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Autor Betreff: Drogen
Tzakahra




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 00:07
Drogen



Hallo,

habe dieses Forum eben erst auf einer Forenübersichtsseite gefunden. Gefällt mir nach erstem Durchblättern sehr gut, denke also ich werd länger bleiben. Nun mein Einstiegsthema mit dem Titel Drogen, da ich bei der Suche kein solches Thema finden konnte.

Vorab mal ein Tipp für Interessierte:

Diese Arte Doku ist mMn sehr zu empfehlen, da hier wissenschaftlich berichtet wird. Habe bisher zwar nur den Teil "Haluzinogene und Ecstasy" gesehen aber was dort so gesagt wurde lässt mich zu dem Schluss kommen, dass es hier weder um eine Verteufelung noch um eine Lobeshymne geht.


Zum Einstieg:

Hat jemand von euch Drogenerfahrungen?
Wenn ja, welche Drogen?
Wie war´s?
Wie steht ihr zur Drogenpolitik in Deutschland? (damit meine ich auch die Tabak- und Alkoholpolitik)
Was könnt ihr über Drogen berichten? (Wissen aus Literatur, Erfahrung oder sontwo aufgeschnapptes Zeug)

Ich selbst habe erst einige Male THC zu mir genommen. Entweder in Form von Keksen oder zu einem Tee beigemischt (gelöst in Milch). Bis auf eine Erfahrung, in welcher ich ängstlich war gab es nur positive Erlebnisse. Besonders zu empfehlen ist mMn Sex auf THC.

Meine Meinung von der Drogenpolitik in Deutschland ist klar 'negativ'. Was ich bisher ausserhalb von Privatfernsehen und Warnungen von Eltern oder Lehrern gehört habe, liess mich sehr kritisch werden. So hörte ich z.b. bei einem Zivildienstlehrgang in Karlsruhe in der Themengruppe Drogen zum ersten Mal davon, dass Haluzinogene nicht körperlich abhängig machen. Zudem gab es einen Bericht an die Bundesregierung Ende der Neunziger indem Cannabis als weniger bzw. gleich 'suchtgefährden' eingestuft wurde wie Alkohol und Nikotin. Für mich steht fest, dass es bei nüchterner Betrachtung des Themas nur einen Schluss geben kann:
Cannabis ist freizugeben und LSD sollte unter Auflagen legalisiert und im wissenschaftlichen Bereich verstärkt erforscht werden.
Natürlich stellen sich dabei mMn große Probleme. So ist das Cannabis von heute viel wirkungsvoller als das der 69ger Generation. Ausserdem werden die Konsumenten immer junger, was teilweise dazu führt, dass gekifft wird bis zum Umfallen (z.T. mit schweren Folgen für die psychische Entwicklung). So sieht mMn jedoch Freiheit nicht aus. Vielmehr ist zur Freigabe von Drogen eine Aufklärung über den Umgang damit notwendig. Etwas, das bei Alkohol und Nikotin vollkommen fehlt. Schokolade möchte ich zu diesem Zeitpunkt der Diskussion noch nicht näher ansprechen ;). Jedenfalls gibt mir zu Bedenken, dass Alkohol (betäubend - enthemmend) und Nikotin (versetzt mit Ammoniak --> sehr hohes Suchtpotential, zusammen mit Tabak wie bekannt stark gesundheitsgefährdend) legal sind und zum Alltag gehören wie Brot, Wasser, Arbeit, Atmen und Schlafen. Zudem zeigt sich bei diesem Themengebiete, dass unsere Politiker nicht das gesundheitliche Wohl, sondern viel mehr die Interessen einer Lobby - welche Parteiveranstaltungen, Fortbildungen, etc... finanziert - im Auge haben. Der Konsument soll zahlen und sich tot- oder besinnungslos trinken oder dem Tabak-Nikotin-Mix erliegen. Cannabis hat keine Lobby, LSD erst recht nicht.

Warum nicht? Hierzu habe ich auf besagten Zivilehrgang eine alte ZDF-Doku gesehen in der man zu der Schlussfolgerung kam, dass das heute aktuelle Drogengesetz in den meisten Staaten der Welt von den USA aufdiktiert wurde, nachdem sich die dortige Gesellschaft einhergehend mit dem Gebrauch von LSD und Cannabis stark veränderte. So wurde Mitte der Siebziger heftig dämonisiert und noch heute steht in den Köpfen der meisten fest: "Alle illegalen Drogen sind böse, egal ob Crack, Opium, LSD oder Ecstasy". Man würgte also erfoglreiche eine Diskussion und differenzierte Betrachtungsweise des Themas ab. Auch die wissenschaftliche Forschung war am Ende (heutzutage plant man in den USA die Forschung mit LSD wieder aufzunehmen). In der Schweiz gab es Sondergenemigungen und Psychologen durften mit LSD therapieren und taten dies erfolgreich. All dies verschwand und verschwindet in Drogendiskussionen jedoch immer wieder im Topf der Pauschal(vor)urteile.

Damit soll nun nicht gesagt sein, dass alle illegalen Drogen ungefährlich sind oder gleich zu behandeln sind. Man muss klar unterscheiden zwischen den möglichen positiven Auswirkungen und den möglichen negativen Auswirkungen. So kann man zum Beispiel bei LSD zwar keine körperliche Abhängikeit feststellen, doch ein Trip kann zu ernsthaften psychischen Störungen führen. (vom Stand der psychologischen Norm aus betrachtet, bitte hier keine was ist normal? Diskussion, danke. ;)) Die Theorie des Set, Setting und der Dosis sollte daher beachtet werden.

Also: Wie fühle ich mich, wenn ich Drogen konsumiere?
Welche Wirkung hat meine Umgebung auf mich?
Wie viel konsumiere ich?

