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das lola Prinzip
Jack - 8.4.2006 um 16:19

Hi Leute

Ich mal wieder. Hab mal wieder ein fantastisches Buch gefunden. Meines Erachtens nicht so vollständig und gut wie "Gespräche mit Gott 1-3", aber dennoch eine recht gute Betriebsanleitung fürs Leben.

"Das LOLA Prinzip"

Ist sehr nüchtern geschrieben von einem Ökonom und zeigt auf wie die Welt funktioniert, warum alles so ist wie es ist und wie man seine Ziele möglichst schnell und mit möglichst wenig Aufwand erreicht. Zitiert etwas viel Jesus und gleichzeitig die Physik (meines Erachtens mit etwas wenig hintergrundwissen)

Wie dem auch sei, wollte ich euch nicht vorenthalten.
Für alle die keine Zeit haben zu lesen und sich trotzdem fragen, wie sie ihre Probleme lösen, schnell mal die Lösung für alles:

LIEBE

Liebe Grüsse
Jörg


quaid - 8.4.2006 um 16:25

damit wäre ich vorsichtig. heisst ja nicht umsonst "love hurts" ^^


Ina - 8.4.2006 um 19:51

Zitat
Betriebsanleitung fürs Leben.

*argl*

Zitat
schnell mal die Lösung für alles:

LIEBE

*ARGL*

erstes Wort das mich stört: "schnell"
zweites: "Lösung für alles"
drittes: die erschütternd ausgelutschte Antwort "LIEBE" (darum "lola-Prinzip"?)

Ansonsten bin ich freilich immer dafür offen, dass man mir in zwei Sätzen das Universum erklärt *löl*


hopeless - 9.4.2006 um 01:04

hm, zwei sätze sind zu einfach: du bist. alles ist relativ. ;P


... - 9.4.2006 um 01:05

Was hat "Lola" mit "Liebe" zu tun???


Aber wenn wir den Thread mal dazu nutzen könnten, das Universum zu erklären:
Btw:
Kann mir jemand mal erklären, warum gestern auf der Abschlußfete der Abiturienten in unserer Stadt, in die ich zufällig hinein geriet, solche Scheiße wie "Call on me" mit voller Dröhnung läuft, während ich in meinem Edeka - Laden neben Aldi jetzt immer als Musikberieselung Sachen von Eminem, Azad, Cool Savage und so´n HipHop höre?
Das irritiert den gläubigen Marxisten doch schon etwas.
Ob @Jacks Buch mir die Antwort geben kann????


dian - 9.4.2006 um 01:42

Versuchen kann ich's ja mal..
also "Call on me" ist ja wohl House oder wie man das nennt.
Und House ist meine Erachtens die Musik derjenigen, die ein paar mal im Jahr nach Ibiza jetten, das Leben wunderbar toll finden und gar nicht verstehen können, wenn jemand wie unsereiner was an dieser Gesellschaft auszusetzen hat. Sprich, der Lebens-Soundtrack für all jene, die mit der rosaroten Party-Brille durchs Leben laufen, mit beiden Beinen im vernünftigen Leben stehen, und gar nicht sehen wollen, dass die Welt eigentlich viel hässlicher ist, als ihnen lieb wäre.
Dass das Abiturienten hören, wundert mich eigentlich nicht weiter. Ich nehme mal an, die andere Hälfte der Abiturienten hat dann vermutlich "Wir sind Helden" oder "Rosenstolz" gehört.
So war das zumindest bei mir in der Klasse. Auf der einen Seite die hirnlose Autobahnraser- und Partyfraktion, auf der anderen diejenigen, die zu hässlich waren, um von der Partyfraktion aufgenommen zu werden und die sich deshalb bewusst scheisse kleideten, um sich von den gutaussehenden Proleten noch deutlicher abzugrenzen. ;)
Ja, richtig.. ich mag Abiturienten nicht besonders. (Anwesende sind natürlich ausgenommen. Ich war ja selber auch mal einer...)

Und Eminem und Co. laufen beim Edeka, weil die vermutlich kein Geld für ne gescheite Kunden-Einlull-CD übrig hatten und deshalb einfach den lokalen Radiosender eingeschaltet haben.


Seneca - 9.4.2006 um 14:12

Du hast damit absolut den Nagel auf den Kopf getroffen @Dian. Könnte in deiner Beschreibung direkt meine eigene Klassenstufe wiedererkennen.
Allerdings muss ich das in einer Hinsicht relativieren:

Es ist ja generell nichts dagegen einzuwenden, dass man feiert, gute Laune hat und auch mal einen Abend lang so tut, als bestände das Leben aus Sommer, Sonne, Palmen. Aber das ändert eben nichts daran, dass die Welt so ist, wie sie ist, nämlich scheiße.


Gast - 9.4.2006 um 16:26

Naja, ich sag mal, es gibt solche und solche Arten, gute Laune zu haben.
Es gibt die gute Laune, wie sie vielleicht Paris Hilton beim Einkaufen verspürt.. also gute Laune, die mit Unkenntnis und Ignoranz einhergeht.
Gute Laune, weil man denkt, dass alles auf der Welt in Ordnung ist. Sowas finde ich widerlich.
Natürlich kann man aber auch gut drauf sein und das Leben lieben, obwohl man weiss, dass auf der Welt nicht alles in Ordnung ist... dagegen habe ich ja überhaupt nichts.
Ich wollte ja auch eigentlich nichts gegen Gute Laune-Musik sagen. (ich hör ja selber gern mal etwas anspruchsloseren Bumm Bumm-Techno.)
Aber bei den Abiturienten, die Arne erwähnt hat, kamen mir eben wieder ein paar Bilder aus der Vergangenheit in den Sinn...
80 Prozent der Klasse kamen aus gutbetuchten Verhältnissen. Während an manchen Hauptschulen die Kids schon mit 14 um ihr Leben (oder zumindest um ihre berufliche Zukunft) kämpfen müssen, werden die meisten Gymnasiasten bis zur Volljährigkeit und darüber hinaus liebevoll betreut und verhätschelt. (diese lange Schonzeit ist ja gerade das coole am Gymi. Dagegen will ich auch mal garnix einwenden... da bleibt zumindest theoretisch mehr Zeit für die Entwicklung des eigenen Geistes)
Das Kotzen krieg ich nur, wenn diese verhätschelten, postpubertären Gymnasiasten dann übermütig werden, von der grossen Karriere träumen und sich für was ganz doll Besonderes und Elitäres halten, obwohl sie oftmals weniger vom realen Leben mitbekommen haben als der durchschnittliche albanische Hauptschüler. Und dann studieren sie, und nicht wenige davon gehen in die Politik... und was dabei rauskommt, sieht man ja...


dian - 9.4.2006 um 16:29

ach ja, der Gast war ich. Hatte nur vergessen mich anzumelden.


Gast - 9.4.2006 um 16:36

@hopeless

Zitat
du bist.

das weißt du doch nicht :D
also ich fand ja schon öfter mal, dass ich nicht so wirklich "bin".
Hab ich schon erwähnt, dass ich den Ausdruck "das Seiende" ganz entsetzlich finde?
Also um das pseudophilosophische Gewäsch komplett zu machen, hau ich den scheiß Knoten durch und sag statt dessen "nichts ist". So und für alle praktischen Zwecke noch dazu "scheiß auf Wahrheit".
Das scheint mir übrigens ein ausgesprochen gemeines System zu sein, fast so gut wie "Zweifel ist Sünde" *g*



@Abiturientensoundtrack
kein Scheiß: bei mir hörten manche Volksmusik. Und eine spielte Zither.


Ina - 9.4.2006 um 16:38

oh sorry, ich hatte mich "angemeldet", aber vergessen die Cookies zu aktivieren


HëllRÆZØR - 9.4.2006 um 17:21

...wobei man schon zugeben muss dass es unserer Welt wesentlich besser ginge,
wenn die ganzen sogenannten "Christen" das mit der Nächstenliebe auch mal anwenden würden,
statt immer nur an den eigenen Vorteil zu denken.

...und das mit dem "Du sollst nicht lügen." nimmt ja sowieso keiner ernst, vor allem unsere "Christ-Demokraten"
gehen da ja gerne mal was lockerer mit um (nicht dass das bei den meisten Politikern anders wäre)..


Seneca - 9.4.2006 um 17:58

Also aus meiner Sicht sind die meisten Menschen, die sich als gläubige Christen bezeichnenn schlicht und einfach Heuchler. Man nennt sich Christ, damit man sich geil fühlen kann und sich ein tolles Leben nach dem Tod verspricht. Ansonsten wird gelogen, betrogen und der eigentliche christliche Gedanke bis zum Zerbrechen verbogen. Die Christen, die man bei uns so trifft behaupten zwar sie seien christlich, sind aber ganz normale Arschlöcher, wie man sie ständig auf der Straße sieht.


hopeless - 9.4.2006 um 18:09

@off-topic:

Zitat
Original von Maria
"Zweifel ist Sünde"

dazu fällt mir ein: when in doubt, fuck it. when not in doubt, get in doubt.
und ansonsten: was du nun "bist" muss man ja nicht "wissen". und ich hab sowieso so lange recht, bist du mir das gegenteil bewiesen hast, ha.


