
was, wenn man tot ist? das sein soll einfach aufhören? was man jahre lang aufgebaut hat, soll sich in luft auflösen? die ganzen erfahrungen, die
ganzen erinnerungen, alles mit einem mal weg?
da glaube ich nicht dran. ich denke, alles was einen menschen ausmacht, wird vereint in der seele (geist, oder nennt es wie ihr wollt).
wenn ein mensch tot ist, bleibt von ihm nur noch der leblose körper. wie man es aus filmen kennt, schwindet der geist dahin. ob er dann noch die
transluzente form der ursprünglichen gestalt annehmen kann, wage ich zwar zu bezweifeln, aber an der sache an sich könnte durchaus was dran sein.
vielleicht sogar gibt es nur ein paar hundert seelen, mit sagen wir mal allen möglichen kombinationen von charaktereigenschaften. mit jedem tod
werden erinnrungen gelöscht und die seele an sich mit dessen eigenschaften sucht sich einen neuen wirt - in diesem fall also ein neugeborenes.
ein menschliches hirn ist eh zur zeit nicht in der lage, so etwas zu begreifen. allein schon die allseits geliebte logik á la 1+1 soll begründen,
dass das universum unendlich groß ist (klar, was soll auch schon dahinter sein?)
aber wenn es tatsächlich so wäre.. (wahrscheinlichkeitsrechnung) .. wie groß wäre die wahrscheinlichkeit dann, dass irgendwo eine spezies
existieren würde, die die technologie hätte und auch das wissen, um uns mal einen besuch abzustatten? bei einer unendlichen größe des universums
so um die 1000000000% nehme ich an. obwohl es unsinn wäre, eine nicht klar definierte variable in die wahrscheinlichkeitsrechnung mit einzubeziehen,
da sie ja nicht berechnet werden kann. aber die message kommt rüber, denke ich.
und wie soll alles angefangen haben? mit einem urknall sagen sie. pah- war jemand dabei? wie soll das denn bewiesen werden (geschichts-asse hier?)
wenn ihr mich fragt, für mich läuft das hier alles viel zu linear ab. vom alltag mal abgesehen und in größeren dimensionen betrachtet: die
entwicklung schreitet immer weiter fort. wie ein voraus geplantes experiment. erst die affen, dann die menschen. was als nächstes? wir werden sehen..
Das ist doch ein guter Ansatz, @q.
Ich habe zu Hause ein Buch, wo ein Wissenschaftler so was ähnliches behauptet und auch zur Schlußfolgerung kommt, das es zumindest wahrscheinlicher
ist, daß mit dem Tod nicht alles am Ende ist. Unter anderem wird von vielen Verfechtern dieser Theorie auch Einsteins Relativitätstheorie
angeführt, nach der Energie nicht vergehen kann. Wenn ich wieder zu Hause bin, poste ich hier mal ein paar Thesen dazu rein. Das könnte sehr
interessant werden.
Im übrigen kommt bei Rechnungen in der Wahrscheinlichkeitsrechnung, die Du mit unendlich berechnest, auch immer wieder unendlich raus, wenn ich nach
so vielen Jahren nach meinem Mathe - LK mich noch richtig erinnern kann, wobei Unendlich nicht zu der Menge der reellen Zahlen gehört meines Wissens.
Es ist also hypothetisch, ob es da überhaupt ein Ergebnis gibt. Aber man kann auf keinen Fall sagen, daß es falsch ist, nur nicht gelöst.
hmm ... ich bin seit ka wievielen jahren hobby magier/esoteriker/okkultist/satanist usw.
für mich steht sowas garnicht zur debatte ob es etwas dannach gibt, nur das man es nicht erfassen kann stimmt eh ^^, naja, ansich schon, aber weniger
mit worten und bildern als mit gefühlen und energien ...
ich selbst bin, ka ... 3mal oder so gestorben ... jedesmal andere art und weise, ok, nicht körperlich, sonst würd ich ja nicht hier sitzten, aber
jedesmal knapp daran vorbei, als baby als ich mich nicht entscheiden konnte wirklich hier zu sein, einmal als ich nen blödsinn gemacht habe im
okkulten sinne ^^#, und einmal erst vor einigen wochen ... vom zweiten mal trag ich nen netten AV-block mit mir, tritt ansich nur bei
herzstillständen auf ...