Hierbei ist ja schon bei Alkohol festzustellen, dass diese Fragen nicht in den Köpfen vorhanden sind. MMn fehlt Achtsamkeit, was ich auch bei Cannabiskonsumenten feststellen konnte. Joint (Bier, Zigarette, Schokolade) rein und erstmal alles Schlechte vergessen. Doch neben diesem Verdrängungsgebrauch gibt es noch eine Möglichkeit Drogen zur eigenen Entwicklung zu nutzen (bei Zigaretten und Schokolade bestreite ich das mal, auch hier ist mMn nicht jede Droge gleich). So nennt man zum Beispiel die Haluzinogene auch Psychedelische Drogen, da sie bewusstseinserweiternd wirken. Beispielhaft dafür sagte mal jemand in einer Drogendiskussion: "LSD ist keine Partydroge". Hier zeigt sich auch warum das Drogenkonzept "Drogen für die Massen" scheitern muss. Weil es auf eine große Zahl potentieller Konsumenten trifft, die diesem Thema vorurteilsbehaftet und unwissend gegenüberstehen. Am Ende von Fear and Loathing in Las Vegas kann man übrigens eine solche Kritik hören. Der ganze Film zeigt, wie wir mit Drogen umgehen und dies steht in scharfen Kontrast zu den Ideen der sog. Drogenpioniere wie Timothy Leary z.b.

MMn hat jeder das Recht sein Bewusstsein zu erweitern.


Meinungen? Ergänzungen? Richtigstellungen? Weitere Diskussionspunkte?


mfg Tzakahra
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dian




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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 12:42


Prinzipiell bin ich der Meinung: Der Staat soll sich um Verwaltungskram und ähnliches kümmern, und soll sich gefälligst aus den Privatangelegenheiten der Menschen raushalten (so lange dabei keine Dritten zu Schaden kommen.)
Das heißt: Es geht den Staat einen Scheißdreck an, welche Religion ich habe, welche sexuellen Vorlieben ich mag, ob ich lieber O-Saft oder Mineralwasser trinke.. und genauso hat es ihn meines Erachtens nicht zu interessieren, wann und wie viele Drogen ich konsumiere.
Wäre der Staat so clever, statt das Zeug zu verbieten, darauf ordentlich Steuern zu erheben, dann gäbe es ein paar Milliarden Schulden weniger. Mit der Kohle könnte man dann vernünftige Aufklärungskampagnen finanzieren und Alternativen für Süchtige anbieten.

Drogenaufklärung heutzutage bedeutet:
"DROGEN SIND SCHLECHT! PFUI! LASS DAS!"
Ja... sowas nennen die ernsthaft "Aufklärung", und wundern sich dann, dass die jungen Leute nicht darauf hören wollen.
Für mich sollte ehrliche Drogenberatung eher so Fragen klären wie: "Welche Droge passt am besten zu meinem Charakter? Und von welcher sollte ich besser die Finger lassen?"

Wenn ich was zu sagen hätte in der Gesellschaft, würde ich überhaupt keine Drogen verbieten. Wer meint, sich unbedingt aztekisches Pfeilgift reinziehen zu müssen, soll das doch meinetwegen tun...
Die Drogengegner rechtfertigen ihre strikte Haltung ja meist damit, dass sich Drogenabhängige schnell zu kriminellen Handlungen hinreißen lassen, um an das Geld zu kommen, das sie für ihren Stoff brauchen. (das nennt man dann "Beschaffungskriminalität".)
Da würde mich dann vor allem mal der Vergleich interessieren, wie viele Menschen nun wirklich deshalb kriminell werden, weil sie Geld für Drogen benötigen... und wie viele kriminell werden, weil sie ihre Schulden bei der Bank zurückzahlen wollen, weil sie ein neues Auto möchten oder eine eigene Insel in der Südsee?
Gibt man da etwa den Banken die Schuld, oder den Autos, oder den Südsee-Inseln? Nein... denn dann heißt es plötzlich: "Das Geld hätte sich der Typ ja auch auf ehrliche Weise besorgen können."
Nur bei Verbrechen in Zusammenhang mit Drogensucht, da wird dann immer gleich so getan, als ob jeder Kiffer frühre oder später zum Junkie und jeder Junkie früher oder später zum Mörder wird.
Ist echt zum Kotzen, diese Vorurteile..
man kann nur Hoffen, dass es irgendwann mal anders wird, wenn die heutige Generation, für die ein Joint keine Sünde mehr ist, die alte, lebensfremde Generation in der politischen Verantwortung ablöst.
Ich wäre ja auch schon völlig zufrieden, wenn es so wie in Holland geregelt wäre.

Persönlich schätze ich Alk und THC, von extremeren Sachen lass ich lieber die Finger, weil ich ein kleiner Kontrollfanatiker bin, der es zwar ganz gerne mag, wenn sich die Welt um ihn herum ab und zu ein wenig schneller dreht als normal, der aber keine Lust auf Wahnvorstellungen und dergleichen hat.
Und beim Alk muss ich auch sagen, dass ich mich da im Gegensatz zu früher viel lieber mit Bier, Alcopops und einem guten Wein besaufe, als mit dem härteren Zeug. Viele (vor allem Teenager) wollen beim Saufen ja möglichst schnell besoffen werden... aber ich sag mir mittlerweile: Wozu die Eile? Ich habe doch Zeit! Keine Ahnung... vielleicht werde ich auch nur alt...
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 13:15


