
Da bin ich also.
Gestattet mir erst einmal eine Lob Arie auf dieses Forum vom Stapel zu lassen! Ich finde es mehr als nur anerkennenswert, dass sich hier Menschen
finden können, deren höchstes Ziel nicht materieller Besitz, viele Sexualpartner mit gut ausgeprägten Sexualorganen, viel „totes“ Wissen oder
schlichtweg viel Macht (über alles mögliche) ist.
Ich habe lange nach einer Plattform gesucht, auf der ich Leute treffen kann, die ihre eigenen Meinungen vertreten, diese begründen können und hinter
der sie auch stehen, selbst wenn sie in der aktuellen, gesellschaftlichen „Top-Flop“ Wertung mal nicht auf Platz 1 steht.
Ich habe auch schon einige der Beiträge gelesen und bin begeistert, wie die einzelnen Beteiligten, mit einer bei mir Tränen verursachenden
Offensichtlichkeit, bereit sind ihren Verstand zu benutzen um auch Themen zu diskutieren, die „dem System“ oder „den Anderen“ unbequem
sind.
Ich bin wirklich froh nach einiger Zeit der gezielten Suche auf diese Seite gestoßen zu sein, zumal es mir auch ein Gefühl von etwas mehr
„Normalität“ gibt. J
Doch nun ein wenig mehr zu meiner Person:
Ich habe gute 15 Jahre eine ganz durchschnittliche Kindheit bzw. Jugend mit den wohl ebenso durchschnittlichen Höhen und Tiefen erlebt. Doch im (noch
zarten) Alter von 16 Jahren begann sich Unzufriedenheit in mir breit zu machen, gleichwohl es eine Zeit des gesellschaftlichen Aufstiegs für meine
Person war. Ich verstand nicht damit umzugehen. Ich verstand nicht woher dies rührte oder was es eigentlich genau war, weswegen ich notorisch
unzufrieden war.
Aber da ich, wie bereits erwähnt, gesellschaftlich relativ gut anerkannt war (gut in der Clique gestellt, beliebt bei den Lehrern, ...) konnte ich
diese Gedanken wunderbar mit Konsum in der Gruppe („Hast du auch schon das neue Handy?“), Drogenkonsum („Ein Bier trinken wir aber noch!“),
ausleben meiner Jugendhaften Triebe („Hast du heute schon was vor, Kleine?“) und der gleichen mehr betäuben.
Da ich im Alter von 18 Jahren aus beruflichen Gründen mein gewohntes Umfeld bzw. den Ort, an dem ich bisher aufgewachsen war verlassen musste und
mein privates, soziales Umfeld demnach auch verschwand, waren meine Betäubungsmöglichkeiten mit einem Schlag ziemlich gering geworden.
Aus heutiger Sicht betrachtet finde ich diese Wendung mehr als glücklich. Zu damaliger Zeit wäre das Urteil sicherlich anders ausgefallen. Aber wie
dem auch sei . . .
Ich musste beginnen mir Gedanken zu machen. Nicht nur Gedanken über mich und meinen Platz in dieser Welt, sondern auch Gedanken über das Umfeld, in
dem ich mich bewege und warum ich eigentlich notorisch unzufrieden bin.
Ich stellte ebenfalls fest, dass ich mit den Werten, die ich in meiner Erziehung vermittelt bekam, ganz und gar nicht einverstanden war. Ich konnte
mich einfach nicht mit einer „Leistung um jeden Preis“ – Philosophie anfreunden. Auch die „Nimm-mit-was-du-kriegen-kannst“- Einstellung
empfand ich nicht mehr als richtig, nein, sie kotzte mich nahezu an.
So begann ich nach und nach diese, mir bisher eingebläuten, Werte durch diejenigen zu ersetzen, die aus meinen eigenen Gedanken bzw. aus eigener
Überzeugung heraus geboren wurden. Bis ich mir eine eigene Wohnung suchte, war dies natürlich ein regelmäßiger, beinahe schon lieb gewonnener
Streitpunkt zwischen mir und meinen Eltern.
Aber na, ja.
Mit einem „kleinen Koffer voller Ideale“ war ich dann bereit hinauszuziehen um Andere zu finden, mit denen ich mich über meine und auch über
andere Ansichten hätte austauschen können.
Dieser Auszug verwandelte sich jedoch mehr in eine ausgewachsene Suche, als mir Gewahr wurde, dass es weitaus mehr Popstars und
Big-Brother-Container-Bewohner zu geben scheint als wirklich denkende Menschen.
Zu meinen, bescheidenen Glück muss ich jedoch sagen, dass ich einige wenige gefunden habe, die ebenfalls bereit sind einfach zu „denken“ und
nicht blind und taub den „Werten“ unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft folgen.
Da die Zahl dieser Menschen in meinem persönlichen Umfeld jedoch sehr begrenzt ist, habe ich mich auf den großen grünen und von Dialer-Büschen
übersäten Wiesen des World Wide Web auf die Suche nach Anderen gemacht, die ebenso bereit sind nichts zu akzeptieren, „weil es halt so ist“,
sondern alles hinterfragen und in Frage stellen wollen.
