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Autor Betreff: Da bin ich
[Befstan]






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[*] Verfasst am: 10.5.2005 um 13:24
Da bin ich



Da bin ich also.

Gestattet mir erst einmal eine Lob Arie auf dieses Forum vom Stapel zu lassen! Ich finde es mehr als nur anerkennenswert, dass sich hier Menschen finden können, deren höchstes Ziel nicht materieller Besitz, viele Sexualpartner mit gut ausgeprägten Sexualorganen, viel „totes“ Wissen oder schlichtweg viel Macht (über alles mögliche) ist.

Ich habe lange nach einer Plattform gesucht, auf der ich Leute treffen kann, die ihre eigenen Meinungen vertreten, diese begründen können und hinter der sie auch stehen, selbst wenn sie in der aktuellen, gesellschaftlichen „Top-Flop“ Wertung mal nicht auf Platz 1 steht.

Ich habe auch schon einige der Beiträge gelesen und bin begeistert, wie die einzelnen Beteiligten, mit einer bei mir Tränen verursachenden Offensichtlichkeit, bereit sind ihren Verstand zu benutzen um auch Themen zu diskutieren, die „dem System“ oder „den Anderen“ unbequem sind.

Ich bin wirklich froh nach einiger Zeit der gezielten Suche auf diese Seite gestoßen zu sein, zumal es mir auch ein Gefühl von etwas mehr „Normalität“ gibt. J

Doch nun ein wenig mehr zu meiner Person:

Ich habe gute 15 Jahre eine ganz durchschnittliche Kindheit bzw. Jugend mit den wohl ebenso durchschnittlichen Höhen und Tiefen erlebt. Doch im (noch zarten) Alter von 16 Jahren begann sich Unzufriedenheit in mir breit zu machen, gleichwohl es eine Zeit des gesellschaftlichen Aufstiegs für meine Person war. Ich verstand nicht damit umzugehen. Ich verstand nicht woher dies rührte oder was es eigentlich genau war, weswegen ich notorisch unzufrieden war.
Aber da ich, wie bereits erwähnt, gesellschaftlich relativ gut anerkannt war (gut in der Clique gestellt, beliebt bei den Lehrern, ...) konnte ich diese Gedanken wunderbar mit Konsum in der Gruppe („Hast du auch schon das neue Handy?“), Drogenkonsum („Ein Bier trinken wir aber noch!“), ausleben meiner Jugendhaften Triebe („Hast du heute schon was vor, Kleine?“) und der gleichen mehr betäuben.
Da ich im Alter von 18 Jahren aus beruflichen Gründen mein gewohntes Umfeld bzw. den Ort, an dem ich bisher aufgewachsen war verlassen musste und mein privates, soziales Umfeld demnach auch verschwand, waren meine Betäubungsmöglichkeiten mit einem Schlag ziemlich gering geworden.

Aus heutiger Sicht betrachtet finde ich diese Wendung mehr als glücklich. Zu damaliger Zeit wäre das Urteil sicherlich anders ausgefallen. Aber wie dem auch sei . . .

Ich musste beginnen mir Gedanken zu machen. Nicht nur Gedanken über mich und meinen Platz in dieser Welt, sondern auch Gedanken über das Umfeld, in dem ich mich bewege und warum ich eigentlich notorisch unzufrieden bin.

Ich stellte ebenfalls fest, dass ich mit den Werten, die ich in meiner Erziehung vermittelt bekam, ganz und gar nicht einverstanden war. Ich konnte mich einfach nicht mit einer „Leistung um jeden Preis“ – Philosophie anfreunden. Auch die „Nimm-mit-was-du-kriegen-kannst“- Einstellung empfand ich nicht mehr als richtig, nein, sie kotzte mich nahezu an.