aber ansich tut das nix zur sache ...
für mich steht es fest das es etwas danach gibt, ob wiedergeburt oder nicht kann man in der jetzigen zeit nichtmehr sagen, da scheiden sich "die
geister" für viele menschen trifft es sicher zu ... und was all meine anderen ansichten betrifft verschone ich euch für den moment noch, da es
teilweise für das ego schon etwas heavy ist ^^# und ja red ich so darüber als ob es ne tatsache ist, für mich ist es eine ^^
Leben nach dem Tod stell ich mir so vor:
Meine Seele trennt sich von Körper und Bewusstsein. Was dann genau passiert bin ich mir unschlüssig, nur soviel glaub ich, dass die Seele dann
weiterhin die volle Wahl ohne Einschränkung hat zu tun und zu lassen was sie will. Wiedergeboren werden wo immer, wann immer sie will oder zur Quelle
aller Liebe, d.h. aller Seelen und allem was existiert zurückkehren (Himmel, Nirvana).
Das universum ist soweit ich weiss für uns Physiker nicht unendlich. Meine letzte Info war, dass wenn du in eine Richtung des Universums fliegst
irgendwann genau da wieder ankommst wo du gestartet bist. Das heisst man hat das Problem der unendlichkeit in die 4. Raumdimension geschoben, die sich
eh niemand vorstellen kann.
Aber bei der mathematik kommt bei rechnungen mit unendlich recht oft endliches raus. So z.B. kennen wir in der Physik ein lustiges Integral über eine
Funktion die überall null ist bis auf einen Wert der unendlich ist. Beim Integrieren kommt aber was endliches raus. Nach dem Motto null mal unendlich
ist ein endlicher Wert :-))
Liebe Grüsse
Jack
Mein Leben nach dem Tod kommt durch meinen Glauben zustande...
Ich glaube an etwas höheres, etwas wie einen Gott... nur dass ich diese Bezeichnung der Gesellschaft wegen abgelegt habe. Jeder von und ist sein
eigener kleiner Schöpfer, denn die Seele ist schöpferisch. Nachdem der Körper nicht mehr kann, ist die Seele getrennt, Unterbewusstsein trennt sich
von Bewusstsein - und das Unterbewusstsein bleibt übrig. Das ich vom er bleibt übrig (oder das ich von ihr) denn so ist auch oft eine nette
Bezeichnung. Das ich steht für die Seele, steht für alles was Erfahrungen speichert und diese mit Gefühlen in Beziehung bringt. Der weibliche (oder
männliche) Körper ist nur das sie/er für das Ich, es ist nur ein 'Gegenstand' mehr oder weniger.
Die Seele trennt sich vom Körper und sucht sich eine neue Hülle - damit sie sich selbst wieder Erfahren kann. Die Seele wird - für mich jedenfalls
- so oft wieder geboren, bis sie die Erfahrung, die sie für richtig hält, gefunden hat. Die Erfahrung, die die Seele für 'gut' hält, nur da ist
wieder ein Widerspruch meinerseits: Gut und Schlecht ist von Mensch zu Mensch verschieden - was der andere als 'Gut' sieht, bezeichnet der andere
als 'Schlecht' und von daher ist es nicht sicher, welche Erfahrung nun Ausschlaggebend ist um sich selbst zu verwirklichen. Was für mich aber sich
ist, ist dass jeder Gedanke schöpferisch ist. Jeder von uns ist im Stande, das Leben anders zu gestalten.
Jeder, der Denkt dass etwas anders sein sollte, macht schon den ersten Schritt... der zweite Schritt zum finden des Selbst ist, dass man es laut
ausspricht, egal wem man Gegenübersteht. Die letzte Phase ist, sich selbst zu diesem 'Anderen' hinzugeben. Man ändert sich selbst so, dass man das
'Andere', was inzwischen noch nicht so ist, in sich selbst aufnimmt und auch immer so sieht - und auch so tut. Nur so findet man das eigene Ich, das
wirkliche Ich, das eigene Sein. Nur ist es eben schwer umsetzbar, denn die Gesellschaft akzeptiert nicht die, die auf der Autobahn des Systems
Geisterfahrer spielen.
