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Autor Betreff: G 8 - Gipfel
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[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 03:09
G 8 - Gipfel



Ich wollte nur mal kurz nachfragen, ob einer von Euch Pläne hat, zu dem G8 - Gipfel zu fahren in Heiligendamm.

Ich habe 'ne Menge Infos darüber gelesen und auch viele Diskussionen, die Pro und Kontra der ganzen dort geplanten Aktionen besprechen.

Ich selber würde eher dazu tendieren, dort durchaus aktiv zu werden und ein zweites Genua zu machen, aber ich weiß nicht, ob das realistisch ist. Ist natürlich genau die Zeit, wo ich wahrscheinlich die schriftliche Prüfung habe und daher das nicht machen kann, weil mir das jetzt erstmal wichtiger ist für meine Autarkie.

Hat irgendwer von Euch genauere Infos, oder wie seht Ihr die Sache überhaupt???
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dian




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[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 10:45


Ich finde solche Aktionen eine Vergeudung von Energie.
Die Bullen warten doch nur auf einen... die sind dermaßen gut vorbereitet, dass einem da nichts gelingen wird, was in irgendeiner Weise einem Erfolgserlebnis nahe kommen könnte.
Ich denke, man darf sich von seinem Feind nicht aufzwingen lassen, nach welchen Regeln der Kampf abläuft. Aber genau das passiert dort.... weshalb das Ganze mal wieder niemandem was nützen wird, höchstens vielleicht dem guten Gewissen der beteiligten Demonstranten.
Wenn ich bei Attac oder sonstwo verantwortlich wäre, würde das ganz anders ablaufen..
da wüde ich mir sagen: "Die ziehen alle ihre Bullen nach Heiligendamm? Fein, dann fehlen die sicher irgendwo anders im Land!" Und dort würde ich es dann krachen lassen. Aber mal so richtig.
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Lonewolf




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[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 12:54


Nimm's mir nicht übel dian,aber irgendwie hab ich manchmal den Eindruck, dass für dich alles vergeudete Energie ist was sich nicht vom Computer aus erledigen lässt ;)
Die ganze Welt wird nach Heiligendamm blicken, wenn man es richtig angeht ist da einiges an Mobilisierungspotential vorhanden (siehe Genua).
Natürlich gehören auch dezentrale Aktionen im ganzen Land schon längst zur Planung. Das wissen die Behörden natürlich auch; mal schauen was insgesamt so geht.
@Arne: Ich fahr voraussichtlich hoch. Wäre eigentlich ganz witzig, das Ganze mit einer Art Unity-Treffen zu verbinden.
Infos findest du z.B. hier: www.antig8.tk
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dian




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[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 13:25


@ Lonewolf:
Ich bin eben allgemein sehr skeptisch, ob solche Demonstrationen und Aktionen tatsächlich den politischen Entscheidungsprozess beeinflussen können.
Ich weiß nicht, ob so etwas nicht irgendwie schon ein Relikt aus vergangenen Zeiten ist, als das öffentliche Leben noch draußen auf der Straße stattfand. Heute hingegen findet das öffentliche Leben größtenteils in den Medien statt.
Allein die Medien haben die Macht, aus einer Demonstration entweder eine "sinnlose Krawallorgie" oder einen "landesweiten Protest" zu machen.
Egal, wie sich die Demonstranten auch abmühen und wie kreativ sie bei der Wahl ihrer Slogans sind... wenn die BILD beschließt, dass es einfach nur "Chaoten" sind, dann werden es in den Augen der breiten Masse auch einfach nur Chaoten bleiben.