Ach, gut, böse... Das Geschwall von "legal" und "illegal" ist eh nix wert.
Na gut, mein Onkel macht seit über 20 Jahren, als er mal 2 LSD-Trips unternahm, ne Tour durch die Sozialeinrichtungen Österreichs. Immer wenn ihm seine Lebensumstände nimmer gefallen, setzt er seine Neuroleptika ab, wird manisch, haut irgendwas kurz und klein und orientiert sich in der Klapse neu. Solche Beispiele hat wohl jeder in seinem Umfeld, aber woran krepieren die meisten Menschen bei uns? Nicht, weil sie im LSD-Rausch überfahren wurden, auch nicht an Lungenkrebs durch Rauchen oder weil sie ihre Leber mit Alkohol ruiniert haben, sondern an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sprich: an zuvielem Essen und Stress.
Und beides berauscht ja auch irgendwie und macht abhängig: das sieht man an all den unglücklichen Arbeitslosen und der Masse an nutzlosen Diätempfehlungen.
D.h. ungesundes Essen und Arbeit sind die wahren Killerdrogen :D
Erlässt man deshalb ein Gesetz, dass die Wochenarbeitszeit auf 20 Stunden beschränkt? Oder eins, dass den Genuss von Fast Food erst ab 18 erlaubt - oder gar nur zu Forschungszwecken?
Aber es geht natürlich nicht um die Volksgesundheit, sondern nur darum, welche Drogen die Maschinerie am Laufen halten und welche nicht. Den Schmarrn mit morgens aufstehen, zur Arbeit gehen, dem Vorgesetzten in den Arsch kriechen, Kollegen niederwerfen etc., würden nur wenige mitmachen, die regelmäßig in anderen Sphären schweben. Dass man der "Status- und Konsumdroge" verfällt, wird hingegen mit allen Mitteln gefördert - obwohl das die Menschen in Verschuldung und innere Leere treiben kann.

Naja, zu mir: was sogenannte "illegale" Drogen angeht, bin ich völlig unbedarft. Ich wohne abgelegen und da kommt man höchstens an Cannabis ran, und auch das nur schwierig. Aber Rauchen kann ich nicht ab, und mir irgendwelche Rezepte für Kekse zu suchen, war ich immer zu faul, weswegen ich mir nie die Mühe gemacht hab, da was aufzutreiben :12:
Sonst hab ich mal Tollkirschen gefressen - DAS ist krank, DAS sollte man verbieten! Und den faszinierenden Lack im Werkzeugschrank geschnüffelt, naja man flackt halt ein bisschen verzückt rum - allerdings nicht lange und man fühlt sich wie ausgekotzt, wenn mans übertreibt. Muskatnuss hab ich auch mal getestet, ist ganz nett in der richtigen Dosis - das Hirn fängt an, einem Geschichten zu erzählen - aber schmeckt scheiße und macht man drum sicher nicht regelmäßig.

Ansonsten bin ich eher dafür, dass wir das Potential unseres Hirns selbst zu nutzen lernen. Ich will dafür nicht irgendwelche Substanzen brauchen. Dass das geht, merkt man ja an den eigenen Träumen in der Nacht. Manche von denen hat an Komplexität und Intensität noch keine "Droge" übertroffen - na gut, vielleicht liegt das an meinen unzureichenden Versuchen ;) aber egal.
Es sind jedenfalls alles Zustände meines Hirns und die muss man doch irgendwie beeinflussen und herbeiführen können - wenn irgendwo das "Geheimnis" des "Glücks" und der "Bewusstseinserweiterung" liegt, dann wohl da. Und nicht in irgendwelchen von außen zugeführten Substanzen.
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...






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[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 16:54


Achja, meine eigenen Erfahrungen sind eben
freiwillig:
Tabak
Alkohol
THC

Und gesundheitlich verordnet:
Morphium und
Seretralinhydrochlorid.

Letztere beide, weil man das verordnet bekommt, wenn man bestimmte Erkrankungen hat. (Morphium nur in akuten Zuständen, auf der Intensiv habe ich bestimmt noch massenweise andere Schmerz- und Schlafmittel bekommen, an die ich mich jetzt aber auch nicht mehr erinnern kann.)

Alkohol macht mir heutzutage auch kaum noch Spaß, weil mir da dann auch die Kontrolle fehlt, außerdem zwingt einen das meistens zum Griff nach anderen Drogen am nächsten Tag wie Acetylsalicidsäure oder Paracetamol, was auf Dauer auch nicht so reinzieht.
Ich trinke manchmal abends gerne ein paar Tassen Tee mit je einem Pinneken Bessen Genever drin, das schmeckt mir noch und das reicht auch aus. Wein manchmal noch, bei Bier vertrage ich die Kohlensäure nicht.

Zigartten rauche ich kettenweise und hab' bislang auch noch wenig Lungenprobleme, obwohl die schon bei Erkältungen sichtbar sind und auf Dauer bestimmt noch schlimmer werden.
Aber Tabakkonsum fördert nun mal ausgiebig den Herz - und Kreislauftod und das ist, so wie ich ihn bei meienr Verwandtschaft kennengelernt habe, immer noch mit einer der angenehmsten Tode, die man bekommen kann.

THC wirkt auf mich ziemlich förderlich, da ich eine chronische Darmerkrankung habe und seitdem ich kiffe hab' ich kaum noch Probleme mit Durchfällen. Vorher musste ich eine andere Opiatlösung literweise zu mir nehmen, die zwar angeblich nur den Darm ansprach, aber in den Dosierungen, wie ich sie zu mir nehmen musste, auch Muskelkrämpfe u.ä. hervorrief. Da das thc über die Atemwege aufgenommen wird, also nicht über den Verdauungstrakt, brauche ich davon wesentlich weniger und anscheinend ist die Wirksamkeit auch noch lange danach zu spären, wenn die berauschende Wirkung im Kopf vorbei ist. Ist also für Menschen mit angeschlagenen Verdauungssystem eher zu empfehlen als die orale Einnahme von Medikamenten.

Der Grund, warum das in der BRD nicht legalisiert wird, hat imo eher was damit zu tun, dass dadurch eine neue Schicht sich mit Wohlstand versorgen könnte. Und das will die herrschende Klasse einfach nicht.
Wir leben doch schon lange in einer Republik, die eher feudalistischen Ordnungen entspricht als noch kapitalistischen oder gar demokratischen.
Die Einführung von Coffeeshops a la NL würde in der BRD einfach dazu führen, dass manche Gruppen vom wirtschaftlichen Wohlstand profitieren könnten, die bislang ausgegrenzt waren und die stören die Bourgeoisie in ihrer abgeschlossenen Gruppe.
Was sollen Ackermann und Esser auch mit einem kolumbianischen Drogenbaron anfangen? Oder mit einem Besitzer von einer gutgehenden Coffeeshopkette?
Nä, das würde die da durcheinander bringen, also läßt man es und droht ihnen mit Gefängnis, damit die Typen dort ihre Ruhe haben. Wer mal an dem Duft des großen Geldes schnüffeln will, der soll gefälligst als Schleimscheißer in der Politik aktiv werden und dort die Interessen des Kapitals vertreten, dann darf man mal kurz mitmischen.