Doch auch ich bin schon oft am Tag vorbeigelaufen - 3 Selbstmordversuche die immer recht knapp waren... doch das ist unwichtig....
Alle Personen die schon mal klinisch tod waren und wieder zurückgekommen sind, erzählen dass sich ihr Leben vor ihren Augen nochmal abgespielt hat.
Wenn man das ganze mal technisch sieht dann könnte man vermuten dass das, was einen Menschen ausmacht - eben seine Erfahrungen und Erinnerungen -
woanders hin übertragen wird. Mich würde mal interessieren was passiert wenn man ein weiteres mal klinisch tod ist und wieder zurückkommt. Wird
dann nur ein "Update" gemacht oder wird nochmal alles übertragen ?
Oder existieren dann 2 Wesen. Eines von der ersten Übertragung und eines von der Zweiten ? (Ist vermutlich schwer vorstellbar)
Da von allen Personen die Berichte über Nah-Tod-Erlebnisse so übereinstimmend sind, ist aber Zufall wohl ausgeschlossen.
Bei mir kommt die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod auch von meinem Glauben. Ich glaube an eine allmächtige höhere Instanz. Diese kann man nennen wie man will, Gott, Allah, Natur, Urkraft etc. Völlig egal. Der Seele wurde ein Körper für das irdische Leben überlassen, diesen verlässt sie. Was danach kommt weiß ich nicht. Ob wir vor einen Richterstuhl gezerrt werden und für unsere Sünden büßen müssen oder ob wir Wiedergeboren werden oder völlig erlöschen. Das hängt von der allmächtigfen Instanz ab meiner Meinung nach, wir können und das weder vorstellen noch können wir es wissen.
Oh, das ist aber ´ne ganz alte Sache, die Ihr hier ausgegraben habt. Ich glaube, wir sind damals von diesem Thread aus über ein paar Umwegen zu der
Erkenntnis mit der Unendlichkeit gekommen, wo uns @Maria erklärt hat, daß wir ja noch nicht mal wissen, ob es eine Unenedlichkeit gibt und da gibt
es auch verschiedenen, z.B. eine abzählbare und eine nicht abzählbare, also von der Wahrscheinlichkeitsrechnung würde ich da nicht mehr rangehen,
da ist nun wirlich unser menschliches Gehirn nicht geeignet zu, sowas jetzt schon zu erkennen.
Da ich auch schon angeblich zweimal über dem Jordan war, @schwarzlicht, beängstigt mich Deine These, daß man dort einen Teil seiner Seele lassen
soll. Ich bin mir da nicht so sicher. Ich habe ein out-of-body-EWrlebnis gehabt, was mir bisheute ziemlich Angst macht, weil ich es eben nicht
verstehen kann, aber letztendlich sage ich mal so, wenn man dort einer anderen Dimension von sich selbst begegnet ist, vielleicht ist das ja auch kein
Grund Angst zu haben, sondern ein grund, was erlebt (naja "erLEBEN" ist in diesem Falle wohl ein unbrauchbares Wort), sondern ein grund eine neue
Erkenntnis zu sich genommen zu haben. Ich bin zumindest seit de ersten Erlebnis dieser Art in vielerlei Hinsicht weniger ängstlich und direkter
geworden. Verändert habe ich mich auf jeden Fall, ob das einfach normale Änderungen aufgrund der Erlebnisse da sind oder ob da auch ´ne mythische
Dimension reinspielt, weiß ich nicht. Letzteres glaube ich natürlich ungern, aber ich habe immer wieder bisher Angst gehabt, das Erlebnis Revue
passieren zu lassen. Komisch, heute geht es. Vielleicht sollte ich dem Gedanken abschwören, mich überhaupt weiter in einer rationalen Form damit
auseinanderzusetzen.
