Peter Straub - kennt den jemand? Ich liebe seine Art, zu schreiben, seine Art, sich auszudrücken und seine Art, nie genau zu sagen, was passiert,
sodass der Leser ohne viel Interpretationsspielraum nie so richtig weiß, was poassiert ist, was Realität und Fiktion ist. Eindeutig das Beste, was
ich je gelesen habe.
Ansonsten etwas streitbare Gegenwartsliteratur: Gordon, Shem
Tanith Lee hat einer herrlich bildhafte Sprache, ich kenne niemanden außer Straub, der besser mit Worten spielt und niemanden, der bessere, schönere
Synonyme findet, aber ihre Inhalte sind platt, flach, grausam fantasielos und leider hat sie nicht die Gabe, ihre Charaktere so darzustellen, dass sie
leben. Sie lässt sie handeln, ohne zu wissen, warum sie handeln, kennt ihre Beweggründe nicht und so kommt es häufig zu Handlungen, die schlicht
und ergreifend hintergrundlos sind.
So, genug erstmal von mir, ich hoffe, in euch einige diskussionsfreudige und nicht allzu festgefahrene Menschen zu finden.
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Hi Vampyr!
Das mit der Schule kenn ich auch gut. Hab auch ein halbwegs gutes Abi gemacht, obwohl ich nix gelernt hab und mir alles am Arsch vorbeiging. Und
provozieren... ja, das konnte ich gut. War in der 9.Klasse einsamer Spitzenreiter, was die Einträge im Klassenbuch anging. Dabei hab ich nix
schlimmes gemacht, sondern mich nur nicht von denen vereinnahmen lassen.
Würde mich mal interessieren, was du studierst... bzw. was für einen Traumjob du dir vorstellen könntest... Gibt es was, was du dir vorstellen
könntest, 30 oder 40 Jahre lang auszuüben?
Ausser Künstler fällt mir bis heute nix ein, was ich in dieser Welt wirklich sein wollte..
however, erstmal willkommen im Forum! Diskutieren kannst du hier auf jedenfall... und da hier eh jeder ne etwas andere Meinung hat, kannst du gern
auch eine haben. 
@Vampyr:
Ich kenne diese Situation auch, wenn auch nicht von der Schule. Da war ich relativ unauffällig, in den Fächern, wo ich gut war, hab´ich den anderen
alles vorgesagt. Da brauchte ich keine Angst vor Mobbing zu haben.
Das kam dann in meinem jetztigen Job. Ich bin Erzieher bei gesitig-behinderten Menschen. Und obwohl ich selber nicht weiß, wieso komme ich mit denen,
insbesondere mit Autisten, hervorragend aus. Sobald ich mich um die Menschen kümmere, hören deren Agressionen oft auf, auch die Autoagressionen. Sie
brauchen weniger Medikamente und freuen sich wie bekloppt, wenn sie mich sehen. Soweit, so gut, sollte man denken. Aber das ist für meine
Vorgesetzten und Kollegen leider überhaupt nicht o.k. Die meisten Vollidioten sind deshalb Erzieher geworden, weil sich ein zu Erziehender sich nicht
die Menschen aussuchen kann, die ihn erziehen oder betreuen. Und dann komme ich, und obwohl die ganzen Kollegen meinen, die Bekloppten können ja
eh´nicht ausdrücken, ob sie mich mögen oder nicht, und bei mir können sie das doch. Wie gesagt, ich weiß gar nicht, woran das liegt. Ich arbeite
viel mit basaler Kommunikation und Stimulation. Das erfordert viel Körperkontakt und diese hohe körperliche Integrität haben die meisten
verklemmten Erzieher nicht. Also werde ich irgendwann mal überall rausgemobbt, egal, wie es den Bewohnern danach geht. Hauptsache, die Kollegen haben
niemanden mehr, der ihr Ego ankratzt.
Ich denke mir, in der Schule war das bei Dir ähnlich.
