
Ich bekomme oft wirklich TOLLE Vorschläge zur Weltanschauung von anderen Usern hier.
Alllerdings führen diese Ideen im Alltag zu meiner persönlichen Katasstrophe!
Ich suche immer verzweifelt nach einem Widerstand gegen das System, der mit Alltagsbedingungen einigermaßen kompatibel ist. Mache ich etwas falsch?
Bin ich nicht radikal genug? Zur Erinnerung: Ich bin 32 Jahre und NIEMAND bezahlt mir mein Überleben. Ich muss SELBER organisieren das mein
Kühlschrank gefüllt ist! Ich vesuche dieses mit einer Art Hinterhältigen Widerstand zu organisieren. Zu offenem Widerstand habe ich nicht genug
Kraft. LEIDER!
Wer mehr Kraft hat, möge gern mit mir kooperieren.
Ich finde, meine Weltanschauung eignet sich gut zum Leben.
Willst du sie haben? Ist kostenlos :D
Ansonsten, tja, Widerstand ist schwer. Da suche ich auch praktikable Ideen.
Ach ja, hat hier jemand ein wenig Antimaterie zu verkaufen?
Mit einem Milligramm Antimaterie könnte man den Bundenstag sprengen (~200m Radius totale Zerstörung, äquivalent zu 45 Tonnen TNT).
1g hat Antimaterie hat bereits die 3 fache Sprengkraft von Hiroshima.
Und mit einer Tonne Antimaterie könnten wir ganz Deutschland sprengen. Der Radius der totalen Zerstörung sollte ~200 km betragen.
Ach hm, hatte ich oben noch etwas von praktikabel geschrieben?
Ach, hm, egal :D
Nein, ich will ein kleines, schwarzes Loch, das die Erde einsaugt.
Also was "Kühlschrank füllen" angeht, empfehle ich einen festen Stab von nahrhaften, aber billigen Instantnahrungsmitteln, die man immer wieder
nachfüllt, wenn sie zur Neige gehen. In meinem Fall Brot, Quark, Haferflocken, Sojagranulat (mit den Abwandlungen Frischkäse und anderes
Getreidezeug). Zur Geschmacksgebung dazu Tomatenmark/Ketchup/Senf, Öl, Gewürze und Vanillzucker. Und noch was Frisches, also Obst/Gemüse, weil man
da bei Instantnahrung Heißhunger drauf kriegt - also ich zumindest.
Na und das pampt man halt in tagesbeliebiger Kombination zusammen und haut soviel heißes Wasser ausm Wasserkocher drauf, dass es nimmer staubt (ok,
beim Brot macht man die Soßen/Gewürze natürlich oben drauf
). Sieht
meistens nicht besonders toll aus und es darf einem eigentlich niemand beim Essen zuschauen, schmeckt aber akzeptabel, imho mal besser als billige
TK-Pizza, die man dann auch noch backen muss. Kommt halt auf die Gewürze an, von dem Zeug an sich hat ja nix viel Geschmack (obwohl ich muss zugeben,
heute habe ich es verhauen: viel zu viel Curry - bäh, das schmeckt mit rohen Karotten und Haferflocken ziemlich eklig).
Ja, und so ist schon mal das leidige Thema der Kühlschrankorganisation erledigt :D
Wenn man dann Bock auf was richtiges Gekochtes kriegt, merkt man das schon und holt/macht es sich halt (na gut, in meinem Fall ist das dadurch
abgeschwächt, dass ich ein paar Mal die Woche für Muttilein und mich richtiges Mittagessen koche).
Um das zu finanzieren, arbeitet man dann halt im Jahresdurchschnitt 12h/Woche. Amt nervt.
Aber ok, das ist bloß "abseitiges, hinterlistiges Überleben" oder sowas, kein echter Widerstand.
Man kann sich höchstens mit dem ziemlich erbärmlichen Gedanken trösten, dass immerhin das System zusammenbrechen würde, wenn alle so handeln
würden 
Du bist hier in einem Internetforum...hier treffen sich nicht die Leute, die der Gesellschaft mit ihrem Lebenswandel wirklich schaden, sondern
mehrheitlich Teenager, die nie soo alternativ werden würden, dass sie dabei ihren DSL-Anschluss aufs Spiel setzen müssten. Wird in sieben Jahren
sicher auch mal ein paar Ausnahmefälle gegeben haben, die hier extreme Sachen von sich gegeben und das im echten Leben dann auch durchgezogen haben,
aber die verbringen auch nicht so viel Zeit mit Internetzgesurfe.
Immerhin gibt's hier Poster, die sehr genau wissen, was sie vom Leben wollen und das dann auch durchziehen, während sie nebenher ihren privaten
Meinungsschatz horten und radikalisieren...bewundernswert, finde ich. Mehr kann man sich von einem auf die volle Distanz angelegten Leben unter diesen
Umständen IMO nicht erwarten, wenn du dich also selbst auch so einsortieren würdest @Tetrarchos, kein Grund sich mies zu fühlen. Als Jugendlicher
hat man halt noch wenig Erfahrung mit echten Schmerzen und Entbehrungen, entsprechend kaum Zukunftsängste aber dafür genau den richtigen
Hormonspiegel für Spaß an der Totalverweigerung. Ich bin jedenfalls gespannt, ob ich auch mal ein Leben in die Richtung von Arne hinkriegen werd,
wenn ich mal erwachsen (oder zumindest älter) werden sollte.
Es gibt nicht "das System", sondern ein System von Systemen, und gegen welche Bestandteile willst du da welchen Widerstand leisten? Vielleicht
können wir da kooperieren.
Offener Widerstand wird auch überbewertet.
Ich sag mal so:
Wenn der Liebe Gott gewollt hätte, dass der Mensch zum Körnerfresser mutiert, hätte er es so eingerichtet, dass Körner einfach viel besser
schmecken als ein Big Mac.
Ist aber (meiner fastfoodversauten Meinung nach) nicht der Fall. Also fresse ich weiter, was mir schmeckt, und schieb das schlechte Gewissen und den
schwarzen Peter dem freundlichen Herrn Schöpfer zu. Der hat das so eingerichtet, dass Menschen Hunger haben und leicht sterben können... dann soll
er sich hinterher gefälligst nicht beklagen, wenn die sich auf der Erde gegenseitig das Essen wegnehmen.
Soll bedeuten: Ich glaube nicht, dass wir dem Schicksal, dem Universum oder sonst einer höheren Instanz gegenüber verantwortlich sind für das, was
wir tun. Und falls es doch so wäre, würde ich denen nach meinem Ableben ganz schön was husten, wenn die mich für meinen Lebenswandel moralisch
verantwortlich machen wollen.
Ich hab mir das scheiß Leben hier nicht ausgesucht, und werde einen Teufel tun und auf gutes Essen zu verzichten, nur um mir einreden zu können,
ökologisch korrekt zu sein.
Ich fahr gern Auto, habe ein paar elektronische Geräte, die Strom fressen, und mein Geld wie ein Spießer auf der Bank angelegt. Dann müsste ich
jetzt ja eigentlich auch ein furchtbar schlechtes Gewissen haben.
Aber ich sehe das eben auch sehr pragmatisch.
Mir haben nicht sehr viele Menschen bisher etwas Gutes getan. Warum soll ich also ein barmherziger Samariter sein und mein letztes Hemd mit jedem
dahergelaufenen Obdachlosen teilen?
Den Menschen bin ich es meines Erachtens nicht schuldig, weil mir auch niemand etwas schuldig ist, und dem Universum bin ich es wie oben erklärt auch
nicht schuldig. Ich versuche mich so zu verhalten, wie ich auch von anderen behandelt werden möchte, und setze mich für Ideale ein, die mir wichtig
sind. Aber was mir genauso wichtig erscheint: Ich habe mir die Scheiße hier nicht ausgesucht, und ich habe mir auch dieses System nicht ausgesucht.
Klar könnte man jetzt sagen, dass ich durch das Geld, das ich ausgebe oder durch die Steuern, die ich an den Staat abtrete, dabei helfe, dieses
System am Leben zu erhalten.
Aber glaubt mir: wenn alle so drauf wären wie ich, wäre dieses System ganz schnell am Ende.
Mehr zu tun als das erscheint mir persönlich im Moment nicht notwendig, da ich ja für diesen Planeten nunmal nicht alleine verantwortlich bin,
sondern die anderen 6 Milliarden ebenfalls. Sollen die erst mal so weit kommen wie ich, dann werde ich mir überlegen, ob ich noch Veganer werden
könnte oder von jetzt an nur noch Fahrrad fahre. 
Hä? Big-Mac? Veganer?
Na gut, kann die Assoziation nachvollziehen, der Futterplan klingt schon grenzwertig ökologisch - *grr*
Dabei gings eigentlich nur darum, billig und unaufwendig den Organismus am Laufen zu halten :12:
Fleisch muss man kochen/braten und das wird so schnell schlecht :D
(na gut, ich würds auch sonst nicht gerade oft essen, aber das ist ne andere Geschichte).
Und zum Fast-Food hab ich so weite Wege.
Ach ja, und @dian, hast du nicht aufgepasst?
Nach dem Untergang der Menschheit, oder auch nur unserer Zivilisation, wird es keinen Big-Mac mehr geben.
