
Ich komme gerade aus dem Kino und hab mir da nen interessanten Film angeschaut, der es mir wert ist, dass ich da mal wieder ein extra Thread dafür
aufmache.
"Turtles can fly - Schildkröten können fliegen"
Der Film handelt von einer Gruppe Kinder, die in einem kurdischen Flüchtlingslager am Rand des Iraks leben und ihren Lebensunterhalt damit verdienen,
Minen zu entschärfen und sie auf dem Markt zu verkaufen. Der Anführer der Kids verliebt sich in ein Mädchen, die von irakischen Soldaten
vergewaltigt worden ist und daher von Zeit zu zeit versucht, ihren aus dieser Tat entstandenen Sohn um die Ecke zu bringen. Sie hat auch noch einen
verkrüppelten Bruder, der die Zukunft vorhersehen kann, und der sich zunächst mit dem Anführer der Kindergang in die Haare bekommt, später aber
gemeinsam mit ihm versucht, das Mädchen vom Töten ihres Kindes abzuhalten.
Das alles spielt kurz vor der amerikanischen Invasion im Irak, die von den Menschen im Flüchtlingslager gespannt erwartet wird...
Naja, ihr merkt jedenfalls, das ist kein Plastikfilm fürs Plastikpublikum.
Handwerklich ist er ok, leidlich spannend zuweilen auch... aber darum geht es eigentlich gar nicht. Was die Qualität des Films ausmacht, ist, dass er
einem das Gefühl gibt, live dabei zu sein. Eine Welt zu erleben, die einen eher an "Mad Max" als an unseren Alltag erinnert, gefüllt mit
glaubhaften Charakteren, die grösstenteils echte Flüchtlinge sind, die einfach nur sich selbst spielen.
Hätte man auch als Doku aufmachen können - hätte dann aber eine völlig andere Wirkung gehabt.
Bei Dokus nervt mich, dass man durch die Stimme aus dem Off immer den Eindruck bekommt, da wird einem etwas vorgekaut. Man erlebt das Ganze eben wie
ein westlicher Wohlstandsbürger, der vor der Glotze sitzt und sich von einem gutbezahlten Reporter was erzählen lässt.
Diesen Film erlebt man dagegen ganz unmittelbar, und ohne jegliche moralische Wertung der gezeigten Handlungen.
Die Message ist nicht so sehr: "Seht her! Diese armen Flüchtlinge, die nur dahinvegetieren und Minen entschärfen müssen..."
Keine Ahnung, ob beabsichtigt oder nicht... jedenfalls kam bei mir eher der Gedanke auf: Diese Menschen leben auch, nur eben in einer völlig anderen
Welt mit anderen Gesetzen... Die leiden nicht ständig nur und rollen hilflos mit den Augen, wie sich das mancher Gutmensch hier im gemütlichen
Deutschland vielleicht vorstellen mag. Nein, die haben auch einen Alltag, die haben manchmal Spass, und die versuchen das Beste aus ihrer beschissenen
Situation zu machen.
Da gehen zum Beispiel in einer Szene die Kinder auf den Markt und kaufen sich ein Maschinengewehr und einen Raketenwerfer. Keiner käme auf die Idee,
ihnen zu sagen: "Zeigt mal euren Ausweis, ob ihr schon 18 seid." Niemand hält ihnen eine Predigt über Moral oder sagt ihnen, dass Waffen scheisse
sind, weil man in solchen Kategorien einfach nicht denkt, wenn einem täglich Bomben auf den Kopf fallen können. So denkt im Grunde nur ein kleiner
Teil der Weltbevölkerung (nämlich der, der's zuhause schön bequem hat)
In einer anderen Szene will ein etwas hilfloser Lehrer die Kinder zum Unterricht bitten, aber die haben einfach keinen bock, und damit ist diese
Diskussion erledigt.
Und wenn man ein Arm oder ein Bein verliert, ist das halt so. Da rafft man sich wenig später dann doch wieder auf und stürzt sich aufs neue in den
Alltag, weil einem ja auch gar nichts anderes übrig bleibt.
Wenn hier bei uns einer ein Bein verliert, verschleisst er daraufhin vermutlich zwanzig Psychologen und wird trotzdem noch jahrelang rumflennen
deswegen. Das heisst, irgendwie könnten wir sogar was von den Menschen da unten lernen: Stark sein und Überleben - oder sterben... alles dazwischen
gibt es dort nicht, weil das Dazwischen im Grunde nur eine Erfindung unserer Wohlstands-Zivilisation ist.