Hallo, ihr Lieben und danke für die Antworten!
Erstmal, hui, ich bin überrascht, dass niemand sofort Zeter und Mordio geschrien hat, nur weil ich mal meine Meinung gesagt habe. Mh, gut gut, das
begeistert mich schonmal.
@Q:
Hihi, nee, ich gehe mit keinen Kumpels in die Kneipe und Mädels schleppe ich auch nicht ab, ich bin nämlich 'n Mädel... Nix für ungut wie man so
schön sagt...
Trotzdem hast du recht, meine Familie war nicht das Umfeld, das mich zu einem aufmüpfigen Rebellen gemacht hat, deswegen bin ich wahrscheinlich nicht
so umwerfend extrem. Aber immerhin war ich so etwa bis zur achten kKasse regelmäßig in Schlägereien verwickelt ("Dieses Kind, also wirklich, als
Mädchen!!!"), bei denen es um Rassismus oder Ausländerfeindlichkeit ging. Ich bin schon die Wände hochgelaufen, wenn nur eine Bemerkung wie "Die
sollen bleiben, wo sie sind." kam... Aber es fallen einem auch intelligentere Methoden ein...
Naja, bisher hab ich für nichts lernen müssen, das ist mir wirklich zugeflogen. Wenn mich was nicht interessiert hat, sind schonmal Bücher durchs
Zimmer geflogen, weil ich keine Lust hatte, mich damit zu beschäftigen, aber gelernt hab ich bis zum Abi nur zwei- dreimal.
@dian
Danke erstma für die Willkommensgrüße und für deine Antwort in dem anderen Raum. Ich studiere Medizin. Macht Spaß, joah, aber irgendwie hoffe
ich, dass ich es nach Beendigung des Studiums nicht weitermachen muss. Ich STUDIERE es gerne, aber ich weiß noch nicht so ganz, ob das das Richtige
ist. Künstler, hi, ja, gute Idee, vielleicht schreibe ich doch mal was zu Ende von meinen zweitausend Anfängen. Hab mal einem kleinen Kind ein
Märchen geschrieben und geschenkt, was allerdings ziemlich grausig aufgefasst wurde, weil am Ende von den drei Hauptfiguren nur noch zwei lebten und
das waren nicht die Guten...
Übrigens, deine Geschichte von dem Jungen auf der Brücke, die hab ich schonmal gelesen, weiß aber nicht, wo... Hast du die irgendwoher und nur
abgeschrieben oder schonmal in einem Verlag veröffentlicht???
@arne
Erstmal Hut ab und Verbeugung bis zum Fußboden. Ich hab selbst schon des Öfteren in Behindertenheimen gearbeitet und kann dir sagen, dass es nicht
jedem so leicht fällt und so viel Spaß macht, mit geistig Behinderten zu arbeiten. Und du hast völlig recht, sehr viele sehen das als anspruchslose
Arbeit, bei der sie selbst gut dastehen, Menschen wie dich, die das wirklich mit Herz und Seele machen, sind leider selten. Mir fiel allerdings auch
die Arbeit mit den Kranken leichter als der Umgang mit den Betreuern, aber da habe ich vielleicht eine komische Station erwischt... sagten viele
danach... Was ich so gehört habe, soll es auch nette Leute da geben... :-) Bei mir waren die "Normalen" irgendwie viel abgedrehter als die
Patienten und das war teilweise fast schon unheimlich.
Naja und wenn jemand behinderte Menschen als "Bekloppte" bezeichnet, wie deine Mitarbeiter es tun, sollten sie vielleicht mal ihre Berufswahl
überdenken.
Also, wirklich, Hut ab, ich glaube, ich könnte das nicht ein Leben lang. Dafür habe ich - im Gegensatz zu einer Unmenge oberflächlicher Leute in
meinem Umfeld - keine Probleme mit körperlichen Behinderungen - egal welcher Art. Solange ein kluger Kopf dahinter steckt, kann ich da keine Probleme
sehen und die sogenannten "Berührungsängste" sind doch bloß die Faulheit, sich näher mit Menschen zu beschäftigen, die mit ein bisschen
Förderung viel viel mehr könnten.