Ein paar Getreidehalme dürften aber irgendwo schon noch am Wachsen sein.
d.h. Körner=gut, weil sich langfristig durchsetzend, Big-Mac=böse, weil dem baldigen Untergang geweiht :D
Anderes Beispiel:
Ich habe mir heute "Fluch der Karibik 3" angeschaut. Ich wusste, was mich erwartet, und ich bin mir im klaren darüber, dass es in der Welt, die ich
mir in meinen Utopien vorstelle, keine sinnlosen Hollywood-Blockbuster mehr geben wird. Mir ist auch völlig schleierhaft, was der Film für eine
Aussage haben soll und wie erwachsene Drehbuchschreiber so einen Unsinn zusammenfabulieren können.
Trotzdem fand ich das Anschauen des Films in dem Moment amüsanter als zweieinhalb Stunden an die Decke zu starren oder in meinem Garten einen
Apfelbaum zu pflanzen.
Ich habe sogar Geld für meine Kinokarte gezahlt und damit indirekt diesen scheiß Hollywood-Verein unterstützt, der immer größeren Schund
produziert und sich dann noch über die bösen Filmpiraten aufregt, wenn mal einer der zwanzig Blockbuster im Jahr keine schwarzen Zahlen schreibt.
Aber ich trage dafür keine Pelze von toten Tieren, ich unterdrücke keine Arbeiter, ich verarsche keine Freunde, und rede auch meinen Kindern nicht
ein, dass sie unbedingt Abitur haben müssen, um ein wertvoller Mensch zu sein. So gesehen dürfte sich dadurch mein Karma (von dem ich ja nicht
glaube, dass es wirklich an mir interessiert ist) wieder zu genüge ausgeglichen haben.
Es gibt schließlich weitaus schlimmere Sünden, als sich ab und zu einen Film anzuschauen, oder zu MacDoof zu gehen, oder sich mal ein wenig zu
prostituieren, weil man das Geld zum Leben braucht.
Und wie gesagt: Wenn alle Menschen in Deutschland nur diese kleinen Sünden begehen würden, und sich bei den großen Sünden konsequent verweigern
(so wie ich es zu tun glaube), dann hätten wir längst eine bessere Welt, und daher muss ich mir über die moralische Legitimation meines
Lebenswandels eigentlich nicht großartig den Kopf zerbrechen.
Falls es eines schönen Tages nach der Weltrevolution keine Kinos mehr geben sollte, kann ich meinen Apfelbaum ja immer noch pflanzen. 
Habt doch einfach ein bisschen Geduld mit einigen Widerstandsaktionen.
Ich hab' mich heute auch schon wieder, nachdem ich nach fast 20 Jahren Abstinenz mal wieder erleben durfte, was Abhängigkeit bedeutet wegen einer
Paukerin so aufgeregt, dass ich bestimmt meine noch relativ kurze Lebensspanne auch dazu nutzen möchte, keinerlei Konsequenzen mehr zu fürchten.
Hab' aber zur Zeit noch auf was anderes Lust, ich bitte um Geduld.
Das Problem ist eben auch: Wenn man ernsthaften Widerstand gegen dieses System leistet, (also nicht nur so ein bisschen demonstrieren gehen, sondern
nachhaltigere Aktionen), werden die einem das bisschen Leben, das man noch hat, sehr schnell zur Hölle machen.
Daher sind so richtig fiese Widerstandsaktionen meines Erachtens am Ende des eigenen Lebens besser aufgehoben als am Anfang... es sei denn, man will
sich das Leben selbst unnötig verkürzen oder findet Gefallen daran, wie Christian Klar jahrzehntelang von der Welt vergessen im Knast zu sitzen und
dann irgendwann auf die Gnade von Horst Köhler oder sonstwem angewiesen zu sein.
Ich meine, Märtyrertod zu sterben ist ja schon was Feines... aber für DIESE Menschheit? Für DIESE scheiß Jugend, die nicht mal in der Lage ist,
sich selbst zu helfen??
Da mach ich's doch lieber wie Arne, genieße erst noch das bisschen Leben, das man hier auf dieser Welt haben kann, bleibe vor den Augen der Justiz
unverdächtig, und hebe mir dann für's große Finale eventuell noch die eine oder andere nette Überraschung auf.
Es ist eben immer wieder die Frage, welchen Sinn und Zweck so ein Widerstand hat und inwieweit man da wirklich etwas für die Allgemeinheit (oder nur
für sich selbst) erreicht oder ob man dadurch nicht alles nur noch schlimmer macht. Bosse hat da zwar schon einiges erreicht und zumindest einen
kleinen Weckruf durch die Internetgemeinde hallen lassen, allerdings hat er selbst nichts mehr davon und vermag auch nicht mehr zu beeinflussen, wohin
sich das Ganze entwickelt, obgleich seine Meinung dazu sicherlich ganz interessant wäre.
Das Problem dabei ist eben immer, dass solche scheinbar nachhaltigen Aktionen immer "kurz vorm Lebensende" gestartet werden, weil die meisten Angst
vor den Folgen haben und sich somit auch wieder dem System unterwerfen würden bzw. einsehen, dass es stärker ist als man selbst (sonst hätten sie
ja keine Angst davor und würden es gnadenlos durchziehen ohne gleich mit dem Tod auf dem Rücken zu drohen). Und durch deren Tod löst sich für die
Verantwortlichen (bzw. die, die dafür verantwortlich gemacht werden sollten) dann das Problem wie ganz von selbst, weil der "Aufrührer" ja eh tot
ist und man jetzt nur noch die Folgeschäden bekämpfen muss. Ein paar bedauernswerte Worte hier, ein paar Worte der "Solche Aktionen sind für uns
und alle Betroffenen völlig unverständlich" da und schon ist der ganzen Sache wieder der Wind aus den Segeln genommen. Die Medien tun dazu ihr
übriges.
Nützen würde sowas folglich nur, wenn es dauerhaft zu solcherart Aufständen kommen würde, aber dafür müssten - mit der jetzigen Methode - sich
reihenweise Leute in den Tod stürzen und das ist ja wohl eher nicht der Fall und der ganzen Sache nach einem "besseren System" ja wohl auch in
keinster Weise irgendwo dienlich - diejenigen, dies begriffen hätten, wären irgendwann alle tot und die Dummheit überlebt. Desweiteren gibts da
immer noch das Terror-Problem, worauf ja immer gleich alles geschoben wird. Und da haben sich die Medien ja schon ein paar Sündenböcke
zurechtgelegt, auf die sowas immer gleich wieder geschoben werden kann, dann hakt der Durchschnittsbürger das in seinem Denken ab unter "Ahja, das
waren die" und damit hat sich die Sache von dem auch erledigt. Das alles macht in meinen Augen eher weniger Sinn.
Es wie in Vendetta zu machen und wirklich ein paar Verantwortliche zur Brust zu ziehen oder eben einfach nur ein paar symbolische Systempfeiler zu
zerstören wäre da meines Erachtens schon viel sinnvoller, allerdings weiß ich auch, dass sich sowas in großem Stil eher nicht umsetzen lässt. Und
jede kleinere Aktion, die von irgendwem gestartet wird, hat danach wieder weitreichende Folgen, unter denen die restlichen Verbliebenen dieser
schönen Welt zu leiden haben.
Was bleibt einem also übrig? Wieso nicht das System für sich selbst nutzen und sich so damit freischaufeln? Teilweise machen wirs hier doch auch so,
was allerdings wieder im Widerspruch zu den so hoch gelobten Prinzipien steht: Ihr schimpft auf den Kapitalismus und Geld und habt trotzdem alle
irgend nen Internetanschluss, für den ihr ausgebeutet werdet und das lasst ihr willenlos mit euch machen. Jeder schmeißt seinem Anbieter wahnsinnig
viel Geld in den Rachen für ein paar Leitungen, die schon seit Jahren in der Erde verrotten. Jeder hat eine Wohnung, für die er in irgend einer Form
finanziell aufkommen muss. Jeder kauft im Supermarkt ein. Damit nährt ihr die "Bonzen" doch genauso mit eurem hart erarbeiteten Geld. Radikal und
ehrlich wäre demnach, seinen Anschluss zu kündigen, seinen PC zu verschrotten um nicht irgendwelche Hersteller zu unterstützen. Aber davon sind die
meisten weit entfernt. Was ist also die logische Folge?
Man macht sich das System zunutze und holt das beste für sich raus - was in dem Fall eine Internetflatrate wäre, weil man da eben von allen Übeln
das gewählt hat, was einem a) am wenigsten schadet und b) am meisten hilft. So hat man im Vergleich zu CallbyCall-Internet wesentlich geringere
Kosten und surft dazu mit einer DSL-Flatrate noch ungleich schneller im Netz. Irgendjemand profitiert an dieser Stelle immer davon, allerdings nicht
nur der Betreiber in finanzieller Hinsicht, sondern ihr auch - und zwar in der Hinsicht eurer Motive, wofür ihr das Internet nutzt. Ohne Internet
würde es so etwas wie die Unity in diesem Ausmaß niemals geben.
Und so kann man das auch in anderen Bereichen des Lebens machen. Man nutzt das System und seine Fehler zu seinem eigenen Vorteil aus, verhält sich
dadurch aber scheinbar ruhig und angemessen und hat keine Probleme im Leben. Und es gibt eben manche Dinge, auf die man nicht verzichten möchte und
selbst Geld ist in seiner Form eine Sache, die - abgesehen von den üblichen Schwächen - gar nicht mal so dumm ist, weil man den Tauschhandel in
heutiger Zeit nicht mehr so problemlos über die Runden kriegen würde, wie es durch Geld möglich ist. Es kommt eben auf die eigenen Ziele an. Das,
was man selbst erreichen möchte. Glücklich und zufrieden zu sein ist in diesem Ausmaß auf jeden Fall erreichbar - ob innerhalb oder außerhalb des
Systems ist dabei nicht von Bedeutung. Aber muss jeder selbst wissen, wie er damit umgeht.