Ina - 9.4.2006 um 18:25

kannst du haben

und @Christentum
Also ich würde sagen, das ist meistens bloß Gewohnheit. Das Christentum wurde einem mal beigebracht und aus geistiger Trägheit bleibt man dabei. Dann lässt man sich jeden Sonntag in der Kirche berieseln, was einem in den Unsinn bestärkt, bis er ins Hirn gebrannt ist und man alt genug ist, um das eigene Weltbild nicht mehr zu hinterfragen. Groß angewendet wird das dann nicht, denn es gibt zwar diese Welt im Jenseits und so, aber jetzt ist man ja auf der Erde und ein schwacher, kleiner Mensch, ein armer Sünder, der eben nicht heilig ist und zwischendurch ein paar schlechte, erbärmliche Sachen macht. Es würde ja auch die Welt nicht mehr funktionieren, wenn alle im Kloster leben würden und ihr Leben Gott gewidmet hätten.
Tja, das wird wie fast alles im Menschenuniversum von den beiden Universalkräften Furcht und Trägheit angetrieben - denn in der Hölle will man ja auch nicht landen, und drum macht man mit diesem lächerlichen Scheiß weiter, kann ja nix schaden - so ne Argumentation steht so weit ich weiß sogar irgendwo bei Pascal, oder @Geisteswissenschaftler? Das ändert aber nichts dran, dass sie armselig ist und widermal gar nix und zwar absolut gar nix über die "Realität" des Ganzen aussagt - wobei man allerdings zur Verteidigung Pascals sagen muss, dass sie damals sicher angebrachter war als heute. Früher war sowas noch nachvollziehbar, immerhin gehts um kosmische Perspektiven und ewiges Leid, aber jetzt ist doch alles so verwässert, dass das bloß noch lächerlich kommt, es erzählt einem in der Kirche doch keiner mehr, dass man in die Hölle kommt, wenn man so weitermacht, wie mans tut. Da wird bloß irgendwie salbungsvoll rumgeschwallt, könnten ja die letzten Schäfchen noch davonrennen.
Das Christentum war vielleicht so im 1. Jahrhundert ne gar nicht so schlechte Angelegenheit, aber nach 2 Jahrtausenden hat es sich halt echt erledigt, alles wurde damit schon bewiesen, alles schon widerlegt, es ist abgegriffen und langweilt nur noch.


Ina - 9.4.2006 um 23:24

Ach was solls, machen wir den Gott-Satan-Universum-Nonsens-Thread draus, denn wenn wir hier gerade am Welterklären sind, ist mir doch noch nach ein paar frommen Gedanken zum Palmsonntag zumute:
Wenn man mich unter Androhung ewigen Lebens oder sowas zwingen würde, einen von den alten Säcken anzubeten, würde ich immer noch eher Luzifer anbeten. Denn der große Lichtengel, das höchste unter allen geschaffenen Wesen, der hinabgestürzt wird in die tiefste Nacht und nun voller Hass ist gegen die ganze Schöpfung, das kann ich noch irgendwie verstehen, nicht hingegen diesen entrückten Allmächtigen, der mal kurz seinen Sohn ans Kreuz hat schlagen lassen, damit er wenigstens ein bisschen Erfahrung heucheln kann, wenn ihn seine erbärmlichen Geschöpfe ihr Leid und ihren Schmerz klagen, die doch er selber zu diesem Elend erschaffen hat - irgendein komischer Hindernislauf, an dessen Ende sie ihn sehen dürfen oder entgültig verbannt werden "denn für manche wäre es besser, nie geboren worden zu sein" - Ja sicher, bloß warum brauchts solche in der Welt? Abschreckung? Unterhaltung? Klar, offiziell ist die Hölle nicht erwünscht, aber vielleicht wäre Gott sonst das Samstagabendprogramm zu fad.
Vielleicht hat er auch einfach irgendwann mal ne Welt angeworfen und weil er nicht genug Kapazitäten bereitgestellt hat, gibts nun leider selten, aber nicht selten genug so hässliche Rundungsfehler und Fluktuationen, bei denen manchmal ein Universum wie unseres entsteht und wenn es ganz dumm läuft, fangen darin "bewusste" Wesen zu existieren an. Gott weiß das natürlich, aber er hat schon so oft die Dinger gelöscht, dass es ihn mittlerweile nervt, er befasst sich lieber mit spannenderen Welten und verlässt sich drauf, dass sich der Rechenfehler in ein paar zig Jahrmilliarden schon erledigen wird - und darum sind wir immer noch da *g*


HëllRÆZØR - 10.4.2006 um 01:20

Zitat
Original von Maria
Ach was solls, machen wir den Gott-Satan-Universum-Nonsens-Thread draus,

Bin dabei! *g*

An Luzifer mag ich, dass er den bedingungslosen Gehorsam verweigert hat,
und das mit dem Gott-auf-die-Probe-stellen hat so was ... naturwissenschaftliches:
Nichts glauben, was einem erzählt wird, ohne sich selbst davon zu überzeugen.
...und wenn man von ihm behauptet, er verbreite nur Lügen,
dann meint man damit wahrscheinlich "Lügen", wie sie Galileo verbreitet hat,
die nicht der "Wahrheit" der Kirche entsprechen.
Die Kirche kann uns viel vom Jenseits erzählen, aber im Diesseits ist der Lichtengel unser Meister.

:12: ...ich glaube ich hab das mit dem Gott-Satan-Nonsens wohl etwas zu genau genommen,
bin aber jetzt zu müde um darüber nachzudenken.


... - 10.4.2006 um 01:30

Ich bin genau so ein Gott wie ich ein Satan bin.
Warum soll ich mich dafür jetzt noch schizophren machen??
Das lohnt den Aufwand nicht.


Jack - 10.4.2006 um 08:51

Warum ist das Thema nu in dem Ordner entartete Kunst *sich frag*

>erstes Wort das mich stört: "schnell"
> zweites: "Lösung für alles"
>drittes: die erschütternd ausgelutschte Antwort "LIEBE" (darum "lola-Prinzip"?)

Liebe Maria, was kann ich dafuer, wenn dich die Wahrheit stoert?
Schnell hiess, dass ich das ganze Buch und alles in der Welt in diesem einen Wort zusammenfassen kann
Dass fuer dich das Wort Liebe ausgelutscht ist, finde ich schade, aber wahrscheinlich kommt das daher, dass viele das Wort halbherzig dahersagen, was voellig Gegenteiliges darunter verstehen.

Liebe ist:

Liebe ist das, was ohne Bedingung, ohne Einschränkung und ohne Bedürfnis ist. Weil es ohne Bedingung ist, erfordert es nichts, um es zum Ausdruck bringen zu können. Es verlangt nichts im Gegenzug. Und es entzieht nichts aus Vergeltung. Weil es ohne Einschränkung ist, erlegt es einem anderen keine Begrenzungen auf. Es kennt kein Ende, sondern setzt sich ewig fort. Es erfährt keine Grenze oder Barriere. Weil es ohne Bedürfnis ist, ist es bestrebt, nichts zu nehmen, was nicht bereitwillig gegeben wird. Es ist bestrebt, an nichts festzuhalten, was nicht festgehalten zu werden wünscht. Es ist bestrebt, nichts zu geben, was nicht freudig willkommen geheißen wird. Und es ist frei. Liebe ist das, was frei ist, denn Freiheit ist die Essenz dessen, was Gott ist, und Liebe ist Gott zum Ausdruck gebracht.

Wobei fuer mich: Gott=Liebe=alles was ist

Liebe Gruesse
Jack


dian - 10.4.2006 um 10:27

@ Jack:

Zitat
Warum ist das Thema nu in dem Ordner entartete Kunst *sich frag*

Also ich habe gedacht, dass das hier ein Literaturtipp sein soll, bzw. eine Diskussion über ein bestimmtes Buch (das aber anscheinend kaum einer kennt. *g*)
Zur allgemeinen Diskussion habe ich ja dafür noch einen anderen Thread aufgemacht. Jetzt diskutieren wir eben in beiden über das selbe. Na gut, soll mir recht sein. Besser zwei Threads als garkeiner.

Zitat
Liebe ist das, was ohne Bedingung, ohne Einschränkung und ohne Bedürfnis ist. Weil es ohne Bedingung ist, erfordert es nichts, um es zum Ausdruck bringen zu können. Es verlangt nichts im Gegenzug. Und es entzieht nichts aus Vergeltung. Weil es ohne Einschränkung ist, erlegt es einem anderen keine Begrenzungen auf. Es kennt kein Ende, sondern setzt sich ewig fort.

Mein Reli-Lehrer hat uns mal was ganz ähnliches erzählt. (Der Typ war aber trotzdem ein Arschloch.)
Aber was ist, wenn ich nun jemanden liebe, der andere hasst? Unterstütze ich dadurch nicht dessen Hass und alles, was er mit seinem Hass anrichtet? Wäre es nicht sinnvoller, sich erst einmal zu entscheiden, wer die Liebe auch tatsächlich verdient hat und wer nicht... und dann nur die Guten zu lieben und die Bösen zu hassen?
Irgendwie kann ich mit der bedingungslosen Liebe nicht viel anfangen, denn es gibt einfach zu viele Dinge und Menschen, die ich unmöglich lieben kann, ohne dadurch andere Sachen, die mir wesentlich mehr bedeuten, zu beschmutzen und herunterzuwerten.
Wenn ich (sorry, ausgelutschtes Beispiel, aber das passt halt immer so gut) jetzt z.B. Adolf Hitler lieben würde und tiefes Verständnis für seine gekränkte Künstlerseele und seine "edlen" Ziele aufbringen würde... würde ich damit nicht automatisch denen, die an Hitlers Politik zu Grunde gegangen sind, auf ihr Grab pissen?
Kann ich einen Mörder und gleichzeitig sein Opfer lieben, ohne dass eine von beiden Lieben zur blossen Farce und Heuchelei verkommt?
Ich glaube, da machst du es dir etwas arg einfach, Jack...
ohne dich jetzt allerdings zum Gegenteil bekehren zu wollen. Ist ja schön, dass du deinen Glauben gefunden hast und davon überzeugt bist. Denn Glauben gibt einem Kraft, auch wenn er vielleicht im Detail einige Ungereimtheiten aufweisen mag.


