
Krieg der Welten
Hat mich teilweise überrascht, weil der Film zumindest in der ersten Hälfte ein sehr düsteres, apokalyptisches Weltuntergangsszenario zu bieten
hat. Im Fluss treibende Leichen, Menschen, die wie Zombies das letzte noch funktionstüchtige Auto umlagern, bedrohliche Dunkelheit, menschenleere
Landschaften... das erinnerte stellenweise eher an "Night of the living dead" als an Popcornkino a la "Independence Day".
Ja, das hätte ein feiner Film werden können... wenn diese Stimmung konsequent beigehalten worden wäre. Ein Bad-End wäre bei der Thematik und
angesichts der ersten Hälfte des Films eigentlich absolute Pflicht gewesen. Aber nein, am Ende kommt dann doch noch der typische Steven
Spielberg-Kitsch zum Vorschein. Triefendes Happy-End, natürlich hat die Familie des "Helden" auf wundersame Weise unversehrt überlebt, die Aliens
sind besiegt und alles ist wieder gut... *würg*
Ok, im Original aus den 50er-Jahren war der Schluss genauso schwachsinnig... doch damals wussten die es halt nicht besser... das kann man nicht
einfach eins zu eins in die heutige Zeit übertragen. Mit einem guten Schuss Ironie versehen, wie etwa bei "Starship Troopers", mag das ja noch
funktionieren... aber nicht, wenn man das alles so todernst meint wie hier.
Da passt es prima ins Bild, dass Tom Cruise wie von ihm gewohnt immer mit dem selben Gesichtsausdruck durch die Gegend rennt (er hat halt nur den
einen..), und dass sein "Held" eigentlich ein ziemlicher Feigling ist, dem sein Leben und das seiner Tochter wichtiger ist als das Leben von
anderen. Wer weiss, das war dann wohl die obligatorische Scientology-Message...
Wem "The day after tomorrow" gefallen hat, der wird wahrscheinlich auch über die Schwächen von Krieg der Welten hinwegsehen. Ich persönlich warte
immer noch auf einen Weltuntergangsfilm, an dem die Welt am Ende dann auch wirklich untergeht.
Och, die gab es aber schon, das sind dann so uralte Schwarz-weiß-Schinken.
Kamen aber meistr aus England. Es gab aber auch früher in den Staaten, so in den 50gern ´ne Art Film noire, die so endeten.
Der mir jetzt gerade einfällt, ist "Der Tag, an dem die Erde Feuer fing". Da ging es um ´ne Achsenverschiebung der Erde, die aber göleichzeitig
durch mehrere Atoimbombentest auch aus ihrer Umlaufbahn gerissen wurde und dann auf die Sonne zuraste.
Sowas lief früher im Fernsehen, als ich noch kleiner war. Sind wohl auch viele in zusammenhang mit dem Protest gegen Atomwaffen entstanden.
Halte ich aber auch für hoffnungslos, daß Hollywood sowas mal wieder neuverfilmt.
Ich glaub´, die finden dunkle Enden nnicht so toll.
Ja, den Film hab ich als Kind mal irgendwann gesehen.
Aber wenn die den neuverfilmen würden (war meines wissens sogar mal im Gespräch), dann wird im Finale wahrscheinlich Bruce Willis mit einem
Spezialraumschiff in die Sonne fliegen und dort durch das Zünden von ein paar weiteren Atombomben dafür sorgen, dass alles wieder in Ordnung
kommt...
Ich glaube, der Schock sitzt nach 9/11 noch zu tief, als dass die westliche Welt derzeit bock auf konsequenten Zukunftspessimismus hat, wie er
(zumindest teilweise) in alten B-Movies praktiziert wurde. Höchstens im Independent-Kino a la "Cube"... aber jedenfalls nicht für die breite
Blockbuster-Masse.
Die Message für die Massen soll lauten:
Egal, was für ne Scheisse wir auf unserem Planeten auch anrichten, egal, wen wir wählen, und egal, wie viel Gift wir in die Atmosphäre pusten... Es
wird zwar schlimm werden, doch am Ende sind wir kreativ bzw. glücklich genug, damit es trotzdem wieder aufwärts geht.
Momentan sieht es ja auch ganz danach aus, als ob das tatsächlich so sein könnte.
Aber wenn ich mal nen Science-Fiction-Film drehen dürfte, würden die Zuschauer ganz schön Angst um ihre Zukunft bekommen... :D
Da würden dann durch zu viel Handystrahlen, Elektrosmog und Feinstaubbelastung Mutationen entstehen... aus den Köpfen der vieltelefonierenden
Teenies würden schleimige Geschwüre herauswachsen... die für die Nahrungsmittelproduktion getöteten Kühe und Schweine würden als Zombies
zurückkehren und blutige Rache an der Menschheit üben.. ach, es gäbe so viele Möglichkeiten, wie man die Zuschauer wirklich schocken könnte.
Dagegen sind Spielbergs Aliens Kinderkram, denn an deren Existenz muss man ja nicht glauben, wenn man nicht will.
Wo kommt denn dieser Optimismus her, @Dian, daß es danach aussieht, daß es wieder aufwärts gehen könnte???
Da seh´ich aber gerade mal gar nix..
Du kennst noch so alte Schinken, wow.
Ich dachte, ich wäre der einzige, der noch in dem Alter hier wäre, der so etwas kennen könnte.
Ist mir aber schon neulich aufgefallen, irgendwo hast Du "Soylent green" erwähnt. Das war in meiner Jugend mein Lieblings SciFi. Ich fand die
Darstellung der Umwelt dort relativ realistisch. Das Fleisch ein absolutes Wunderwerk war, kostbar wie Diamanten. Das die Menschen nur mit Gasmasken
noch die Straßen betreten konnten etc. Die Verarbeitung von Menschenfleisch in nahrung fand ich aber schon damals sehr unrealistisch. Da wäre ja so
gut wie gar nix an Nährstoffen mehr drin.
Da ja eh´gerade große Sommerpause wohl ist, noch mal ´ne Frage nach Uralt- Filmoldies.
Kennst Du auch noch "Lautlos im Weltall"?
Das war auch noch so´n Kult-Sci-Fi in meiner Zeit. Dürfte Dir weniger zusagen, würde auch wahrscheinlich heute niemals mehr verfilmt, da so gut wie
nix an Action drin war. Wurde auch oft als Ökofil mißverstanden. Es geht aber mehr um den Individualismus des Hauptdarstellers (eigentlich des
einzigen menschlichen Darstellers) darin.
Ich fand den auch wunderschön und tränendrüsenrührend.
kennt ihr den titel eines filmes den ich vor jahren einmal gesehen hab und ich komm nicht mehr drauf wie der hieß: es geht um einen brokkoli der auf
dem gemüseplaneten bei einem fernsehquiz eine reise auf die erde gewinnt und dort alle frauen durchpimpert und komischerweisse sind alle wild auf ihn
(er ist einj wirklich ein brokkoli und ich rede nicht von einem porno der film kam im zdf) später bekommt der gemüsemann probleme mit rednecks der
armee und jüdischen extremisten,
der tittel heisst irgendwie so: ...... the intergalactic giggolo!!!
ach du kacke wie wirsch ist das denn?! klingt aber interessant :D
Ich hab´mich auch schon gefragt:
Entweder war das irgendetwas britisches a la MontyPython
oder @algiz hat vorher irgendwas geraucht, was er nicht ganz gut vertragen hat.
´N Broccoli, der Weiber fickt?????
Könnte auch noch von den South Park Machern sein.
@ arne:
| Zitat |
| Zitat |

@arne
bin strikter nicht drogler
just bierdrinker and hellraiser
old school
den film gints echt ich weiss das das strange klingt
@Dian:
"A boy and his dog" sagt mir leider nix, hört sich aber auch gut an.
Was mir an den ganzen neueren Filme (natürlich Lynch und Dogmafilme abgesehen) fehlt ist eben auch die ruhige Form von Kameraführung etc. In
"Lautlos im Weltall" passiert ja wirklich fast eineinhalb Stunden gar nix. O.K., man muß vielleicht auch ein bißchen Joan Baez-Fan sein, um den
Film richtig rührend zu finden. Hätte ich bei Deinem sonstigem Filmgeschmack Dir nicht zugetraut, daß Du auch sowas kennst und auch damit klar
kommst.
Kompliment!
@algiz:
Auch Alkohol ist eine Droge!
Kann aber meines Wissens keine Wahnvorstellungen von fickenden Broccolis im Fernsehen hervorrufen.
War das denn ein zeichentrickfilm oder eirgendeine sonstige Animation?
War der Brocolli ein verkleideter Mensch, oder was?
Ich kann mir da gar nix vorstellen.
alles reale darsteller
nur der broccoli hat ein broccolikostüm an.
ihr kennt aber sicher: I MARRIED A STRANGE PERSON
oder bitte sagt mir das ihr den kennt den müsst ihr kennen
wenn nicht sucht im internet besorgt euch das ich bitte euch
zeichtrick sehr sehr fucking abgefahrn
@ Arne: "A boy and his dog" - der deutsche Titel war meines Wissens "In der Gewalt der Unterirdischen" oder irgendsowas dämliches...
Jedenfalls ist da die Oberfläche unseres Planeten zu so einem wüstenähnlichen Mad Max-Szenario verkommen, wo die totale Anarchie herrscht. Unter
der Erdoberfläche existiert aber eine zweite menschliche Zivilisation, die rechtzeitig vor dem grossen Knall in ihr Bunkersystem geflüchtet ist und
da einen ziemlich absurden, bürokratischen Spiesser-Staat aufgebaut hat. Dummerweise sind sie durch das Leben im Untergrund aber alle impotent
geworden, so dass sie nun Herumtreiber aus der oberen Welt, die niemand vermisst, zu sich nach unten locken, um diese dann an eine
Befruchtungsmaschine anzuschliessen und auszusaugen.
Ach ja, und der Held hat einen sprechenden Hund, mit dem er telepathisch in Kontakt steht, und der viel klüger ist als er.
Sehr kultiges Filmchen jedenfalls, wenn auch leider ziemlich unbekannt.
Auch wenn ich jetzt die Diskussion über wirklich kranke Filme unterbreche muss ich doch mal was zum aktuellen Film sagen.
Dian, ich kann dir da nicht ganz zustimmen.
Bis zu dem Zeitpunkt in dem Keller mit Tim Robbins war der Film meines Erachtens wirklich fantastisch, über alles danach kann man ja noch
streiten.
Aber, Tom Cruise war in dem Film kein Held, wenn du das denkst, hast du einen anderen Film gesehen.
Was ich nämlich gerade das faszinierende an dem Film fand, war dass es die Geschichte einer "normalen" Familie erzählte und so ziemlich alles was
im Film Tom passiert auch wirklich so hätte passieren können. Normalerweise sieht man solche Kriegsszenarien nur aus Perspektive einer Supermacht
die dagegen angeht.
Hier aber war die Geschichte unabhängig vom Schauplatz. Der so ziemlich einzige Grund warum er überhaupt in Amerika spielt ist eben, dass er von
Amerikanern gedreht wurde und du in Amerika keinen Film verkaufen kannst der nicht von den Bürgern in diesem LAnd handelt. Genausogut hätte man den
Film auch in Deutschland spielen lassen können, hätte nicht viel Unterschied gemacht.