Also was mich stört ist, dass jeder labert, dass er irgendwann, wenn er älter ist oder was auch immer, was machen will. Klar irgendwann...
Aber wir leben JETZT.
Ich mein es ist nicht einfach und viele haben auch Angst und man darf es auch haben, aber
trotzdem entweder zieht man es durch oder man lässt es.
Ich will damit keinen kritisieren. Ich bin ja selber nicht besser.
Irgendwann ist es zu spät....
Ne gute Einstellung, M.F. 
Ach, insbesondere @dian und @scaydcast, macht doch nicht so einen Aufwand, um euch für das Maß an Anpassung, das ihr für notwendig haltet, zu
rechtfertigen. Geht doch jedem hier so. Doch wenn man beginnt, da zu argumentieren, kriege ich zumindest leichte Aggressionen, weil das meiste imho
Augenwischerei ist. Und nein, ich machs nicht anders, doch das verhindert die Aggressionen keinesfalls. Zumindest ich will an dieser Stelle zugeben,
dass ich für echten Widerstand a) zu feige und b) zu träge bin. Na gut, man könnte beides darauf zurückführen, dass ich kein echtes Ziel vor
Augen habe, für das es sich lohnt, zu kämpfen und echte Unanehmlichkeiten auf sich zu nehmen - die Gefahr, sich zu opfern für gar nichts, gehört
dazu. Ich könnte sagen, dass mich diese Welt hier einfach nicht genug angeht, um nicht einfach nur neben ihr her zu vegetieren. Doch dann kann man
natürlich entgegnen, dass ich dann halt a) zu feige und b) zu träge bin für Konkretheiten.
Und ihr könnt nun natürlich sagen, dass ich nur meinen eigenen Sumpf auf euch übertrage und es sich in Wirklichkeit ganz anders verhält.
Ich denke, wir sind uns doch alle darin einig, dass der bisherige in der Gesellschaft stattfindende Protest nicht ausreicht, um etwas zu verändern.
Ebenso, wie wir uns darin einig sind, dass diejenigen, die sich als erstes konkret für die Revolution engagieren werden, auch die ersten sein werden,
die man hängt. (jetzt bildlich gesprochen)
Ob man dieses Nicht-Hängen-Wollen nun Feigheit nennt, Trägheit, Taktische Überlegung, Intelligenz oder materialistische Verblendung, ist meines
Erachtens völlig irrelevant. Das muss auch jeder mit sich selbst ausmachen. Ich wollte nur @Tetrarchos sagen, dass er sich meiner bescheidenen
Meinung nach nichts vorzuwerfen braucht, nur weil er nicht so konsequent ist wie die Leute von der RAF das damals waren.
Davon abgesehen:
Wir wissen doch alle, wie das bei Revolutionen abläuft... die Dummen marschieren an vorderster Front und werden geschlachtet,und die Cleveren
ergreifen dann nach der Revolution die Macht. :D
Man könnte auch "Die Dummen" durch "Die Mutigen" ersetzen, und "Die Cleveren" durch "Die Feigen". Oder wir sagen "Die Todessehnsüchtigen"
und "Jene, die noch leben wollen".
Es macht keinen Unterschied. Ich persönlich empfinde es nicht als feige, einem Kampf auszuweichen bzw. einen Kampf herauszuzögern, den man eh nur
verlieren kann. Vielleicht denke ich auch einfach nicht optimistisch genug.
Ina, ne Frage in eigener Sache: Wo hab ich was durchklingen lassen, was nach Rechtfertigung aussieht? Würd mich jetz einfach mal interessieren, wo
man da was rauslesen kann (hab den Beitrag nämlich mit andren Intentionen geschrieben).
Und dian, genau das mein ich. Wenn man vorher drüber nachdenkt, kommt man immer wieder zu dem Schluss, dass es schlussendlich nichts bringt, weil
mans danach eben auch nicht mehr "führen" kann, sondern es wieder sich selbst überlassen ist und sich nichts ändern wird - bis auf die Tatsache,
dass man selbst nicht mehr da ist. Man kann diesen Kampf nicht gewinnen, egal, wieviel Erfolg man auf dem Weg dorthin hat. Und wenn man sich schon zu
Beginn schlachten lässt, vertut man damit alle Chancen, die sich im Verlauf des Lebens vielleicht noch auftun könnten. Dann doch lieber warten -
sich opfern kann man morgen immer noch.
Ach weißt du @dian, ich glaub nicht, dass irgendwas davon "Sinn macht": kämpfen, nicht kämpfen, sich opfern, taktieren - ist letztlich auch die
Frage "Wozu?" auf die ich keine rechte Antwort habe. Das gilt aber fürs Kämpfen ebenso wie fürs Nichtkämpfen.
Und @scaydcast, rechtfertigend klingt, dass du schreibst, warum du kein Teil einer offenen Revolution bist:
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Nö, Du hast da schon Recht, @M.F.
Allerdings muss man da evtl. auch irgendwie selber erstmal irgendetwas finden, was einem die Ausgeglichenheit ermöglicht, sich mit den herrschenden
Zuständen abzufinden und gleichzeitig, die Möglichkeit des Aufbegehrens nicht völlig abzuschalten.
Also, für die Netzlösung, @scaydcast:
Das hab' ich so gelöst, dass ich mir mal 'n Freund angeschafft habe, mit dem ich zusammen immer noch wohne und der für 'ne Firma arbeitet, die
auch für 'n Telekommunikationsunternehmen arbeitet und der dann einfach so'n DSL sich irgendwie preiswert einrichten kann und auch, wenn die
Geschwindigkeit lahmarschig wäre zu dem Preis, der das hochdrehen kann.
Und was Dich anbelangt, @M.F.:
Also, ganz so unauffällig war ich, als ich in Eurem Alter war nicht, @Dian. Ich hab' mir einfach mächtige Freunde gesucht innerhalb der Politik, so
dass mir wenig passieren konnte. Und das hab' ich gemacht, indem ich in 'ner Partei mitgemacht habe. Natürlich damals alles noch viel zu
idealistisch, aber mittlerweile mach' ich das auch wieder in 'ner anderen Partei und weiß zumindest jetzt schon, dass auch das nur ein
Zwischenschritt sein wird. Verändern tut sich nur langsam, sehr langsam was in dieser Gesellschaft und es scheint auch so zu sein, dass zumindest
hier in der BRD das so abläuft, dass man einen Schritt vor macht und dann das System zwei Schritte zurück.
Für mich selbst hab' ich mir so vorgenommen, dass bei einer Diagnose wie unheilbarer Krankheit oder ab dem 52.Geburtstag spätestens mal was ganz
anderes passieren muss, aber ich bin mir auch noch nicht sicher, was man dann machen kann, auf jeden Fall werde ich ab dann auf meine physische
Integrität keinerlei Rücksicht mehr nehmen.
Da könnt Ihr ja mal Vorschläge machen, ist aber u.U. noch 'ne Zeit hin, und man sollte schon die öffentliche Stimmung berücksichtigen, wenn man
was spektakuläres macht.
Ich dachte, wir wären uns dahingehend schon einig gewesen, dass gewalttätige Aktionen eher den Politikern einen guten Vorwand liefern, die Gesetze
noch weiter zu verschärfen, als dass sie etwas Positives bewirken könnten.
Ich lehne Gewalt ja nicht ab und denke, dass es Situationen gibt, in denen man einfach nicht anders kann als seine Wut durch eine gewalttätige Aktion
zum Ausdruck zu bringen. Aber der Glaube daran, dass sich dadurch etwas Gesellschaftliches bewegt, erscheint mir doch ein wenig naiv.
Jede Revolution, die nicht die Mehrheit des Volkes hinter sich hat, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. (wer aus der Geschichte Gegenteiliges
zu berichten weiß, möge sich melden)
Und wie kriegt man die Mehrheit des Volkes hinter sich?
Ganz sicher nicht, in dem man die Autos von ein paar Bonzen anzündet oder irgendwelche Sprengstoffanschläge auf staatliche Einrichtungen verübt.
Sowas macht zwar Spaß, aber es wird vor den Augen der Mehrheit als etwas Bedrohliches angesehen, und nicht als ein Akt der Befreiung.
Nehmen wir den G8-Gipfel... ganz gleich, ob da nun 1000 Leute demonstrieren werden oder 30.000... Für die breite Masse, die daheim vor der Glotze
hockt, werden das immer nur ein paar versponnene, linke Krawallmacher sein, weil die Medien ihnen genau dieses Bild vermitteln.
Wenn ihr kämpfen wollt, warum kämpft ihr nicht erstmal den spirituellen Kampf im Kleinen? Macht eure Eltern oder eure Mitschüler zu Anarchisten.
Wenn ihr das schafft, habt ihr auch ne Chance, dass sich das ausbreitet. Wenn ihr dagegen nicht mal die Menschen hinter euch bringen könnt, die euch
nahe stehen, wie wollt ihr es dann mit Fremden schaffen?
Was ich sagen will: Revolution funktioniert heute nicht mehr so, dass man ne rote Fahne nimmt und damit durch die Straßen läuft, und alle von Hunger
geplagten Proletarier holen sich einen Knüppel aus dem Keller und schließen sich einem an...