Also ich würde mir natürlich wünschen, dass es dort oben ordentlich abgeht und dass nicht nur die Demonstranten am Ende Tote und Verletzte zu beklagen haben... aber ich sehe wirklich nicht, wie eine solche Demo "denen da oben" richtig weh tun könnte.
Um wirklich was zu ändern, müsste schon der Mob auf die Straße gehen, so wie damals in Frankreich. Dann bekommen die Politiker mal wirklich Angst, weil sie wissen, dass es verdammt viele von denen gibt. Mit den paar tausend "linksradikalen" Studenten hingegen, die sich für G8-Treffen interessieren, werden die Politiker schon fertig werden. Zumindest sagen sie sich das, so lange sie keiner vom Gegenteil überzeugt.
Und das Einzige, was die Sache in Genua damals bewiesen hat, ist meines Erachtens, dass die Demonstranten Freiwild der Sicherheitskräfte sind und im Zweifelsfall einfach totgeschlagen werden. Also was ist an einem "zweiten Genua" so erstrebenswert?
Hat das irgendeine Auswirkung auf die Politik gehabt, außer, dass die Sicherheitsvorkehrungen bei zukünftigen G8-Treffen eben noch weiter verstärkt werden und das dafür ausgegebene Geld an anderer Stelle eingespart werden muss?
Oder haben die Proteste gegen den Castor-Transport auch nur einen einzigen Brennstab daran gehindert, ins Zwischenlager gebracht zu werden?
Ist ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit gegangen, die sich daraufhin millionenfach mit den paar hundert Demonstranten solidarisiert haben?
Sorry, ich will es dir ja wirklich nicht madig machen, und ich habe zugegebenermaßen auch nicht wirklich bessere Ideen... ich bin einfach nur sehr skeptisch, was den Nutzen angeht.

Ich glaube, wirklich wachrütteln könnte man die Gesellschaft höchstens, wenn plötzlich 50 Prozent aller Menschen ihre Arbeit und ihr Studium hinschmeißen würden, um so wie Hansi durch die Lande zu ziehen oder sich irgendwo in Kommunen ansiedeln. Ab so einer Größenordnung würde das System vermutlich wirklich zusammenbrechen... alles andere ist dagegen kompensierbar und wird auch kompensiert werden.
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MAUS




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Motto: Too old to die young

[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 14:19


Zitat
Original von dian
@ Lonewolf:
Ich bin eben allgemein sehr skeptisch, ob solche Demonstrationen und Aktionen tatsächlich den politischen Entscheidungsprozess beeinflussen können. ...

Die Skepsis teile ich durchaus, aber wie war das noch? Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren... Ich mein, ich selbst geh ja seit Jahren auch kaum noch auf ne Demo (ok, jetzt mit meinem Rücken kann ich das eh völlig abhaken, womit @ Arne auch Deine Frage beantwortet wäre), aber ich bin doch verdammt froh, daß trotz unserer massiv oberflächlichen Spaßgesellschaft immer noch Menschen nachwachsen, die diese Energie noch aufbringen können und wollen!


Zitat
Original von dian
Allein die Medien haben die Macht, aus einer Demonstration entweder eine "sinnlose Krawallorgie" oder einen "landesweiten Protest" zu machen.
Egal, wie sich die Demonstranten auch abmühen und wie kreativ sie bei der Wahl ihrer Slogans sind... wenn die BILD beschließt, dass es einfach nur "Chaoten" sind, dann werden es in den Augen der breiten Masse auch einfach nur Chaoten bleiben.

:( Naja, daß das ein Fakt ist, kann wohl auch der größte Optimist nicht bestreiten, aber gerade deshalb ist es doch wichtig, dem etwas entgegen zu setzen, man kann das doch nicht einfach schlucken, auch wenns bequemer ist...


Zitat
Original von dian
Um wirklich was zu ändern, müsste schon der Mob auf die Straße gehen, so wie damals in Frankreich. Dann bekommen die Politiker mal wirklich Angst, weil sie wissen, dass es verdammt viele von denen gibt. Mit den paar tausend "linksradikalen" Studenten hingegen, die sich für G8-Treffen interessieren, werden die Politiker schon fertig werden. Zumindest sagen sie sich das, so lange sie keiner vom Gegenteil überzeugt.

:D Na eben, und sie vom Gegenteil zu überzeugen wird nicht einfacher, wenn sich jeder denkt, daß Protest ja eh nix bringt...
Wie gesagt, ich geh jetzt auch nicht mehr auf Demos, aber es gibt ja auch genug andere Möglichkeiten so einen aktiven Protest zu unterstützen, und sei es nur ein Forum, in dem man Infos darüber für die Aktiveren bereit stellt ;)
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Tetrarchos






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[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 16:22


Man muss Aktionen bringen die einerseits sehr provokant die Medien aufrütteln, am besten sogar internationale Medien, andererseits am besten ohne Gewalt. Hätte zB folgende Idee:

Jeder macht sich aus gelbem Filz einen gewissen gut bekannten Stern aufs Jäckchen, mit der Aufschrift " Arbeitsloser", und ansonsten wird im Schweigemarsch demonstriert oder dort rumgestanden. Überhaupt keine Gewalt, nur tausende Menschen mit diesem Stern. Das MUSS einfach Aufsehen erregen, weil das Thema historisch so extrem belastet ist. Und ohne Gewalt kann man einfach nichtmehr von Chaoten schreiben. Und die Bullerei kann niemand festnehmen. Mit welcher Begründung?
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Incendiary






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[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 17:10


Bisher wurde ja schon einiges gesagt... und ich finde nach wie vor, dass es wichtig wäre dorthin zu gehen. Ich weiß selber noch nicht zu hunderprozent ob ich hin kann, aber ich kenn ein paar gute Kumpels die dorthin pilgern.
Zumal natürlich die Politik dieses Bündnisses wirklich ...nunja... kritisch ist.

Es ist natürlich sicher fraglich, ob all der Protest einem der "Politiker" wirklich zu Herzen geht, schließlich werden diese (Politiker&Proteste) ja nur zu gut abgeschirmt ... sodass kaum der eine den anderen sieht.
Nun sehen aber vielleicht Menschen im Fernsehen was sich dort abspielt oder Lesen das in der Zeitung... werden dadurch vielleicht aufgerüttelt, machen sich Gedanken, sind evtl. Erschrocken über die Machenschaften der "ach so lieben Polizei" (oder soll ich lieber Bullen sagen)... Trotz hohem Einfluss der Medien ist das meiner Meinung der Aspekt, der am meisten zählt, man informiert sozusagen ... natürlich gehört da stets auch immer der Aspekt des lokalen Handelns dazu ...

Von daher finde ich Dians Idee eigentlich ziemlich gut, während des Gipfels anderswo auf sich aufmerksam zu machen - (Anti-)G8 ist überall ;)

Deshalb wie Maus schon sagte: Wer kämpft kann verlieren...

Doch wie soll man die Proteste gestalten damit die Medien darauf aufmerksam werden? @Tetrarchos:
Ich bin zwar der Ansicht, das friedlicher Protest besser/interessanter... ist. Aber werden darauf die Medien aufmerksam?
Ich glaube, dass leider die wenigsten Zeitungen das interessiert, weil insgeheim stehen ja die meisten auf der Seiten dieser "hohen Politiker" ... von daher passt es ihnen besser über die bösen "Chaoten", "Krawallmacher", "Anarchisten" ... zu schimpfen.
Sprich man macht die große Masse der Medien eher mit Gewalt auf sich aufmerksam ... (siehe z.B. Ungdomshuset - da stand sogar im Stern was dazu - hab ich bei nem Arztbesuch erfahren, und auch der Deutschland-Funk hat darüber berichtet.
Nunja deshalb bin ich bislang immer noch ein bisschen ratlos, was nun besser ist.

Ein anderer Aspekt ist sicher auch, dass die Proteste dazu dienen sich zu solidarisieren, Erfahrungen zu machen, Kontakte zu knüpfen und zu spüren ich bin nicht allein - sozusagen UNITY

@Tetrarchos: Also meine Erfahrungen von Demos, Erzählungen von Bekannten besagen leider anderes - Die Bullen nehmen schon mal ohne Grund fest, bzw. sie suchen sich einen total idiotischen ... die erfinden auch gerne mal!
Und ich glaub diese Aktion würden die Medien eher übersehen wollen, denn die stehen ja erstmal nur hinter den Polizisten und nehmen deren Berichte ab, wenn sie wollen! Trotz geschichtlicher Vorbelastung.
Ich persönlich finde das aber eine gute Idee ... bin absolut für kreativen Protest!!!
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 19:22


Belehrt bitte ein unwissendes Mädel vom Land: Ist es total dumm und dekadent, da bloß zum Spaß hinzugehen? :D
Natürlich bringts nix, klar verlieren wir, auch wenn wir "kämpfen", aber sinn- und nutzloser Aufstand kommt irgendwie meinem Naturell entgegen.
Und ja, es ist vergeudete Energie, aber ich hab genug davon *g*

Ich hätte mal Zeit von Montag bis Donnerstag. Ist bloß leider am anderen Ende Deutschlands... Aber wenn sich ein paar Leute hier finden für diese Zeit und die Fahrt nicht allzu teuer wird, wär ich durchaus dabei.
Aber das bleibt wohl ein frommer Wunsch, wenn ich mir so die Verbindungen angucke...