Ich interpretiere den Film damit natürlich über, denn das ist wahrscheinlich eher nicht die Hauptaussage, die den Machern am Herzen lag... aber das
ist ja gerade das schöne daran: Der Film lässt einem eine Menge Freiraum für eigene Gedanken zu dem Gezeigten.
Man kann darin natürlich auch einfach eine Message gegen Krieg und Landminen sehen, aber das erschiene mir persönlich etwas zu eindimensional und
würde dem Film wohl auch nicht ganz gerecht werden.
Fazit: Interessantes Setting, sympathische, natürliche Charaktere, ganz selten etwas Humor aufgrund der Absurdität mancher Situationen, aber
ansonsten eine reichlich deprimierende Stimmung und absolut kein Happy End.
Kein Film zum Konsumieren, sondern einer zum Erfahren.
Gerne würde ich mit euch darüber diskutieren, aber ich könnte fast wetten, dass bisher ausser mir noch keiner was davon gehört hat... und auf DVD
gibt es ihn leider auch noch nicht. Nur ab und zu in einem kleinen Kino irgendwo zwischen hier und Kurdistan.
Nun, jetzt wisst ihr's jedenfalls.
Und wenn ihr das genaue Gegenteil davon sehen wollt, müsst ihr einfach in Harry Potter gehen. 
(nicht, dass ich was gegen Harry Potter hätte... gerade nach "Schildkröten können fliegen" dürfte das eine sehr interessante Kontrasterfahrung
werden. Wie sich die Lebenswirklichkeiten der Menschen doch unterscheiden können, obwohl sie sich ein und den selben Planeten teilen...)
ach so, eine homepage zum film gibt es auch, wen's interessiert:
www.schildkroetenkoennenfliegen.de
Hm, hört sich nicht wirklich nach einem Film an, den ich ertrage, geschweige denn gut finden werde. Aber alternative Filmempfehlungen sind immer gut.
Deshalb will ich an dieser Stelle auch gleich mal auf "Muxmäuschenstill" verweisen. Infos gibt's dazu im Netz.
So, nun bitte wieder zum eigentlich Thema.
Tja, @schwarzlicht, biste Ende des Monates oder im Dezember in Mülheim.
Der Film wäre noch was für mich, wenn der hierläuft, können wir uns den gerne anschauen. Ich vermute aber al eher, daß der in Essen in
irgendwelchen Programmkinos läuft!
Aber mußt Du wissen, ob Dich so´n Thema überhaupt interessiert, oder ob Du im Moment den opf wegen Studium frei haben mußt!
Das ist ein harter Film, nach dem ich erst mal schlecht geträumt habe.
Habe das ganze natürlich völlig anders interpretiert, als Dian, bzw., kaum interpretiert, da ich nie besonders viel interpretiere.
Jedenfalls ist es ein empfehlenswerter Film, wenn man Filme mag, die einen länger beschäftigen.
Eine harte Art von Humor, als z.B. eines der Kinder, das nur noch ein verkrüppeltes Ding als Bein hat, sich das am Grenzzaum unter den Arm klemmt und
tut, als sei es ein Maschinengewehr, mit dem es auf den Grenzsoldaten ballert - bis der zurückballert.
Oder, als ein paar Kinder ein Feld von Minen räumen gehen und der Besitzer des Feldes misbilligend meint:
"Da hat ja die Hälfte keine Arme."
Der Anführer der Kinder: "Das sind die Besten, die haben keine Angst mehr.
Ich würde den Film nicht mir einer reininterpretierten Message à la "Schaut, wie schlimm die es haben und trotzdem jammern sie nicht rum,"
vermoralisieren, ich würde eher dabei bleiben "Seht her, auch so leben Menschen, ganz anders als hier und trotzdem ist alles genau so klar und
unsere Realität vielleicht die bizarrere."
Alles war völlig klar, die Kinder mussten Minen sammeln, sich verstümmeln und sich dabei auch noch ausnutzen lassen (das Geschäft mit den Minen
macht der Händler, der sie ihnen für einen Spottpreis abkauft und für das Hundertfache oder so an die UNO weiterverkauft), das Mädchen musste ihr
süßes kleines Kind, das alle für ihren kleinen Bruder halten, weil sie noch so jung ist, umbringen (und das fand ich das Härteste an dem Film),
der Anführer der Gruppe musste irgendwann auf die Fresse fliegen und im Grunde hatte niemand irgendwie eine Wahl.