Das System ist viel zu verworren und vernetzt, als dass es genügen würde, ein paar Köpfe abzuschlagen. Man muss das Netz in mühsamer Kleinarbeit
entwirren, muss die Menschen versuchen, aufzuklären... aber das geht nicht mit dem Holzhammer. Das geht wahrscheinlich nur mit Liebe und einer
gehörigen Portion Masochismus.
Man kann auch gerne mal was kaputt schlagen und ordentlich Randale machen, da habe ich wie gesagt überhaupt kein Problem damit. Nur sollte man nicht
so blauäugig sein wie damals die RAF, zu glauben, man werde die Masse des Volkes schon hinter sich haben, wenn es drauf ankommt.
Wenn euch das jetzt zu fatalistisch klingt, dann überlest das einfach. Ich will ja ganz sicher niemanden davon abhalten, einem Bonzen mal so richtig
schön leiden zu lassen.
Im Übrigen habe ich gehört, dass es jetzt per Gerechtsurteil in Deutschland erlaubt ist, zum Heiligen Krieg aufzurufen, so lange man keine konkreten
Terrorpläne unterstützt. Geil, jetzt darf ich's endlich sagen...
DSCHIHAD!!!!!!!!! :D
Ich glaube, da müsste man wirklich mal mit einer sehr peniblen Analyse anfangen.
Wenn ich mir zum Beispiel mein Umfeld anschaue, dann existieren da eigentlich in erster Linie Menschen, die mit der politischen und wirtschaftlichen
Situation vollkommen unzufrieden sind und die sich fragen, warum denn keiner was unternimmt.
Evtl. mal zur Eingrenzung, um wen und was es sich dabei handelt. Das sind so Leute in meinem Alter bis ungefähr 10 jünger in unterschiedlichen
wirtschaftlichen Positionen. Da sind sehr gut situierte Menschen drunter, die weißgott nicht auf HartzIV - Niveau leben, aber die einfach Angst
bekommen, sich kaputt zu malochen und daher kaum dazu kommen, sich ernsthafte Gedanke zu machen, in welcher Richtung man was ändern kann, geschweige
denn selber Aktionen planen könnten (Kenn' ich ja selber noch, die Situation, als ich noch 'ne ganze Stelle machte.).
So, und diese Menschen brauchen jetzt ein Zeichen, ein Signal, dass irgendetwas passiert und dass es eben Menschen gibt, die ähnlich denken wie
sie.
Natürlich wird, egal, was man machen würde an spektakulären Aktionen, nicht zu einer Revolution führen, aber irgendetwas muss passieren.
In welcher Form das abläuft, muss natürlich genau geplant werden.
Und muss dann auch in einen aktuellen Zusammenhang gesetzt werden. Z.B. halte ich den G8-Gipfel für ungeeignet, da mit einem Flugzeug drauf zu
knallen. Dafür sind die Menschen einfach wirklich noch nicht reif, zumal ja immer wieder die Frage auftauchen würde, warum da auch völlig
Unschuldige ermordet würden. Das war immer der Bonus des Staates damals, dass man den Menschen zu RAF-Zeiten eben nicht klar machen konnte, dass die
Leibwächter und Chauffeure der Herrschenden in irgendeiner Art und Weise selber an ihrem Dilemma schuld sind, in das sie sich begeben haben. Und
damals war die wirtschaftliche Situation eben nicht so, dass man wirklich dankbar sein konnte für jede Stelle, auch wenn sie nur für einen zu
verachtenden Bonzen dienlich war.
Das wäre also zum Beispiel ein Problem, dass bei einer sinnvollen Aktion ausführlich diskutiert werden müsste, wie man unschuldige Opfer vermeidet.
Auch kann überlegt werden, ob zunächst man sich auf Aktionen beschränkt, die Sachbeschädigungen beinhalten, ebenso ist auch eine Diskussion
möglich, dass man sich auf Körperverletzungen einschränkt (Die Nachfolger der Brigade Rossi beschränken sich wohl auf das Schießen in die Beine
ihrer Opfer.).
Vor allen Dingen muss aber zuerst geklärt werden, was überhaupt erreicht werden soll.
Eine Revolution wird nicht kommen, aber es ist durchaus möglich, dass die Menschen ein wacheres Bewußtsein bekommen für Probleme, die sie selbst
betreffen. Und daraus können dann evtl. Veränderungen erwachsen.
Würde mich auch mal interessieren, wie die anderen das sehen und wie die ihr Umfeld wahrnehmen.
Ein System, in dem jeder Einzelne selbst die Aufgabe hat, sich zu kontrollieren und aufzupassen, dass er sich den Maschen des Auslesenetzes anpasst,
wo diese Aufgabe schon das Leben einer ganzen Generation ausfüllt - so ein System kann man nicht durch Angriffe (egal ob jetzt mit Sprengstoff oder
sonstwie) auf vermeintliche Kontrollinstanzen aufbrechen...denn die gibt es in Wahrheit gar nicht mehr. Jeder ist für sich selbst verantwortlich,
jeder muss zusehen, dass er in der Schule, auf dem freien Arbeitsmarkt etc. etwas aus seinem Leben macht. Die Unterdrückungsmechanismen der
bürgerlichen Gesellschaft sind im 21. Jahrhundert dermaßen verinnerlicht, dass kaum noch Druck von Außen nötig wird. Das ist deprimierend und
nimmt jeder auf konkrete Veränderung angelegten Aktivität den Wind aus den Segeln.
Veränderungen lassen sich wie dian schon geschrieben hat IMO wirklich nur noch in den Köpfen erreichen...für Aktionen wie du sie vorschlägst
fehlen einfach die Ziele @Arne, ein Dieter Hundt ist genausowenig wie ein Hanns-Martin Schleyer ein Gesinnungsverbrecher sondern einfach nur ein
Opportunist...wirklich "schuld" an dieser Gesellschaft ist er nicht, das ist keiner mehr, darin liegt die abgründige Perversität dieses Systems.
Und 'das Volk' spürt das schon, dass es eigentlich nur Leute wie sie trifft bzw träfe und reagiert empört.
Konkrete Veränderungen lassen sich bei aller Anstrengung nicht planbar erreichen in diesem System...man kann höchstens versuchen, sein eigenes Leben
an der Gesellschaft vorbeizuleben und nebenher so viel "Gutes" wie möglich zu verbreiten. @Ina, wie du dein Leben eingerichtet hast, zeigt mir
wenigstens, dass so etwas möglich ist, evtl hast du einen weiteren Menschen zum Aussteigen gebracht. Man kann den Leuten (und vielleicht am Besten
tatsächlich zuerst den Leuten, die einem etwas bedeuten) wenigstens vorzuleben versuchen, was möglich ist. Auf dem Feld der klassischen Politik (und
dazu gehören auch RAF-Aktionen etc.) ist eine Veränderung des Systems IMO nicht mehr möglich, dazu ist es zu gut organisiert, es wird nicht mehr
von Instiutionen getragen, die man notfalls zerstören könnte sondern die Institutionen sind in den Köpfen verinnerlicht.
Jeder muss lernen, sich selbst wieder zu kontrollieren, sein eigenes Leben wieder im Griff zu haben. Dann kann sich der einzelne auch stückweise von der Gesellschaft und dem "allseits bekannten" lösen, weil er nicht mehr auf die Bevormundung der Gesellschaft angewiesen ist, sondern von nun an sein Leben selbst in der Hand hat. Das ist nen Haufen Arbeit, aber ich denke, nur so kanns funktionieren. Sonst muss es immer jemanden geben, der die "Unfähigen" anführt und solange Menschen fremdbestimmt werden, gibts keine wirkliche Freiheit. Wenn jeder das Maß an Selbstbeherrschung und Selbstbestimmung erreicht hat, was notwendig ist, dann kann man auch nebeneinander leben ohne irgendwelche Führungspersönlichkeiten. Und verändern kann man die Welt nicht, nur sich selbst - aber das hat bereits weitreichende Folgen.
@ Ina:
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Also, da sind jetzt zwei Probleme, die sich imo stellen:
Zum einen eben die Frage, die zwischen @Ina und @Dian da auftaucht:
Ist es überhaupt sinnvoll, auf eine Veränderung zu hoffen (unabhängig davon, was man selber dazu beitragen könnte)?
So, und da habe ich es geschafft, noch inkonsequenter, oder sagen wir mal, fast schon schizophren vorzugehen, indem ich sage, ich lebe erstmal noch so
ungefähr 7 Jahre lang so, als würde mir das Leben persönlich noch was bringen, und das tut es ja auch, ich hab' meinen Spassel, meinen Freund,
evtl. bekomme ich 'ne gute Ausbildung mit guter Stelle oder irgendwie so'n Scheiß oder kann sogar noch die letzten paar Jahre in mein Traumland
auswandern, wer weiß?
Auf der anderen Seite sage ich aber auch, 52 Jahre maximal sind genug. Ich hab' ja schon mal geschrieben, dass ich schon, als ich mit 33 6 Wochen auf
der Intensivstation lag Jenseits von Gut und Böse und sich da ja das bisherige Leben vor einem abspielt, hab' ich in den ganzen 6 Wochen gerade mal
meine Kindheit geschafft, mir die mal anszuschauen. Und wenn ich dann denke, bei manchen gibt es 'n Sekundentod und das Leben, dass sich bei denen
dann in ein paar Sekunden abspielt, ist immer noch langweilig, dann denke ich einfach, dass ich das Recht habe, dann auch mal zu sagen, jetzt reicht
es.
