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Autor Betreff: Alternatieve Geldquellen oder...
Seraphime






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 17:54
Alternatieve Geldquellen oder...



..wie man das Leben sonst noch unbeschwert leben kann.

Wie einiege andere auch hier, bin ich momentan selbstständiger Nichtangestellter.
Den halben Tag tun wonach einem is, hat viele Vorteile....
Aber keiner bezahlt mir das und immer wieder muss ich hören "Tja ohne Geld geht halt nix!"

Das ja nich falsch, aber seine Freizeit in Teilzeit zur Verfügungstellen um dann seine ja drastisch beschnittene Freizeit mit Geld aufzupeppen, is doch annähernd tötlich...
Klar solls Leute geben die sich durch ihren Job bestätigt sehen, denen es Spaß macht und die´s gern tun.
Das scheinen aber Einzelfälle zu sein!
Es scheint mir unmöglich eine Tätigkeit zu finden die mich derart befriedigt das ich meine kostbare Lebenszeit dafür opfern würde.

Gibt es noch Alternatieven zum Jobs machen die man nich mag um Scheiße zu kaufen die man nicht braucht?
Ohne Bauernhof is selbstversorgen schwierig und jagen darf man in deutschen Wäldern auch nich! :)
Was bleibt einem noch über außer sich seine Lebenszeit durch Stress and stuff zu verkürzen?
Gibt es noch Kommunen oder ähnliches?
Man könnte sich böse weh tun und Invaliedenrente beantragen.....
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 19:16


Tja, es ist halt so: ganz ohne Geld zu leben ist zwar möglich, macht aber imho ziemlich Stress.
Also: Leben mit wenig Geld.

Da muss ich an ein paar Rechnereien denken, die Hansi und ich durchgespielt haben: Leben von Haferflocken. Ist alles drin: Eiweiß und Vitamine und so, muss man halt Vollkornhaferflocken nehmen. Ne Tagesration kostet 45 cent (in Gegenden mit großen Läden und ohne Riesentransportwege noch weniger), also keine 15 Euros im Monat.
Frischkost muss man sich halt im Wald besorgen: Löwenzahn, Heidelbeeren, Brombeeren, Hagebutten... oder in kulitivierten Gegenden Obst vom Baum klauen.

D.h. im Jahr knapp 200 Euros ;)

Jetzt brauchen wir bloß noch ne Baracke (ein Heustall vielleicht??) und das Unity-Haferflocken-Asylantenheim ist perfekt :D
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Hansi




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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 19:22


na endlich mal ein thread zu dem thema ;). übrigens, von wegen haferflocken so um die 40 cent, die gibts gar nich. wollte heute hier in hannover welche kaufen und was musst ich nehmen!?! son flockenmix für über 1 € weils einfache haferflocken nich gab :(. aber ne andere variante als die billig-style sache seh ich leider auch nich. also denn jungs und mädels, lasst uns ein hausbesetzen und von haferflocken leben ;). aber viel wichtiger als die scheißkohle ist die gesellschaft wie ich heute feststellen musste... aber irgendwie bin ich grad noch zu verwirrt um mehr zu schreiben, vllt mach ich demnächst mal n thread auf...
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Soulmirror




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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 19:23


also ich würde eher so fragen wie weit willst du in die illegalität gehen :D

wenn man sich als kleiner dealer in seinem städtle net allzu doof angeht und die grundregel "don´t get high from your own supply" befürwortet sollte das fürs leben erstma reichen. kenn jedenfalls ne handvoll leute die weißgott genug konsumieren und trotzdem vom verticken leben können.

ne gut gemachte warezseite wirft auch gut was ab z.B. joa... wenn man sehr gut poker spielen kann, kann man damit sicher auch überleben.

das würde mir jetzt so einfallen 8-)
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Unmensch






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 19:31


Zwei Möglichkeiten: Alles Geld abschaffen, oder eben selbst drucken.