Das einzige unerfreuliche was ich bisher darüber gehört habe war das jemand wieder hierher zurückgekommen ist und dann sofort "richtig sterben"
wollte, weil es dort viel schöner war als hier. Das Du sagst Du würdest Dich nicht gerne daran erinnern verunsichert mich jetzt etwas.
Ich hatte mich immer aufs sterben gefreut, weil nie etwas negatives von "Zurückgekommenen" erzählt wurde. Je mehr ich mich mit dem Thema befasst
habe umso mehr bin ich zu der Erkenntniss gelangt das das Leben hier mehr oder weniger sinnlos ist. Das einzige was Sinn macht ist der Tod. Denn er
ist endgültig. Alles was man hier hat oder erreichen kann geht mit dem Tod verloren. Somit will ich keine grossen Anstrengungen unternehmen
irgendetwas zu erreichen. Es könnte höchstens Sinn machen sich mit anderen Menschen zu befassen, schliesslich werden die früher oder später auch
dorthingelangen.
Ohne jemals dort gewesen zu sein fühle ich mich dorthin gezogen. Wenn Du es Dir aussuchen könntest, würdest Du hier bleiben wollen oder lieber
dorthin zurückkehren ?
wieso war ich denn da nicht mehr angemeldet ?
da scheint es wohl ein timeout zu geben
naja dann muss ich mich beim nächsten Mal beeilen.
Also, bei mir war es eben ein sogenannter Todeskampf. Ich war damals gerade mal 35 und hatte noch nicht die geringste Lust, ins Gras zu beißen. Mein
Körper und wohl auch mein Geist (meine Seele?) haben unaufhörlich daggegen rebelliert, daß ich abtrete.
Ich denke, daß ist einer der Gründe, warum ich da doch andere Erlebnisse hatte, als derjenige, der schon von vornerein darauf eingestellt war oder
es eben eoinfach so als Schicksal akzeptieren kann, daß er stirbt. Vielleicht war ich zu jung damals, vielleicht gibt es ja für jeden wirkich
irgendeinen vorbestimmten Zeitpunkt.
Bei diesen Berichten darfst Du Dich aber auch nicht täuschen: Es sind nur gerade mal knapp die Hälfte aller klinisch Tten, die überhaupt etwas
berichten können, viele bemerken gar nichts. Als ich meine Hirnblutung vor zwei Jahren hatte, habe ich auch keinerlei Erinnerungen mehr daran, obwohl
es zeitweillig wieder so war, daß ich klinisch tot gewesen sein sollte lt. OP - Berichten und den Aussagen meines Männes. Ich weiß von alledem
nichts mehr. Es sind mindestens 6 Wochen spurlos verschwunden in meinem gedächtnis, obwohl ich ansprechbar war und wohl auch immer viel erzählt
habe, wenn man mich besuchte, aber ich weiß nicht, wo ich da war und ob ic es war, der da auf der Neurochirurge- Intensiv lag. Vielleicht war ich
woanders, und soll mich zur Zeit auch gar nicht erinnern, wo ich war.
Vielleicht war ich da wirklich schn einen Schritt zu weit und in einem Bewußtsein, von dem man als Lebender nichts wissen darf.
| Zitat |
*löl*, was das delta-Dings angeht, das @Jack angesprochen hat, wegen dem hat sich mein ehemaliger Matheprof alle paar Wochen aufs Neue aufgeregt,
dass man Physikstudenten so einen schlampigen Unsinn erzählt, von wegen Funktion mit komischem Integral und so - tja, der war furchtbar penibel, aber
beim Unendlichen muss man das wohl sein, insbesondere, wenn man keine Mathematiker hat, die einem das abnehmen. Man muss halt wahnsinnig aufpassen,
denn da schleichen sich sehr schnell Fehler ein, weil unsere Vorstellungskraft da einfach nicht mitmacht.
Dasselbe gilt auch für die Ewigkeit, sie ist unzugänglich und unvorstellbar. Ich habe kein Konzept für den Begriff "unsterbliche Seele",
höchstens in Sinne von "sie war einmal da, und ist so in die Dinge verwoben", aber was man mir in der Kirche und auch sonst wo erzählt, erscheint
mir für so was Erhabenes wie die Ewigkeit zu einfach, das klingt alles zu menschengemacht - klar, wie sollte es auch sonst klingen - ach was weiß
ich. Mit meinem beschränkten Hirn glaub ich halt nicht dran, aber das heißt ja nix.
