
ich bin immer noch dabei, interessiert zu schauen, was man mir hinterlässt. wobei "mir" stellvertretend für "meine generation" steht.
sprich, rente abwarten etc.
angeblich soll man sich ja jetzt schon nen konto aufmachen mit x jahren laufzeit, damits sich lohnt. rieeesen rendite versprechen sie.
jaja, so sind sie. die bundestagsabgeordneten. mit 50 jahren in rente gehen und über 6000 euro kassieren, aber uns erst mit 65 oder 70 in rente
schicken wollen mit unsicherem rentengehalt..
Leibowitz kenne ich leider auch nicht. @Nightrainmonk, seitdem Du hier bist hab´ich den Eindruck, fürchterlich unbelesen zu sein..
Also, die Frage wäre ja auch erstmal, was man überhaupt retten kann.
Ich hatte irgendwie aufgrund der Vorfälle in New Orleans auf einmal das seltsame Gefühl, daß es vielleicht schon los geht und wir gerade schon das
Ende des amerikanischen Imperiums vielleicht mitbekommen. Aber dafür war wohl dieser kleine Hurrikan noch viel zu winzig, um da etwas zu ändern.
Wenn ein System erstmal zusammenbrechen muß, dann kann das ja in verschiedenen Formen geschehen. Es kann ablaufen wie in Argentinien, das man ganz
einfach völlig wertloses Geld hat, d.h. das auch nur die Kapitalbesitzer was davon haben, die in anderen Währungen spekulieren bzw. die
Grundbesitzer.
Das wär ein Zusammenbruch, @q, wo Du Dir bestimmt keine Sorgen machen müßtest, ob Du auf Deine Rente gespart hast, denn die ist so oder so dann
platt (es sei denn, Du machst auf Bausparvertrag und läßt Dir schon rechtzeitig was auszahlen, um selber Grund und Boden zu erwerben.)
Das wäre dann zumindest noch ein zusammenbruch, auf den man mit Gewalt reagieren könnte, um die Besitzverhältnisse etwas gerechter zu verteilen.
Was wäre aber bei den Naturkatastrophen?
Ein Hurrikan oder ein Tsunami sind hier in der region zur Zeit noch relativ unwahrscheinlich. Die größeren tektonischen Platten in der Nordsee sind
meines Wissens westlich von GB/Irland und da wären also noch erstmal die britischen inseln davor. Die würden dann wohl alle hier rüber wollen, in
nicht zu kleinem Maße. Das kann man geschickt friedlich organisieren, würde aber auch erhebliche finanzielle Belastungen für die verbleibenden
Nationalökonomien bedeuten.
Eine auch noch recht große tektonische Platte verläuft meines wssens auch querr durch den äußersten west deutsvchlands, durch baden (Hallo,
@Zelder), dann an Stuttgart vorbei (Hallo, @Dian, @Killing Joke, @Seneca und @algiz) und dann auch noch über den Niederrhein nach Holland. Gäbe es
da mal so eine Verschiebung wie in den dreißigern in San Francisco hätte das zumindest auch in den ganzen Gebieten das völlige Chaos zur Folge. Ich
glaube nicht, daß dann noch zumindest in den Bereichen irgendetwas zu retten wäre.
Aber viel wahrscheinlicher ist immer noch, daß uns demnächst mal ein Meteroit auf den Kopf knallt, und wenn der dann so richtig mitten in Europa
landet, dann ist auch erstmal nix mehr mit retten irgendeiner Kultur. Das sieht man ja nun gerade in New Orleans, wo eben schon die Anarchie
ausbricht.
Das erste, was ich dann erstmal retten wollte, wäre mein Leben. Angenommen, daß der Meteroit irgendwo in Ost - oder Südeuropa runterkomt, wäre das
vielleicht noch drin, allerdings wäre die Staubbelastung in der Luft so groß, daß das Atmen schon schwer fallen würde. Man bräuchte
wahrscheinlich den ganzen Tag Gasmasken. Das nächste wäre dann natürlich die Nahrung. Da ohne Zweifel für die nächsten Jahrzehnte keine Sonne
mehr durchkäme und faktisch eine Eiszeit ausbrechen würde, hätten wohl nur die Aasfresser, also z.B.auch nicht vegetarische Menschen, eine geringe
Chance. Inwieweit wir dann damit überleben könnten (letztlich auch mit "Soylent green") , bis ein halbwegs attraktiver Ackerbau wieder möglich
wäre, ist die Frage.
Dann wäre die Frage nach medizinischer Versorgung. Wäre die noch zu leisten für chronisch kranke Menschen. Wohl kaum bzw. sehr schlecht. Insofern
brauche ich mir da sowieso nicht so viele Sorgen zu machen. Wobei das dann schon mal ein Punkt wäre, den ich gerne ganz unabhängig von der Art des
Zusammenbruches auf jeden fall hoch halten würde. Unsere medizinische Versorgung ist Klasse und sollte auch für alle Menschen so bleiben.