Aber ich staune auch immer wieder, was Menschen sich alles gefallen lassen, nur für etwas Papier, was man wiederum eh anderen in den Rachen wirft und wo man am Ende des Monats nichts mehr selbst von hat und das ganze Theater folglich wieder von vorn losgeht. Ein ewiger Kreislauf und jeder, der sich nicht mitdreht, den finde ich nicht faul oder böse, böse unsozial, sondern der sollte König werden. König von No-Money-Land!
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scaydcast






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 19:31


Hansi, du gehst in die falschen Läden. Die billigen Haferflocken gibts immer da, wo man sie nicht vermutet. Die soll ja auch keiner kaufen, sondern die sollen alle die teuren Varianten holen, die - praktischerweise - zufällig in Sichtweite stehen. Die günstigen sind meist ganz unten und oftmals sogar nicht mal vorne am Regalrand, sondern hinten, dass man sich nicht nur runterbeugen muss, sondern auch noch "blind wühlen", bis man sie findet. Billige Haferflocken für 20-40 Cent gibts überall, allerdings zweifel ich da noch etwas dran, ob man davon wirklich langfristig leben könnte, weils doch etwas zu einseitig wäre. Kommt eben drauf an, was man sonst noch so alles der Natur abgewinnen kann, das einem dann den Magen füllt.

Zum Thema Geld: Viele Menschen wählen den Weg der Ausbildung, des Anbiederns und des Anschreien lassens vom Chef, nur wenige kommen auf die Idee, dass man Geld auch mit anderen Methoden verdienen kann. Man muss eben nur den richtigen Job haben und nicht irgendeinen, der grade übrig war. Oder man greift zu anderen Methoden und bringt irgendetwas unter die Leute, das sie für Geld kaufen würden. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Geld ist sowieso so eine Sache. Man braucht es (leider), und es zu verdienen ist immer unangenehm. Bleibt also nur noch die Frage, wie unangenehm man es haben will. Die ganze Karrierescheiße ist eh fürn Arsch, also sollte man sich irgendetwas suchen, was einem das Leben nicht allzusehr vermiest und sich dann mit dem verdienten Geld den entstandenen Frust wegkaufen. Funktioniert immer irgendwie. Oder: Man bildet ne Crew aus und zieht so ein Ding like "The Italien Job" durch, das wäre sicherlich auch ganz nett *gg*
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Hansi




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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 19:37


@scaydcast: ehrlich, ich hab den ganzen scheiß penny von oben bis unten abgesucht, da war nix...
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Tetrarchos






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 20:03


Also das billigste kaufbare Lebensmittel dürfte nach wie vor Reis sein. Ich kenne jedenfalls nichts günstigeres zu essen, außer Sachen die man im Wald sammeln könnte. Bin übrigens ein halbwegs guter Pilzkenner, immerhin kenne ich 6 verschiedene essbare Pilze.
(Nein, nicht die halluzinogenen! :D)
Eine gesunde Vollernährung bedarf aber auch tierisches Eiweiß, am günstigsten durch Milch zu beschaffen. Sonst tritt die Eiweißmangelkrankheit auf. Jagen kann man im Wald tatsächlich schlecht, da man erstens kaum an scharfe Schusswaffen so einfach rankommt, zweitens deren Knallgeräusch äußerst schnell unliebsame Neugierige anlockt. Sogar im Wald, in Gestalt von Jagdpächtern und Förstern. Also müsste man schon lernen, wie ein Indianer mit Bogen oder Wurfspeer geräuscharm zu jagen. Funktionieren könnte eventuell noch Wildfischerei, wenn man das richtige Gewässer auswählt und vor allem NUR in der Nacht fischt. Dabei sollte man aber die Gewässer wechseln, ähm ich habe tatsächlich schon diverse Forellen quasi geklaut. :12:
Die Frage wie ich mit Minimum an Geld möglichst unabhängig leben kann, beschäftigt mich rund um die Uhr. Ich sehe einfach keinen Lebenssinn darin, für den Profit von fetten Säcken zu malochen. Wenn ich arbeite dann MUSS der Profit mir gehören, oder allenfalls teile ich mit Menschen die meine Wertschätzung geniessen. Für FREMDE lehne ich Arbeit grundsätzlich ab.

Ich würde die Fragestellung dieses Threads im marxistischen Sinne konkretisieren:
Wie könnte jemand, ohne Herrschaft über die Produktionsmittel, genug produzieren um sich zu ernähren und ein Obdach zu verschaffen? Schwierig wird das Problem durch die Notwendigkeit, den Herrschern auszuweichen, da diese eine derartige "Privatproduktion" als lebensbedrohend empfinden und natürlich mit brutalen Mitteln sowas verhindern wollen. Denn die Herrscher (faule Säcke) könnten ohne ständige maloche der Arbeiter GARANTIERT nicht überleben.
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Ina






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 20:59


Na iss mal Reis roh.
Da hast du dann bald keine Zähne mehr.

und am allerbilligsten kommt man imho zu seinen Kalorien mit Pflanzenöl.