Woanders auf sich aufmerksam zu machen ginge nur, wenn man etwas wirklich Großes veranstalten würde. Ein paar Leutchen irgendwo auf der Straße oder ein paar vergessene Koffer plus Bombendrohung auf nem Bahnhof würde wohl in der G8-Demo-Berichtserstattung völlig untergehen. Da müsste man schon was wie den 11. September aufziehen. Aber dazu haben wir wohl kaum die Kapazitäten...
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hopeless






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 21:28


ich spüre schon den latenten drang, eine sinnlose aktion in dem zusammenhang auf die beine zu stellen.
allerdings habe ich noch keine idee und vermute mal, dass ich nur an nem wochenende wirklich zeit haben werde. wenn ich mich für eine art diskordischen spaß begeistern kann, wären vielleicht auch ein paar tage mehr drin.
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Benway




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Motto: fire walk with me

[*] Verfasst am: 1.4.2007 um 21:30


[QUOTE]Ich hätte mal Zeit von Montag bis Donnerstag. Ist bloß leider am anderen Ende Deutschlands... Aber wenn sich ein paar Leute hier finden fürdiese Zeit und die Fahrt nicht allzu teuer wird, wär ich durchaus dabei.[/QUOTE]

Nun, du bist mit Sicherheit nicht die Einzige hier, die eine Affinität zu sinn- und zweckfreier Revolte hat... Vielleicht finden sich ja noch ein, zwei Leute hier aus dem Süden (moment, Lonewolf will ja auch fahren, dann wären wir sogar schon drei theoretisch), dann müsste die Fahrt eigentlich für jeden erschwinglich sein. Auto könnte ich sogar stellen...wäre doch lustig, wenn wir -am besten noch mit theunity-Spruchband- als Beispiel für die asozialen Krawallmacher über die Fernsehschirme flimmern würden...
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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 03:12


Also, ich kann frühestens am Mittwoch was Konkretes sagen, weil ich da meine Prüfungstermine erfahre.

Wäre ich wenigstens ein paar Jahre schon älter und hätte schon eine entsprechende Diagnose vom Arzt gehört, dann wäre das natürlich eine wunderbare Gelegenheit, nachdem auch die RAF-Diskussion in den Medien war, der neue Benno Ohnesorg zu werden und sich erschießen zu lassen.

Aber wie gesagt, wenn ich da mit meiner Prüfung noch nicht durch bin, muss das Erschießen eben verschoben werden. :|
Ja, klingt nicht ganz logisch, ich weiß, aber man soll ja sowas auch ein bisschen konkreter planen. Und man kann eben nicht alles haben, Prüfung und sich erschießen lassen, wäre etwas vermessen.


Wenn wir fahren, was machen wir denn sonst da???

Irgendetwas sollten wir uns schon ausdenken.
Btw. ich war auch schon lange nicht mehr auf Demos, ich weiß nicht, wie die Bullen heute drauf sind.
Auf was ich überhaupt keinen Bock habe, sind solche Latschdemos, wie es sie zu Friedensdemozeiten gab. Wenn, dann will ich auch ein bisschen Action dabei haben, also so wie früher Gorleben und Brokdorf.
Ich hoffe, Ihr seid alle geschult in sowas und wisst, was man zu solchen Demos mitnehmt.
Und evtl. könnte @Lonewolf oder @Incendiary noch was sagen, was heute eingesetzt wird. Früher gab es immer gut Wasserwerfer und Tränengas in Massen. Tränengas konnte man mit Zitronensaft aus den Augen waschen, wie das heute mit CS-Gas funktioniert, weiß ich z.B. gar nicht. Wasserdichte Kleidung hat Vorteile und auch Männer sollten Binden tragen.
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Incendiary






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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 11:29


Also apropos dorthin kommen: von Stuttgart aus wird ein Zug organisiert ! Dazu kann ich demnächst vielleicht noch mehr sagen.

@Ina: Wenn dort Menschen nur aus Spaß hingehen, verliert es halt den politischen Charakter und darauf werden sich auch einige (z.B. Medien) stürzen, das erscheint doch lächerlich...
Klar, Einigen macht es auch Spaß nen Riot zu starten... Aber ob das alleine der Sinn der Sache sein kann?! Und ich kann mir gut denken, dass dort viele auch nicht mit so einer Einstellung einverstanden sind, auch wenn einen zunächst mal die Menge der Menschen interessieren.