Es sind also mit Sicherheit keine rationellen Gründe, sondern rein faschistoide, die das bundesdeutsche Drogengesetz diktieren.

Widerstand dagegen ist also zumindest legitim.

Bei anderen Drogen habe ich bislang nicht so tolle Erfahrungen gemacht. ich musste ja relativ lange Morphium nehmen und finde auch, dass man von dem Zeug zwar herrlich tolle Stimmung bekommen kann, aber dann auch wie ein manisch-depressiver Mensch in volle Depressivität kommen kann, allerdings räume ich ein, dass es ein tolles Erlebnis ist, wenn man das Zeugs mal i.v. direkt gespritzt bekommt. Allerdings läßt die Wirkung sehr schnell nach, insofern kann ich mir nicht vorstellen, für einen Kick, der meinen Empfindungen nach nur ein paar Sekunden dauerte, viel Geld auszugeben. Solange das die Kasse bezahlt, schön und gut, aber dauerhaft brauche ich das normalerweise wirklich nicht.
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Hansi




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[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 18:49


mh, dann kommt hier ma der senf von mir. fangen wa ma mit den drogen und der gesellschaft an:

bin da eigentlich ganz @dians meinung. jeder soll das machen was er für richtig hält. wenn einer meint er muss sich mit chemiekeulen vollpfropfen soll er das doch machen. nur dritte soll er raus lassen. und niemand sollte das recht haben einem zu sagen was er tun oder lassen soll.

zu mir:

mh, also hab bis jetz nur mit alk und thc zu tun gehabt. vorallem fand ich rauchen schon immer übelst eklig, und dann, an unserer privaten abschlussfeier nach der berufsschule hab ich meinen ersten zug gemacht, und das war kein tabak, nein es war gras. zudem trank ich den tag noch (erinner mich nich mehr so genau an die zahl der flaschen) ca. 3 flaschen wehrmut. ja, dass war n toller trip und an ner bushaltestelle wollte die mischung dann raus ;). seitdem gabs kein thc mehr. aber alk in regelmäßigen abständen. irgendwie muss man seinen frust ja irgendwie vergessen.
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MAUS




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[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 21:24


hab nu keine zeit für ne ausführliche antwort, vieles wurde eh schon gesagt, möchte aber vorab schon mal 1 buch zum thema drogen und wirtschaft/politik/geschichte empfehlen, in dem sehr schön der durch und durch verlogene umgang mit legalen/illegalen drogen dargestellt wird. das ganze ist zwar nicht mehr auf dem aktuellen stand, zeichnet die situation aber bis 1990 sehr schön auf.

günter amendt: sucht - profit - sucht
rowohlt 1990
1480-ISBN 3 499 18777 9
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deep7






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 12.12.2006 um 22:29


- Nikotin -
Ich nehme jetzt seit ca. 1,5 Jahren Snus. (Googeln hilft)

- Alkohol -
Ab und zu mal, ja, wer nicht?

- THC -
Hm ja, so 1Mal/Woche. Hat mich schon einmal recht erwischt, als ich im MacDonalds vor versammelter Menge in Ohnmacht gefallen bin.

- LSA -
Erste Erfahrung waren die Holzrosensamen. Kleiner Fehler war wohl, dass wir die erst um 0:30 Uhr nachts konsumiert haben... war dann eine sehr komische Nacht, in der wir beide wach lagen. Gelaufen ist man wie ein Besoffener, und mit der Schärfe beim Sehen hat es auch sehr stark gehapert. Kotzen gehört leider dazu... Mal sehen, wann ich das das nächste mal mache, in irgendwelchen Ferien am besten, immerhin ist man erst nach 2,3 Tagen wieder klar im Kopf. War wohl bis jetzt die härteste Erfahrung, nicht wirklich die schönste.

- Kanna -
Mogelpackung finde ich... also lohnt nicht wirklich.

- Salvia -
Entweder, ich bin schier ungeeignet für das Zeug, oder aber ich darf noch Hoffnung haben, dass die starken Nebenwirkungen Schweißausbruch und unkontrollierbares Gafern vergehen... Geistig merke ich schon auch was, vllt. lege ich mir demnächst mal eine gescheites Extrakt zu, mit dem ich mich womöglich mal richtig in eine andere Welt versetzen könnte.

- Kratom -
Wird demnächst mal ausprobiert. Bisher nur als Teil einer Tabak-Kratom-Graß-Mische konsumiert und nicht konkret Neues gespürt.

- Meskalin -
Hab ich auf jeden Fall noch vor. Mal sehen, was sich ergibt.
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hopeless






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 13.12.2006 um 14:58


alkohol: am anfang hab ich mir halt wie die meisten auch so apfelkorn und die ganze ekelbrühe gegeben, aber seit ich hauptsächlich bier und wein trinke, kotze ich so gut wie garnichtmehr davon. ab und an gibts auch mal nen cocktail oder einfach rum/whisky cola. manchmal denke ich, dass es ein erstrebenswertes ziel wäre, irgendwann keinen alkohol mehr zu trinken, aber dann macht mir mein philosophisches grundgerüst wieder unendlich viele striche durch die rechnung ;)

thc:
ich rauch halt auch garnicht gern, deshalb bin ich da von exzessen weitestgehend verschont geblieben. so ab und an rauch ich mal einen mit, da komm ich kaum drumrum weil in der wg ständig was da ist und wenn nicht schnibbelt der eine halt an seinem pflänzchen rum. ich bekomme dann oft direkt ein kribbeln in den gliedmaßen und werde auf etwas längere zeit träge bis müde. friedlich könnte mans nennen. wirkung in die andere richtung hatte ich noch nie. ansonsten brösel ich mir hasch in nen kakao, der rauschzustand kommt langsamer, ist nicht so intensiv und hält glaub ich etwas länger.