Aber das dürfte man dann tatsächlich nicht allzulange überleben.

@leicht verfügbares, kostenfreies, tierisches Eiweiß noch: Insekten :D
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Tetrarchos






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 21:37


Warum Reis ROH essen? Wasser aus einem relativ sauberen Tümpel oder Wildquell abkochen (natürlich nicht aus einem Scheisshausfluss wie zB Rhein) das sollte man überleben. Feuer sollte man natürlich erzeugen können, zB Birkenrinde brennt sogar NASS im grünen Zustand. Oder man kann HARZ (ohne 4 :D) von der Rinde von Nadelgehölzen sammeln, es rinnt in zähen wachsartigen Strömen vor allem im Sommer dort runter und kristalisiert zu kleinen Klümpchen die wie Kohleanzünder brennen.Wer es nicht glaubt: bitte austesten! Zündhölzer kriegt man AUSREICHEND schon mit 2 gesammelten Pfandflaschen für LANGE Zeit. Kann ja nicht jeder Steine oder Hölzchen zum Feuermachen nehmen.
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Seraphime






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 22:02


So weit war ich schon mal... So richtig mit Survivalliteratur und Kostenvoranschlag für die Ausrüstung.
Das laute jagen is kein Hit, der Survivalexperte macht das alles mit quasi lautlosen Fallen aus Holz und Band. Was mich tierisch (wörtlich zu verstehen) angekotzt hat is die Tatsache das man von Hasenfleisch (wohl am einfachsten zu fangen und steht auf keiner Bestandsliste von Jägern) nicht leben kann! Es enthält keine lebenswichtigen Nährstoffe is quasi nur ein Gimmik.
Über Fischerei hab ich auch nachgedacht.... Wenn man einige hier auch schon genannten Grundregeln einhällt könnte das fast was werden.
@Reis: Reis enthällt auch keine Lebenswichtigen Nährstoffe. Darum wird jetzt genmanipulierter Reis (im Reagenzglas eingewissenschafftete Vitamine and Stuff) in die Dritteweldländer verkauft. Wahrscheinlich damit der Reisabsatzmarkt nich zusammenbricht wenn da trotz genug Reis zu viele "Verhungern" sollten.
Die Haferflockenaskese hab ich schon eine Zeit probiert. Schlechter gings mir auch nich, was aber an der frei zugänglichen Milch gelegen haben könnte.

Fett, fett, das ihr schon so Rechnungen angestellt habt wieviel das kosten würde. Aber angenommen man könnt tatsächlich mit weniger als 300€ im Jahr leben, wie will man die kriegen als bodensatz der gesellschaft? Das erinnert mich irgendwie an Shadowrun.
Zeitungsaustragen evt. oder Schuhe putzen.

Ich hab auch über legt ob man nich vieleicht einen selbstversorgenden Bauern fragt ob er für eine Mahlzeit am Tag und ein Platz auf dem Heuboden zwei helfende Hände gebrauchen könnte.

Ich hab von einer Kommune gehört die auf ihrem Grundstück viele Apfelbaume haben und da mittles altmodischer Presse Saft draus machen und verkaufen. Soll wohl für Strom und kleine leckerlys reichen.
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Tetrarchos






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 22:16


Also wenn Du bei einem Bauern malochen willst, das gibts bei der Spargelernte aktuell für etwa 4€ pro Stunde schon. Nötige Lebensmittel kannst Du damit dann bei Aldi erkaufen und pennen kannst Du in der Baracke / Wohncontainer des Bauernhof. Das ist es nicht wirklich, oder?
Reis enthält nicht ALLE benötigten Nährstoffe, aber doch VIELE davon. Chinesen und Japaner benutzen Reis seit TAUSENDEN Jahren als Grundnahrungsmittel. Müssten die nicht ausgestorben sein, wenn Reis wertlos ist?? Fisch als Ergänzung zu Reis ist ideal. Neben Reis essen die Japaner zB heute noch bevorzugt Fisch.
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Seraphime






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 22:26


Ja die Chinesen.....
Kein Plan warum die nich einfach aussterben... Ich glaub bei dem Genreisprojekt gehts um Gegenden die nix anderes als den UNOreis bekommen, weil Dürre oder Krieg oder Völkermord oder was Menschen halt noch so tun auser zu hungern.