Weiterhin war das Gute an dem Ende eben, dass kein Mensch, nichtmal Suoermacht Amerika irgendwas dafür kann, dass sie überleben.
Die Geschichte war realistisch, wenn man sie so betrachtet, dass man aus der Menge an Geschichten in diesem Krieg eben eine auswählte, die
interessanter war und gleichzeitig von Leuten handelt die bis zum Schluss überleben - auch wenn sie auch dafür nicht viel können.
Cruise war deutlich kein Held, tut Dinge auf die man nicht stolz sein kann, aber dein Vorwurf ihm sei ihm Film das Leben seiner Tochter wichtiger als
das anderer ist nur zum Teil haltbar. Es gibt in solchen Situationen eben Entscheidungen die getroffen werden müssen und wenn du dich selbst ehrlich
genug fragst, dann weisst du dass du nicht wirklich ruhmreicher wärst. Ich z.B. hätte eventuell einfach die Mutter mit ihrem Kind überfahren.
Die Frage die dieser Film in jedem aufwirft und ihn für mich sehenswert macht ist: Wie würde ich mich verhalten? Ist mein Leben bedeutender als das
der anderen? Genauso wichtiger die Frage: Wenn ich die Wahl habe, ich oder die anderen, wie soll ich mich entscheiden?
Und spätestens bei der Frage entweder meine Tochter oder die anderen entscheide ich mich wahrscheinlich doch eher für meine Tochter.
Gruss
Jack
PS: Ich liebe kranke Filme. Absolut sehenswert: Der blutige Pfad Gottes
Das sehe ich eigentlich gar nicht so viel anders als du, Jack.
Wie der Alien-Angriff aus der Sicht des ganz normalen, "kleinen Mannes" gezeigt wird, fand auch ich ziemlich beeindruckend.
Auch, dass er den Typ im Keller (unnötigerweise) tötet, um seine Tochter nicht zu gefährden, hätte ich dem Film noch durchgehen lassen. Aber dass
Tom Cruise wirklich in einem Moment nen anderen Menschen killt, nur damit der nicht die Aliens angreift, und dann aber zwei Minuten später selber mit
Handgranaten nach den Viechern wirft, erschien mir schon reichlich absurd. Aber ok, das kann man natürlich auch so interpretieren, dass normale
Menschen in extremen Situationen eben manchmal absurd reagieren, und dass der Film das nur eben realistischer zeigt als andere.
Trotzdem... dass die Ausserirdischen so clever sind und seit tausenden von Jahren das Aussaugen der Menschheit vorbereiten, und sich dann von
irgendeinem Virus oder sowas dahinraffen lassen, fand ich bei aller Fantasie schon ein bisschen sehr weit hergeholt.
Und auch, dass die komplette Familie vom Hauptdarsteller unversehrt überlebt hat und wie an Thanksgiving strahlt, als er endlich ihr Haus erreicht...
ähm ja, das hat in meinen Augen dann halt schon etwas vom guten, düsteren Eindruck des Films wieder kaputtgemacht.
ich hab nur den alten originalfilm von krieg der welten gesehen
aber der is meines erachtens kultig wenn auch technisch heute grottig.
ts, mädels, das original ist nicht der film aus den 50ern sondern ein roman von h.g.wells. ich habe das buch zwar nicht gelesen, aber ich gehe mal davon aus, daß es auch bei wells so oder ähnlich endet, also beschwert euch bei ihm *gg ...ich fand den film klasse und vor allem tom cruise. über die schwächen, die der film hier und da aufweist, kann ich persönlich hinwegsehen, das spektakel war erste sahne. ich war ebenfalls überrascht von der düstern stimmung, damit hätte ich nicht gerechnet, allerdings ist diese annahme auch unsinnig, da spielberg schon andere recht trübsinnige filme gemacht hat. imo hebt sich der film ganz klar von anderen ab, die vergleichbare themen behandeln; spielberg zeigte einfach mal wieder, daß er einer der besten ist !
romanvorlage ungleich originalfilm
wußte das mit dem buch schon, aber hast trotzdem recht.
eben für die verhältnisse die die damals hatten hatte der film eine recht packende athmo.
geil auch diese r ami chemiker oder physiker der supermann, auf den die mädels alle abfahren ein mann von welt.
Ich kenn´den neuen Film auch nicht, aber ich habe mal das Buch vor Jahrzehnten im Original in Englisch für die Penne lesen müssen. Leider hab´ich
sowas gehasst, für die Schule in Originalsprache Bücher lesen zu müssen und hab´das meinen Nebenmännern überlassen und einem freund, der mir
dann die Klausuren schrieb, aber wenn ich mich recht erinner, war bei Wells selber der Held zumindest ´ne Einzelperson. Wenn der jetzt in den
Neuverfilmungen immer als Familienvater rüberkomt, ist das eine Entwicklung, die vom Neokonservativismus seit Reagan in solchen Filemn ausgeht. Seit
Reagans Amstzeit ungefähr, meine ich zumindest, wurde der unabhängige Held, der vielleicht noch ´ne Lovestory erlebt, und der das typische Bld bis
in die siebziger Jahre in solchen Filmen war, durch den treusorgenden Familienvater oder vergleichbares abgelöst.
Das der alledings bei Wells ´n Frauenheld war, wie wohl im Film, wie @algiz meint, kann ich mich im Buch nicht erinnern. Der war da der Typ vom
cleveren Einzelgänger, damals stand Amerika noch auf solche Typen (in Verfilmungen z.B. Bogart als Marlowe etc.). Ist, wiegesagt, seitdem wieder
christliches Verhalten auf dem Stundenplan steht, abgelöst worden. Ist aber in Deutschland bei den meisten Krimihelden nicht anders.
An die erste Verfilmung kann ich mich auch noch ganz dumpf erinnern. Die Bezeichnung "atmosphärisch dicht" stimmt da schon, ich kann mich nicht an
viele Einzelheiten erinnern, weiß aber noch, daß man ziemlich gespannt und eingenommen von dem Film war.
Letzte Woche sind im Kino ein paar nette Filmchen angelaufen.
"11:14"
In der Eröffnungssequenz fällt einem jungen, alkoholisierten Autofahrer plötzlich aus dem Nichts eine Leiche mit zermatschtem Kopf auf die
Kühlerhaube. Ist schon witzig zuzusehen, wie er versucht, das Ding zu verstecken und sich dabei nur immer tiefer in die Scheisse reitet.
Doch er ist nicht der einzige, dessen Leben um 11 Uhr 14 eine schicksalhafte Wendung nimmt. Auch andere haben in dieser Nacht wenig zu lachen, wie
eine weitere Leiche und ein auf der Fahrbahn herumliegender, abgetrennter Penis beweisen.
Der Film springt immer wieder in der Zeit um ein paar Minuten zurück, und zeigt das Geschehen dann aus der Perspektive einer anderen Person.
Irgendwie steckt jeder in der Sache mit drin... und erst ganz zum Schluss wird klar, wer da warum sterben musste.
Die Auflösung erklärt dann eigentlich auch absolut alles und fügt alle Handlungsstränge logisch nachvollziehbar zusammen. Etwas mysteriöser
hätte man das alles vielleicht schon enden lassen können. Ansonsten aber ein Film, der durch seinen schwarzen Humor und die interessanten Einblicke,
was im Leben durch eine unglückliche Verkettung von Umständen alles schief laufen kann, sehr gut unterhält.
"Transporter - The Mission"
Das ist natürlich nix für's Hirn.
Nonstop Hong Kong-Action aus Frankreich, voller unglaublicher Actionszenen, schlechter Computereffekte und noch mehr unglaublicher Actionszenen. Wem
Tripple X schon immer zu lahmarschig und uncool war, der bekommt hier auf jedenfall was geboten.
Ist sogar noch besser als der erste Transporter, meiner Meinung nach, wenn auch deutlich unrealistischer. Aber darum geht es bei solchen Filmen ja
nicht. Wer Autocrashs und Kampfkunst ohne Wenn und Aber mag, dürfte in diesem Jahr im Kino jedenfalls kaum besser unterhalten werden als hier.
Der Zombie-Nachfolger "Land of the dead" ist übrigens letzte Woche auch noch ins Kino gekommen. Da bin ich auch schon sehr gespannt drauf... werde
ich mir aber erst morgen anschauen.
Den Trailern nach zu urteilen, dürfte der kommende Kino-Herbst ohnehin recht interessant werden. "V wie Vendetta" sah richtig geil aus, und
"Brothers Grimm" könnte auch Spass machen. Mal sehen, vielleicht geht es ja wieder aufwärts, zumindest was die Qualität der Filme angeht.
V - Vendetta, hab mich erkundigt, startet in Deutschland erst Mitte März 2006. Keine Ahnung, was der frühe Zeitpunkt für den Trailer soll...
noch ein Tipp für alle, die sich vom Hollywood-Einheitslook abgestossen fühlen:
"Wächter der Nacht - Noznoi Dozor"
Ein Vampirfilm aus Russland... was schonmal einen ordentlichen Faktor Exotik auf die Leinwand zaubert. (allein die unmöglichen Klamotten der
Hauptdarsteller, die aussehen wie aus der Altkleidersammlung, oder die spartanische, aber wohl durchaus realistische Einrichtung der russischen
Wohnstuben... das ist das Eintrittsgeld schon fast alleine wert.)
Davon abgesehen unterhält der Film aber auch noch, man mag es kaum glauben, durch gute Effekte, originelle Kameraeinstellungen, und eine zuweilen
zwar etwas wirre, aber dafür schön komplexe Story vom ewigen Kampf des Guten gegen das Böse.
Ständig krachende Action a la Blade darf man aber nicht erwarten... die Stärken des Films liegen eher darin, dass er wesentlich fantasievoller und
origineller ist als vergleichbare Kost aus den USA. Vielleicht kann man, wenn man unbedingt einen Vergleich heranziehen möchte, noch am ehesten den
Film "Constantine" nennen.
Trotzdem, "Wächter der Nacht" ist anders, und gefällt mir daher trotz dem einen oder anderen Spannungsloch und dem Ende mit seiner reichlich
merkwürdigen Logik recht gut.
Zwei weitere Teile sind angeblich schon geplant, da es wie Matrix eine Trilogie werden soll (was auch Sinn macht , da der erste Teil deutlich mehr
Fragen aufwirft als beantwortet)
grmpf.
Wie ich sowas hasse, wenn an Filmen rumgepfuscht wird, nur um sie den Sehgewohnheiten einer bestimmten Zielgruppe anzupassen!
Das mit dem ProductPlacement ist mir aber auch schon aufgefallen.Doch perfektioniert haben das vor allem die Koreaner:
Erst neulich hab ich so einen reichlich schlechten koreanischen Vietnam-Film gesehen, in dem ein Offizier in seinem Hauptquartier von einem Boten ein
Paket überbracht bekam, auf dem gut leserlich "DHL" stand. Und dann quittierte er das für den weiteren Handlungsverlauf völlig unbedeutende Paket
auch noch mit den Worten: "Oh, das ging aber schnell!"...
Völlig krank, wie sich alles nur noch um Geld und um Werbung dreht.