Und da setzt eben bei mir der Gedankengang ein, dass es doch schade ist, wenn man keinerlei Rücksicht mehr auf seine körperliche Integrität nehmen
muss oder möchte, das dann nicht auch allmählich mal auszunutzen für irgendwas Sinnvolles oder zumindest für irgendwas Schönes für mich; eben
sowas, was man eben nicht macht, weil man sich sein Leben nicht noch versauen will.
Jetzt hab' ich evtl. noch den Vorteil, dass dadurch, was ich schon alles an Krankheiten hatte, auch wenig Angst vor körperlichen Schmerzen habe und
ich eben den Zeitraum, den ich noch leben möchte als ordinäres Gesellschaftsmitglied ganz gut überschauen kann.
So, und dann kommt eben das Problem:
Was kann ich oder der einzelne machen, wenn er unzufrieden ist mit der gesamten gesellschaftlichen Situation?
Ich mach' mir persönlich jetzt noch ein paar schöne Jahre, mal sehen, was dabei herumkommt.
So, und Ihr?
Wenn Du sagst, @Dian, der Bekanntenkreis eines schwulen Altkommunisten ist nicht gerade repräsentativ, dann stimmt das schon, aber der ist auch nicht
rein zufällig in mein Leben getreten, sondern da hab' ich auch 45 Jahre lang dran arbeiten müssen, um den so hinzubekommen. Ich hab' ja auch mit
relativ "normalen" Kollegen zu tun und auch bei denen spüre ich nix, dass die sich nicht freuen würden, wenn irgendetwas mal in diesem Staat
abgehen würde. Egal, was.
So, und wenn Ihr jetzt meint, dass das eben nur individuell zu lösen ist:
Was hindert Euch daran, das Umfeld, das Ihr habt, wenigstens, so hinzubekommen, wie meines ist, das dafür sorgt, das ich glücklich und zufrieden bin
(wenn mein Lover sagt, ich soll ihm zuliebe noch 'n bisschen länger machen, dann mach' ich das evtl. auch, wer weiß? Aber der weiß sowieso, dass
Widerspruch bei mir zwecklos ist, der kennt mich eben zu gut. :D).
und das eben in der Lage wäre, auch ohne den ganzen Scheiß wie Arbeit, Alltag, Arschkriechen auszukommen.
Dann arbeitet doch an Eurem Umfeld.
Alle werdet Ihr sowieso nie erreichen, aber zumindest könnt Ihr Euch ja einen Freundeskreis aufbauen, der für andere Anregungen offen ist.
Ich habe da mal jetzt tagelang nachgedacht. Da komme ich auf ein mögliches Konzept, daß etwas seltsam erscheinen mag, aber... lest selbst!
Man könnte doch die Betroffenen Unzufriedenen mit bestimmten Mitteln zu allgemeinen heftigen Aktionen provozieren. Was würde zB wenn eine ganze
Gruppe in allen möglichen Mainstreamforen absichtlich brutal den oberbonzen raushängt und völlig wild gegen Arbeiter, Arbeitslose und Unterschicht
allgemein loshetzt! Das ganze mit bekannten Politikerphrasen wie "Eigenverantwortung" , "kein ewiges Recht auf Sozialstaat", "unbezahlbare
Sozialromatiker" ...garnieren. im übrigen ZUM SCHEIN so tun als würde man quasi jeden der weniger als 1500 Netto hat (das dürfte mindestens die
Hälfte der Bevölkerung sein!) , als asozialen Schmarotzer / Voll-Looser behandeln.
Die Wirkung würde sein das noch eine Menge Neureiche sich den Parolen anschliessen und ZUSÄTZLICH Arbeitslose und Arbeiter zu Aktionen aufhetzen.
Das System müsste sich ja selber kritisieren, wenn es dann plötzlich die Schwachen in Schutz nehmen würde. Andererseits wird der Leidendsdruck auf
viele Unzufriedene so dramatisch erhöht, daß könnte schonmal bedeuten das sie ihr Wahlverhalten von NICHTWÄHLER auf PROTEST ändern. Es könnte
sogar Bereitschaft zu offenem Aufstand erzeugen.
Im Prinzip Hasspredigen auf raffinierte Art! Vorteil: Man benutzt Parolen die die System-Medien selber schüren in manipulativ pervertierter Weise.
Man bringt Leute dazu im KLARTEXT die Beleidigungen und Verhöhnungen der Bonzen anzuhören und bei jeder Tagesschau werden sie sich erinnern an die
Phrasen . Eine Art Gehirnwäsche die das System selber ausnutzt, um GEGEN es zu arbeiten. :12:
Ich hoffe das klang jetzt nicht zu unlogisch, ich denke noch weiter darüber nach.
:18:
Das gefällt mir ganz gut.
Ich bin dabei!
Also wenn man das schlau macht, könnte das echt was werden...
Mehr schreib ich vielleicht später zu .
:19: Was soll denn dieser Schwachsinn bringen, ausser das wir weitere saudumme, aggressionsbereite Lemminge heranzüchten. Wem sie dann nachrennen ist völlig egal, früher oder später wird das ihr Ende und den Klippensprung bedeuten. Aber man lese meinen letzten vorherigen Beitrag in diesen Thread :12:.
Also zu meinem Umfeld:
Ich kann da leider kein klares Statement abgeben. Denn oft denke ich über die Leute aus dem Umfeld vorschnell irgendetwas und sehe dann später in
ganz kleinen Aktionen, dass sie ja doch ein ganz kleines bischen nachdenken und nicht so ganz glücklich mit allem sind. Beim überwiegenden Teil der
Leute, denen ich begegne habe ich das Gefühl, dass Arbeit ihnen wie eine Last auf den Schultern liegt. Aber genau wie ich machen sie einfach weiter.
Natürlich weil es das Leben finanziert und man nur mit Geld an all die "tollen" Produkte rankommt. Aber ganz selten glaube ich wahrzunehmen, dass
sie es auch zum Teil aus dem selben Grund machen wie ich: Weil sie einfach nicht wissen was sie sonst machen sollen, bzw. ein gewohnter Weg viel
sicherer und einfacher erscheint als irgendein neuer. Ich meine damit sowas wie:
Wenn ich mich morgen entschliesse ab Juli nicht mehr arbeiten zu gehen, dann klafft da sofort ein großes Loch und es stellt sich die Frage: Was mache
ich denn stattdessen? Und natürlich fängt dann das Hirnen an: Was kann passieren? Was sagt xy dazu? Es mag ja Menschen geben, die spontan solche
Entscheidungen treffen können, ohne dass sie durch zuviel Hirnerei davon abgehalten werden. Doch ich denke da spielt der hier erwähnte Leidensdruck
eine große Rolle. So lange Arbeit nämlich "nur" lästig und nicht unerträglich ist, wird niemand das Risiko eingehen seine ganze Lebensweise zu
"verlieren" und sich ins Unbekannte zu stürzen.
Nunja, jedenfalls find ich in diesem Thread stehen ja bereits sehr viele nette Ansätze drin, macht echt Spass das alles zu lesen 
@Tetrachos:
Ich neige fast dazu, @Hansi zuzustimmen, aus bitterer Erfahrung.
Ich war ja 1980 ein Gründungsmitglied der Grünen und da haben wir dann auch erhebliche Erfolge gehabt. Bei mir in Mülheim, wo ich den Wahlkampf
geleitet hab', hatten wir dann 1984 über 12 % der Stimmen. Wir haben da ziemlich viel mit Propaganda gearbeitet und das hatten die anderen Parteien
uns auch nicht besonders schwer gemacht (Die SPD hier im Ruhrgebiet ist ja eh nix anderes als ein Sammelbecken für alle Oberbetriebsratbonzen und
Beamte der Stadtverwaltungen, also nicht viel anderes als die CSU in Bayern!).
Nur, was habe ich nach ein paar Jahren davon gehabt, dass wir mehr Wähler hatten, die waren alle noch genau so dämlich wie früher?
Die denken heute über Sachen nach, wie man Kriege ökologisch führen kann und finden Kriege toll.
Die Leute müssen begreifen, dass das System, insbesondere das Wirtschaftssystem, in dem sie leben, nicht sinnvoll ist (und auch nicht mehr lange
machen wird.). Erst dann kann man auch zur Revolution schreiten.
Scheinbar hab ich Hansi irgendwas angetan... Hmm mal überlegen, achja! Ich hab ihn nicht beherbergt! Er fühlt sich sonst irgendwie durch mich bedroht? In einer Form die sich mir nicht erschliesst... Am Ende gar halbstarke "Gruppenchef-Allüren" ? Egal, daß muss nicht sein. Ich entferne mich dann mal.
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Also ich hoffe zumindest, dass es bei Terachos mehr ist als nur Neid auf die bösen Kapitalisten ist.
Der Schreibstil von Terachos ist eher geeignet um ein par blöde Lemminge auf die eigene Seite zu bringen, aber im Unity Forum macht es wohl etwas
misstrauisch.
Naja jedenfals solltet ihr euch erstmal abregen.
Klar war Hansi Kritik möglicherweise berechtigt, aber muss man es gleich so krass schreiben und "Schwachsinn" nennen?
Also ich denke nicht.
So jetzt aber zurück zum Thema:
Also Hansis Meinung klingt mir nen bischen zu Pazifistisch.