Spargelernte is schon malochen, weil letzt endlich nur Zasta rauskommt Geld schmeckt so scheiße!
Aber wenn ich für meine Hilfe nix anderes kriegen würde als Nahrung und ein Platz zum Schlafen, würd ich das schon irgendwie gerechtfertigt finden...
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Tetrarchos






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 22:45


Zitat
Original von Seraphime
Ja die Chinesen.....
Kein Plan warum die nich einfach aussterben... Ich glaub bei dem Genreisprojekt gehts um Gegenden die nix anderes als den UNOreis bekommen, weil Dürre oder Krieg oder Völkermord oder was Menschen halt noch so tun auser zu hungern.

Spargelernte is schon malochen, weil letzt endlich nur Zasta rauskommt Geld schmeckt so scheiße!
Aber wenn ich für meine Hilfe nix anderes kriegen würde als Nahrung und ein Platz zum Schlafen, würd ich das schon irgendwie gerechtfertigt finden...


Für Deine Hilfe Nahrung und Platz zum Schlafen??? Öh, das bietet das aktuelle System doch auch.
Mach Dich KAPUTT für irgendeinen Bonzen. Der wird grade genug bezahlen damit Du überleben kannst und WIEDER als Sklave antreten kannst. Du wirst GARANTIERT am Monatsende auf NULL rauskommen, eventuell zusätzlich bei ARGE den Rest erbetteln. Wenn DAS Dein Lebensweg ist, den Du "gerechtfertigt" findest, WO ist dann das Problem??? :|
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scaydcast






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 22:57


Warum setzt ihr euren Wert eigentlich alle so weit unten an? Habt ihr nicht mehr verdient, als in irgend ner Bauernabsteige für körperlich schwere Arbeit ein paar Mücken zu kassieren und irgendwie damit über die Runden zu kommen? Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber das hört sich alles so an, als ob ihr am Rande der Existenz leben wollt und euch irgendwie durchschlagen, weils ja angeblich keine andren Möglichkeiten mehr gibt. Arbeit ist nicht alles (Arbeit ist scheiße, das geb ich zu), aber man braucht nicht sein Leben der Arbeit zu widmen, sondern man kann auch einfach Geld verdienen und davon leben. Und ich rede nicht davon, jetzt wieder in den Sumpf der Arbeit zurückzukriechen und dort für sein Magerlohn zu arbeiten, sondern ich rede wirklich davon, Geld zu verdienen - einfach so, damit man einige Probleme im Leben weniger hat.

Die Idee mit dem "sich von der Natur ernähren" hört sich interessant an, allerdings gibts da heutzutage viel zu wenig Möglichkeiten, sich davon wirklich ernsthaft am Leben erhalten zu können, denn a) sind sämtliche Flächen irgendwie im Besitz von jemand und b) gibts - zumindest hier in Deutschland - zu wenig, dass man sich seine täglichen Brennstoffbedürfnisse erfüllen könnte. Zum überleben mags vielleicht eine Zeit lang reichen, aber um dauerhaft damit glücklich zu sein, reicht es meiner Meinung nach nicht.

Was mich zu der nächsten Frage bringt: Worum geht es eigentlich hier? Einfach nur darum, weniger zu malochen um seinen Seelenfrieden zu haben? Oder darum, glücklich zu sein? Oder geht es darum, sich irgendwie durchs Leben zu schieben, ohne ständig von dem lästigen Geld abhängig zu sein und beständig von seinem Nichtvorhandensein mit Einschränkungen überhäuft zu werden? Geld ist nicht alles auf der Welt - im Gegenteil, Geld ist en Scheiß wert. Oftmals lese ich aber aus dem ein oder anderen Beitrag raus, dass der Besitz von Geld als "asozial" angesehen wird - wieso? Nur weil einige Bonzen zu viel davon übrig haben und den Umgang mit selbigem verlernt? Nur weil die, die es haben, die größten Arschlöcher sind und damit rumprahlen und Dinge tun, die keiner von uns tun würde? Heißt das, dass der Besitz von Geld einen automatisch zu einem Arschloch macht und es keinem möglich ist, vernünftig damit zu hantieren? Wieso darf man nicht etwas mehr an Geld haben, wenn es einem viele Lästigkeiten dieser Welt nimmt? Wieso kann man nicht einfach mit etwas mehr um sich werfen und etwas weiter weg von der ständigen Existenzgrenze sein Leben genießen?

