The Unity Archiv

Hallo...
Black Sunshine - 20.2.2007 um 20:26

So, ich bin die Black Sunshine...
Habe den Namen wegen seinem Widerspruch gewählt, außerdem mag ich die Farbe schwarz und manchmal ruft man mich auch Sunshine :12:
Sonst steht noch einiges in meinem Profil über mich, falls ihr sonst noch Fragen habt, fragt einfach.
Lg Black Sunshine :)


quaid - 20.2.2007 um 21:44

ja dann mal willkommen.
wie hast du denn hier her gefunden? versprichst du dir irgendwas bestimmtes, oder hast du dich eher spontan registriert und schaust nur mal rein? ;)


Hansi - 20.2.2007 um 22:22

jo, ich hab zwar schonma, aber nu im richtigen thread ;). herzlich wilkommen inner unity.


deep7 - 20.2.2007 um 22:38

Wieso hier alle für den Anarchismus sind...

Willkommen :)


dian - 21.2.2007 um 03:17

@ deep7:
Das Problem ist nicht, dass es hier so viele Anarchisten gibt, sondern dass du anscheinend keiner sein möchtest. ;)
Vielleicht hast du ja Vorurteile und denkst beim Wort "Anarchie" gleich an versiffte Punks und vermummte Autonome. Aber das ist ja auch nur so ein Klischee, das sich zwar des öfteren bestätigt, allerdings auch ebenso oft als Trugschluss erweist.
Ich würde sogar behaupten: Die große Mehrheit der Anarchisten weiß gar nicht, dass sie Anarchisten sind. Sie interessieren sich nämlich oft gar nicht für Politik und irgendwelche Gesellschafts-Theorien, aber es kotzt sie einfach an, wenn jemand ihre Freiheit beschneidet oder sie von irgendwelchen Vorgesetzten oder Beamten schikaniert werden.
Das sind für mich die wahren Anarchisten... alle Menschen, die es einfach von Natur aus als krank empfinden, wenn sie von jemandem herumkommandiert werden, und die auch keinen Sinn darin sehen, andere herumzukommandieren und sich als großer Boss oder Vorgesetzter aufzuspielen.
Ich bin auch so jemand.. und ich kann es nicht nachvollziehen, wenn das jemand anders sieht, weil es für mich einfach das natürlichste auf der ganzen Welt ist, mich von niemandem regieren lassen zu wollen, und auch über niemand anderen zu herrschen.
Ob ein solches Modell nun unter den heutigen Bedingungen weltweit funktionieren könnte oder nicht, steht auf einem völlig anderen Blatt. Aber das ist für einen echten Anarchisten im Grunde auch zweitrangig.... weil er einfach garnicht anders kann, als so zu fühlen, wie er fühlt. Anarchismus ist nicht einfach irgendein weiteres utopisches Gedankenkonstrukt wie beispielsweise der Kommunismus, es ist eher ein Gefühl, eine Lebenseinstellung. Und wenn du dazu eine andere Einstellung hast, werde ich es auch mit keinem noch so guten Argument schaffen, dich mit der Faszination, die diese Lebenseinstellung für mich ausmacht, anzustecken. Entweder, man fühlt es, oder man fühlt es nicht.

und @ Black Sunshine:
Herzlich willkommen. Ich hoffe, dass es dir hier bei uns gefallen wird.


Black Sunshine - 21.2.2007 um 20:12

Erst mal danke @ all!
Das Forum habe ich über (k)einmensch gefunden, bzw. die Seite. Habe mir die Philosophie durchgelesen und war begeistert! Bin dann auf das Forum gestoßen und habe ein bisschen mitgelesen und mich dann registriert. Versprechen...mhm...habe darüber nicht wirklich nachgedacht, will hier gerne meine Meinung zur Gesellschaft und zur Politik loswerden und mitdiskutieren.


jan91 - 21.2.2007 um 21:06

nun, dann bist du hier richtig^^

herzlich willkommen auch von mir


... - 22.2.2007 um 06:13

Ja, hallo dann auch.

Und was den Anarchismus anbelangt, @deep7, mach' dazu doch noch mal 'n Thread auf, was Dich daran stört.
Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass jemand, der der FDP nahe steht, was gegen Anarchismus haben kann, denn Kapitalisten sind für mich die größten Anarchisten, die jede staatliche Regelung ablehnen.


dian - 22.2.2007 um 11:58

Zitat
denn Kapitalisten sind für mich die größten Anarchisten, die jede staatliche Regelung ablehnen.

Ach, die lehnen den Staat doch nur ab, wenn er ihnen ans Kapital möchte.
Aber um ihr Kapital vor dem wütenden, ausgebeuteten Mob zu schützen, dafür ist der Staat dann wieder sehr nützlich.


MAUS - 22.2.2007 um 20:09

Hi, Black Sunshine, auch von mir ein herzliches Willkommen bei der Unity :13:


Tetrarchos - 23.2.2007 um 02:25

Ich schließ mich mal dem an.Herzlich Willkommen!


... - 23.2.2007 um 04:36

Zitat
Original von dian
Zitat
denn Kapitalisten sind für mich die größten Anarchisten, die jede staatliche Regelung ablehnen.

Ach, die lehnen den Staat doch nur ab, wenn er ihnen ans Kapital möchte.
Aber um ihr Kapital vor dem wütenden, ausgebeuteten Mob zu schützen, dafür ist der Staat dann wieder sehr nützlich.


Da sollte man wirklich mal drüber diskutieren, ob deren Verhalten nicht der wahre Anarchismus ist, denn letztendlich ist denen doch die Ordnungsfunktion des Staates ziemlich wumpe, denn es geht denen vorerst einmal darum, ihre eigenen Interessen zu schützen.
Den Staat brauchen die doch nur noch als Popanz, um ihre Wünsche irgendwie durchzusetzen, da andere an den Blödsinn glauben.


Lonewolf - 25.2.2007 um 15:28

Zitat
Original von Arne Kroger
Zitat
Original von dian
Zitat
denn Kapitalisten sind für mich die größten Anarchisten, die jede staatliche Regelung ablehnen.

Ach, die lehnen den Staat doch nur ab, wenn er ihnen ans Kapital möchte.
Aber um ihr Kapital vor dem wütenden, ausgebeuteten Mob zu schützen, dafür ist der Staat dann wieder sehr nützlich.


Da sollte man wirklich mal drüber diskutieren, ob deren Verhalten nicht der wahre Anarchismus ist, denn letztendlich ist denen doch die Ordnungsfunktion des Staates ziemlich wumpe, denn es geht denen vorerst einmal darum, ihre eigenen Interessen zu schützen.
Den Staat brauchen die doch nur noch als Popanz, um ihre Wünsche irgendwie durchzusetzen, da andere an den Blödsinn glauben.


Herrschaft kennzeichnet sich im wesentlichen durch strikte Abhängigkeitsverhältnisse - und was ist der Kapitalismus in seiner negativen Konsequenz anderes, als beherrschte Abhängigkeit der breiten Masse durch immer weniger Besitzende. Ordnungsfunktion ist tatsächlich das einzige, für das der Kapitalist den Staat letztlich noch benötigt (Umverteilung und Ausgleich/Integration fallen im entfesselten Kapitalismus ja weg). Insofern ist der Begriff "Anarcho-Kapitalismus" ähnlich sinnfrei und paradox wie "Nationalanarchismus".