Maria
@Q: Dank Dir. Sehr aufmerksam.
@ Arne: Vielleicht hast Du recht und es gibt eine Art Schutzmechanismus, dass Erinnerungen daran unterdrückt werden wenn man wieder hierhin
zurückkommt. Und nur bei den paar Leuten, bei denen er nicht richtig funktioniert hat gibt es Erinnerungen. Hab auch mal gehört dass jemand schon
sehr weit weg war (er sah sich von ganz weit oben), aber dann hat er seine Frau rufen bzw schreien gehört und wusste dass er noch nicht sterben
konnte. Und dann "fiel" er wieder runter.
Also hat man in bestimmten Fällen wohl ein wort mitzureden ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist oder nicht. Dass erklärt warum jemand wie zB Du mit
einem starken Lebenswillen zurückkommt.
@ Maria: Nachdem ich hier an der Uni einen kleinen Einblick bekommen hab was Mathematik sein kann, will ich nicht glauben dass etwas wie sterben (was
ja jeden angeht) sich darüber erklären lässt. Dann wären nämlich viel zu viele davon ausgeschlossen darüber zu reden.
Dass alles berechenbar ist würde auch bedeuten dass man nicht frei wäre und keine wirklich eigenen Entscheidungen trifft. Dann wäre man nur eine
Marionette im Leben und müsste alles hinnehmen. Aber genauso kommt mir meinen Leben zeitweise vor. Deshalb hab ich auch so eine Abneigung gegen diese
Vorher-bestimmt-sein-Theorie. Hinterher trifft sie noch zu.
@Maria:
Auch wenn es @Schwarzlicht wahrscheinlich etwas stören wird, aber ich hatte schpon damals, als Jack das schrieb, sher gerne gewußt, um welche
Gleichung bzw. welches Integral es sich da handeln soll. Weißt Du das? Könnte zwar sein, daß wir wieder in eine rein mathematische Diskussion
eintreten, aber ich interessiere mich een manchmal für sowas.
Ist üriens schade, fällt mir gerade, völlig off-topic ein, daß man zwar durchaus als mehr oder minder normal gilt, wenn man sich als studierter
Mathematiker z.B. für Theologie interessiert, aber das es doch irgndie immer noch einem studierten Theologen peinlich sein muß, daß er sich auch
Mathematik und manche sturen Formeln und Berechnungen als Hobby hat, daß ab und an mal sein Interesse weckt.
@Schwarzlicht:
Das Gemeine ist beim Sterben, daß es einem der Tod leider nicht so einfach acht, wie Du das gerade beschreibst, was das Überleben wollen
anbelangt.
Ich versuche mal kurz, daß zu schildern, was mich damals sehr beunrhigt hat und was ich bs heute nur mystisch oder aber als sehr geschickte, aber
unwahrscheinliche Ansammlung von Zufällen erklären kann.
Also, als ich auf der Intensivstation lag, hatte ich auch ziemlich viele Wahnvorstellungen,dazu gehörte immer die Vorstellung, daß alle Ärzte und
Pfleer mich töten wollten. Das ist erstmal, denke ich, noch ziemlich normal, weil ich da ziemlich überraschend reinkam und noch gar keine
Vorstellung hatte, was da überhaupt mit mir passsiert. Daß es der eigene Körper ist, der einen gerade umbringen will, ist wohl schwerer zu erfassen
als wenn man sich ein Feindbild außen aufbaut.