Ich mein Ausbeuter und Ausgebeutete sollen im Einklang miteinander leben?
Das ist fast was wir jetzt haben.
Also ich denke man sollte sich erstmal Gedanken machen was so eine Revolution bringen soll und wie wir unseren Nutzen daraus ziehen würden.
Auf jedenfall kann man eine Gesellschaft nicht von heute auf morgen verändern.
Ich behauptete mal, dass eine Mischung aus friedlichen und aufklärenden Aktionen und auch mal etwas Gewalt am meisten bringen würde.
Weil mit nur draufhauen kommt man nicht weiter und nur reden bringts auch nicht.
So das wars fürs erste von mir...
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). Wo bitte leben denn hier Ausbeuter und Ausgebeutete in Einklang?!? Um es gleich vorweg zu nehmen, NEIN ich meine nicht alle und möchte auch nicht
alle über einen Kamm scheren wenn ich folgendes sage: Das was du meinst @M.F. ist ein scheinheiliger Einklang. Die Ausbeuter saugen bis aufs Blut und
die Ausgebeuteten halten aus Angst die Fresse. Denn der der sie ausbeutet sitzt nunmal am längeren Hebel und droht damit ihre ach so tolle Existenz
zu zerstören. Aus dieser Angst machen sie alles was von ihnen verlangt wird ohne auch nur zu murren. Viele Ausgebeutete reden sich dann vllt noch
ein, dass ihre Situation ja gar nicht soooo schlimm ist und das sie ihrem Ausbeuter noch dankbar sein können für nen Aussenstehenden sieht das dann
nach Harmonie aus. Nein, was ich mit Harmonie der beiden Partein meine ist, dass der Ausbeuter seine Untergebenen zeigt, dass sie was wert sind. Ein
entsprechend gutes Gehalt, mehr und bezahlter Urlaub, einfach mal ein lobendes Wort etc. pp. Der Ausgebeutete hingegen wird ab nun wirklich gerne zur
Arbeit gehen und diese ohne Probleme erledigen. Beide Seiten wären happy. | Zitat |
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. Immer schön nach dem Fahnenfluchtlied:"Geeeeewalt, ist keine Lösung... ...trotzdem kann sie Mittel sein, drum schließe nicht die
Augen, es kann bald schon soweit sein, GEWALT" *sing. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort kann ein "Knall" nicht schaden, nur sollte er eben genau
durchdacht und geplant sein und noch viel wichtiger, alle sollten danach verstehen was man damit bezwecken möchte, ansonsten wird man da schnell zum
"Terroristen" abgestempelt.
Also da muss ich jetzt Tetrarchos aber wirklich mal verteidigen!
Ich halte seine Wut für völlig berechtigt... und wenn das jedesmal "Stammtischgeschwätz" ist, sobald man diese Wut einmal ausspricht, ohne
ständig alles zu differenzieren und am besten gleich noch im selben Satz wieder zurückzurudern, dann frage ich mich, wozu wir hier überhaupt noch
diskutieren. Dann können wir ja gleich sagen: "Jeder hat irgendwo recht und alle politischen Ansichten haben ihre Berechtigung. Punkt."
Das wäre dann aber genau diese politisch korrekte, verlogene Stimmung, wie sie in den ganzen Medien vorherrscht... wo zwar stundenlang debattiert
wird, aber nix dabei herauskommt, weil ja sowieso keiner mehr eine eigene echte Meinung hat, oder sich jedenfalls aus Angst vor eventuellen
Konsequenzen nicht mehr getraut, diese Meinung auch ehrlich auszusprechen.
Natürlich ist es blauäugig, anzunehmen, dass man die Bonzen einfach alle totschlagen kann und wir dann eine bessere Welt hätten. Aber wenn jeder
der Unterdrückten dabei mitmachen würde, könnte es doch durchaus funktionieren. :D
Das große Problem, dass ich dabei sehe, ist nur, dass die Masse der Unterdrückten sich leider im Zweifelsfall lieber mit den Unterdrückern als mit
den Revolutionären solidarisieren wird. Aber grundsätzlich halte ich die guten alten klassenkämpferischen Parolen nicht für falsch. Sie werden
halt nur heutzutage in der Öffentlichkeit belächelt, nicht zuletzt auch deshalb, weil man ja auf Kuba oder in der DDR gesehen hat, dass nach der
Beseitigung der bösen kapitalistischen Bonzen einfach eine neue, sozialistische Bonzen-Riege das Ruder übernommen hat.
Aber werden die Parolen gegen das bestehende System deshalb weniger richtig?
Und zu Hansis Märchen vom friedlichen Zusammenleben der Unterdrücker und der Unterdrückten kann ich wirklich nur sagen, dass das meines Erachtens
ganz großer Schwachsinn ist. Sorry. Das klingt so nach Wirtschaftswunder-Romantik. Der Boss freut sich, dass jemand für ihn schuftet, und der
Angestellte ist froh darüber, dass er dafür viel Geld bekommt und irgendwann selber Boss sein darf. Lothar Späth und Westerwelle hätten sicher
ihre helle Freude daran.
Aber ich denke, die Vergangenheit hat zu Genüge gezeigt, dass es keine gerechte Form von Ausbeutung gibt. Jeder, der sich über andere Menschen
stellt, in dem er sich als ihr Boss aufspielt, ist ein verkappter Faschist.. da kann er noch so gönnerhaft davon erzählen, dass er ja seinen
Angestellten nur dabei helfen möchte, dass die auch mal Wohlstand und ein schönes Leben haben können... letztlich geht es ihm nur um seinen eigenen
Arsch, und die ganzen Bonzen sind noch dazu zu feige, um das auch tatsächlich zuzugeben. Sie verstecken sich hinter ihrem sozialen Engagement und
ihrer "wichtigen Aufgabe", die sie für die Gemeinschaft erfüllen, anstatt dass sie einfach ehrlich sind und zugeben: "Ich finde es geil, über
anderen zu stehen und mich an ihrer Arbeit zu bereichern."
So gesehen ist der Vorschlag von Tetrarchos, das ironisch auf die Spitze zu treiben und den fiesen Unternehmer raushängen zu lassen, wenn die sich
schon nicht selber enttarnen wollen, sicherlich interessant... auch wenn es vom Aufwand-Nutzen-Verhältnis her wahrscheinlich komplett sinnlos sein
dürfte. (aber das trifft schließlich auf sehr viele revolutionäre Betätigungen zu...)
Also, immer der Reihe nach:
Sich über den Schreibstil von anderen aufzuregen, @Hansi und @M.F.:
Schon mal was vom "Glashaus" gehört, oder muss erst Frau Krogerowa kommen?
Das kann von mir aus @Dian oder @Benway machen, die haben das drauf, aber wir anderen sollten wirklich nur bei völlig unverständlichen Texten mal
unter die Decke gehen und das sind die Texte von @Tetrachos nun wirklich nicht.
Und Du, @Tetrachos, musst jetzt auch nicht gleich die beleidigte Leberwurst spielen, weil EIN User, @Hansi, nicht mit Dir klar kommt.
(Ich hoffe innigst, es gibt hier mehr als nur einen User, der mit mir nicht klar kommt. :58: )
So, ansonsten, @Hansi, da hat ja @Dian ja nun schon einiges zu gesagt, aber es gibt da einige Unterschiede.
Die Bourgeoisie hat nunmal die Macht zur Zeit, und die interessiert es einen Dreck, was die Unterdrückten machen, die tun evtl. mal kurzfristig was
für die, wenn sie ihre Macht bedroht sehen, aber zufrieden zusammenleben geht nicht.
Einfach, weil jedes Modell mit Unterdrücker und Unterdrückten kein Idealzustand sein kann.
Und da bist Du, @Hansi, aber noch meilenweit hinter @Tetrachos zurück.
Denn es geht nicht darum, dass sich eine neue Schicht von Unterdrückern ergibt, sondern das ganz einfach ein System eingerichtet wird, in dem niemand
mehr unterdrückt wird.
Es geht nicht darum, dass zukünftig andere unterdrückt werden.
Ich glaub', nach meiner Prüfung müssen wir hier mal ein bisschen Wirtschaftstheorie machen, welche Wirtschaftsformen welche Herrschaftssysteme
hervorbringen. :12:
Oh ich habe wohl vergessen zu erwähnen, dass mir der Schreibstil relativ egal ist.
Ich interessiere mich mehr dafür WAS jemand schreibt.
War nur nen Ansatz um Hansi besser zu verstehen.
[QUOTE]Argh, du hast nicht wirklich gerade die Worte Revolution und UNSEREN Nutzen in einem Satz verwendet oO . Das meine ich die ganze Zeit. Das was
@tetrachos hier so anpreist ist nix weiter als ein Plan zur Durchsetzung eigener Vorteile. Daher bin ich ja so dagegen, es geht nur darum einen
Gewinner und einen Verlierer zu ermitteln, ich möchte aber zwei Gewinner .[/QUOTE]
Nein genau deshalb sollte man darüber nachdenken.
Es bringt nichts, wenn man danach wieder so ne scheiß Geselschaft hat wie vorher!
Ansonsten geb ich mal Dian recht"
@dian:
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Alles hat irgendwie einen Grund. Also auch die vorherrschenden Systeme. Ob die nun gut oder schlecht sind, ist die eine Frage. Ob man sie dauerhaft
verändern könnte, eine andere. Tendenziell ist es doch so, dass sich die "Demokratie" und alles, was dahinter steckt, immer wieder durchzusetzen
scheint. Warum?