Heh, nein, nikcht die Mitleidstour, keine Panik, das will ja auch keiner. Ich vertrete nur die antifaschistische Meinung, niemanden nach seinem
Aussehen abzustempeln.
Okay, cu demnächst mal
Vampyr
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Hihi, naja, ich glaube nicht, dass es im Internet war. Es war eher eine etwas abgewandelte Form - ich glaub, es war in einem Buch. Naja, wer weiß,
wer da von wem inspiriert wurde...
Nein, ich glaube nicht, dass du meine Texte für interessant erachten würdest. Nach dem wenigen, was ich bisher über dich gelesen habe, wäre es dir
wohl nicht blutig genug... ;-) Es sind eher die Abgründe der menschlichen Psyche, die mich interessieren. Zu viel Rumgematsche und Gemetzel find ich
nicht so wahnsinnig... ähm... umwerfend... Weißt schon, nicht dass ich das eklig finde oder so, ich glaub, da ist meine Schmerz-Toleranz-Grenze
ziemlich hoch, es ist eher so, dass ich das halt nicht so... ach, is halt nich mein Ding.
Der letzte Satz dieses "Märchens" beschreibt so ungefähr meinen Stil, wenn auch sehr unzureichend, denn ich habe eigentlich keinen. Ich bewege
mich lieber in verschiedenen, es darf nur nicht allzu glücklich sein...
"Sie stand am Fenster und starrte mit blicklosen Augen auf die endlose Leere, unfähig, etwas anderes auszusenden als ihre eisige, todbringende
Kälte."
Naja, ich hab deine Romane noch nicht gelesen. "Unity 1" scheint "Zwölf" sehr ähnlich zu sein, eine amerikanische Variante/Version von Quentin
Tarantino. Ein bisschen intelligenter umgesetzt vielleicht. Kam leider noch nicht in den Genuß, deine Art der Sprache soweit zu Gesicht zu bekommen,
um mir ein Bild davon machen zu können.
"Unity 2" klingt zumindest vom Inhalt her sehr viel interessanter. Du bewegst dich damit auf jeden Fall auf einem vieldiskutierten Terrain und
könntest mehr Rückhalt bekommen. Hab es wie gesagt noch nicht gelesen, aber ich hoffe auf eine interessante Mischung aus Peter Straubs
"Schattenland" bei der Beschreibung der Schule und "Hamlet" bezüglich der Freundschaft und Treue... Lach ruhig und sag mir lieber nicht,
inwiefern meine "Hoffnungen" da enttäuscht würden...
Schönes WE, bin erst am Montag wieder online.
Cu
Vampyr
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Keine Panik, du bist nicht halb so schlimm wie mein Vermieter (frustrierter Kunstlehrer, der sich vor fremden als maler bezeichnet, bringt leben und
bedeutung in die welt, kein von ihm produzierter klecks ist zu dumm und keine farbmischung zu trivial, um nicht wahnsinnig bedeutsam zu sein).
erzählte erst letztens wieder nach einen wohl extrem frustrierenden Tag, dass bald wieder die große Grippe wie in 1918 kommt und die halbe welt
ausrottet.
Er liest nämlich immer den Spiegel und hat den Fernseher so laut, dass sogar ich höre, wie wahnsinnig verantwortungsbewust er sich informiert.
Na, und er hätte es halt gern so.
Bloß da er sich größtenteils von Fischabfall in Majo ernährt, wird er wohl eines der ersten Opfer werden, denn sein Imunsystem wird froh sein,
wenn es den vorgeworfenen Aldi-Dreck los ist, und statt dessen seinen Körper fressen darf.
Ein Wunder, dass der nicht aus Majo besteht.
Biologische Vorgänge sind geil.