So begann ich nach und nach diese, mir bisher eingebläuten, Werte durch diejenigen zu ersetzen, die aus meinen eigenen Gedanken bzw. aus eigener Überzeugung heraus geboren wurden. Bis ich mir eine eigene Wohnung suchte, war dies natürlich ein regelmäßiger, beinahe schon lieb gewonnener Streitpunkt zwischen mir und meinen Eltern.
Aber na, ja.
Mit einem „kleinen Koffer voller Ideale“ war ich dann bereit hinauszuziehen um Andere zu finden, mit denen ich mich über meine und auch über andere Ansichten hätte austauschen können.

Dieser Auszug verwandelte sich jedoch mehr in eine ausgewachsene Suche, als mir Gewahr wurde, dass es weitaus mehr Popstars und Big-Brother-Container-Bewohner zu geben scheint als wirklich denkende Menschen.

Zu meinen, bescheidenen Glück muss ich jedoch sagen, dass ich einige wenige gefunden habe, die ebenfalls bereit sind einfach zu „denken“ und nicht blind und taub den „Werten“ unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft folgen.

Da die Zahl dieser Menschen in meinem persönlichen Umfeld jedoch sehr begrenzt ist, habe ich mich auf den großen grünen und von Dialer-Büschen übersäten Wiesen des World Wide Web auf die Suche nach Anderen gemacht, die ebenso bereit sind nichts zu akzeptieren, „weil es halt so ist“, sondern alles hinterfragen und in Frage stellen wollen.

Da bin ich also.
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dian




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[*] Verfasst am: 10.5.2005 um 14:54


Zitat
Gestattet mir erst einmal eine Lob Arie auf dieses Forum vom Stapel zu lassen! Ich finde es mehr als nur anerkennenswert, dass sich hier Menschen finden können, deren höchstes Ziel nicht materieller Besitz, viele Sexualpartner mit gut ausgeprägten Sexualorganen, viel „totes“ Wissen oder schlichtweg viel Macht (über alles mögliche) ist.

Na, dann von mir erst mal ein herzliches willkommen!
Ich denke, ich kann auch für die anderen hier sprechen, wenn ich sage: Wir freuen uns über jeden, der uns versteht und mit seinen Gedanken genau wie wir ein wenig von der "Norm" abweicht.
Es tut einfach jedes Mal gut, zu erfahren,dass man nicht so ganz alleine mit diesen Gedanken ist...

Zitat
Ich musste beginnen mir Gedanken zu machen. Nicht nur Gedanken über mich und meinen Platz in dieser Welt, sondern auch Gedanken über das Umfeld, in dem ich mich bewege und warum ich eigentlich notorisch unzufrieden bin.

Das würde ja mal wieder meine Theorie bestätigen, wonach es oft die zu vielen Ablenkungsmöglichkeiten sind, die verhindern, dass die Leute mehr über sich selbst nachdenken.
Ich glaube, eine gewisse Einsamkeit und Isolation in jungen Jahren kann da tatsächlich sehr befreiend sein.

Zitat
Dieser Auszug verwandelte sich jedoch mehr in eine ausgewachsene Suche, als mir Gewahr wurde, dass es weitaus mehr Popstars und Big-Brother-Container-Bewohner zu geben scheint als wirklich denkende Menschen.