@Arne: Also Aktion wirst du dort bestimmt bekommen!!! Ich glaub schon dass mal ne Barrikade brennt, man rennt, dass Gegenstände fliegen usw. Das Potenzial ist meines Erachtens durchaus da... Mal angenommen es wird wie Genua....

Naja und zu unseren lieben Helfern: Es ist unterschiedlich, mal so, mal so... Oft kommt es auch auf die Demonstrationsteilnehmer an. Wenn es sich um einen wütenden schwarzen Block handelt greifen die sehr gerne zu ihren Schlagstöcken, Wasserwerfer gibt es immer noch und da sie nicht so oft eingesetzt werden brennen einige vielleicht schon darauf ... Mit den Gasen kenn ich mich nicht so aus, weiß auch nicht was die Polizei überhaupt einsetzten darf.
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Lonewolf




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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 13:30


Also, wer tatsächlich zum G8 gehen will, sollte sich vllt. in seiner Umgebung nach Gruppen umschauen (z.B. attac, autonome gruppen), die Vorträge, Workshops und Mitfahrgelegenheiten anbieten. Incendiary hat da Glück, die Stuttgarter sind in jeder Hinsicht ziemlich fit.
In großen Gruppen bzw. mit Zug anzureisen ist zwar am Einfachsten, will ich persönlich aber verhindern wenn möglich; Schikanen und Kontrollen im Vorfeld kann man so kaum entgehen.
@Arne: In der Regel wird CN-Gas eingesetzt, die Cops haben zudem noch Pfeffer zur Hand. Zitrone hilft zwar einerseits die direkte Wirkung zu neutralisieren, ist aber noch gesundheitsschädlicher da es das Zeug bindet. Ganz gut sind die Schutzbrillen aus dem Baumarkt, die zählen allerdings ebenso wie Sturmhauben und Tücher (!) zur Passivbewaffnung und können einem vorläufige Festnahmen sowie Geldbußen einbringen. Darauf verzichten würde ich aber nicht, man muss sich halt was einfallen lassen.
Unauffälligkeit heißt in jedem Fall die Devise, Bullen sind normalerweise recht beschränkt und reagieren auf oberflächliche Dresscodes wie z.B. schwarze Kleidung, d.h.: Wer nicht auffällt, entgeht auch meist den Kontrollen.
Hier noch ein paar Basics: http://projekte.free.de/schwarze-katze/texte/tips06.html
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hopeless






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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 13:31


selbstschutz und erste hilfe auf demos: http://www.nadir.org/nadir/initiativ/sanis/hilfe/online/index.htm
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Tetrarchos






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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 16:23


Hat nicht zufällig jemand Kenntnisse in Ninjutsu? Das käme gut, so ein kleiner Ninja in der Demo, der ALLEINE mindestens 10 Knüppelbullen aufmischt. Aber da müsste jemand schon tatsächlich Großmeister sein. :D
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Ina






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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 19:07


Tja, mir erscheint es halt lächerlich, dort hinzugehen, weil man tatsächlich etwas verändern will.

Aber nur zu.

Ist schon möglich, dass ich den konzentrierten linken Idealismus da oben doch nicht so gut vertragen würde. Da spuken jetzt seit fünf Minuten so ein paar schauderhafte Gestalten aus meiner Studentenzeit in meinem Hirn rum - auweia, mit sowas aufm Zeltplatz??
Sonst hätte ich euch schon die extradicken Binden mitgebracht, wenn es euch aus naheliegenden Gründen peinlich erscheint, die selber einzukaufen ;)
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Lonewolf




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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 19:46