Im Endeffekt gehts doch eigentlich nur darum: sein Leben in irgend einer Form genießen können. Eine Form, die man sich selbst aussucht, die man sich selbst gestaltet. Mit einer Welt darum, die man selbst aufbaut und selbst mag. Möglich ist das, nur die wenigsten tun es, weil es für viele so schlimm ist, aus den gesellschaftlichen Normen auszubrechen und etwas anderes, völlig verrücktes zu tun. Was ist das Problem an verrückt? Grade wir müssten doch prädestiniert dafür sein, etwas völlig verrücktes zu tun und damit unser Geld zu verdienen - ja, verdienen, nicht erarbeiten. Es geht doch nur darum, glücklich zu werden, glücklich zu sein und glücklich zu bleiben. Oder warum beschweren sich sonst so viele über Missstände? Und wenn man es aus diesem Gesichtspunkt betrachtet, ist es nicht schlimm, glücklich zu sein. Geld macht nicht glücklich, ich hoffe, das ist jedem klar. Aber die Dinge, die man damit anstellen kann, können durchaus einen glücklich machen. Dabei muss man allerdings eines beachten: Geld an sich hat überhaupt keinen Wert. Nicht den, den die Gesellschaft ihm ständig zuschreibt und auch keinen anderen. Geld ist einfach nur (leider) ein Austauschmittel für Dinge, die einen temporär glücklich machen können. Dabei ist egal, ob man 50 Cent oder 50.000 € ausgibt, hauptsache man ist glücklich und das Geld oder wie man es verdient, ist in diesem Falle völlig egal. Und dieses Glück holt man sich dann immer wieder, "kauft sich so seine Probleme vom Hals" und führt ein Leben, das einem gefällt. Führt ein Leben, wo man sich wohl fühlt und was man mag. Man hat eben etwas mehr Geld irgendwo - wen juckt das schon? Man geht halt jeden Tag los und verdient sich etwas dazu rein, na und? Lieber an einem Teich sitzen und sein Leben genießen als in irgend einem Büro malochen und seinen Hungerlohn kassieren. Und lieber etwas gutes zu sich nehmen, meintwegen auch etwas teures, was andere Kiddies in Afrika glücklich macht durch Fair-Trade - dazu braucht man hier im Westen halt Geld, und wenn man das hat und sich selbst und andere damit glücklich machen kann, spricht da doch eigentlich nichts dagegen oder? Es bedeutet doch nichts, sondern nur der Spaß zählt. Also warum wollen alle so "umständlich" leben, arbeiten gehen oder sich abseits von allem irgendwie durchprügeln, so dass sie es grad so schaffen?
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Seraphime






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 22:57


Ich mein die Möre und das stück Schwein beim bauern welches er mir als vergütung anbietet hab ich ja unterumständen mit gerntet oder geschlachtet (könnt ich sowieso nie, ja du hast ja recht).
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Soulmirror




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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 23:33


@scaydcast

was du sagst ist ja erstmal schön und gut, nur wären mal ein paar direkt beispiele was man schönes verrücktes tun kann was einem dann noch kohle bringt. den leuten erzählen, dass man es nur anpacken muss etc. kann jeder verzählen, besonders der, der in seine kleine nische gefunden hat die net überrannt ist von konkurrenz oder sonstwas und dementsprechend erstmal easy an die kohle kommt grundsätzlich.

sowas hört man halt meißt von menschen die ihren kahn schon aus den fluten gerettet haben sag ich mal und von der position aus kann man natürlich immer große reden schwingen oder den leuten positiv gemeinte "ratschläge" geben.

es ist aber nicht für alle was zu holen da draußen und besonders nicht der leichte weg zum geld für jeden da.
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Kebap






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[*] Verfasst am: 23.4.2007 um 23:57


Zitat
Original von Soulmirror
es ist aber nicht für alle was zu holen da draußen und besonders nicht der leichte weg zum geld für jeden da.
warum nicht?
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Seraphime






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[*] Verfasst am: 24.4.2007 um 00:00


Du nu wieder...
Weil nich jeder zum Straßenmusiker taugt oder weil nich alle das selbe Verständnis von Stress am Arbeitsplatz haben.
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Soulmirror




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[*] Verfasst am: 24.4.2007 um 00:21