Verweichlichte Städter, da hats mal ein paar Minusgrade und schon sind alle Krank.
Imunsystemstreik vor abartigen Lebensbedingungen.
Gute Idee.
Achja, damit die sache noch themenbezug hat:
ich mag diese unterschwellige abgründlichkeit von Unity eins, die von jemandem stammt, der nur für sich schreibt.
Geht 2 irgendwie ab.
Tja, zunehmende Professionalität.
Hui, ach ja, das werde ich tun, wenn ich meine Prüfungen hinter mir habe.
"Zwölf" ist das Frühwerk eines amerikanischen Teenagers. ist schon `ne Weile her, dass ich das gelesen hab. Es geht um einen weißen Dealer, der
selbst immer clean bleibt und eine neue Droge auf den Markt schmeißt: Zwölf heißt das Zeug. er versorgt damit die oberen zehntausend seiner
Heimatstadt, allerdings die jugendlichen Kinder der oberen Zehntausend, die sich in ihrem wunderbaren Leben ganz schrecklich langweilen. er springt
ganz ordentlich zwischen den Charakteren, macht auch einen kleinen Vergangenheitstrip: Der Bruder des Dealers ist ermordet worden, glaub ich.
Jedenfalls soll irgendwo dann eine riesige Party stattfinden, die zwei der Jugendlichen organisieren. Einige Konflikte spitzen sich zu, der Dealer
versucht die Mörder zu finden und zur Strecke zu bringen, irgendwer schnappt irgendwem die Freundin weg und der ältere der Gastgeber knallt langsam,
aber sicher durch. Dann kommt diese Party und alle sind total zu. Warum nu genau, weiß ich nicht mehr, jedenfalls kommt es dann zum Show-Down und
sämtliche Rachegelüste werden intensiv ausgelebt, alle Rechnungen mit Mord beglichen und dann kommt dieser durchgeknallte ältere Gastgeber aus
seinem Zimmer gestürzt - er ist durchgeknallt im Sinne von völlig fanatisch nach ostasiatischer Kultur - und meuchelt fast alle Hauptdarsteller mit
einem Samuraischwert nieder. Vermutlich, weil ihm dieses ganze Kinder-Getue "Ich bin schon groß, ich nehm nämlich Drogen" auf den Senkel geht.
Also, alle wichtigen Personen tot, bis auf ein paar, die denjenigen verloren haben, den sie am meisten lieben, da kommt die Polizei, der nette junge
Mann schlendert geruhsam aus dem Haus und stirbt in einem Kugelhagel.
Mjam, genauso sollte gute Literatur sein... *heul* Wer lässt denn zu, dass sowas öffentlich erscheinen darf???
hmm, das hört sich ja wirklich nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack an. Werde ich mir auf jedenfall mal vormerken... und vielleicht mach ich
irgendwann doch mal ne Ausnahme und hab bock, was von anderen zu lesen.
In der regel ist's bei mir halt auch so, dass ich wenn ich in der Stimmung wäre, etwas zu lesen, auch meistens in der Stimmung bin, selber was zu
schreiben. Und da müssen dann eben knallhart Prioritäten gesetzt werden... 
wobei, scheisse, wenn jeder so denken würde...
*grins* nicht zu fassen, ich kenn dich gar nicht und weiß, was dir gefällt... ;-)
Lesen bringt dich auf jeden Fall dazu, neue Gesichtspunkte zu entdecken, die du vorher vielleicht noch nicht so bemerkt hast. Ganz nebenbei schult es
den Ausdruck und bringt - mich zumindest - immer auf ziemlich gute Ideen bezüglich der Art der Umsetzung. Ich bin zum Beispiel kein Fan von linearen
Erzählungen. Zeit- oder sogar Realitätssprünge machen für mich den Reiz der Literatur aus. Ich bin immer wahnsinnig begeistert von plastischen
Erzählungen, Metaphern, Hyperbeln, wenn sie nicht absichtlich akzentuiert wurden. Ein Autor, der weniger in seine Werke hineininterpretiert als seine
Leser, ist ein guter Schreiber. Wenn Worte für ihn nur Mittel sind, seine Gefühle so deutlich wie möglich darzustellen, von den Lesern aber mehr
hineininterpretiert wird, dann ist ein Werk wirklich gut. Wenn die Intention allzu deutlich wird, bin ich eher gelangweilt. Insofern hat mir
"Zwölf" gut gefallen. Keine Moralpredigten, eigentlich gar keine direkte Stellungnahme. Auch wenn der Leser angewidert ist und teilweise angeekelt
von der viel zu direkten Beschreibung, wird ihm keine Meinung aufgezwungen.