Und mir erscheinen die üblichen Bedenken bezüglich der Sinn- oder Wirkungslosigkeit solcher politischer Aktivitäten ziemlich irrelevant angesichts der zumeist tatsächlich "sinnlosen", nach kurzsichtiger Ökonomie ausgerichteten Lebensläufe der meisten hier lebenden Menschen. Dass tiefgreifende gesellschaftliche Umwälzungen erstmal bestimmte soziale und wirtschaftliche Verhältnisse voraussetzen, die nicht durch eine relativ kleine Gruppe von "Berufsrevolutionären" erzeugt werden können, ist eine ziemliche Binsenweisheit.
Niemand ist so naiv zu glauben, tatsächlich mit Demos und symbolischen Aktionen "die Welt verbessern" zu können. Bloß ist das kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen; Ereignisse wie Genua oder Sydney haben die Treffen der globalen Machteliten nicht nur in die Perpherie verbannt, sondern erst in größere öffentliche Diskurse gebracht.
Ich seh übrigens auch kein Problem darin, ohne eine großartige politische Überzeugung, die sich explitit auf die Inhalte der G8 bezieht dorthin zu gehen. Selbst wenn man grundsätzlich das Repräsentationsprinzip anerkennt (was aus libertärer/anarchistischer Position heraus nicht unbedingt der Fall ist) ist etwas wie das G8-Treffen in keiner Form demokratisch legitimiert. Es gilt ein Zeichen zu setzen gegen eine Minderheit, die für sich in Anspruch nimmt die Geschicke der Mehrheit zu lenken- schon allein aus Prinzip. Insofern finde ich es auch nicht verwerflich dorthin zu gehen, nur um sich mit der
"Ordnungs"Macht anzulegen; wenn das dann aber auch wirklich konsequent praktiziert wird, ohne reinen Gaffertourismus zu betreiben.
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Ina






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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 20:44


wir könnten freilich ein bisschen Unity-PR machen, damit das ganze doch noch ein bisschen Sinn hätte. Sooo klein ist die Chance ja doch nicht, da auf inteligentes Leben zu treffen.
T-Shirts tragen mit der URL drauf, Dians Bücher verteilen und so :D

Was mich bei genauerem Nachdenken aber am meisten beunruhigt, ist mein Mangel an Ortskenntnis. Ich hab gern den Überblick, aber dazu müsste man wirklich zwei Wochen vorher dort sein, bevor der ganze Trubel startet, um wirklich vor Ort zu begutachten, wie und wo das alles abläuft. Wenn man nur mal schnell für ein paar Tage hochfährt, wenn alles schon voll in Gang ist, hat man keine andere Wahl als sich als unwissendes Schaf von der Menge mittreiben zu lassen. Und das gefällt mir gar nicht.

kleines Beispiel: da wo ich herkomme, führt nur eine Straße raus, trotzdem würde man mich da kaum erwischen können, wenn ichs mal drauf anlegen müsste, abzuhauen: Weil ich einfach die Gegend besser kenne als jeder Bullenhaufen, die Wildnis würde mich verschlucken.

Doch ne unbekannte Stadt verschluckt mich nicht.
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Incendiary






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[*] Verfasst am: 2.4.2007 um 23:15


@ Lonewolf: Der Link is nicht schlecht, muss ich unbedingt aufbewahren...

und @Ina: Findest du nicht, dass das ein bisschen misionarisch rüberkommt ;) Bücher verteilen... Ich fände nur Banner und T-Shirts mit der URL und einem markanten Spruch besser ... aber das is ja geschmackssache.

Nunja nochmal zur Diskussion "Spaß vs. Politik" (okay es klingt doof, aber ich nenns mal so)
Finde Lonewolfs Statement überzeugend... ich bin halt von eigenen Erfahrungen, Erlebnissen, Vorstellungen ausgegangen. Tut mir Leid @Ina konnte dich da nicht einschätzen.
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[*] Verfasst am: 3.4.2007 um 03:21


Also, ich hab' keine Lust, mich irgend einer anderen Gruppe hier aus der Umgebung anzuschließen. Die paar, die ich kenne, die da hinfahren, haben nun wirklich 'ne andere Wellenlänge wie ich und sind mir für meine Verhältnisse viel zu jung, das muss ich leider auch mal sagen, dass mir manchmal stundenlanges Zusammensein mit Menschen, die gerade so 18, 20 sind, eher auf den Sack fällt als das es mich erfreuen würde.

Inhaltlich sind mir da auch wieder einige Sachen aufgestoßen, z.B., wie man etwas bewirken will, wenn man nicht ganz einfach darauf setzt, dass es unkontrollierbaren Krawall geben könnte. Und da kann man sich eben nicht auf die paar Leute verlassen, die so etwas mit dem politischen Bewusstsein verbinden, sondern eben nur auch mit denen, die Lust auf Riots haben.
Ich habe zuviel gelesen, als dass ich alle Punkte von attac unterstützen würde. Ich will nicht die kleinbürgerliche Welt des 19.Jahrhunderts zurück, sondern geänderte Besitzverhältnisse in einer durchaus annehmlichen Welt, wo wir die Produktionsmittel dazu nutzen, möglichst viel Luxus für alle zu erzeugen und das mit wenig Arbeit.
Insofern ist es mir wurscht, warum da was abgehen könnte, was zu Ausschreitungen führt.