Zitat
Original von Kebap
Zitat
Original von Soulmirror
es ist aber nicht für alle was zu holen da draußen und besonders nicht der leichte weg zum geld für jeden da.
warum nicht?


wenn es möglich ist, nenn mir doch paar gute beispiele.

in meinen augen gibt es nur eine erschöpfliche anzahl an guten ideen zur rechten zeit und eine noch erschöpflichere anzahl an kapitalgebern für die umsetzung dieser ideen. wenn 100 leute die selbe idee hätten würden wohl 90 scheitern und die letzten 10 es unter sich ausmachen.
und sonst diese kleinen nischen wo man sein plätzchen finden kann sind sicher nicht unendlich groß und da fällt dann auch bei steigender konkurrenz sicher nicht mehr für alle genügend ab.

wie gesagt, lass mich da gerne vom gegenteil überzeugen durch beispiele etc..
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scaydcast






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[*] Verfasst am: 24.4.2007 um 02:34


Ich bin dein Beispiel. Und ich lebe nicht in Timbuktu. Und ich bin auch niemand mit irgendwelchen "Beziehungen". Ich bin ein ganz normaler Mensch, der mit der Gesellschaft und dem typischen Arbeitsbild nicht zufrieden ist und der grade dabei ist, sich etwas aufzubauen. Den Kahn aus den Fluten gerettet hab ich noch lange nicht, aber ich bin auf dem besten Weg dahin. Und das Prinzip ist keine Konkurrenz, sondern Teamarbeit - im richtig großen Stil, so wie es das in der "normalen Arbeitswelt" nicht gibt. Und große Reden schwingen will ich beileibe nicht, mich stört nur etwas, dass scheinbar alle um mich rum grad rumheulen, weil ihr Leben so wahnsinnig beschissen ist. Es gibt so viele Möglichkeiten, etwas zu ändern, aber keiner tut etwas, weil niemand dazu bereit ist, etwas zu ändern. In diesem Sinne hab ich großen Respekt vor Hansi, weil der gegangen ist um etwas anders zu machen, weil er sich auf den Weg begeben hat, um sein Glück zu suchen und ich bin mir sicher, er wird es finden - vielleicht heute, vielleicht morgen. Alle anderen wollen ihr altes Leben behalten, sind aber gleichzeitig wahnsinnig unglücklich damit und das verstehe ich irgendwo nicht.

Man muss etwas riskieren um etwas zu verändern. Man braucht eine kleine Portion Vertrauen. Man muss bereit sein, geringfügige Opfer zu bringen - in seiner Einstellung, in seinem Denken, in seiner Lebensweise. Eben Dinge, die der alltagstrottige Mensch nicht zustande bringt. Und genau das macht einen dann zu einem dieser Verrückten, die Dinge auf der Welt bewegen, wie noch kein anderer zuvor. Jeder regt sich darüber auf, dass er allmorgendlich aus dem Bett steigen und zu seinem leidigen Job fahren muss. Aber keiner ist bereit, das zu verändern und einfach mal nicht mehr morgens aufzustehen, sondern liegen zu bleiben, bis man ausgeschlafen ist und sich dann erst ans Geldverdienen zu machen. Allein über die Idee denkt schon niemand nach, geschweigedenn, es zu machen.

Und dann kommen immer die großen Zweifel: Klappt das auch? Ich weiß nicht... => Wenn man es nicht probiert, wird man es nie rausfinden. Funktioniert das alles denn auch? Ich weiß nicht... => was hält dich davon ab, es zu probieren? Entweder es funktioniert, dann ist dein Leben ab sofort ein besseres, oder es funktioniert nicht - dann bist du um eine Erfahrung reicher. In beiden Fällen hast du etwas davon, was dich in gewisser Weise weiterbringt. Aber statt den Schritt zu wagen und es einfach auszutesten und drauf ankommen zu lassen, quält sich jeder lieber mit noch mehr Gedanken rum, sucht fieberhaft nach irgendwelchen Möglichkeiten, doch nicht aus seinem Trott rauskommen zu müssen und doch nichts verändern zu müssen... Der sollte sich lieber die Frage stellen, was er überhaupt will. Einfach mal ruhig werden, nicht mehr meckern, sondern in sich gehen und sich ernsthafte, existenzielle Fragen stellen, was er in seinem Leben erreichen will. Und wenn dich eh alles ankotzt und man an einem Punkt ist, wo einem alles lieber ist als der jetzige Zustand, dann steht einem eigentlich auch nichts mehr im Wege um einfach mal etwas anderes zu probieren.

