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Autor Betreff: redensmüde
dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 12:34
redensmüde



Sich abzustrampeln, um andere von der eigenen Meinung zu überzeugen.. sich gegenseitig zitieren und das Wort im Munde umdrehen... Argumente finden, die die Ansichten des anderen lächerlich erscheinen lassen... und alles nur, damit man selber besser dasteht als sein Gegenspieler...
irgendwie gibt mir diese ganze Rumdiskutiererei in letzter Zeit überhaupt nichts mehr.
Ich meine jetzt nicht mal so sehr das Diskutieren hier bei der Unity (hier diskutiert man ja wenigstens mit Leuten, die auch was im Hirn haben)... sondern vor allem das Diskutieren in anderen Foren oder im realen Leben. Das Diskutieren mit Leuten, die von meinen Ansichten dermaßen weit entfernt sind, dass gegenseitiges Verständnis oder gar Einigung völlig ausgeschlossen sind.
Ehrlich gesagt, ist mir dafür mittlerweile meine Zeit zu schade, um mich überhaupt noch mit sowas abzugeben.
Irgendjemandem erklären zu müssen, warum es schlecht ist, wenn der Staat die Menschen zu sehr überwacht... das ist, als ob du jemandem das Bruchrechnen erklären willst, während derjenige noch beim kleinen Einmaleins stehen geblieben ist und steif und fest und voller Überheblichkeit behauptet, dass 1 + 1 = 5 ist.
Oder meiner Mutter erklären zu müssen, dass es nicht unbedingt an der Faulheit der Ostdeutschen liegt, dass sie um ihre Rente fürchten muss. Oder dem typischen BILD-Leser erklären zu müssen, warum es weitaus schlimmere Schmarotzer gibt als Ausländer und Sozialhilfeempfänger.
Oder solchen Leuten erklären zu müssen, wieso es das gute Recht eines jeden Menschen ist, Jobangebote abzulehnen, bei denen man nur ausgebeutet wird.
Ich will nicht mehr über sowas reden. Wenn ich so dumme Stammtischargumente höre, will meine Faust nur noch in das Gesicht meines Gegenübers. Mehr nicht.
Wozu reden? Habt ihr schonmal einen Nazi durch gute Argumente von seinen Ansichten abgebracht? Habt ihr schonmal durch schöne Worte aus einem Spießer einen Anarchisten gemacht? Ich glaube, sowas geht nur im Film.
Daher stelle ich jetzt mal ganz grundsätzlich den Sinn von politischen Debatten und Diskussionsrunden in Frage.
Jeder Depp hat seine Ansichten, und keiner will sich umstimmen lassen müssen (und damit sein Gesicht verlieren). Man tauscht Argumente aus, labert ein bisschen, und am Ende hat man nichts erreicht. Im besten Fall findet man einen Kompromiss wie "Ok, du hast Recht, und ich hab auch irgendwie Recht."... aber wann habt ihr das letzte Mal mit jemandem diskutiert, der euch am Ende der Diskussion gesagt hat: "Ja, du hattest Recht. Ich habe mich geirrt. Meine Ansichten waren falsch!"
Sowas kommt nicht wirklich häufig vor, oder?
Da spare ich es mir doch lieber von vornherein, oder ich diskutiere halt nur Just for fun oder zur Selbstdarstellung, aber nicht, weil ich ernsthaft ein vernünftiges Ergebnis erwarten würde.

Das beste ist aber, wenn dann noch so Sprüche kommen wie "Du verhältst dich ganz schön undemokratisch! Man muss doch auch die Meinungen von anderen akzeptieren können."
Aber ehrlich gesagt... NEIN. Nein, ich denke nicht, dass ich jede Meinung akzeptieren will.
Und wenn Demokratie bedeutet, dass ich jede Scheiße schlucken muss, die man mir zum Fressen gibt, ohne dass ich hinterher den Koch vollkotzen darf, dann bin ich doch gerne mal undemokratisch... drehe mich einfach um, wenn mir jemand mit dummen Argumenten kommt, oder spucke vor ihm auf den Boden...
Hab keinen bock mehr auf dieses "Ich studiere deine Worte, zerlege sie in ihre Bestandteile und schleudere sie dann mit der Gewalt eines Orkans auf dich zurück."
Wer mich kennt, weiß, dass ich mich zu wehren verstehe, und dass mir so schnell nicht die Argumente ausgehen. Aber die Motivation, mich überhaupt auf solche intellektuellen Schwanzvergleiche einzulassen.. die kommt mir allmählich abhanden.
Wie ist das bei euch?
Habt ihr noch Lust auf Diskussionen mit Spießern, Faschos und sonstigen scheinbar unbelehrbaren Dummköpfen?
Sagt ihr gar nix mehr, oder werdet ihr aggressiv?
Wird die Macht des Wortes vielleicht doch überschätzt?
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M.F






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 13:16


Wie heißt es denn so schön:
Man kannn jemanden nur die Tür zeigen, hindurchgehen muss er selber.
Wenn jemand nicht bereit ist hindurchzugehen, kann man so viel reden wie man will.
Dann kam man nichts machen.
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Hansi




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Motto: Wer nichts weiß, muss alles glauben.