HëllRÆZØR - 10.4.2006 um 20:33

Ich bin auch nicht der Meinung, Liebe sei "die Antwort auf alles", nachdenken ist mindestens genauso wichtig.
Wer "naiv vor sich hin liebt" kann oft Schaden damit anrichten.

Wer z.B. seine Kinder liebt sollte darüber nachdenken, was für sie das beste ist.
Wer sie verhätschelt und ihnen alles erlaubt tut ihnen nichts gutes,
sie werden arrogant und ihre maßlosen Ansprüche verhindern, dass sie glücklich werden,
ganz zu schweigen von denen, die unter ihnen leiden. ;)

...und wenn man 1 Menschenleben gegen Millionen abwägt kann man halt nicht zu allen lieb sein,
das nennt man dann wohl Kompromis. ;)


Ina - 10.4.2006 um 21:37

@Jack
Also in der Regel toleriere ich abgesehen von ein bisschen Gefeixe durchaus die mehr oder weniger abstrusen Gedankenkonstrukte meiner Mitmenschen - ich hab ja auch nix besseres anzubieten - aber bei dir interessiert mich jetzt einfach, was denn genau so die empirischen Beweise dafür sind, dass Liebe das oberste Prinzip des Universums ist - ich mein, von nem Physikstudenten kann ich erwarten, dass er ein Weltbild, von dem er felsenfest überzeugt ist, irgendwo an der Realität festmachen kann.
Klar, würden alle bedingungslos lieben, ginge es netter in der Welt zu, aber das sagt nichts über die Grundstruktur aus, nach der sie funktioniert.
Wenn ich mir deine Definition der Liebe ansehe scheint mir vielmehr, dass die Welt dem ständig widerspricht: überall gibt es Begrenzungen, ständig wird Menschen das Leben genommen, die es eigentlich nicht hergeben wollen, ständig werden andere festgehalten, die gehen wollen - und Freiheit, was ist schon frei, wir sind beschränkt auf unseren Körper und unseren Geist. Meinetwegen würde ich Gleichgültigkeit oder Dummheit als oberstes Prinzip akzeptieren, "kosmologische Faulheit" von mir aus, aber Liebe? Man kann sich viel einreden, nur musst du zugeben, für das übergeordnete Prinzip schlechthin ist die Liebe in der Welt schon arg versteckt.
Klar kannst du mir jetzt sagen, dass dies alles Täuschungen eines unwissenden Menschen sind, der zu blöd ist die Wahrheit zu sehen, nur solltest du bedenken, dass du mit so einem Spruch alles "beweisen" kannst, so kann auch Hass das oberste Prinzip sein, Angst, Vernichtung, Grausamkeit, Gottes Samstagabendprogramm.


Lonewolf - 11.4.2006 um 12:29

Ich halte es ehrlich gesagt für eine ziemlich anthropozentrische Weltsicht, die Liebe zum höchsten Prinzip zu verklären. Schon weil wir mit Gewissheit lediglich alle ihren Begriff teilen,aber nicht die Empfndung an sich, schließlich hab ich weder die Innenansicht meines Gegenübers noch weiß ich automatisch um die kontextuelle Verwendung des Begriffs (der ja recht dehnbar ist, und in religiösen Zusammenhängen häufig den nebulösen Charakter enes Symbols oder einer Chiffre annimmt).
Aber in Bezug auf die menschliche Existenz würde ich die Fähigkeit zur Liebe (obwohl ich weitergehend eher von Leidenschaft sprechen würde) schon als elementar bezeichnen.


nightrainmonk - 11.4.2006 um 13:18

Als Buchhändler kann ich nur sagen: schaut euch nur an, wer das "LOLA-Prinzip" kauft, und ihr wisst alles, was man zu diesem Buch wissen muss...
Es sind die Leute, die jedes halbe Jahr einer neuen (esoterischen) Heilslehre nachrennen: heute Buddhismus light, morgen "Positives Denken", übermorgen Channeling.
Man sollte vielleicht auch nicht ganz vergessen, dass der Volksgenosse Jack sonst ganz gerne darüber schwadroniert, dass "Juden für sich kämpfen lassen" und van Helsings "Geheimgesellschaften" für ein ganz tolles Buch hält...


Jack - 12.4.2006 um 11:27

Hallo Leute

hab jetzt schon vieles zur liebe im anderen Thread gesagt

@dian:
wie ich im anderen Thread schreibe ist es hilfreich die Worte und Taten eines Menschen, von dem Menschen getrennt zu betrachtet.
Bedingungslosigkeit gehoert einfach zur Liebe, deshalb kann man nicht Liebe nach gutduenken verteilen. Du weisst ja, dass ich nicht mehr in Gut und Boese einteile, daher wuesste ich auch gar nicht wer Liebe verdient und nach welchen Kriterien.
So kann man alle Menschen gleichermassen Lieben und dennoch, wenn man moechte unterteilen in Handlungen dieser Menschen die man weniger mag und die man mehr mag. Auch logisch ist die Unterteilung in Menschen mit denen ich meine Zeit verbringen moechte und Menschen die ich in meiner Naehe einfach nicht ertrage - wegen ihren Worten und Taten. Deshalb kann ich dennoch den Menschen dahinter lieben und achten.
Das funktioniert aber wahrscheinlich auch nur, wenn man wie ich davon ausgeht, dass alle Menschen von Natur aus liebevolle Wesen sind und ihre sich dem widersprechenden Handlungen aus ihren diversen Aengsten kommen.

>Wenn ich jetzt z.B. Adolf Hitler lieben würde und tiefes Verständnis für seine gekränkte Künstlerseele und seine "edlen" Ziele aufbringen würde... würde ich damit nicht automatisch denen, die an Hitlers Politik zu Grunde gegangen sind, auf ihr Grab pissen?

Hitler hatte edle Ziele, war aber ein sehr frustrierter, aengstlicher Mann. Wie so viele hat er gerne alle Verantwortung abgeschoben und alle Schuld anderen gegeben, in seinem Fall den Juden. Die Tat kann man verurteilen, aber die Schuld wiederum an Hitler abzuschieben macht uns auch nicht besser als Hitler. Tatsache ist, du kannst so ne Sache nicht voellig im Alleingang durchziehen.
Wie du siehst wird das alles so wunderbar einfach, wenn man Worte und Taten von dem jeweiligen Menschen getrennt betrachtet.

@Yog-Sothoth:
wie ich vorher schon schrieb: Liebe heisst nicht Hirn ausschalten und einfach immer lieb sein. Liebe kann es auch sein, jemandem einen Arschtritt zu geben, wenn der den unbedingt noetig hat

liebe Maria:
Deine Beobachtung ist insofern richtig, als dass die Welt nicht in der Liebe zu sein scheint.
Die gesamten Gedankengaenge die zu meinem jetzigen Weltbild fuehrten und allein die darlegung der ergebnisse wuerde wohl Tage bis monate dauern. Insofern hast du recht, dass ich nicht einfach gesagt hab, das glaub ich jetzt und fertig - auch wenn bei mir eine gewisse Naivitaet nicht zu leugnen ist. Da ich Physiker bin habe ich mir viele Theorien zur Welt mal angeschaut, sie gedreht, gewendet und versucht durch experimentelle Daten zu ueberpruefen. Bei diesem Verfahren kam schlussendlich die Theorie heraus die ich im Moment vertrete und die am besten zu meinen Erfahrungen passt. Logischerweise kann dieses Weltbild niemals voellig starr sein und muss staendig ueberprueft werden.
Doch ist dieses jetzige Weltbild erstaunlich, weil es mir alles erklaert, es macht alles ploetzlich Sinn. Warum alles so ist wie es ist.
Tatsache ist, ich habe noch keinen Menschen getroffen, der nicht gluecklich sein moechte, im Grunde seines Herzens "boese" ist. Auch kenne ich keinen Menschen der wirklich gegen Weltverbesserung und/oder sogar einigen der konkreten Wege waere. Ich habe nur Menschen getroffen, die voller Angst sind. Angst sie waeren die einzigen die diesen Weg dann beschreiten wuerden. So ist die einzige Kritik an vielen meiner Theorien und Loesungsmodellen: Ich faend das schon gut, aber das funktioniert nicht - allein geht gar nichts - macht doch keiner mit und sehr beliebt: Die Menschen sind noch nicht bereit dafuer, der grossteil der Menschen ist doch schlecht und boese.
Lustigerweise habe ich eben noch keinen dieser Menschen getroffen die so boese sein sollen, alles was ich finde ist eine riesige Menge an Aengstlichen Menschen, die zusammen dadurch genau das produzieren was du jetzt siehst.
Hass kann nicht das oberste Prinzip sein, da du nur etwas hassen kannst, das dir nicht egal ist, das dir etwas bedeutet.
Angst scheint die Welt zu gestalten, doch kannst du auch nur Angst vor etwas haben, wenn dir etwas anderes etwas bedeutet. Wieso solltest du Angst vor dem Tod haben, wenn dir dein Leben nichts bedeuten wuerde?
Egal was ich betrachte, es fuehrt zur Liebe.
Natuerlich kann ich das nicht beweisen, aber du kannst es mir auch nicht widerlegen, womit fuer mich die Wahl besteht ob ich es glauben moechte oder nicht. Da es ein schoenes Gefuehl ist, das zu glauben, ich keinen Gegenbeweis habe, alles im Gegenteil endlich Sinn macht und ich inzwischen praktisch wunschlos gluecklich bin, habe ich mich entschieden eben das zu glauben, bis ich einen gegenbeweis vorliegen habe.