Und zuguterletzt steht dann immer das Verallgemeinerungssyndrom auf dem Tisch. Das berühmte "Das kann nie funktionieren, weil wenn alle es tun würden, gehts ja nicht auf" - das mag richtig sein, aber verdammtnochmal, es tun eben nicht alle. Es werden NIE alle tun. Es tut ja nicht mal der ein oder andere. Wie lange mag es wohl dauern, bis es alle tun? Und selbst, wenn es alle tun würden, würden trotzdem neue geboren werden und alte wegsterben. Das Leben ist in seinem Ganzen ein Fluss, der durch kommen und gehen bestimmt wird. Und das ist bei der Arbeit eben genauso. Ein Bäcker hat niemals keine Chance, nur weil es auf der Welt genügend Bäckereien gibt. Einige schließen, andere eröffnen. So ist das. Und nur, weil es alle tun könnten, heißt das noch lange nicht, dass man nicht selbst eine Bäckerei eröffnen kann. Tu du es, dann bist du derjenige, der sie jetzt eröffnet hat und alle anderen nach dir haben schlechtere Karten als du - aber DIR geht es besser. Ist es nicht das, worauf es ankommt?

Und leicht ist ein Weg zum Geld nie. Aber es gibt Unterschiede zwischen einer Tätigkeit mit normaler, fairer Bezahlung und sklavischer Ausbeute mit mieser Unterbezahlung, die gleichzeitig noch mit körperlichen oder psychischen Schäden bezahlt wird. Und allein das Gefühl, für seine Leistungen wenigstens fachgerecht entlohnt zu werden, treibt einen jeden Morgen wieder an, seiner Tätigkeit weiterhin nachzugehen und die nächsten Schritte in die richtige Richtung zu gehen. Das schnelle große Geld ist ebenso schnell wieder weg. Aber ein Kapital, was man sich durch beständige Arbeit aufbaut, hält später auch lange und macht einen durch den Fluss von Ausgeben und Verdienen beständig glücklich. Ich frag mich, wieso so wenige dieses Prinzip verstehen. Warscheinlich liegts wirklich daran, dass es den meisten durch Selbstblockaden unmöglich ist, in ihrem Denken eine andere Richtung einzuschlagen und ihr Leben ab sofort in eine andere Richtung zu lenken. Denn wie heißt es so schön: In die Richtung, in die man denkt, in diese Richtung geht man auch. Und da hörts bei den meisten schon auf, weshalb es erst gar nicht zu Taten kommt und schlussfolgernd sich auch nichts ändern kann. Also gibts zwei Möglichkeiten: Weiter so leben und weiter rumnörgeln, das alles so scheiße ist und sich gegen jeden und alles wehren, was einen zu Füßen gelegt wird oder einmal in sich gehen und anfangen, sein Denken und sein Wollen anders auszurichten und neue Dinge anzugehen. Wenn nämlich alles so bleibt, ändert sich nichts. Ändern kann sich nur etwas, wenn man etwas anders macht. Eigentlich logisch, aber vielleicht sollten einige mal näher drüber nachdenken.
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[*] Verfasst am: 24.4.2007 um 05:57


Vielleicht kommen einfach ein paar Leute wie ich z.B. aus einem Stall, @scaydcast, wo Geld nie das Problem war und kennen diesen Lebensstil mehr als zur Genüge von ihren Eltern und wollen gerade das nicht!!!
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Hansi




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[*] Verfasst am: 24.4.2007 um 10:50


[QUOTE]In diesem Sinne hab ich großen Respekt vor Hansi, weil der gegangen ist um etwas anders zu machen, weil er sich auf den Weg begeben hat, umsein Glück zu suchen und ich bin mir sicher, er wird es finden - vielleicht heute, vielleicht morgen.[/QUOTE]

ok, nun streut nicht noch salz in die wunde, im moment fühl ich mich beschissener als jemals zuvor, was zwar in erster linie nicht vom geld abhängt, aber... ach ich mach gleich nen neuen thread auf, moment...
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dian




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[*] Verfasst am: 24.4.2007 um 14:12