Und manch kreativem, aber unbekannten Regisseur bleibt da nichts anderes übrig, als die bittere Pille zu schlucken und die Marketingfuzzis an seinem
Werk mitregieführen zu lassen... ausser, er macht es eben so wie der kultige Don Coscarelli, der immer erst dann einen neuen Film drehen kann, wenn
er irgendwann genügend Kohle dafür zusammengespart hat. Doch solche Idealisten scheinen allmählich auszusterben. (oder es wird heutzutage einfach
noch viel strikter als früher dafür gesorgt, dass die erst gar keinen Boden unter die Füsse bekommen...)
Das ist jetzt weder intelligent noch künstlerisch anspruchsvoll..
aber wer gern intensive Horrorfilme mag, sollte mal in "The Descent" gehen.
Ein paar Schockeffekte waren so gnadenlos, dass selbst ich erschrocken bin (was mir normalerweise nicht passiert... Das letzte mal war glaub beim
Schluss vom japanischen "The Ring", wo der Geist aus dem Fernseher kam... brrr...)
Also da machen ein paar Frauen eine Extrem-Höhlenwanderung, plagen sich ewig durch die dunklen Gänge, und man hat schon die Vermutung, in
irgendeinem realistischen Bergsteiger-Drama gelandet zu sein... und dann steht da plötzlich so ein sabberndes graues Vieh hinter ihnen... :35:
Das hat was. (Wenn man's mag.)
Hab mir heute (zunächst) eher widerwillig King Kong angeschaut.
Aber spätestens, als im Frachtraum des Schiffs auf einer Kiste im Hintergrund "Sumatran Rat Monkey" stand, hat es Peter Jackson dann doch mal
wieder geschafft, mir ein fettes Grinsen ins Gesicht zu zaubern.
Und dann erst die Szene in der Spinnenhöhle... extrem geil. So in etwa könnte Braindead 2006 aussehen, wenn sich der Meister endlich mal auf seine
Wurzeln besinnen würde.
Ansonsten gab's erstaunlich gute Digital-Dinos, perfekte Inszenierung, viel Getöse, und halt leider auch eine Story, die man schon in- und auswendig
kennt.
Das Finale in New York war mir etwas zu glatt und zu zahm... da hat Kong im alten Schwarz-weiss-Film deutlich mehr gewütet. Ansonsten ist der Film
aber im Bereich seiner Möglichkeiten nahezu perfekt.
Generell frage ich mich jedoch, bei allem Respekt vor Peter Jackson und dem Charme, den der Film durchaus hat, wieso man das unbedingt auf 3 Stunden
aufblasen musste... und wieso die Filme heute generell immer länger werden, ohne dass sie deshalb auch nur ein bisschen mehr zu erzählen haben als
früher.
Weniger ist manchmal mehr. Das hab ich auch damals bei Herr der Ringe schon gesagt... hmm, aber ok, das versteh ich halt nicht, da muss man wohl Fan
sein...
Die Filme müssen ehr an inhalt heutzutage rüberbringen, weil die Filmindustrie erhebliche Schwierigkeiten mittlerweile bekommt mit den PC - Spielen
mitzuhalten, zum Teil gibt die Gameindustrie schon die Themen für die Flme vor und nciht umgekehrt..
Und am PC ist man immer interaktiv beteilligt, da sind drei Stunden nix. Also muß die Filmindustrie, um wenigstens ansatzweise noch mit den Games
mithalten zu können, auch was vorlegen.
guck dir mal saw2 an, will dein review darüber lesen.
ich werd vorerst leider nicht dazu kommen. 
In King Kong war n Kollege von mir gestern.. Er meinte ebenfalls, dass das ganze ansich gut is.. nur leider unnötig in die Länge gezogen wurde.
@ Q: Saw 2? Auch schon gesehen? Geiles Ding, freu mich schon auf Teil 3.. 
Falls sich jemand überlegt, "Jarhead" anzusehen, weil da der Hauptdarsteller von Donnie Darko mitspielt, oder weil der Trailer interessant
aussieht:
Das Geld kann man sich wirklich sparen.
Der Film beginnt noch ganz ansprechend wie eine moderne Version von "Full Metal Jacket", als die Ausbildung der Soldaten gezeigt wird... dann werden
die Soldaten an die Grenze zum Irak verlegt, reden über ihre Frauen, saufen und langweilen sich, der Krieg bricht aus, die Soldaten reden noch immer
über ihre Frauen, saufen und langweilen sich, und irgendwann am Ende des Film heisst es: "Der Krieg ist gewonnen.", und die Soldaten saufen
erstmal, gehen dann nach Hause zu ihren Frauen, und ich langweile mich.
Das mag realistisch sein, weil die meisten amerikanischen Soldaten den ersten Irak-Krieg wohl wirklich wie ein etwas morbides Abenteuer-Camp erlebt
haben... mir als Zuschauer gibt das aber irgendwie garnix, was "Three Kings" nicht dreimal besser (und vor allem spannender) gezeigt hat.
Ganz ausgezeichnet fand ich dagegen "Domino", den ich letzte Woche angeschaut habe. Also wer den typischen Tarantino-"True Romance"-Stil und Filme
wie "Snatch" mag, wird sicher seinen Spass daran haben.
"München" ist besser, als ich erwartet hätte.
Eine interessante Parabel auf den ewigen Kreislauf von Terror und Gegen-Terror, ohne Schwarz-Weiss-Malerei, und mit der vielleicht besten Sexszene der
Filmgeschichte. (während der israelische Agent mit seiner Frau Sex hat, wird in Rückblenden das blutige Ende der Geiselnahme von München gezeigt...
Das fand ich wirklich grossartig gemacht.)
Wenn man's nicht wüsste, käme man jedenfalls nicht auf die Idee, dass das von Spielberg ist.
| Zitat |
Ja, genau das hatte ich auch gedacht, als ich den Trailer gesehen habe...
Der Film ist aber erstaunlich hart und von der Stimmung her eher kühl. Es ist ja auch eigentlich eher eine klassische Killer- und Agentenstory als
ein realistisches Drama... da wird schon deutlich mehr gemordet als geheult.
Also es gibt jedenfalls weniger Tränen als in einem durchschnittlichen Nicolas Cage-Film. 
the rock? 
hab mir jetzt "Saw 2" angesehen...
Ist eine brauchbare Fortsetzung, auch wenn ich den ersten Teil, was Atmosphäre und Spannungsaufbau angeht, schon besser fand. Die Fallen und Rätsel
sind ja ganz nett, aber nix, was einen noch vom Hocker haut, wenn man davor den ersten Teil gesehen hat.
Gut fand ich jedoch, dass man nun etwas mehr über die Motive von Jigsaw erfährt, und auch die Überraschung am Ende ist wieder mal prima gelungen,
weil völlig unerwartet. Trotzdem blieb echte Begeisterung bei mir aus. Ist eben alles in anderen Filmen schonmal dagewesen.
hmm hab in letzten tagen direkt ma so von 4-5 interessante filmen gehört. viele finden da grad auf der berlinale statt und halt die filme von george
clooney.
werd mich ma genauer umschaun und evtl habsch dann auch paar namen zur hand 
| Zitat |
Hatte den bereits vor
einigen Wochen in der englischen Version geschaut, da kam der richtig gut rüber. Teilweise kam da schon er Ekel hoch, die Fingernägel waren kurz
davor, sich aufzurollen.. 
Wenn der baden-württembergische Innenminister schon mal vor einem aktuellen Kinofilm warnt, ist das natürlich die allerbeste Empfehlung für
mich.
Daher bin ich dann auch sofort in den Film "Kurtlar Vadisi - Tal der Wölfe" reingegangen. Ein türkischer Actionfilm, der angeblich antisemtisch
sein und die jungen Türken fanatisieren soll.
Das ist aber totaler Quatsch.
Der Film dreht den Spiess einfach nur mal um. Und in Anbetracht von hunderten US-Filmen, in denen Araber als fiese, gefühllose Terroristen
dargestellt werden, halte ich es für durchaus legitim, auch mal nen Film zu zeigen, in denen die amerikanischen Soldaten fiese, gefühllose Killer
sind, die foltern und wehrlose Kinder abknallen.
Zur Story: Ein fieser amerikanischer Gangster (gespielt von Billy Zane aus "Titanic") unterdrückt die irakische Bevölkerung und hetzt Kurden,
Turkmenen und Iraker gegeneinander auf, um an deren Land zu kommen. Ein paar türkische Geheimagenten, die mit dem Schurken noch eine Rechnung offen
haben, versuchen, ihn daran zu hindern.
Ach ja, und das Abu Ghraib-Gefängnis kommt auch kurz vor. Dort entnimmt ein Arzt von den Gefangenen Organe, um sie dann an wohlhabende Kranke in
Israel und Amerika zu verschicken.
Das ist dann aber auch schon der einzige Bezug zu Israel. Dem Film deshalb Antisemitismus vorzuwerfen, ist eine ziemliche Überreaktion, in anbetracht
dessen, wie rassistisch es in US-Filmen zuweilen zugeht.
Der Film spricht sich ausserdem deutlich gegen Entführungen, Terror und Selbstmordanschläge als Mittel der Politik aus und weist darauf hin, dass
dies nicht dem Willen Allahs entspricht. So gesehen giest der Film nicht noch mehr Öl ins Feuer, sondern wirbt bei seiner Zielgruppe eher für mehr
Geduld und Vernunft.
Das einzige, was mich wirklich genervt hat (vor allem in der ersten Viertelstunde) ist der extreme türkische Patriotismus. Ihre Nation ist denen ja
noch heiliger als der Koran und Mohammed... das ist dann doch sehr befremdlich und wirkt auf aufgeklärte Gemüter ziemlich lächerlich.
Sehr witzig dagegen: Wo sonst in anderen Filmen fanatische Terroristen zu Allah beten, kniet der US-Schurke hier in einer Szene vor einem
Jesus-Kreuz und verspricht seinem Herrn, dass er für ihn ein Friedensreich auf Erden errichten möchte.
Als Fazit würde ich sagen:
Ein interessanter Film für alle, die harte Action mögen und gerne mal die Sichtweise der "anderen Seite" kennenlernen wollen.
"Kurtlar Vadisi - Tal der Wölfe" ist dabei für türkische Verhältnisse extrem aufwändig und kommt von der Profesionalität her durchaus an
vergleichbare Filme aus Amerika heran. Nicht umsonst sind mit Billy Zane und Gary Busey ja auch zwei namhafte Nebendarsteller mit von der Partie.
Der Film ist türkisch mit deutschen Untertiteln, und dürfte schon in dem einen oder anderen grösseren Kino laufen.
Natürlich darf man aber kein realistisches, der Völkerverständigung dienendes Kunstwerk erwarten. Es ist in erster Linie ein unterhaltsamer,
exotischer Actionfilm, mit nicht viel mehr Hirn als nötig ist, um die Handlung voranzutreiben und es gegen Ende ordentlich krachen zu lassen. Aber
das immerhin schön solide und handgemacht, ohne peinliche Computertricksereien und ähnliches.
Frage:
Lohnt sich das denn, da hineinzugehen, wenn man sonst eigentich gar keine Action - Filme mag?
An sich ist das ja sicher mal interessant, mal einen Film durch die andere Seite gemacht zu sehen, aber wenn das ansonsten so Rambo - mäßig
abläuft, wäre mir das Geld an sich zu schade.