@nightrainmonk
>Man sollte vielleicht auch nicht ganz vergessen, dass der Volksgenosse Jack sonst ganz gerne darüber schwadroniert, dass "Juden für sich kämpfen lassen" und van Helsings "Geheimgesellschaften" für ein ganz tolles Buch hält...

Das mit den Juden war wohl eine frueheres Posting in dem ich mich, wenn das wirklich so da steht, vielleicht auch unguenstig ausgedrueckt habe oder der Kontext des ganzen entscheidend ist. Aber kaum ist man der Ansicht, dass Opfer nicht zufaellig ausgesucht werden und einer bringt die Juden ins Spiel kann man einen viel leichter als dummen Rechtsradikalen hinstellen und schon muss man sich ueber das Thema keine weiteren Gedanken mehr machen.
Jan van Helsings Buch halte ich fuer ein tolles Buch, einfach weil es ein Meilenstein meiner Entwicklung war. Wobei das Buch nicht jedem zu empfehlen ist, da es wirklich leicht Hass erzeugen kann, auch wenn das absolut keine Absicht des Buches ist.
Heute wuerde ich eher Buecher wie "Gespraeche mit Gott" und "das Lola Prinzip" empfehlen.
Wobei ich mich auch frage, was du mit den obigen Worten sagen willst. Ich meine hoert sich so an als wolltest du mich in eine rechte Schublade stecken. Generell scheint dein Posting ein Fest des Schubladendenkens zu sein :-). Ich rate dir mehr Zeit darauf zu verwenden zuzuhoeren was der andere sagt - auf den Inhalt zu achten - als die meiste Zeit damit zu verbringen die richtige Schublade zu finden.

Liebe Gruesse
Jack


Ina - 12.4.2006 um 12:33

deine Gefühle wird dir keiner widerlegen


hopeless - 12.4.2006 um 13:33

vielleicht sollte ich irgendwas urkundliches hinterlegen, in dem steht, dass man mich doch bitte umnieten soll, wenn ich für alles eine erklärung gefunden habe. nicht das ich dann noch behaupten kann, dass das alles falsch interpretiert wird ;)


nightrainmonk - 12.4.2006 um 14:07

Zitat
@nightrainmonk
>Man sollte vielleicht auch nicht ganz vergessen, dass der Volksgenosse Jack sonst ganz gerne darüber schwadroniert, dass "Juden für sich kämpfen lassen" und van Helsings "Geheimgesellschaften" für ein ganz tolles Buch hält...

Das mit den Juden war wohl eine frueheres Posting in dem ich mich, wenn das wirklich so da steht, vielleicht auch unguenstig ausgedrueckt habe oder der Kontext des ganzen entscheidend ist. Aber kaum ist man der Ansicht, dass Opfer nicht zufaellig ausgesucht werden und einer bringt die Juden ins Spiel kann man einen viel leichter als dummen Rechtsradikalen hinstellen und schon muss man sich ueber das Thema keine weiteren Gedanken mehr machen.
Jan van Helsings Buch halte ich fuer ein tolles Buch, einfach weil es ein Meilenstein meiner Entwicklung war. Wobei das Buch nicht jedem zu empfehlen ist, da es wirklich leicht Hass erzeugen kann, auch wenn das absolut keine Absicht des Buches ist.

Ich weiss nicht, was für dich ein "rechtsradikales" Buch ist. Zur Zeit des Erscheinens der "Geheimgesellschaften" stand das Buch auf Platz eins der Buchliste von "Esotera". Ich war damals auf einem Seminar des Verlages und habe heftigst gegen den Antisemitismus dieses Buches protestiert, worauf der Verlag sich von dem Buch distanziert und es von seiner Bestsellerliste entfernt hat.
Also: was ist für dich "rechtsradikal"?


HëllRÆZØR - 12.4.2006 um 15:59

Zitat
Original von Jack@Yog-Sothoth:
wie ich vorher schon schrieb: Liebe heisst nicht Hirn ausschalten und einfach immer lieb sein. Liebe kann es auch sein, jemandem einen Arschtritt zu geben, wenn der den unbedingt noetig hat

Wo habe ich denn gesagt, dass lieben Hirn ausschalten bedeutet?!?
Ich habe nur gemeint, dass lieben allein nicht ausreicht, sondern dass nachdenken mindestens genauso wichtig ist,
da Lieben das Nachdenken nicht explizit beinhaltet, oder ist das in deiner Definition von Liebe enthalten?


Jack - 12.4.2006 um 16:01

>Ich weiss nicht, was für dich ein "rechtsradikales" Buch ist. Zur Zeit des Erscheinens der "Geheimgesellschaften" stand das Buch auf Platz eins der Buchliste von "Esotera". Ich war damals auf einem Seminar des Verlages und habe heftigst gegen den Antisemitismus dieses Buches protestiert, worauf der Verlag sich von dem Buch distanziert und es von seiner Bestsellerliste entfernt hat.
> Also: was ist für dich "rechtsradikal"?

Die erstmal wichtigest Frage: Hast du das Buch gelesen?

Wenn ja, dann fuerchte ich, ich muss dich in die Schublade Korinthenkacker schieben.
Da sind bei mir all jene drin, die Worte lesen, fuer die Kontext ein Fremdwort ist (*fg*) und die nicht das lesen was mit den Worten ausgesagt wird.
Denn jeder mit etwas Verstand sollte bemerken worum es Jan van Helsing ging mit diesem Buch und das war weit entfernt von Antisemitismus, wobei ich seine Erklaerung gerade zu diesem Wort amuesant fand.
Weiters finde ich amuesant, dass sich gerade Leute wie du dafuer einsetzen, dass wir wieder anfangen Buecher zu verbieten, aber sich voll aufregen, wenn das damals genau dieselben gemacht haben, die jetzt diese Buecher schreiben.
Aber klar, Buecher verbrennen ist nur solange boese, solange das die Buecher der eigenen Meinung sind - soviel zu Doppelmoral.

Ich fuer meinen Teil bin fuer absolute Meinungsfreiheit.

Mir ist es aber auch voellig egal ob rechtsradikal, antisemitisch oder andere worte fuer den selben Vorwurf, solange ich verstehe was gemeint ist. Fuer mich ist rechtsradikal, wenn du ne genauere definition haben willst das verpruegeln von Auslaendern. Obwohl ich eigentlich nicht wirklich unterscheide zwischen rechts- und linksradikal - denn andere verpruegeln aus dem Grund des Hasses bleibt verpruegeln aus Hass.
Wobei rechts-/linksextrem (mach da wieder kaum unterschied) eher das besitzen einer Meinung ist, die nicht wirklich sinnvoll ist und oft nur einen schritt vom Radikalen entfernt.

Um zum Buch zurueckzukehren. Es erfuellt keinen der obigen Tatbestaende, da das Buch sowie der Autor keine rechtsextreme Absicht haben.
Die Kritik an dem Buch ist meist: Es kann Hass hervorrufen, rechtsextreme Menschen sagen teilweise dasselbe, argumentieren gleich (das ist eine lustige kleine geschichte fuer sich selbst) und man kann es nicht auf die dumme Menschheit loslassen, da sonst alle Hass bekommen und erst die Juden und/oder dann alle anderen platt machen - Angst ist wieder mal die Ursache fuer den Schwachsinn

Naja, kann mir ja egal sein, aber du kannst stolz auf dich sein, dass du mitverantwortlich dafuer bist, dass in diesem Land wieder Buecher verboten worden sind.
Muss jeder selber wissen was er tut, aber wenn das offensichtlich das ist was du unterstuetzen willst, viel Spass mit den Konsequenzen.

Liebe Gruesse
Jack


Jack - 12.4.2006 um 16:25

lieber Yog-Sothoth

wie kann es denn anders sein, natuerlich ist Nachdenken in der Liebe enthalten. Du hast wahrscheinlich recht und ich sollte das noch oefter explizit erwaehnen, denn wo kommen wir denn hin, wenn wir ohne Nachzudenken in die Welt hinausgehen, ups, naja, tja, da sind wir ja heute ;-)

Lieben heisst wie gesagt nicht einfach lieben und den Rest ausser acht zu lassen.
Es ist wirklich nicht damit getan, einen Liebesschalter zu betaetigen allen zu sagen wie sehr du sie liebst und allen in den Arsch zu kriechen. Im Gegenteil, es heisst erstmal dich selbst zu lieben, dich anzunehmen, mit all deinen "Fehlern" und Eigenschaften. Und dann erstmal aufzuhoeren alles andauernd zu beurteilen und in gut und boese einzuteilen. Ander nicht zu verurteilen und aufzuhoeren ueber andere schlecht zu reden (wenn man nichts gutes ueber jemanden sagen kann, sagt man besser gar nichts)
Es heisst auch Verantwortung zu uebernehmen ueber sein eigenes Leben und seine Taten.
Dann irgendwann liebt man die anderen automatisch, schon allein durch diese Taten wird alles anders, denn du wirst anderen nicht mehr Schuld zuweisen, niemanden mehr als boese ansehen. Das heisst du wirst schonmal niemanden mehr "hassen", etwas "boeses" wollen.