[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 17:56


ach @dian, du sprichst mir schon wieder mal aus tiefster seele. und genau aus diesem grund hab ich es irgendwie schon immer vermieden in den meisten fällen meine fresse aufzureißen. meistens musste man mich erst bis zur weißglut reizen bis ich endlich ma meine meinung sage, die den menschen natürlich trotzdem scheißegal war. erst neulich hat ich ma wieder so nen fall als ich mit meiner sippschaft um nen tisch saß und mein onkel (der hellste war er noch nie) ma wieder nach nem bier zuviel (war sein erstes, er verträgt nich viel ;) ) angefangen hat seine braune scheiße die er täglich so in den medien und den straßen hört zu verbreiten. so nach dem motto: ja ich würd alle türken an die wand stellen, warum die son pack erst hier rein lassen bla bla bla. irgendwann wurde mir dann die laberei doch zu dumm und ich meinte nur: was bitte sind denn ländergrenzen wert und scheiß doch auf deutschland. der großteil guckte mich nur verwundert an und meine mum reagierte ganz geschockt (hatte allerdings nich alles verstanden und fand es schon wieder schlimm das ich fluche ;) ). nur mein vater (der im 2. weltkrieg live dabei war) schaute mich irgendwie voller stolz an :). naja, dann war auch wieder gut. mein onkel hatte aufgehört mit seiner nachplapper-propaganda und alle anderen wechselten schnell das thema. appropos meine mum, mit ihr kann man sowieso "am besten" diskutieren, denn irgendwann kommt sie immer mit dem argument: weil das halt so ist und du wirst daran nix ändern, also halt dich einfach daran *rofl. nu gut, meine fam sind halt alle höhere mittelschicht und totale spießer, irgendwie fall ich bei familientreffen mit meiner straßenschnauze immer ausm bild :D. naja, und auch sonst war ich immer der eher stille rebell der seine meinung erst sagt wenn es wirklich bitter nötig wird. nicht das ich angst hätte sie zu äußern, aber wie von @dian schon richtig beschrieben macht es wenig sinn. die spucke und den atem kann man sich auch sparen. solange wie mir einer seine meinung nich aufzwingen will, soll er doch bitte damit hingehen wo der pfeffer wächst. mein fazit: wenn man leute findet mit denen man diskutieren kann (so wie mit euch hier) dann tu ich das auch gut und gerne, aber wenn mich einer eh nur mit phrasen volllabern will die er als seine meinung verkauft, dann leckt mich einfach, dann hab ich keinen bock zu reden und sag dann lieber, talk to my hand.
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hopeless






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 18:32


tja bei mir war das eher so rum, dass ich was weltanschauliche labereien angeht nie besonders "eloquent" war. mich hat das tierisch gewurmt, dass ich irgendwelchen dahergelaufenen hirnis, die freunde wegen palitüchern dumm angemacht haben oder anderweitigen müll abgelassen haben nicht wirklich was entgegenreden konnte. ich hatte einfach keine von diesen seltsamen "idealen". im nachhinein seh ich das eher gelassen - was die typen da scheinbar besser konnten, haben sie kopiert. und zwar sehr unkreativ. außerdem ist doch alles nur schall und rauch; was bedeutet es denn, was in diesen gammligen gehirnen vor sich geht.
was ich sagen will: ich diskutiere eigentlich überhaupt nicht und habe auch noch nie wirklich diskutiert. ich empfinde es als angenehm, wenn ich mich von jemandem zum teil verstanden fühle und will eigentlich fast niemandem mein menschenbild erklären müssen. es fragt schließlich auch keiner danach. ich verstehe die meisten menschen nicht und sie werden mich nie verstehen; ich frage mich ständig warum dieser oder jener sich dieses oder jenes problem überhaupt macht, warum er so denkt und nicht anders, warum er diese eine sache so wichtig nimmt..... ich werde manchmal leicht wütend, manchmal traurig, manchmal wird mir auch richtig schlecht, aber darüber komm ich hinweg.
es nützt ja nichts, würde mein vater vielleicht sagen ;) der reibt sich zB grad ein bisschen an seinen spießigen, bürokratischen kollegen auf und ich weiß auch nicht, was ich noch dazu sagen soll, wenn er meint "schule ist scheiße." ja, ganz recht.
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Tzakahra




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 20:52


Bei den ganz harten Fällen schreib ich nur noch satirisch-subversives Zeug, das ist jedenfalls meistens meine Ausflucht, nachdem ich einen härteren Ton anschlage und nur noch persönliche Gifteleien ernte. Harte Fälle sind Fundichristen und Verschwörungstheoretiker, die 'Fakten' aus dem Internet runterbeten. Leider verstehen anscheinend nur die nicht Angesprochenen die in der Satire eingebauten Analogien und somit bringt das eigentlich auch nichts...