Oh, sorry, dieser Gast war ich.
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@ Arne
Der Film hört sich der Beschreibung von Dian nach etwas nach "schwarzer Katze, weisser Kater" an. Obwohl, nein nicht wirklich. Aber interessieren
würd er mich in jedem Fall. Vor allem auch deshalb was Maria sagt, dass es andere Menschen gibt die viel grössere Probleme haben als wir hier. Dann
lenkt mich der Film auch von den Herbstdepressionen ab.
Bin nach wie vor jedes Wochenende zu Hause. Und irgendwann auch nochmal unter der Woche weil ich zu meiner ehemaligen Berufschule muss. Sag doch
bescheid wann es Dir gut passt. Würde mich freuen wenn das klappt. Den Kopf muss ich zwar frei haben fürs Studium, aber gerade deshalb kann etwas
Ablenkung von Zeit zu Zeit nicht schaden.
@ Maria:
Hey, den Film hat also noch jemand ausser mir gesehen...
hätte ich jetzt echt nicht erwartet gehabt.
Hast du übrigens irgendeine Idee, warum der Film "Schildkröten können fliegen" heisst?
Schildkröten sind zwar dabei, aber daran dass eine geflogen wäre kann ich mich nicht erinnern.
Wie würdest du diesen Titel interpretieren? (ja ja, ich weiss, du interpretierst nicht gern...
)
@Schwarzlicht:
Ich schau jetzt mal die Tage, wo das hier inj unserer Nähe läuft.
Ich weiß nicht, ob das schon nächstes Wochenende klappt, weil ich mich auch noch um meinen gesetzlich von mir betreuten kümmern muß, Da hab´ich
´ne gesetzliche Betreuung für ´n geistig behinderten Jungen übernommen und da muß ich auch was machen. Ich melde mich hier im thread oder über
PM, wenn ich Termine und Ort habe, wo das hier läuft.
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So, nun hab ich ein bisschen im Inet rumgeklickt und bin auf folgendes gestoßen:
"Schildkröten können fliegen.? Was harmlos klingt, beschreibt eine fortwährende Bedrohung. Schildkröten ? so nennen die Kinder die tödlichen
Minen.
Na gut ok 
Das ist dann im Film aber irgendwie nicht so recht erwähnt worden. Oder ich hab einen der Untertitel überlesen...
Naja, mal abwarten, vielleicht gibt's auf dvd dann später mal ein Making of und ein paar Interviews, wo das noch etwas genauer erklärt wird.
Bei mir läuft der garnich im Kino, war ja mal wieder irgendwie klar *grml*
naja, muss ich halt warten bis/ob der auf DVD rauskommt.
@Schwarzlicht:
Angeblich ist laut Kino - Film - Suchmaschine hier in 50 km Umkreis auch nix, wo der läuft. Ich mach´mich aber morgen oder so, mal auf die Suche und
klappere mal die Seiten der Programmkinos hier in der Nähe ab.
@ Arne: Auch nichts über 50km Umkreis ? Da könnten wir dann ja mit dem Auto hinfahren. Ich kenne die URL von der Kino und Film Suchmaschine leider
nicht, sonst hätt ich mal nachgeschaut.
@ dead_virus: Kommt so ein Film überhaupt auf DVD raus ? Scheint ja nur einen kleinen Personenkreis anzusprechen.
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Tja, @Schwarzlicht, der LIEF in Düseldorf, aber nur eine Woche. Und die ist schon vorbei.
Da ist noch ein termin in Mönchengladbach, am19.XII., also nur einen Tag, und das ist ein Montag. Ich weiß icht, ob ihr da schon vorlesungsfreie
Zeit (Weihnachtspause) habt. Das wäre sonst das einzigste her in der Nähe, allerdings stand da auch Aachen auf der Homepage des Filmes. Das wäre
zwar für mch etwas weit, aber zur Not können wir das ja so machen, aber wenn Du am 19.12. schon frei hast, wär mir Gladbach lieber.
@ Arne: Den Montag könnte ich mir gut frei machen, weil ich da keine Vorlesung hab. Von mir aus geht das klar mit Gladbach.
O.K., @schwarzlicht.
Ich schau noch mal genau, um wieviel Uhr das läuft, und wo das genau ist (ich hab´mal eine Zeit in Gladbach gearbeitet, so´n bißchen kenn ich
mich da aus.) Ich scheib dann morgen oder übermorgen wieder, dann können wir was ausmachen.