Ich frag´mich das gerade, weil, wenn Stoiber den schon verbieten lassen will in Bayern, dann solte man sich das vielleicht mal anschauen, um dann zu
überlgeen, was man dann noch ales konsequenterweise verbieten lassen sollte. Auf der anderen Seite bin ich sowieso gegen jede Art von Indizierung und
Altersbeschränkung und Zensur sowieso, dafür brauch´ich mir ´n Film nicht anzuschauen, der mich evtl. nur langweilt.
Also es ist jetzt nicht so ein hirnloses Endlos-Geballere... Etwas hirnlos fand ich nur den hin und wieder zum Vorschein kommenden türkischen
Nationalstolz, und dass Gut - und Böse eben ziemlich eindeutig verteilt sind und die amerikanischen Soldaten stellenweise vielleicht etwas zu sehr an
bös dreinschauende, muskelbepackte Wrestler erinnern.
Interessant dagegen ist z.B. die Erfahrung, in einem nahezu ausverkauften Kino voller türkischer Mitbürger zu sitzen... vor allem, wie sie dann
plötzlich alle begeistert applaudiert haben, als der Böse am Ende das Zeitliche gesegnet hat... DIe gehen bei den Filmen eben noch so richtig
mit..
Ob sich's für dich lohnt, kann ich jetzt aber auch nicht so eindeutig beantworten. Nimm halt deinen türkischen Freund mit... 
Mit meinem Männe???
Bloß nicht. Der ist ja auch nur Halbtürke und zur anderen Hälfte Niederländer, und das ist ja an sich schon etwas schizophren.
Naja, @Schwarzlicht, sollen wir uns den Film mal antun, wenn Du jetzt demnächst in Mülheim bist?
Habe mir gerade Stay angeschaut (http://www.filmstarts.de/kritiken/Stay.html), den Inhalt kann ich schlecht in Worte fassen..
Es geht um einen Psychologen und seinem Patienten. Der Patient, in dem Film heisst er Henry, will sich in 3 Tagen umbringen. Der Psychologe Sam will
das natürlich verhindern und tut alles dafür.. Mit der Zeit bringt er Realität und Vorstellung immer mehr durcheinander, das Ende ist auch nicht
wirklich klar..
Der Film hat mich zum grübeln gebracht, ich kann den Streifen nur wärmstens empfehlen.
Das hört sich auch nett an, wenn der schon mit "Mulholland Drive" verglichen wird, könnte ich mir den eigentlich eher mal anschauen, als diesen
türkischen Actionfilm.
Eyy, @Schwarzlicht, wie wäre es? Soll ich mal schauen, wo der hier in der Gegend läuft?
@ Arne: Ja gerne. Hab ich ja auch schon im anderen Thread geschrieben dass der Film mich interessieren würd.
Noch P.S. dazu: Der wird mit vier Filmen verglichen, drei davon kenne ich und finde sie auch gut bis sogar sehr gut (wird nämlich auch mit zwei Lynch - Filmen verglichen: Mulholland drive und Lost Highway, ganz exzellente Dinger sind das.)
Die werd ich mir bei Gelegenheit mal anschauen. Mulholland Drive hört sich ja schon vielversprechend an.
Von Lost Highway muß ich insofern abraten, als man den wirklich nur dann schauen kann, wenn man möglichst wenig Probleme mit seiner eigenen Identität hat. Ich hab´den kurz nach meiner Hirnblutung gesehen und hatte danach den Eindruck, selber allmählich mich zu spalten.
Habe mir gestern zur Ablenkung The Weather Man reingezogen, ebenfalls mit Nicolas Cage.. Ist ne Geschichte über nen Wettermann, der neben seinem
Karriereaufstieg versucht, sein eigenes Leben inkl seiner Ehe und der Verbindung mit seinen Kindern zu retten.
Teilweise richtig traurig, teilweise höllisch witzig.. Ist n super Film geworden, kann ich nur empfehlen
.
@ Arne: Dann werd ich mir den Lost Highway mal für gute Zeiten vornehmen.
@ Jan: The Weather Man hört sich eher an wie eine Komödie. Ist er denn wenigstens ein bischen krank ?
Ja doch.. Teilweise ist die Hauptfigur durchgeknallt und rastet aus.. Man hat was zum schmunzeln, mir hats gefallen.. 
ich hab mir eben lost highway angesehn. nach knapp 40 minuten hab ich erstmal kurz bei imdb.com nach dem plot gesucht, weil ich nicht wusste, was der
film von mir will. am ende war ich dann halbwegs beruhigt, dass es darum garnicht geht
auf jeden fall interessant, weil ich sowas in der art noch nie gesehen hatte.
"Mulhollanddrive" von Lynch ist noch´n bißchen undurchschaubarer.
Obwohl ich fand, daß man, wenn man "Lost Highway" zu Ende guckt, das raffen kann, worum es geht, aber erst mal zu Ende schauen, @hopeless, bevor
man googelt oder so.
Bei der Szene mit dem Bild habe ich das gemerkt, wo die Polizisten (= Realität) das blonde Mädchen nicht sahen, das aber der Akteur (= Schizo)
gesehen hat. Und dann fiel mir auch wieder ein, daß der das Mädel gefragt hat, ob es und die Schwarzhaarige dieselben waren.
Und beim Ende, als der klingelt, um zu sagen, "Dick Laurant is dead", da ist ja wohl alles klar gewesen.
Ist bei Lynch so, daß man sich das auch öfters zweimal anschauen muß, um alles zu begreifen.
Btw.: Weiß jemand, ob es Twin Peaks auch in der synchronisierten Form irgendwo gibt. (sind 30 Folgen plus Pilot - und Endfilm,, @hopeless, da hast Du
was zu tun, bis Du es begriffen hast!)
ich hatte mal ne sehr schlüssige interpretation von mullholland drive die soweit eigentlich alles abgesegnet hat. wie lynch aber selbst sagt, gibt es
immer mehrere betrachtungsweisen und keine ist zwangsläufig richtig oder falsch.
@twin peaks
joa die gibts als dvd zu kaufen also die serie. hab da mal durch zufall den pilot geguckt und das hat mir schon beinah gereicht *g*
arne, ich weiß nicht ob das ziel des films war, dass der zuschauer versucht, das als in sich geschlossene geschichte zu "raffen". ich lass dem einfach noch ein bisschen künstlerischen freiraum :] so wie der ganze film schon "aussieht", soll er wohl auch hauptsächlich emotional rüberkommen. whatever.
Korrekt ist, daß Lynch nicht aus dem Filmgeschäft oder aus dem Drehbuchgeschäft kommt, sondern eben aus der Malerei.
Insofern sind mit Sicherheit KAMERAeinstellungen manchmal sehr wichtig für den Film. (Also, mit Kameras hat´s auch was zu tun. Zumindest "Lost
Highway".)
Idealfall wäre insofern, daß man erst den Film mal richtig genießt (was schon ein bißchen schwerfällt bei "Lost Highway") und sich dann
Gedanken macht, was das eigentlich sollte. Schon richtig, @hopeless.
Deshalb versteh´ich ja auch nicht, wieso man den Film nicht einfach mal erst in Ruhe anschaut, sondern schon während des Films anfängt zu denken.
Und insofern kannst Du Filme von Lynch fünfmal sehen, da wird immer was anderes rauskommen, da werden Dir immer wieder Sachen auffallen, die Dir
vorher nicht klar waren und jeder wird es auch anders annehmen.
Da hat @Soul schon recht, daß das sehr viele Interpretationsmöglichkeiten immer liefert.
das ding war einfach, dass ich den recht ahnungs- und planlos angegangen bin und dann schon erstmal wissen wollte, was das so ungefähr fürn film werden soll.
[QUOTE]schon erstmal wissen wollte, was das so ungefähr fürn film werden soll.[/QUOTE]
hehe ich glaub das ist so der größte fehler den man bei nem lynch film machen kann 
wie schauts denn mit blue velvet und wild at heart aus? :13:
ich hab auch keine ahnung von lynch. ich hab den ja auch hauptsächlich runtergeladen, weil arne so mit seinem identitäts-trip angegeben hat 
In "Wild At Heart" ist diese Engelserscheinung genial, ansonsten zwar ganz schön, aber auch etwas schwächer als die anderen.
"Blue Velvet" ist Klasse, das darf man aber auch nicht mit Unterbrechung schauen. Da ist einfach schon der Anfang genial gemacht.
Tipp für Dich, @hopeless:
Wenn Du mal gar nichts mehr verstehen willst, dann nimm´das Erstlingswerk:
"Eraserhead". (und gegen Ende ´ne Kotztüte besser mal!)
arne wie hast du denn die zahlreichen zauberer von oz ansätze "interpretiert" ?
Um mal zum Thema zurückzukommen:
"Hostel" - Ein paar sexbesessene amerikanische Studenten reisen durch Europa, immer auf der Suche nach einem guten Fick, und landen schliesslich in
einem slowakischen Folterkeller, in dem reiche Geschäftsleute gegen Bezahlung ihre sadistischen Leidenschaften ausleben können.
Den Film kann ich allen empfehlen, denen die harten Horrorfilme der letzten Zeit (von "Saw" über "The Devils rejects" bis zu "the hills have
eyes") zu übertrieben und unrealistisch waren, als das man sie wirklich hätte ernst nehmen können.
"Hostel" fängt zwar an wie der übliche Teenie-Horror, wird aber in der zweiten Hälfte schmutziger, härter und vor allem glaubwürdiger als die
meisten anderen Filme dieser Art. Hier gibt es keine Geisterfrauen, Dämonen, durchgeknallte Serienkiller oder teuflische Fallen.
Da ist einfach nur eine leerstehende Fabrik, in der dich bullige Wärter auf einen Stuhl fesseln, und dann wirst du von zahlungswilligen Perversen zu
Tode gefoltert. Das ist so simpel, dass es schon wieder wunderbar originell ist. Weshalb mich der Film vor allem zum Finale hin dann auch richtig
gepackt hat... und das ist bei dem derzeitigen Horror-Ausverkauf irgendwie nur noch selten der Fall.
@Soul:
Die "Wizard of Oz" - Geschichte entspricht aus irgendwelchen Gründen eher einem amerikanischen Mythos.
Ich konnte auch mit dem "Wizard of OZ" nie was anfangen, deswegen sind die ganzen Andeutungen da für mich zu unklar.
Aber wir sollten lieber in einem eigenen Lynch - Thread weiter diskutieren, um nicht @Dians Zorn zu erregen.
@Dian.
Hört sich nett an. Ist denn auch irgend ein Tiefgang darin? Oder bleibt es eher oberflächlich gruselig?
Also "Tiefgang" würde ich jetzt nicht unbedingt dazu sagen. Es ist ne sehr geradlinig erzählte Geschichte, handwerklich solide gemacht, aber auch
nicht so, dass es jetzt in irgendeiner Sparte ein Kandidat für die nächste Oscar-Verleihung wäre.
Schauspielerisch ist zumindest die Leistung der Psychopathen nett anzuschauen, die Hauptdarsteller sind dagegen eher die üblichen Durchschnittstypen
mit der Lizenz zum Abgeschlachtet-werden.