Bei Diskussion hab ich immer mehr das Problem, dass ich eigentlich überhaupt keinen Standpunkt vertrete und wenn doch, dann nur so halb. Überzeugen kann man sowieso niemanden und trotzdem geb ich mich manchmal der Illusion hin, dass ich es könnte. Trotzdem können Diskussionen einen Umschwung bewirken. Natürlich gibt man meistens während einer Diskussion nicht zu, dass man einfach die schlechteren Argumente hat und die Theorie des Gegenübers besser funktioniert. Doch mir ist es auch schon passiert, dass ich im Nachhinein meine Meinung vollkommen umgekrempelt habe. Z.b. beim Thema ob der Mensch ein Tier ist hab ich verbissen dafürgehalten, dass der Mensch keins ist. Doch letztendlich kam ich (lange nach der Diskussion) zu der Einsicht, dass mein Gegenüber eigentlich die plausibleren Gründe aufführte und so denk ich heute, dass der Mensch ein Tier ist.

Bei anderen Sachen wird man vllt. nur etwas erschüttert. Z.b. beim Thema "Freier Wille". Anfangs war ich absolut überzeugt, dass wir einen freien Willen haben, heute denke ich, dass man bei dieser Thematik einfach keine Entscheidung treffen kann, da es sowohl gute Gründe dagegen als auch dafür gibt.

Ja Diskussionen sind meistens sinnlos, doch das muss nicht immer am Gegenüber liegen. Meistens gehen doch beide Seiten in eine Diskussion hinein und sind fest davon überzeugt die 'richtige' Sichtweise zu vertreten. In einem Buch las ich mal den Spruch: contra principia negantem, non est disputandum. Also wenn man nicht sowieso schon irgendwo auf der selben Wellenlänge ist, dann bringen Diskussionen nichts. Man kann damit höchsten Leute, die sich noch nicht für eine Seite entschieden haben beeinflussen aber das war es dann.


Das Einzige was ich noch 'sinnvoll' finde ist über die Diskussion selbst bzw. die Argumentation von jemandem zu diskutieren (am besten daran ist, dass man sich mit dem Thema über das gesprochen wird garnicht auskennen muss), doch meistens rennt man dabei in eine Falle hinein und lässt sich doch zu einer Inhaltsdiskussion hinreißen. Aber auch bei dieser Art Diskussion seh ich mittlerweile meistens schwarz, da die meisten eine Kritik an der Argumentation mit einer Kritik an ihrerPerson oder dem Inhalt verwechseln.
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Seneca






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[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 21:23


Also ich diskutiere eigentlich immer ausgiebig und gerne über alles mögliche. Generell werde ich da auch nicht redensmüde. Es gibt aber auch Menschen, mit denen ich nicht diskutieren kann, da sie auf ihrem Standpunkt festgewachsen sind, aber nicht deshalb, weil er ihnen gefällt und sie eine entsprechende Meinung haben, sondern deshalb, weil ich Argumentation schlicht unlogisch ist. Was soll ich machen, wenn jemand die Behauptung, dass 2+3=4 ist, mit dem Argument, dass doch 4+6=8 sei rechtfertigt? Richtig, mit dem brauche ich gar nicht diskutieren.

Aber mal abgesehen von solchen, dikutiere ich gerne und da gibt es meistens auch immer zwei Arte von Dikussionen:

1. Man ist völlig anderer Meinung, versucht aber den "Diskussionsgegner" zu verstehen und sich an ihn heranzutasten. Relativ interessant, weil man erfährt, wie die Leute so ticken, aber wirklich weiterbringen tut es einen nicht.

2. Man ist sich zwar grundsätzlich einig, weiß das aber noch nicht, da man das Thema eben von unterschiedlicher Seite beleuchtet. Diese Diskussionen sind die, die immer am meisten bringen, denn man bekommt eben das gleiche Thema von allen Seiten ausgeleuchtet und kann dann evt Dinge, die man nicht berücksichtigt hat einbauen und evt seine Meinung etwas korrigieren.
Erst letzthin hab ich mit nem Kumpel über verschiedene Sportarten diskutiert, da wir in der Schule Bewegungslehre gemacht haben und irgendwie draufgekommen sind auf unterschiedliche Belastungsgefüge und so Zeugs. Er spielt Tennis, ich spiele Volleyball. Er als Spieler, ich hauptsächlich als Trainer. Und dann haben wir drüber diskutiert, was an welcher Sportart gut und schlecht ist usw und bei welcher man was können muss. Anfangs hatten wir nen völlig anderen Standpunkt, aber als wir das ganze ausgiebig diskutiert hatten, haben wir gemerkt, dass wir eigentlich ja derselben Meinung sind. Und das gnaze hat dann eben jedem von uns was gebracht, weil wir beide das auch mal von der anderen Seite gesehen haben.
Immer interessant sowas, könnte ich ewig machen.
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Ina






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[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 21:40