Irgendein Philosoph hat mal gesagt: "In Zeiten des Hungers gibt es echte Liebe und echten Hass. In Zeiten des allgemeinen Wohlstands dagegen nur Menschen, die Liebe und Hass spielen."
Unsere Gesellschaft ist ziemlich moderat, entradikalisiert und sicher. Das ist eigentlich auch gut so, meiner Meinung nach. Das Problem scheint mir aber irgendwie, dass diese fast schon klinische Sterilität längst auf die Menschen abgefärbt hat...
Der Otto-normal-Bürger von heute sagt sich doch:
"Wieso sollte ich mir komplizierte, unangenehme Gedanken machen, wenn es schon mehr als genug Medien, Politiker und Künstler gibt, die das für mich erledigen?"
"Wieso echte Freunde suchen, wenn ich mich gegen schlechte Zeiten auch bei der Hamburg-Mannheimer versichern kann?"
"Wieso von der Norm abweichen, wo die ganze Gesellschaft doch extra für die Norm designt wurde?"
Er lebt also ein Leben des Durchschnitts... weil ihm das aber irgendwie nicht genügt und er halt schon gern der coole und bewunderte Jäger und Sammler wäre, der sein Ur-Ahn irgendwann einmal war, klebt er sich von Zeit zu Zeit ein buntes Federkleid an,steigt auf eine Bühne und lässt sich von anderen Leuten, die genauso degeneriert sind wie er selbst, als Star verehren.
Und da es in einem solchen Plastik-System im Vergleich zu früher relativ wenig Blutvergiessen und Gewalt gibt, bezeichnet man es als "Zivilisation" und ist ganz furchtbar stolz auf diese Weiterentwicklung...

Aber ich schweife ab.
Was mich noch interessieren würde:
Hast du bereits eine Nische in der Welt gefunden (z.b. beruflicher Art), die dir für dein weiteres Leben geeignet scheint? Oder musst du da momentan noch mehr Kompromisse eingehen,als dir eigentlich lieb ist?

yo, dann hoff ich mal, dass wir in Zukunft noch etwas häufiger dazukommen werden, miteinander zu plaudern, und dass du nicht wieder nur so ne Eintagsfliege bist... ;)
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quaid




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[*] Verfasst am: 10.5.2005 um 15:25


auch von mir ein herzliches willkommen.
ich bin sicher dir wird es hier gut gefallen. du hast hier als gast praktisch alle rechte die man so brauch. es gibt also keinen zwingenden grund, sich zu registrieren, aber wenn du willst kannst du es trotzdem tun.zum beispiel als zeichen dafür das du dich hier öfters aufhalten willst ;)
was genau du alles machen kannst wenn du registriert bist siehst du, wenn du oben auf "registrieren" klickst.

was mir spontan auffällt ist dein ausgeprägter stil für form. ich hätte echt nicht gedacht das du 15 bist. das brachte mich zu dem gedanken,dass du hier sicher finden wirst, was du vielleicht suchst.
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dian




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[*] Verfasst am: 10.5.2005 um 15:36


Zitat
du hast hier als gast praktisch alle rechte die man so brauch. es gibt also keinen zwingenden grund, sich zu registrieren, aber wenn du willst kannst du es trotzdem tun

Hmm... aber registriert isser doch eigentlich..
@ Befstan: melde dich, falls du einlog-probleme hast.

@ q:
Nu lies den Text doch nochmal ganz genau durch... Der Typ ist definitiv keine 15. Sonst hätte er mit 18 ja wohl kaum von zu hause wegziehen können. :12:
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quaid




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[*] Verfasst am: 10.5.2005 um 15:42
a false start



ahja. das wird der gast aus diesem thread sein.

ich hab die schlechte angewohnheit, wenn mir was einfällt direkt runterzuscrollen und im quickreply was zu schreben. bei größeren texten findet man dann manchmal nicht den faden wieder. und als ich
Zitat
Ich habe gute 15 Jahre eine ganz durchschnittliche Kindheit[..]
gelesen habe, ging ich einfach davon aus.
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[Befstan]






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[*] Verfasst am: 10.5.2005 um 16:19


Danke für die freundliche Aufnahme!