Ach ja, produziert wurde "Hostel" übrigens von Quentin Tarantino, was ja an sich schon ein Qualitätsmerkmal ist. Trotzdem ist der Film letztlich
was für Leute, die es gerne etwas härter und gnadenloser haben... und nicht, um darin nach irgendwelchen WIzard of Oz-Anpielungen oder ähnlichem zu
suchen. 
| Zitat |
hostel ist einfach stumpf und brutaler müll @arne 
dian umschreibt das irgendwie zu lieb :p und quentin hat nur seinen namen draufgepappt aber nix mit dem film selbst zu tun. quentin macht bessere
sachen :p
Naja, aber Quentin liebt bekanntlich Filme, und ich glaube, wenn es überhaupt eine Person im Filmgeschäft gibt, die ihren Namen nicht für etwas
hergibt, das sie eigentlich total scheisse findet, dann ist das Tarantino.
Also "stumpfer und brutaler Müll" mag Hostel sicherlich irgendwo sein. Aber das kann man genauso über "Texas Chainsaw Massacre" oder "Freitag
der 13." sagen. Trotzdem gelten diese Filme heute unter Fans als Meilensteine der Filmgeschichte.
Dass irgendwer mit "Hostel" glücklich wird, der sonst lieber Filme von Wim Wenders oder Woody Allen anschaut, habe ich ja nie behauptet. 
Ich habe noch nie was von Wenders gut gefunden.
Und von Allen finde ich eigentlich auch nur "Purple Rose of Cairo" ganz nett.:22:
also TCM und freitag der 13. sind ja mal net ganz so die gleiche kategorie find ich dian. allein schon was brutalität angeht. freitag ist halt kult
horror und tcm ist so der typische geiler name, schwachsinniger film jeder mags 
naja ich bin ja netmal der große feind von brutalem stuff aber irgendwie naja. in letzter zeit wird das ja irgendwie ziemlich ausgeschlachtet imho.
Endlich mal wieder ein Film, den ich sehr empfehlen kann:
"BROTHERHOOD" (originaltitel: Taegukgi, oder so ähnlich)
Ein koreanischer Kriegsfilm, der es tatsächlich in die deutschen Kinos geschafft hat.
Dass koreanische Filme qualitativ hochwertig sind, sollte sich ja inzwischen rumgesprochen haben.
Dieser hier handelt von zwei Brüdern, die zwangsweise in den Koreakrieg eingezogen werden, und dann richtig tief ins blutige Gemetzel geraten. Man
könnte auch sagen, es ist die koreanische Variante von "Bullet in the head". (der ja bekanntlich zu meinen absoluten LIeblingsfilmen zählt.)
Aufwändiger Heroic-Bloodshed im Stil von John Woo... Also viel Emotionen und noch mehr Gewalt.
Vor allem die letzten 30 Minuten, in denen sich die beiden Brüder dann auch noch mit den eigenen Leuten anlegen und am Ende auf verschiedenen Seiten
stehend im Kriegsgetümmel aufeinandertreffen, bietet genau die gleiche Mischung aus dramatischen Entwicklungen und spektakulärem Blutvergiessen, die
ich an "Bullet in the head" so liebe.
Wem allerdings schon bei "Soldat James Ryan" oder "Windtalkers" zu viel gestorben wurde, der sollte von "Brotherhood" besser Abstand nehmen.
Hab da neulich auf sonem komischen bayrischen Sender ne Kritik drüber gesehen und im Netz eine gelesen. Werde mir den auf jeden Fall anschauen, das was ich gesehen habe, war super und gut gemacht.
Irgendwie glaube ich nicht daran, dass der bei dir auf der Insel laufen wird... 
| Zitat |
Ich weiß immer noch nicht, was ich von Old Boy halten soll, aber auf jeden Fall ist der sehr abgedreht, und es kann nichts schaden ihn mal gesehen zu
haben.
@arne: Ja, ich weiß, du findest ihn sicher nicht so abgedreht, da man am Ende zumindest halbwegs die Handlung verstanden hat.
Ich geh doch nich ins Kino..
Da sind die Sitze sowieso nich so passend
gemacht für lang- und dickgebaute Menschen wie meiner einer ^^
Tja, der "Old Boy" kam letztens mal ganz unspektakulär nachts im ARD und wurde sogar noch ne Viertelstunde nach hinten verschoben, weil gerade die
Deutschen gegen Polen gewonnen hatten - schade, wenn man da die falschen Prioritäten hatte 
Der "Brotherhood"-film klingt gut, würde nur leider ne 6stündige Reise für mich bedeuten.
Wie ich sicher schon gesagt habe, Kinos mit vernünftigem Programm sind einer der wenigen Vorteile zivilisierter Gegenden.
Ja, "Old Boy" hat was. Seit ich den gesehen habe, verspüre ich das unstillbare Verlangen, mal einen lebendigen Tintenfisch zu essen. 
Vom selben Regisseur und auch empfehlenswert sind übrigens die Filme "Joint Security Area" und "Sympathy for Mr. Vengeance". Und dann gibts jetzt
auch noch "Sympathy for Lady Vengeance", aber den hab ich noch nicht in die Finger bekommen..
| Zitat |
Einfach toten Tintenfisch in Olivenöl braten. Der springt Dir aufgrund der Saugnäpfe so durch die Küche, als wäre er mehr als lebendig.
Scheint ein prima Monat für Fans von guten Actionfilmen zu werden....
Ab heute im Kino:
"Revenge of the Warrior". Die inofizielle Fortsetzung von "Ong Bak".
Und das bedeutet: Pflicht für jeden, der auch nur ein bisschen was mit Martial Arts anfangen kann.
Die Handlung um einen jungen thailändischen Bauern, der seinen entführten Elefanten aus der Stadt zurückholen will, ist natürlich völlig
nebensächlich. Dafür sind die Kampfszenen das Beste, was es seit Ewigkeiten auf der Leinwand zu sehen gab, und dabei gelingt dem Film sogar noch
einmal eine Steigerung zu "Ong Bak".
Das schöne daran: Es ist alles "echt". Die Elefanten, die Explosionen und vor allem die vielen Prügeleien. Besonders spektakulär die Szene im
Kasino, in der die Kamera den Helden minutenlang bei seiner Zerstörungstour verfolgt, ohne ein einziges mal abzusetzen. Da staunt man dann nur noch
ehrfürchtig... und denkt nicht mehr darüber nach, dass der Held ausser "Wo ist mein Elefant?" im ganzen Film eigentlich kaum einen vernünftigen
Satz sagt. *grins* Zu geil.
Endlich läuft mal wieder ein empfehlenswerter Film im Kino.
"Adams Äpfel", eine geistreiche Komödie aus Dänemark. Der Film handelt von einem geradezu krankhaft optimistischen Pfarrer, der einen frisch aus
dem Knast entlassenen Neonazi bei sich aufnimmt, um ihn zu resozialisieren. Der Nazi wiederum ist von den Bemühungen des Pfarrers zunehmend genervt
und sieht es daraufhin als eine art sportliche Herausforderung an, das positive Weltbild des Pfarrers zu erschüttern.
Den Zusammenprall dieser beiden völlig gegensätzlichen Charaktere zu beobachten, ist einfach witzig. Wer Filme wie "In China essen sie Hunde",
"Old men in new cars" oder "Dänische Delikatessen" kennt, wird wissen, wieso: Schwarzer Humor ohne Rücksicht auf political correctness, schräge
Loser-Gestalten, und doch kein hirnloser Blödelstreifen im Hollywood-Stil, sondern vom Tempo her eher ruhig und auch mit ernsten, nachdenklichen
Momenten versehen.
Darüberhinaus wird noch eine unverbrauchte, originelle Geschichte erzählt. (Könnte zur Abwechslung auch mal wieder ein Film für Arne sein...)
Also ich hatte jedenfalls meinen Spass. Da man dem durchschnittlichen "Fluch der Karibik"-geschädigten Popcorn-Publikum so eine ungewohnte
Strapazierung der Hirnzellen aber nicht zumuten wollte, läuft der Film wohl nur in kleineren Kinos und leider auch nicht überall.
Weißt Du zufällig von welchem Regisseur das ist?
Denn aus Dänemark kommen ja auch die ganzen Dogma - Filmer mit ihrer Filmtechnik, kurze Schnitte und eher wie ein Dokufilm zu drehen.
Könnte das ganze noch reizvoller machen!
CHILDREN OF MEN
Eine realistische Zukunftsvision vom Europa in der nahen Zukunft. Die Menschen sind durch eine unbekannte Krankheit unfruchtbar geworden (ach ja,
schön wär's...), in England regiert mal wieder ein faschistisches Regime, und Terroranschläge und Polizeikontrollen gehören zum Alltag der immer
älter werdenden Bevölkerung.
Dann wird eine illegale Einwanderin schwanger, und ein ehemaliger Aktivist versucht, sie ins sichere Ausland zu bringen, während er sowohl von der
Regierung als auch von einer Gruppe unfreundlicher Widerstandskämpfer verfolgt wird.
Fand ich mal einen ganz guten Film, denn abgesehen von der wohl eher unwahrscheinlichen plötzlichen Unfruchtbarkeit der Menschheit ist das Szenario,
wie Europa in 20 Jahren aussehen könnte, sehr realistisch geworden. Eben alles ein bisschen heruntergekommener als heute, mehr Terrorangst, mehr
Überwachung, Hetzjagden auf illegale Einwanderer, riesige Auffanglager für Flüchtlinge...
Der Film ist auch kein Actionfilm im eigentlichen Sinn, auch wenn sich die Story etwas nach 80er Jahre-Endzeitfilm anhört. Also kein Held, der
ständig rumballert oder sowas. Der Held ist eher so ein Durchschnittstyp, der jedermann sein könnte...Das wirkt alles sehr glaubhaft, weshalb der
Film auch eine ziemliche Spannung entwickelt und einen irgendwie mitreißt.
Allerdings ist das Ende dann für meinen Geschmack eine Spur zu kitschig geraten. Zwar nicht so kitschig, dass es weh tut, aber doch vielleicht etwas
zu hoffnungsvoll, verglichen mit dem, was man in den anderthalb Stunden davor gesehen hat.
Trotzdem... wenn der Film irgendwann in den 70er Jahren entstanden wäre, so zu Zeiten von "Der Omega-Mann" oder "Flucht ins 23. Jahrhundert",
wäre das sicher ein Klassiker geworden, den man kennt. Heute hingegen geht der Film wohl total unter, niemanden interessiert eine solch
pessimistische Zukunftsvision... stattdessen kommt jede Woche ein neuer Animationsfilm mit niedlichen Tieren und mindestens zwei Beziehungskomödien
in die Kinos.
Wahrlich, die Zeiten ändern sich. Heile Welt ist wieder "in". Machmal könnte man da ja fast meinen, wir befänden uns in der Endphase eines
Weltkrieges und Goebbels wäre wieder für die Filmauswahl zuständig. :D
Und noch ein Nachtrag, auch wenn's schon eine Weile her ist:
CRANK
Ein herrlich drogen- und gewaltverherrlichender Killerfilm, ganz politisch unkorrekt und wie von Tarantino gemacht (obwohl der ausnahmsweise garnix
damit zu tun hatte..) Einer meiner absoluten Favoriten in diesem insgesamt eher schwachen Kinojahr, allerdings sicher nix für die Mehrheit hier im
Forum.
Und @ Arne: keine Ahnung, wer der Regisseur von "Adams Äpfel" ist. Aber googeln kannst du ja sicher selber. Nach einem Dogma-Film sah es mir nicht
aus, ist aber trotzdem irgendwie typisch dänisch.