Vielleicht haett ich all das frueher schreiben sollen, um das Missverstaendnis auszuraeumen, dass mit Liebe vor allem die liebe zu anderen Menschen gemeint war.
Liebe beginnt bei einem selbst.

Liebe Gruesse
jack


HëllRÆZØR - 12.4.2006 um 17:01

Also zusammengefasst: Lieben -> Verantwortung übernehmen -> Nachdenken

Das Problem ist leider, dass zwar die Liebe an sich in uns ist, allerdings nicht die von dir beschriebene Liebe, die nicht zwischen "gut" und "böse" unterteilt (= Nächstenliebe).

Der religiöse Fanatiker liebt Gott und alle die "gut" sind, und er sieht sich selbst dafür verantwortlich,
dass "Gottes Wille" unter die Menschen gebracht wird.
Lieben und Verantwortung übernehmen führt also nicht zwangsläufig zum Nachdenken.

Ich stelle dagegen mal die These:
(Liebe und Nachdenken) -> Nächstenliebe


Jack - 12.4.2006 um 18:22

Yog-Sothoth, hmmm
ich denke, wir verstehen die Worte immer noch etwas anders, aber ich denke auch, dass ich deiner These zustimmen kann, macht Sinn


... - 13.4.2006 um 02:48

@Jack:
Ein Buch von einer Bestsellerliste zu entfernen, und somit die Werbung für so ein Buch einzustellen, ist nicht das gleiche, wie ein Buch verbieten lassen.
Und im übrigen kann von mir aus auch jeder Scheiß gedruckt werden, aber ich werde auch respektieren, daß manche Menschen nix mit Menschen anfangen können, die "Mein Kampf" z.B. für ein großartiges politisches Werk halten.


Ina - 13.4.2006 um 09:27

Zitat
Angst scheint die Welt zu gestalten, doch kannst du auch nur Angst vor etwas haben, wenn dir etwas anderes etwas bedeutet. Wieso solltest du Angst vor dem Tod haben, wenn dir dein Leben nichts bedeuten wuerde?
Egal was ich betrachte, es fuehrt zur Liebe.


Nene, also wenn ich fürchte, etwas zu verlieren, dann ist das in erster Linie bloß Abhängigkeit.

Und auch sonst muss ich jetzt doch noch ein bisschen auf deinen Definitionen rumreiten. Du sagst, Liebe sei "das, was ohne Bedingung, ohne Einschränkung und ohne Bedürfnis ist..." usw., aber so wie ich das sehe, fängt eine solche Liebe nicht mit Selbstliebe an, wie du woanders behauptest.
Mir scheint, man betitelt mit "Liebe" verschiedene Emotionen, die gar nicht besonders viel miteinander gemein haben, außer dass sie gelegentlich gemeinsam auftreten.
Da ist auf der einen Seite diese Liebe, die mit Selbstliebe anfängt. Sie will lieben und geliebt werden, denn sie ist auf möglichst viele positive Gefühle aus. Ich habe schon öfter gehört, Eifersucht sei die dunkle Seite der Liebe - hier trifft das zu. Groß idealisieren muss man die meiner Meinung nach nicht, das ist bloß Vernunft, die für einen selbst das Beste will. Ein anderer hilft, dass man sich und das Leben gut aushalten kann, dafür hilft man dem anderen.
Dann gibt es aber noch eine ganz andere Liebe, die sich selbst völlig weggibt, die nicht die Erhaltung des Ichs will sondern das Untergehen im Anderen und Höheren, die die Grenzen des beschränkten Ichs sprengen will - Eifersucht gibt es da nicht, aber die dunkle Seite dieser Liebe ist die Selbstzerstörung.
In einem gesunden Menschenverstand wird beides vorkommen. Jemand, der da zu einseitig ist, würde auch kaum geliebt werden, weil auf Dauer niemand weder diesen verfeinerten Egoismus mitmacht, noch jemanden lieben kann, der irgendwie gar nicht da ist - was soll man mit sowas?
Die goldene gesunder-Menschenverstands-Mitte liegt wohl mal wieder irgendwo dazwischen *löl*


Jack - 13.4.2006 um 15:52

@Arne
aus Bestsellerliste entfernen oder gleich ganz verbieten, kaum ein Unterschied, es geht darum was du unterstützt hast. Du hast die Meinung unterstützt, dass Menschen sich leicht beeinflussen lassen und zu dumm sind, ein Buch richtig zu lesen. Weiterhin bezweifle ich, dass du einer der menschen warst die eher froh darüber waren als dieses Buch dann auch tatsächlich auf den Index kam.
Wobei diese Welle mitunter du, wenn nicht sogar du allein losgetreten hast. Es reicht oft einer um Sachen ins Laufen zu bringen. Ich wollte dir nur bewusst machen wozu du beigetragen hast. Wer weiss schon genau wieviel und ich will auch nicht sagen, dass das gut oder schlecht war, ich sage nur wie es ist.

@Maria
Ja, Liebe ist ein sehr umfassender Begriff und wird leider mit sehr vielen verschiedenen Definitionen verwendet. Ich unterteile da jedoch nur zwei Arten von Liebe. Liebe im Sinne von verliebt sein und Liebe im Sinne von Nächstenliebe, allumfassender Liebe.
Hier rede ich generell nur von letzterer Liebe und nicht dem verliebt sein. Eifersucht dagegen lässt sich leicht zu Angst vor Verlust des Partners zuteilen, ist also eher dem gegenteil der Liebe zuzuordnen. Auch Selbstaufopferung gehört eher zum Gegenteil der Liebe und hat etwas damit zu tun, dass man sich selbst eben nicht liebt.
Die Definition die ich gegeben habe spricht nicht explizit von Selbstliebe, dennoch ist Selbstliebe Grundlage dafür, dass man diese Liebe ausdrücken kann. Wenn man sich selbst schon nicht liebt, wie soll man da andere wirklich lieben können?
Mit Selbstliebe ist mehr gemeint, als viele meinen. Es gehört dazu die Erkenntnis, dass man selbst nicht alleine in dieser Welt ist und mit allem verbunden ist. Wer sich selbst liebt wird anderen nicht wehtun und die Natur um sich herum nicht zerstören, wenn er versteht, das das ihm selbst langfristig gesehen Nachteile bringt. Das müsste ich weiter ausführen, was ich jetzt nicht will.
Liebe anderen gegenüber folgt rein logisch aus der Liebe zu sich selbst. Einfach, weil Liebe den meisten Vorteil für einen bringt.
Ich sag das gerne so: wenn alle miteinander statt gegeneinander arbeiten würden, hätten alle den grössten Vorteil für sich selbst rausgeholt, da ja jeder ohne widerstand zu seinem Ziel käme.
Für jeden Widerstand den man selbst also weniger in die Welt setzt hat man selber es auch einfacher. idealerweise hilft jeder jedem bei der Verwirklichung dessen Träume und Wünsche, dann kämen wir am schnellsten alle dorthin wo wir hinwollen. Eigentlich logisch und reine Selbstliebe.

Liebe Gruesse
Jack


Ina - 13.4.2006 um 18:19

Man sagt gern, das Ganze sei mehr als die Summe aller Teile, aber da scheint man das plötzlich zu vergessen. Eine Gesellschaft ist "mehr" als eine Summe von Individuen. Die hat ihre eigene Dynamik, die viel unmenschlicheren Gesetzen folgt, als die Psyche eines Einzelnen, der einsieht, das alles besser würde, wenn alle nett zueinander wären. Einer Masse aber kann man nichts erklären, man kann sie bloß fanatisieren, ängstigen, zornig machen.
Darum ist natürlich grundsätzlich richtig, was du sagst, aber die Argumentation findet irgendwie auf der falschen Ebene statt, so dass sie rettungslos theoretisch bleibt und wir eine solche Welt nicht haben und nie hatten, auch wenn es im Grunde so einfach und einsichtig ist.


... - 14.4.2006 um 01:49

@Jack:
Ich hab´gar nix mit dem Buch am Hut. Ich hab´s nie gelesen, nie in der Hand gehabt und war auch nie ein Buchhändler oder sonst was, der das verkauft hat.
Kann es sein, daß Du mich mit @Nightrainmonk verwechselst?


Jack - 15.4.2006 um 12:31

@arne
jepp hab dich wohl verwechselt, aber selber schuld, wenn man sich in die Diskussion anderer einmischt ;-)

@maria
Das klingt mir nach der Standardausrede der Menschheit.
In der Geschichte waren es dennoch immer einzelne die die ganze Welt veränderten. Allein Jesus hatte Einfluss auf 2000 Jahre Geschichte und das war nur einer, der eben die Liebe bis in die letzte Faser gelebt hat.
Stell dir vor wir zwei würden es ihm Nachtun und es wären schon zwei mit diesem Einfluss vorhanden. Was für eine Energie, da finde ich es lächerlich zu behaupten, ich Rede auf der falschen Ebene. Es braucht nicht zwei, drei oder tausende um die Welt zu verändern, es reicht ein Einziger der es ernst meint.

Ich durfte immer wieder erleben wie viel Einfluss ein Mensch hat, ob es ihm bewusst ist oder nicht, zum positiven oder zum negativen.

Wie ich geschrieben habe irgendwo, ich habe keine Menschen getroffen, die nicht für eine Verbesserung waren, die keine Macht hatten, ich treffe immer nur Menschen, die mir sagen, dass einer allein nix tun kann. menschen die sich und mir alle Macht absprechen. Und behaupten es gäbe so viele Menschen, die noch nicht bereit für das alles wären - womit sie ja offensichtlich sich selber meinen.

