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Autor Betreff: auf was konzentriet ihr euch?
MissRoyo






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[*] Verfasst am: 21.11.2005 um 14:23
auf was konzentriet ihr euch?



hallo zusammen ...

da liegt mir eine frage sehr am herzen.

ich würde gerne wissen auf was ihr euch im alltag konzentriet!?
ist es vielleicht eure job, ein hobby, das internet oder einen mensch in eurem leben oder doch ihr selbst?

mein leben hat sich dieses jahr (wie ihr vielleicht ja schon wisst) sehr geändert. ich bin mutter geworden und darf mich meiner/unserer wundervollen und vorallem gesunden tochter erfreuen.
natürlich konzentriere ich mich seit der geburt nun sehr speziell auf meine tochter angelina. zudem haben wir uns dieses jahr noch einen jungen hund "ins haus" geholt, der in sachen erziehung, spiel und spatziergängen recht viel zeit von mir abverlangt - nicht dass jetzt der gedanke erweckt wird, dass ich diese beiden aufgaben nicht sehr gern mache. nein - das ist nicht so. abgesehen davon habe ich dies mir ja auch selbt so ausgesucht. obwohl ich noch kurz erwähnen möchte, dass bevor man selbst mutter bzw. vater ist - sich das ganze so nicht vorstellen kann und es einem auch gar nicht möglich ist sich da hinein zu versetzen.
auch ich dachte die schwangerschaft bereitet mich irgendwie darauf vor, doch nicht auf das was wirklich kommt - da muß ich doch gerade selbst ein wenig schmunzeln.

jetzt bin ich jedoch mal sehr gespannt was ihr von euch zu berichten habt.
bitte beteiligt euch,
MissRoyo
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[*] Verfasst am: 22.11.2005 um 05:09


Naja, ich hab´auch einen Partner und noch dazu einen freund, das macht schon doppelt Arbeit. Und ein entsprechender freundeskreis kommt auch noch dazu, den ich aber gerne mal vernachlässige. Ich bin ja auch nicht mehr der gesündeste.
Ansonsten besteht meine Hauptaufgabe eigentlich aus meinem momentanen Hauptgelderwerb, nämlic das Sammeln von bürokratischen Lücken in der Sozialgesetzgebung, auf jeden Fall hab´ich mir da bis auf weiteres erst mal mein ALG I (ca. gut 1000 € monatl.) gesichert, weil das im detschen Sozialsystem alles fürchterlch blöd geregelt ist und die meisten Beamten dort auch nicht mehr durchblicken. Macht Spaß, ist aber fürchterlich langwierig und Geduld ist die Hauptaufgabe dabei.
Sonst hab´ich noch die gesetzliche Betreuung für einen geistig behinderten Jungen jetzt übernommen. Das macht auch Spaß, ist aber wahrscheinlich auch ziemlich zeitaufwändig.Muß ich jetzt auch öfters hinfahren und den mal besuchen. Bringt aber auch eine kleine Aufwandsentschädigung.
Tja, nachts hänge ich hier vor der Kiste. Vormittags schlafe ch dann meistens und nachmittags und abends: siehe oben. Das reicht für mich aus.
Achja, lesen tu ich noch viel und lerne gerade ein bißchen Niederländisch mal wieder.
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Seneca






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 22.11.2005 um 22:48


Also ich konzentriere mich zur Zeit hauptsächlich auf meinen Freundeskreis, der sich in letzter Zeit ein wenig umgestaltet hat. Und ansonsten halt auch noch auf die Schule, die einem in Klasse 12 zwar nicht wirklich viel abverlangt, aber ein bisschen schon.
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 24.11.2005 um 18:50


Ich konzentriere mich gerade darauf, dem Leben (also meinem) ein paar mehr positive Momente abzugewinnen.
Eigentlich hab ich ja alles was ich mir wünsche... ok, mal abgesehen vom Weltfrieden, der einzig wahren Liebe, einem Stargate zu meinem Heimatplaneten und anderen unerfüllbaren Dingen.
Aber im Prinzip geht es mir besser als 98 Prozent der Menschheit, und ich bin trotzdem nicht zufrieden.
Irgendwie pervers. Am anderen Ende der Welt sitzen Asylanten in nem Boot und riskieren ihr Leben bei der Überfahrt nach Europa. 40 Stunden-Woche, ein spiessiges Reihenhaus mit Garten, kinderliebe Nachbarn, mit 65 in die Rente... darüber würden die sich freuen. Ja, das wäre wie ein Hauptgewinn im Lotto für die.
Und ich sitze hier im warmen Zimmer, nörgle an allem rum und wünsch mir den Weltuntergang herbei, weil mir alles so sinnlos und ungerecht erscheint.
Ja, man könnte auch Depression dazu sagen. Doch ich nenne es göttliche Eingebung, schreibe alles in ein Buch und werde dieses hasserfüllte Machwerk irgendwann der Öffentlichkeit präsentieren. Meine ultimative Rache an dieser Welt, die mich nie gefragt hat, ob und als was ich in ihr Leben will.
Tja, aber da so eine Einstellung auf Dauer nicht gesund ist, bemühe ich mich, durch Flucht in die Natur, die Musik, Drogen und gutes Essen möglichst viele positive Eindrücke auf mich wirken zu lassen, damit ich wenigstens ein bisschen das Gefühl bekomme, noch immer der Spezies Mensch anzugehören.
Ich weiss schon, was der eine oder andere jetzt vielleicht denken mag:
"Setzt den undankbaren Dian doch einfach auf die Strasse und verteilt seinen Besitz an jene, die sich noch darüber freuen können!"
Ich kann das gut nachvollziehen, ehrlich. Mir geht's nämlich ganz ähnlich, wenn ich über unseren Planeten nachdenke.
"Beamt die undankbare Menschheit ins All und gebt den Planeten denen, die ihn mehr zu schätzen wissen!"
So gesehen bin ich auch nur ein Kind meiner Zeit. Mitgefangen, mitgehangen. Ich schaue zwar etwas weiter über den Tellerrand als manch anderer, doch mir fehlen leider jegliche Superkräfte, um die Welt aufzumischen und nach meinen Vorstellungen umzupflügen.
aber halt, das klingt jetzt schon wieder so hoffnungslos. Ich wollte doch positiv denken...
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Seneca