'Casino Royale' kann man schauen. Mr. Craig ist durchtrainiert, redet wenig, und noch kaum affektiert. Aber das paßt eben perfekt zum eigentlich
ersten Bond. Außerdem gibt's Dialoge wie noch in keinem Bond - und das ist nicht abwertend gemeint. Eva Green - wie ich gehört habe, die Tante aus
'Königreich der Himmel' - ist tatsächlich kein herkömmliches Bond-Girl. Und auch das, äh, ist positiv...
Dazu kommt, dass es ziemlich brutal zugeht, und der olle Craig auch auf eher unschöne Weise gefoltert wird (die Szene wurde wohl gekürzt).
Sollte man sich schon ansehen, wenn man Bond mag (oder auch nur kennt) ;-).
naja... als realistischer Agentenfilm gibt "Casino Royale" ja durchaus eine brauchbare Figur ab.
Aber als Bond??
Für mich gehören zu einem Bondfilm durchgeknallte Schurken, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen, abgefahrene technische Spielereien und
generell etwas mehr spektakuläre Action. (die Verfolgungsjagd auf der Baustelle am Anfang war ja echt cool, aber das war wohl schon so ziemlich der
Höhepunkt, was die Action angeht.)
Ein Doppelnull-Agent sollte meines Erachtens keine schwächlichen Bankiers jagen, sondern Schurken vom Kaliber eines Goldfingers oder Blofelds.
Aber gut, wem manche Bondfilme der Vergangenheit zu übertrieben waren, der kommt bei "Casino Royale" sicher eher auf seine Kosten als so ein alter
Moonraker-Fan wie ich.
Hätte noch sagen sollen, dass ich's ganz gut finde, dass es gegenwärtig 'n bißchen weniger größenwahnsinnig zugeht. Irgendwie wurden ja die
Weltherrschaftsirren zu witzig, sonst hätte Roger Moore ja nicht Bond und das ganze Konzept ironisch gebrochen.
Und der technische Schickschnack wurde dieses Mal auch fast auf Null gefahren, weil das eigentlich auch schon mehr als ausgereizt war. Die unsichtbare
Karre war doch in 'Die another Day', oder?
Ein Bond, der Leute einfach umbringt, hat meines Erachtens auch was ;-).
Ich gebe aber zu, auch ein 'Moonraker'-Fan zu sein, obwohl der ja in Bond-Kreisen doch eher umstritten ist...
Ah, noch 'n Nachtrag: Konzeptuell ist man mit 'Casino Royale' auch näher an den Ursprüngen, waren ja Dr. No und später Blofeld mit seinem
Spectre eigentlich profitgierige, irre Terroristen - Weltherrschaft war irgendwie ein Endziel, wichtiger waren aber Terror, Erpressung und, äh, Mord.
Dafür steht die Organisation ja auch irgendwie...
Könnte mir also durchaus vorstellen, dass es mit Craig auch irgendwie in die Richtung weitergeht.
Moonraker war auch der erste Bond, den ich gesehen habe. Was war denn an dem umstritten?
Außerdem hat Lars von Trier angekündigt, demnächst mal einen Bondfilm zu drehen, aber mit 'nem schwulen Bond.
Wenn der auf'm Markt ist, geh' ich rein.
Aber von Trier will viel machen und macht dann doch nix.
| Zitat |
So, gestern hab ich mir mal "Mein Führer" angeschaut...
Mit Helge Schneider und dessen Humor kann ich normalerweise überhaupt nix anfangen, aber ich finde, der Film geht durchaus in Ordnung... eben, weil
es nicht der typische Helge-Schneider-Humor ist, wo die Pointe ja meist nur daraus besteht, dass es keine Pointe gibt.
Für eine Komödie gibt es in "Mein Führer" vielleicht insgesamt etwas wenig zu lachen.. also die Geschichte, die erzählt wird, hat klar Vorrang
vor irgendwelchem Klamauk. Aber eben diese Story vom jüdischen Schauspieler, der angeheuert wird, um in Hitler die verflogene Leidenschaft wieder zu
entfachen, und seinen daraus resultierenden Gewissensbissen, ist es, die den Film interessant macht und ihn mehr sein lässt als nur eine platte
Hitler-Parodie.
Wobei ich sagen muss, dass Hitler in dem Film nicht wirklich böse rüberkommt, sondern eher bemitleidenswert, tragisch, und manchmal fast schon ein
bisschen sympathisch... Also mit dem unberechenbaren Hitler aus "Der Untergang" hätte ich definitiv nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen wollen..
aber der von Helge Schneider gespielte Hitler hat irgendwas freundliches, nettes an sich, dass man ihn manchmal fast schon knuddeln möchte (vor allem
in der Szene, wo er nachts nicht schlafen kann und dann wie ein kleines Kind zu dem jüdischen Ehepaar ins Bett steigt, oder bei seinem heimlichen
Ausflug mit Blondie..)
hmm... also für Leute, die alles, was sie sehen für bare Münze nehmen, ist der Film definitiv nicht geeignet. Aber wer den nötigen Abstand auch zu
diesem unerfreulichen Kapitel der Geschichte hat und das Gesehene richtig einzuordnen vermag, der kann mit dem Film durchaus eine kurzweilige Zeit
verbringen. Gelangweilt habe ich mich jedenfalls nicht. (und dass ich mich beim Betrachten von einem deutschen Film mal nicht langweile, kommt
wahrlich nicht all zu häufig vor...)
endlich höre ich mal eine stimme über diesen film der ich vertraue, die medien sind da mal wieder ebenso zerstritten, wie die politiker und
"insider", ich persönlich werd auch mal in den film gehen, aber so bald ist das nicht so wahrscheinlich...
ach ja@pantheist: zu deiner letzten zeile: mir ist egal, woher der film kommt, hauptsache, er ist gut^^
@jan, ääähhh... ...bist du jetz schon völlig verpeilt, ich hab noch nich einen satz in diesem thread hier gepostet, nie behauptet ich finde bestimmte filme aus bestimmten ländern blöder als andere und hab deinen post hier eigentlich nur durch zufall gelesen :D.
@pantheist: ähhhhhhhhh...das sollte eigentlich nur ein schlechter scherz sein, mal wieder^^ ich weiß, das du filme nicht nach ihrer herkunft
beurteilst^^
aber du hast meinen post gelesen, oder?^^ (wieder ein sclechter scherz, bitte keine rückmeldungen)
ähm, lass deine komischen "witze" bitte, mehr sag ich dazu nich ^^.
Müsste noch im Kino laufen:The Grudge 2 (der Fluch)
Horrorfilm-In einem Haus in Japan wurde eine Frau und ihr Sohn von ihrem Ehemann(Vater) ermordet und der Geist der Mutter und ihres Sohnes töten
jeden der das Haus betritt.So die Vorgeschichte.
Im zweiten Teil wird der Fluch aufgeklärt,wie es dazu kam und warum er sich ausbreitet.
Fazit: die Story ist zwar nicht ganz was neues wenn man mit anderen Horrorstreifen vergleicht aber er ist sehr gut umgesetzt und als permanenter
Gruselfilm Beobachter muss ich sagen das dieses ekelhaft Gurgelnde Geräusch der Mutter mir jedesmal einen Schauer den Rücken hochjagt.
Hannibal Rising
Das Film hat mich angenehm überrascht. Vor allem deshalb, weil er, obwohl er von der Jugend des Serienkillers Hannibal Lecter erzählt, im
eigentlichen Sinn gar kein Serienkillerfilm ist.
Vielmehr erzählt er eine blutige, aber nie primitive Rachestory vom jungen Hannibal Lecter, dessen Schwester im Litauen des Zweiten Weltkriegs von
ein paar hungrigen Nazischergen ermordet und aufgegessen wurde.Jahre später macht sich Hannibal dann auf die Suche nach den Tätern und schickt einen
nach dem anderen zur Hölle... dabei erinnert er eher an eine brutalere Version von Batman oder an Eric Draven aus "The Crow" als an den Hannibal
Lecter, den man bisher zu kennen glaubte... also er ist definitiv mehr tragischer Held als sympathischer Fiesling.
Auch meine Skepsis bezüglich der Einzigartigkeit von Anthony Hopkins Darstellung des Hannibal Lecter war unbegründet. Der neue, junge Schauspieler
spielt vorzüglich, hat nen richtig schön irren Blick drauf und scheint wirklich genau der richtige für diese Rolle gewesen zu sein.
Wer also einen harten, spannenden Film sehen will, der trotz des jungen Darstellers nicht im Teenie-Horror-Gewand, sondern als "erwachsener" (im
positiven Sinn) Selbstjustiz-Thriller daherkommt, dem kann ich "Hannibal Rising" wirklich empfehlen.
Und von "Hostel 2" hab ich noch nen witzigen Trailer gesehen... da darf man als Splatterfan wohl schon mal gespannt sein..
http://www.youtube.com/watch?v=AuBrME39Sn8&mode=related&search=
eine gute und eine schlechte erfahrung *g*
zuerst die schlechte:
rocky balboa ist totaler müll... ok ich schätze hier im forum gibts weniger sylvester stallone fans oder so, aber musste mal gesagt werden hehe.
nun zum guten teil:
BABEL
hammer film! einfach nur genial. leute die amores perros oder 21 gramm gesehn haben kennen den regisseur (alejandro gonzales inarritu) und auch seine
machart. es werden 4 geschichten parallel erzählt die aber alle durch ein einschneidendes erlebnis verknüpft sind. in babel ist es ein schuss auf
einen touristenbus.
also wer auf verschachtelte, gute storys steht und nich happy end geil ist, dem sei babel und inarritu generell wärmstens empfohlen. 
Volle zustimmung, was Rocky Balboa angeht...
um der guten alten Zeit willen habe ich ihn mir angetan. Aber das ist wirklich ein ganz und gar klägliches Machwerk ohne jedes Anzeichen von
Spannung. Ist vielleicht was für Rentner, die zu viel Aufregung nicht mehr verkraften. Dass der Film überall so gute Kritiken bekommt, kann ich mal
überhaupt nicht nachvollziehen.
Gerade deshalb bin ich aber jetzt sehr gespannt auf Rambo 4, weil ich mir ehrlich gesagt überhaupt nicht vorstellen kann, wie so ein fetter,
aufgequollener Stallone mit langen Haaren und Maschinengewehr aussieht... entweder, das wird die totale Lachnummer, oder der Film wird richtig
originell.
So, jetzt aber auch von mir was ganz und gar Positives:
"Pans Labyrinth"
Der beste Film, den ich seit vielen Monaten gesehen habe.
Da denkt man anfangs noch, "ach ja, das wird wohl so ein netter Kinderfilm wie die unendliche Geschichte oder Narnia"... ein kleines Mädchen, das
aus ihrem unerfreulichen Alltag während des spanischen Bürgerkriegs in eine Fantasiewelt flüchtet, in der sie eine Prinzessin ist...
tja, und dann wird man plötzlich Zeuge, wie der Stiefvater des Mädchens (so ein fieser Faschisten-Offizier) einen Gefangenen richtig übel zu tode
prügelt. Und die bizarren Kreaturen, denen das Mädchen in der Fantasiewelt begegnet, scheinen im Vergleich zu "Alice im Wunderland" auch eher aus
irgendwelchen Splatterfilmen von Peter Jackson zu stammen.