Kennst du "Mystic River" von Dennis Lehane? Wurde grade verfilmt. So leid es mir tut, der Film ist hundertmal besser als das Buch. Der Film ist
wahnsinnig einfühlsam mit dem Thema Kindesmissbrauch umgegangen, wohingegen Lehane sich eher auf den Mord konzentrierte und das eigentliche Thema
irgendwie am Rande miterwähnte. Er schreibt mir persönlich zu offensichtlich, zu platt, irgendwie zu oberflächlich. Das Ende des Buches ist
idiotisch und im Film hätte man eigentlich schon nach dem Dialog zwischen Sean und Jimmy Schluss machen können, das wäre ein schöner Schlussatz
gewesen. Schade schade schade, dass das Ende Opfer der Offensichtlichkeit wurde...
Einen gewissen Hang zu Moralpredigten habe ich schon (bzw. hatte ich zumindest... ich denke aber schon, dass das mittlerweile besser geworden ist
*g*)
Dass ich ne Intention habe, kann man aber schon deutlich rauslesen, und da bin ich ehrlich gesagt sogar stolz drauf. Heutzutage wird so viel Zeugs
geschrieben, das überhaupt keine Aussage mehr hat und keinerlei Stellung bezieht... das nur Alltag schildert und dem Leser das ganze Werten
überlässt, um es sich ja mit keinem einzigen potentiellen Kunden zu verscherzen... (naja, wenn ich allein schaue, was bei Book on Demand so an
beliebigen Belanglosigkeiten erscheint... *schauder*) Da haue ich doch lieber hin und wieder auf den Putz und knall dem Leser mal ordentlich meine
Meinung hin, auch wenn das dann vielleicht etwas zu politisch wirkt und nicht ganz in den Kontext passt...
Ich meine, ich versteh schon, dass auch andere, nicht-wertende Werke ihren Reiz haben können...
Ich denke mal, beides hat irgendwo seine Berechtigung, seine Vor- und Nachteile.
Du scheinst anscheinend wirklich zu wissen, was mir gefällt...
"Mystic River" war einer der Filme, die mich letztes Jahr (oder war es vorletztes?) im Kino am meisten beeindruckt haben. Sehr gute Schauspieler...
ein Tabu-Thema, das normalerweise eher totgeschwiegen wird.. und ne Story, die einen einfach mitfiebern lässt... hmm ja, das ist schwere, düstere
Kost, genau wie ich's mag.
Leider schaue ich zu viele Filme und die Erinnerung verblasst schon wieder... kann den Dialog, den du meinst, schon nicht mehr rekapitulieren... Den
Film sollte ich mir vielleicht mal wieder anschauen, bei Gelegenheit.
Ach ja, hättest du die Güte, mir mal kurz zu erklären, was eine "Hyperbel" ist ? ? ?
Ich weiss, ich habe dieses Wort mal in der Schule gehört.... es flog zum einen Ohr hinein und zum anderen gleich wieder hinaus an die frische
Luft...
aber jetzt interessiert's mich dann doch mal. Damit ich auch mitreden kann. 
| Zitat |
Wie Du hast keine "Miss Sixty" Klamotten getragen?
So was von uncool.....
Sach mal schämst Du Dich denn gar nicht? ;-)