Was man auch daraus sehen kann, ist, daß wir auf jeden Fall auch die sozialen Kontakte behalten sollten, denn nur die werden uns was bringen in einer
zeit des Zusamenbruches.
Also gut...
Ich packe meinen Koffer für den Weltuntergang, und nehme mit:
- Meine gesammelten Texte, damit diese als Grundlage einer neu entstehenden Zivilisation dienen können
- Mad Max 1-3 DVD Collection (damit ich mich in der neuen Welt besser zurechtfinde)
- Synthesizer, Keyboard und Stromgenerator zum Musikmachen (ja, ich weiss, man könnte auch einfach ne Gitarre einpacken...)
- Ein paar hundert esentielle CD's unterschiedlicher Stilrichtungen. Welche, müsste ich mir aber noch gut überlegen.
- Und, ganz wichtig: Irgendein dickes, paragraphengespicktes Gesetzbuch der Bundesrepublik... als Warnung und Abschreckung an die nachfolgenden
Generationen, damit sich jeder mit eigenen Augen davon überzeugen kann, wie krank und bürokratisch unsere Welt einmal gewesen ist, und dass man ihr
in keinster Weise nachzutrauern braucht
Nun gut stellen wir uns den untergang der Zivilisation, wir wir sie heute kennen, eben so vor, daß wir uns auf eine Reise begeben und dann sehen, was
für uns wichtig ist.
Ich bleibe erstmal dabei, daß ich meine medikamente und alle möglichen medizinischen Versorgungsmöglichkeiten nicht außer acht lassen möchte, die
nehm´ich mit.
Als nächstes natürlich meine Kleidung, in der Hoffnung, daß ich dort waschen kann.
Dann käm schon der PC mitsamt allen Anschlüssen mitsamt auch dem Net. Das ist für mich zur Zeit immer wichtig.
Aber natürlich muß ich dann auch erstmal meine sozialen Kontakte im rl mitnehmen. Mindestensmenen Partner ud meinen Freund, naja, vielleicht
vorsichtshalber nur einen von beiden, so gut verstehen die sich auch nicht und irgendwann muß ich mich ja mal entscheiden.
Das nächste wären bei mir auch Bücher. Hier bei mir stehen mindestens 100 Bücher, die für eine Zivilisation unverzichtbar sind, allerdings da
jetzt ohne Not eine Auswahl treffen zu müssen, wäre schwer.
Das gleiche gilt für CDs und Videos/DVDs.
Und vor allem würde ich ´ne ganze Menge Bewohner aus heimen für geistig behinderte Menschen mitnehmen.Denn von denen hab´ich unheimlich viel
gelernt und werde auch bestimmt noch was lernen. Die will ich auf jeden Fall dabei haben.
Ansonsten brauch´ich noch ein Bett, einen Herd und etwas zum Abstellen, räumlich habe ich an sich keine großen Ansprüche. Im Winter wäre ´ne
Behausung ganz schön mit sowas wie Elektrizität oder Wärme.
Und auf Badewannen und Wassertoilette will ich nicht verzichten.
Nun, so werdet ihr aber glaube ich nach dem Untergang der Zivilisation nicht besonders alt, deshalb nehme ich vorsichtshalber ein paar Saatkartoffeln
und ein Kaninchenehepaar mit, denn beides vermehrt sich wie verrückt. Gras wird ja wohl noch wachsen und Kartoffeln brauchen bloß guten Dünger -
ich hoff mal, dass das mit Kaninchenmist klappt. Und natürlich Axt, Säge und alle Nägel, die ich kriegen kann.
All die schweißtreibenden Arbeiten wie Bäume fällen, zersägen und Kaninchenställe sowie eigene Behausungen daraus bauen etc. etc., überlasse ich
natürlich euch, wie sich das für eine Frau gehört. Und während ihr beschäftigt seid, lese ich Arnes 100 Bücher und finde die nun vorhandene
Weltordnung eigentlich ganz ok.
Du wärst dann aber bei der doch etwas männlichen Übermacht in diesem Thread auch mindestens so beschäftigt wie die Kanninchen mit der Fortpflanzung unserer Art.
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Dieser Kommentar war ja klar.
Da ihr aber nach eigenen Angaben zu einem Drittel irgendwie schwul und zu einem weiteren Drittel asexuell seid, sehe ich das nicht so eng.
Bei meinen ganzen Erkrankungen gäbe ich sowieso äußerst schlechtes Erbmaterial ab. Ich komme dann erst wieder ins Spiel, wenn der Pädagoge gebraucht wird.