coffeein:
ich hatte einmal ne wirklich angenehme kreislaufschwäche, nachdem ich nach einigen tassen kaffee zur haltestelle gerannt bin. so richtig kurz vorm umfallen, aber ein schönes körpergefühl.

ich hab vor, demnächst mal pilze zu probieren, also psilocybin. das wirkt ähnlich wie lsd und die erfahrungsberichte, die ich gehört habe, waren halbwegs positiv. ich mach das natürlich nicht alleine, aber so wahrnehmunsveränderung, vermischte sinne und so interessieren mich schon. (das kann dein hirn wahrscheinlich alleine nicht, maria.)
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Lonewolf




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[*] Verfasst am: 13.12.2006 um 17:58


Alkohol: Habe vor längerer Zeit festgestellt, dass ich kaum noch Bier vertrage, zumindest löst das bei mir in größeren Mengen nur Müdigkeit und Kopfschmerzen aus (und leider keinen Rausch), so dass ich in dieser Hinsicht eher Genießer bin., d.h. ab und zu mal ein Guinness im Pub. Ansonsten betrinke ich mich recht gerne mit Rotwein oder Met (letzteres eher selten), und wenn es die Finanzen erlauben, mit mehr oder minder gutem Scotch.
THC: Zu selten,da ich kaum Gelegenheiten habe. 'ne zugekiffte WG wäre wahrscheinlich das, was ich zur Zeit brauche, selbst bin ich zu faul und geizig um mir was zu besorgen.
Koffein: An sich sehr gerne, aber da ich zu ziemlich hefitigen Mangelerscheinungen neige, muss ich auf alles aufpassen das dem Körper Mineralstoffe entzieht. Obwohl ich das Gefühl, den ganzen Tag nix zu essen und dann mit mehreren Tassen Kaffee Ausdauersport zu betreiben, nur empfehlen kann.
Das Rauchen habe ich zur Zeit wieder aufgegeben. Ansonsten treibe ich wieder mehrmals die Woche Sport und bin am WE in der Regel per Auto unterwegs, so dass Drogenkonsum schon zeitlich problematisch wird. Hab trotzdem auch weiterhin das Bedürfniss, mich abzuschießen, leider geht das nicht mehr so leicht wie noch zu Schulzeiten.
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HëllRÆZØR




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[*] Verfasst am: 13.12.2006 um 22:32


Mein Drogenkonsum beschränkt sich lediglich auf Alkohol, hauptsächlich Bier, und bei besonderem Anlass Met. Ich bin zwar gegen ein Verbot von "illegalen" Drogen, aber eine Altersbeschränkung sollte es schon geben.
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Tzakahra




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[*] Verfasst am: 13.12.2006 um 22:55


Für eine Altersbeschränkung wäre ich auch. Noch ne nette Idee ist mMn der Drogenführerschein. Was mich vor allem nervt ist die Inkonsequenz bei diesen ganzen Regelungen. Geht es um illegale Drogen, dann tun alle Politiker so, als seien sie um das gesundheitliche Wohl der Bürger besorgt. Als wollten sie Kinder vor den 'bösen' Pillen schützen und verhindern, dass Leute abhängig werden können.

Geht es allerdings um die Zigaretten, dann sagen sie solche Sachen wie die Ex-Gesundheitsministerin als sie gefragt wurde, warum die Tabaksteuer schrittweise statt auf einen Rutsch erhöht wird:

Zitat
Ulla Schmidt sagte
Wir wollen das Ausweichverhalten der Raucher vermeiden.


Wer solche 'Politiker' hat, braucht keine Feinde mehr. Die jetzige Diskussion um den Nichtraucherschutz ist auch wieder so offenbarend.


Zitat
Arne schrieb:
Die Einführung von Coffeeshops a la NL würde in der BRD einfach dazu führen, dass manche Gruppen vom wirtschaftlichen Wohlstand profitieren könnten, die bislang ausgegrenzt waren und die stören die Bourgeoisie in ihrer abgeschlossenen Gruppe.

Irgendwie fehlt mir der Glaube, dass die 'Großen' das zulassen würden. Aber du sprichst noch nen interessanten Punkt an: Cannabis kann man als Heilmittel einsetzen und ich glaub man muss nur 1 und 1 zusammenzählen um herauszubekommen wem ein solches Heilmittel nicht recht wäre.
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MAUS




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Motto: Too old to die young

[*] Verfasst am: 14.12.2006 um 17:24


Zitat
Original von Tzakahra
MMn hat jeder das Recht sein Bewusstsein zu erweitern.

Zitat
Original von dian
Prinzipiell bin ich der Meinung: Der Staat soll sich um Verwaltungskram und ähnliches kümmern, und soll sich gefälligst aus den Privatangelegenheiten der Menschen raushalten (so lange dabei keine Dritten zu Schaden kommen.)
Das heißt: Es geht den Staat einen Scheißdreck an, welche Religion ich habe, welche sexuellen Vorlieben ich mag, ob ich lieber O-Saft oder Mineralwasser trinke.. und genauso hat es ihn meines Erachtens nicht zu interessieren, wann und wie viele Drogen ich konsumiere.

Das würde ich grundsätzlich erst mal so unterschreiben, allerdings halte auch ich ne Art Altersbeschränkung für sinnvoll, denn wie @ Tzakahra schon sagt:
Zitat
Original von Tzakahra
Ausserdem werden die Konsumenten immer junger, was teilweise dazu führt, dass gekifft wird bis zum Umfallen (z.T. mit schweren Folgen für die psychische Entwicklung).

Ich denke, daß man erst einmal halbwegs in sich gefestigt sein sollte, bevor man sein Bewußtsein durch Eingriffe von außen verändert. Gerade in der Pubertät ist man ja meistens alles andere, als auch nur ansatzweise in sich gefestigt, was dann ja zB auch dazu führt, daß man Drogen nur ausprobiert, weil die anderen es eben auch tun, oder auch ganz einfach, weil es eben das Leben spannender macht, etwas Verbotenes zu tun (war ja früher schon Sport, unter 16 trotzdem an Alk zu kommen). Meiner Meinung nach kein wirklich gelungener "Grund", und zur Bewußtseinserweiterung führt der ja auch eher selten, vor der unangenehmen Realität flüchten (Förderung von Suchtverhalten) trifft da wohl meistens eher zu. Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt, nämlich dem verlogenen Umgang mit legalen/illegalen Drogen.