@ scaydcast:
Ich finde, du siehst das etwas zu optimistisch, bzw. du schließst einfach von dir auf andere, was aber wohl nicht so ohne weiteres übertragbar ist.
Klar, prinzipiell hast du Recht, und es gibt genügend Möglichkeiten, Geld zu verdienen. "Vom Tellerwäscher zum Millionär"... genau wie früher in den USA, wo man ja auch sagte, dass jeder, der es wirklich will, es auch schaffen wird.
Allerdings täuscht das auch. Klar gab es viele, die mit nichts angefangen haben und reich und erfolgreich geworden sind. Genauso gab es aber auch tausende Tellerwäscher, die immer Tellerwäscher geblieben sind, und sich dann irgendwann eine Strick um den Hals gelegt haben.
Über die redet man nur einfach nicht so gerne.

Ich denke nicht, dass der bloße Wille ausreicht, um das auf der Straße liegende Geld zu finden.
Dafür braucht man auch etwas, was man als "Unternehmergeist" bezeichnet.
Man sollte außerdem gut mit Menschen umgehen können und ein "geschäftsförderndes" Erscheinungsbild haben. (weiß ja nicht, wie das bei dir ist...)
Das sind Talente, die hat man entweder, oder man hat sie nicht.
Gutaussehende Frauen beispielsweise, die können noch so dumm in der Birne sein... einen Job werden die immer irgendwo finden, und sei es auch nur als Kellnerin oder Verkäuferin.
Wohingegen ein Kerl, der nicht gerade hübsch ist, und noch dazu vielleicht etwas mundfaul oder schüchtern, ganz sicher niemandem irgendetwas verkaufen wird, egal, wie gut das Produkt auch sein mag. Und als Kellner wird ihn ganz sicher auch niemand in seinem Restaurant haben wollen.
Was ich sagen will: Es gibt eben unterschiedliche Voraussetzungen.. Menschen haben unterschiedliche Arten, auf Mitmenschen zu wirken, und unterschiedliche Hemmschwellen, wie weit sie anderen in den Hintern zu kriechen bereit sind, ohne dass sie sich schmutzig fühlen.
Wenn ich beispielsweise zumindest mal die Chance haben wollte, mehr Bücher zu verkaufen, müsste ich erst mal alle möglichen Zeitungen anschreiben und darum bitten, dass sie ein Review abdrucken, dann dürfte ich mir auch nicht zu blöd sein, Radiostationen um Interviews zu bitten und Lesungen im örtlichen Kindergarten oder sonstwo zu organisieren. Da das aber alles nicht meine Welt ist, habe ich quasi als einzige Publicity das Internet... und selbst das nutze ich nicht mal voll, denn wenn ich nur mit Hilfe des Internets Erfolg haben wollte, dann müsste ich irgendwelche idiotischen Filmchen drehen und die bei youtube reinstellen, oder sowas in der art.
Also dass sich ein gutes Produkt in der heutigen Zeit einzig deshalb verkauft, weil es gut ist, glaube ich nicht... Es gibt ja längst schon viel zu viel Angebot und viel zu wenig Nachfrage bzw. Kaufkraft.
Es mag sein, dass sich ein qualitativ hochwertiges Produkt bzw. eine hochwertige Dienstleistung nach einigen Jahren Anlaufzeit durch Mund-zu-Mund-Propaganda rumspricht... aber dafür braucht man zumindest einmal einen sehr langen Atem, den Leute, die schnell Geld brauchen oder frisch von der Schule kommen, in der Regel nicht haben.
Und ich möchte nicht wissen, wie viele schon eine total krasse, neue Geschäftsidee hatten, dafür einen hohen Kredit aufnahmen und schließlich Bankrott gegangen und in den Schuldturm gewandert sind, weil die Idee von den Kunden eben doch nicht angenommen worden ist.
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Ina






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Motto: Kein Motto

[*] Verfasst am: 24.4.2007 um 14:38


Dazu kommt ne Mentalitätssache. Ich z.B. kriege Arbeit einfach nicht ordentlich gerafft, wenn ich mir nicht völlig klar darüber bin, dass sie nötig ist. Mit 10000 Euros auf dem Konto würde ich so schlampig und langsam arbeiten, dass mich niemand länger als ein paar Wochen behalten würde (auch bei meinem jetzigen Job war ich schlampig und langsam, als noch Geld da war...). Dasselbe gilt natürlich auch für einen "richtigen" Job, wo ich Vollzeit arbeiten und mehr verdienen würde, als ich zum Leben brauche.
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