Zu meinem beruflichen "Sein":
Ich finde, es entbehrt wohl nicht einer gewissen Ironie, dass ich ein ganz stinknormaler Sachbearbeiter in einem ganz normalen Büro geworden bin. Es ist ein langweiliger, anspruchsloser Job in dem du eigentlich nicht zu denken hast und deine Meinung am Besten nur äußerst, wenn sie sich mit den Ansichten der Vorgesetzten deckt.
Dieser Job war (und ist) für mich auf keinen Fall befriedigend!!
Ich werde mich selbst auf keinen Fall bis zu dem Ende meiner Tage zu Stumpfsinn verdammen! Aus diesem Grunde habe ich mir ein berufliches Lebensziel gesetzt, auf dass mein berufliches Handeln ausgelegt ist.
Dies ist ein unglaublicher Trost im beruflichen Alltag, da jeder kleine Rückschlag oder jede noch so sinnlose Besprechung nicht wirken wie Auswüchse einer kranken, abgestumpften und pervertierten Gesellschaft, sondern ein weiteres, kleines Puzzleteil in meinem (beruflichen) "Masterplan" darstellen.

Mein Platz in dieser Welt?
Hmm. Ich habe mir schon oft drüber Gedanken gemacht; konnte mir jedoch bisher nur zum Teil antworten.
Ich weiß, dass ich in der Welt, die sich vor mir eröffnet nicht zurechtkommen kann. Ich weiß, dass ich es, trotz der mir bestmöglichen Anspassung und des mir größtmöglichen Verständnisses, niemals schaffen werde die "NORM" zu erfüllen.
Aus diesem Wissen heraus bildete ich den Umkehrschluss: Wenn Mose nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg eben zu Mose.
Im Klartext meine ich damit: Wenn ich es nicht schaffe mein Leben nach der "NORM" auszurichten (was wohl verständlich sein dürfte), dann muss sich was an der "NORM" ändern.
Versteht mich jetzt bitte nicht falsch!
Ich will Menschen nicht dazu bringen so zu denken wie ich (das macht schon das Fernsehen)!
Ich will den Menschen zeigen, dass es auch ein Leben hinter diesen, nur scheinbar wichtigen, Dingen des Lebens gibt.
Ich möchte den Menschen helfen ihren Geist aus den Fesseln einer verbohrten, dummen, durchschaubaren und mit Banalitäten gefüllten Gesellschaft zu befreien!
Dieser Wunsch - diese tägliche Herausforderung ist die Aufgabe, die ich mir im Leben gestellt habe. DIe Aufgabe, die es für mich zu erfüllen gilt. Dies ist mein Platz, den ich für mich gewählt habe.
Natürlich erlebe ich auf diesem Weg sehr viele Rückschläge, da es für den Menschen natürlich sehr viel einfacher ist dem Weg zu folgen, der von dem System vorgegeben wurde und sie aus diesem Grunde die kritische, geistige Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrem Umfeld scheuen, da sie damit die Sicherheit der "NORM" verlassen würden.
Desweiteren bin ich, bedingt durch meine momentane berufliche Position, noch nicht in der Lage Veränderungen in dem Umfang zu bewirken, wie ich es mir wünschen würde. Dies wird sich jedoch früher oder später ändern und dann kann ich wirklich etwas bei den Menschen bewirken - kann ihnen wirklich helfen!

Zu meinem Alter: Ich bin 23 Jahre alt. Wenn ich durch meinen ersten Beitrag eine falschen Eindruck mein Alter betreffend erweckt habe, so bitte ich dies zu entschuldigen. Es passierte sicherlich nicht absichtlich!

Registriert habe ich mich eigentlich schon als "Befstan". Jedoch hat es beim Besten Willen nicht geklappt einen Beitrag unter meinem User zu posten. Ich habe auch schon einen Beitrag unter der Rubrik "News & Questions" eingestellt. Für Hilfe wäre ich wirklich dankbar!
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...