Da bin ich also.
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auch von mir ein herzliches willkommen.
ich bin sicher dir wird es hier gut gefallen. du hast hier als gast praktisch alle rechte die man so brauch. es gibt also keinen zwingenden grund,
sich zu registrieren, aber wenn du willst kannst du es trotzdem tun.zum beispiel als zeichen dafür das du dich hier öfters aufhalten willst 
was genau du alles machen kannst wenn du registriert bist siehst du, wenn du oben auf "registrieren" klickst.
was mir spontan auffällt ist dein ausgeprägter stil für form. ich hätte echt nicht gedacht das du 15 bist. das brachte mich zu dem gedanken,dass
du hier sicher finden wirst, was du vielleicht suchst.
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ahja. das wird der gast aus diesem thread
sein.
ich hab die schlechte angewohnheit, wenn mir was einfällt direkt runterzuscrollen und im quickreply was zu schreben. bei größeren texten findet
man dann manchmal nicht den faden wieder. und als ich
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Danke für die freundliche Aufnahme!
Zu meinem beruflichen "Sein":
Ich finde, es entbehrt wohl nicht einer gewissen Ironie, dass ich ein ganz stinknormaler Sachbearbeiter in einem ganz normalen Büro geworden bin. Es
ist ein langweiliger, anspruchsloser Job in dem du eigentlich nicht zu denken hast und deine Meinung am Besten nur äußerst, wenn sie sich mit den
Ansichten der Vorgesetzten deckt.
Dieser Job war (und ist) für mich auf keinen Fall befriedigend!!
Ich werde mich selbst auf keinen Fall bis zu dem Ende meiner Tage zu Stumpfsinn verdammen! Aus diesem Grunde habe ich mir ein berufliches Lebensziel
gesetzt, auf dass mein berufliches Handeln ausgelegt ist.
Dies ist ein unglaublicher Trost im beruflichen Alltag, da jeder kleine Rückschlag oder jede noch so sinnlose Besprechung nicht wirken wie Auswüchse
einer kranken, abgestumpften und pervertierten Gesellschaft, sondern ein weiteres, kleines Puzzleteil in meinem (beruflichen) "Masterplan"
darstellen.
Mein Platz in dieser Welt?
Hmm. Ich habe mir schon oft drüber Gedanken gemacht; konnte mir jedoch bisher nur zum Teil antworten.
Ich weiß, dass ich in der Welt, die sich vor mir eröffnet nicht zurechtkommen kann. Ich weiß, dass ich es, trotz der mir bestmöglichen Anspassung
und des mir größtmöglichen Verständnisses, niemals schaffen werde die "NORM" zu erfüllen.
Aus diesem Wissen heraus bildete ich den Umkehrschluss: Wenn Mose nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg eben zu Mose.
Im Klartext meine ich damit: Wenn ich es nicht schaffe mein Leben nach der "NORM" auszurichten (was wohl verständlich sein dürfte), dann muss sich
was an der "NORM" ändern.
Versteht mich jetzt bitte nicht falsch!
Ich will Menschen nicht dazu bringen so zu denken wie ich (das macht schon das Fernsehen)!
Ich will den Menschen zeigen, dass es auch ein Leben hinter diesen, nur scheinbar wichtigen, Dingen des Lebens gibt.
Ich möchte den Menschen helfen ihren Geist aus den Fesseln einer verbohrten, dummen, durchschaubaren und mit Banalitäten gefüllten Gesellschaft zu
befreien!
Dieser Wunsch - diese tägliche Herausforderung ist die Aufgabe, die ich mir im Leben gestellt habe. DIe Aufgabe, die es für mich zu erfüllen gilt.
Dies ist mein Platz, den ich für mich gewählt habe.
Natürlich erlebe ich auf diesem Weg sehr viele Rückschläge, da es für den Menschen natürlich sehr viel einfacher ist dem Weg zu folgen, der von
dem System vorgegeben wurde und sie aus diesem Grunde die kritische, geistige Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrem Umfeld scheuen, da sie
damit die Sicherheit der "NORM" verlassen würden.
Desweiteren bin ich, bedingt durch meine momentane berufliche Position, noch nicht in der Lage Veränderungen in dem Umfang zu bewirken, wie ich es
mir wünschen würde. Dies wird sich jedoch früher oder später ändern und dann kann ich wirklich etwas bei den Menschen bewirken - kann ihnen
wirklich helfen!
Zu meinem Alter: Ich bin 23 Jahre alt. Wenn ich durch meinen ersten Beitrag eine falschen Eindruck mein Alter betreffend erweckt habe, so bitte ich
dies zu entschuldigen. Es passierte sicherlich nicht absichtlich!
Registriert habe ich mich eigentlich schon als "Befstan". Jedoch hat es beim Besten Willen nicht geklappt einen Beitrag unter meinem User zu posten.
Ich habe auch schon einen Beitrag unter der Rubrik "News & Questions" eingestellt. Für Hilfe wäre ich wirklich dankbar!