@ Arne : Ich hoffe mal dann ist nicht so ein Wetter wie jetzt. Die Meteorologen haben irgendwas davon gesagt dass es diesen Winter 3 Monate lang unter -10°C kalt bleiben soll. Ich bin mal gespannt wie es tatsächlich kommt. Dass Stromleitungen vereisen und dann Masten zusammenbrechen hab ich vorher noch nie gehört. Als ich am Wochenende zuhause war ging ganz oft für ne halbe Sekunde der Strom weg. War das bei Dir auch so ?
Ja gestern abend hatte das RWE hier erhebliche Schwierigkeiten, die Leitungen auf dem gleichen Level zu halten. Paß auf, das kann für´n PC
gefährlich sein, wenn Du da keine Vorkehrungen für getroffen hast. Mir ist wegen sowas mal ein Motherboard abgeschmirt.
Also, nach Gladbach müßten wir auf jeden Fall mit ÖPNV kommen. So schlimm wird das schon nicht sein. Das Kino liegt ziemlich zentral.
Kostet für Dich als Studi 5 € und die Fahrt ungefähr 10 - 13 € für jeden. Ich weiß nicht, ob Du noch irgendwelche Vergünstigungen hast. Ggf.
kann ich die Karte von meinem Männe haben, dann können da nach 19 h (also z.B. bei der Rückfahrt) zwei drauf fahren und kostet dann auch gar nix im
ganzen VRR.
Rechner hab ich nicht mehr mit wenn ich nach hause fahre. Bin das ab- und aufbauen leid. Werd dann halt darauf achten dass wenn das nochmal ist, meine
Eltern und mein Bruder ihren Rechner nicht benutzen.
Kann evtl ne Karte von meinen Eltern haben. Die gilt aber nur innerhalb der Stadt. Musste früher schon ne Zusatzkarte holen um nur nach Essen zu
kommen. Wie das mit abends aussieht weiss ich garnicht genau.
Ab 19 h gilt die im geamten VRR, wir müsten aber um ca. 18h los, also zumindest auf der Hinfahrt brauchen wir ei Zusatzticket für 1,80 €.
Ich denke, das wird noch machbar sein.
Ich ruf´da mal morgen oder übermorgen an und bestell´mal Karten.
Freut mich. Dann halt ich mir den 19.12. dafür frei. Würde es Dir was ausmachen, wenn wir hin mit dem Wagen fahren und ich danach dann von dort aus weiter fahre nach Aachen ? Mönchengladbach ist ja schon ein gutes Stück in die Richtung. Am Dienstag morgen hab ich schon Vorlesungen. Die sollte ich besser nicht verpassen (Ist Mathe).
Ja, können wir so machen, hab´ich nix gegen. Mußt Du nur wissen, wie wir dahin kommen. Ich hab´noch nie einen Führerschein gehabt und weiß bloß, wie man mit ÖPNV zum Kino kommt.
Schreib doch mal bitte die Adresse von dem Kino. Dann kann ich schauen wie wir fahren können.
Viersener Straße 8 in Mönchengladbach. Liet ziemlich zentral am Alten Makrt in MG.
Wenn das da ist wo auch das Krankenhaus in der Nähe ist, dann sieht das gut aus. Sind ziemlich viele Parkgelegenheiten eingezeichnet.
Ja, das liegt etwas südlich von diesem Maria Hilf, wenn ich mich recht erinnere. etwa in Höhe des Alten Marktes eben auf der Viersener Straße!
@ Arne : hoffe Du bist gestern gut und schnell nach Hause gekommen .
also verstanden hab ich den Film absolut nicht. warum versucht die zum schluss das kind zu töten ? was ist an dem kak satellit so besonders dass er
diese prophezeiungen machen kann ? haben die amerikanischen soldaten wirklich solche flugblätter abgeworfen ? bevor ich noch mehr Fragen stelle warte
ich erstmal bis ich nochmal gelegenheit habe den film zu sehen.
Also, gestern haben auch @Schwarzlicht und ich den Film gesehen(noch so gerade eine der letzten Vorstellungen im Kino in Mönchengladbach) gesehen und
er wirkte auf mich erstmal ziemlich onfusierend.
Zum einen ist es wirklich eine Welt, wo man sagen kann, die verstehen wir nicht, die ist anders als die unsrige, was für mich auch politisch heißt,
daß jedwede Form der Einmischung in die Probleme der Menschen dort ins Auge gehen muß, egl, ob militärisch wie von US - Seite oder mit deutschen
Polizisten als Ausbilder. Mir war die ganze Kultur völlig fremd, ach wenn in mir nie so richtig der Gedanke aufkam nach dem Motto "Oh Gott wie
schrecklich, die armen Menschen dort!"