Wenn du wüsstest wie sehr diese Worte alle positiven entwicklungen bremsen. Ich erfahre am eigenen Leib, wieviele meiner wundervollsten Gedanken und Ideen an solchen Worten gestorben sind.
Wenn du das mal erlebt hast, weisst du, warum die Welt so ist wie sie ist. Und dass daran keine bösen Mächte schuld sind, sondern du selbst und deine unmittelbaren Mitmenschen in deiner Umgebung.

Klar, geht es leichter, wenn man mehr Leute hat. Aber es reicht ein Mensch. Ein kleines Licht kann sehr sehr viel erhellen. Während es sehr sehr viel Dunkelheit braucht um es zu verdecken.

Ich glaube sogar, jeder von uns war ein kleines Licht als er/sie auf die Welt kam, doch so gut wie jedes wurde verschluckt, durch Worte wie: Du bist ein Träumer, einer allein kann doch nix erreichen, Spinner, werd erwachsen.
Erinnert euch das vielleicht an eure Kindheit? Mich schon. Und mich wundert nicht, dass die meisten nach spätestens ihrem ersten Weltverbesserungsanlauf resigniert aufgeben.

Also, ich für meinen Teil habe und werde nie aufgeben und werde ein Licht sein. Das heisst vor allem, den anderen zeigen, dass es auch anders geht. Anderen die selbstgemachten Grenzen zeigen und ihnen beweisen, dass man sie auch überschreiten kann.
Und dass Liebe stärker ist als alles andere.

Liebe Grüsse
Jörg


Ina - 15.4.2006 um 18:52

Na gut, wenn das von mir die Standardausrede ist, dann ist das von dir die Standardidealistenblindheit - ich finde nicht, dass man so weiterkommt ;)

Und was bitte hat Jesus bewirkt?
Dass man auch nach zweitausend Jahren noch ein absurdes Zerrbild von ihm hat, ja, aber was ist das so ungeheuer Positive?
Es ist viel Scheiße in seinem Namen passiert, sicher auch viel Gutes, aber auch wenn es keine Möglichkeit gibt das herauszufinden, stellt sich doch die Frage, ob wir schlechter dran wären, wenn Jesus nie gelebt hätte.
Du bist ja mitlerweile alt genug, um dich nicht mehr von irgendwelchen Eltern und sowas in deiner Entwicklung bremsen zu lassen und von mir sowieso nicht, deshalb muss ich meine Einwände nicht zurückhalten:
Klar, manchmal verändern Einzelne tatsächlich die Welt, aber schau dir die vielen Menschen an, die die Welt verbessern wollen und die wenigen, die tatsächlich herausrragen und dadurch nicht korrumpiert wurden - sorry, aber da ist die Wahrscheinlichkeit fast Null, dass gerade du die Welt grundlegend verändern wirst.

Naja, die eigene Welt lässt sich durch Liebe auf jeden Fall verändern, ich hätte kein Problem damit, den Rest zu ignorieren. Aber ich bin ja auch bloß eine wenig licht- und liebreiche Egozentrikerin mit arg nihilistischer Ader und hätte auch nichts dagegen, wenn die Welt endgültig in den Abgrund geht. Kannst mich ja drum in dein "noch nicht bereit"-System einordnen, so irgendwo auf dem halben Weg zum Affen :D


harlequinn - 15.4.2006 um 19:01

Jack, irgendwie stellst du das Ganze so dar, als seien die aktuellen Umstände eigentlich wunderbar und der Kapitalismus ein liebes Pony, was man eigentlich dressieren könnte, aber jeder denkt es sei ne Mordsindustrie, gegen welche man allein nicht ankommt.

Denkst du die Machthaber würden ihre Macht freiwillig abgeben?


Jack - 17.4.2006 um 10:59

liebe maria

wie gesagt ich teile nicht mehr in gut und böse ein, daher kann ich dir nicht sagen ob Jesus Einfluss gut oder schlecht war. Er war aber definitiv nachhaltend.
Ich bleib dabei, Einzelne können viel verändern, sie müssen es nur ernst meinen und sich nicht davon abbringen lassen. Dass es davon sehr wenige gibt ist logisch, wenn alle um dich rum gegen dich arbeiten.
Ich begnüge mich ja auch erstmal mein Umfeld, wozu ich auch euch zähle, zu verändern, LIebe zu verbreiten etc. Habe dadurch schon viel verändert. Und der Rest der Welt kann doch dir und mir wirklich egal sein. Ich tu was mir möglich ist und schau, dass wenigstens ich nicht gegen die anderen arbeite, sondern sie am besten unterstütze. Denn wenn das alle tun würden hätten wir die ideale welt. Nur einer muss anfangen.
Klar, manchmal denk ich mir auch, wenn sie nicht wollen, dann lass sie mit Karacho an die Wand fahren. Doch ich will wenigstens danach sagen können: Ich habs euch gesagt. Und: Ich hab alles mir mögliche getan um das zu verhindern.

@Harlequin
jepp, meine Einstellung ist, es ist alles wunderbar. Es gibt nix schlechtes oder gutes. Ich sage aber auch, dass Kapitalismus uns bremst, die Umwelt schädigt und langfristig wohl in einer Katastrophe endet.
Ich denke, die Machthaber werden das entweder erkennen müssen uns sich und die Welt ändern, oder sie werden nicht lange mehr Machthaber bleiben. Es kommt wie alles immer darauf an was du tust und du hast im Grunde immer die Möglichkeit noch das Ruder rumzureissen - das ist das schöne an dieser Welt.
Was wichtig ist, mir geht es schon lange nicht mehr darum gegen etwas zu arbeiten, das wird nicht funktionieren. Ich arbeite immer für etwas und stelle anderen keine Barrieren mehr in den Weg. Ich arbeite für eine neue Welt und ignorier die alte.
Können doch alle tun was sie wollen, ich mach da nur nicht mehr mit und fang was neues an.

Liebe Grüsse
Jack


Ina - 18.4.2006 um 00:15

Äh, es kommt nicht auf die "positive" Wirkung, sondern nur auf die Wirkung selber an?
Also ich glaube nicht, dass du das sagen wollstest, oder *g*
Und wenns nichts Gutes und nichts Böses gibt, wofür kämpfst du dann? Dann ist doch nichts mehr wert als was anderes und es ist scheißegal, was ist und was wird.

Aber ach, im Grunde weiß ich sowieso, was du meinst, hat eh keinen Zweck, das hartnäckig abzustreiten und irgendwelches halblogisches Gefützle anzuzetteln - wenns das absolut geile, vollständig richtige, hundertprozent konsistente Weltbild gäbe, hätte ich es :D


HëllRÆZØR - 18.4.2006 um 01:06

@Jack: Ich weiß nicht so genau ob die Auswirkungen so egal sind.
Stell dir mal vor Jesus hätte ein eigenes Buch geschrieben, in dem er seine Lehren eindeutig (und nicht bloß in unterschiedlich auslegbaren Gleichnissen) beschrieben hätte.
Ich glaub' das hätte uns eine Menge Leid ersparrt, und sowas wie Nächstenliebe wäre heute viel verbreiteter...
...meintest du nicht mal, man sollte Ursachenforschung betreiben? ;)

Prinzipiell bin ich übrigens in vielen Punkten deiner Meinung, allerdings finde ich, dass du manchmal inkonsequent bist,
also z.B. nicht in gut und schlecht aufteilst, aber gleichzeitig die Welt "verbessern" (= Schritt in Richtung "gut" auf der "schlecht-gut"-Achse) willst.


Jack - 18.4.2006 um 14:52

@maria
ich kaempfe fuer gar nichts, weil kaempfen sinnlos ist. Ich nehme alles an was kommt und habe Spass. Aber es gibt schon noch Sachen die mir mehr Spass machen und Sachen die weniger Spass machen. Und vor allem bin ich ja noch nicht perfekt und kann noch nicht an allem Spass haben, so sehr ichs auch versuche. Das heisst ich werde immer Vorlieben haben.
Ich habe hauptsaechlich aufgehoert irgendetwas als schlecht zu beurteilen, denn alles hat auch seine guten seiten.
Im Grunde ist alles so wie immer, nur es zieht mich nichts mehr runter und ich fuehle mich absolut frei. Ich brauch nichts mehr unbedingt oder bin traurig wenn ichs nicht hab, im Gegenteil sehe die Vorteile darin. Wenn ich vor dem verschlossenen Kino stehe, aergere ich mich nicht, dass ich nicht jetzt den Film sehen kann den ich wollte, sondern finds toll, dass sich jetzt meine Vorfreude noch mehr steigert und geh halt Billardspielen oder mach sonst was schoenes.
Wenn mir einer die Vorfahrt nimmt, seh ichs als Reaktionstest und denk mit einem laecheln daran wie oft ich das schon versehentlich gemacht hab. und und und
Das Leben ist ploetzlich einfach nur noch lustig, wenn mans nicht mehr so ernst nimmt.