Die Mischung aus Kriegsfilm, Jugenddrama und Fantasy/Horror ist einfach faszinierend und einzigartig.
Zumindest fast einzigartig, denn vom selben Regisseur stammt auch "The devil's backbone", der ebenfalls ziemlich originell eine Geistergeschichte
zur Zeit des spanischen Bürgerkriegs erzählt hat.
"Pans Labyrinth" ist ein Märchenfilm. Aber kein Kinderfilm. Und es ist mal wieder einer der wenigen Filme, die ich nicht nur den Fans eines
bestimmten Genres, sondern wirklich jedem hier ans Herz legen kann.
Das ist kein Hollywoodkitsch. Es ist ein spanischer Film, der zwar in Sachen Aufwand und Effekte mit jedem Hollywoodfilm mithalten kann... aber im
Gegensatz zu den meisten amerikanischen Produktionen wurde der Film definitiv von jemandem gedreht, der dem Publikum eine Story zu erzählen hat, und
nicht nur um des schnöden Geldes willen. Und das Ende des Films ist auch ganz anders ,als es in einem Hollywood-Familienfilm jemals denkbar wäre.
Mehr will ich gar nicht verraten. Schaut ihn euch an.. ich bin mir fast sicher, ihr werdet es nicht bereuen.
Noch ein kurzer Trailer dazu, der nicht zu viel offenbart:
http://www.youtube.com/watch?v=Q5d4f1nyLgg&mode=related&search=
Wie heißt der Regisseur denn genau?
Hab' ich da im Trailer nicht lesen können.
Immerhin sind spanische Filmregisseure neben britisch-amerikanischen und in letzter Zeit evtl. noch dänischen die besten der Welt seit Bunuel schon!
| Zitat |
@ Arne:
| Zitat |
Nä, der Name sagt mir jetzt konkret nix, aber scheint ja tatsächlich ganz nette Sachen gemacht zu haben.
vielleicht noch nicht im kino, aber gute filme, deswegen will ich in diese dieses jahr reingehen:
-simpsons, der film
-saw3
-nachts im museum
-fluch der karibik 3
-harry potter 5
habt ihr einen der filme schon gesehen oder von ihnen gehört?
dann bitte ich euch hier um eure meinung^^
| Zitat |
(quelle: xtaster.de)
Beijing Bubbles ist ein Dokumentarfilm über die Punk- und Rock-Szene in Peking, die dort als Subkultur kaum Beachtung findet. Im Mittelpunkt steht
nicht nur die Musik, sondern vor allem das Lebensgefühl der Musiker, die sich im aufstrebenden China Konsumzwang und Leistungsdenken verweigern. Sie
sind Melancholiker, Träumer und Desillusionisten. Weder sind sie Teil einer rebellischen Jugendbewegung noch interessieren sie sich für politischen
Protest. Im Trubel der Millionenmetropole leben sie in ihrer kleinen Welt, in der nur Musik als Lebensinhalt zählt.
Die Berliner Filmemacher Susanne Messmer und George Lindt begeben sich in ihrem Film auf einen Streifzug durch den musikalischen Untergrund von Peking
und begegnen dabei Menschen, die ihnen spontan und selbstverständlich einen offenherzigen Einblick in ihr Leben geben. Sie laden sie in ihren
Proberaum oder ihre Wohnung ein, zeigen ihnen die Gegend, nehmen sie zum Essen oder sogar zum Besuch bei ihren Eltern mit.
Beijing Bubbles begleitet fünf Pekinger Bands in ihrem Alltag: Die Punkband Joyside, die Mädchenband Hang On The Box, die Bluesband Sha Zi, die
Rockband New Pants und die Band T9, die Rock mit traditioneller mongolischer Musik vereint. Obwohl sie sich in Alter und Musikstil stark
unterscheiden, teilen sie eine Grundhaltung: Sie haben sich aus der Welt, in der sie aufgewachsen sind, ausgeklinkt. Sie sagen: „Es bringt nichts,
hart zu arbeiten“ (Joyside), „Wir brauchen Ruhe für die Musik“ (Hang On The Box), „Wir wollen kein Teil dieser Gesellschaft sein“ (Sha Zi),
„Wir sind immer noch Underground“ (New Pants) und „Ich habe mich schon lange zurückgezogen“ (T9). Für die Autoren waren die Begegnungen mit
ihnen eine Art Wiedersehen: „Die Leidenschaft und der Humor dieser Musiker erinnerte uns an Zeiten, als Punk in Europa noch das große Ding war. Wir
hatten das Gefühl, als wäre er jetzt auf die andere Seite des Erdballs gerutscht. Wir sind mit Punk groß geworden, wir haben erlebt, wie er zur
leeren Mode wurde – und waren gerührt, dass sein seltsamer Pathos, sein heiliger Ernst und seine lieben alten Attitüden für uns hier wieder eine
Daseinsberechtigung bekamen.“
Zwischen den Besuchen bei den Bands liefert Beijing Bubbles Eindrücke vom heutigen China und damit vom Umfeld, von dem diese sich abgrenzen: Die
Kamera streift durch Bankenviertel, überfüllte Straßen zur Rush Hour und glitzernde Einkaufstempel, aber auch durch Armenviertel am Stadtrand, wo
Müllsammler und Straßenhändler ums Überleben kämpfen. Restaurants und Karaokebars, in denen sich die chinesische Jugend zu süßlicher
Schlagermusik amüsiert, kontrastieren mit Parks, wo Revolutionslieder angestimmt werden. Peking steht dabei stellvertretend für das gesamte moderne
China – Wachstum und Entwicklung, aber auch enorme gesellschaftliche Diskrepanzen innerhalb einer politischen Ausnahmesituation.
Beijing Bubbles ist ein persönliches und intimes Dokument der Subkultur in China. Auch stilistisch bewegt sich der Film im Geist des Punk-Rock. Da
viele der Aufnahmen im öffentlichen Raum nur mit versteckter Kamera möglich waren, setzen die Filmemacher die direkte, teilweise ruppige
Kameraarbeit als Gestaltungsmittel ein. Beijing Bubbles wirft inhaltlich und formal einen „Schlüsselloch-Blick“ auf das Leben und die
Gesellschaft in Peking. Die authentische Bildsprache fügt sich nahtlos zusammen mit dem unverbrauchten Sound der fünf Bands, der den Film
eindrucksvoll begleitet. Das Ergebnis ist ein nahezu greifbarer Eindruck einer eigenen kleinen Welt inmitten des Gewühls und der Hektik der
Großstadt.
Der Film kommt am 19. April in die Kinos!
Hier der LINK zum Trailer!
Pans Labyrinth ist in der Tat eine sehr empfehlenswerte Kombination aus Widerständler-Drama und Fantasy. Und vor allem keine hohle! Bis jetzt einer
der (wenigen) guten Filme 2007. Und wieder mal ein weiterer Beweis dafür, dass die Oscar-Verleihung eine Farce ist.
Weiterhin empfehlenswert:
The Fountain (Aronofsky -> hat schon Requiem For A Dream und PI realisiert, ein sehr guter Film über das Leben an sich) Der läuft aber soweit ich
weiß schon nicht mehr in den Kinos und lief auch allgemein in eher kleineren, die Filme abseits vom Mainstream zeigen.
Wenn wir schon mal bei Mainstream sind, ich hab mir heute 300 angetan...
Also, wenn man das Hirn ausschaltet kann man natürlich die schönen Bilder betrachten und sich von den toll inszenierten Schlachten mitreißen
lassen. Aber bei den Dialogen sollte man am besten Ohrenschützer tragen, denn die sind hohl ohne Ende. Aber darum geht es in dem Film auch gar nicht.
Eigentlich ist der Hauptaspekt ja einfach nur eine Art künstlerischer Splatter. 
Wenn man mal etwas Seichtes braucht, dann kann man den sich schon mal antun. Aber am besten mit englischer Synchronisation, denn die deutschen
Sprecher... Ähm... Reden wir besser nicht darüber. :D
Ist zwar nicht aktuell im Kino, wurde vor ein paar Monaten aber in einem Programmkino bei mir in der Gegend gezeigt: Lilja 4-ever, von der Machart her
ein typischer "Schock das Publkium"-Film über Kinderprostitution. Aber dieser Film ist anders, ganz anders.
Liegt wahrscheinlich daran, dass der Regisseur es wirklich ernst meint, viel recherchiert hat und sich nicht davor scheut, teilweise auch auf Mittel
des Hollywood-Kinos zurückzugreifen.
Ich war auf jeden Fall von dem genialen Intro an (das kommt anscheinend in jedem Land mit anderer musikalischer Untermalung, in Deutschland kiregt man
Rammstein zu hören) in den Film verliebt und würde jedem empfehlen, der DVD mal nachzuspüren, auch wenn es evtl. nicht ganz leicht ist.
@ Cass3l:
| Zitat |
Noch was zu Guillermo Del Toro:
Keiner sollte sich ein Urteil über ihn als Regisseur bilden aufgrund von Filmen wie Blade II (Der zugegebenermaßen grottenschlecht war), da diese
Auftragsarbeiten nach Plan von großen Hollywood-Studios waren und ihm keinen kreativen Freiraum ließen, zumindest nur sehr wenig. Seine wahren
Qualitäten erkennt man wirklich immer dann, wenn er mal wieder frei Schnauze zwischendurch so einen Kracher wie Pan´s Labyrinth bringt.
Regards
Ab nächsten Donnerstag im Kino: "Full Metal Village", der Film zum Thema interkulturelle Kommunikation zwischen Teufelsanbetern und Papstanbetern.
Gestern abend hat mir ein Bekanner unerwartet noch eine DivX-CD mit dem Film hergebracht und wir haben uns beide köstlich amüsiert. Ist halt eine
typische zurückhaltende Dokumentation im ARTE-Stil, à la "Darwin's Nightmare" oder "We Feed The World", aber teilweise mit Bildern für die
Göttter...ich verrate jetzt nichts mehr sondern zitiere nur noch die offizielle Filmbeschreibung...das ich mir den Streifen nächste Woche noch
mindestens einmal im Kino werd anschauen müssen ist jetzt schon sicher
...
<
Dort grölt Mille Petrozza, der Leadsänger von "Kreator", gerade "ENEMY OF GOD" ins Mikrofon und brüllt etwas vom grenzenlosen Hass, der
Unsterblichkeit des Bösen und von Visionen des Tötens.
Der kulturelle Unterschied zwischen den Bewohnern von Wacken und den aus der ganzen Welt angereisten Heavy Metal Fans kann bei oberflächlicher
Betrachtung nicht größer sein. Hier Spitzenblusen, goldene Kruzifixe und dunkle Einreiher, da schwarze Lederhosen, Nietenhalsbänder, tätowierte
Teufel und schulterlange Haare.