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 24.11.2005 um 19:46


Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Aber das ganze kann vergleichsweise einfach erklärt werden. Je weniger ich habe, desto mehr muss ich mich in meinem Leben auf materielle Dinge stützen, ganz einfach um zu überleben. Deshalb ist logischerwise für Arme Arbeit, Essen und ein hübsches Haus wichtiger als jetzt zum Beispiel Bildung, oder geistige Tätigkeit.
Wenn ich aber hingegen Bonze bin und alles habe, dann kann ich es mir langsam aber sicher mir leisten mir Gedanken über den Sinn des Lebens, über Ethik und Moral und anderes zu machen. Was nicht heißt, dass Arme das nicht tun können. Aber wenn man nicht so viel ans materielle denken muss und was zu beißen hat, dann hat man nun mal das Übeleben nicht mehr als Lebensziel, wie ärmere Menschen.
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[*] Verfasst am: 25.11.2005 um 02:43


Ist zwar völlig off-topic, aber ich muß mich trotzdem mal kurz dazu äußern:
Gerade das ist im übrigen das Hundsgemeine an HARTZ IV. Da haben Ewigkeiten ein paar Leutchen mühsam an ihrem sozialen Aufstieg in der BRD gearbeitet, und nun werden sie arbeitslos. Und sind dann schnell auch mal HARTZ IV - Empfänger.
Das fiese dabei ist, der Intellektuelle, der aus gutem Hause kommt, dem macht das nix, mal mit weniger Geld auszukommen, aber diejenigen, die sich mühsam nach oben gekämpft haben, werden damit im Nullkommanix wieder "zwangsproletarisiert", weil diese Aufsteiger immer ihren sozialen Status über Geldeinnahmen definiert haben, das hat jemand, der aus einer mehr oder minder gutbürgerlichen oder bildungsbürgerlichen Schicht kommt, überhaupt nicht nötig, viel Geld zu haben. Der hat immer seine Bildung, seine Herkunft etc. Nur derjenige, der eben nicht das Glück hatte, in den richtigen Stall hineingeboren zu werden, für den werden materielle Werte immer eine größere Rolle speen als wie für denjenien, der sowieso Mangel selten kennengelernt hat. Das ist mir neulich mal so aufgefallen bei einer Diskussion mit ein paar HARTZ IV Empfängern.
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 25.11.2005 um 11:51


Zitat
Das fiese dabei ist, der Intellektuelle, der aus gutem Hause kommt, dem macht das nix, mal mit weniger Geld auszukommen, aber diejenigen, die sich mühsam nach oben gekämpft haben, werden damit im Nullkommanix wieder "zwangsproletarisiert", weil diese Aufsteiger immer ihren sozialen Status über Geldeinnahmen definiert haben,

wirkliches Mitleid will bei mir jetzt aber irgendwie nicht aufkommen...
Wer sich durch seine Einkünfte definiert, ist für mich eh ein Proll. Egal, ob er in ner Villa oder im Plattenbau wohnt. Von daher kann von "Zwangsproletarisierung" keine Rede sein... eher von einer "Zurechstutzung" auf die Grösse, die intellektuell zu einem passt. ;)
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MissRoyo






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[*] Verfasst am: 25.11.2005 um 14:10
schön zu lesen ...



... dass sich jetzt doch noch ein paar leute beteiligen, obwohl das thema ja auch noch ein bisschen erweitert hat.

hartz IV kenne ich lediglich aus dem fernseher... und dort auch immer nur am rande *grins* - talkshows sind ja nun auch nicht wirklich das worauf ich mich konzentriere, obwohl ich nicht abstreite, dass ich doch ab und an mal hängen bleibe ....
naja, "wir österreicher" eben ....

vielleicht schließt sich dann doch noch mal jemand meinem anfangs-post an.

MissRoyo
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