Zitat
Original von Tzakahra
Vielmehr ist zur Freigabe von Drogen eine Aufklärung über den Umgang damit notwendig. Etwas, das bei Alkohol und Nikotin vollkommen fehlt. Jedenfalls gibt mir zu Bedenken, dass Alkohol (betäubend - enthemmend) und Nikotin (versetzt mit Ammoniak --> sehr hohes Suchtpotential, zusammen mit Tabak wie bekannt stark gesundheitsgefährdend) legal sind und zum Alltag gehören wie Brot, Wasser, Arbeit, Atmen und Schlafen.

Zitat
Original von Tzakahra
Damit soll nun nicht gesagt sein, dass alle illegalen Drogen ungefährlich sind oder gleich zu behandeln sind. Man muss klar unterscheiden zwischen den möglichen positiven Auswirkungen und den möglichen negativen Auswirkungen.

Zitat
Original von dian
Für mich sollte ehrliche Drogenberatung eher so Fragen klären wie: "Welche Droge passt am besten zu meinem Charakter? Und von welcher sollte ich besser die Finger lassen?"

Dito! Mal abgesehen vom Reiz des Verbotenen, führt gerade dieser verlogene Umgang, die vollkommen willkürlich scheinende Unterteilung in "gute" = legale Drogen (würde schon helfen, diese endlich mal als Drogen zu bezeichnen, denn nix anderes sind sie) und "böse" = illegale Drogen, meiner Meinung nach dazu, daß eben gerade von Jugendlichen tatsächliche Gefahren im Umgang mit Drogen vollkommen ausgeblendet werden. Wie sollte man auch rauchende, trinkende und pillenschluckende "Drogenverteufler" ernst nehmen... Hier kann nur eine Aufklärung greifen, die die positiven Aspekte der jeweiligen Droge nicht verschweigt, und im Gegenzug die negativen nicht besonders hervorhebt bzw sie sogar noch mit Lügen (welche eh immer irgendwann rauskommen) zu untermauern versucht. Eine wirkliche Aufklärung also, die dann eben auch zu einem verantwortungsbewußten Drogengebrauch führen kann, der nicht in unreflektiertem Suchtverhalten münden muß.


Zitat
Original von Tzakahra
Zudem zeigt sich bei diesem Themengebiete, dass unsere Politiker nicht das gesundheitliche Wohl, sondern viel mehr die Interessen einer Lobby - welche Parteiveranstaltungen, Fortbildungen, etc... finanziert - im Auge haben. Der Konsument soll zahlen und sich tot- oder besinnungslos trinken oder dem Tabak-Nikotin-Mix erliegen. Cannabis hat keine Lobby, LSD erst recht nicht.

Zitat
Original von Maria
D.h. ungesundes Essen und Arbeit sind die wahren Killerdrogen :D
Erlässt man deshalb ein Gesetz, dass die Wochenarbeitszeit auf 20 Stunden beschränkt? Oder eins, dass den Genuss von Fast Food erst ab 18 erlaubt - oder gar nur zu Forschungszwecken?
Aber es geht natürlich nicht um die Volksgesundheit, sondern nur darum, welche Drogen die Maschinerie am Laufen halten und welche nicht.

Dazu möchte ich jetzt einfach mal aus dem vorab bereits erwähnten Buch SUCHT - PROFIT - SUCHT zitieren:

"[I]In der Geschichte des Kapitalismus hatten Rauschmittel (Alkohol und Opium) immer einen doppelten Gebrauchswert. Sie halfen den unterdrückten Massen, ihr Los zu ertragen, und der herrschenden Klasse, die gesellschaftlichen Bedingungen der Ausbeutung zu sichern. Somit hatten Rauschmitttel immer auch einen politischen Gebrauchswert[/I]." (S. 24)
"S[I]uchtabhängigkeit unter staatlicher Kontrolle ist auch geeignet, die Arbeitsdisziplin zu erhöhen, den Grad der Ausbeutung zu steigern und sich die Loyalität der Abhängigen zu sichern[/I]." (S. 26)


Zitat
Original von Arne Kroger
Der Grund, warum das in der BRD nicht legalisiert wird, hat imo eher was damit zu tun, dass dadurch eine neue Schicht sich mit Wohlstand versorgen könnte. Und das will die herrschende Klasse einfach nicht.

Zitat
Original von Tzakahra
Cannabis kann man als Heilmittel einsetzen und ich glaub man muss nur 1 und 1 zusammenzählen um herauszubekommen wem ein solches Heilmittel nicht recht wäre.

Und noch einmal passende Zitate aus oben genanntem Buch:

"[I]Um 1900 gelang es einem deutschen Chemiker in Zusammenarbeit mit der Firma Bayer, Morphium zu synthetisieren und ein Entzugsmittel zu produzieren, das Morphinabhängige von ihrer Sucht befreien sollte. Der Name des neuen Produktes: Heroin." ... "Von nun an war die chemische Industrie im Suchtgeschäft. Sie stieg nie mehr aus. In einem ewigen Kreislauf produzierte sie Entzugsmittel für Suchtabhängige, die ihrerseits stets neue Suchtabhängigkeit hervorriefen[/I]." (S. 39)
"[I]So gesehen, ist die staatliche Drogenpolitik, die die chemische Industrie verschont und den Handel mit Agrarprodukten aus den in Unterentwicklung gehaltenen Ländern bekämpft, ein Handlangerdienst zugunsten des hochkonzentrierten und hochentwickelten Kapitals der imperialistischen Metropolen[/I]." (S. 49)

Der sogenannte "Krieg gegen Drogen" ist also nichts weiter, als Augenwischerei, und Suchtverhalten anstelle von bewußtem Umgang mit Drogen wird weiterhin die Drogenlandschaft bestimmen.
Abschließend ein weiteres Zitat, zu meinen persönlichen Drogenerfahrungen komme ich dann irgendwann später ;)