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[*] Verfasst am: 11.5.2005 um 01:17


In dem einen Thread bist Du ja jetzt eingeloggt.
Was sind denn eine beruflichen Lebensziele? Das würd´mich noch interessieren. Mit 23 hast Du ja noch ale Möglichkeiten.
Und Du schriebst im ersten Posting, daß Du irgendwie auf diese Seite gekommen bist. Das würd´mich auch mal interessieren, wie man hier so einfach diese Seite findet. Kann uns vielleicht helfen, die seiten populärer noch zu machen.
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Befstan






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[*] Verfasst am: 11.5.2005 um 06:25


Mein berufliches Ziel scheint auf den ersten Blick eher simpel: Lehrer.
Es mag auf den ersten Blick anmuten, wie die Ambition eines kleinen Kindes, jedoch reifte dieser Wunsch in mir nicht ohne Grund.

Zum Ersten ist die berufliche Tätigkeit, die ich im Moment ausübe, ganz und gar nicht erfüllend.
Diese Erfüllung verspreche ich mir durch die Ausübung des Lehrerberufes.

Zum Zweiten ist man als Lehrer in einer besseren Position etwas zu bewegen und jungen Menschen etwas mit auf ihren Lebensweg zu geben. Ihnen zu zeigen, dass die DInge, die für ihre Zukunft von der Gesellschaft als gut und richtig empfunden werden, nicht unbedingt das Ende aller Weisheit ist.

Auf diese Seite bin ich, wie bereits gesagt, durch gezielte Suche gestossen. Ich habe mich selbst gefragt: "Wenn es im Internet Menschen gibt, die ähnlich denken wie ich und stets bereit sind alles zu hinterfragen, was würden diese wohl tun, damit man sie findet?"
Ich habe dann bei Dr.Google Fragen eingetippt, die ich mir zum Teil stelle und von denen ich weiß, dass sie sich nur Menschen stellen würden, die . . . . denken.
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dian




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[*] Verfasst am: 11.5.2005 um 11:23


Zitat
Zum Zweiten ist man als Lehrer in einer besseren Position etwas zu bewegen und jungen Menschen etwas mit auf ihren Lebensweg zu geben. Ihnen zu zeigen, dass die DInge, die für ihre Zukunft von der Gesellschaft als gut und richtig empfunden werden, nicht unbedingt das Ende aller Weisheit ist.

Ein löbliches Vorhaben.
Für zwei Semester hab ich das mit dem Lehrer-werden auch mal versucht... bin allerdings an meiner radikalen Einstellung gescheitert.
Sicher... wenn du's mal bist, kannst du mehr oder weniger machen, was du willst. Aber in der Ausbildungsphase wird da von der Obrigkeit schon drauf geachtet,dass man sich so verhält wie alle anderen und zumindest bei Grundsatzfragen nicht aus der Reihe tanzt. Was die nämlich gar nicht haben wollen, sind so Leute, denen die gewisse Distanz zu ihren Schülern fehlt, die von einem "ordentlichen Erwachsenen" nunmal erwartet wird.
Ich persönlich kam bei nem Praktikum, dass ich mal gemacht hab, jedenfalls weitaus besser mit den Schülern als mit dem Prof oder meinen Mit-studenten zurecht. Naja, was ich sagen will: Ich glaube, man muss da für den Job schon bestimmte "typisch erwachsene" Verhaltensweisen annehmen, oder dies zumindest während der Ausbildung vortäuschen... dann kann es sicherlich funktionieren.
Ich hab halt schon seit jeher ein Problem damit, Kompromisse einzugehen.
Aber als Lehrer kann man sicher mehr für andere Menschen und deren Entwicklung tun, als wenn man nur in irgendeinem Büro sitzt. (alternativ dazu könntest du ja vieleicht auch Sozialpädagoge werden, Heim-erzieher oder sowas... ich denke mal,da hat man etwas mehr "Narrenfreiheit", weil einem niemand einen Lehrplan vorsetzt)

Zitat
Auf diese Seite bin ich, wie bereits gesagt, durch gezielte Suche gestossen. Ich habe mich selbst gefragt: "Wenn es im Internet Menschen gibt, die ähnlich denken wie ich und stets bereit sind alles zu hinterfragen, was würden diese wohl tun, damit man sie findet?"