Am meisten kotzt es mich an, wenn man meine Ansichten nicht wegen schlechter Begründung kritisiert, sondern weil sie negativ sind.
Man hat ja gefälligst positiv denkend durchs Leben und diese Welt zu gehen und muss so schnell wie möglich wegsehen und an was Schönes denken, wenn einem was Schlechtes ins Auge fällt. Nicht etwa dran hängen bleiben oder gar was dazu denken und sagen.
DAS soll gut sein! Meine Argumentationen und Kommentare mit der Begründung wegwischen, ich würde meine schandhafte Negativität noch pflegen, während ich doch daran arbeiten sollte, sie zu beseitigen - so wäre ich ja GANZ ALLEIN schuld dran, wenn es mir irgendwie, irgendwann schlecht geht, denn ich wills ja, unbedingt.
Ich machte z.B. gestern den Fehler, in Gesellschaft Nachrichten zu gucken. Da soll ich nicht abwertend über Politiker sprechen. Aber was bin ich denn für die? Sozialer Abschaum, der die Statistik verschlechtert - aber ich "darf" zu Grassers Abgang nicht sagen, dass sich American Psycho jetzt wohl um seine Frauenköpfe im Kühlschrank kümmern geht.
Dabei ist das ja bloß ein bisschen Gefrotzle - wirklich übel wird es erst, wenn ich wirklich anfange, ne Meinung zu äußern und ein bisschen mein Weltbild auszubreiten. Ach wie negativ, ach wie kann man nur an allem so rumnölen.
Die Welt ist doch nicht schlecht - denn sie sind ja satt und zufrieden und haben gar nicht die Vorstellungskraft, sich in andere Zustände hineinzuversetzen oder auch nur die Nachrichten-Bilder, die ins Wohnzimmer flackern, mit Realität zu füllen.

Ich diskutiere fast nie, schon lange nicht mehr. Es ist unglaublich, wie "schief" andere Menschen die Welt sehen können. Aber man kann ihre Optik nicht ändern und wird nur angefeindet, wenn man es doch versucht. (Vergleiche auch meinen Eingangspost im Misanthropenthread.) Das Ergebnis ist, dass sich beide Seiten nur noch mehr auf ihren Blick versteifen. Deshalb: Leckt mich am Arsch, geht meinetwegen zum Teufel mit euren scheiß Lügen und eurer heile-Welt-Heuchelei. Ich gehöre nicht zu euch, bin falsch hier und gehe somit ohnehin zum Teufel, was soll ich EUCH "retten".
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Hansi




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[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 22:31


genau so gehts mir im moment auch @maria. hab heut über icq versucht ner wirklich guten freundin von mir versucht meine ansichten aufzuzeigen. was war das ende?!? als ich ihr sagte das sie mich nun wirklich kennt und weiß wer ich bin verlässt sie ohne ein wort das icq. und so langsam fang ich wirklich an, an wirklich jedem menschen in meinem umfeld zu zweifeln. gibts denn keinen, der wenigsten den versucht macht mir zuzuhören und mich zu verstehen?!? nein, denn es is ja viel bequemer sich ne heile und bunte zuckerwelt vorzugaukeln bei der gefälligst jeder mitzumachen hat, oder er soll eben zum teufel gehen. ich versteh diese welt nich mehr, ehrlich. das einzigste was ich im mom noch weiß, ist das n liter weißwein und n liter rotwein ne gute mischung ergibt um die ganze scheiße zu vergessen. doch morgen werd ich wieder mit nem kater aufwachen und alles wird mich genauso ankotzen wie am tag zuvor. naja, nich ganz, morgen kommt mein neues t-shirt *freu. hoffe der @dian hat nix dagegen das ich für die unity werbung auf nem shirt trage. hab mir n shirt drucken lassen wo auf der vorderseite: "was kann ich für eure welt?" steht und auf der rückseite: "www.theunity.de". wie mir das jetz in meiner aktuellen situtation weiterhelfen soll weiß ich auch nich. achso, @maria ein weiterer grund weshalb ich grad so down bin is das call-center-mädel, hat sich erledigt, du weißt hoffentlich was ich meine ^^. naja, nu is eh alles egal, also nich lang diskutieren und lieber den leckeren wein in die hohle birne kippen, schönen abend noch ^^.
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Ina






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[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 22:37


ach ist doch alles ein scheiß, @Pantheist, Menschen *kotz*, ich war in irgendwelchen Psychofilmchen etc regelmäßig von Leuten beeindruckt, die einfach aufhörten zu kommunizieren, die nicht mehr sprachen, keinen Kontakt mehr aufnahmen, sich völlig zurückzogen, in ihrer Welt lebten und nichts anderes mehr brauchten - klar, vermutlich muss man dazu psychisch krank sein und eventuell ist diese Welt die pure Hölle - dennoch...
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Killing Joke






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[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 22:54