Das stimmt schon, wie @Dian sagt, sind die meisten doch zumindest lebenslustig und gut drauf, abgesehen von der Frau und ihrem Bruder. (Die erste
Szene, @Maria, wo eine Frau vom felsen springt, habe ich aber auc so verstanden, daß dies das Mädchen war, eine Anspielung auf die
Vorherbestimmtheit des Schicksals, daß der Film dort Szenen einbaut, die nicht in den chronologischen Ablauf passen.)
Ich denke, in dem Film sind auch sehr viele Symbole drin, die irgendeinen Zusamenhang zum Glauben der Menschen dort haben. Mir fiel der Begriff
"Maktub" ("es steht geschrieben") ein.
Die Kinder sind fast alle rüppel, wer noch keiner ist, wird im Laufe des Filmes einer. Die einzige Frau, die auftritt und eine Rolle spielt, ist aus
islamischer Sicht als entjungfertes Mädchen auch ein Krüppel.
Aber diese Krüppel haben die Fähigkeit, die Zukunft, das Schicksal zu erkennen, zuerst kann dies nur der Armlose. Als sich der Protagonist später
verletzt und auch durch eine Miene einen Teil seines Fußes verliert, bekommt er ein paar Goldfische geschenkt. Als er diese im Beutel betrachet,
färbt sich das Wasser rot., nun weiß auch er, daß dem Mädchen und ihrem Kind irgendetwas geschehen ist.
Ich denke mir, daß das alles auch noch auf irgendene mystische oponente in dem Film hinweist, aer ch bn auch nicht genug Kurdenkenner, als das ich da
viel mit anfanen könnte, aber es geht schon so in die Richtung, wie auch @Maria meinte.
Es ist etwas vorerbestimmt, was sie wissen.
@ Arne. Ja Danke. das hat schon ein paar Fragen beantwortet. Ich raff sowas nicht wenn ichs nur einmal gesehen hab. Da bekomm ich die ganzen Zusammenhänge nicht mal ansatzweise hin.
@ schwarzlicht:
Das mit dem Kind ist doch eigentlich relativ einfach. Das Kind wird ja von ihr nie richtig geliebt, sondern ist mehr ein ungeliebtes Anhängsel, das
sie ständig an das erinnert, was in der Vergangenheit geschehen ist.
Ich denke, dass das Kind einfach für ihre Erinnerungen steht, die sie mit allen Mitteln loswerden möchte.
Die mystische Komponente des Films, also das mit den Prophezeiungen, fand ich ganz besonders interessant. Ich würde aber gar nicht so weit gehen,
dass die Beteiligten nun wirklich übersinnliche Fähigkeiten haben. Man könnte auch einfach sagen: Wer einmal richtig tief in der Scheisse war,
weiss, dass es immer noch schlimmer kommen wird. Dazu muss man nicht einmal besonders medial begabt sein.
Das ist eigentlich nur Murphy's Gesetz... und die Vorahnungen des Jungen sind ja auch grösstenteils negativer
Natur.
Man kann das Ganze aber auch so sehen, dass oft gerade jene Menschen, die scheinbar wertlos sind, Eigenschaften an sich haben, die sie zu etwas ganz
Besonderem machen. Zu "Film-Helden" eben. Nicht im Sinne von Rambo oder Bruce Lee, sondern in dem Sinn, dass sich ihre Geschichte mehr zu erzählen
lohnt als die von durchschnittlichen Menschen.
Was die Flugblätter angeht: Also abgeworfen haben die Amis auf jedenfall so Zeug. Flugblätter, oder Nahrungsmittel mit Flugblättern dran.
Ob da allerdings wie im Film wirklich so etwas drauf stand wie "Wir sind die Besten!" oder so in der Art... naja, zutrauen würde ich's den Amis
schon. Vielleicht sollte das aber auch nur ein kleiner Gag sein.
Naja, bei den Flugblättern kommt ja noch hinzu, daß der Kleine sie übersetzt und der hat ja auch vorher etwas sehr frei die Bsh - Rede im fernsehen
übersetzt. Wahrscheinlich ist der nicht allzu bewandert gewesen im Englischen, aber er wollte sich ja eben so darstellen, als daß er Englisch
könnte, um ernst genoimmen zu werden, auch von den Erwachsenen.