Auf jeden Fall, sofern das mit meinen Prüfungsdaten vereinbar ist, würde ich mich vorab gerne dort irgendwo mit Euch von der Unity treffen, und von da aus planen, an was wir teilnehmen und was wir mitmachen.
Wenn, dann sollten wir schon einen eigenen Block bilden, was ja nicht heißt, dass, wenn jemand Bock auf 'ne Sache hat, die keine Mehrheit bei uns findet, der nicht auch in einem anderen Block mal mitlaufen kann.
Ich weiß nicht, wie festgelegt das heute ist, aber früher bin ich auch ab und an mal aus dem Ruhrgebietsblock zu dem Schwulen-Block oder anderes gewechselt. Außerdem kannte ich zumindest früher auch genug Leute aus anderen Ortsblöcken. Ich denke, dass wird hoffentlich auch noch heute möglich sein.
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Ina






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[*] Verfasst am: 3.4.2007 um 08:33


Och @Incendiary: Erst bin ich ein perverser Auswuchs der Spaßgesellschaft und jetzt bin ich "missionarisch" - *g*, wenigstens habe ich diesen Vorwurf noch nie gehört, seit ich mich erinnern kann ;)

Ehrlichgesagt fiel mir das bloß spontan so ein, ist eh nicht meine Angelegenheit, sind nicht meine Bücher und ich habe ihren Druck nicht bezahlt.

Vorab Treffen ist für mich sicher nicht drin, da ist mir die Entfernung auf jeden Fall zu groß.
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[*] Verfasst am: 4.4.2007 um 01:18


Also, ich wollte jetzt kein Vorab-Treffen, sondern einfach nur wissen, wie und wo man sich da trifft.

Wohnt da nicht auch irgendwer in Mecklenburg-Vorpommern.

Ggf. bitte mal "Intern" antworten, wenn das sicherer ist.
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Tetrarchos






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[*] Verfasst am: 4.4.2007 um 22:05


Alos auf jeden Fall benötigt eine Aktion auch vorher schon strategische Planung. Ganz wichtig sind zum Beispiel gute Ortskenntnisse über die schnellsten und besten Fluchtwege, oder über mögliche Verstecke. Sich ohne Ortskenntnis und ohne jede Taktik gegen eine Übermacht an Bullen vorzuwagen, entspricht nicht meinen Vorstellungen. Leider scheitern solche Krawalle IMMER daran, daß sie nicht militärisch genug geplant sind. Dazu braucht es einen Planungsstab mit Kartenmaterial der zB folgende Fragen vorab klärt: Welche strategischen Schlüsselpunkte besetzen wir? WANN schlagen wir ZEITGLEICH los? Wo werden vermutlich die meisten Bullen stehen? Wo kann man sich eventuell verstecken? usw...
Und dann müsste in dem Fall tatsächlich eine funktionierende Befehlskette existieren, die auch umgesetzt wird (etwa per Handy zum Planungsstab und "Kommando-Offiziere" vor Ort). Kurz: man müsste ÄHNLICH geplant und organisiert sein wie die Bullen. Ein paar Mülltonnen anzünden, wild herumgröhlen, Fenster einwerfen, ... NEE das allein bringt so garnix.
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[*] Verfasst am: 5.4.2007 um 02:14


Mehr als ein Signal zu setzen, wirst Du eh da noch nicht hinbekommen.
Dazu müsste man erstmal strategisch und nicht nur taktisch planen können, wie man auf längere Zeit einen Aufruhr zustande bringt.
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Incendiary






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[*] Verfasst am: 5.4.2007 um 22:35


@Ina: na immerhin ein bisher einzigartiger Vorwurf... klingt irgendwie toll ;)

Ich finde den Gedanken mit den "geplanten Krawallen" nicht dumm, aber ich denke was geplant ist, kann auch durchschaut werden (lebt ein Aufruhr nicht von Chaos?), wobei die Polizei sich darauf wahrscheinlich nicht einstellt. Allerdings würde ich mich eher einer schon existenten Organisation oder Gruppe anschließen, da die meißten derer schon vorbereiten und planen?! Zumal Mann/Frau vom Forum auch nicht so viel Leute zusammenkriegt oder?
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