"[I]Die Struktur einer Konsumgesellschaft, deren einziger Sinn die Durchsetzung des Leistungsprinzips ist, um Güter ohne Rücksicht auf deren gesellschaftlichen Nutzen herstellen zu können, ist identisch mit der Struktur einer Sucht. Konsumismus ist ein Kreislauf von nicht stillbaren Bedürfnissen, die nach einer ständigen Dosissteigerung verlangen. Ständige Dosissteigerung, ohne je befriedigt zu sein, das ist Sucht.
Überproduktion und psychische Verelendung, Unterversorgung und Krankheit, es gibt viele Gründe, in den Rausch oder in die Betäubung zu flüchten. Nicht nur die von den neuen Technologien abverlangte Roboterdisziplin und Leistungsbereitschaft hat den Bedarf nach chemischer Anpassung an die Maschine gesteigert, die diesen Technologien innewohnende Zerstörungskraft hat den kollektiven Angstpegel so dramatisch erhöht, daß der Bedarf nach Stillhalte- und Wegtauchdrogen nicht verwundern kann. Deshalb ist jede militärische Abrüstungsinitiative, jede Stillegung eines Atomkraftwerkes, jeder ökologisch sinnvolle Umbau einer Produktionsstätte wirksamer, als jede Antidrogenkampagne es jemals sein kann." [/I](S. 376)
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Ina






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[*] Verfasst am: 14.12.2006 um 20:24


Ich teste gerade gesüßten Hagebutten-Wodka aus der Teetasse (sieht übrigens aus wie Kamillentee) mit ner Packung Honigwaffeln, sprich: ich steuere auf Überzeuckerung zu - stimmt das, dass durch den Alkohol die Leber den Blutzuckerspiegel nimmer ordentlich kontrollieren kann? Oder kriegt man so bloß ne Unterzuckerung hin, wenn man halt nix zum Alkohol dazu frisst?
Verzeiht den sinnlosen Beitrag, ich bin halt schon dran.

ach und Leute, unterschätzt nicht den Zucker - geil.

PS: Ja, und auch nicht den psychologischen Faktor bzgl. Saufverhalten, was Teetassen angeht.

PPS: ach alkohol allein ist schon was geiles, mann, ich fühl meine finger gar nicht mehr richtig, hab ich euch schon gesagt, dass ich euch alle echt gut leiden kann - ja, hiermit, *g*
scheiße. das Zeig schießt echt rein :D
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Hansi




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[*] Verfasst am: 14.12.2006 um 21:44


das tollste is maria, dass man solche beiträge unter drogen dann hier rein schreibt und sich nich mehr erinnern kann. hat ich zumindest in letzter zeit häufig, wo ich am nächsten tag durch die threads gewandelt bin und dachte: "hoppla, da is ja n post von mir, wo kommt das denn her???" :D na dann noch n angenehmen und süßen abend ;).
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Ina






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[*] Verfasst am: 15.12.2006 um 06:12


Hmm, ja, an den letzten edit, der den letzten Absatz hervorbrachte, erinnere ich mich tatsächlich nimmer.
Und außerdem glaubte ich echt, es mit voller Anstrengung meines Geistes hingekriegt zu haben, in dem Post keine Rechtschreibfehler zu machen :D
Die nächste Zeit gibts jedenfalls keine Honigwaffeln mehr - bäh.

Erzählt mir jetzt übrigens nix von mangelndem Abstand mir selbst gegenüber.
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hopeless






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[*] Verfasst am: 15.12.2006 um 11:51


bei mir gabs gestern zwei bier und nen halben liter wein. ich glaub ich hätte den auch noch geleert, wenn mein mitbewohner mich nicht mit seinem schnarchen vom fernseher vertrieben hätte ;)
von unter- bzw überzuckerung bei nichtdiabetikern hab ich noch nichts gehört.
gestern früh in der organik vorlesung konnt ich zwischenzeitlich nicht mehr richtig schreiben wegen dem zittern, ich hab mir gleich mal ne notiz an den rand gemacht - mehr milch, nicht so stark, nur eine tasse
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Widar






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[*] Verfasst am: 17.12.2006 um 22:45


Ich halte nichts von Drogen, nehme also auch keine. Mir ist es egal, wer Drogen nimmt oder nicht. Wobei die Auswirkungen von Drogen schon unterschiedlich. Einige Leute begegne ich lieber mit und andere lieber ohne Drogeneinfluss.
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deep7






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[*] Verfasst am: 17.12.2006 um 23:29
RE: Drogen



Tzakahra, mit welchen Drogen hast du eigentlich deine Erfahrungen gemacht?
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Tzakahra




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[*] Verfasst am: 17.12.2006 um 23:41


Wie in meinem Anfangsbeitrag geschrieben nur mit THC, welches entweder in Keksen oder in einem Tee drin war. Ansonten nur der Alkohol aber zur Zeit trink ich kaum noch was Alkoholisches. Und wenn man so mag (ich mag es) kann man sagen, dass ich Schokolade genommen habe. Ich denke öfter dran wie es wäre mal LSD zu nehmen aber da ich ziemlich alleine dastehe und schon oft gehört habe, man soll sich nur in Begleitung auf den ersten Trip begeben, gibt es da noch keine konkreten Pläne.