Weiss nicht genau was fuer ein Weltbild das sein soll, das du meinst. Ich kann jedenfalls sagen, ich hab fuer mich das perfekte Weltbild gefunden, andere brauchen wahrscheinlich ihr eigenes, aber ich wollte eben eines das mir einige Kriterien erfuellte: Unzerstoerbarkeit, das heisst es darf niemals etwas passieren koennen was nicht in mein Weltbild passt (z.B. Landung Ausserirdischer, Welt ist Matrix-computerprogramm oder Sterne sind kleine bunte Gluehlaempchen) - und es sollte daraus folgernd wahr sein, denn nur Wahrheit kann man nicht zerstoeren. Und ich muss sagen, nach allem macht dieses Weltbild richtig Sinn, denn es ist genial, wenn mans mal verstanden hat und passt zu neuesten Wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die wenigsten Weltbilder integrieren die Quantenmechanik, da der Mensch immer noch oft in Schemata denkt wie: Entweder das eine oder das andere ist wahr, wenn sich die beiden Dinge widersprechen. Mein Weltbild und die Quantenmechanik sagen. Sowohl das eine als auch das andere sind wahr, auch wenn sie sich voellig widersprechen.

@Yog-Sothoth
auch wenn Jesus noch soviele Buecher geschrieben haette hoeren Menschen immer noch nur das was sie gerne hoeren wollen. Ist ja nicht so, dass man die Bibel nicht geaendert haette, man hat einfach die Passagen rausgestrichen, die den oberen nicht gepasst haben. Und genauso waere es dann gewesen. Egal wie sauber Jesus das Manuskript geschrieben haette.

Bin wahrscheinlich oefters inkonsequent, aber da nicht. Denn einerseits habe ich erkannt, dass Gut und Boese aufteilungen keinen Sinn machen, andererseits habe ich bemerkt, dass man dennoch etwas einteilen kann und ich ungeschickterweise oft zu den worten "besser", "positiv' etc zurueckgreife.
Denn ich habe bemerkt, dass alle Menschen ein Ziel haben: Gluecklich sein.
Und es gibt Sachen die im Hinblick auf dieses Ziel funktionieren und Sachen die nicht funktionieren. Wobei ich gerne funtionierendes als positiv und nicht funktionieren als negativ bezeichne, was aber nicht ganz korrekt ist. Denn nichts ist schlecht, nur weil es nicht funktioniert oder gut, weil es funktioniert. Auch ist das Ziel von grosser Bedeutung.
Naja, da eben jeder gluecklich sein will setze ich dieses als Ziel und will anderen helfen dieses zu erreichen. Im Grunde habe ich das Ziel fuer mich so gut wie erreicht, aber da ich weiss, dass es mir grossen Vorteil bringen wuerde, wenn ihr anderen auch gluecklich waert versuche ich euch zu helfen. Fuer euch die Welt also besser zu machen im Hinblick auf das was ihr im Grunde vorhabt.

Und in Gut und Boese aufzuteilen ist definitiv etwas, das nicht funktioniert, wenn ihr gluecklich sein wollt.

Liebe Gruesse
Jack


HëllRÆZØR - 19.4.2006 um 00:38

Zitat
Original von Jack
Die wenigsten Weltbilder integrieren die Quantenmechanik, da der Mensch immer noch oft in Schemata denkt wie: Entweder das eine oder das andere ist wahr, wenn sich die beiden Dinge widersprechen. Mein Weltbild und die Quantenmechanik sagen. Sowohl das eine als auch das andere sind wahr, auch wenn sie sich voellig widersprechen.

Was hat ein Weltbild, indem sich Widersprüche nicht widersprechen mit Wahrheit zu tun?
Wer weiß, vielleicht habt ihr ja recht und die Realität basiert tatsächlich nicht auf Gesetzen der Logik (was ich nicht glaube),
aber in diesem Fall wären Realität und Wahrheit zwei unterschiedliche Dinge.

In meinem Weltbild ist Logik übrigens die oberste Instanz, aber auch das widerspricht sich nicht mit der Quantenphysik,
da physikalische Modelle meist nur Annäherungen an die Realität sind.
Wenn sich nach einem solchen Modell zwei wahre Aussagen widersprechen ist allerdings meine Schlussfolgerung,
dass das Modell gewisse Fehler hat, was mir nicht verbietet mit diesem Modell zu arbeiten,
da es evtl. die beste Annäherung an die Realität ist, die mir zur Verfügung steht.

Zitat
Original von Jack
Und in Gut und Boese aufzuteilen ist definitiv etwas, das nicht funktioniert, wenn ihr gluecklich sein wollt.

;) Kein Widerspruch hier!


Ina - 19.4.2006 um 11:05

Also was sich "völlig widerspricht", wird sicher auch die Quantenmechanik nicht zulassen, höchstens Dinge, die das dumme Menschenhirn nicht in seine Alltagserfahrung integrieren kann, weshalb es meint, dass sie sich widersprächen, obwohl sie es gar nicht tun.
Andererseits gibts da genug Dinge, die nicht sein können, obwohl man meint, sie sollten. Wenn du mit Quantenmechanik kommst, Jack, solltest du daran denken, insbesondere weil ja der Begriff "Quanten" selber schon so etwas ausdrückt. Deine Vorstellung von der perfekten Welt könnte nämlich dazugehören.


Jack - 19.4.2006 um 11:16

Lieber Yog-Sothoth

leider muss ich dich enttäuschen was dein Weltbild in Hinsicht auf die Quantenmechanik betrifft. Zwar ist es etwas vielschichtiger als ich es erklärt habe, denn die sich widersprechenden Wahrheiten sind nur dann gleichzeitig wahr, solange wir es nicht genau wissen. Sobald wir genau hinschauen entscheidet es sich für eines von beiden. Wobei in meinem Weltbild, dieser Entscheidungsfaktor beträchtlich vom Beobachter abhängt und sicherlich ein paar andere Physiker derselben Meinung sind.

Das bedeutet prinzipiell haben wir schon den physikalischen Beweis erbracht wie die Welt funktioniert: Der Mensch erschafft sich seine eigene Realität. Und solange er sich noch nicht für eine Seite entscheiden muss, entschieden hat sind logischerweise beide Realitäten gleich wahr.

Das mit dem gleichzeitig wahr ist sogar so wahr und bewiesen, dass sich ein ganzer Zweig der Physik widmet diesen Effekt auszunutzen, um einen Quantencomputer zu entwickeln. Der Rechenvorgänge so gut wie beliebig schnell machen würde. Zum Beispiel könntest du manche Rechnungen die im Moment mit dem Computer länger dauern würden als das Universum alt ist innerhalb von wenigen Sekunden oder Bruchteilen von Sekunden durchführen.

Viele Weltbilder, wie anscheinend deines müssen diesen Effekt leugnen, um existieren zu können. Nichtsdestotrotz bleibt zwar alles logisch, aber ohne den Satz: Wir erschaffen uns unsere Realität wird dieses geschehen fast unbegreiflich. So ist das absolut klar warum das so ist und warum es funktionieren wird.
Es erklärt auch warum ein einzelner selten etwas erreicht, eben weil die meisten das glauben und somit ihr Glaube Realität wird. Nichts was geschieht wird sich deinem Glauben entgegenstellen, wieso Ausserirdische auch nicht so einfach auf der Erde landen können, das können sie erst, wenn ein beträchtlicher Anteil der Menschen an deren Existenz glaubt.

Wobei natürlich auch die Intesnsität des Glaubens eine Rolle spielt, also man somit auch leicht erklären kann, warum Jesus etwas tun konnte, wovon alle glaubten es sei so gut (aber nicht völlig!) wie unmöglich.

Wenn man mal wirklich offen und ehrlich darüber nachdenkt, erkennt man, die Genialität dieses Konzepts und dass hinter allem eine grosse Intelligenz, Gott stecken muss. Und das alles einfach perfekt ist und wie Zahnräder ineinander greift.

Und ich weiss, dass es wahr ist, zumindest für mich, da ich die Grundlage für all das schon von Geburt an wusste. Es war das was ich wohl wirklich für mich mitnehmen durfte aus dem leben vor dem Leben. Ich bin mir heute ziemlich sicher, dass ich mir wohl diese Wahrheit mir in dieses Leben herübergerettet habe, einfach in einem kindlichen Satz:
"Wenn ich nur fest genug daran glaube, werde ich fliegen können, oder generell alles tun können, was ich will."

Dieser eine Satz umschreibt bis heute eigentlich immer noch was ich glaube.
Natürlich hab ich mal daran gedacht, was ist, wenn alle Menschen solche Sätze haben und so zu ihrer Realität finden, woher weiss ich, dass dies die Realität ist?
Und meine Antwort darauf ist, weil sie alles erklären kann, auch die Weltbilder aller anderen und warum sie in sich stimmig sind. Weil es einfach alles erklären kann und auch weil ich sehe, dass die Welt genau so funktioniert. Die anderen sehen zwar auch, das ihr Weltbild ihnen alles erklärt, aber es lässt keine anderen weltbilder zu, es muss Dinge ausschliessen. Ihre Weltbilder schliessen sich gegenseitig aus, während mein Weltbild alle anderen Weltbilder umschliesst und allen recht geben kann.
Weiters war ich nie der einzige der eben diesen Satz bestätigte: Jesus sagte, der Glaube kann im warsten Sinne des Wortes Berge versetzen. Und viele andere bestätigten das.

Und nun erzählt mir, aus wo soll sich der Fehler in meinem Weltbild befinden, in meinen Gedanken, hab ich was übersehen? Ich bleibe da immer noch offen und drehe und wende es wie ich nur kann, aber ich finde nix.

Liebe Grüsse
Jack


dian - 19.4.2006 um 11:59

Zitat
Und nun erzählt mir, aus wo soll sich der Fehler in meinem Weltbild befinden, in meinen Gedanken, hab ich was übersehen? Ich bleibe da immer noch offen und drehe und wende es wie ich nur kann, aber ich finde nix.