Ein Grund für mich zu überleben, war aber mein damaliger Freund, der gerade eine sehr schwere Phase mit Alkoholabusus durchgemacht hatte und der
wohl auch durch die Beziehung zu mir relativ stabil wurde. Ich meinte, daß er mich noch brauchen würde und ch selber war auch sehr glüclich damals
mit ihm, er war trotz der ganzen harten Zeiten, die wir auch hatten, immer meine große Liebe. Jetzt sah ich ihn auf einmal, wie er aus dem Fenster
springen wollte, weil er meinte, es hätte keinen Sinn mehr für hn zu leben, wenn ich nun auf einmal sterben würde. Und das Irre ist, genau diese
Szene spielte sich, wie ich erst viel später erfahren habe, wahrscheinlich zur selben Zeit, woie ich sie erlebt bzw. gesehen abe, eingreifen konnte
ich nicht, es war nur zu erkennen und alles deutlich zu hören gerade in meiner Wohnung ab, wo sich mein damaliger Freund und mein damaliger
Mitbewohner sich unterhelten und sich mein freund wohl schon in allmählich wieder besoffenen Kopp aus´m fenster stürzen wollte. In der Realität
hat mein Mitbewohner ihn wohl davon abgebracht, aber ich habe dasnicht mehr mitbekommen. K.A., ob es sich da um den Zeitpunkt ahandelte, wo ich
wieder zurück ins Leben kam bzw. wo ich vielleicht gerade jetzt ac dringend zurück wollte, um das zu verhindern.
Auf jeden Fall, in meinen damaligen Wahnvrstellungen (die wohl auch dann noch von einer Sepsis und einer Toxis hervorgerufen wurden), wurde mir
erzählt, daß er sich umgebracht habe, bzw. meinte ich dann ein Gespräch zwischen zwei Pflegern aufgeschnappt zu haben, daß er tot sei. D.h., die
Sache, die meinen Überlebenswillen wohl ausgemacht hat, wurde mir dann sehr schnell zerstört. Ich war ab diesem Moment felsenfest davon überzeugt,
daß er tot sei und nix, auch keine Anrufe von ihm o.ä. konnten mich nochmal überzeugen, daß er noch lebte. Da er mittlerweile wieder voll in seine
Alkoholismusphase verfallen war, die bei ihm immer dazu führte, daß er außer zum Alkohol kaufen, kaum noch die Wohnung verlassen konnte, kam er
auch nicht mich besuchen, für mich war er tot.
Irgendetwas war dann auc da,was mr sagen wollte: "Nun stirb´schon, sieh´dch ein, daß es keinen Zweck mehr hat. Derjenige, für den Du leben
wolltest, hat aufgegeben, schließ Dich ihm an!"
Naja, ich tat es eben nicht. Warum auch immer, aber seitdem habe ich auch vom Tod eher ein sehr pesonenhaftes Bild, das Bild eines Wesen, daß einen
Willen und eine Taktk hat, Dich zu bekommen.
@schwarzlicht: wenn das so rüberkam, tut es mir leid, ich wollte den Tod nicht mit Mathematik erklären, es wäre ja schon, wenn man etwas derartiges
auf dem Gebiet hätte, hat man aber nicht.
@Arne: ja, das delta-Dings, hmm, so die richtige mathematische Herleitung kenn ich da auch nicht, aber ganz gut vorstellen kann man sich das als
Grenzwert einer Funktionenfolge: stell dir mal vor, du hast eine Funktion, die überall 0 ist, außer zwischen -1/2 und 1/2, wo sie 1 sein soll. Das
Integral über das Ding ist 1. Jetzt ersetze sie durch eine Funktion, die nur zwischen-1/4 und 1/4 undgleich Null ist, und zwar 2. Das INtegral ist
wieder eins. Du kannst jetzt dein rechteck immer höher und schmaler machen, also -1/8 bis 1/8 mit der Höhe 4, usw usw, bis ins Unendliche. Die
Grenzfunktion ist die Delta"funktion", die unendlich hoch und unendlich dünn ist und über die das Integral trotzdem 1 ist.
So etwas kommt in der Natur zwar nicht wirklich vor, ist aber als Idealisierung ganz nützlich um damit zu rechnen, Massepunkte z.B. und
Punktladungen, oder ganz kurzwirkende Kräfte,also z.B. ein kurzer schlag auf eine schwingende Saite sind einfache Beispiele dafür.
@ arne
ich wollte nicht sagen dass man es sich aussuchen kann ob man stirbt, sondern dass man, wenn es auf der Kippe steht, ein starker Überlebenswille,
einen retten kann.