Einige Probleme wurden hier schon angesprochen - beispielsweise das Problem mit der Macht. Nehmen wir einfach mal den glücklich Fall an, es gäbe
keine Regierung mehr und jeder Mensch wäre mehr oder weniger von heut auf morgen auf sich alleine gestellt. Es gäbe keinen mehr, der anderen etwas
befehlen würde, es gäbe folglich keine Gesetze und keine Richtlinien mehr, keine mehr, die kontrollieren würden, ob sich jeder an alles hält. Die
Gesellschaft wäre urplötzlich vor ihre eigene Verantwortung gestellt und würde völlig hilflos zusammenbrechen. Ein paar Ausnahmen würden die
Chance ergreifen und endlich das leben, was sie sich seit Jahren herbeisehnen, aber sie würden schon daran scheitern, dass es plötzlich kein Essen
mehr gibt, weil die Arbeiter, die das herstellen/ernten/verarbeiten/transportieren auch keinen Bock mehr auf ihren Job haben - das ganze System würde
zusammenbrechen.
Folglich lässt sich also daraus schließen: Ein System muss her. Nur: Jedes System hat seine Macken. Und ohne Führungspersönlichkeiten oder Gesetze
geht es in dieser Welt nunmal einfach nicht, weil die Menschen nicht dazu in der Lage sind, für sich selbst und andere Verantwortung zu übernehmen.
Sie verhalten sich nicht *bürgerlich / human* (ich weiß nicht, wie mans nennen soll) genug, so dass ein friedliches Nebeneinander gewährleistet
wäre und jeder täglich auch sein Futter bekommt. Egoismus spielt da ne große Rolle, über den Tellerrand hinausdenken auch und schlussendlich die
Macht. Und es gibt [B]immer[/B] Menschen, die selbige besitzen wollen. Was würde also passieren, wenn man mit noch so ausgeklügelten Taktiken die
Mächtigen ausbooten würde? Es würden neue kommen - und zwar so lange, bis es keine Menschen mehr gibt. Es würden neue Systeme kommen, die genauso
fehlerhaft und schlecht sind. Vielleicht wird die Welt eines Tages ein "Equilibrium", vielleicht wird die Welt eines Tages ein "Braveheart" - aber
ein System wirds immer geben. Wo liegt also der entscheidende Faktor, den man beeinflussen müsste, um irgendetwas dauerhaft zu verändern?
Bei dir selbst.
Jeder einzelne müsste an sich arbeiten und sich gewisse Fragen stellen. Jeder einzelne müsste in sich gehen und überlegen, ob er mit seinem Dasein
zufrieden ist. Es gibt durchaus Leute, die haben einen Job, bei dem sie rein technisch gesehen auch ausgebeutet werden, aber die sind dennoch
glücklich darin oder wissen es einfach nicht. Und es gibt Leute, die wissen, dass ihr Leben irgendwie scheiße ist und sie unglücklich sind und Job
und alles drumrum am liebsten abschaffen würden. Nur: Würde das jeder tun, wovon läbe man dann? Kann also als System und Maxime auch nicht
funktionieren.
Nehmen wir mal an, alle Bonzen würden sich selbst erschießen und es gäbe keinen mehr, der als Geld-aus-den-Taschen-zieher mehr hinter irgendwas
steht. Was würde passieren? Dieser Betrieb würde auf einmal auf sich selbst gestellt sein. Die Arbeiter hätten keinen mehr, der sie kontrolliert,
sie würden deshalb nichts mehr tun - der Betrieb würde zusammenbrechen und es gäbe meintwegen keine Supermarktketten mehr. Worunter ein Großteil
der Gesellschaft zu leiden hätte, weil von nun an jeder auf seine eigenen Schützenkenntnisse angewiesen ist, um sich sein Wild zum Abend selbst zu
schießen. Nur: Woher kommen die Waffen, wenn keiner mehr produziert? Überlassen wir alles den Maschinen und rufen eine Welt wie in Terminator
hervor? Funktioniert also auch irgendwie nicht.
Letztendlich liegt es an jedem einzelnen. Fragt mal ein paar Leute, die in einer scheiß Situation sind und denen alles unbequem erscheint, ob sie
darauf Lust haben, etwas anders in ihrem Leben zu machen und fordert sie dazu auf, jetzt damit anzufangen. Die Ergebnisse sind überraschend: Es gibt
so selten Menschen, die tatsächlich bereit dafür sind, ihr Leben auf einen Schlag zu verändern. Dass sie etwas ändern wollen, wissen sie
angeblich. Was sie ändern wollen, ist in den meisten Fällen auch schon im Kopf ausgemalt. Aber es wirklich durchzuziehen? Nö, ich bin doch nicht
blöd. Genau da hakts bei den meisten, was mich zu der Schlussfolgerung kommen lässt, dass sich in Wirklichkeit gar keiner verändern will. Die
Menschen haben nicht begriffen, dass sie selbst es sind, die sich die Grenzen setzen. Dass sie selbst die einzigen (!) Faktoren sind, die ihr Leben
ausbremsen und es zu einem schlechten machen. Wenn ich in ein Schwimmbad gehe und schwimme und auf einmal keine Lust mehr habe, weiterzuschwimmen,
dann steuer ich an den Rand und steige aus dem Wasser, im Klartext: Ich fasse einen Entschluss, meinen derzeitigen Zustand des Im-Wasser-Seins zu
verändern und setze diesen sogleich in die Tat um, ziele das Ufer an, steig aus dem Wasser und hab mein Ziel erreicht. In solchen Fällen
funktionierts - aber wenns um andre Dinge im Leben geht, funktionierts auf einmal nicht mehr, weil man plötzlich anfängt, darüber nachzudenken, ob
das auch wirklich gut ist. Man sich zu viele Fragen stellt, man zweifelt und drüber grübelt, ob das jetzige Leben vielleicht nicht doch so seinen
Sinn hat. Merkwürdig...
Entschließt euch mal dazu, euren Rechner auszuschalten, euch hinzusetzen und eine Sache zu machen, die euch wirklich Freude bereitet (bei mir sinds
DVDs). Das Leben kann so anders sein, wenn man sich seine Freiheiten einfach nimmt und nicht darüber heult, dass keiner sie einem gibt. Das wäre
Eigenverantwortung, dass man sein Leben einfach in die Hand nimmt und es nicht mehr seinem Chef, seiner Regierung oder seinem System überantwortet.
Aber genau das wollen täglich Milliarden von Menschen tun - sich selbst unterjochen, sich selbst versklaven und darum kämpfen, innerhalb dieses
Systems die besten Plätze zu kriegen, obwohl jeder weiß, dass die alle längst besetzt sind. Aber scheiß drauf, "vielleicht isses bei mir ja
anders, vielleicht...". Die Unterjochten [B]wollen nicht[/B] aus ihrer Sklaverei, sondern sie genießen sie Tag um Tag aufs neue - sonst, so denk
ich, wären sie schon längst da ausgebrochen.
Nä, da fallt Ihr alle schon auf einen reaktionären Trugschluss rein, wenn Ihr sagt, dass es immer Menschen geben wird, die Macht ausüben wollen.
Warum wollen die das denn?
Haben die je was anderes kennengelernt außer Oben und Unten in einer Gesellschaft?
Logo, ein Kind, das nach traditionellen Werten erzogen wurde und nicht in einem demokratischen Stil, das wird sich nach Macht sehnen, weil es einmal
an dem Hebel sitzen will, wo die anderen früher Macht über ihn ausgeübt haben. Und das ist bei erwachsenen Menschen nicht anders. Wenn die immer
nur unterdrückt worden sind, dann sind das nicht von einem Tag auf den anderen diejenigen, die auf einmal alle Macht abgeben und darauf warten, dass
die Menschen alle etwas von alleine hinbekommen.
Und es würde auch gar nicht funktionieren.
Dass die sozialistischen Staaten (die sich zumindest so nannten) zusammenbrachen, lag eben daran, dass es immer noch Staaten gab, die kapitalistisch
organisiert waren und die die Bürger dieser sozialistischen Staaten als Kunden haben wollten, damit ihr Profit wächst. Nix anderes. Und damit das
nicht passiert, haben leider die ganzen früheren Chef der Ostblockländer vergessen, den Menschen zu erklären, dass es um was anderes geht als um
materiellen Wohlstand, nämlich darum, das machen zu können, was man will, wie es @scaydcast sagt.
Und zu Deinem Supermarktbeispiel folgendes, @scaydcast:
Wenn Theo Albrecht heute sagt: "Wir verschenken ab sofort alle unsere Lebensmittel, kaufen sie aber weiter ein und bezahlen unsere Mitarbeiter
weiterhin.", dann sagt wahrscheinlich sein Geschäftsführer entsetzt: "Aber damit werden sie mindestens 100 Mio Verlust im Jahr machen." Dann kann
der alte Albrecht mit seinen 80 Jahren sagen: "Na prima, dann kann ich das ja nur noch 271 Jahre machen und ich bin pleite." ( :D "Citizen Kane",
für Filmkenner!)
Nichts wird passieren.
Ich verweise nochmal auf das Kreisler-Lied "Wenn alle das täten":
http://www.gkif.de/texte/liedtexte/122.txt
80 % unserer Arbeit machen heute schon Maschinen und die meisten arbeiten nur noch für die Vermarktung von Produkten, die sowieso niemand braucht wie
Handyklingeltöne u.ä.