Ich kann gut nachvollziehen, was dian beschreibt. Mir geht es auch so. Früher (vor 10 Jahren oder so) vielen mir diese ganzen konformen Systemdumpfbacken nicht so auf, aber mittlerweile...
Ich muss nur Forum XY anklicken, den Politikteil öffnen und alles gleicht sich von den Meinungen her, wie in Forum XY, dass ich paar Minuten vorher aufgesucht habe. Versuchst du zu argumentieren, dass es doch wirklich ASOZIALE gibt, und zwar die, die sich schamlos die Taschen mit Zaster vollstopfen, obwohl ihr Safe schon aus allen Nähten platzt, und lieber Jobs ins Ausland verlagern, weil es dort billigere Arbeitskräfte gibt, die für gleiche Arbeit weniger entohnt werden. Nur kapiert das irgendwie nie einer dieser Hundesöhne/Hundetöchter, mit denen man zwangsläufig irgendwo, irgendwann aneinandergerät. Ich habe letztens versucht irgend solchen Pennern online klarzumachen, dass es nicht ok ist, wenn der Staat meint, er muss einem arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren keine Wohnung geben, weil es Zuhause mit den Eltern nicht klappt und nur Stress gibt. Das kapieren die nicht! Es kommt nur das übliche Bla bla bla.... Im Gesetz soundso steht aber, blablabla, dass Staat nix zahlen muss, da es eine SOZIALLEISTUNG ist. Werdet mit euren Problemen fertig, auch wenn Papa mit einem Messer auf dich losgeht.... DA MUSS MAN DOCH KOTZEN UND FRESSE ZU BREI HAUEN, oder nicht??!!
Versuch einem 16jährigen Bauernsohn, mit rechtskonservativen Ansichten, sein Gedankengut auszutreiben... Man kann ebenso gut versuchen einem Hund das Sprechen beizubringen. Wobei ich vermute, dass das mit dem Hund noch eher zu schaffen wäre, als das mit dem Bauernsohn.
Ohnehin, da ich in real eh nicht so scharf drauf bin viel zu reden und zu diskutieren, kann ich mir das alles gleich schenken.

@pantheist: Da trennt sich oft die Spreu vom Weizen und die Leute denken sich, was du wohl für ne Meise hast. Ich hatte ExFreundinnen, die verstanden oft nicht, was ich eigentlich zu sagen habe. Daher habe ich dann doch lieber meine Klappe gehalten und alles ausgesessen. Oder ich habe garnix gesagt, weil ich genau wusste, die Freundin XY kapiert das eh nicht, erzähl ich ihr mal daher was total bescheuertes, dann lacht sie sich wenigstens einen ab und denkt nicht ich sei ein Psychopath oder sowas :D
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Hansi




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[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 23:07


jupp, genau das @Killing Joke, solange ich zu ihr nett und freundlich und lustig war, war die welt ok, aber sobald ich ihr auch nur ansatzweise zeige wie ich ticke kommt sie sowas von nich mehr klar damit und verabschiedet sich lieber mirnichtsdirnichts ausm icq. ach was solls, is mir jetz auch egal.
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Ina






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[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 23:12


Das erinnert mich an die Eskapaden, die so ein paar "Freundinnen" abzogen, als wir noch in der Schule waren, und ich noch manchmal mit den Leuten da geredet habe. Die wünschten sich nichts als "nen ganz normalen Jungen, warum kann net einer ganz normal sein??"
Ich hab da meinen Vortrag über die unterschiedlichen Welten unterschiedlicher Personen und die Bemerkung über ihre Ignoranz, weil sie IHRE kleine blöde Welt für die Absolute hält, runtergeschluckt und gemeint, das gäbe sich schon, wenn sie mal älter als 16 werden - aber da hatte ich wohl noch ne zu gute Meinung von den Menschen, diese Annahme war offenbar falsch.
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Hansi




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[*] Verfasst am: 10.1.2007 um 23:17


nagut, die frage is was du unter "normal" verstehst ^^.
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Tzakahra




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[*] Verfasst am: 11.1.2007 um 02:15


Und was nach all der Diskutiererei meist noch übrig bleibt ist das Unverständnis:

"I can´t imagine why you wouldn´t welcome any change my friend."

Doch obwohl es so unvorstellbar klingt: Es gibt Menschen, die bei ihrer Klammerei an ein Fundament einfach nicht gestört werden wollen und damit erledigt sich dann jede Diskussion von selbst. Mütter scheinen für diese Klammerei besonders anfällig...


@ killing joke
Ja Politik ist so ein Bereich in dem ich auch fast nur noch mit dem Kopf schütteln kann, wenn ich mir Forenbeiträge auf diversen Seiten durchlese.
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Unmensch






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[*] Verfasst am: 11.1.2007 um 04:47


Merkwürdig, dass sich hier niemand auf die genau andere Seite stellt, sondern sich selbst alles für ganz toll halten. Nun, dann will ich das mal übernehmen. Und zwar JA, ich bekenne mich, ich gehöre ebenso zu jenen, die sich von niemanden belehren lassen, zumindest sehr selten, da ich das alles, was ich mir im Kopf so aufgebaut habe, für sehr richtig und korrekt halte. Logischerweise, denn ansonsten hätte ich es mit Sicherheit inzwischen längst geändert. Daher verstehe ich so ganz auch nicht das Hauptaugenmerk dieses Threads. Im Grunde stimmt das natürlich, was Dian Eingangs erwähnt hat, aber Fakt ist doch ebenso, dass auch ihr nicht besser seid. Im Gegenteil, gerade wer sich Gedanken über die Welt macht, seine - mitunter radikalen - Ansichten konsequent vertritt, ist doch sogar noch tausend mal weniger zu retten, als der kleine Spießbürger von nebenan, den man zu bekehren versucht.

Daher: Einfach mal an die eigene Nase fassen und nicht immer glauben, man selbst sei ganz toll. Ähnliches wirft man nämlich dem Abschaum dort draussen auch bloss vor und ist damit schneller wieder im unbelehrbaren Unrecht, als man gucken kann. oO
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dian




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[*] Verfasst am: 11.1.2007 um 12:12


@ Pantheist:
Zitat
hoffe der @dian hat nix dagegen das ich für die unity werbung auf nem shirt trage. hab mir n shirt drucken lassen wo auf der vorderseite: "was kann ich für eure welt?" steht und auf der rückseite: "www.theunity.de".