In dem einen Thread bist Du ja jetzt eingeloggt.
Was sind denn eine beruflichen Lebensziele? Das würd´mich noch interessieren. Mit 23 hast Du ja noch ale Möglichkeiten.
Und Du schriebst im ersten Posting, daß Du irgendwie auf diese Seite gekommen bist. Das würd´mich auch mal interessieren, wie man hier so einfach
diese Seite findet. Kann uns vielleicht helfen, die seiten populärer noch zu machen.
Mein berufliches Ziel scheint auf den ersten Blick eher simpel: Lehrer.
Es mag auf den ersten Blick anmuten, wie die Ambition eines kleinen Kindes, jedoch reifte dieser Wunsch in mir nicht ohne Grund.
Zum Ersten ist die berufliche Tätigkeit, die ich im Moment ausübe, ganz und gar nicht erfüllend.
Diese Erfüllung verspreche ich mir durch die Ausübung des Lehrerberufes.
Zum Zweiten ist man als Lehrer in einer besseren Position etwas zu bewegen und jungen Menschen etwas mit auf ihren Lebensweg zu geben. Ihnen zu
zeigen, dass die DInge, die für ihre Zukunft von der Gesellschaft als gut und richtig empfunden werden, nicht unbedingt das Ende aller Weisheit
ist.
Auf diese Seite bin ich, wie bereits gesagt, durch gezielte Suche gestossen. Ich habe mich selbst gefragt: "Wenn es im Internet Menschen gibt, die
ähnlich denken wie ich und stets bereit sind alles zu hinterfragen, was würden diese wohl tun, damit man sie findet?"
Ich habe dann bei Dr.Google Fragen eingetippt, die ich mir zum Teil stelle und von denen ich weiß, dass sie sich nur Menschen stellen würden, die .
. . . denken.
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erstmal... hallo neuling 
hoffentlich gefällts dir hier weiterhin und schön fließig bleiben :13:
@dian
[QUOTE]Ja, das mach ich auch ab und zu, wenn wir Verstärkung suchen...
allerdings komm ich dann meistens wieder hier raus, oder auf Seiten, die schon längst bei uns verlinkt sind.
Scheint leider nur ein sehr sehr kleiner Teil der Bevölkerung zu sein, der sich im Internet solche Fragen stellt...t[/QUOTE]
hmm.. das würde ich so nicht unbedingt sagen.... ich weiß, dass es da draußen viele menschen gibt die sicher auch hier posten würden... so ists
meine erfahrung, dass z.B. in selbstmordforen(auch wenn man die meißten net mehr als solche beteichnen kann) oft auch solche menschen hocken... eben
leute die hier reinpassen würden... btw. so hab ich damals auch zu euch gefunden
naja mein prob ist eher, dass ich dort net mehr aktiv bin aber mal schaun... 
@Befstan:
Ich kann auch nur dringend von Lehrer abraten, allerdings, @Dian, soviel angenhemer ist das zumindest in Deutschland auch nicht, Heimerzieher oder
Heilpädagoge zu werden.
Du kannst in diese Staat nix verändern. Es geht ´ne Zeit ganz gut, aber irgendwann kommt man an den Punkt, wo man entweder Kompromisse machen muß,
oder mal den ganzen Kram hinwerfen muß. Ich weiß nicht, wie das bei Lehrern ist, aber ich kann mir bei den wenigsten Fachkombinationen vorstellen,
daß Du da irgendwas vermitten kannst. Wenn ich das gemacht hätte, hätte ich wahrscheilich Mathe und Chemie und vielleicht noch evangelische
Religion genommen, um überhaupt einne Job zu bekommen. Ich weiß nicht, wie die Arbeitsmarktsituation jetzt ist, aber damals hast Du in NW nur noch
was bekommen, wenn Du Religion, Kunst oder Musik dabei hattest.
Und Dein Einfluß ist auch bei einem Fach wie Religion relativ gering auf Schüler.
Ich verstehe schon, daß Du irgendwo anfangen willst, was zu verändern, aber da halte ich heute die Alternativen Revolution und Auswandern für
sinnvoller als noch irgendwas hier bewegen zu wollen. Ich hab´jetzt in einem anderen Forum ´ne Lehramtskandidaten getroffen, die auf Latein und
Philosophie macht und die ist so ´ne Heavy-Metall-Tusse, die sagt, die hat jetzt schon Angst vor dem Refrendariat, da sie in ihren Klamotten
wahrscheinlich von allen Kollegen schräg angeguckt wird.
Und ich hab´mch immer gefragt, warum meine Latein - Lehrer so selten Lederhosen trugen.
´N Bißchen Freihheit hat man vielleicht noch als Dozent an der Uni, aber auch da mußte erstmal bei irgendeinem Prof buckeln.
Naja, probier´s mal. Was für´n Lehramt willste denn überhaupt machen und wo?
*grinsel* Dian als Lehrer stell ich mir genial vor! Da würde ich auch nochmal zur Schule gehen! :D
@[Befstan]
Scheinst ja ein sympatisches Kerlchen zu sein, willkommen im Forum! :D