
Durch den Vorfall in Emsdetten ist mir wieder der Film "Bang, Bang, you're dead" in den Sinn gekommen. Dieser hat mich damals, als ich ihn auf Pro7
das erste (und bis jetzt leider auch das einzige) Mal gesehen habe, sehr in meinem Innersten berührt. Besonders ihr, die ihr hier im Forum von
TheUnity vertreten seid, werdet den Film sicher mögen.
[B]Hintergrund:[/B]
Der Film "Bang, Bang, you're dead" basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von William Matrosimone, das am 9. April 1999, nur elf Tage vor dem
Amoklauf an der Columbine High School in Littleton in Eugene (Oregon) uraufgeführt wurde.
[B]Zum Inhalt:[/B]
Der 16jährige Trevor Adams besucht eine kalifornische High School, in der er zu den Aussenseitern zählt, die von den Sportlern der Schule
drangsaliert und gedemütigt werden. Wohl auch, um auf sich aufmerksam zu machen, richtete er ein Jahr zuvor, eine Bombendrohung gegen die Schule, und
entging nur knapp dem Rauswurf. Seit diesem Augenblick nahmen die Hänseleien an der Schule zu, die Trevor nun mit seiner Videokamera festhält. Es
entsteht so ein „Tagebuch der Gewalt“. Gleichzeitig ist er Mitglied in einer Theatergruppe, für die er ein Stück schreibt – der Titel: Bang,
Bang, Du bist tot!
Doch allein das genügt nicht, um seiner Wut freien Lauf zu lassen. Mit seinen Freunden Sean, Mark und Kurt plant er mit Waffen, die Schule zu
stürmen, und so viele verhasste Sportler wie möglich umzubringen. Doch als Trevor die gleichaltrige Jenny kennen lernt, die zu ihm hält, und sich
für ihn einsetzt, plagen ihn Zweifel, ob die geplante Tat richtig ist.
Am Ende sieht er als einziger ein, dass durch ein Blutvergießen nur mehr Gewalt und Hass geschürt wird, und evakuiert mit seinem Kunstlehrer, Mr.
Duncan, die Schule. Kurt, Sean und Mark kann Trevor in letzter Minute überwältigen.
Mit Erfolg kann er am selben Tag sein Theaterstück uraufführen.
[B]Video:[/B]
1. http://youtube.com/watch?v=OEVp6EXN8Jg
2. http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/09/10/bang-bang-du-bist-tot/
Hmm, ich glaube mich vage zu erinnern, dass ich den auch mal gesehen habe - ja ganz nett, aber ach scheiß Ende. Ist halt wieder so ein Standardzeug:
er wird vernünftig und wendet sich ab vom Bösen, auch von denen, die sich vorher als einzige mit ihm abgegeben haben. Wenn dich die rechte Hand
ärgert, dann reiß sie ab etc., denn es ist besser... usw. usf.
Interessant wäre es geworden, wenn er trotz seiner "Erleuchtung" die Sache mitgemacht hätte, wegen seiner Kumpels und so. Da könnte man dann
spekulieren: was ist dummes Mitläufertum aus Feigheit, was ist Loyalität jenseits aller Diskussion?
Geil fand ich allerdings "Elephant", mit seinen lapidar-genialen Einlagen: wie sie lethargisch in dem Zimmer rumhocken, wie er das Klavierspiel
verhaut, wie sie dann zur Schule fahren - ja, da war ich wirklich drin bis zum Schluss.
Euch Actionfreaks war der natürlich zu langweilig :12:
"Bang, Bang you're dead" kenne ich noch gar nicht. Muss wohl irgendwie an mir vorbeigegangen sein damals...
Aber "Elephant" kenne ich sehr wohl (hab dazu doch meines Wissens irgendwann auch mal was gepostet gehabt. Vielleicht war das noch im alten Forum).
Und langweilig fand ich den eigentlich überhaupt nicht. Ich fand die nüchterne Art der Darstellung sehr erfrischend, und auch, dass auf
Moralpredigten und irgendwelche Gutmenschen-Weisheiten verzichtet wurde, hat mir sehr zugesagt.
Kann ich echt jedem empfehlen, der sich für das Thema interessiert.
Naja, die Kameraführung sieht ganz interessant aus in dem "Bang, bang"-Film, so nach Dogma - Art.
Das mag ich ja.
Allerdings das Ende klingt für mich wirklich wie 'ne billige Hollywoodschmonzette!
| Zitat |
@deep7: Danke, werd' ich mal reinschauen.
Wegen Elephant: Hab' den mal gesehen, fand den aber glaube ich nur mäßig. Ich kann mich allerdings nicht so gut erinnern, vielleicht würde er mir
beim zweiten Anschauen ja eher zusagen...
Ja, alternatives Ende schau' ich mir mal an.
Läd' gerade noch!