Ja, das mach ich auch ab und zu, wenn wir Verstärkung suchen...
allerdings komm ich dann meistens wieder hier raus, oder auf Seiten, die schon längst bei uns verlinkt sind. ;)
Scheint leider nur ein sehr sehr kleiner Teil der Bevölkerung zu sein, der sich im Internet solche Fragen stellt...
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Soulmirror




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[*] Verfasst am: 11.5.2005 um 12:04


erstmal... hallo neuling ;)

hoffentlich gefällts dir hier weiterhin und schön fließig bleiben :13:



@dian
[QUOTE]Ja, das mach ich auch ab und zu, wenn wir Verstärkung suchen...
allerdings komm ich dann meistens wieder hier raus, oder auf Seiten, die schon längst bei uns verlinkt sind.
Scheint leider nur ein sehr sehr kleiner Teil der Bevölkerung zu sein, der sich im Internet solche Fragen stellt...t[/QUOTE]

hmm.. das würde ich so nicht unbedingt sagen.... ich weiß, dass es da draußen viele menschen gibt die sicher auch hier posten würden... so ists meine erfahrung, dass z.B. in selbstmordforen(auch wenn man die meißten net mehr als solche beteichnen kann) oft auch solche menschen hocken... eben leute die hier reinpassen würden... btw. so hab ich damals auch zu euch gefunden ;)

naja mein prob ist eher, dass ich dort net mehr aktiv bin aber mal schaun... ;)
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[*] Verfasst am: 12.5.2005 um 02:05


@Befstan:
Ich kann auch nur dringend von Lehrer abraten, allerdings, @Dian, soviel angenhemer ist das zumindest in Deutschland auch nicht, Heimerzieher oder Heilpädagoge zu werden.
Du kannst in diese Staat nix verändern. Es geht ´ne Zeit ganz gut, aber irgendwann kommt man an den Punkt, wo man entweder Kompromisse machen muß, oder mal den ganzen Kram hinwerfen muß. Ich weiß nicht, wie das bei Lehrern ist, aber ich kann mir bei den wenigsten Fachkombinationen vorstellen, daß Du da irgendwas vermitten kannst. Wenn ich das gemacht hätte, hätte ich wahrscheilich Mathe und Chemie und vielleicht noch evangelische Religion genommen, um überhaupt einne Job zu bekommen. Ich weiß nicht, wie die Arbeitsmarktsituation jetzt ist, aber damals hast Du in NW nur noch was bekommen, wenn Du Religion, Kunst oder Musik dabei hattest.
Und Dein Einfluß ist auch bei einem Fach wie Religion relativ gering auf Schüler.
Ich verstehe schon, daß Du irgendwo anfangen willst, was zu verändern, aber da halte ich heute die Alternativen Revolution und Auswandern für sinnvoller als noch irgendwas hier bewegen zu wollen. Ich hab´jetzt in einem anderen Forum ´ne Lehramtskandidaten getroffen, die auf Latein und Philosophie macht und die ist so ´ne Heavy-Metall-Tusse, die sagt, die hat jetzt schon Angst vor dem Refrendariat, da sie in ihren Klamotten wahrscheinlich von allen Kollegen schräg angeguckt wird.
Und ich hab´mch immer gefragt, warum meine Latein - Lehrer so selten Lederhosen trugen.
´N Bißchen Freihheit hat man vielleicht noch als Dozent an der Uni, aber auch da mußte erstmal bei irgendeinem Prof buckeln.
Naja, probier´s mal. Was für´n Lehramt willste denn überhaupt machen und wo?
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vino






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[*] Verfasst am: 15.5.2005 um 09:28


*grinsel* Dian als Lehrer stell ich mir genial vor! Da würde ich auch nochmal zur Schule gehen! :D

@[Befstan]

Scheinst ja ein sympatisches Kerlchen zu sein, willkommen im Forum! :D
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