Wie wäre es zum Beispiel damit:
Zitat
"Wenn ich nur fest genug daran glaube, werde ich fliegen können, oder generell alles tun können, was ich will."

Ohne dich jetzt unnötig demotivieren zu wollen:
Ich glaube in keinster Weise, dass du ohne irgendwelche technischen Hilfsmittel fliegen kannst.
Das behaupte ich jetzt einfach mal ganz frech. Du hast natürlich die Möglichkeit, uns alle beim nächsten Treffen eines Besseren zu belehren. (ist ja bis dahin noch ein wenig Zeit zum Üben... :D )


hopeless - 19.4.2006 um 16:11

wenn dus mit nem regenschirm vom balkon versuchst, jack, kommst du vielleicht sogar in die zeitung ;) hat in der grundschule mal einer geschafft.


Ina - 19.4.2006 um 18:11

Also Fliegen konnten im Mittelalter manche Hexen mithilfe irgendeiner interessanten Mixtur aus Nachtschattengewächsen durchaus, ich wüsste schon nen Platz, wo so Zeug wächst, da kann ich ja zum Treffen nen halben Tollkirschenstrauch mitbringen, an dem tun wir uns gemeinsam gütlich und dann wird Jack oder sonstwer schon plötzlich fliegen können, wenn sich nicht vorher die Hölle vor uns auftut und uns veschlingt.


hopeless - 19.4.2006 um 22:58

ich hab da eher was richtung (fliegen-)pilzen gelesen.. aber so genau wird das da auch niemand dokumentiert haben.


HëllRÆZØR - 20.4.2006 um 00:28

@Jack: Vielleicht verstehst du mich falsch, ich seh das in etwa so wie Maria:
Ich leugne nicht, dass es diese Dinge geben kann, die sich zu widersprechen scheinen,
ich leugne einfach dass sie sich widersprechen, falls es sie gibt.
...und wenn man behauptet das etwas koexistiert UND sich widerspricht hat man 'nen großen Fehler in seinem System,
da sich das PER DEFINITION ausschließt.

...aber wenn dein Weltbild alle anderen integriert, wieso dann nicht das, was du für mein Weltbild gehalten hast? :|


Jack - 20.4.2006 um 13:21

@dian
haha, wie witzig. erstens muss man dazu schon sehr fest daran glauben. Und um es euch vorführen zu können müsste mein Glauben, dass ich es kann grösser sein als euer aller glaube, dass ich es nicht kann. Habs schon oft genug probiert um sagen zu können, mein Glaube ist noch nicht stark genug. Und inzwischen sehe ich auch keinen Grund solange zu üben bis ich es kann.

@Yog-Sothoth
wenn man das natürlich so betrachtet, hast du recht.
Für den normalen Verstand schliesst sichs aber eben total aus, dass es einen Gott gibt und gleichzeitig keinen gibt. Das heisst, solange man es nicht nachprüft verhält die Welt sich so als ob beides gleichzeitig zutrifft. Wenn man natürlich diesen Zustand definiert und ihm einen Namen gibt und akzeptitiert, dass das so ist hat man diesen Widerspruch umgangen. Dennoch ist die Aussage, es gibt einen Gott genau das Gegenteil von es gibt keinen Gott und folglich widersprechen sich normalerweise diese Aussagen.
Es ist aber auch nicht nur eine Koexistenz beider Zustände, sondern im Grunde ist beides gleichzeitig wahr. Sowohl die Aussage "Gott existiert" als auch "Gott existiert nicht" sind solange wahr, bis wir es persönlich überprüfen.

Für den Quantencomputer nutzt man den Spin von Teilchen aus, der im Grunde nur up oder down, also 1 oder 0 sein kann. Solange wir ihn aber nicht messen besitzt ein Teilchen beide Spins gleichzeitig. So kann man mit 8 dieser Teilchen ein Byte bauen das, solange wir nicht hinsehen alle 256 möglichen Zeichen darstellt. Wenn du nun daraus eine Zahl bastelst, sagen wir vierstellig: Repräsentiert diese Kombination alle möglichen Zahlen von 1 bis 9999 gleichzeitig. Insofern kannst du in einem Rechenschritt alle Zahlen von 1 bis 9999 sagen wir mit einer bestimmten Zahl malnehmen oder subtrahieren oder oder oder.
Ups, bin schon wieder abgedriftet mit dem Thema, aber ich find das einfach faszinierend.

Liebe Grüsse
Jack


Ina - 20.4.2006 um 19:51

Gott ist ein Qbit!
Mann, das ist ja mal ein Ansatz, der tatsächlich was erklärt, nämlich warum sich der alte Sack nicht blicken lässt, der hat schlicht Angst vor Wechselwirkung mit dem Universum, denn dann könnte er schnell ein bisschen nichtexistenter werden und das ungläubige Pack auf der Erde heutzutage könnte ihn endgültig auf Nichtexistenz kollabieren lassen - und was weg ist, ist weg.
Jetzt versteh ich auch das mit dem Fliegen: du bist auch so eine Überlagerung und kannst zu einem ganz, ganz kleinen Anteil fliegen (so komplett Null ist die Wahrscheinlichkeit ja nicht, dass alle deine Moleküle mal schnell in perfekter Choreographie nen Meter nach oben springen). Und nach irgendeinem bizarren System, nach dem freier Wille mit Quantenzufall zusammenhängt, würde unser und dein gemeinsamer Glaube an deine Flugkünste dich tatsächlich auf diesen Teil projizieren und schon bist du am Fliegen :D


Jack - 21.4.2006 um 10:33

maria, besser hätt ichs auch nicht sagen können.
Hab mir auch schon überlegt ob man vielleicht mit seinem Bewusstsein und Glauben einfach nur Einfluss auf die Wahrscheinlichkeiten hat. Da ja rein mathematisch alles möglich ist nur die wahrscheinlichkeit im Normalfall sehr gering, müsste man doch nur diese erhöhen.
Der Geist sozusagen als Katalysator. :-)


hopeless - 21.4.2006 um 16:40

Zitat
Original von Jack
Der Geist sozusagen als Katalysator. :-)


das ist mal ne formulierung, die es auf den punkt bringt. aber das wäre ja dann ein system, das sich selbst katalysiert (autokatalyse) und in dem fall glaube ich nicht dran :)


Ina - 21.4.2006 um 18:01

Nein, also ich denke, zum Unwahrscheinlichkeitsdrive bringt mans nicht mit ein bisschen Glauben :D
Dass irgendwelche Vorgänge im Menschengehirn gezielt ne Wellenfunktion beeinflussen bzw. sogar auf den Ausgang eines wirklich zufälligen Prozesses Einfluss haben, ist eine so verwegene Idee, dass ich jetzt echt nicht verstehe, warum man da überhaupt den Umweg über die Quantenmechanik macht. Da kann ich mir doch gleich was x-beliebiges zusammenkonstruieren, an die Bibel glauben oder was auch immer. "Gott, der Gnade und Wunder gewährt" klingt da in meinen Ohren echt plausibler.


Jack - 23.4.2006 um 18:20

das ist ja grad das geniale an der Welt, dass man sich alles x-beliebige konstruieren kann.
Auch wenn diese Vorstellung sogar für mich fast zu hart ist, aber rein logisch kanns nicht anders sein. Ich mein, zumindest wäre es die genialste Konstruktion einer Welt und passt meines Erachtens zu einem allmächtigen Gott.


hopeless - 23.4.2006 um 19:46

frei nach dem motto: wahr ist nur, was nicht wahr sein kann.. oder: "Wir haben den Kontakt zur Realität verloren. Keine Angst, die findet uns schon wieder!"


Ina - 24.4.2006 um 16:23

*g* was wir hier praktizieren, ist die Selbstaufhebung der Vernunft.
Nicht dass ich was dagegen hätte, aber man sollte darauf achten, dass einem der Normalitäts-Emulator nicht völlig von der "eigenen Welt" überschrieben wird, sonst fängt man an, Dinge zu tun, die andere Menschen beim besten Willen nicht mehr verstehen können (z.B. mit nem weißen Laken um die Schultern trompetend durchs Dorf ziehen, weil man meint, so die bösen Aliens von der Erde vertreiben zu können - bzw. die so überreden zu können, einen mitzunehmen :D - im eigenen Hirn eine völlig logische Handlung, aber leider total verrückt) und da kanns halt passieren, dass man mit ner Schizophreniediagnose in der Klapse landet.
Das ist aber immer auch umgebungsabhängig (mein Onkel z.B. hat nen Haufen Scheiße gebaut, den niemanden ernsthaft berührt hat, aber als er ne Madonnafigur zu Kleinholz verarbeitet hat, haben sie ihn in die Klapse gesteckt. Und irgendwo in New York oder so wird man sicher auch die Bettlakentrompetenaktion durchziehen können, ohne dass es jemanden interessiert) also vertraut euren sozialen Instikten :12:


HëllRÆZØR - 24.4.2006 um 19:59

;) Am besten studiert man einfach, da gibt man dann einfach vor, mit der Bettlakentrompetenaktion gegen Studiengebühren zu protestieren.


Ina - 24.4.2006 um 20:12

Ach, solange du merkst, dass diese Aktion seltsam ist und du eine Erklärung erfinden kannst, die andere verstehen, ist eh noch alles in Ordnung.

Die meisten Irren laufen eh frei rum.

Bzw. irr sind immer die anderen, alles unbekannt gesteuerte Zombies :O