Coole Idee. Mach mal ein Foto von dir, wenn du das Teil an hast. Wenn's mir gefällt, lass ich mir auch eins machen. (hab ja schon eins, aber da sieht man die Schrift kaum, und daher ist das als Werbeträger eher ungeeignet.)

@ Unmensch:
Zitat
Einfach mal an die eigene Nase fassen und nicht immer glauben, man selbst sei ganz toll. Ähnliches wirft man nämlich dem Abschaum dort draussen auch bloss vor und ist damit schneller wieder im unbelehrbaren Unrecht, als man gucken kann.

Ich denke, es gibt unterschiedliche Arten von "Unbelehrbarkeit".
Erkläre zum Beispiel mal einem fanatischen Moslem, warum es nicht in Ordnung ist, seine Frau zu verschleiern und in der Küche einzusperren... Er wird sich nicht überzeugen lassen, mit keinem noch so guten Argument der Welt... weil er in einer Gesellschaft aufgewachsen ist, in der das völlig normal ist. Vielleicht wird er wenigstens noch zuhören, wenn du versuchst, es mit einem Text im Koran zu begründen... denn das ist etwas, was er als Diskussionsgrundlage noch akzeptieren könnte. Aber wenn du es mit einer eigenen Meinung begründest oder mit den Gesetzen, die irgendwo in einem anderen Land von ein paar "Ungläubigen" erlassen worden sind, dann wird der von vornherein abblocken, weil er solche Argumente erst gar nicht gegen die Heiligkeit des Korans in Wettstreit treten lassen will.
Was ich sagen möchte: Er hat seine Überzeugung nicht dadurch erlangt, dass er alles hinterfragt hat, sondern in 99 Prozent aller Fälle hat er seine Überzeugung nur deshalb, weil er eben in einer bestimmten Kultur, in der bestimmte Ansichten vorherrschen, aufgewachsen ist.
Und so würde ich auch sagen, dass die meisten, die dummen Scheiß labern über Arbeitslose oder Ausländer etc., nicht durch eigenes, intensives und kritisches Nachdenken zu dieser Erkenntnis gelangt sind, sondern weil es ihnen quasi mit der Muttermilch eingeflößt worden ist.
Und das ist dann einfach ein deutlicher Unterschied zu uns hier. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der User hier im Forum ihre Ansichten deshalb hat, weil sie von klein auf damit gemästet worden sind und jeder andere in ihrer Umgebung ebenfalls so denkt...
Wir haben uns unsere Ansichten vielmehr erst mühsam erarbeitet, meist sogar gegen erheblichen Widerstand von Seiten unseres Umfelds. Daher denke ich, dass unsere Form von "Unbelehrbarkeit" bzw. "Sturheit" eine andere ist als die Unbelehrbarkeit,die ich antreffe, wenn ich versuche, einem typischen BILD-Leser seine Stammtischparolen auszutreiben.
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hopeless






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[*] Verfasst am: 11.1.2007 um 18:02


also ich fühl mich manchmal, als wär ich leichter zu beeinflussen als ein scheiß schaukelpferd. das kommt aber davon, dass man zu genau drauf achtet. eigentlich ist man doch der große aufgeklärte, der nie an roten ampeln stehen bleibt und den ganzen scheiß nicht mitmacht. mortadella für 59cent? klar, aldi ist geil. pullover made in bangladesh? naja, bequem ist er doch.
"auf sich selbst einreden" kann manchmal auch ziemlich anstrengend sein.
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Kebap






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[*] Verfasst am: 11.1.2007 um 20:01


Ich habe mich viel mit Sprache beschäftigt und herausgefunden, wann Worte etwas aussagen und wann sie nur Geräusche sind.

Ich habe mich auch viel mit Menschen beschäftigt und herausgefunden, wann Fragen etwas herausfinden wollen und wann sie nur nerven sollen.

Dafür dass du dich redensmüde fühlst, dian, laberst du aber immer noch ganz schön viel... :D
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Hansi




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[*] Verfasst am: 11.1.2007 um 21:31


[QUOTE]Coole Idee. Mach mal ein Foto von dir, wenn du das Teil an hast. Wenn's mir gefällt, lass ich mir auch eins machen. (hab ja schon eins, aberda sieht man die Schrift kaum, und daher ist das als Werbeträger eher ungeeignet.)[/QUOTE]

jo, also heute is das shirt gekommen und ich habs gleich ma beim einkaufen im plus um die ecke "getestet" ^^. war zwar sau-kalt mit offener sweatjacke durch die gegend zu laufen damit man die aufschrift auch sieht, aber die verdutzten gesichter meiner lieben mitmenschen wars wert ^^. mh, also n foto davon würd ich schon gerne reinstellen, nur hab ich zwei probleme: 1. nur ne olle vga-kamera im handy dessen quali für sowas nu ma gar nich taugt und 2. kann ich mich schlecht selber fotografieren ;). müsst ich ma warten bis sich ma wieder n verwirrter und gelangweilter kumpel von mir hier her verirrt, allerdings hab ich mich da mit vielen gestern irgendwie, na nennen wir es ma "ausgesprochen" oder zum thread passend redensmüde diskutiert. somit wird das erstma nix. mach einfach ma die augen zu, stell dir n stinknormales schwarzes t-shirt vor. über den gesamten brustkorb steht dann zentriert in roter schrift:

[CENTER]Was kann[/CENTER]
[CENTER]ich für[/CENTER]
[CENTER]eure Welt[/CENTER]
[CENTER]?[/CENTER]

über die kompletten schultern steht dann halt noch:

www.theunity.de

ma gucken, vllt. komm ich ja doch noch zu nem foto.
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Tzakahra




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[*] Verfasst am: 12.1.2007 um 01:14


Zitat
Original von dian
Wir haben uns unsere Ansichten vielmehr erst mühsam erarbeitet, meist sogar gegen erheblichen Widerstand von Seiten unseres Umfelds. Daher denke ich, dass unsere Form von "Unbelehrbarkeit" bzw. "Sturheit" eine andere ist als die Unbelehrbarkeit,die ich antreffe, wenn ich versuche, einem typischen BILD-Leser seine Stammtischparolen auszutreiben.

Nunja, trotzdem gilt noch was unmensch (danke für das auf den Boden holen) sagte, denn Mühe ist kein Kriterium dafür, dass das was man damit erarbeitet hat auch stimmt. Klar man ist quasi gezwungen irgendeinen Standpunkt anzunehmen wenn man diskutiert, doch macht es einen Unterschied was ich vertrete und wie ich es mir 'erarbeitet' habe, wenn ich doch nur mit Dogmen um mich werfe?

MMn ist der wesentliche Unterschied, den man sich erarbeiten kann doch gerade die Dogmenfreiheit, das Bewusstsein, dass der eigene Standpunkt halt auch totaler Blödsinn sein könnte. Genau daher fällt es mir manchmal schwer etwas ganz klar zu vertreten. Sobald man nämlich andere Axiome an den Anfang eines Weltbildes stellt (und das tut man, wenn man ehrlich überlegt wie die Meinung des anderen aufgebaut sein könnte) ergeben sich auch andere Konsequenzen. Wenn man sein Weltbild statt auf Axiomen nur auf Dogmen aufbaut, so gibt es nahezu keine Möglichkeit jemals irgendetwas an dem Bild zu verändern.

Und ja, jeder verwechselt meistens seine Axiome mit Dogmen und kann dann in Diskussionen natürlich nicht belehrt werden bzw. die Argumente des Gegenüber überhaupt verstehen. Ich denke dieses Lehren und Belehren funktioniert nur, wenn die Axiome sowieso schon recht ähnlich sind und man nur in einigen Schlussfolgerungen Differenzen hat.
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[*] Verfasst am: 12.1.2007 um 06:30


Naja, so groß empfinde ich den Unterschied zwischen Axiomen und Dogmen eigentlich nicht, wenn man daraus versucht, etwas logisch abzuleiten.
Schwieriger wird eine Diskussion, wenn man auf Logik verzichtet und man mit Menschen zu tun hat, die eben nicht nach Logik handeln.

Mir ist dabei eben 'ne schöne Geschichte eingefallen, warum manchmal Diskussionen doof sind.
Als ich 18 war, war ich ja ziemlich aktiv in der Politik und war Kreisgeschäftsführer hier bei den Grünen, die damals noch klein und unschuldig waren. Für unseren Kommunalwahlkampf hier in Mülheim haben wir dann 'ne echt gute Kampagne organisiert gegen den Filz der Sozis hier im Ruhrgebiet und besonders in Mülheim.
Da hab' ich mich noch echt reingehangen. Ergebnis: Wir bekamen mit 12,9 % das beste Ergebnis im Ruhrgebiet.
Heute frag' ich mich, was der Scheiß sollte. Nun gut, Korruption und Vetternwirtschaft sind nicht unbedingt das Beste, was in der Politik passieren sollte, aber: Wen hatte ich damit angelockt! oO
Menschen, die auch was dagegen hatten, insbesondere dagegen, dass sie nicht an den Pfründen beteiligt waren, die die Sozen unter sich verteilten. Na prima, was daraus geworden ist, sieht man heute, wenn man sich Die Grünen anguckt.:35: Kann ich drauf verzichten, nochmals solche dämlichen Argumente zu gebrauchen gegenüber Menschen, die nur ihre eigenen Vorteile sehen.

Das praktische an meiner jetzigen Tätigkeit ist, dass es für einen Erzieher, insbesondere, wenn er es mit verhaltensauffälligen Menschen zu tun hat, erstmal eine Regel gibt:

Mein Wort ist Gesetz.

Darüber wird mit den Bewohnern nicht diskutiert, weil die viel zu verunsichert wären, wenn denen jemand helfen würde, der selber nicht hundertprozentig weiss, wo es lang geht.
Wenn man Scheiße gebaut hat, kann man das mit den Teamkollegen besprechen und dann reflektieren, ob der andere nicht evtl. doch Recht hatte.
Zumal es auch unsinnig ist, mit Menschen zu diskutieren, die keinen aktiven Wortschatz besitzen.