Wenn Du Deinen Freund hast aus dem Fenster springen sehen und das ganze hatte sich dann auch fast wirklich so abgespielt, dann müsst ihr euch sehr
nahe stehen. Solche Verbindungen kannte ich bisher nur von zB Zwillingen. Aber gerade weil Ihr einen so schweren Weg gemeinsam gegangen seid hat Euch
das vermutlich so fest verbunden. Als Du dann hörtest dass es angeblich doch um Deinen Freund geschehen ist, war der Schmerz vielleicht so gross dass
er alles übertönte und Du nicht spüren konntest dass er doch noch lebt. Und die Medikamente werden sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen
haben.
Wenn ich mir den Tod als intelligente Person oder Wesen vorstellen würde, dass einen haben will, (wie Du es beschreibst) hätte ich wohl auch ein
ungutes Gefühl. Dass würde ja bedeuten dass schon vieles nach dem Tod vorgegeben wäre. Evtl hat es schon Verwendung für einen wenn man dort
angelangt ist. Woher weiss ich dass ich dass überhaupt will was da auf mich wartet ? Es hat mich auch niemand gefragt ob ich in dieser Welt
existieren möchte.
Ich sehe den Tod aber als das Ziel an dass jeder Menschen irgendwann erreicht. Er befreit einen vom Leben.
Wenn ich jetzt irgendetwas hier hätte was mir was bedeuten würde und dass sich nicht in Euro messen lässt, dann wäre mein Lebenswille auch
stärker. Aber so kann ich mich zumindest auf das Ende dieser Existenz freuen.
@ Maria
Ist schon ok. Es ging ja in erster Linie nur um die Unendlichkeit und nicht um den Tod.
Was Du mit der Funktion meinst hab ich nicht komplett verstanden, aber ist es nicht so ähnlich als wenn man eine Logarithmus-Funktion für x>0
betrachtet. Die Ausdehnung von 0 bis +Unendlich ist unendlich aber die Fläche zwischen ihr und der x-Achse ist endlich. Im Grunde ist es ja so als
würde man 1+ 1/2 + 1/4 + 1/8 + ....... rechen. Da kommt man auch nur bis ganz knapp unter die 2. Und das obwohl man unendlich viele Zahlen addiert.
Soweit ich weiss kommt eine Logarithmusfunktion auch in der Natur vor. Nimmt nicht die Strahlungsintensität von radioaktiven Stoffen logarithmisch ab
?
Also, die Halbwertzeit wird meines Wissen mit e, also der eulerischen Zahl auch berechnet, müßte ich jetzt aber auch mal die Formel erst rauskramen,
das wissen aber bestimmt die Physiker hier eh´viel besser als ich mit ´n bißchen Chemie -LK.
Danke erstmal für die Erklärungen, ich weiß jetzt, was ihr meint, @Maria und @Schwarzlicht, ist aber auch so eine der Funktionen und so ein
Integral, wo es mir im Mathe - LK schon mehr als schwer fiel, daß noch als halbwegs nachvollziehbar zu betrachten, war es aber, wenn ich mich so
halbwegs daran erinnere, aber wir haben das in der Penne auch nicht gebraucht, aber so´n Mathelehrer muß einem ja immer noch zwischendurch solche
Sachen reinwürgen, damit man sich etwas doof vorkommt als Schüler.
Zu dem Todthema nochmal, @Schwarzlicht, ich glaube, die Person, die den Tod symbolisiert und die man sich dann evtl. auch als Person vorstellt, ist
man letztendlich selber.
Und die Medikamente haben schon etwas zur Desorientierung beigetragen, Hauptproblem war aber eben die Sepsis (da haste Du Fieber bis zu 40 ° und
bekommst dann dermaßen Schüttelfrost, daß Du im Bett herrumhüpfst, als bekämst Du Elektroschocks, ziemlich fies und unangenehm, außerdem hatte
ich noch einen Darmriß wgen meies Morbus crohn und Darminhalt hat nunmal im Körperinneren nichts zu suchen, der drückte dann in der Bauchhöhle auf
die Lunge und das verringerte die Sauerstoffzuführung und damit natürlich auch die Fähigkeiten klar zu denken.