Der einzige Unterschied wäre eben, dass es dann tatsächlich keinen Krieg gäbe, keinen Autogestank, keine schmutzigen Flüsse, keine Nationalbank,
sondern nur noch Menschen.
So, und das @Tetrachos dabei den normalen Fachjargon verwendet, ist ja imo auch nicht weiter schädlich. Willst Du, @Hansi, immer so ellenlange
Postings wie von mir manchmal lesen?
Insgesamt sagt ja auch keiner, dass das Ziel von heute auf morgen erreichbar wäre, es ist aber nunmal so, dass es schneller erreichbar ist, wenn
erstmal halbwegs gerechte Zustände hergestellt werden, eben dadurch, dass z.B. die BRD sich zumindest den selben sozialen Standard zulegt wie es NL
oder die skandinavischen Staaten haben.
Dafür muss aber zuerst mal angefangen werden, den Kapitalbesitzern (die eben keine feste Gruppe sind, @Hansi, sondern eben jeder, der Kapital
besitzt, auch ich, wenn ich einen Bausparvertrag habe, jeder, der Zinsen bekommt) es etwas unbequemer zu machen. Und nur darum geht es momentan.
Niemand will morgen die Welt verändern, das wird Jahrhunderte dauern, aber man muss eben jeden Tag eigentlich kämpfen, um die Welt nicht noch
ungerechter werden zu lassen.
Nuja @Arne, da sind wir uns doch fast einig. Nur bin ich eben der Meinung, dass man den Dreck in den Köpfen der Menschen irgendwie eliminieren muss.
Wie du richtig gesagt hast, wird uns das von Kindstagen an eingeflößt, dass bedeutet für mich, dass die Kinder von morgen die Scheiße schon
weiterverbreiten, ein paar Aktionen werden da imo immer noch nicht viel bewegen. Man muss das Problem an der Wurzel bekämpfen, soll heißen, im
Prinzip müsste man schon beim Schulunterricht damit anfangen. Das ist alles viel Schwieriger als auf der Straße ein paar Autos abzufackeln, so was
macht bestimmte Menschen nur noch wütender und sie wollen dieses "Gesindel" auch noch los werden. Was wir brauchen ist eine Idee, wie man den
Leuten (ob jung oder alt) verständlich machen kann, dass es so nicht weiter gehen kann. Aber den muss man erstmal entwickeln und finden, anstatt los
zu preschen.
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Auch Schulunterricht wäre schon viel zu spät, ich bin ja gerade dabei, Erziehungstheorien zu büffeln und das geht, je nachdem, welche
tiefenpsychologische Theorie Du nimmst, nach der Psychoanalyse schon in der analen Phase, also mit ca. 2 Jahren los, wenn Du mit Deinem Eigentum, also
Deiner Scheiße, nicht genug rumschmieren darfst und nach der Individualpsychologie schon dann, wenn Du bemerkst, dass Du nicht soviel kannst wie die
Erwachsenen und daher den Wunsch nach mehr Einflussmöglichkeiten bekommst.
Aber da müsste man 'ne pädagogische Fachdiskussion jetzt zu führen, offensichtlich haben bei uns die Eltern nicht so viel falsch gemacht, dass wir
zu sozialen Wesen geworden sind, die auch teilen können.
Mh, naja, Schulunterricht war jetzt einfach nur so dahin gesagt, dann eben schon Vorschule oder was weiß ich, du kennst dich da besser aus, ab wann man den Menschen Dreck in die Köpfe pumpen kann.
Dieses Unterfangen ist mehr oder weniger sinnlos, weil sich doch jeder durch sein Umfeld "bilden" lässt. Die, die ihr ganzes Leben lang in der
Gosse zwischen Bandenkriegen verbracht haben, haben eine andere Weltanschauung als die, die in einem wohlgeordneten zu Hause aufgewachsen sind. Und
das fängt eben schon in Kinderjahren an oder meintwegen auch schon als Baby - da spielt dann die Familie und wieder das Umfeld mit rein - und geht
dann eben in der Schule und danach weiter. Das, womit sich die Leute ihr Leben lang befassen *müssen*, prägt sie und macht sie zu denen, die sie
heute sind. Es fällt den Menschen so schwer, aus ihren eigenen Grenzen auszubrechen und einfach mal über die Dinge zu gehen oder nur zu schauen.
Viele halten es für absolut unmöglich, aus gewissen Grenzen herauszukommen, dass sie dafür sogar Streit und großartige Racheaktionen planen. Da
ist immer so ein psychisches "Das geht doch nicht" in den Köpfen, das durch irgendwas ungeheure Macht kriegt und der betreffende Mensch dem dann
viel mehr Bedeutung zuweist als er der alternativen Idee zuweisen könnte.
Man hätte zwar die Möglichkeit, die Kiddies gleich in die "richtige Spur" zu bringen, wenn man ihnen das gesamte System vorenthält. Das würde
dann auf sowas wie in "Star Force Soldier" hinauslaufen, was sich in der Form sicherlich niemals umsetzen lässt (und selbst wenn, ist das viel zu
gesellschaftsfremd, als dass es allgemeine Anerkennung gewinnen könnte). Oder man grenzt sich vollkommen aus der Gesellschaft aus und bildet einen
neuen Staat oder schafft ein vollkommen neues System - anzuschauen in dem Film "The Village". Das läuft also auch auf nichts gutes hinaus, weil
sich das nicht mit den Urtrieben der Menschen vereinen lässt und in dieser Form wohl eher eine Vorstellung bleiben wird.
Yoah, also bleibt nur noch eine dritte Möglichkeit: Darauf warten, dass die "Kleinen" das System durchlaufen, ihre Kindheit, Jugend und
Schullaufbahn über die Bühne kriegen und insofern "erwachsen" (scheiß Wort) werden, dass sie bei genügend Verstand sind, um wirklich über die
Dinge nachsinnen zu können und sich dann mit jedem einzelnen hinzusetzen und ihm auf eine effiziente Weise zu zeigen, wie es auch laufen könnte,
wenn man will und ihn vor die Wahl stellen, ob er will und wenn er will, es sofort mit ihm durchziehen. Dann hat man einen mehr, der mit an seiner
Seite kämpft und nicht beim nächsten großen Sturm schon wieder in der Flut der Gesellschaft versinkt.
Ist ne sehr aufwendige Methode, aber dann hat man wenigstens zu seinen Lebzeiten was davon, auch wenn das Ergebnis in dem Sinne nicht
"massentauglich" ist, aber die ganze Welt zu verändern ist eh ein Traum, an dem schon so viele gescheitert sind. Erstmal muss man bereit sein, sich
selbst zu ändern und ein Leben zu führen, das erstrebenswert ist, dann braucht man dieses nur noch dauerhaft zu leben und "öffentlich zu zeigen"
und der Rest tut sich von ganz allein.
Revolution, Aktionen und alles andere wird - bei Erfolg - später eh nur in den Geschichtsbüchern stehn, für die sich die derzeitigen Schulkinder
dann ebensowenig interessieren wie die heutigen für die vergangene Geschichte. Und da es derzeit ja schon daran hapert, ob irgendwelche Aktionen
überhaupt erfolgreich sind, braucht man meiner Meinung nach da auch nicht großartig weiter drüber nachdenken, sonst stellt man eines Tages fest,
dass man um 10 Jahre gealtert ist und sich in dieser Zeit kaum etwas getan hat. Also lebt jetzt, tut heute etwas, um euren heutigen Tag zu verbessern
und schaut später auf ein Leben zurück, mit dem ihr zufrieden wart. Nur dann hat sich meiner Meinung nach das Dasein gelohnt.
Letztendlich kann man sowieso erst was erreichen, wenn das jetzige System insofern humaner wird, als dass eben die Eltern zumindest wieder materiell
so abgesichert sind und mit Bildung ausgestattet sind, dass sie in der Lage sind, ihre Kinder vom ersten Moment an vernünftig zu versorgen.
Dazu wären Kurse für Eltern notwendig, mehr sozialpädagogische Hilfe und alles, was Geld kostet und was zumindest die heutige neoliberale Regierung
nicht zur Verfügung stellen wird, also bleibt nix anderes als auf kleine Schritte zu setzen.
Um überhaupt erstmal eine vernünftige materielle Versorgung zu erreichen, müssten erstmal Menschen an die Macht, die das Einkommen etwas gerechter
verteilen, und dann kann als nächster Schritt evtl. mal wieder eine halbwegs vernünftige Generation heranwachsen. Und wenn dann auch noch auf
Erziehung hier mal so viel Wert gelegt wird wie z.B. in den skandinavischen Staaten oder in NL, dann könnte es mal so in zwei bis drei Generationen
was geben, woraus sich halbwegs vernünftige Ansätze entwickeln könnte.
Solange seh' ich eigentlich auch keine andere Möglichkeit, als da bipolar vorzugehen, eben zum einen, insbesondere für die Jüngeren von Euch, sich
irgendwo Möglichkeiten zu schaffen, wie man sich in diesem Scheißsystem halbwegs komfortabel einrichten kann, je nachdem, auf was man am meisten
Wert legt.
und eben auf der anderen Seite Bewußtsein schaffen dafür, dass ein Wechsel notwendig ist.
Und da halte ich zumindest @Tetrachos Methodik für nicht unwirksam, sie soll ja nur Zeichen setzen, nicht zur Revolution führen.