So, und ansonsten mach' ich es so, dass ich mich auf doof stelle, wenn ich merke, da ist jemand, der mindestens genauso doof ist wie ich, wenn nicht doofer.
Ich geb' denen Recht, aber mit Argumenten, die sie nicht erwarten.
Wenn irgend so ein nationalistischer Mensch mir mal wieder erklären will, wie kriegslüstern Bush ist, dann rege ich mich mit dessen Argumenten darüber auf, dass die Deutschen doch ganz begeistert waren, Schröders Kriegskurs in Afghanistan zu unterstützen.
Damit ist schon mal der ganze nationalistische Rassismus aus der Diskussion raus. Wenn ich Glück habe, fängt er dann an, die Kriege von rotgrün noch zu rechtfertigen und dann muss er auch dem Irakkrieg etwas abgewinnen, oder die anderen ablehnen. Mit Konsequenz da, wo man sie nicht erwartet, klappt das gut.
Wenn sich bei mir einer über die Türken aufregt, die zwei Staatsbürgerschaften haben, stimme ich dem zu und sage, dass ich es auch unmöglich finde, dass gerade in Bayern sogar noch ein Staatsoberhaupt eines anderen Staates sogar noch in Deutschland wahlberechtigt war. (Ein gewisser Herr Ratzinger, der Staatsbürger des Vatikans ist und gleichzeitig die deutsche Staatsbürgerschaft noch besitzt.)

Besonders viel Spaß macht es mir, Menschen, die an Dogmen gebunden sind, also Behörden gegeneinander auszuspielen.
Das macht immer Spaß, weil die dann völlig hilflos werden.


Ich persönlich ändere meine Meinung meistens durch zwei Sachen:

Zum einen durch Lesen und anschließend Nachdenken darüber, ob die aufgestellte These logisch vereinbar mit meinen Dogmen/Axiomen ist oder dann, wenn sie Mainstream wird.
Bislang hab' ich noch nix gefunden, was Mainstream wurde und was ich noch vertreten konnte.
Ich denk' mir immer, wenn zu viele Menschen mit mir konform gehen, dann kann etwas mit meiner Meinung nicht stimmen.
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jan91






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[*] Verfasst am: 14.1.2007 um 18:40


Stimmt, das gefühl kenne ich, man versucht jemanden zu überzeugen man denkt, man hat ihn überzeugt un dann lachen sie einen aus, ich hab mal versucht ein par freunden ein par interessante verschwörungstheorien nahezubringen, rede also voller begeisterung auf sie ein und dann freuen die sich, das wir bald überall U.S.-ein dollar-noten hängen haben...das war der teil, wo ich ihnen erklärt hab, wieviel amerikanisch der dollar überhaupt ist (Pyramide), mit der reaktion hab ich nit gerechnet, weil es sonst ganz gute freunde sind die einem ernsthaft zuhören...
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JeanneDamianDracul






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[*] Verfasst am: 15.1.2007 um 13:17


Jan kommt aber auch auf den Charakter der Personen drauf an und WIE du ihnen deine Meinung/Theorien vorträgst.Ich denke die Art zu sprechen beeinflusst das Umfeld doch sehr.
Die Stimme ist auch ein Faktor der anzieht oder abstößt,so ist zb mir eine weiche ruhige Stimme oder der Gegensatz eine Stimme in der Willenskraft steckt lieber als quietschige Weiberstimmen oder dröhnende Männer im Vollrausch.

(zu Pantheist´s t-shirt:ich hab mir vor Jahren eins drucken lassen mit: Ich bin Schuld - wie immer hätt ich unity eher gekannt wär der schriftzug noch mit drauf gelandet)
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Hansi




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[*] Verfasst am: 15.1.2007 um 13:53


das mit der stimme ist dabei auch noch ein ganz entscheidender punkt, dass stimmt. was ich nicht verstehe, warum ein gewisser herr adolf h. damals soviel macht erlangen konnte, weil ich deren stimme nicht wirklich "anziehend" fand. aber stimmt schon, ein mann hat es damals durch seine reden geschafft ein ganzes volk verblöden zu lassen, somit is an diesem stimm-ding auf jeden fall was dran.

zu meinem shirt: das wird heute das erste mal auf arbeit getestet :D.
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 15.1.2007 um 14:11


Ob eine Stimme als anziehend empfunden wird oder nicht, hängt halt auch mit dem gerade vorherrschenden Zeitgeist zusammen.
Man denke nur mal an alte Wochenschauen, wie die Kommentatoren damals geredet haben... damit würde man heute nur noch einen Lachanfall auslösen. Damals aber wollten die Leute wohl so eine "motivierende" Stimme hören, die ihre Begeisterung wie Peitschenhiebe auf die Zuhörer übertrug.
Auch zu Adenauers Zeiten (also nach dem Krieg) haben übrigens noch manche Politiker den Adolf-Tonfall draufgehabt. (sogar welche von der SPD). Das muss sich dann erst irgendwann in den 60er Jahren gelegt haben, dass die Politiker dann allmählich weg vom militärischen Kasernenhofklang hin zu einer etwas "normaleren", zivilisierteren Sprechweise gekommen sind.
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