Btw.: Die Arte-Doku ist heute fertig geworden. Wenn ich Zeit hab schaue ich mir sie an und schreibe ne Zusammenfassung.
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JeanneDamianDracul






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[*] Verfasst am: 4.1.2007 um 13:49


Konsumiere:
Tabak ( oh die bösen Raucher)
Schmerz und Schlafmittel
Koffein ( in großen Mengen,da ich meist viel zu erledigen habe)
Alkohol,aber mittlerweile mit Grenze,da ich mich zu einem Zeitpunkt fast ins Jenseits katapultiert hätte und zu einem anderen den Arm aufgeschlitzt
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jan91






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[*] Verfasst am: 4.1.2007 um 14:26


Mir wurde von klein auf beigebracht: Drogen sind sch...lecht, die zerstören den körper und den geist, genauso wie alkohol, ich sage nur bio unterricht: alkohol zerstört schnell die leber und das gehirn...ihr wisst was ich meine...und dann kommt raus, jeder trinkt alkohol!!!sind die alle dumm?die machen sich doch kaputt??? eben diese typischen kleine-junge-gedanken, und dann sagt die lehrerin,die noch vor zwei wochen von den gefahren des alkohol geprdigt hat, das es ja nit so schlimm ist... erst diese scheiß aufklärungskampangien und dann alles weniger wichtig hinstellen, das kotzt mich total an,...

in der zwischenzeit bin ich zu dem schluss gekommen wohl keine drogen anzufassen, alokohol irgendwann malo aber dazu hab ich im moment keinen bock..., jeder menshc soll selbst entscheiden, ob er sich zudröhnen will oder nicht, wenn er erwachsen ist hat er genug recht das selbst zu entscheiden, das ist meine meinung...
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JeanneDamianDracul






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[*] Verfasst am: 4.1.2007 um 14:35


@ Jan
Mein sehr geehrter Herr Vater ist Alkoholiker,trinkt seit Jahrzehnten,2006 war es so extrem das er jetzt endlich gemerkt hat das er einen Leberschaden hat und weitere beschwerden.
Man kann ihm sozusagen beim Sterben zusehen und das meine ich wortwörtlich.
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deep7






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[*] Verfasst am: 4.1.2007 um 15:42


Zitat
Original von Janin der zwischenzeit bin ich zu dem schluss gekommen wohl keine drogen anzufassen, alokohol irgendwann malo aber dazu hab ich im moment keinen bock..., jeder menshc soll selbst entscheiden, ob er sich zudröhnen will oder nicht, wenn er erwachsen ist hat er genug recht das selbst zu entscheiden, das ist meine meinung...
Es geht nicht unbedingt immer nur ums Zudröhnen, sondern, wei in meinem Fall, schiere Neugierde und auch um Bewusstseinserweiterung.
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dian




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[*] Verfasst am: 4.1.2007 um 18:10


Ein weiterer Grund, warum Drogen verboten sind, deep7. Welcher Politiker hat schon ein Interesse daran, dass sich das Bewusstsein seiner Wähler ernsthaft erweitert? ;)

Und zum Thema Präventions-Maßnahmen, die nach hinten losgehen:
Rauchen war für viele Jugendliche nicht mehr so recht interessant. Wozu auch rauchen, wenn's eh jeder Zwölfjährige schon getan hat und es keinen der Erwachsenen mehr aufregt? Ich denke, langfristig wären die Raucherzahlen sogar noch weiter zurückgegangen, wenn man von offizieller Seite einfach gar nicht eingegriffen hätte...
Aber jetzt dank neuen Zigarettenautomaten kommen nur die über 18-jährigen an die Glimmstengel ran. Und dass dadurch der Stellenwert des Rauchens unter Jugendlichen mal ganz deutlich gesteigert wird, sollte klar sein. Jetzt sind Zigaretten endlich wieder was besonderes, und jeder, der als cool gelten will, hat immer ein Päckchen davon bei sich.
Oder die Zwölfjährigen fangen halt gleich mit Joints an, weil sie an Gras jetzt einfacher rankommen als an normale Zigaretten.
Und die Schwachköpfe von Politikern sind noch ganz stolz darauf, dass sie endlich was für die Volksgesundheit getan haben.
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Tzakahra




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[*] Verfasst am: 4.1.2007 um 18:46


Na beim Thema Rauchen werden ja auch immer nur halbe Sachen gemacht und daher geht das mMn immer nach hinten los. Die Steuern werden nur schrittweise erhöht und nicht auf einen Schlag, die Automaten doch nicht abgebaut und Verbote in Gaststätten und so sind in Deutschland fern obwohl es in anderen Ländern sehr gut funktioniert. Werbung sieht man auch noch oft und sie ist erfolgreich: Viele Raucher sagen sie wollen sich den Genuß nicht verbieten lassen. Sie argumentieren ganz im Sinne der Zigarettenindustrie die Jahrzehntelang daran gearbeitet hat dem Rauchen den Status einer revolutionär-freiheitlichen Handlung anzuhängen. Schlichte Massenblendung, die aber sehr effektiv war/ist. Kenne bisher glaub ich keinen Raucher, der mir noch nicht erzählt hat, dass er vorhat aufzuhören oder mal aufhören wollte. Ja ich seh die Gegenkommentare schon kommen.
Mittlerweile haben die Konzerne viele Prozesse verloren, etliche Studien haben die Suchtwirkung nachgewiesen, man hat entdeckt, dass den Zigaretten Stoffe beigemischt wurden, die die Suchtwirkung verstärken aber passiert ist nix, weil es um Geld geht. Um Parteispenden und oft auch um die eigene Sucht. Ein Politiker der selbst raucht kann doch nicht einem Gesetz zustimmen, dass ihn als Opfer einer Suchterkrankung dastehen lässt.

Diese Diskussion ums Rauchen ist für die, die Gesundheit im Sinne haben nicht zu gewinnen, da man erstmal Jahrzehnte von Lobbyismus und offensiver Werbung aus den Köpfen der Politiker und Leute herausbekommen müsste. Ich weiß auch nicht ganz was ich nun bei der Sache befürworte: Ein striktes Verbot dieser Machenschaften oder einen Aufklärungsversuch. Bei Aufklärung fehlt mir momentan der Glaube, dass davon überhaupt was ankommt.

Und der Alkohol. Hoffnungslos in diesem Land dazu irgendetwas zu sagen.


@ deep7 und dian
Genau wegen dieser Bewusstseinsverändernden Wirkung, die ja auch einen großen Einfluss auf die Hippiebewegung in den USA hatte wurden mMn LSD und Cannabis verboten. Zu viele Leute, die gegen den Krieg sind kann sich ein Staat halt nicht leisten.
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