So mehr oder minder wird so etwas in deser Richtng draufgetanden haben.
Ich habe das durchaus so verstanden, dass das schon so auf den Flugblättern draufgestanden hat, denn ich bezwefle, dass Amis ihre Flugblätter für
die Iraker auf Englisch schreiben, hätte ja wenig Sinn, da würde sie ja keiner verstehen.
Meiner Meinung nach haben die Amis da nur versucht, eine simple Botschaft rüberzubringen. DIe trauen es doch diesen "Primitiven im irakischen
Hinterland" nicht zu, differenzierte Betrachtungen nachvollziehen zu können, könnten sie in dem Fall wahrscheinlich auch nicht, denn man würde
ihnen von einer Welt erzählen, die ihnen ebenso fremd ist wie uns ihre. Aber "Wir sind die Besten" das kapiert jeder.
@ Dian : Es liegt wohl grundsätzlich bei allen in der Natur, die schon mal tief in der Scheisse waren, sich nicht mit der Oberflächenwelt zufrieden
zu geben. Sondern nach "mehr" zu suchen. Wie auch immer das aussehen könnte.
Aber ob es sich mehr lohnt Geschichten von solchen Leuten zu erzählen als von "normalen" sei dahingestellt. Ich würde eher sagen dass die hier
verkehrenden Leute solche Geschichten bevorzugen. Während die "normalen" sich lieber Harry Ringe und ähnliche Filme anschauen, wo ein strahlender
Held dasteht und am Ende Alles gut wird, bzw das Gute siegt. Wer sowas nicht in seinem eigenen Leben wiederfindet, wird sich wohl eher Filme wie
diesen hier anschauen.
@ Arne @ Maria : Wie das mit den Flugblättern gemeint war ist für den Film ja eigentlich nicht so entscheidend. Das die Amis die besten sind,
könnte aber Ironie der irakisch/iranischen Autoren sein. Weil "Wir sind die Besten" ist nun wirklich ein bischen zu plump, selbst dafür dass es
Amerikaner sind.
Hast zwar recht, @Scxhwarzlicht, daß das für die Interpretation oder das Verständnis kaum eine Rolle spielt, aber trotzdem:
@Maria:
Ob das nun in Englisch war oder in oirakisch oder kurdisch (ich glaube gar nicht, daß all zu viele amerikanische Militärs die unerschiedlichen
Sprachen im Irak kennen. ), d.h. noch lange nicht, daß sie alle lesen können, der gezeigte Schulunterricht und die mathematischen Fähigkeiten der
Jungs waren ja auch sehr bezeichnend. Ich denke mir, man kann nicht dvon ausgehen, daß wirklich die Mehrheit der Irakis lesen kann. In der Türkei
gibt es zumindest kaum Frauen, die lesen können und die Kurden haben ja auc von Saddam Hussein eher Giiftgasbomben als Schulen erhalten. Insgesamt
meine ich zumindest, daß die Aussage dabei wirklich gewesen sein kann, daß sich zumindest die Kurden dort doch sehr gefreut haben, daß der Krieg
begonnen hat.
Aber da waren noch ein paar Sachen, die ich jetzt nicht ganz konkret einordnen kann. Wieso waren die überhaupt in einem Flüchtlingslager? Die
kurdischen gebiete waren schon unter weitgehender Selbstverwaltung nach dem ersten Irakkrieg. Weso waren es dann noch Flüchtlinge, da muß ich auch
noch mal nachlesen, ob es vielleicht noch ´ne andere Volksgruppe war oder ob es so war, daß die dort nur vorübergehend aus den größeren Städten
zum Schutz verschwunden waren.
So, der Film ist jetzt endlich auch als DVD erhältlich.
Das Bonusmaterial ist allerdings ein schlechter Witz. Knapp 5 Minuten "Making of" - das war's.
Schade. Gerade bei diesem Film hätten mich ausführliche Interviews mit Regisseur und Darstellern sowie weitere Hintergrundinfos mal wirklich
interessiert...
was kostet der denn neu? günstige bezugsquelle parat? 
20 Euro bei Amazon.
Aber du findest sicher Mittel und Wege, da billiger ran zu kommen. 
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@ Dian: ist der auf irakisch/iransich wie im Kino und dann mit deutschen Untertiteln oder wurde der für die DVD syncronisiert ?
Der Film ist Kurdisch mit deutschem Untertitel.
@Soul: Falls du dir den Film kaufst wäre ich an einer Kopie interessiert, würde dir auch die Hälfte vom Preis zahlen.
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