Das ist allerdings dann leider immer so, daß Deine Inelligenz nicht geschädigt wird, d.h., Du siehst die Sachen klar und sie sind für Dich
einleuchtend, egal, was für einen Hirnriß Du zusammenfantasierst. Und man wird auch nicht einfach wach, wenn die toxischen Zustände vorbei sind,
sondern man behält diese Wahnvorstellungen auch dann noch als Realität im Kopf, wenn das Gehirn wieder anfängt, normal zu denken. Es hat ungefähr
nochmal 1 Woche nachdem ich relativ wieder klar war im Kopf gedauert, bis daß ich verstand, daß das alles nur ein Irrsinn war. Und daß mein Freund
wirklich aus dem Fenster springen wollte, hat er mir erst viel später erzählt, sonst wäre ich wirklich noch auf der Intensivstation verrückt
geworden, bzw. hätte ziemlich Angst bekommen, daß nicht alles, was es gibt, rational zu erklären ist.
@schwarzlicht
Du meinst e hoch -x, oder? Klar, das schließt trotz unendlicher Ausdehnung eine endliche Fläche mit der x-Achse ein. Das ist aber eine ganz normale
Funktion. So etwas kommt auch in der Natur vor, wie du richtig anmerkst.
Das Deltadings ist schon was ganz anderes, so was wie ein einziger, monströser Zacken ohne Breite und mit unendlicher Höhe.
Ich kann hier schlecht Bildchen malen, hier haben sie eins plus zusätzlicher Erklärungen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Delta-Distribution.
Also, ich gebe zu, nicht all zu viel verstanden zu haben. Dafängt das schon wieder an, warum definiert man das in Funktionsschreibweise, wenn es doch
gar keine Funktion eigentlich ist. Irgendwie muß das doch dann auch anders darstellbar sein, denke ich mir bei sowas immer.
Aber gut, ich bin kein Physiker.
Klar, man kann das Ding anschaulich, oder streng mathematisch, oder als Grenzwert von Funktionen darstellen, siehst du ja in dem Artikel (was ich oben
mit Rechtecken mach, das machen die halt mit Gaußkurven).
Natürlich ist die streng mathematische Definition die eigentliche, aber wenn man ein paar Sachen beachtet, kann man mit dem Teil formal umgehen, wie
mit einer Funktion, obwohl es keine ist und das ist halt viel praktischer, auch wenn es nicht exakt ist. Physikstudenten bringt man das halt so bei
und penible Matheprofs regen sich drüber auf. Mathe muss halt wirklich durch und durch exakt sein, weil Mathematiker keine andere Möglichkeit haben,
ihre Theorien zu überprüfen, als dass sie hundertprozentig auf Logik aufbauen und keine Lücken haben. Aber bei Physikern ist das nicht so, da kommt
es in letzter Konsequenz darauf an, was das Experiment liefert. Eine Theorie kann mathematisch schlampig sein, wenn experimentell gute Ergebnisse
rauskommen, akzeptiert man sie fürs erste trotzdem. Sie verbessern und die Lücken auffüllen kann man ja immer noch.
Wenn man mit dem delta-Dings so umgeht, wie es die Physiker tun, kommt fast immer das richtige raus, und wenn Blödsnn rauskommt, dann muss man halt
exakter arbeiten - so läuft das eben, ist eigentlich in der Physik meistens so, mit allen möglichen Näherungen, die man halt so macht und ohne die
man mit moderatem Aufwand zu nichts kommen würde. Eine exakte Wissenschaft ist Physik ja nicht, wenn man mit gewissen Schwammigkeiten nicht
klarkommt, muss man Mathe studieren gehen, wo man kein Problem übergehen darf und man im ersten Semester beweisen muss, dass 0*a=0 und (-1)*a=-a ist
oder fett 1+1=:2 an der Tafel steht und so was.
Gut, okay, soweit akzeptier ich das erstmal, muß ich zwar noch etwas mer drüber nachdenken, aer danke erstmal.
Hört sich aber für mich immer noch so an, wie "was nicht paßt, wird passend gemacht", eigentlich das, was man als Mathematiker nicht gerne hat.