Einmal im Jahr, am ersten Wochenende im August, ist es in dem kleinen schleswig-holsteinischen Dorf Wacken vorbei mit Ruhe und Beschaulichkeit, die
sonst das Leben in der 2000-Seelen-Gemeinde prägt, denn dann findet für drei Tage das Wacken Open Air Festival statt. Angefangen hat das alles vor
17 Jahren in einer Kuhle mit ein paar hundert "Headbangern". In den darauffolgenden Jahren kamen ein paar Tausend. Jetzt ist das Wacken Open Air mit
40.000 Metallern aus aller Welt so etwas wie ein Wallfahrtsort geworden.
"Full Metal Village" setzt sich mit dieser kuriosen, liebenswürdigen Begegnung zweier Kulturen auseinander. Der Film dokumentiert jedoch - über
das temporäre Musikereignis hinaus - das Bild einer ländlichen Gemeinde, deren Identität und deren Zusammenhalt ohne das Heavy Metal Festival nicht
mehr denkbar scheint. >>
@Benway:
Klingt interessant. Ich glaube, den werde ich mir mal antun. 
Und zu Lilja 4-Ever, ich dachte, den Film kennt niemand außer mir. ^^ Aber der ist auf jeden Fall verdammt genial und sehr sehenswert. Allerdings
habe ich ihn mir bis jetzt noch nicht wieder angesehen. Der lief bei uns mal in so einer Art "Independent-Kino". Sehr verstörend...
Und wenn der dir so gefallen hat, solltest du dir mal die anderen Filme von Lukas Moodysson (Der gleich Regisseur) ansehen, "A Hole in My Heart" ist
z.B. meiner Meinung nach auch sehr interessant. Es geht um ein paar Leute, die die ganze Zeit Amateur-Pornos und Gewaltfilme drehen, um sich von ihrem
beschissenen Leben abzulenken.
Regards
"A Hole In My Heart" hört sich tatsächlich verdammt interessant an, der wird bei Gelegenheit auf jeden Fall mal konsumiert. Scheint so, als ob
Moodysson von Film zu Film radikaler wird...und das find ich natürlich schon aus Prinzip gut
(OK, "Raus aus Amal" hat mir zufällig zwar fast mehr gegeben als "lilja 4-ever", aber fairerweise muss man
zugeben, dass Lilja der reifere Film ist). Ist auf jeden Fall schön, dass es noch Regisseure gibt, die bei den Filmfestspielen in Venedig mit
PLO-Tuch auftreten und bei dämlichen Fragen von pseudo-intellektuellen Filmkritikern nur ins Lachen kommen (schön zu sehen auf der "Lilja"
Bonus-DVD)
Es gibt sogar erstaunlich viele sehr gute Regisseure. Man muss sie halt bloß kenne und sich darauf einlassen. 
War das jetzt ein Seitenhieb meine Verweigerungshaltung Godard gegenüber betreffend? 
Nicht unbedingt. ^^ Davon wusste ich bisher gar nichts. :D
Nur ein kleiner Tipp:
Guck dir mal bitte Menschenfeind an. 
Regards
| Zitat |
Mr.Bean macht ferien.
ich weiß nciht, wer von euch Bean-fan ist, ich schon und das seit jahren. selbst noch als ich älter wurde und erfahren hab, das er engländer ist
.
sein neuer ist, meiner erfahrung nach, nicht schlecht, wird sich aber nciht allzulange halten können. er ist natürlich witzig, frech, und voller
pannen, die man schnell mitkriegt und es sind szenen dabei, wo man einfach nur ablachen kann (z.B. die im restaurant), aber viele kommen mir noch von
seinen serien bekannt vor...
besonders lustig ist, das er kein wort (außer vuoi und no) französisch kann. das wird häufig zu missverständnissen und verwechslungen :15: . ist
eben ein typischer Bean-film und für jede altersgruppe zu empfehlen, aber vor allem fans dürfen den nicht verpassen.
Schreib ich hier mal wieder was rein...
Das Kinoprogramm der letzten Wochen war wirklich erbärmlich. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich mir angeschaut habe seit dem letzten Beitrag.
"Curse of the golden flower" war sehr meditativ, total bunt und sogar mit Chow Yun Fat. Aber das war dann auch schon alles, was davon
hängengeblieben ist. Ach so, am Ende gab es noch eine coole Massenschlacht. Naja, konnte man sich jedenfalls gut anschauen, aber geweint vor
Entzückung habe ich nicht gerade. Bin auch nicht so der Fan von traditionellen chinesischen Teezubereitungs-Zeremonien und dergleichen.
"Spiderman 3" fand ich besser als erwartet. Vielleicht der beste Teil bisher (was aber auch keine große Kunst ist.)
"Fluch der Karibik 3" war in etwa so, wie wenn ich jetzt als Review darüber 327 Seiten schreiben würde, und am Ende dann zu dem Schluss käme,
dass man das alles auch in einem einzigen Satz zusammenfassen könnte. Wobei es ja schon wieder fast hohe Kunst ist, zweieinhalb Stunden komplett
NICHTS zu erzählen und die Zuschauer trotzdem in dem Eindruck aus dem Kino gehen zu lassen, dass sie gerade etwas ganz Wunderbares erlebt haben. Was
ich nur nicht ganz nachvollziehen kann, ist wieso die Massen plötzlich so auf Piraten abfahren?
Zur Erholung von dieser sinnentleerten Disney-Fröhlichkeit habe ich mir dann heute noch "Hostel 2" angeschaut.
Der ist ähnlich atmosphärisch wie der Vorgänger, und von daher für Fans des ersten Teils durchaus zu empfehlen. Überraschenderweise ist er von
den Gewaltszenen her aber etwas weniger hart ausgefallen als der Vorgänger. Und das Ende ist etwas arg unglaubwürdig (ganz im Gegensatz zum Rest des
Films), und es kommt vor allem auch zu einem Zeitpunkt, wo ich mich gerade darauf eingestellt hatte, dass es jetzt endlich richtig los geht. Eine
Fortsetzung, die nicht enttäuscht, aber auch nicht restlos befriedigt.
[QUOTE]Was ich nur nicht ganz nachvollziehen kann, ist wieso die Massen plötzlich so auf Piraten abfahren?[/QUOTE]
piraten rocken einfach, abgesehn von den schuhen :D dreispitz > *
Dreispitz gibts hierzulande als Kopfbedeckung zur Tracht.
| Zitat |
Läuft der neue "Ich bin ja so avantgardistisch, ich kann es mir sogar erlauben, langweiliges Konventionenkino zu machen"-Fincher-Film eigentlich noch nicht im Kino? Wenn den jemand gesehen haben sollte, bitte ich mal um eine Einschätzung, ob es sich lohnt, sich da von einer nervigen Bekanntschaft reinschleppen zu lassen oder ob man sich abends besser auf eine Wiese setzen und Grashalme zählen sollte.
Ja, der läuft noch und ja, du solltest ihn dir ansehen, ist definitiv besser als Grashalme zählen. Ist tatsächlich ein sehr geiler Film, meiner Meinung nach auch besser als Sieben.
| Zitat |

OK, das hört sich ja doch ganz motivierend an, dann wird der wohl doch noch konsumiert, obwohl ich der nervigen Begleitung schon längst abgesagt und mich fürs Grashalm-Watching entschieden hab. Und da der letzte annehmbare Kinofilm traurigerweise Inladn Empire war, nimmt man zur Zeit sowieso was kommt. Thx für die Einschätzung @Cass3l, @Lonewolf.
Guck das Ding vielleicht morgen am Kinotägelchen auch an. Könnte ich dann mit 'Dem perfekten Verbrechen' und 'nem dämlichen Nachtspaziergang durch die Stadt kombinieren. Andererseits könnte ich's auch sein lassen... Hm.
Wenn das authetnitsche Studentensorgen sind, dann hatte ich definitiv recht mit meiner Entscheidung, möglichst bald Student zu werden.
Will hier nur 'mal festhalten, dass ich den neuen Lynch am vergangenen Mittwoch endlich auch gesehen hab - OmU, selbstverständlich.
Erinnerungstechnisch erscheinen meinem übermüdeten Gehirn gegenwärtig nur zwei Dinge relevant genug, sie festzuhalten:
1) Verdanke ich 'Inland Empire' den Umstand, dass ich Laura Dern mittlerweile tatsächlich ab kann. Die Frau wird zwar alt, hat aber doch irgendwie
irgendwo irgendwas.
2) Wirkt der Film doppelt so bizarr, wenn man während der Vorstellung a) mit der eigenen Übermüdung zu kämpfen hat, und sekundenschlafsmäßig
während der langen dialoglastigen Szenen wegzunicken neigt, und b) versucht, die Übermüdung mit dem Konsum von Spezi zum kompensieren, was
zwangsläufig einen stetig steigenden Druck auf die Blase zur Folge haben muss.
Abschließend noch an Arne und Benway die Frage, ob ihr wißt, ob's irgendeine Lynch-DVD-Sammlung angedacht ist. Müßte ich mir eigentlich in
endlicher Zeit durchaus noch zulegen...
Ich wollte ja auch gestern noch "Inland Empire" für die ganze Gruppe zeigen, weil meine Erfahrung ist, dass Lynch besonders gut knallt, wenn man
einen bestimmten Zustand erreicht hat. (Hab' ich mal bei einer Wiederholung einer "Twin Peaks"-Folge erlebt, die ich einen Tag vor 'ner großen OP
im KH geguckt habe, wo man Sachen wie Morphium beliebig haben kann. :D)
Zu den DVDs:
Ist folgendes:
Man muss u.U. nach nicht synchronisierten Filme Ausschau halten, weil es einige Sachen gibt, die von Lynch nie in der BRD gezeigt wurden (überfordert
das deutsche Publikum einfach IQ-mäßig, denke ich).
Teile der Serie "Hotel Room" z.B. hatte ich mal früher auf Platte meines alten Rechners, die konnte man in der BRD überhaupt nicht erwerben. Auf
DVD muss man wohl länger suchen und sind auch schweineteuer wegen Import. (Besser mal 'n London-Besuch o.ä. dafür nutzen!)
Gilt auch für die Kurzfilme a la "Dumblands" oder die Serie, die auch am Anfang von "Inland Empire" gezeigt wird.
Also, hier in Deutschland wirst Du Dir für so einen genialen Regisseur nur alles selber zusammen kaufen müssen, 'ne Kollektion ist hier in so 'nem
Land von Intelligenzbestien eher bei "Star Wars" oder so etwas drin. :D
| Zitat |
@Arne:
Bäh, 'ne komplette Star-Wars-Sammlung gibt's bisher auch nicht. Na ja, kauf ich den Kram halt bei Gelegenheit einzeln zusammen. Oder auch nicht,
wenn die finanzielle Situation so bleibt, wie sie ist...
@Benway:
Wieso sollte irgendein Film mit 'nem Audiokommentar von Großnase Nida-Rümelin [Ex-Kulturstaatsminister forever!] erscheinen? Ist der Lynch-Fan,
oder muss ich das bloß nicht verstehen?
| Zitat |
@Benway:
Hm, ich dachte, dann würde Daenerys Targaryen wieder empfangen können... Könnte man dann ja auch mit meinem ersten Damenbekanntschaftskram
verbinden. Die Dame würde ich jedenfalls nicht von der Bettkante stoßen.
Aber gut, wer nicht auf violette Augen, silbergoldenes Haar und religiös-magisch fundierten Inzest, der zu Wahnsinn führt, steht, ist eh doof...
"All kneel for Daenerys Stormborn, the Unburnt, Queen of Meereen, Queen of the Andals and the Rhoynar and the First Men, Khaleesi of Great Grass Sea,
Breaker of Shackles and Mother of Dragons"
| Zitat |